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Geh ein paar Schritte.
Noch ein paar.
Okay, da ist's gut.
Dreh dich etwas. Genau.
Hinter mir ist das Wohnzimmer, aus dem du kommst.
Die Treppe ist zu deiner Linken.
Zu deiner Rechten ist das Küchenfenster.
Auf dem Tisch hier vorn
liegt das Messer.
Siehst du die Klebemarkierung?
Rechts von dir.
Da erscheint der Schatten der Bestie.
Irgendwann guckst du dahin und siehst sie, ja?
Ja.
Streich deine Haare etwas zurück.
Genau, perfekt.
Und geh zwei, drei Schritte auf mich zu.
Genau, so.
Alles klar? - Ja, ich bin bereit.
Wir fangen an.
Du entscheidest,
wann.
THE BEAST
Danke sehr.
Pauline?
Haben Sie meinen Gatten gesehen? - Er war eben im anderen Salon.
Hast du Georges gesehen?
Ja, vor fünf Minuten im anderen Salon.
Warum suchen wir auf Festen immerzu die, mit denen wir zusammenleben
und die wir tagein, tagaus sehen?
Amüsieren Sie sich? - Sehr.
Ich habe meinen Gatten verloren. - Herrlich. Genießen Sie es.
Das tue ich.
Maßlos.
Ich meine, er ist zum Atelier gegangen.
Atelier? - Kennen Sie Anton noch nicht? - Nein.
Anton.
Gabrielle.
Wir gaben ihm einen Raum zum Arbeiten. Er stellt heute aus.
Es ist gewaltig. Und so düster wie unsere Epoche hell ist.
Ein kurioser Kontrast.
Na dann. - Ich lasse Sie allein.
Da entlang? - Ja.
Nach dem hinteren Salon rechts.
Ich führe Sie gerne hin.
Danke, aber ich komme zurecht.
Zuvor noch ein Getränk?
Ich habe eins.
Und einen Handschuh, der etwas verbirgt.
Ich gebe nach. Ich hoffe, es gefällt Ihnen.
Bestimmt.
Danke sehr.
Wie finden Sie es?
Es ist brutal.
Psychiatrisch.
Ziemlich schön.
Er könnte Sie malen.
Niemals.
Ich schätze meine Seele.
Sie erinnern sich, oder?
Woran?
Dass wir uns schon begegnet sind.
Ach ja? - In Rom. Vor einigen Jahren.
Vor drei Jahren.
Bei einem Dinner.
Nach einer Aufführung von "Madame Butterfly".
Ihr Onkel und Ihre Tante waren bei Ihnen.
Sie trugen ein dunkelgrünes Kleid und einen Dutt.
Das war in Neapel,
nicht in Rom.
Es war vor sechs Jahren.
Meine Mutter und mein Bruder waren bei mir.
Eigentlich erinnern Sie sich gar nicht an mich.
An die Einzelheiten nur noch vage,
doch an Sie erinnere ich mich sehr gut.
Sehr gut?
Ja.
Und warum?
Sie haben mir etwas gesagt, das ich nie vergessen habe
und weshalb ich oft an Sie denke.
Sie haben es mir auf dem Heimweg gesagt.
Haben Sie das vergessen?
Haben wir Französisch gesprochen?
Ich glaube, beide Sprachen.
Ich tue wohl nicht gut daran, Sie daran zu erinnern, also...
Doch, fahren Sie fort.
Könnte riskant sein, Sie einige Jahre zurückzuversetzen.
Aber wenn Sie Abstand davon gewonnen haben, umso besser.
Ist es geschehen?
Das würde man nie vergessen.
Daher frage ich, ob diese Sache geschehen ist.
Ich denke, worauf Sie hinauswollen, weiß ich,
aber nicht, dass ich je ein derartiges Vertrauen hatte.
Weiß nur ich es?
Ja.
Ich habe es niemandem erzählt.
Das ist auch besser so.
Verzeihung, dass ich Ihre Unterredung störe. Es musste sein.
Gabrielle Monnier, nicht wahr?
In der Tat.
Ich wollte lediglich meine Hochachtung kundtun.
Sie sind eine wunderbare Musikerin.
Eine Pianistin von seltener Empfindsamkeit. Ja.
Danke.
Das berührt mich zutiefst. - Da ich den Mut hatte, noch etwas.
Ich würde Sie gerne mal einkleiden.
Einkleiden? - Ich bin Paul Poiret.
Dann nehme ich es gerne an.
Das schmeichelt mir sehr. - Nicht so sehr wie mir.
Ich behellige Sie nicht länger.
Haben Sie das Gefühl immer noch?
Was habe ich gesagt?
Was genau?
Es ging um ein Gefühl aus Ihrer Jugend.
Tief in Ihrem Inneren.
Ein Gefühl von drohendem Unheil,
dass etwas Seltsames, Seltenes und Schreckliches Sie heimsuchen wird.
Sie sagten, es würde Sie ereilen und auslöschen.
Ich glaube, das war das Wort:
auslöschen.
Was habe ich noch erzählt?
Sie sagten, Sie möchten keine Beziehung führen,
da Ihnen mit Sicherheit etwas Grausames zustößt,
das Sie auslöschen würde.
Sie und Ihnen Nahestehende.
Das ist wahr.
Um Ihre Frage zu beantworten: Nichts ist geschehen.
Und Sie haben trotzdem geheiratet.
Woher wissen Sie das? - Unter Ihrem Handschuh steckt ein Ehering.
Natürlich.
Und Ihr Gatte?
Wo ist er?
Ich weiß es nicht.
Ja, ich ging das Risiko ein.
Aber ich war jung
und romantisch.
Und nun
fühlt sich all das sehr weit weg an.
Dann sagten Sie, etwas würde plötzlich auftauchen,
eine verborgene Bestie,
die alles in Ihnen und um Sie vernichtet.
Was haben Sie dazu gesagt?
Nichts.
Ich weiß noch, dass ich Angst bekam.
Ich war wohl noch zu jung.
Gabrielle?
Schöne Frau, wie geht es Ihnen?
Gut.
Haben Sie schon die Gemälde entdeckt?
Ja.
Ist Georges da?
Vermutlich in einem der Salons.
Nun gut.
Dann gehe ich ihn mal begrüßen.
Genießen Sie es.
Eine Ehe ist nicht immer leicht.
Tut mir leid.
Genießen Sie Ihren Abend.
Bitte,
bleiben Sie.
Hielten Sie mich für verrückt?
Nein. Ich denke, ich habe es verstanden.
Sie meinen, dass meine Besessenheit
mit einer konkreten Realität verknüpft sein könnte?
Einer konkreten Realität?
Ja, gewiss.
Heute könnte ich anbieten, über die Bestie zu wachen.
Aber wenn Ihre Angst fort ist, ist das müßig.
Ist das Ihr Ernst?
Allerdings.
Ich kann so tun, als hätte ich Angst,
wenn Sie Wache halten wollen.
An meiner Seite.
Sie haben ja mir das Vertrauen geschenkt, auch wenn Sie sich nicht erinnern.
Sie haben mir etwas anvertraut.
Auch wenn es lange her ist.
Und Sie?
Haben Sie keine Angst mehr davor?
Und ob, doch ich bin bereit für das Wagnis.
Und nicht mehr ganz so jung.
Das rührt mich sehr.
Alles gut, Chérie? Wo warst du?
Ich habe nach dir gesucht. - Hier bin ich.
Geht's dir gut? - Ja.
Wie beschreiben Sie Ihre Kompetenzen, Ihre Ausbildung und Ihr persönliches Ziel?
Weiß ich nicht. Ich bin scharfsinnig, intuitiv.
Eine richtige Ausbildung habe ich nicht,
da ich mit neun in die USA zog.
Warum?
Weiß ich nicht mehr, ich war zu klein. Laut meinen Eltern war die Stimmung untragbar.
Sie hatten Angst.
Und als wir in den USA ankamen, brach der Bürgerkrieg aus.
Wir zogen weiter.
Ja, nach Chengdu. Für neun Jahre.
Sie gingen dort nicht zur Schule. - Nein.
Aber ich habe mir viel selbst beigebracht. Ich lerne schnell.
Ihr persönliches Ziel?
Arbeiten.
Möglichst irgendwo,
wo ich mich gebraucht fühle.
Gebraucht? - Ja, gebraucht.
Eine andere Arbeit als jetzt.
Entschuldigung.
Sie arbeiten hier?
Nein, tut mir leid.
Dann sind Sie wie ich.
Ich weiß nicht, wie Sie sind.
Etwas verloren.
Im Gebäude oder im Leben?
Fürs Erste im Gebäude.
Ich habe ein Vorstellungsgespräch. Nur wo?
Ich komme gerade raus. Dahinten rechts rein.
Lief es gut?
Wird sich zeigen.
Ich muss zur Arbeit.
Viel Erfolg. - Danke.
Minus 4012.
Warum sollten wir Ihnen helfen, eine andere Arbeit zu finden?
Ich bin intelligent. Ich kann vieles.
An Intelligenz mangelt es uns nicht mehr.
Aber dieser Intelligenz mangelt es an Humanität.
Diese Intelligenz hat die Humanität gerettet.
Ich meine Humanität im menschlichen Sinne.
Menschliche Präsenz.
KI ist verantwortungsvoll und gerecht geworden, also menschlich.
Ein enormer Fortschritt.
Sie reden von Fortschritt?
67 % Arbeitslosigkeit und 20 % Maschinenarbeit.
Man nennt uns die "useless people".
Ist Ihnen die Geringschätzung bewusst?
Ich will mein Potenzial ausschöpfen.
Hören Sie Ihre Wut? Für einige Tätigkeiten haben Sie zu viele Affekte.
Es passen nur solche, bei denen Ihre Affekte nichts ausmachen.
Wie Ihr derzeitiger Job.
Also entweder Arbeit oder Affekte?
Bei einigen Jobs, ja, die Verantwortung und Reflexion erfordern.
Solche interessieren Sie offenbar.
Entscheidungen werden nicht mehr durch verärgerte oder deprimierte Leute verzerrt.
Achten Sie mal auf die Ruhe.
Ja. Ich weiß nicht, ob sie gut ist.
Möchten Sie 2025 noch mal durchleben? Die Dramen?
Natürlich nicht.
Seien Sie nicht paranoid oder gar sentimental.
Das hier ist neu, daher Ihr Argwohn, aber Arbeiter passen sich an, wie eh und je.
Sie könnten in Ihre früheren Leben eintauchen, um Ihre DNA zu reinigen. Das wollten Sie nicht.
Ich habe bloß
Angst vor den Folgen.
Inwiefern?
Ich habe Angst, nichts mehr empfinden zu können.
Nur ein Gerücht. Natürlich fühlt man noch etwas.
Man fühlt viel ausgeglichener. Das ist alles.
Keine Angst, Chérie. Ficken kannst du danach noch.
Und ich ficke ja wohl öfter als du.
Es ist anders, aber nicht unbedingt schlechter.
Anders.
Die Wissenschaft hat bewiesen, dass es klappt. Du kannst ihr trauen.
Die Wissenschaft hat gar nichts bewiesen.
Niemand weiß genau, wie KI funktioniert.
Ich bin mir jedenfalls ganz sicher:
Sie kann nicht objektiv sein.
Doch. Wir entdecken, was Buddhisten immer wussten.
Du erlebst, was dir über Jahrhunderte geschadet hat, und lässt es los.
Ja? Und nach dem Aufwachen erinnerst du dich?
Ja. Glaub mir, es funktioniert.
Ich jedenfalls möchte weder Buddhistin noch ein Roboter werden.
Ich bin doch auch kein Roboter. Aber meine Emotionen plagen mich nicht mehr.
Du hast nichts zu verlieren.
Doch.
Vielleicht verliere ich...
Was?
Was hast du zu verlieren?
Vielleicht spüre ich
nie wieder
ein durchdringendes Gefühl.
Große Romane sind reine Fantasie, Chérie.
Ich bereue nicht einen Moment.
Fallen lassen.
Lass los.
Und dich erwartet Spannenderes, als die Temperatur von Datenplatten zu messen.
Wenn sie es dir anbieten, heißt das wohl: Du bist es wert. Wie ich.
Durch die Reinigung Ihrer DNA beseitigen Sie geerbte Traumata der letzten Jahrhunderte,
die Ihr Unterbewusstsein verseuchen.
Wie eine Hormonregulation, nur auf höherer Ebene. Verstehen Sie?
Denke schon.
Wie gesagt, wir können Ihnen helfen,
helfen, Ihre Affekte loszuwerden.
Alle?
Alle?
Ich habe bloß das durchdringende Gefühl, dass etwas Schreckliches passieren wird.
Eine Art Katastrophe.
Dass ich mich ihr aussetzen muss,
da sein muss.
Trotz meiner Angst.
Sehen Sie? Das sind Affekte.
Zum Beispiel diese Angst.
Es kann nichts Schlimmes mehr passieren. Katastrophen sind vorüber.
Was muss ich für die Anpassung tun?
Sie schließen Ihre Augen und öffnen Sie wieder. Das ist alles.
Tun Sie es. - Was?
Schließen Sie Ihre Augen.
Öffnen Sie sie.
So wird es sein. Mehr nicht.
Nicht mehr bewegen.
Sie bekommen einen Stich ins Ohr. Sie spüren keinerlei Schmerz.
Ich habe etwas Angst.
Es wird alles gut gehen.
Sie schließen Ihre Augen. Das ist alles. Mehr nicht.
Schließen Sie Ihre Augen.
Schließen Sie Ihre Augen.
Bin ich gealtert?
Nein. - Ein wenig wohl schon.
Wie alt waren Sie?
Fragen Sie elegant, wie alt ich heute bin?
Überhaupt nicht.
Verzeihung.
Das geht mich nichts an, aber die Puppen...
Ist die Idee von Ihnen?
Nur weil ich mal ein Mädchen war?
Nein. Mich interessiert nur die Musik.
Wie kam Ihr Gatte dazu, Puppen herzustellen?
Eher zufällig.
Er studierte Jura. Eines Morgens wachte er auf und sagte zu mir:
"Ich hatte einen Traum.
Ich möchte Puppen bauen. Ich habe sie im Traum gesehen."
So kam's.
Und dann
haben Sie ihn geheiratet.
Und dann bekamen wir die Fabrik.
Wann haben Sie geheiratet?
Gleich nach dem Conservatoire.
Ich wollte nicht daheimsitzen, wollte musizieren, was erleben,
die Welt genießen.
Kurioserweise brachte mir die Ehe Freiheit.
Haben Sie deshalb kein Kind?
Woher wollen Sie das wissen?
Nachforschungen.
In der Tat.
Ich habe noch keins,
will aber eins.
Eines Tages.
Daran zweifle ich nicht.
Und Sie?
Paris ist zurzeit inspirierender als London.
Sie weichen meiner Frage aus.
Ich?
Ich bin bewährter Einzelgänger.
Ich habe Hunger.
Ich möchte Crêpes.
Glauben Sie, das Wasser steigt weiter,
sodass wir Paris verlassen müssen?
Wird Paris zu Venedig, wäre mir das recht. Noch mehr Pariser Mythologie.
Wir wären sogar froh, hier zu sterben.
Wir hätten gern Crêpes. - Und Konfitüre.
Und einige Pains au Chocolat.
Das könnte Ihre gefürchtete Katastrophe sein.
Dass Paris untergeht?
Nein,
ich glaube nicht, dass das meine größte Angst ist.
Sie haben also immer noch Angst.
Na ja, sagen Sie's mir.
Immerhin sind Sie bei mir und halten Wache.
Das verspreche ich.
Klang ich in Neapel ängstlich?
Nein.
Sie sagten all das ganz ruhig.
Ich habe eine dümmliche Frage, aber...
Wie entwirft man ein Puppengesicht?
Wie wählt man ihren Ausdruck, ihre Gesichtszüge?
Das ist keine dümmliche Frage.
Wir nutzen Grundzüge, die gleich bleiben,
und andere, die variieren.
Gibt es mehrere Gesichtsausdrücke?
Eine glückliche Puppe? Eine ängstliche Puppe?
Eine traurige Puppe?
Es gibt nur einen.
Ziemlich neutral,
nicht zu emotional.
So, dass sie allen gefällt.
Und wie genau guckt eine neutrale Puppe?
In etwa so.
Ich kann Ihnen mal eine Führung geben.
Ich liebe diesen Ort.
Das wäre famos.
Ich würde Sie gerne spielen hören. - Ich bin nicht so weit.
Woran arbeiten Sie gerade?
Schönberg.
Ich leide sehr.
Ist es so schwer?
Für mich schon.
Es ist erfinderisch. Schwer, das Gefühl darin zu finden.
Ist nicht gerade das spannend? Manche Dinge sind doch gar nicht mehr möglich.
Die da wären?
Zum Beispiel die Illusion eines Gefühls,
einer empfindsamen Selbstgefälligkeit in der Musik.
Empfindsamkeit ist der Beginn von Emotionen.
Nicht unbedingt. Emotionen können woanders herrühren.
Angenommen, es wäre reizvoll, ohne Empfindungen zu musizieren,
was noch zu klären wäre, was wären das?
Leblose Kompositionen?
Nicht unbedingt.
Es würde dem Hörer eine Erfahrung vermitteln.
Keine klassische.
Eine urtümliche.
Etwas, das er schon lange nicht mehr erlebt hat.
Dürfte ich
Ihre Hand sehen?
Ich frage mich ewig: Sind Pianistenhände anders?
Oder ist es ihre Empfindsamkeit?
Wunderschön.
Danke.
Ich muss nun nach Hause.
Es ist spät.
Was hast du gerade gespielt?
Ein Stück von Schönberg.
Du warst gut.
Das bezweifle ich.
Ich habe noch nicht alles verstanden.
Das muss man auch nicht immer, oder?
Vermutlich nicht.
Gar nicht so übel ohne Strom. So habe ich den Raum nie gesehen.
Es ist schön.
Wir sollten verreisen.
Wir waren ewig nicht allein.
Hast du keine Lust?
Macht dir das keine Angst? - Was?
Mit mir allein zu sein.
Ich mag Angst. Dann fühle ich mich lebendig.
Gabrielle.
Ich muss dir etwas sagen.
Soll ich die Fensterläden schließen?
Nein danke, das mache ich. Bis morgen.
Ich muss noch arbeiten.
Es ist alles gut.
Alles gut.
Sie ist draußen.
Ich bin da.
Das war nur eine Taube.
Sie flog rein und ist weg.
Ich liebe dich.
Ich dich auch.
Ich denke oft über Ihre Vorahnung nach.
Und?
Vielleicht gab es die Katastrophe schon.
Was meinen Sie?
Sie haben einen Langweiler geheiratet.
Das ist er nicht. Keineswegs.
Und ich liebe ihn aufrichtig.
Oder Sie haben Angst, allein zu sein.
Ich liebe die Einsamkeit.
Oftmals brauche ich sie sogar.
Das ist es also nicht?
Nein.
In dem Fall
habe ich einen Vorschlag.
Sie könnten ihn jedoch absurd finden.
Absurder als jetzt könnte es nicht mehr sein.
Was schwebt Ihnen vor?
Wenn Sie eine Vorahnung haben, also eine voraussehende Intuition,
könnte ich Sie vielleicht
zu einer Hellseherin begleiten.
Kennen Sie eine?
Sonst würde ich es nicht anbieten.
Ich weiß nicht.
Ist die Zukunft zu kennen nicht gefahrvoll?
Ich glaube nicht.
Es hängt auch von Ihrer Deutung ab.
Und was Sie damit anfangen.
Ich weiß nicht, ob man das überstürzen sollte.
Sie haben das schon jahrelang. Überstürzt wäre es eher nicht.
Wohl wahr.
Also?
Also?
Sie müssen es ja nicht ernst nehmen.
Also?
Also ja.
Wir gehen vor dem Ende. Sind Sie nicht verstimmt?
Nein. Ich langweilte mich zu Tode.
Ihr inneres Drama des Verlustes war nicht zu spüren.
Die Darstellerin der Butterfly in Neapel war viel ergreifender.
Ist es das für Sie: ein ewiges Drama des Verlustes?
Damit hat sie zu kämpfen.
Mit dem Verlust ihres Vaters,
ihrer Familie,
ihrer eigenen Identität,
ihrer Liebe.
Das treibt sie am Ende in den Selbstmord.
Schützen wir uns vor alledem.
Ich hoffe, Sie wollen nicht wissen, ob Paris untergeht.
Diese Frage ertrage ich nicht mehr.
Nein, deshalb bin ich nicht hier. - Gut.
Ich mache das zum ersten Mal.
Wie läuft es ab?
Es läuft meistens ziemlich gut ab.
Ich stelle Fragen und Sie antworten? Richtig?
Sie wissen, dass ich Hypnose anwende?
Nein, wusste ich nicht.
Wie viel kostet es? - Es wurde schon bezahlt.
Warum genau sind Sie hier?
Schwer zu erklären.
Ich spüre seit langer Zeit eine Angst.
Eine Vorahnung.
Seit Jahren eine Vorahnung,
dass etwas passieren wird,
das aber nicht passiert.
Ich wollte wissen... - Eine Liebesgeschichte?
Nein.
Sie sind sich sicher.
Ja.
Ich habe einen Mann, den ich liebe und der mich liebt.
Erzählen Sie mir von ihm.
Er hat mir sehr geholfen, als ich jünger war.
Als mich diese Angst erdrückte.
Er sorgt sich immer noch um mich,
auch wenn meine Angst ferner ist.
Wir verstehen uns sehr gut.
Es ist was anderes.
Beeinflussen Sie mich nicht.
Ich wollte nur wissen...
Gibt es ein Risiko?
Natürlich. Es muss ein Risiko geben.
Aber ein Risiko ist schön, stark und lebendig.
Schließen Sie die Augen.
Schließen Sie Ihre Augen.
Hören Sie mir zu.
Da ist eine Naturkatastrophe, aber es ist nicht die, von der alle reden.
Da ist eine Bestie.
Eine Bestie, bereit, zuzuschlagen.
Da ist auch eine Taube, aber sie ist nicht die Bestie.
Die Taube ist eine Verkörperung des Heiligen Geistes.
Sie ist ein Bote,
ein gutes Zeichen.
Außer sie kommt in Ihr Haus.
Das bedeutet, dass jemand sterben wird.
Vielleicht Sie.
Oder Angehörige.
Da ist ein Mann,
der jedoch nur in seinen Träumen Sex haben kann.
Da ist eine schwere Wahl zu treffen.
Ein Gefühl der Unmöglichkeit, sie zu treffen,
ohne dadurch möglicherweise alles zu zerstören.
Wie ein innerlicher Schmerz,
der Sie zerfrisst und langsam verbrennt.
Aber die stärkste Zerstörungskraft ist die Unentschlossenheit.
Auf einem Tisch
ein Messer, das Sie ergreifen.
Ein Mann im angrenzenden Zimmer.
Eine Katastrophe.
Doch es ist nicht die, an die Sie denken.
Nur weil Sie zögern, wird es zur Katastrophe kommen.
Sie sollten es nicht.
Sie müssen fort.
Es ist viel zu gefährlich.
Er kann nur in seinen Träumen Sex haben.
Bei drei
können Sie langsam Ihre Augen wieder öffnen.
Eins.
Zwei.
Drei.
Ich war in der Fabrik. Wie durch ein Wunder gibt es noch Strom.
Die Wände hier sind sehr feucht, aber da ist kein Sickerwasser.
Diese Wand hingegen hat einen Riss. Das Wasser von der Straße könnte hindurchfließen.
Und wenn das Wasser steigt?
Wäre tragbar. Aber wenn es sinkt, muss die schadhafte Mauer repariert werden.
Außer sie kommt in Ihr Haus.
Ein Mann im angrenzenden Zimmer.
Danach würde ich gerne diese Etage ausbauen,
zur Straße hin.
Mit minimalem Aufwand...
könnten wir einen Laden eröffnen und selbst verkaufen.
Mein Herz, du hast alles getan, um mich zu begleiten,
auf einem Weg, der nur der meine ist,
zu mehr Vertrauen, zu einer Möglichkeit,
während ich zu nichts fähig war, weil ich so gelähmt war.
Diese Jahre waren meine glücklichsten.
Aber ich spüre einen Schmerz, der mich zerfrisst und langsam verbrennt.
Den Schmerz, dass sich ein Teil von mir von uns entfernt,
die Mühe, ihn aufzuhalten und zu dir zurückzukehren,
die Ahnung des immensen Verlustes, einfach nicht auszumalen,
und mein Widerstand gegenüber dieser Zerrissenheit.
Ich wollte standhalten in den für dich so blassen Monaten.
Ich wollte da sein, wollte an uns glauben.
Doch es gelang uns nicht, der Panik zu entfliehen, dem Übel.
Alles führte nur noch darauf hin, bei Tag und bei Nacht.
Das Unerträglichste war, uns unglücklich zu sehen,
obwohl wir uns so geliebt und getragen haben,
vom ersten Tag an und über all die Jahre.
Mir scheint, ich wandle in einer irrealen Welt.
Ich könnte nie sagen, du wärst nicht mehr Teil von mir,
denn Zelle für Zelle meiner Substanz ist, was wir zusammen waren.
Adieu zu sagen fällt mir zu schwer.
Vergib mir diese Schwäche. All diese Worte schmerzen bereits sehr.
Hallo. Ich bin die Puppe Kelly.
Ich gehöre zum Protokoll.
Ich bin hier, um zu prüfen, ob alles klappt,
und um Sie zu begleiten.
Wie...
ein Kindermädchen.
Ach du Scheiße.
Darf ich Sie duzen?
Komm mit.
Ich bring dich zurück.
Ich versteh, dass du was für dich behältst. Du sollst nicht alles erzählen.
All das zu durchleben ist besonders.
Ich will nur wissen, wie du dich fühlst.
Ich fühle mich gut.
Sieht anders aus. Was ist los?
Nichts.
Sag es mir.
Ich will bloß nicht werden wie du.
Was meinst du?
Wie du.
Du wirst nicht mal sterben.
Tut mir leid, so hab ich das nicht gemeint.
Du langweilst mich einfach.
Ich hab viel zu bieten. Hol das Beste aus mir raus.
Ich kann
Geschichten erzählen.
Oder Wortspiele.
Willst du was spielen?
Eigentlich nicht.
Oder Sex haben?
Du bist etwas unheimlich.
Was willst du denn machen?
Tanzen.
Okay.
Tanzen wir.
Hier?
Du siehst cool aus.
Danke.
'ne Zigarette?
Nein danke.
Hier darf man rauchen.
Okay.
Die Musik ist von 1972. Genial!
Und warum von 1972?
Keine Ahnung, aber sie ist irre!
Viel Spaß noch.
Was ist das für ein Ort? - Es gibt keinen Namen.
Hier darfst du vieles tun, was woanders nicht geht.
Wie eine Freizone.
Was willst du machen?
Ich muss pinkeln.
Das Reinigungscenter.
Ja.
Was tun Sie hier?
Bin mit einer Freundin hier.
Ist es geschehen?
Haben Sie entschieden, es zu wagen?
Ich bin nicht hingegangen.
Warum nicht?
Weiß ich nicht, eine Vorahnung.
Ich mag nicht, dass sie es Reinigung nennen.
Ich fühle mich nicht unrein.
Geht mir genauso, ich habe meine Zweifel.
Gestern war ich mir sicher, heute wieder gar nicht.
Aber ich ertrage meine Angstzustände nicht mehr.
Angst macht lebendig.
Mag sein.
Dazu passen die Stoiker: Erfüllung ist die Abkehr von Leidenschaft.
Kennen Sie die Oper "Madame Butterfly"?
Nicht genau.
Sehen Sie sich meine Hand an.
Bitte nehmen Sie sie.
Sie haben schöne Hände.
Was werden Sie tun?
Vielleicht können wir ein paar Tage warten.
Vielleicht, ja.
Ich hab Leute noch nie so tanzen sehen.
Ich auch nicht.
Deshalb komme ich oft her.
Dann komme ich wieder.
Mit wem hast du geredet?
Für ihn habe ich mal meinen Mann verlassen.
Hast du gut gemacht.
Ich weiß nicht.
Glauben Sie immer noch, etwas Schreckliches wird passieren?
Nein, nicht mehr.
Also, ich glaube nicht.
Nicht mehr?
Nein, das ist vorbei.
Ich zeige Ihnen ein Bild.
Was löst das in Ihnen aus?
Wovon?
Sie können Ihre Augen öffnen. Das Bild ist weg.
Das war ein schwerer Test, der aber zeigt, wo Sie stehen.
Irgendetwas widersetzt sich noch.
Das kommt vor.
Sie haben in zwei Tagen noch eine Sitzung.
Seien Sie unbesorgt.
Wie lang hat es gedauert?
Angeblich zehn Minuten.
Und du weißt noch alles? - Ja, es ist verwirrend.
Und schwer zu sagen, wie real die Dinge sind.
Glaub mir, sie sind real.
Beängstigend. Mal sehen, ob ich es weitermache.
Minus 4012. - Wovor fürchtest du dich? Sei ganz ehrlich.
Ich wünsch mir, die Vergangenheit weiterzuleben, habe aber Angst, die Gegenwart zu ruinieren.
Die Vergangenheit wird dir helfen, die Gegenwart nicht zu ruinieren.
Jemanden zu verlieren, den du liebst, ist so qualvoll, dass du,
selbst wenn du glücklich verliebt bist, immer den Verlust fürchtest.
Erleb es am besten erst gar nicht. Noch besser. Du wirst den Schmerz los.
Vermutlich.
Hier will ich jedenfalls nicht enden.
Ich werde noch zum Schrank. - Du hast was Besseres verdient.
Sag mal, Sophie,
glaubst du, wir begegnen uns mal?
Ich weiß es nicht.
Hab dich lieb, Chérie.
Ich dich auch.
Möchten Sie einen Tee?
Nein danke, Bertrand.
Bin ich zu spät?
Keineswegs.
Sie können anfangen, Bertrand.
Guten Tag, Monsieur. Hier entlang. Wir stellen gerade die Produktion um.
Von der klassischen Porzellanpuppe zur neuen aus Zelluloid.
Sie sehen hier beides.
Wir schaffen etwa 30 Puppen am Tag und 7.000 im Jahr.
12 Beschäftige arbeiten hier und drei daheim.
Für das Zelluloid verwenden wir eine neue Gussmethode.
Wir gießen die Masse, entfernen die Form und erhalten eine Platte.
Faszinierend.
Wurden alle Teile daraus gelöst, schleifen wir sie, damit sie weich werden.
Wir nennen das Abgraten.
Die Haut ist wirklich sehr weich.
Und riecht nach Vanille.
Aber die klassische Porzellanpuppe bleibt uns noch.
Der Übergang dauert mehrere Jahre. Hier entlang.
Bitte rauchen Sie hier nicht.
Zelluloid ist hochentzündlich.
Verzeihung.
Das ist ein Problem, aber so werden die Puppen realistischer.
Hier erhalten sie Farbe.
Dann finalisieren wir die Puppenköpfe.
Waren Ihre Augen die Vorlage?
Vielleicht.
Hier erfolgt die Verdrahtung.
Die Körper sind aus Pappmaché. Sind alle Gliedmaßen dran, ist die Puppe fertig.
Dort drüben ist die Puppenklinik.
Die Klinik? - Ja. Wir reparieren kaputte Puppen.
Danke, Bertrand.
Soll ich Ihnen den Ausstellungsraum zeigen?
Sehr gern.
Wovor haben Sie solche Angst?
Sie können es jetzt sagen.
Ich weiß es nicht.
Es ist schwer, ein Gefühl in Worte zu fassen.
Sie können mir vertrauen.
Versuchen Sie es.
Ich habe mein Leben lang an entsetzliche Dinge gedacht,
die ich nicht erzählen kann.
Sind sie zu entsetzlich?
Ja.
Es ist gar nichts mehr zu hören.
Es ist 19:30 Uhr.
Alle sind gegangen.
Was ist stärker?
Ihre Angst?
Oder Ihre Liebe zu mir?
Sie denken, ich liebe Sie?
Zeigen Sie mir noch mal Ihre Hand.
Tut mir leid.
Ich kann nicht.
Sie können nicht oder wollen nicht?
Beides.
Warten Sie kurz.
Gibt es noch einen Ausgang? - Ja, kann sein.
Unten gibt es eine Art Galerie. Hier lang. Los!
Wo?
Hier!
Nicht lang, nur 10 oder 15 Meter.
Wenn es nur dort rausgeht, müssen wir tauchen.
Zieh das aus. Mit dem Gewicht kannst du nicht schwimmen.
Ich geh zuerst.
Wenn es nicht möglich ist, komme ich zurück.
Wir haben noch ein paar Minuten.
Bin ich in zwei Minuten nicht hier, schwimm los.
Ja.
In Ordnung?
Nein!
Ich will das nicht!
Alles wird gut. - Ich will das nicht.
Es sind keine 15 Meter. Ich komme her, wenn es nicht geht.
Ja. - Ich komme her.
Ich komme wieder.
Adieu zu sagen fällt mir zu schwer.
Vergib mir diese Schwäche.
All diese Worte schmerzen bereits sehr.
Wir sind verschieden, was schön ist, da wir uns so gut verstehen.
Du musst bedingungslose Liebe spüren.
Ich muss mich einer sanften Träumerei hingeben
und rede mir ein, dass sich unsere Bande nie ganz lösen
und sich eines Tages etwas Neues entfaltet,
sonst falle ich.
Hey, ich bin Louis Lewanski.
Ich bin gerade in der Stadt.
Heute ist wirklich ein schöner Tag.
Doch wie ich schon immer gesagt habe:
Ein schöner Ort kann die Hölle sein, wenn du ihn ganz allein erlebst.
Und leider bin ich schon sehr lang allein.
Ich gehe seit zwei Jahren aufs College in Santa Barbara.
Und in diesen zwei Jahren gab es für mich nur Einsamkeit und Kummer.
Und mein Problem
sind die Mädels.
Es gibt so viele schöne Mädels, aber nicht eine gibt mir eine Chance.
Ich weiß nicht, warum.
Ich weiß nicht, warum ihr mich so abscheulich findet.
Das ergibt keinen Sinn.
Ich tue alles, damit ihr mich attraktiv findet.
Ich ziehe mich gut an, ich bin gebildet.
Ich bin großartig.
Ich habe ein cooles Auto.
Na ja, cooler als 90 % der Leute auf dem College.
Ich bin höflich. Ich bin ein absoluter Gentleman.
Und doch gebt ihr mir nicht eine Chance.
Ich weiß nicht, warum.
Ich geb mir Mühe, mich cool zu kleiden.
Diese Sonnenbrille hat 300 Dollar gekostet.
Giorgio Armani.
Ich setz sie mal auf. Seht ihr?
Seht mal, wie krass ich aussehe.
Ich bin 30 und hatte noch nie eine Freundin.
Ich bin noch Jungfrau.
Ich hatte nie die Freude, mit einem Mädchen Sex zu haben, einzuschlafen
oder ein Mädchen zu küssen,
nicht mal, Händchen zu halten.
Ich hab nicht mal die Nummer eines Mädchens.
Das ist so ungerecht, weil...
Ich bin einfach großartig.
Ich hab Mädchen verdient.
Hi.
Hier ist Louis Lewanski.
Heute ist der 7. Mai 2014.
Ich genieße den Blick auf das Viertel, in dem mein Vater wohnt.
Mann, ist heute ein schöner Tag.
Nicht eine Wolke am Himmel.
Ich hör da unten Kinder spielen.
Das erinnert mich an meine Kindheit,
die schönste Zeit meines Lebens.
Ich wünschte, ich könnte wieder Kind sein,
sorglos leben, ohne zu merken, wie brutal die Welt ist.
Als Kind ist es egal,
ob man beliebt ist oder wie viele Mädchen einen mögen.
Wenn man dann in die Pubertät kommt,
wird dein Leben der Himmel auf Erden
oder die Hölle.
Mein Leben wurde zur Hölle.
Kein Mädchen mochte mich.
Und dafür hasse ich sie alle.
Anita Fulci.
Dakota Mill.
Kristen Meyer.
Gabrielle Monnier.
Maya Smith.
Phoebe Brown.
Penelope Jones.
Zauberhaft. So, Mädels. Lasst uns laufen!
Hinreißend.
Zauberhaft. Werdet langsamer.
Anmutig.
Hinreißend. Alles klar.
Halt.
Danke.
Und?
Ich bin keine 20 mehr.
Scheiße. Willst du 'nen Chirurgen-Tipp?
Nein danke. Ich will Schauspielerin sein, kein Model.
Dann muss unbedingt ein Chirurg ran.
Ruf die Aphrodite-Klinik an und frag nach Dr. Weill.
Erwähn mich ruhig. Bei mir waren's die Wangenknochen.
Cool.
Dakota.
Dakota Mill.
Gabrielle Monnier.
Sie fragte nach Heimwerbung.
Was hast du gesagt?
Keine Ahnung.
Was ist das?
Seife, Waschmittel,
Joghurt, Handys...
Cool.
Mach ja nicht die Lippen.
Die sind sexy.
Danke.
Hey, hier ist Louis Lewanski.
Ich sitze in meinem Wagen und genieße den Blick auf den Strand.
Dann wurde mir die Aussicht verdorben,
durch diesen Anblick.
Wer schlendert da vor mir durch den Sand?
Ein junges Pärchen.
Sie müssten in meinem Alter sein.
Ich habe es hier so genossen, bis sie kamen und rumzuknutschen begannen.
Warum kann ich so was nicht auch mal erleben?
Seht sie euch an.
Hand in Hand.
Das zu sehen ist eine Qual für mich, aber ich muss das tun,
muss filmen.
Ich muss der Welt zeigen, warum das Leben unfair ist,
muss allen zeigen, warum ich die Welt hasse:
Kein Mädchen würde das mit mir tun.
Ich arbeite
als Scheißbabysitterin.
So viel zu Heimwerbung.
Ich hüte den Sommer über ein Haus. Genauso schlimm.
Was ist schlimmer: ein Haus hüten oder Liliputaner?
Wie viel kriegst du? - 'nen Zehner pro Stunde. Und du?
1.000 pro Monat. Und das Zimmer.
Was ist besser? 'n Zehner pro Stunde oder 1.000 pro Monat?
Weiß ich nicht.
Guck dir das an.
Ich zupf meine Haare am Knie mit den Zähnen.
Cool.
Hast du 'nen Freund? - Nein!
Ich will ja nicht früh sterben.
Du?
Nein.
Auf dem Hollywood Boulevard gibt's 'nen Club, das "Fractal".
Endgeile Musik. Wir könnten ab null Uhr hin.
Mega.
Ich muss zur Arbeit. - Okay.
Könntest du die mitnehmen? Bis heute Abend?
Was ist das? - 2C-B.
Hab ich noch nie gehört.
Ist krass. Du nimmst eine und siehst Farben, wie in 'nem Videospiel.
Megageil.
Aber ich hab Schiss, dass die Mom sie mir abzieht. Sie durchsucht mich. - Echt?
Beim Reingehen heb ich die Arme und sie tastet mich ab.
Wie am Flughafen.
Die ist irre. An der Tür ist ein Metalldetektor.
Nein! - Unfassbar, oder?
Sie sieht überall Terroristen.
Das ist echt heftig.
Wir sehen uns im "Fractal"? - Ja.
Mach's gut.
Für alle Nachtschwärmer,
für Liebessüchtige,
"You Belong to Me" von Queen Patsy.
Es ist Samstagnacht, 02:27 Uhr.
Die Nacht ist jung und grenzenlos.
Na du.
Willkommen bei der Aphrodite-Klinik.
Viel Spaß auf unserer Website. Weitere Infos erhalten Sie per Telefon oder Mail.
Oder bei einem Termin.
TOTE NACH UNRUHEN IN... - Genießen Sie Ihren Tag.
GINAS WAHRSAGUNG NIMM DEIN SCHICKSAL SELBST IN DIE HAND
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Wenn Sie wegen einer Nasenkorrektur anrufen, drücken Sie die 1.
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SORRY, BIN RAUS. VIEL SPASS. DAKO
Hi.
Darf ich mich dazusetzen?
Wozu?
Keine Ahnung. Auf 'nen Drink?
Ich will nicht allein sein.
Wer ist die Schlampe?
Keinen Plan.
Mädel, siehst du nicht, dass wir hier unter uns sind? Zieh ab.
Ja.
Willst du hier sitzen, musst du auch Farbe bekennen.
Und wenn ich mir dich anseh, siehst du nicht danach aus.
Zieh ab, Schlampe.
Es ist Samstagnacht, 02:27 Uhr.
Die Nacht ist jung und grenzenlos.
Danke.
Hier ist es 14 Uhr. Es ist die Hölle. Du kannst nichts machen, nicht mal schlafen.
Wie spät ist es bei dir? - Fünf Uhr morgens.
Cool, du Glückliche.
Was machst du?
Keine Ahnung.
'nen Job suchen.
Nein, heute Abend.
Nichts. Bin wohl das einzige Model in LA, das samstags nicht vögelt.
Als wäre ich 150 Jahre alt.
Bist du jetzt Model?
Ich weiß nicht, was ich bin.
Oder was ich hier tue.
LIEBE FINDEN? ERFOLG IM BERUF? - Ist das Musik?
Chérie, ich leg auf, ja? - Alles gut?
Ja, ja, passt.
Hab dich lieb. - Ich dich auch.
Ihre Wartezeit beträgt eine Minute.
Gut, glaube ich.
Ich mache das zum ersten Mal.
Wie läuft es ab?
Es läuft immer gut ab. Werden Sie sehen.
Ich stelle Fragen und Sie antworten?
Nicht unbedingt. Mal sehen, wie es sich entwickelt.
Und es funktioniert?
Gabrielle, in der Zukunft wird vieles, das heute niemand für möglich hält, normal sein.
Es wird ganz rational sein.
Das Unsichtbare, das man sehen kann, frühere Leben, zukünftige Leben...
Was heute nur von einigen Mystikern ernst genommen wird,
wird bald wissenschaftlich bewiesen sein.
Also, ja, es funktioniert.
Woher wissen Sie das?
Ich habe es gesehen.
Und wie viel kostet es?
Wie zahle ich?
Seien Sie unbesorgt.
Bei einem Abonnement wird es automatisch abgebucht.
Sie haben ein schönes Haus.
Es gehört mir nicht. Ich hüte das Haus nur.
Es ist trotzdem schön. Sind Sie allein?
Ja.
Haben Sie keine Angst?
Nein. Alles ist zugesperrt.
Wie haben Sie mich gefunden?
Das war Zufall.
Ich glaube nicht.
Sie suchen einen Job.
Vielleicht haben Sie die nötigen Qualifikationen. Vielleicht.
Was meinen Sie?
Vielleicht,
aber dafür müssen Sie sich operieren lassen.
Eine OP?
Ich bin nicht sicher. Aber ich sehe, dass Sie sich ein Kind wünschen.
Auf keinen Fall.
Aber Sie wollen auch von einem Mann loskommen.
Keine Ahnung, wovon Sie reden.
Ja, das ist ganz normal.
Sie sind furchtbar verwirrt.
Sie wollen wissen, ob Sie den Mann wiederfinden, den Sie lieben.
Welchen Mann? Es gibt keinen Mann.
Haben Sie mich nicht deshalb aufgesucht?
Sie sind schon sehr lange auf der Suche.
Nein.
Ich...
Ich wollte wissen, ob die Entscheidung richtig war,
hierherzuziehen, und ob es
eine Chance für mich gibt.
Sie sind viel zu egozentrisch.
Sie stecken in einer tiefen narzisstischen Krise.
Das ist sehr zerstörerisch, aber gang und gäbe.
Das ist normal.
Das ist das große Übel unserer Zeit.
Aber Sie müssen es überwinden.
Was?
Sie sind ein guter Mensch. Das sehe ich.
Warum sagen Sie das?
Weil ich Angst um Sie habe.
Bei dem, was ich sehe,
habe ich Angst um Sie.
Er hat nur in seinen Träumen Sex, nicht im echten Leben.
Was zur Hölle reden Sie da?
Ist da wer?
Ja?
Hier ist Mr Denver. Schlafen Sie nicht?
Nein.
Bei uns ist es 14 Uhr. Also bei Ihnen fünf Uhr morgens?
Ja, fünf Uhr morgens.
Die Nachbarn sagen, es brenne Licht. Ich wollte sicher sein, dass alles gut ist.
Ja, alles bestens.
Ich habe gelesen.
Und sie sagen, es schleicht wer ums Haus herum. Ist Ihnen nichts aufgefallen?
Nein.
Gar nichts.
Aber ich hab ein Auge darauf.
Danke.
Ist wer tot?
Weiß ich nicht.
Entschuldigen Sie mich.
Scheint echt vorbei zu sein, oder?
Ja, ich glaub auch.
Sind Sie verletzt?
Nein.
Welches Haus ist Ihres?
Ich wohne in dem Haus. Ist nicht meins, aber ich wohne da gerade.
Wohnen Sie hier im Viertel?
Nicht weit weg.
Gabrielle.
Louis Lewanski.
Begleiten Sie mich rein?
Nein, ich kann nicht.
Wirklich nicht. Ich kann nicht.
Warum nicht?
Weil...
Ich kann nicht.
Ich hab Angst, was Dummes zu tun.
Ich will nicht allein sein. Nicht nach alledem.
Bitte. - Nein.
Bitte. - Nein.
Dann auf Wiedersehen.
Ja, auf Wiedersehen.
...im Kino schauspielert sie mies, aber im echten Leben umwerfend.
Willkommen. Schön, dass Sie dabei sind.
Wir hoffen, die heutige Show gefällt Ihnen. Es kommen tolle Sänger.
Die Leute kommen aus den verschiedensten Ecken, einige sogar von sehr weit.
Und das nur, um für Sie zu singen.
Ich hoffe, Sie genießen es.
Danke fürs Einschalten und ganz viel Spaß!
Sie sind doch da.
Nein danke.
Ich trinke nicht.
Tut mir leid wegen vorhin.
Ich hatte Angst.
Wovor hatten Sie Angst?
Keine Ahnung.
Ich habe mein Leben lang an entsetzliche Dinge gedacht.
Irgendwann kriegt man da Angst.
An was für Dinge?
Schwer zu erklären.
Sind sie zu entsetzlich?
Ja.
Versuchen Sie's.
Du kannst mir vertrauen.
Ich urteile nicht.
Zum Beispiel das Erdbeben.
Das fand ich total normal.
Ich wünsch mir fast, dass es anhält.
Verstehe ich.
Das verstehst du?
Ja, das verstehe ich.
Aber sieh mal,
du bist trotzdem reingekommen.
Hab keine Angst.
Komm näher.
Das Schwerste liegt hinter dir.
Du bist reingekommen.
Komm her.
Hab keine Angst.
In diesem Chaos muss es auch Schönes geben.
Hab keine Angst.
Du bist hier.
Wer zur Hölle sind Sie?
Was? - Wer sind Sie?
Wer ich bin? Verarschen Sie mich?
Tut mir leid.
Ich steh etwas neben mir.
Was ist los?
Weiß ich nicht.
Geht's? Geht's Ihnen gut?
Ja.
Alles in Ordnung.
Tut mir leid.
Okay. Ich geh jetzt, ja?
Ja.
Hi, hier ist Louis.
Louis Lewanski.
Ich saß die ganze Nacht allein im Wagen.
Die meisten Leute lagen zusammen im Bett oder hatten Sex.
Aber das ist mir jetzt egal.
Es gab vor Kurzem ein Erdbeben.
Es war fantastisch.
Hätte es bloß die ganze Nacht gedauert.
Es war fantastisch.
Jetzt
stehe ich vor einem Haus.
Ich beobachte ein Mädchen, das da wohnt.
Ein wunderschönes Mädchen.
Wir haben vorhin geredet.
Sie wollte, dass ich mit reinkomme, angeblich, um sie zu beruhigen.
Sie ist wie die anderen.
Sie hätte nie mit mir ficken wollen.
Sie hätte mich angemacht, um mir dann zu zeigen, dass ich sie anwidere.
Bisher hatte ich Angst vor dem, was ich tun muss,
denn ich hatte Mitleid.
Warum auch immer, aber etwas an ihr hat mich gerührt. Ich hab nichts getan.
Das ist absurd.
Ich konnte bisher keine Einzige rühren.
Ich kann nicht gerührt sein.
Ich kann nicht gerührt sein oder Mitleid haben. Ich hätte ihr auch nicht leidgetan.
Ich will auch gar kein Mitleid.
Ich habe die Mädchen verdient.
Ich kam ins Wanken, aber das kommt nicht wieder vor.
Wie gesagt: Heute ist der Tag der Vergeltung.
Ja?
Hier ist Mr Denver.
Ja.
Es gab ein leichtes Erdbeben. Wurde im Haus nichts beschädigt?
Nein, nichts Wichtiges. Einiges ist runtergefallen.
Die blaue Vase ist zerbrochen. - Okay, das ist halb so wild.
Ach, und...
Die chinesische Vase,
die auf dem Tischchen.
Scheiße! Das ist eine Ming, eine Ming-Vase.
Meine Güte.
Tut mir echt leid.
Die Nachbarn sagten, eben sei jemand aus dem Haus gekommen.
Stimmt das?
Wer aus meinem Freundeskreis.
Was?
Aber es ist alles gut? - Ja.
Ja, alles bestens.
Ich...
Es gibt gar keinen Grund zur Sorge. - Okay.
ANTWORTEN SIE NOCH VOR ENDE DES LIEDS...
UND GEWINNEN SIE 10.000 $!
Kelly?
Kelly ist heute nicht da. Sie wird untersucht.
Was Schlimmes?
Nichts ist schlimm. Seien Sie unbesorgt.
Chérie, jeder hat mal eine schwierige Phase.
Ich versteh gar nichts mehr. Der Fernseher lief und da kam dieses Lied.
Dann musste ich weinen.
Ich weinte hemmungslos.
Das zeigt, wie wichtig das ist, was du tust.
Wo bist du?
Zu Hause. Mein Kater ist krank. - Das tut mir leid.
Was Schlimmes?
Er hat Fieber und kriegt schwer Luft.
Aber ich kümmere mich um ihn.
Ich weiß, wie sehr du ihn liebst.
Morgen ist meine letzte Sitzung. Es ging wieder nicht, also noch mal.
Wo bist du?
Guten Abend. - Suchen Sie jemanden?
Ja, er heißt Louis. Er kommt öfter her.
Er kam öfter her.
Wissen Sie, wo ich ihn finde?
So etwas fragt man nicht, nicht einmal hier.
Bitte. Es ist wichtig.
Einen Wodka bitte.
Danke.
Kann ich mich dazusetzen?
Wozu?
Keine Ahnung. Um zu reden?
Ich will nicht allein sein.
Wer ist die Schlampe?
Keinen Plan.
Mädel, wir sind hier unter uns. Zieh ab.
Willst du hier sitzen, musst du Farbe bekennen.
Siehst nicht danach aus.
Zieh ab, Schlampe.
Außerdem haben wir es sowieso versaut.
Wir hatten alles. Und haben alles versaut.
Nichts haut uns mehr um. Die Katastrophe liegt hinter uns.
Uns ist todlangweilig.
Ich bin bereit.
Also,
mein Freund wollte nämlich unbedingt,
du weißt schon, vögeln.
Ich aber nicht, ich wollte schlafen.
Brett arbeitet halt gerade nicht, also will er permanent vögeln.
Und ich denke mir so, er muss morgen nicht früh hoch, ich schon!
Und irgendwann dachte ich: Okay, von mir aus.
Danach kann ich schlafen.
Ich leg mich auf den Rücken, Augen zu, damit's schneller geht...
Du bist hier.
Plötzlich ruft Brett:
"The Big One!" Und ich: "Was zur Hölle meinst du?"
Ja, das wird der Orgasmus meines Lebens, aber...
Dann check ich's. "The Big One".
San Andreas, das Erdbeben.
Und dann bekam ich richtig Panik.
Du hast aber auch nicht viel geschlafen.
Cindy? Du bist Cindy, richtig?
Nein. - Verdammt.
Wer bist du denn dann?
Gabrielle Monnier.
Gabrielle.
Es geht um den Dreh zur Verkehrssicherheit? - Ja, schon.
Okay, gut. Ist doch gut.
Jetzt bist du da. Auf geht's.
Es ist ganz einfach, okay?
Du und dein Sohn gehen auf dem Gehweg. Wir fügen ihn später ein.
Du hast ihn an der Hand, kriegst 'ne Nachricht, lässt los und er läuft auf die Straße.
Du merkst es und rennst hinterher.
Dein Handy fällt runter.
Eine Millisekunde bist du unschlüssig. Dein Sohn oder dein Handy?
Das war fatal, denn...
Du wirst überfahren. Dann der Slogan:
"Wie schade! Sie hatte 'nen Pauschaltarif."
Kannst du vor etwas Angst haben, das gar nicht da ist?
Schaffst du das? - Ja. Ja, glaub schon.
Gut. - Ich kann's versuchen.
Cool.
Legen wir los. Dave?
Komm her.
Los, Leute! Auf geht's.
Hier. - Danke.
Wenn es kaputtgeht...
Ich hab noch 'n paar. - Danke.
Perfekt. Nur noch...
Ja.
Ruhe bitte!
Kamera ab!
Und Action.
Du und dein Kind geht.
Cue: Nachricht.
Cue: Kind rennt los.
Los!
Du bist tot. Nicht bewegen.
Du bist tot.
Verzeihung, aber können Sie sich nicht an ihn erinnern?
Er stand dahinten.
Scheiße!
Scheiße, Mann.
Scheiße.
PRIVATPROFIL
FREUND HINZUFÜGEN
GABRIELLE MONNIER - SCHAUSPIELERIN
Ihre Wartezeit beträgt sechs Minuten.
Eines Tages bin ich Präsident der USA
und der ganzen Welt.
Wichtiger Sicherheitshinweis.
Ihr Computer wurde gesperrt.
Ihre IP-Adresse hat ohne Ihre Zustimmung
einen Identitätsdiebstahl-Virus eingefangen.
Zum Entsperren rufen Sie...
Wie witzig.
Hallo?
Ist da wer?
Ihre Wartezeit beträgt vier Minuten.
Hallo? - EPS Sicherheitsagentur. Ihr Alarm ging los.
Ja, ich weiß.
Ihr Passwort?
Ich glaub, es ist nichts. Er ging...
Er ging einfach so los.
Ihr Passwort?
Ja, tut mir leid.
Sekunde.
Es lautet...
White Jazz.
Perfekt. Ist alles in Ordnung bei Ihnen?
Ja, glaub schon. Alles bestens.
Falls jemand im Haus ist und Sie nicht sprechen können,
sagen Sie: "Ich wollte ins Bett gehen."
Ja.
Alles gut, wirklich.
Schönen Abend.
Danke.
Die Computersperre soll illegale Aktivitäten verhindern.
Ihre Wartezeit beträgt drei Minuten.
AIRDROP: "IIx0490" MÖCHTE EINE DATEI SENDEN
So,
das ist mein letztes Video.
Alles läuft darauf hinaus.
Ich kann nicht mehr zurück.
Heute ist der Tag der Vergeltung.
Ich werde mich an der Menschheit rächen.
Ich schlachte all die blonden Mädels ab, die ich so begehrt hab,
die mich alle abgewiesen haben.
Ich bin 30 und noch Jungfrau.
Ich habe nie ein Mädchen geküsst.
Und das war eine Qual.
Sex habe ich nur in meinen Träumen.
Nicht im echten Leben.
Ich kann nur Sex haben, wenn ich schlafe.
Nicht wenn ich wirklich lebe, nur wenn ich tot bin.
Jetzt habe ich echten Sex mit toten Mädchen.
Wenn ich euch Mädels nicht haben kann, vernichte ich euch.
Ihr habt mir mein glückliches Leben genommen,
im Gegenzug nehme ich euch das Leben.
Das ist nur gerecht.
Ihr seid Tiere.
Ich werde euch wie Tiere abschlachten.
Ich hasse euch dermaßen.
Der Mensch ist eine widerliche Spezies.
...eine Qual.
Sex habe ich nur in meinen Träumen.
Nicht im echten Leben.
Ich kann nur Sex haben, wenn ich schlafe.
Was wollen Sie?
Gabrielle!
Wo sind Sie?
Was bedeutet das, was Sie gestern gesagt haben?
Dass er nur in seinen Träumen Sex hat.
Was haben Sie gesehen?
Warum haben Sie das gesagt?
Sagen Sie es mir. Bitte!
Tut mir leid, dass ich gestern aufgelegt hab.
Bitte.
Das sind sehr intime Dinge.
Deshalb ruf ich Sie an.
Ich brauch Ihre Hilfe.
Bitte.
Sagen Sie es mir.
Ich muss es wissen.
Ich würde lieber nur mit Ihnen reden.
Ich bin hier.
Reden Sie weiter.
Ich rede lieber mit Ihnen, wenn Sie allein sind.
Versteh ich nicht.
Die Person hinter Ihnen soll mich nicht hören.
Ich kann nicht mehr zurück.
Ich kann nicht mehr zurück.
Natürlich kannst du.
Nein, es ist zu spät.
Die Angst, von der du redest, ist genau die jetzt.
Es gibt keine andere.
Ich hab keine Angst mehr.
Es ist vorbei!
Ich mache die Tür jetzt auf, ja?
Würde ich nicht tun.
Warum nicht?
Machen Sie nicht auf!
Sagst du, ich soll nicht aufmachen,
dann meinst du es tief im Inneren nicht böse.
Hab keine Angst.
Vertrau mir.
Nein.
Vertrau mir.
Okay?
Ich öffne jetzt die Tür.
Beweisen Sie es!
Was Sie da sagen.
Beweisen Sie es!
Ich weiß es einfach.
Vertrau mir.
Ich öffne jetzt die Tür.
Vertrau mir.
Komm her.
Vertrau mir.
Ich öffne...
Ich öffne sie.
Komm her, mein Herz.
Das Bild sollte Sie nicht aus der Fassung bringen.
Auch wenn es Ihren eigenen Tod zeigt, Ihren Verfall, das Ende.
Tut mir leid.
Mir tut es leid.
Es funktioniert bei Ihnen nicht.
Gar nicht.
Unsere Fehlerquote liegt bei 0,7 %. Sie gehören leider dazu.
Das tut mir sehr leid.
Bist du traurig?
Nein.
Im Gegenteil.
Also ist alles gut.
Ich habe heute von dir geträumt.
Es war mein erster Traum.
Du warst in diesem Club, wir hatten Spaß,
aber diesmal war die Stimmung ganz anders.
Niemand war da, nur du und ein Mann.
Ihr habt getanzt, ganz eng.
Und dann
hörte man ein Lied.
Über eine Liebe, die die Jahre überdauert.
Eine Liebe wie ein Evergreen.
Was geschah danach?
Weiß ich nicht mehr. Ich erinnere mich nur an dich.
Unfassbar glücklich.
Unfassbar sexy.
Ich habe Lust auf dich.
Du bist eine Puppe, Kelly.
Ich muss dich um was bitten.
Das ist zwar verboten, aber du musst wen für mich finden.
Bitte.
Würde dich das glücklich machen?
Ja.
Louis, hier ist Gabrielle.
Wir wollten ein paar Tage warten, und das war gut so.
Bei jeder Begegnung waren wir hilflos.
Wir waren verloren, weil wir gerührt waren,
ohne zu wissen, warum.
Jetzt weiß ich, warum.
Wir müssen uns sehen.
Ganz bald.
Komm heute Abend in den Club vom letzten Mal.
Möglichst heute.
Ich warte dort auf dich.
Ich bitte dich, komm.
Ich...
Bis heute Abend.
Was ist stärker?
Ihre Angst?
Oder Ihre Liebe zu mir?
Sie denken, ich liebe Sie?
Zeigen Sie mir noch mal Ihre Hand.
Er ist wieder da.
Wo? - Irgendwo hier.
Möchten Sie einen?
Wie sonderbar.
Kein Mensch hier heute.
Ja, sonderbar.
Ist doch umso besser.
Sehe ich genauso.
Nach unserer letzten Begegnung habe ich "Madame Butterfly" gehört.
Wirklich fabelhaft.
Schön, dich zu sehen.
Finde ich auch.
Du wolltest mir was sagen?
Ja,
ist aber nicht leicht.
Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll.
Dann beginn mit dem Ende.
Tanzt du mit mir?
Gut, dass wir gewartet haben.
Dieses Lied haben wir so oft zusammen gehört.
Wann denn?
Als es rauskam.
Während der Reinigung habe ich alles wieder gesehen.
Was hast du getan?
Ich habe eine Stelle im Justizministerium.
Ich habe schon angefangen.
Es ist sehr spannend. Du solltest dich bewerben.
Wär doch gut, wären wir beide dort, oder?
Wir würden uns oft sehen.
Ich liebe dich.
Ich dich auch.
Ich freu mich, dich zu sehen.
Nein!
In Erinnerung an Gaspard
THE BEAST
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