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Ein professionelles Galopprennen werden Sie wohl noch nicht gewinnen,
aber bei einem ländlichen Turnier würden Sie keine schlechte Figur abgeben.
Ich danke dir, Billy.
Ach was. Keine Ursache, Ma'am.
Es ist wie Fahrradfahren. Das vergisst man nie.
Nein, du hast mir das Vertrauen gegeben, wieder in den Sattel zu steigen.
Und...
den notwendigen Tritt in den Hintern.
Ja.
Was macht ihr denn da? - Wonach sieht es aus?
Aber der Arzt hat eine Woche Bettruhe verordnet.
Mir geht's gut. Bitte übertreib's nicht. - Amelia.
Es ist schwer, sich zu entspannen unter diesen Umständen.
Ihr verpasst Miss Pascals Party für die Präsentation ihres Parfüms.
Ich bin nicht in Stimmung für eine Party.
Glaubst du, ich bin es? Ich laufe Gefahr, das Hotel zu verlieren.
Betrachte es als geschäftliche Möglichkeit,
eine Chance, neue Kunden für deine Textilien kennenzulernen.
Wir können vielleicht bald gar keine Textilien mehr verkaufen.
Ein wichtiger Käufer kommt hierher.
Er wird sich unsere Vorschläge für ein Kosmetikunternehmen anhören.
Und dann?
Damit könnten wir das Geld zur Abzahlung deines Darlehens erwirtschaften
und dir Zeit verschaffen, die Firma zu retten.
Denkst du tatsächlich,
du könntest Tausende von Pfund durch Cremes und Wässerchen erwirtschaften?
Ich wünschte, du hättest etwas Vertrauen in mich.
Gib mir doch eine Chance.
Ich möchte beweisen, dass ich es in Ordnung bringen kann.
Ich verspreche dir, es wird dir nicht leidtun.
Ich hoffe, es kommt etwas dabei heraus.
Es gibt kein Zurück, falls es nicht gelingt.
Okay. Nein. Amerikanisch.
Signore?
Ich möchte die Spiegeleier amerikanisch. Verstehen Sie nicht?
Also erst braten und dann wenden.
Darf ich mich setzen?
Ainsworth.
So rasch, also?
Was wollen Sie hier?
Ich möchte Ihnen Ihr Frühstück spendieren.
Wirklich?
Ich finde, es ist zu früh am Tag für Ihre Albernheiten.
Ich bitte Sie, Jack. Ich will doch nur etwas gutmachen.
Aha.
Na schön. Meinetwegen. - Danke sehr.
Bringen Sie die Eier einfach so, wie sie sind. Und Kaffee.
Sehr viel Kaffee. - Va bene.
Haben Sie denn niemanden,
der diese kleinen Ärgernisse für Sie aushandelt?
Eine Freundin? Eine Ehefrau?
Nein, meine Frau hat mich verlassen.
Ihre auch?
Das tut mir leid.
Sie brauchen einen Kammerdiener. - Oho. Ja.
Schön wär's. Ich kann mir kaum leisten, mir die Schuhe putzen zu lassen.
Das erklärt Ihren Höflichkeitsbesuch bei mir.
So ist es.
Entschuldigen Sie vielmals.
Sie müssen sich nicht entschuldigen. Das hatte ich verdient.
Lorettas Vater hat mich finanziert,
und er hat den Stecker gezogen, als sie mich verlassen hat.
Deswegen musste ich das eine oder andere Risiko eingehen,
mich sozusagen um ein paar Dinge kümmern,
die nicht unbedingt stubenrein sind.
Nicht so authentisch wie mein Rubens?
Oh nein. Keineswegs so sauber wie der.
Danke sehr.
Und ehe ich mich versehe,
hetzt mir ein Idiot die Polizei auf den Hals.
Die Finanzpolizei genauer gesagt.
Was für ein hässlicher Trick.
Ja, die haben in meinen Konten herumgeschnüffelt.
Haben das meiste konfisziert,
mir meine Exportlizenz weggenommen, mein Vermögen eingefroren.
Ich hatte wirklich Glück, dem Gefängnis zu entgehen.
Das hätte mir auch leicht passieren können.
Ja.
Deshalb gehe ich wohl wieder über den großen Teich,
fange von vorn an, aber dafür fehlt mir das nötige Kleingeld,
also treibe ich ein paar alte Schulden ein.
Sie verstehen meine Zwangslage? - Oh ja.
Ich hätte eventuell sogar einen Ausweg für Sie.
Wirklich? - Wirklich.
Ich habe mir gedacht, dass ich Sie hier finde.
Ich wusste nicht, dass Sie kommen wollten.
Ich kündigte den Besuch nicht an.
Nun, ich habe eine andere Verabredung.
Ich muss ihn vormittags und nachmittags reiten.
Sonst würde er mir den Stall demolieren.
Ich würde mich niemals zwischen einen Mann und sein Vergnügen stellen, Carlo.
Dann reite ich mit Ihnen.
Alice!
Alice!
Großer Gott. Alice.
Alice.
Vorsicht. Vorsicht.
Vorsicht.
Nicht bewegen.
Nicht bewegen, nur atmen.
Es geht mir gut.
Sind Sie verletzt?
Nein, ich...
Sie bluten ja.
Ist alles in Ordnung?
Ich bin nur ein bisschen unsanft aufgekommen.
Oh mein Gott.
Einen Moment dachte ich, ich hätte Sie verloren.
Das hätte leicht geschehen können.
Monsieur.
Meine Güte.
Ernesto, du hast es geschafft, Herzchen.
Diese schrecklichen Straßen! - Wo sind die Lastwagen?
Ach, zu langsam. Wir mussten uns in den Bergen trennen.
Aber sie kommen noch?
Heute Nachmittag, vielleicht morgen früh.
Das Ritz ist es ja nicht gerade. - Die letzte Veranstaltung war in Paris.
Wir überschütteten sie acht Stunden lang mit Kaviar und Champagner.
Ich bin es nicht gewohnt, in solch kleinem Rahmen zu arbeiten.
Also das Gelände ist weitläufig. Vielleicht dürfte ich...
Wollen wir hoffen, dass sich das Wetter hält.
Bevor wir anfangen, Wunder zu vollbringen, hier ist ein Brief für dich.
Er ist von Monsieur Fleury vom Modehaus.
Manuel!
Was steht dort? - Er bringt seine Tochter mit.
Ja, aber will er sich unsere Vorschläge anhören?
Er gewährt uns eine halbe Stunde am Morgen.
Miss Pascal! - Ich komme, Herzchen.
Am liebsten würde ich lange hierbleiben.
Sie erkälten sich noch.
Ich wüsste so einiges, das uns beide wärmt.
Der Herbst hier ist kälter, als Sie denken.
Sie alter Romantiker.
Na kommen Sie.
Falls sie mich wieder aufsitzen lässt.
Ich halte sie fest. - Nein. Ich muss das machen.
Ich muss lernen, allein zurechtzukommen.
Na schön.
Nein. Wenn sie stehenbleiben soll, ist das der falsche Weg.
Einen Vollblüter muss man wie eine eigensinnige Frau behandeln.
Man muss sie ignorieren, um sie anzulocken,
damit sie zu einem kommt.
Ich habe nicht recht verstanden.
Oh nein, das ist nur ein dummer Spruch.
Ich sollte wie ein Pferd behandelt werden, ja?
Deswegen haben Sie mich ignoriert?
Nein!
Scheren Sie sich zum Teufel, Carlo! - Sie sind verrückt.
Sie sind ja verrückt.
Nein, Ihnen zufolge bin ich ein verdammtes Pferd.
Alice!
Hören Sie bitte auf? - Nein!
Hier bist du also.
Papa schläft ein wenig. Ich brauche einen Augenblick für mich allein.
Aber natürlich. Ich möchte dir etwas zeigen.
Siehst du? Wir haben uns früher nahegestanden.
Ich möchte mich bei dir entschuldigen.
Dass ich dir keine bessere Schwester war. - Das erwarte ich nicht von dir.
Ich möchte es gern tun. Trotz allem.
Sehr lange Zeit über habe ich mir einreden wollen,
dass du allein
die Verantwortung für unsere Entfremdung trägst.
Deine Kälte wäre ein Symptom deiner Eifersucht auf mich gewesen.
Ich wusste es.
Aber du hattest recht.
Ich war die, die sich zuerst zurückgezogen hat.
Wieso nur?
Und was habe ich dir angetan?
Es war deine Krankheit.
Weil unsere arme Mama dich pflegen musste.
Weil sie alles getan hat, aus Liebe zu dir, damit du gesund wirst.
Weil sie ihr Leben für dich geopfert hat.
Ich war noch ein kleines Kind.
Das war ich ja auch.
Durch deine Anwesenheit hier kommt alles wieder zurück.
Ich glaube,
ein Teil in mir beschuldigt dich noch,
dass du sie mir genommen hast.
Und er fragt sich,
ob sie mich ebenso geliebt hat wie dich.
Sogar jetzt, wenn ich dich mit Papa sehe,
wie vertraut ihr seid und wie sehr er sich auf dich verlässt,
wird mir klar, ich bin es, die auf dich eifersüchtig ist.
Du bist so stark und unerschütterlich.
Papa liebt dich ganz genauso.
Von ganzem Herzen.
Ebenso wie Mama früher.
Ich bitte um Verzeihung.
Das meine ich ganz ehrlich.
Ich möchte es dir schenken.
Warte.
Geh.
Die sind für Mrs. Ainsworth.
Das wird sie unglaublich freuen. - Ja, das hoffe ich auch.
Gut. Dann bringe ich das schnell zu ihr.
Danach komme ich wieder.
Danke.
Connie.
Connie!
Ein verfrühtes Weihnachten?
Das sind keine Geschenke. - Wir haben sie gemacht.
Wie die Elfen vom Weihnachtsmann? - Wenn Sie so wollen.
Mit Hilfe von Constance und dem Apotheker.
Ihre Schwester ist bescheiden. - Wunder geschehen immer wieder.
Ihre Idee, ihre Rezepte, ihre Vision.
Die Idee ist, daraus ein Geschäft zu machen.
Dabei sollen uns Miss Pascals Kontakte zur Kosmetikindustrie helfen.
Na los. Probieren Sie.
Wirklich mehr als nur annehmbar.
Geradezu göttlich wollten Sie wohl sagen?
Ich finde auch, es ist geschmackvoll. Bevor ich mich schlagen lasse.
Fleury wird sich darauf stürzen.
Wir haben nur noch ein paar Tage Zeit, um alles perfekt zu gestalten.
Was wir dringend brauchen, ist einen Namen. Wie sagt man noch?
Ein Markenzeichen. - Genau.
Und ich habe mir gedacht...
Ich hoffe, du könntest uns dabei vielleicht weiterhelfen.
Was haben Sie vor, Vito? Ich muss wieder zurück.
Ich weiß, aber setzen Sie sich, bitte.
Sie wirken ja so geheimnisvoll.
Oh Gott.
Nein.
Entschuldigung.
Ich meine, nicht hier.
Nicht jetzt. Noch nicht.
Ich mag Sie, Vito,
aber das geht mir etwas zu schnell.
Es tut mir leid.
In Ordnung.
Dann warte ich noch, und frage Sie erneut.
Bis dann!
Weißt du was?
Ich glaube, mir ist etwas eingefallen.
Sag schon.
Und wenn ich es dir zeige, versprichst du, dann nicht zu lachen?
Das kann ich dir unmöglich versprechen.
Sieh her.
Es ist sehr gut.
Du sagst das nicht nur so?
Es ist perfekt, Isabella.
Auch wenn es mich schmerzt, das zuzugeben.
Constance?
Ist alles in Ordnung?
Ich brauche nur einen Moment.
Ist etwas passiert?
Vito.
Er wollte mir einen Antrag machen.
Er wollte...
Ich habe ihn dabei unterbrochen. - Wieso das denn nur?
Weil ich hatte ja nicht vor, Ja zu sagen.
Und nun haben Sie Ihre Ansicht geändert? - Warum sollte ich?
Na ja, er ist lieb, klug,
gut situiert.
Er wäre ein guter Vater.
Bloß ich liebe ihn nicht.
Ach, Schätzchen.
Ich habe schon tausendmal gedacht, dass ich verliebt wäre.
Aber nicht einer von denen war es wert, dass man um ihn trauert.
Nein, bitte hören Sie nicht auf mich. Okay?
Nur das, was Sie glücklich macht, ist das Beste für Sie.
Folgen Sie Ihrem Herzen.
Offenbar wurde Nish aufgespürt und festgenommen.
Und du glaubst diesem Schwarzhemd? - Warum würde er lügen?
Du solltest dich fragen,
wieso sollte er dir freiwillig diese Information geben?
Schatz? - Das Wie und Warum spielt keine Rolle.
Was zählt, ist, dass wir zum ersten Mal eine konkrete Spur haben.
Sie sollten nach Turin gebracht werden. - Und sind wohl nie angekommen.
Antonio, dieser Bursche, sagt,
Gianlucas Vater bestach Danioni, sie laufen zu lassen.
Und glaubst du daran? - Ich glaube, das ist nicht wahr.
Und deshalb müssen wir den Wald durchsuchen und es selbst herausfinden.
Was ist mit deiner Hand passiert?
Lass mich mal sehen. - Wir sind vorsichtig.
Das ist keine gute Idee. - Keine Sorge. Ich passe auf ihn auf.
Wir gehen nur Trüffel suchen.
Was ist daran gefährlich?
Also dann. Los geht's.
Nicht so viel mitnehmen, sagte ich.
Was haben Sie hier drin versteckt?
Woher ist die denn?
Eine normale Armee-Pistole.
Werfen Sie die sofort weg. - Was?
Keineswegs. Sie sagten, es könnte gefährlich werden.
Nur, wenn Sie sich wie ein Narr aufführen.
Los, vorwärts. Komm schon.
Erkennen Sie jemanden?
Abgesehen vom Großmufti natürlich.
Verflucht noch eins. - Was habe ich gesagt?
Francesco ist einer von Danionis bezahlten Strolchen und außerdem sein Cousin.
Dann hatte Danioni also einen Spion in Ihrem Hotel platziert.
Bis ich dem Kerl auf die Schliche kam.
Erwarten Sie, dass ich glaube,
Sie hätten nichts mit dem Diebstahl des Gemäldes zu tun?
Ich weiß, dass Sie nicht von gestern sind, Jack.
Sie von der Lady zu trennen, war meine Idee.
Aber es war Danioni, der mit Francesco alles in die Wege geleitet
und die Beute hat verschwinden lassen.
Wie? Mit der Hilfe dieses netten Kommissars?
Stimmt genau.
Und ich verwette jeden Cent der 50.000 Dollar Ihres Vorschusses,
dass Danioni die Finanzpolizei auf Sie angesetzt hatte.
Also möchten Sie jetzt erfahren, wie ich die Sache wiedergutmachen will?
Oh ja, ich bin ganz Ohr, Ainsworth.
Los.
Vielleicht hat er was Interessantes zu erzählen.
Geh und hol ihn. Los. - Mach ich.
Los. Hol ihn her. - Macht schon. Bringt ihn her.
Los.
Setz dich hin.
Willst du mir sagen, wer es war?
Es war dunkel, ich habe ihre Gesichter nicht gesehen.
Willst du mir sagen, was du ihnen gesagt hast?
Nichts, Signor Danioni.
Hört auf.
Nehmt eure Hände weg.
Verzeihung.
Also, Antonio, hör mir zu.
Deine Mutter braucht doch das Geld, das ich ihr monatlich schicke?
Also?
Die haben nach Ihnen gefragt.
Und sie wollten wissen, was im Wald passiert ist.
Hol die Männer und die Wagen. Schnell. Beeilung.
Komm mit. Schnell!
Ist ja gut.
Ist gut, habe ich gesagt.
Wir unterhalten uns später.
Meine Freunde von der West Side Gang müssen wir warmhalten.
Aber mein Mittelsmann hier in Italien,
sagen wir einfach, er ist verzichtbar.
Wirklich verzichtbar.
Danioni erhält 25 Cent von jedem verdienten Dollar.
Er hat in den letzten drei Jahren weit mehr als 30.000 Pfund eingestrichen.
Wenn ich irgendwie die Möglichkeit hätte, umzustrukturieren,
könnte ich Ihnen seinen Anteil des Profits anbieten.
Besser noch,
wenn Danioni aus dem Spiel wäre,
könnte ich Detroit die ursprüngliche Investition zurückgeben,
und wir würden uns die zusätzlichen 40.000 teilen,
die dieser miese Dreckskerl von mir erpresst.
Umstrukturieren, hm?
Ja.
Sie hätten mich wegen nichts erschossen.
20.000 plus ein Viertelanteil bei einer Schwarzbrenner-Goldgrube
sind doch eine nette Rendite,
dafür, dass Sie mir helfen, den Mann zu erledigen,
der Sie an die Behörden verraten hat.
Darf ich die Waffe mal sehen?
Warum nicht?
Aber sei vorsichtig.
Sie ist geladen.
Haben die sie nicht zurückverlangt?
Als ich zur Genesung in Marseille war, fiel das wohl von der Liste.
Sie ist schwerer, als ich dachte.
Es fühlt sich nicht so an,
wenn man in den Kampf zieht und das Blut in deinem Schädel nur so rauscht.
Hast du jemanden damit erschossen?
Ich hab sie abgefeuert,
mehrere Male in die ungefähre Richtung des Feindes, aber wer weiß es schon?
Ich hatte meine Augen geschlossen.
Du warst sehr mutig. Allein, dass du dort warst.
Dein Bruder war mutiger als ich.
Er sah dem Tod jeden Tag ins Gesicht, ohne die Mittel, sich zu wehren.
Er hat den Satz Lügen gestraft, dass alle Pazifisten Feiglinge sind.
So war er schon als kleiner Junge.
Hat sich nie mit anderen geprügelt.
Aber er hat sich immer mit Worten gut wehren können.
Das kann ich mir vorstellen.
Seit ich Nish kannte, war er immer sehr stolz,
seinen Prinzipien treu.
Vielleicht nicht zu prinzipientreu.
Er hat gelernt, Bomben zu werfen,
zu töten.
Eigentlich ist das nur ein anderes Prinzip.
Lucian! Virat!
Hierher!
Wartet.
Wartet. Es ist lose.
Sieht ganz frisch aus.
Macht mal Platz.
Der Hund. Kommt, da lang. Los.
Einen Augenblick. Stopp.
Ist es das, was ich denke?
Oh. Herrgott!
Nein. Virat. Virat, sieh nicht hin!
Anish!
Anish!
Wartet. Stehen bleiben. Bleibt stehen.
Anish!
Da lang! Da lang!
Da kommen Leute. - Wir können ihn nicht hierlassen.
Wir haben keine Wahl.
Anish! Anish!
Virat.
Stehenbleiben! Halt!
Virat!
Was machst du denn? - Das Armband!
Das Armband!
Los. Lauf schon.
Sie können nicht weit sein.
Wir müssen sie finden, bevor es zu spät ist.
Na los! - Jawohl.
Da! - Vorwärts, Männer. Los!
Virat ist sich ganz sicher? - Er ist hundertprozentig überzeugt.
Er hatte es Nish gegeben, als sie sich trennten.
Es ist ein Talisman. Er sollte immer das Böse von ihm abwehren.
Er muss offiziell identifiziert werden.
Ja, natürlich.
Vermutlich mit Hilfe der Polizei.
Dazu würde ich eher nicht raten.
Aber das müssen wir tun.
Es wäre unklug, Bella.
Aber sie verdienen Gerechtigkeit.
Die werden sie hier wohl nicht finden, würde ich sagen.
Und wie hat Virat reagiert?
Er hat nicht viel geredet.
Ich glaube, er steht unter Schock.
Wie geht es dir, Liebling? Ich...
Ich werde mal nach ihm sehen, denke ich.
Diese armen Burschen.
Was ist denn nur los in diesem Land?
Die Verrückten haben es übernommen.
Ich muss mir überlegen, wie ich Danioni entlarve.
Ich will ihn vor Gericht bringen.
Ihn vor Gericht bringen? Wie denn nur?
Ich kann nicht tatenlos dasitzen. - Du darfst dein Leben nicht gefährden.
Virats Bruder hat versucht, sich zu wehren,
und das sollte ich auch tun.
Aber bitte warte noch ein bisschen. Lass mich erst mit Carlo reden.
Wieso? - Er kennt Menschen in hohen Positionen.
Dann ist er ja vielleicht auch ein Faschist.
Du weißt, dass das nicht wahr ist.
Dann rede mit ihm.
Wenn es sein muss. - Nein, geh nicht. Bitte.
Lucian.
Was ist mit dir?
Es geht um Nish.
Was ist passiert?
Er ist tot.
Möchtest du mir davon erzählen? - Nein, lieber nicht.
Es gibt nicht viel zu erzählen.
Aber da sind Nish und Rose und alle, denen ich je nah stand,
alle, die mir etwas bedeutet haben, sie sind tot.
Nur du bist noch da.
Und ich liebe dich immer noch, Constance.
Du zeigst es mir auf seltsame Weise.
Es ist die reinste Folter.
Ich bin am selben Ort wie du, ich atme dieselbe Luft wie du,
aber ich konnte dir nicht sagen, was ich fühle.
Und ich hatte keine Ahnung, ob du dasselbe fühlst oder nicht.
Und ich rede mir ein, dass es besser wäre, wenn ich einfach...
wenn ich auf Abstand zu dir bleibe.
Denn wenn ich mich dir nähere,
dann würde ich am Ende etwas vergiften, etwas, das gut war
zwischen uns, denn ich habe irgendetwas an mir, das vergiftet ist.
Und doch bist du hier.
Ja, ich bin hier.
Ich empfinde auch noch Liebe für dich.
Aber es geht einfach nicht.
Wieso sagst du das denn jetzt?
Weil es die Wahrheit ist.
Es tut mir sehr leid.
Ich denke, du solltest lieber gehen.
Virat?
Ich bin es, Bella Ainsworth.
Ich wollte Sie nur fragen, wie es Ihnen geht.
Sind Sie krank?
Nein.
Haben Sie Hunger?
Ich kann nichts essen.
Mir ist nicht wohl dabei, dass Sie hier oben ganz allein sind.
Ich möchte nicht unter Menschen sein.
Vielleicht sollten wir zusammen ein Gebet sprechen?
Die Götter haben ihn mir genommen,
meinen geliebten Bruder.
Ich finde das Verlangen zu beten nie mehr wieder.
Was tust du denn hier?
Ich will, dass du mit mir fortgehst, Constance.
Constance.
Du meinst es nicht ernst. - Doch, todernst.
Ich kann nicht einfach weg. Ich habe einen Sohn.
Er kommt mit. - Er braucht Sicherheit.
Er hat einen Vater nötig. Ich möchte es sein. Ich muss bei dir sein.
Wo würden wir denn hingehen?
Irgendwohin. Hauptsache, wir sind nicht getrennt.
Aber es geht so schnell.
Wir haben noch ein paar Tage. - Tage?
Ich kann nicht mehr länger hier sein.
Es gibt etwas, das ich tun muss.
Und danach darf ich dann nicht mehr hier sein.
Ich wünschte, Sie wären früher gekommen.
Ich hätte Ihnen davon abgeraten, das Gesetz in die eigenen Hände zu nehmen.
Zumindest haben Sie die Leiche dort gelassen.
Da bleibt sie wohl nicht lange.
Wenigstens darüber sind wir uns einig. - Ja.
Wenn Danioni im Wald nach Ihnen gesucht hat, ist Ihr Leben in Gefahr.
Es kann sich ausrechnen, wer daran interessiert ist, ihn bloßzustellen.
Was schlagen Sie uns vor, Carlo?
Ich muss nach Rom, mich mit Enzo Colonna im Innenministerium beraten.
Reden, reden. Immer nur reden! - Ich bitte dich.
Hätten der König oder die noblen Familien
weniger geredet, sondern gehandelt, wäre Mussolini nie an die Macht gekommen.
Bis Sie mit wem auch immer gesprochen haben, hat er die Leichen fortgeschafft.
Und wie lautet Ihr Plan?
Wir gehen noch mal hin. Heute Nacht.
Stellen die Beweise sicher,
zeigen allen, was Danioni getan hat, was für ein Mensch er ist.
Wenn Sie das ohne Schutz tun, sind Sie so tot wie die Jungen im Wald.
Wenigstens hätte ich etwas getan. - Bitte beruhige dich, Marco.
Marco.
Nein.
Nein!
Verzeihen Sie, dass ich Sie da hineingezogen habe.
Nein. Sie haben richtig gehandelt.
Aber nun fürchte ich, dass wir Ihr Leben gefährdet haben.
Enzo weiß sicher, wie man alles an die Öffentlichkeit bringt
und wem man dabei vertrauen kann.
Ich danke Ihnen.
Lucian!
Was versteckst du da?
Constance... - Lass es mich sehen.
Worauf hast du dich eingelassen? - Das geht dich nichts an.
Und du hast vor, dich um Tommy und mich zu kümmern?
Nish wurde ermordet.
Ermordet?
Er wurde erschossen.
Und dafür willst du jemand anderen erschießen.
Wenn ich es muss. - Aber es gibt kein Muss bei einem Mord.
Ich will Gerechtigkeit für ihn.
Ich könnte nie wieder in den Spiegel sehen,
wenn ich den Tod von Nish nicht rächen würde.
Und ich könnte nicht mit einem Mann leben, der kaltblütig mordet.
Aber Constance...
Schon in Ordnung. Ich kenne den Mann.
Ich habe mich wie ein eifersüchtiger Narr verhalten.
Du hast gar nichts von Carlo zu befürchten.
Ich wünschte, du hättest dich an mich gewandt, um Schutz und Rat zu erhalten.
Carlo ist ein alter Freund.
Und ich bin bloß der Mann, der dich liebt.
Ist er nach Rom gefahren? - Ja.
Gleich heute Nachmittag ist er aufgebrochen.
Dann können wir nur abwarten, welchen Rat er für uns erhält.
Bis dahin unternimmst du nichts Übereiltes, ja?
Ich würde dich nie in Gefahr bringen.
Ich sollte nun gehen. - Nein.
Darf ich dir jemanden vorstellen?
Natürlich.
Das ist Amelia, meine Schwester.
Und das ist Marco.
Es ist mir eine sehr große Freude.
Darf ich mich dazugesellen?
Darüber würde ich mich sehr freuen.
Ich hatte Zeit zum Nachdenken, Ainsworth,
und ja, ich wäre bereit, bei Ihrer Umstrukturierung mitzuhelfen.
Darauf einen Handschlag?
Also...
Haben Sie schon Einzelheiten?
Sie haben noch den Ring meiner Frau, soweit ich weiß?
Richtig.
Glauben Sie mir,
den hier und ein Bündel Geld,
weitere Einzelheiten brauchen wir nicht.
Also, auf addio für unseren charmanten italienischen Freund.
Ich sollte zu ihm kommen, zu jeder Zeit.
Gehen wir.
Chef, er ist gekommen.
Danke.
Andrea, hol alle. Alle Männer.
Es geht los! Kommt alle her! Los! Los! Los!
Vorwärts! Fahren wir! Schnell!
Schnappen wir ihn. Bringen wir es zu Ende.
Alles klar. Fahren wir.
Los. Beeilt euch. Seht auch unterm Bett nach.
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