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Original subtitles

Hier ist die Hölle los.

Genau wie letzten Freitag. - Es fühlt sich heute anders an.

Malen Sie den Teufel nicht an die Wand.

Bis zum Ende des Handelstags waren fast alle Verluste wieder gutgemacht.

Nun ja, Nielson hätte gern Anweisungen.

Es bleibt alles beim Alten.

Wir warten auf den Tiefststand und steigen ein, wenn es aufwärts geht.

Ja, Mr. Gibson-White.

Ja?

Ihr Kunde soll sich beruhigen.

Das wird nicht passieren.

Wir sind im Jahr 1929, Herrgott noch mal.

Es ist bloß eine Korrektur. Minimal.

Das garantiere ich Ihnen.

Guten Morgen, Darling.

Machst du dich wieder mit der Schönheit der alten Umgebung vertraut?

Könnte man sagen, ja.

Wollen wir gehen?

Ich dachte, du wolltest dich erst einmal ein bisschen ausruhen?

Ich schlafe in letzter Zeit nicht sehr gut.

Virat schnarcht furchtbar.

Du weißt, ihr müsst euch kein Zimmer teilen.

Ich glaube, es tröstet ihn ein wenig.

Du hast noch gar nicht erwähnt, was er hier eigentlich vorhat.

Er sucht nach Nish.

Lucian. - Guten Tag, Großpapa.

Wann bist du eingetroffen? - Letzte Nacht, sehr spät allerdings.

Du musst mir alles über Indien erzählen.

Aber zuerst, hast du Zeit für mich? - Natürlich, Papa.

Unter vier Augen, wenn es dir nichts ausmacht.

Ja, dann gehen wir am besten in mein Büro.

Ich hoffe, die Gemüter haben sich beruhigt.

Ich glaube nicht, dass ich übertrieben habe.

Ich denke nur, dass ich doch ein wenig zu hitzig war.

Aber erwarte bitte keine Entschuldigung von mir.

Nein.

Ich erwarte nicht, dass du dich entschuldigst.

Gut, weil ich nämlich nicht denke, dass ich das tun könnte.

Natürlich hast du nicht meine Erlaubnis für eine Scheidung nötig.

Da stimme ich dir völlig zu.

Aber das heißt nicht, dass ich nicht enttäuscht wäre.

Bitter enttäuscht sogar.

Als ich als junger Mann für meinen Vater arbeitete,

träumte ich davon, dass meine Familie es eines Tages zu etwas bringen sollte,

zu etwas mehr als nur zu einem Schild über einem Textilgeschäft.

Und so ist es auch.

Du hast deinen Namen für dieses große, erfolgreiche Unternehmen gegeben.

Und ich bin immer so stolz auf dich gewesen.

Aber niemand würde auf dich herabsehen,

wenn deine Tochter einen Viscount heiratet.

Papa, bitte, nicht das schon wieder.

Ich wurde nicht nur um meine Träume betrogen,

sondern ebenfalls um mein Geld.

Ich habe in dich investiert, Isabella, in dich

und in dein Hotel.

Und ich habe dir versprochen, alles zurückzuzahlen, jeden Penny.

Dann verfolge sie weiter,

wenn es unbedingt sein muss, deine leidige Scheidung.

Aber wenn du es tust,

dann erwarte ich von dir die komplette Rückzahlung

innerhalb eines Monats nach dem Ergehen eures Scheidungsurteils.

Na, wie ist er denn so, dieser Virat?

Nicht wie sein Bruder. - Was soll das bedeuten?

Tja, Mr. Sengupta ist ein Trottel, oder nicht?

Genauso wie alle da oben.

Aber dieser hier kommt mir wie ein normaler Inder vor.

Falls ein Ausländer normal sein kann.

Nun, Billy, es ist erstaunlich,

wie schnell etwas, das gerade noch fremd war,

auf einmal ganz vertraut wird.

Aha. Wenn du das sagst, ist es wohl so.

Lucian, du hättest uns vom Hafen eine Nachricht schicken können.

Die Schlange am Bahnhof war fast eine halbe Meile lang.

Wir haben ein Telefon, wie du weißt.

Ich erinnere mich nie an die Nummer.

Na schön.

Nein, ich mache das. - Verzeihen Sie mir.

Oh, Großvater.

Das ist Mr. Sengupta.

Virat ist der Bruder eines Freundes von mir,

mit dem ich im Krieg gewesen bin.

Ihr Bruder hat die Waffe für das Empire ergriffen, Mr. Sengupta.

Nein, sein Glaube war dagegen. Er diente bei einer Sanitätseinheit.

Mit großen Verdiensten.

Nish war ein Gast im Hotel, und ein sehr willkommener.

Genauso wie Sie, Virat.

Dürfte ich etwas anderes erhalten?

Also wirklich, Mutter.

Oje, wie gedankenlos von mir.

Ich bedaure es sehr, Virat. Ich lasse die Köchin etwas anderes zubereiten.

Ich mache ungern Umstände. - Nein, ich insistiere.

Sie sollten es eigentlich wissen.

Nimm dir ruhig eine Tomate, während du wartest.

Danke sehr.

Fragst du Salvatore, ob er mich zum Bahnhof bringen kann?

Cecil, dein Sohn ist gerade aus Indien zurückgekehrt.

Möchtest du nicht Zeit mit ihm verbringen? - Ich esse ja mit ihm zusammen.

Kannst du nicht deine Eigeninteressen nur ein paar Stunden zurückstellen,

wenigstens dieses eine Mal?

Es sind deine Interessen, um derentwillen ich nach Genua fahre.

Ich habe einen Termin bei der Bank,

um eine Geldüberweisung aus Aktienverkäufen zu besprechen.

Je eher ich die Details kläre, desto eher erhältst du deinen Scheck.

Ich habe noch nicht eingewilligt.

Du hast deinem Vater von der Scheidung erzählt.

Sicher. Bloß ich habe deinen Konditionen nicht zugestimmt.

Oh, ver... Herrgott, Bella.

Unterschreib jetzt endlich das verdammte Ding.

Betty, ich glaube, Würstchen sind nicht das Richtige für Mr. Sengupta.

Die sind nicht sein Geschmack?

Ich hätte es wissen sollen. Er ist Hindu.

Die essen eigentlich kein Fleisch. - Zählen Eier auch? Hab ich vergessen.

Ich glaube, Eier sind in Ordnung. - Sehr schön.

Constance, also da sind Sie.

Helfen Sie Paola bitte auf der Terrasse?

Billy würde ihr helfen, wenn sie es nicht schafft.

Ich würde lieber auf meine Angestellten zurückgreifen. Ist das ein Problem?

Nein, das ist überhaupt kein Problem.

Danke. Betty, haben Sie Salvatore gesehen? - Er ist gerade rausgegangen.

Denn mein Mann wollte zum Bahnhof gefahren werden.

Ich könnte das erledigen. Auch ohne Bezahlung.

Du bist ja heute recht eifrig.

Vielleicht dieses eine Mal,

es sei denn, Salvatore ist in den nächsten zehn Minuten zurück.

Das wäre sehr nett. Danke.

Was denn?

Die Kutsche, das ist seine Aufgabe.

Seine Aufgabe?

Er hat mir nur den Platz warmgehalten, Ma.

War dein Arbeitgeber böse, weil du deinen Vertrag abgebrochen hast?

Nun ja, ich erwarte keine Weihnachtskarte von ihm.

Ich verstehe nicht, was du dort gemacht hast.

Mit diesem langweiligen Mann auf dem Subkontinent herumzuwandern!

Ich habe auf eine Kleinanzeige in der "London Mail" geantwortet:

"Künstler sucht fantasievollen Berater für ein indisches Abenteuer."

Was sich spannend anhört, bis man feststellt,

dass er eigentlich nur jemanden wollte, der qualifiziert, aber mittellos ist,

damit er ihn herumkommandieren kann wie einen Handlanger.

Herumkommandieren?

Wie denn?

Ich habe nur die Farben gemischt, seine Staffelei auf- und abgebaut,

habe abends seine Leinwände zum Trocknen aufgehängt.

Ich durfte manchmal etwas retuschieren,

aber meistens ging es bloß um sein enormes Ego.

Was war mit Billy?

Lucian?

Nein.

Er war nur ein Lakai.

Er hat gewaschen und gebügelt,

die Hotelzimmer ausgefegt und Wasser gekocht.

Er war ehrlich gesagt froher als ich, als wir Beaumont in Agra verließen.

Ich habe noch nie gehört, dass ein Künstler einen Ratgeber braucht.

Oder dass einer eine Malreise durch Indien macht.

Seine Aquarelle sollen ausgestellt werden, in Whitechapel, wenn er wieder da ist.

Dann kann er deinen Namen in der ganzen Stadt schlechtmachen.

Das kann er auch vom Dach der Royal Academy aus machen.

Mir ist das egal.

Salvatore, ich habe etwas für dich.

Ganz frisch aus dem Ofen.

Was siehst du mich so an?

Ich versuche zu verstehen, was los ist zwischen dir und dem alten Salvo.

Wer sagt, dass da was los ist?

Anscheinend möchtest du, dass er meine Arbeit behält.

Du kannst es mir doch sagen. - Es gibt nichts zu sagen.

Blödsinn.

Pass auf, wie du mit mir redest, Billy Scanlon.

Wir haben viel Zeit miteinander verbracht. Das ist alles.

Du warst ja weit weg in Indien.

Richtig, und dann?

Dann sind wir uns eben nähergekommen. So war das.

Sehr nahe.

Wenn ich das von gestern Abend richtig verstehe.

Es war eine Verlobungsfeier, Billy.

Wer hat sich denn verlobt?

Wir. Ich meine, ich und Salvatore.

Miteinander?

Nein, mit Charles Lindbergh und Amelia Earhart, du Doofi.

Du und Salvo, ihr wollt heiraten? - Ja. In der dritten Dezemberwoche.

Ich verstehe nicht, dass du nichts gesagt hast. - Ach ja?

Und wie hätte ich das bitte tun sollen?

Hör mal, er ist ein guter Mensch.

Er ist besser als dein Dad in mancher Hinsicht.

Dazu gehört auch nicht viel, oder?

Entweder gefällt es dir, Junge, oder nicht, und dann kannst du fortgehen.

Lass es nicht darauf ankommen.

Ich hätte dir eine Menge Sachen zum Experimentieren mitbringen können.

Gibt es dort schöne Märkte, mein Schatz? - Die waren unglaublich.

So viele Düfte und Angebote,

bergeweise Gewürze und Nüsse und getrocknete Früchte

und alle Sorten von Blumen und Gemüse, die man sich vorstellen kann.

Ich werde ganz neidisch.

Es tut mir leid, dass ich es so eilig hatte.

Hast du wegen Nish etwas erreicht?

Beaumont hatte uns in Bombay einen Tag freigegeben,

und anstatt eines Stadtrundgangs mit Billy wollte ich lieber versuchen,

Nishs Eltern zu finden, unter der Adresse, an die ich geschrieben hatte.

Und ich fand Mrs. Sengupta.

Sie hatte sogar noch länger kein Lebenszeichen von Nish erhalten.

Was? Seit zwei Jahren?

Ja.

Meine Güte. Ich wäre vor Sorge wahnsinnig geworden.

Und da habe ich beschlossen, nach Hause zu kommen.

Sie haben es wohl nicht nach Frankreich geschafft.

Das weißt du doch gar nicht.

Es macht mich krank, wenn ich mir Nish vorstelle,

wie er irgendwo in Italien in einer Gefängniszelle verschmachtet.

Aber Schatz, wenn er im Gefängnis wäre, hätte Bruzzone davon gehört.

Vielleicht solltest du dort weiterfragen.

Mein Italienisch ist zu sehr eingerostet. Das brächte keinen Erfolg.

Ich kenne jemanden, der dir dabei helfen könnte.

Zumindest ist es eine Erklärung dafür,

warum meine Briefe an ihn so lange unbeantwortet geblieben sind.

Es erklärt auch,

wieso du in einer so unglücklichen Verfassung nach Hause gekommen bist.

Es sei denn, da ist noch etwas?

Ich habe gedacht,

dass...

Vielleicht solltest du irgendetwas zu Ehren von Rose tun.

Das könnte dir deinen Seelenfrieden zurückgeben.

Und überdies finde ich,

du solltest ein wenig zivilisierter aussehen.

Ich glaube, irgendwo da drin hat sich ein Vogel eingenistet.

Constance kann das doch machen.

Nein, ich sollte lieber zu einem Friseur in der Stadt gehen.

Sie wäre enttäuscht. Sie ist geschickt.

Mutter.

Halt mal still. Sei doch vernünftig. - Es kitzelt.

Hör auf zu wackeln, Billy.

Sogar Tommy stellt sich besser an als du.

Zeig mal her.

Du siehst ja beinahe gut aus. - Dann kannst du Wunder vollbringen.

Sieh nach oben.

Meine Mutter fragt, ob Sie mir vielleicht auch die Haare schneiden.

Vorsicht, Mr. Ainsworth.

Sie ist gnadenlos mit der Schere.

Es tut mir leid, aber sie hat darauf bestanden.

Marco, kannst du mir bitte helfen?

Findest du es nicht verdächtig, dass sie einfach verschwunden sind?

Doch.

Wenn es wahr ist, was du mir über die Bombe in Turin erzählt hast.

Natürlich, ich habe ihre Namen auf dem Haftbefehl gesehen,

als Danioni das Hotel durchsucht hat.

Die Faschisten werfen mit Haftbefehlen um sich wie mit Konfetti.

Nish hat es Lucian doch gestanden.

Trotzdem, es ist schwer zu glauben.

Ein indischer Arzt als Kämpfer im antifaschistischen Widerstand.

Ich hätte nicht kommen sollen. - Nein, nein, nein. Nein.

Ich bin sehr froh, dass du mich um Hilfe bittest.

Es ist bloß ein wenig Übersetzen.

In Lucians Auftrag, ich weiß.

Ich sollte dich nicht gefährden. Du kanntest ihn nicht einmal.

Ich helfe dir gerne.

Wirklich.

Ja, natürlich.

Lucian, gehst du mit Virat in die Stadt, damit er sich etwas umsehen kann?

Möglicherweise. Später. Zuerst müssen wir uns mit jemandem treffen.

Ich würde es nicht aufschieben. - Wieso nicht? Willst du uns loswerden?

Tee? - Es wird ziemlich heiß. Deswegen.

Sogar um diese Jahreszeit. - Ich bin an Hitze gewöhnt, Sir.

Das glaube ich Ihnen, ja. Indien, teuflisch heiß dort.

Möchten Sie Tee oder Kaffee, Sir?

Tee, bitte.

Sind Sie schon in Indien gewesen, Sir?

Ich? Großer Gott, nein. Dazu fehlt mir der Mut.

So. Hier.

Herrje.

Es tut mir sehr leid, Sir.

Ich hole ein Tuch.

Entschuldigt mich.

Constance.

Lass mich los. - Nicht, ehe du mir sagst, was das soll.

Ich muss dir nichts erklären.

Wieso verhältst du dich so? Als würden wir uns nicht kennen.

Du hast mir gesagt, wir sind verflucht. - Du hast mir gesagt, du liebst mich.

Vielleicht habe ich zu viel gesagt im Eifer des Gefechts,

Dinge, die ich nun bedaure.

Es war ein Fehler. Nur eine Liebelei.

Du darfst nicht aufwecken, was man schlafen lassen sollte.

Virat?

Sie sind nicht beim Dinner gewesen. - Ich hoffe, Lucian hat mich entschuldigt.

Ja, natürlich. Ich wollte nur einmal nach Ihnen sehen.

Mir geht's gut, Ma'am. Ich bin nur einfach nicht hungrig.

Tun Sie das nicht. Nennen Sie mich nicht Ma'am.

Und tun Sie nicht so, als seien Sie nicht kurz vor dem Verhungern.

Sie haben doch fast nichts gefrühstückt.

Es tut mir leid, Mrs. Ainsworth.

Die Wahrheit ist...

Ich denke nur, ich habe nichts Passendes zum Anziehen.

Oh, Virat.

Wir haben Nish so aufgenommen, wie er war.

Wir nehmen Sie genauso gern bei uns auf.

Aber ich bin nicht so ein gebildeter Mann wie mein Bruder.

Aber Ihr Englisch ist perfekt.

Mein Vater hat von uns verlangt, dass wir viele Bücher lesen.

Aber er konnte sich nur leisten, Anish zur Ausbildung nach England zu schicken.

Dass er dort ein Gentleman werden kann. - Sie sind doch auch ein Gentleman.

Wären Sie...

Wären Sie entsetzt, wenn Sie wüssten,

dass ich bei einem Teppichhändler in die Lehre gegangen bin?

Wären Sie entsetzt, wenn Sie wüssten,

dass mein Vater in einem Textilladen gearbeitet hat?

Man spürt es noch. Meine Hände sind ganz rau.

Ich... Ich würde mich unten im Dienstbotentrakt eher zu Hause fühlen.

Nein, kein Wort davon.

Ich habe Paola gebeten, Ihnen ein Zimmer vorzubereiten.

Ich bitte Sie. Machen Sie sich keine Mühe.

Ich bestehe darauf. - Aber ich bin glücklicher hier.

Sie dürfen es Lucian nicht sagen.

Aber es erinnert mich an meine Kindheit.

Ich habe mit Anish immer im selben Zimmer geschlafen.

Bei ihm habe ich mich sicher gefühlt.

Wir schaffen es, ihn für Sie zu finden, Virat.

Das hoffe ich so sehr, Mrs. Ainsworth.

"Es fehlen noch..."

Nun, wie ist es gewesen?

Sie sollten auch mal ins Wasser gehen.

Es ist verrückt, nicht mal eine Zehe hineinzustrecken.

An Land fühle ich mich einfach sicherer.

Ist das etwa das, was ich denke? - Ihre wunderbare Körperlotion.

Ihre Haut ist makellos. Ich kann nicht glauben, dass Sie das benötigen.

Tja, ich gebe mir viel Mühe.

Ehrlich gesagt, ich schwöre darauf. - Sie machen sich lustig über mich.

Ich weiß nicht, welchen Zauber Sie hineinmischen.

Großartiger geht es nicht.

Gut genug, um Geld dafür zahlen, denken Sie?

Ja, natürlich. Nicht zu knapp sogar.

Wären Sie vielleicht offen für ein Angebot von mir?

Kommt ganz darauf an.

Ich meine ein geschäftliches Angebot.

Das Hotel beansprucht Sie nicht genug? - Doch, an Arbeit mangelt es nicht.

Ich sollte allerdings eine zweite Einkommensquelle finden.

Also ich muss mir etwas Anständiges anziehen.

Kommen Sie nach Genua mit mir.

Wir besprechen es beim Lunch.

Einverstanden.

Danke, dass du...

dass du mich hierher begleitet hast.

Es war eine Ehre für mich.

Das hier muss dir wahrscheinlich fremd vorkommen.

Ja. Zu Hause haben wir nicht solche Friedhöfe.

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass man mich,

wenn die Zeit kommt, in alle vier Winde verstreut, und das war's dann.

Aber es fühlt sich doch eigenartig aufmunternd an,

einen Ort zu haben, an dem ich mit ihr sprechen kann.

War sie deine große Liebe?

Nein, das ist sie nicht gewesen.

Es war... Es war mehr oder weniger nur eine arrangierte Ehe.

Ich dachte die ganzen sechs Monate, die ich mit ihr hatte,

ständig an jemand anderen.

Hat dieser jemand andere davon gewusst?

Ja, sie wusste es.

Aber nach Roses Tod wurde es ziemlich kompliziert.

Gelähmt von Trauer konnten wir uns keine gemeinsame Zukunft mehr vorstellen.

Du solltest ihr sagen, was du fühlst.

Das ist leichter gesagt als getan.

Da hat es jemand eilig. - Ich habe viel zu besprechen.

Ach das wird fein. - Ich kann nicht leichtfertig sein.

Mein Vater droht, sein Darlehen zurückzufordern,

wenn ich mich scheiden lasse.

Dann muss ich entweder das Hotel verkaufen oder verheiratet bleiben.

Es sei denn, ich finde einen anderen Weg, Geld zu verdienen.

Ich rede für mein Leben gern über Geld, Bella Ainsworth.

Aber ich würde vorschlagen, wir tun es auf neutralem Boden.

Kommen Sie schon. - Aber gern.

Ja. Santa Margherita.

Ja, ja. Ich warte.

Danioni?

Sind Sie das?

Wenn Sie wirklich ins Hotel kommen wollen,

wäre dies ein guter Zeitpunkt.

Das tut mir leid. Ich danke Ihnen. - Ich bedaure. Auf Wiedersehen.

Und?

Er sagt, er hätte die Kanzlei von Gianlucas Vater

vor fast einem Jahr übernommen.

Weiß er auch, wo wir ihn erreichen können?

Bruzzone ist tot. - Tot?

Pastorino hat der Familie schriftlich sein Beileid entrichtet.

Und wohin hat er geschrieben?

Eine kleine Stadt unweit von Piacenza. - Erwartet er eine Antwort?

Schon, aber das dürfte mehrere Wochen dauern.

Das ist eine solche Zeitverschwendung.

Tut mir leid, dass Sie so denken.

Nein, entschuldigen Sie, Mr. Bonacini... - Nennen Sie mich Marco.

Ich habe nur den Eindruck, als sei die letzte Hoffnung,

Nish zu finden, mit Signor Bruzzone gestorben.

Lord Heddon. Ich mache das.

Ich möchte Ihnen meine Frau Letizia vorstellen.

Sehr erfreut. - Freut mich sehr.

Das war so nicht vorgesehen, Danioni.

Sie wollte schon lange einmal sehen, wie diese Engländer leben.

Meine Frau könnte zurückkommen.

Zeigen Sie ihr das Hotel, servieren Sie Lunch.

Die Küche ist geschlossen. - Dann öffnen Sie sie.

Ich rede nur über Geschäfte, wenn ich gut gegessen habe.

Sieh dir das an.

Wunderschön.

Ja.

Hey, Billy, willst du mit mir in die Stadt kommen?

Wozu denn?

Wir brauchen einige Dinge für die Küche. Es sind Gäste zum Lunch da.

Können Sie denn nicht allein Fahrrad fahren?

Billy, wir müssen reden. Wir sollten uns besser kennenlernen.

Deiner Mutter zuliebe. - Wohl eher für Sie, vermute ich.

Ich habe dir deine Arbeit ja nicht weggenommen.

Du bist fortgegangen. Schon vergessen?

Und ich habe natürlich auch meine Mutter einfach so alleingelassen. Richtig?

Jetzt hör aber auf.

Vincenzo, es ist wunderschön hier.

Großartig, hm? - Ja.

Möchtest du Wasser? - Ich möchte nichts.

Wo bleiben die nur?

Ich hole uns Wasser. - Ich möchte niemanden stören.

Schon gut, keine Sorge, Schatz. Ich beeile mich.

Danke, Liebling.

Ich bin gleich wieder da, Schatz. - Ist gut.

Schenkst du mir auch ein, Papa?

Ich brauche etwas Starkes nach dem Gespräch mit deiner Schwester.

Du meinst es ernst mit dem Darlehen. - Das ist egal. Hauptsache, sie glaubt es.

Sie kann diese Summe nur auf eine Weise in so kurzer Zeit aufbringen.

Sie muss dieses Hotel verkaufen.

Dann kommt sie endlich wieder zu Verstand.

Kann ich Ihnen helfen? - Lord Heddon. Wir haben schon gewartet.

Verzeihen Sie. Wollen wir?

Probieren Sie das einmal.

Damit könnte ich Lulus Motor schmieren.

Und hier steht "hochfeines Rosenöl" auf dem Etikett.

Es riecht nach "Sultans Harem". Ich versteh schon.

Es gibt noch Hunderte mehr in der Art.

Alle fühlen sich so an und riechen, als hätte sie jemand hergestellt,

der seine eigenen Produkte noch nie ausprobiert hat.

Also Männer, meinen Sie.

Was genau wollen Sie mir vorschlagen?

Nun, Sie haben erwähnt,

dass der Kosmetik-Chef des Modehauses zu Ihrer Präsentation kommt.

Ich dachte, vielleicht könnten wir ihm vorschlagen,

meine Lotion in größerem Umfang herzustellen,

und vielleicht sogar das Badeöl, das Shampoo, die Seife.

Solange es dieselbe Qualität hat und unter meinem Namen vermarktet wird.

Ist die Verwendung Ihres Namens verhandelbar?

Alles ist verhandelbar.

In dem Fall sollten wir das klären, bevor wir weitere Schritte unternehmen.

Sie schaffen es ohne meine Kontakte und meinen bekannten Namen nicht.

Oder meine Produkte.

Die bis jetzt nur eine einzige Nutzerin haben, nicht wahr?

70/30. - Zu meinen Gunsten?

In Ordnung.

Dann 60/40.

Oh ja, die 60 finde ich ganz interessant.

50/50 hört sich doch wirklich schön an.

Oh.

Vielleicht für Sie, aber mein großer Favorit ist die 60.

Meine Güte. Jetzt kann ich einen Drink vertragen.

Ich spendiere uns was Gutes.

Kommen wir zum Geschäftlichen.

Unsere Freunde in Detroit würden gern mehr in Ihr Portfolio investieren. - Ach ja?

In welcher Größenordnung?

Ich würde sagen, eine weitere Million Dollar.

Aber vor diesem erneuten Vertrauensbeweis wollen sie sich natürlich gut absichern.

Es ist alles absolut einwandfrei.

Die neusten Finanzseiten haben Sie gelesen?

Der Markt war holprig, aber er hat sich erholt, so wie immer.

Sagen Sie unseren Freunden,

dass ihr Geld an der Wall Street so sicher ist, wie es nur sein kann.

Seien Sie kein abergläubischer Bauer. Wir leben im 20. Jahrhundert.

Hören Sie zu, ich traue dem Aktienmarkt ebenso wenig wie Ihnen, Signor Ainsworth.

Was unser Whisky-Geschäft angeht,

meine persönlichen Umstände haben sich verändert,

ebenso wie meine Erwartungen an Sie.

Ich verstehe.

Und verraten Sie eine Zahl,

die mir helfen würde, den Grad der Veränderung zu ermessen?

Sicher.

40.

40?

40 Prozent unserer Whisky-Gewinne?

Nach der Provision für Detroit blieben mir noch kümmerliche zehn.

Sie sind ja nur ein Vermittler.

Genau wie Sie. - Mag sein.

Aber einer von uns ist wesentlich leichter zu entbehren als der andere.

Vincenzo, reichst du mir das Brot? - Natürlich, Liebes.

Warum müssen es Pferde sein?

Männer und ihre Spielzeuge, Schätzchen. - Aber Pferde.

Ich kann Pferde überhaupt nicht leiden.

Du solltest wohl Dr. Freud aufsuchen.

Oh, nur keinen Seelendoktor.

Mit sieben bin ich von einem runtergefallen, am Weihnachtstag.

Das habe ich vergessen.

Vater sagte, ich müsste mich zusammennehmen.

So was wie eine Wirbelsäulen-Quetschung würde es nicht geben.

Sieh es als Zeichen an, Schätzchen.

Ein Zeichen wofür?

Ein Zeichen dafür, dass du nicht geboren wurdest, um Bauersfrau zu werden.

Niemand sieht gut aus, wenn er knietief in Pferdeäpfeln steht.

Komm wieder nach London, zu mir. - Du wohnst doch in Halifax.

Ich brauche eine Zweitwohnung in der Stadt, wenn ich Papas Firma führe.

Du wirst dich vor den Männern kaum retten können mit deinem Adelstitel.

Lass mich darüber nachdenken.

Wenn die Alternative darin besteht, deine besten Jahre

als Hilfskraft deiner Mutter zu verschwenden,

was gibt es da nachzudenken?

Was ist das?

Ach herrje.

Immer noch Lunch? - Wir sind gleich fertig.

Ich hoffe, mein Vater ist nicht zu anstrengend?

Nein, Mr. Livesey hat schon gegessen.

Es ist für Lord Heddon und seinen Gast, Signor Danioni.

Welche Ehre. Lady Heddon. - "Signora Ainsworth" ist ausreichend.

Das ist meine Frau Letizia.

Freut mich, Sie kennenzulernen. Es ist wunderschön hier.

Sie spricht leider kein Englisch. - Ich müsste kurz mit meinem Mann reden.

Wenn Sie uns kurz entschuldigen? - Natürlich. Natürlich.

Sie haben bestimmt sehr viel zu besprechen.

Wenn es stimmt, was ich gehört habe,

dass dieses Hotel demnächst zum Verkauf steht.

Wunderschön. - Schön, nicht?

Ja.

Woher kann er von dem Hotelverkauf wissen?

Danioni stochert im Nebel. So ist er nun mal.

Nein, Cecil, er weiß irgendetwas.

Worüber soll er denn etwas wissen?

Mein Vater hat gedroht, das Darlehen zurückzufordern,

wenn wir unsere Scheidung weiterverfolgen.

Das ist doch ein übler Trick.

Claudine ist die Einzige, der ich es gesagt habe.

Und sie war die ganze Zeit bei mir. An diesen Mann verkaufe ich niemals.

Na schön.

Dann mache ich dir einen Vorschlag.

Ich zahle dir die 100.000 aus der Scheidungsvereinbarung im Voraus.

Dafür erhalte ich die eidesstattliche Erklärung.

So kannst du deinen Vater auszahlen, das Hotel behalten,

und dann sagst du diesem Mistkerl, dass wir ihn nicht mehr brauchen.

Und wo ist der Haken daran?

Nirgendwo.

Ohne einen Haken geht es nicht bei dir, Cecil.

Auf Wiedersehen. - Auf Wiedersehen.

Hat mich sehr gefreut. - Danke für alles.

Wie ungewöhnlich.

Genau wie der, den deine Mutter dir vererbt hat.

Das ist ja nicht zu fassen.

Was ist denn? - Nichts, Schatz. Gehen wir.

Ich will es wissen. - Keine Sorge. Ich erklär's dir.

Komm mit mir mit. - Vincenzo, nein.

Signora?

Ihr Ring gehörte meiner Mutter.

Vincenzo, stimmt das?

Keine Sorge. Steigen wir ein, ich erklär dir alles.

Das kann ich nicht glauben.

Es tut mir leid.

Bitte sehr.

Danke.

Komm jetzt. - Wie konntest du nur?

Keine Sorge. Ich erklär's dir. - Ich verstehe gar nichts.

Was hast du ihr gesagt?

Bella.

Bella.

Was verdammt noch mal geht hier vor?

Bella.

Wie kommt dein kostbares Erbstück

in den Besitz der Frau dieses vermaledeiten Mannes?

Ich habe Wichtigeres auf meiner Liste, als dir zu antworten.

Sie haben sehr viel Lavendel.

Ja, wir hatten letztes Jahr eine hervorragende Ernte.

Aber von allem anderen habe ich im Augenblick eher wenig.

Von was denn?

Lauge für Seife und alle meine ätherischen Öle.

Ich wollte über den Winter Vorräte für die kommende Saison anlegen.

Es sind noch sechs Tage.

Wir können helfen, Ma'am.

Ja, aber ohne die richtigen Grundstoffe dauert alles wesentlich länger.

Vielleicht gehen wir in die Farmacia in der Stadt.

Die haben sicher alles.

Das wäre ein bisschen dreist, oder nicht? - Aber Constance kennt Vito.

Wenn sie ihn fragt, wird er schon ja sagen.

Hört sich an, als hätte Constance Vito gut in der Hand.

Nein, nein, ich habe nur ein paar Mal mit ihm gesprochen.

Kennen Sie ihn gut genug, um ihn darum zu bitten?

Mag sein. Vielleicht lehnt er es nicht ab.

Dann würde sich ein Versuch lohnen.

Ich wusste nicht, wann ich Sie wiedersehe.

Sie waren so plötzlich von der Feier verschwunden.

Betty war schockiert.

Bitte.

Danke.

Hier geht's lang.

Wird das ausreichen?

Vito, das ist... Das ist einfach großartig.

Es ist mir fast peinlich.

Bitte sagen Sie Mrs. Ainsworth, dass mich nichts glücklicher machen könnte.

Ist es wirklich nicht zu viel verlangt? - Ich kann einfach um Sie herumarbeiten.

Sie fühlen sich nicht ausgenutzt? - Ganz und gar nicht.

Hast du nichts zu tun, Billy?

Entschuldigung. Sieht ganz so aus. Ja, Mrs. Mays-Smith.

Vielleicht könntest du mir bei etwas helfen?

Du verstehst was von Pferden, oder?

Ich hab mit ihnen gearbeitet.

Könntest du mir zeigen, wie man reitet? Ich bezahle dich natürlich dafür.

Augen zu und Galopp, Ma'am.

Schritt reiten und Damensattel reicht. Danke, Billy.

Nur Sie könnten ruckzuck galoppieren.

Dann würde ich noch etwas extra bezahlen.

Kann ich ganz kurz? - Lass ihn bitte in Ruhe.

Er schläft ein wenig.

Ich bringe ihn vor dem Dinner auf einen Drink hinunter.

Vermutlich bist du mit ihm einer Meinung, dass ich Cecil nicht verlassen soll.

Wäre es denn wirklich so schlimm?

Ja. - Was hast du für eine Alternative?

Du kennst meine Alternative genau.

Und nun?

Würdest du einen Käufer finden?

Ein Geschäftsmann wäre interessiert.

Aber darum geht es nicht. Ich will es ja nicht verkaufen.

Hoffen wir, dass er seine Meinung noch ändert.

Wäre das noch möglich?

Verwette lieber nicht dein Hotel darauf.

Der alte Kasten ist immer noch zauberhaft.

Dann würde ich die Gelegenheit nutzen.

Du bist vielleicht zum letzten Mal hier.

Ich bin bereit, dir zu geben, was du willst.

Nein, du fängst an.

Nicht, ehe du mir erklärt hast, was mit dem Ring deiner Mutter geschehen ist.

Wolltest du es mir denn nie erzählen?

Dass mich Danioni erpresst hat? Eher nicht.

Erpresst, sagst du?

Womit denn nur? - Er hat meine Briefe abgefangen.

An Bowater?

Er drohte damit, alles zu verraten. Deswegen.

Und du hast ihm nachgegeben?

Er bekam ein wenig Geld, und als das nicht genug war,

musste ich ihm den Ring meiner Mutter geben.

Oh, Bella.

Ich werde ihn nie wieder tragen können, glaube ich.

Zu viele schlechte Erinnerungen.

Dann haben wir es Danioni zu verdanken, dass unsere Ehe zerbrochen ist.

Ich glaube, das alles verdanken wir zwei uns allein.

Hätte er mir deinen Brief nicht gegeben, hätte ich niemals so die Fassung verloren.

Was geschehen ist, ist geschehen.

Es kann doch besser werden.

Cecil.

Nun, wie dem auch sei,

es tut mir leid.

Wir brauchen ein Zimmer. Sofort.

Was ist das denn?

Wir haben eine Familienfeier. - Bitte rufen Sie Lord Heddon.

Nein. - Gibt es ein Problem?

Ich sage ihnen nur, dass wir geschlossen haben.

Und ich sage, dass wir hier untergebracht werden wollen.

Wie war Ihr Name, Miss? - Nellie?

Cecil.

Sie sind Nellie? - Was zum Teufel willst du denn hier?

Wir kamen früher zurück, um dir das zu zeigen.

Wir sprachen mit einem Engländer im Palazzo Vecchio.

Er war am Tag zuvor aus London hergeflogen.

Was ist denn, Cecil?

Worüber herrscht hier so ein Aufruhr?

Was...

Ich denke, das solltest du dir ansehen.

WALL STREET IN FREIEM FALL NACH BÖRSENKRACH

Das kann nicht sein.

Ich befürchte schon.

Was ist mit unserem Geld?

Meinem Vermögen?

Offenbar haben wir einiges verloren.

George?

Papa! - George?

Wir brauchen einen Krankenwagen.

Würden Sie einen Krankenwagen rufen?

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