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Original subtitles

ITALIEN 1929

Und weiter! Links!

Hörst du das?

Schnell, wach auf!

Die Schwarzhemden sind draußen.

Die sind doch immer auf den Straßen. - Liebling, es ist nicht einmal 7 Uhr.

Sei ganz ruhig, die kommen ja nicht hier rein.

Und woher willst du das wissen?

Achtung!

Augen rechts!

Stehenbleiben! - Stillgestanden!

Antonio.

Kannst du nicht zählen, du Idiot? - Blödmann!

Zurück in die Reihe!

Gleich noch mal! - Und los!

Links!

Cecil.

Cecil.

Was ist denn los?

Ich muss zurück in mein Zimmer.

Niemand steht zu dieser gottverdammten Zeit auf, Nellie.

Jedenfalls niemand, der etwas auf sich hält.

Zelda tut es schon.

Das habe ich doch gesagt.

Sie ist nebenan und hat einen überaus leichten Schlaf.

Dann ist das Malheur bereits geschehen.

Komm wieder ins Bett.

Sie wird alles Vater erzählen.

Und der sagt Mutter, ich sei eine Hure.

Aber genau das bist du ja auch. - Cecil!

Eine perfekte, fantastische kleine Hure.

Daran gibt es nichts auszusetzen.

Steh auf.

Was machst du denn da? - Ich ziehe mich an.

Nein, nein, du kannst nicht einfach so fortgehen.

Bella, warte.

Amore, es wird Zeit. - Nein.

Nein, nein.

Doch, wirklich. - Und wann sehe ich dich wieder?

Möglicherweise siehst du mich nie wieder,

falls jemand das mit uns entdecken sollte. - Impossibile.

Auf bald, Liebster.

Oh, meine Schuhe. Meine Schuhe.

Ja, hol sie dir.

Ich muss jetzt gehen.

Einen schönen Tag, Liebling.

Links, links, links...

Sie sind schon früh auf den Beinen. - So wie Sie.

Wir halten später eine Parade ab, und die soll perfekt sein.

Dann werde ich mich bemühen, dass ich Ihnen nicht in die Quere komme.

Was ist mit Ihnen, Signora Ainsworth?

Wer führt Sie zu dieser Stunde in die Stadt?

Heute ist ein Tag des besonderen Gedenkens in meiner Familie.

Also vielleicht könnten sogar Sie dem Respekt zollen.

Constance.

Woher wissen Sie, dass Rose heute Geburtstag hätte?

Mrs. Mays-Smith muss etwas zu Lottie gesagt haben.

Sie hat es mir erzählt.

Ja.

Sie wäre heute 25 geworden.

Ich bin sehr froh, dass noch jemand an sie denkt.

Es dürfte ein schwerer Tag für Lucian sein.

Wo auch immer er ist.

Sie haben nichts von ihm gehört?

Nicht seit er in Aden an Bord des Schiffes gegangen ist.

Abgesehen von einem Zwei-Wort-Telegramm,

das er aus Bombay an mich geschickt hat:

"Wohlbehalten eingetroffen."

Das ist vier Monate her.

Schönen guten Morgen. Haben wir gut geschlafen?

So gut wie gar nicht. - Oje.

Die Insekten und das Knarren und Ächzen der Rohre.

Ich lag die halbe Nacht wach.

Solange Sie sonst nichts knarren und ächzen gehört haben.

Ich hole meinen Reiseführer.

Wir treffen uns an der Rezeption.

Nellie?

Ich werde dort sein.

Großer Gott. Eine wahre Zuchtmeisterin.

Ich wünschte, du würdest mich begleiten.

Und nicht Cousine Zelda.

Das wünschte ich mir auch.

Ich würde den Tag lieber mit meiner kleinen Nellie verbringen.

Statt mich um diese blöde Sache mit meiner Frau zu kümmern.

Meinst du es ernst, Cecil?

Aber natürlich.

Nur kann ich es nicht länger hinauszögern.

Komm her.

Zelda sagt, bei einer unangenehmen Sache

sollte man es halten wie bei einem Pflaster.

Mit einem einzigen Ruck wegreißen.

Weiter so, Salvatore.

Sie machen das gut.

Mutter?

Constance, die müssen auf den Servierwagen im Salon.

Sehr wohl, Ma'am. - Mutter!

Hier oben!

Ich mache hier unten sauber.

Ja, und dann bedecken wir alles mit Laken

und müssen bis zum Frühjahr nicht mehr putzen.

Willst du den Männermangel in unserem Leben dadurch ausgleichen,

dass du dich wie einer kleidest?

Kauf dir auch ein Paar.

Da laufe ich doch eher nackt über die Via Roma.

Sie sind praktisch, bequem und modern.

Modern? - Ja.

Dem Buch zufolge, das ich gerade lese,

dienen Kleider dazu, Frauen in ihrer Freiheit zu beschränken.

Zum Glück sieht kein Gast mehr, wie du dich zum Gespött machst.

Heute kommen noch zwei Gäste, falls du es vergessen hast.

Tante Amelia und Großvater Livesey zählen nicht als Gäste.

Wir haben geschlossen,

aber das Hotel soll sich für sie von der besten Seite präsentieren.

Das Aussehen des Hotels sollte dir keine Sorgen bereiten.

Mrs. Hoffmann hat ihre Hutschachtel vergessen.

Paola?

Ich finde sie großartig.

Sag mir bitte, dass nicht noch mehr kommt, Connie.

Meine Hände sind schon verschrumpelt. - Wir hatten noch nie so viel zu tun.

Die letzte Woche war wie ein Monat. - Wir verdienen eine Gehaltserhöhung.

Kaum zu glauben, dass die Hoffmanns weg sind.

Ich dachte, die bleiben bis Weihnachten.

Deutsche Gäste im Hotel Portofino. Zum Glück ist Billy nicht hier.

Die Sorge haben wir bei den nächsten Gästen nicht.

Gott sei Dank. George Livesey ist so englisch wie Roastbeef.

Hast du nicht mal bei ihm gearbeitet?

Ja, nach dem Tod seiner Frau.

Bei Mrs. Ainsworth. Miss Isabella, wie sie damals hieß.

Dann kennen Sie auch ihre Schwester, Mrs. Jackson? Wie ist sie so?

Die sind so verschieden wie Tag und Nacht. Sie hat eine spitze Zunge.

Sie stehen sich nicht nahe? - Eher im Gegenteil.

Gibt es einen Grund für ihren Streit?

Ach, irgendein Familienkram.

Am besten, man redet gar nicht darüber.

Salvatore.

Lass gut sein, hör auf.

Connie will nicht sehen,

wie wir hier wie zwei Turteltäubchen aneinander herumpicken.

Nicht vor unserer Vermählung.

Das muss dir meinetwegen doch nicht peinlich sein.

Ich bin einfach froh, dass du so glücklich mit ihm bist.

Schon verrückt, dass ich noch mal mein Bett mit einem Mann teilen soll,

nach so langer Zeit.

Ciao.

Hallo, ihr zwei. Fertig für die Schule?

Dann komm mal her. Komm auf meinen Arm.

Seid ihr soweit?

Bis dann, Betty. - Wiedersehen, Liebes.

Sie scheinen sich gut zu verstehen. - Sehr gut sogar.

Was hätte ich nach Mums Tod nur gemacht,

wenn Mrs. Ainsworth nicht gesagt hätte, ich darf ihn holen.

Halt. - Stopp.

Kinder?

Gebt sie lieber mir. Das sind hässliche Fahnen.

Halt!

Bleibt in meiner Nähe. Ihr kennt den Weg ja nicht.

Tommy.

Lauf nicht vor, hörst du?

Paola!

Sei doch nicht so blöd.

Guten Tag, Paola.

Constance, das ist Vito, ein Freund von Bruno.

Sehen wir uns später? - Ja, um acht.

Willst du mitkommen? Du auch, Vito?

Nein, ich habe schon eine Verabredung mit diesen beiden.

Wessen Kinder sind das?

Von der englischen Familie. Im Hotel.

Dann bis später.

Gehen wir.

Wiedersehen, Kinder.

Ja, bitte?

Betty hat mich gebeten, Ihnen das hier zu bringen, Ma'am.

Sehr schön, stellen Sie es bitte dorthin, danke.

Diese ganzen Sachen, die haben sie selbst hergestellt.

Hier drin ist es wie in Aladins Höhle.

Es hat nichts mit Zauberei zu tun.

Da steckt nur viel harte Arbeit und Destillation drin.

Die Gäste halten es aber wohl für Zauberei.

Nach den leeren Flaschen zu urteilen.

Das ist wirklich schön zu hören.

Aber wenn Sie mich jetzt bitte entschuldigen.

Oh ja, ich wollte Sie nicht stören.

Oh nein, das müssen Mr. Livesey und Mrs. Jackson sein.

Sie sind eine Stunde zu früh. Herrje!

Wenn es Ihnen recht ist...

Danke. - Natürlich, Ma'am.

Cecil?

Gott, wie siehst du denn aus? - Was willst du hier?

Ich will die Fenster putzen. Was denkst du, was ich hier will?

Du kannst nicht einfach so ohne Absprache auftauchen.

Nein? Offenbar ist mir der Paragraf entgangen.

Wir wollten uns schriftlich verständigen, falls einer den anderen sehen muss.

Das Getue geht mir auf die Nerven. - Es kommen gleich Gäste.

Herrgott, Bella, wie du redest!

Ich brauche keinen Termin, um meine Frau und Tochter zu sehen.

Eigentlich doch... - Daddy!

Hallo, Mäuschen! Du siehst bildhübsch aus.

Willst du ihn nicht hineinbitten?

Wie geht es dir? - Sehr gut, danke der Nachfrage.

Es hat nichts Gutes zu bedeuten, dass er wieder da ist, wirst schon sehen.

Er ist ihr Ehemann, Betty.

Aber wir haben seit zwei Jahren nichts von ihm gehört oder gesehen,

und seitdem waren alle zufrieden und glücklich.

Niemand war glücklich, nachdem das mit Rose passiert ist.

Mrs. Ainsworth war viel glücklicher, wenn du mich fragst.

Meinst du nicht auch, Paola?

Und wenn sie glücklich ist, dann bin ich es auch.

Man weiß doch nie, was sich privat zwischen zwei Menschen abspielt.

Man kann sich die kalte Schulter zeigen und leidenschaftlich verliebt sein.

Was weißt du von leidenschaftlich verliebt sein, Madamchen?

Nichts. Gar nichts.

Meine Gäste können jeden Moment hier sein. - Und mein Tee?

Du musst wirklich gehen, und zwar sofort. - Verstehe.

Kein Platz in der Herberge für meine Wenigkeit.

Du hast nicht mal Gepäck. - Ganz ruhig.

Wir logieren unten an der Küste.

Also du reist nicht allein?

Nein. In Begleitung.

In Begleitung einer Frau, meinst du.

Ja, so ist es.

Wir sollten ehrlich zueinander sein, meinst du nicht auch?

Dann logiert ihr also im "Geniale".

Wie unfassbar einfallsreich von dir. - Unsere Hochzeitsreise war vor 30 Jahren.

Und du willst wohl nicht mit mir dahin, nach dem Zustand unserer Ehe zu urteilen.

Was genau ist denn der Zustand unserer Ehe?

Mutter.

Sie sind da.

Ich will, dass du verschwindest.

Wer ist da?

Papa!

Herrje, Amelia, ihr seid zu früh. Ich habe euch um eins erwartet.

Ich habe kein Auge im letzten Hotel zugemacht.

Das tut mir leid. - Er war schon um 6 Uhr reisefertig.

Ach wirklich?

Bringen Sie das Gepäck bitte auf ihre Zimmer.

Ich kümmere mich darum. - Danke.

Großvater wohnt im Epsom und Tante Amelia geht ins Aintree.

Hast du gegärtnert, Schätzchen?

Meine Güte, nein, Papa, die sind heutzutage der letzte Schrei für Frauen.

Als Textilfabrikant solltest du das wissen.

Keine Sorge, Papa, wir bleiben vorerst bei Röcken und Schals.

Ich habe schon immer gesagt, Bella hat die Hosen an.

Mein Lieblings-Schwiegersohn.

Amelia.

Sein einziger Schwiegersohn.

Du hast nicht gesagt, dass du kommst. - Ich wusste es nicht.

Wieso hast du euer Treffen nicht erwähnt? - Dazu war keine Zeit, oder?

Wir sind uns in London begegnet, direkt vor dem Ritz.

Wir hatten ein köstliches Lunch. - Außerordentlich nett.

Weil ich alles gezahlt habe.

Also...

Dies ist das fabelhafte Hotel, von dem ich so viel gehört habe.

Ich kann es kaum abwarten, dich herumzuführen.

Unfassbar, dass wir schon über drei Jahre geöffnet haben

und dich jetzt erst bei uns begrüßen dürfen.

Insbesondere, da doch alles mit Papas Geld bezahlt worden ist.

"Der freche Fuchs stibitzt die Henne."

Also dann heute Abend, ja?

Nein, Paola, ich kann es nicht einrichten.

Elisabetta, sagen Sie es ihr? - Was denn, Kindchen?

Sie muss mit mir und Bruno mitgehen, weil Bruno einen netten Freund hat.

Natürlich muss sie das.

Nein, ich muss mich um ihn kümmern.

Unsinn.

Salvatore und ich passen auf den kleinen Schatz auf.

Was sagst du, Tommy?

Komm her. Willst du einen von Tante Bettys Keksen?

Wenn du wirklich meinst. - Aber natürlich.

Amüsier dich ein bisschen. Man ist nur ein Mal jung.

Gern geschehen.

Unten auf der Terrasse ist es kühler, wenn du magst.

Die reden nur von der Börse. Da verschmore ich lieber hier oben.

Wenigstens ist es in deinem Zimmer angenehm kühl.

Vermutlich eher eiskalt. Wie so häufig in diesen uralten Gemäuern.

Weißt du, ich habe lange darüber nachgedacht,

wann wir uns eigentlich das letzte Mal gesehen haben.

Am Tag nach Ralphs Beerdigung, am 10. September 1923.

Großer Gott, das ist... Wie furchtbar unsensibel von mir.

Es tut mir sehr leid, Amelia...

Das muss es nicht. Sechs Jahre sind eine lange Zeit.

Aber du...

Du siehst wohl aus.

Und du siehst...

älter aus.

Und sogar ein wenig erschöpft, um ehrlich zu sein.

Wir hatten... einen furchtbar anstrengenden Sommer.

Ich war ständig auf den Beinen.

Ein Hotel zu führen, muss die Hölle sein.

Ich hätte dir schreiben sollen.

Von Briefen halte ich nicht viel. - Dann hätte ich dich besuchen sollen.

Als ich in England war, nach der furchtbaren Geschichte mit Rose.

Nicht nötig, weiter darüber zu reden. Das hier hat vor allem anderen Vorrang.

Das ist sonnenklar.

Jedenfalls vermute ich,

Papa wird dich viel häufiger sehen wollen, jetzt wo du die Frau eines Viscount bist.

Oh Gott, nicht das, bitte.

Er redet von nichts anderem mehr. - Wirklich?

Wie steht es denn so?

Zu Hause?

Ach,

Halifax ist die finsterste Grube der Unterwelt.

Und was ist mit dem Geschäft?

Darüber darf ich mit dir nicht reden.

Aber wieso denn nicht?

Tante Amelia!

Er sagte, darüber spricht er selbst mit dir.

Was für ein Vergnügen.

Du meine Güte, Schätzchen. Ein Vergnügen?

Ja, dich hier zu haben, mit dir zu reden.

Ein Vergnügen ist ein Glas Champagner,

kein Schwatz mit einer ältlichen verwitweten Tante.

Du bist doch nicht "ältlich".

Und in dieser Kleidung siehst du jünger aus als ich.

Weißt du, dazu braucht es nicht besonders viel.

Was ist aus der lebhaften, sorglosen jungen Frau geworden,

die den herrlichen Sommer mit in Paris war?

Sie ist langweilig geworden. Und farblos.

Und provinziell.

Du vergeudest deine besten Jahre in diesem muffigen Nest.

Das darf Mutter auf keinen Fall hören.

Nein, allen Ernstes, Schatz.

Sind hier keine schneidigen Männer, die der Mühe wert sein dürften?

Es gab einen.

Name und die wichtigsten Details, bitte.

Carlo.

Und wo ist dieser Carlo nun?

Es hat etwas gedauert, ehe ich merkte, dass ich ihn gern hatte.

Und wie ging es weiter? - Ich ließ es ihn natürlich wissen.

Er hat deine Gefühle nicht erwidert?

Ganz im Gegenteil.

Was ist dann passiert?

Das mit Rose ist passiert.

Das ganze Hin und Her mit London hat uns völlig überrollt.

Er wollte uns vorletzten Sommer besuchen,

aber es gab einen Todesfall in seiner Familie.

Ich glaube, es war ein Schwager. - Wie lästig.

Dann schrieb er, er wolle Ende der Saison kommen.

Aber zu dieser Zeit hatte ich zugesagt, mit Lottie zu Alfreds Eltern zu fahren.

Und seither?

George, George.

Es ist mir aus der Hand gerutscht.

Ist alles in Ordnung?

Es sind ja bloß ein paar Scherben. - Willst du dich nicht hinlegen, Papa?

Das ist eine gute Idee. Vielleicht ein Glas Wasser.

Schatz, vorsichtig. Heb das nicht auf.

Danke, Mäuschen.

Komm mit, Papa.

Ich freue mich über alle Maßen, dem Viscount und der Viscountess Heddon

für ihre Gastfreundschaft danken zu dürfen.

Ich hoffe nur, dass ich mich nicht allzu sehr blamiert habe.

Nein, nein.

Und dass ich eine Einladung nach Knaresbrook bekomme,

wenn Isabella endlich nach Hause zurückkehrt

und ihren Platz einnimmt.

Du bist der Erste auf unserer Liste, George.

Ich danke dir, Cecil.

Pass gut auf ihn auf.

Behandle mich nicht wie ein kleines Kind.

Was denn?

Was ist denn los?

Was ist das für ein Spiel, Cecil?

Wie meinst du das?

Ich werde nicht nach England zurückkehren

und mich noch viel weniger als Viscountess Heddon aufführen.

Das weiß ich.

Deswegen möchte ich dich um die Scheidung bitten.

Es ist vorbei, du hast es selbst gesagt.

Und ich meinte es auch.

Was hast du dann dagegen? - Ich sagte nicht, ich wäre dagegen.

Der Gedanke, nicht mehr mit dir verheiratet zu sein,

deinen Unsinn nicht ertragen zu müssen, ist verlockend.

Aber? - Aber...

Es ist ja nicht einfach nur: "Alles Gute, es war schön, leb wohl."

Es gibt einige Dinge zu bedenken. - Geld?

Meinen Vater, die Kinder.

Dein Vater ist ein Mann von Welt. - Dann ist da das Hotel.

Das sind nur Details. - Du hast gut reden.

Du hast dich bis jetzt ja noch kein bisschen darum gekümmert.

Falls du dich sorgst, was andere denken, keine Bange.

Eine Frau muss ständig in Sorge sein, was andere denken könnten.

Scheidungen sind normal heutzutage.

Vielleicht bei deinen Aristokratenfreunden.

Dazu wurde sogar ein Gesetz erlassen.

Aber nicht in Italien.

Stell dir vor, welchen Ärger Danioni machen würde.

Er sucht ständig nach einem Vorwand, das Hotel schließen zu lassen.

Ich dachte, Albani hätte das geregelt. - Er war seit zwei Jahren nicht hier.

Hör zu, hör zu.

Ich fahre eine Woche nach Florenz.

Das bedeutet, du hast Zeit zum Überlegen.

Mein Anwalt lässt dir den Vertrag zukommen.

Schau, was du davon hältst.

Du wirst nirgends hinfahren.

Was?

Vater freut sich, dass du da bist. Wie erkläre ich deine Abwesenheit?

Du wirst jetzt dein Gepäck holen

und deiner Freundin die schlechte Nachricht übermitteln.

Ich liebe Eiscreme. - Welche Sorte magst du am liebsten?

Schokolade, Schlagsahne. Kommt darauf an, wo es herkommt.

Paola. Komm her.

Wohin?

In Italien sagen wir "reggere il moccolo".

Wir sagen "den Anstandswauwau spielen".

Sie sagten nicht, dass Sie Englisch sprechen.

Sie haben mich nicht gefragt.

Dann raus damit. Wo haben Sie es gelernt?

In der Schule.

Das wird hier unterrichtet?

Die besten Chemielehrbücher sind auf Englisch.

Aber Paola sagt, Sie sprechen Italienisch?

Wie eine Dreijährige vielleicht.

Sie sagt, Sie sind sehr klug.

Das gefällt mir.

Das mit Edmund tut mir sehr leid.

Ich war deinem Bruder sehr zugetan.

Ja, er war dir auch sehr zugetan.

Er sagte, ich wäre verrückt, nur eine Nacht ohne dich zu verbringen.

Und...

diese Frau, mit der du gerade reist...

Willst du sie heiraten?

Das gehört zu meinem Plan, ja.

Sie heißt Nellie, falls es dich interessiert.

Eleanor Gibson-White. Sie ist die Tochter meines Börsenmaklers.

Dann ist sie also reich.

Ich würde sie anderenfalls nicht heiraten.

Ich habe wenig Gelegenheit, mich im Englischen zu üben.

Dann lohnt sich der Abend ja wenigstens.

Vielleicht wiederholen wir es, wenn ich verspreche,

Sie wie eine Dreijährige Italienisch sprechen zu lassen?

Am Samstag vielleicht, nach dem Mittagessen?

Es tut mir leid, ich denke nicht, dass Mrs. Ainsworth mir so oft freigibt.

Ich bedaure sehr, das zu hören.

Am Samstag. Sehen wir uns um zwölf?

Wieso hast du das gesagt?

Wieso wohl?

Ich bin deine Freundin, und Vito ist klug und attraktiv.

Und eines Tages wird er auch reich sein.

Die Frauen hier würden dafür sterben, dass er sie ansieht.

Aber er sieht dich an.

L'amour!

Nellieschatz, nun sei doch nicht so. - Komm mir nicht so, du Schuft.

Ich habe gesagt, es würde nicht einfach.

Und ich sagte, dass Nellie an erster Stelle steht.

Es ist nur eine Woche. Und du hast doch deine Cousine.

Du hast versprochen, mir Florenz zu zeigen, Cecil.

Du hast es hoch und heilig versprochen.

Ich habe versprochen, dass meine kleine Venus

in den Uffizien die Geburt ihrer Namenspatronin sehen wird.

Und das wirst du auch.

Mit Zelda allerdings.

Hör zu, ich bringe euch morgen nach Florenz,

ich warte, bis ihr in der Pension eingerichtet seid,

und dann eile ich hierher zurück und kümmere mich um das Geschäft.

Was ich über Kunst weiß, passt auf eine Zigarettenschachtel.

Zelda ist dort in ihrem Element.

Sie kann dich herumkommandieren, aus ihrem Reiseführer zitieren,

ohne dass ich alle fünf Minuten entnervt frage,

wann es endlich Lunch gibt.

Ich stoße in Rom wieder zu euch, versprochen.

Und bis dahin ist alles voll und ganz geklärt.

Ich denke, du solltest Buße tun.

Wie bitte?

Geh runter auf deine Knie und bitte mich um Verzeihung.

Und nenne mich Lady Heddon, wenn du dort unten bist.

Ich knie vor niemandem.

Und ich tue ganz sicher keine Buße.

Aber ich werde es wiedergutmachen.

Antonio.

Siehst du die Dame mit dem Hut auf der Treppe?

Finde heraus, wohin sie geht. Antonio?

Sei vorsichtig, dass man dich nicht bemerkt.

Pass auf.

Was tust du hier? - Ich muss dir etwas erzählen.

Gestern Morgen sagtest du, es wäre zu riskant.

Niemand ist mir gefolgt. Ich war vorsichtig. Es ist wichtig.

Sage es mir.

Cecil ist wieder da.

Im Hotel? - Ja, aus heiterem Himmel.

Hätte er nicht vorher schreiben sollen?

Ich weiß, aber er hält sich nie an Vereinbarungen.

Und was will er?

Er hat die Scheidung verlangt.

Das sind wunderbare Nachrichten.

Findest du?

Du bist anderer Meinung?

Es könnte eine Menge Probleme für mich und für das Hotel bedeuten.

Oh, da ist ein...

Stehenbleiben!

Bleib stehen!

Warum soll er mir und meiner Klientin nachspionieren?

Ihrer Klientin?

Ja, Mrs. Ainsworth.

Wir haben neue Arbeiten an ihrem Hotel besprochen.

Dann arbeiten Sie ohne Lizenz.

Nein, meine Berufszulassung ist nicht erloschen.

Ach ja? - Ja.

Ob sie erloschen ist oder nicht, entscheide ich.

Kommen Sie am Donnerstagmorgen um 10 Uhr in mein Büro.

Dann werden wir sehen.

Ja, herein.

Schön, du bist noch auf.

Was ist das denn?

Nur eine Fotografie.

Das sind Amelia und ich, als wir klein waren.

Ist das deine Mutter? - Ja.

Deine Großmutter.

Wolltest du es verstecken?

Ist etwas Besonderes, Schatz?

Ja, also...

Ich wollte fragen, ob Daddy irgendetwas gesagt hat,

warum er jetzt wieder hier ist.

Ach, das ist ein wenig kompliziert.

Das hört sich gar nicht gut an.

Mutter?

Dein Vater...

ist zu einer... nein.

Dein Vater ist der Meinung,

es wäre vielleicht eine gute Idee, wenn...

wenn wir uns scheiden lassen würden.

Er will die Scheidung? - Ja.

Aber Alice, Liebes, das kommt ja nicht überraschend.

Wir sind so gut wie getrennt. - Ich dachte, ihr versucht es wieder.

Viele lassen sich heute scheiden. - Ich kenne niemanden.

Ich habe noch nicht zugestimmt. - Aber wenn?

Das wird nicht so schnell gehen. Darüber müssen wir uns jetzt nicht sorgen.

Es wird einen furchtbaren Skandal geben. - Schätzchen.

Das Hotel kann sich keinen Skandal leisten.

Mutter! Ich kann mir keinen Skandal leisten!

Aber natürlich nicht... Natürlich kannst du das nicht.

Wie wär's mit Lunch in dieser kleinen Trattoria?

Gleich hinter dem Strand, in der Paraggi-Bucht.

Wo man uns diese spinnenartigen Tintendinger serviert hat?

Calamari. Die könnte dein Großvater mögen.

Ich unterbreche nur ungern, aber ich muss leider nach Genua.

Das ist ja schade.

Ich würde dich gern mitnehmen, aber es geht um langweilige Geschäfte.

Ich treffe meinen Börsenmakler. - Das macht mir nichts.

Es tut mir leid, alter Knabe, eine private Sache.

Nun, das Hoteltelefon steht dir jederzeit zur Verfügung.

Für New York?

Nur die Verbindung dauert den halben Tag.

Hast du dort drüben Geld investiert?

Ein paar Geschäfte in Detroit, ja.

Macht Sinn, auf der anderen Seite des Teichs zu investieren.

Ist das nicht riskant?

Riskant? Bitte.

Die New Yorker Börse hat ihre Kurse in den letzten zehn Jahren verfünffacht.

Wir machen da den großen Reibach.

Hast du dort auch investiert, Papa? - Ich spiele ein wenig mit, ja.

Daddy, darf ich mit nach Genua?

Von mir aus gern, Püppchen.

Vielleicht würde Tante Amelia ja auch mitkommen wollen.

Ich würde deinen Modegeschmack gern ungeniert ausnutzen

und ein paar Dinge kaufen.

Nur keine falsche Scham. - Ich bringe mein Scheckheft mit.

Vielleicht kaufen wir sogar ein Paar Hosen.

Danke sehr.

Scheußlich.

Nein.

Nun kommen wir der Sache schon näher.

Findest du nicht, ich sehe darin zu verfügbar aus?

Offen gesagt, Kleines: je verfügbarer, desto besser.

Carlo.

Alice.

Was machen Sie denn hier?

Dasselbe wie Sie offensichtlich.

Sie sehen so...

Und Sie sehen genau wie damals aus.

Es ist furchtbar lange her.

Ja, ich weiß,

ich hätte schreiben sollen.

Darf ich vorstellen? Die Contessa di Mazzi.

Mrs. Mays-Smith und...

Amelia Jackson. - Sehr erfreut.

Ah ja, Amelia, das ist Conte Carlo Albani,

Mutters Geschäftspartner und einer unserer Lieblingsgäste im Hotel.

Oder zumindest war er es früher.

Carlo, wir müssen weiter.

Wir sind zum Lunch verabredet, es tut mir sehr leid.

Meine Mutter wird überaus traurig sein, dass sie Sie nicht gesehen hat.

Und ich, dass ich sie nicht gesehen habe.

Du hast recht. Carlo ist tatsächlich schneidig.

Und ich bin offenbar nicht die Einzige, die das findet.

Ah, Geoffrey, alter Knabe. - Hallo, Cecil.

Keine Zeit, wichtiger Anruf.

Guten Morgen. - Schönen guten Morgen.

Hallo?

Randall, sind Sie das? - Soweit ich weiß. Wie ist Italien?

Ach, Sie wissen ja, sonnig und voller Italiener.

Und New York?

Nicht so sonnig und voller Italiener.

Ist Nellie bei Ihnen?

Nein, ich habe sie nach Florenz vorausgeschickt,

Zelda passt auf sie auf.

Gnade Gott den Einheimischen.

Hören Sie, ich komme lieber gleich zur Sache.

Ich möchte, dass Sie 100.000 Pfund von meinen Aktien flüssig machen.

Ist das ein Problem?

Kein Problem, ich würde nur zu diesem Zeitpunkt davon abraten.

Ach ja?

Wieso das?

Der Markt geht hoch und runter.

Wie eine Zwei-Dollar-Hure.

Ich habe keine Wahl, ich benötige das Geld für die Scheidung.

Hat Ihre Frau zugestimmt?

Sie bewegt sich in diese Richtung, ja.

Haben Sie das, worum ich Sie gebeten habe?

Ich arbeite daran.

Ich bin wohl etwas eingedöst.

Papa, wieso legst du dich nicht ins Bett, wenn du müde bist?

Nur kein Aufwand, Liebes.

Ich bin völlig zufrieden. Ich rufe, falls etwas sein sollte.

Na schön.

Papa.

Ich hoffe, du weißt, was du tust, wenn du bei Cecil investierst.

Was geht dich denn das an? - Gar nichts, es ist nur...

Er hat nicht die glücklichste Hand bei Geld.

Sehe ich aus, als bräuchte ich Ratschläge?

Vielleicht ja, wenn du dich in Geldsachen auf ihn verlässt.

Steck deine Nase nicht in diese Angelegenheiten!

Es tut mir leid, Liebling. Verzeih mir.

Aber hör mal,

ich bin bisher ganz gut allein zurechtgekommen.

Natürlich, ja.

Du musstest dir nie über so was dein Köpfchen zerbrechen.

Und jetzt bist du auch noch eine feine Lady mit einem Titel.

Ich gehe dann mal, Vater.

Isabella?

Klopf, klopf.

Cecil, ich arbeite gerade.

Nun, ich habe ein Geschenk für dich.

Es ist...

Es ist aus dem Geniale.

Komm, sieh es dir an.

Sie verkaufen es immer noch.

Nach all den Jahren.

Was willst du?

Ich frage mich, ob du schon nachgedacht hast über...

die eidesstattliche Erklärung, die ich von dir brauche.

Über die wir gesprochen haben. - Eigentlich nicht.

Ich weiß gar nicht, was da drinstehen soll.

Ein Eingeständnis des Ehebruchs.

Von dir. Mit einer bestimmten Person an einem bestimmten Datum.

Jenkins war sehr bestimmt bei diesem Thema.

Du hast mit deinem Anwalt darüber geredet?

Selbstverständlich. - Ohne es mir vorher zu sagen?

Großer Gott, werde erwachsen. Willst du mir erzählen, du hast es nicht?

Ich habe was nicht?

Ehebruch begangen, natürlich.

Willst du behaupten, du hast es nicht getan?

Hör zu, es tut mir leid. In Ordnung?

Aber es geht vor Gericht wohl nicht anders durch.

Cecil, wieso muss ausgerechnet ich es sein?

Weil Nellies Vater nie erlaubt, dass sie einen Ehebrecher heiratet.

Ohne sein Einverständnis fließt kein Geld, für keinen von uns.

Aber würde ich öffentlich bloßgestellt, wäre mein Ruf ruiniert.

Niemand würde mehr das Hotel besuchen. - Das ist doch lächerlich.

Hier in Italien bist du doch vor jedem Skandal sicher.

Aber vor Danioni bin ich nicht sicher.

Herrgott noch mal, Bella. Es geht hier um 100.000 Pfund.

Dafür kannst du dir einen neuen Ruf und ein neues Hotel kaufen.

Cecil, nach allem, was du mir angetan hast...

Ich? - Ja.

...denkst du, ich sollte die Schuld auf mich nehmen?

Frei heraus, ja, das denke ich.

Raus hier!

Signore.

Sie müssen bitte mitkommen.

Entschuldigung. Mitkommen wohin?

Ich denke, eher nicht.

Signore Ainsworth.

Was für eine unerwartete Freude.

Es ist weder eine Freude, noch kommt sie unerwartet,

und für Sie bin ich immer noch Lord Heddon.

Möchten Seine Lordschaft eine Zigarre? Aus Kuba, eine sehr gute.

Und wäre sie auf den Schenkeln der Jungfrau Maria gerollt worden,

von Ihnen nehme ich nichts mehr an.

Was ist mit Farrino passiert?

Lassen Sie uns sagen, seine Zeit hier fand ein Ende.

Dann sind Sie jetzt also der Boss aller Bosse.

Der Bevollmächtigte der West Side Gang, in Italien und im Kirchenstaat.

Ihr bescheidener Beauftragter, ja.

Verstehe.

Und Ihr Duce hier? Der ist damit einverstanden?

Ja. Ich bleibe der Sekretär der hiesigen patriotischen Partei.

Also,

wieso haben Ihre Gorillas mich hier reingezerrt, Danioni?

Welche Wahl hätte ich denn gehabt? Sie gehen ja nie ans Telefon.

So verhält man sich nicht als Freund.

Wir sind Geschäftspartner und keine Freunde, wissen Sie noch?

Wenn Sie mir irgendetwas zu sagen haben, dann klären Sie das über meinen Anwalt.

Einen Moment noch.

Ich glaube nicht, dass Sie wollen, dass Ihr Anwalt die hier sieht.

Wo haben Sie die her?

Wir sollten in Zukunft den Gewinn aus dem Whiskey-Geschäft anders aufteilen.

Zugunsten Ihrer Auftraggeber in Detroit.

Nein.

Zugunsten meiner eigenen Person.

Sie sind ja mächtig überzeugt von sich.

Nicht überzeugter als Sie von sich.

Wie viel wollen Sie?

Andrea.

Sie laden mich in das englische Hotel ein, dort besprechen wir alle Einzelheiten.

Nein, nein, behalten Sie die. Ich habe noch mehr.

Nehmen Sie.

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