All language subtitles for Arne Dahl_ Ungeschoren

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Original subtitles

(sanfte Klänge)

Ach, danke.

Du ... du bist 'ne Liebe.

Aber Schätzchen, was ist denn los?

(Wahltöne eines Telefons)

(Alarmton)

(Alarmton)

Elzbieta? Könntest du bitte zu Margareta gehen?

Sie drückt dauernd den Alarmknopf.

(Elzbieta) Ja.

(Alarmton, Elzbieta seufzt.)

(Spitzer Schrei)

(sanfte melancholische Popmusik)

(Sie atmet hektisch.)

(Schmerzenslaute)

(Stöhnen)

(Wecker klingelt.)

Scheiß Uhr.

(hitzig) Lass doch jetzt.

(Er stöhnt.)

(Wecker verstummt.)

Hej. Hallo.

(hektisches Stöhnen)

(Junge) Guten Morgen. - Hallo.

Ich geh dann. - Okay.

Wir sehen uns heute Abend. Das Geld liegt auf dem Küchentisch.

Okay. Bis nachher. - Küsschen.

Tschüss, Paul.

Ist dir das jetzt peinlich? - (gedämpfte Stimme) Ziemlich.

(Sie lacht.)

(Sie seufzt.)

(Türklingel)

Kerstin Holm? - Ja?

Frank Albrekt, der neue Hauptkommissar.

Wir kennen uns noch nicht. - Nein.

Äh ... Gebäck? - Ja.

(schmunzelnd) Kaffee?

Sie fragen sich sicher, was das hier soll.

Allerdings.

Ist Anders der Name Ihres Sohnes?

Ja. So heißt er.

Gut, Kerstin. Ich möchte, dass Sie die A-Gruppe wieder zusammentrommeln.

Was? Ich?

Ja. Hultin ist auf Rente.

Ich warte schon länger auf eine Gelegenheit,

das Team zusammenzubringen. Mit Ihnen als Leiterin.

Sie haben von dem polnischen Staatsbesuch nächste Woche gehört?

Ja, nebenbei im Radio. Es arbeiten viele Polen in Schweden.

Sicher. Aber hier geht's um was anderes:

Es geht um einen Mafiaprozess in Posen.

Okay. - Es wurden zwei Zeugen ermordet.

Hier in Schweden.

Hier. Sie wurden in einem Waschsalon in Lulea erschossen.

Alle Hauptzeugen gegen die Typen

verstecken sich hier in Schweden.

Danke. Gute Nacht.

(Albrekt) Das hier ist Elzbieta Tomczyk.

Eine sehr beliebte polnische Kranken- schwester, wie ich gehört habe.

Sie hat in einem Altenheim in Lidingö gearbeitet.

(Sie erschreckt sich.)

Wir haben sie gestern in Solna gefunden. Erstochen.

(Schrei)

(Kameraauslöser)

(Gespräche im Hintergrund)

(Albrekt) Es halten sich noch zwei weitere Kronzeugen in Schweden auf.

Ich möchte, dass Sie sie finden, bevor die Mafia sie findet.

(spannende Klänge)

Aha, und wieso ich?

Ehrlich gesagt dachte ich eher an Paul Hjelm,

aber der leitet jetzt die Revision.

(verwundert) Paul.

(Der Aufzug klingelt.)

(spannende Klänge)

Bitte sehr.

Kann ich Ihnen helfen?

Suchen Sie jemanden?

Halt, ja. Wo soll's hingehen?

Zu wem wollen Sie? Hallo?

(Sie schreit.)

Sorry! - Vorsicht!

Helft mir! Helft mir!

Er hat eine Pistole. - Ganz ruhig.

Er da! Er will mich erschießen. Helft mir.

Warten Sie im Auto, okay? - Bitte.

Setzen Sie sich da rein, okay?

Beruhigen Sie sich und bleiben Sie hier sitzen.

Bewaffneter Mann im St. Göran. Wir gehen rein.

Ich habe ein Budget für sechs Planstellen.

Das alte Team wird von allen laufenden Ermittlungen freigestellt.

Na ja, außer Hjelm natürlich.

Und Norlander. Der ist jetzt in Göteborg.

Ich habe noch zusätzliche Mittel für ein weiteres Mitglied beantragt.

Aha.

Ida Jankowicz von der Polizeiakademie.

Haben wir überhaupt Zeit für Anwärter?

(Albrekt) Klassenbeste auf der Dolmetscherschule in Uppsala.

Spricht mindestens zehn Sprachen. Auch Polnisch.

Sie hätte 'ne Chance verdient, Kerstin.

* gedämpfte Funksprüche aus dem Auto. *

Wo ist sie denn hin?

Oh. Hallo! - Ja?

Ida. Jankowicz.

Frank hat gesagt, ich kann in Ihrem Büro warten.

Okay. - Mhm.

Kerstin Holm.

Sie und der Hauptkommissar duzen sich bereits?

Äh, ja, ja. Er war mein Mentor auf der Polizeiakademie.

Ah.

Der Rest des Teams sollte erst um elf kommen.

Die Zeit könnten wir ...

Sie haben mich für 13 Uhr in die polnische Botschaft bestellt.

Äh ... gehen Sie da nicht auch mit?

Ja, aber dass Sie gehen, war mir neu. - Doch, war Franks Idee.

Vielleicht könnten Sie mir was über die andern im Team erzählen.

Dann steh ich nicht so blöd da.

Sehr gern.

Arto Söderstedt, Analyst und Theoretiker.

Früher mal Strafverteidiger in Helsinki.

(Handy piept.)

Er ist bei uns sowas wie der Querdenker.

Gunnar Nyberg, wahrscheinlich Schwedens stärkster Polizist.

(Verkehrslärm)

Er macht Informanten ausfindig.

(Handy piept.)

Sogar die, die noch nicht wissen, dass sie Informanten sind.

Sara Svenhagen weiß alles über Kindesmissbrauch, Menschenhandel

und Prostitution.

(Handy piept.)

Oh!

Das ist ihr Mann, Jorge Chavez.

Was er nicht über das Hacken von Computern weiß,

muss man auch nicht wissen.

Jorge!

Ja!

Und, ähm... Sie, Kerstin?

Worin sind Sie gut? - Werden Sie schon sehen.

Na gut.

(Straßenlärm)

Entschuldigung, darf ich Sie was fragen?

Wenn man eine Vermisstenmeldung aufgeben will, wo muss man hin?

Sie müssen zur Anmeldung. Die helfen Ihnen mit den Formularen.

Sind Sie auch 'n Bulle? - So 'ne Art.

Können Sie das nicht regeln?

Es geht um meinen Ex, Anders Jansson. - Ja, aber ich bin spät dran.

Gehen Sie zur Anmeldung, die helfen Ihnen ganz sicher.

Okay? Alles Gute.

Der Hauptkommissar hat mich gebeten, die A-Gruppe zu reaktivieren.

Zumindest vorübergehend. - Und wieso?

Es geht um einen politisch sehr verworrenen Fall.

Polnische Bürger, die in Schweden ermordet werden.

Ist was für die Mordkommission. - Weniger.

Es geht um Kronzeugen in einem Mafiaprozess.

Aber hallo! Pünktlich wie immer.

Ja, hej! Alles klar? Lange her.

(Sara) Allerdings. - Na, du.

Schön, dass du da bist, Gunnar.

Arto. - Hi.

Kein Viggo? - Nein. Und auch kein Paul.

(Kerstin) Nein. Willkommen im neuen Zuhause.

Und willkommen in der neuen Kommandozentrale.

Wenn wir gut sind, könnte das was Dauerhaftes werden.

Gerne. - Und wer ist Sie?

Ah. Ida Jankowicz. Ein Neuzugang für unsere Einheit.

Studentin? - Lass es einfach.

Und wie nennen wir dich?

Janko? - Ida.

Also Janko. - Hör auf jetzt.

(Kaugeräusche)

Morgen. - (Frau) Guten Morgen.

Wo ist Karin?

Hat gekündigt.

Selber. Fristlos.

Sie hat gesagt, sie hört erst im Oktober auf.

Fragen Sie die Personalabteilung.

Die wollten mit Ihnen reden. - Und wer sind Sie?

Vertretungssekretärin, bis eine neue da ist.

Lotta Björck, ich war beim Nachrichtendienst.

Aha. Na herzlich willkommen.

Was sagt man denn zu so einem Büro?

Wieso? - So ein Schweinestall.

Wir sitzen schon ein bisschen im selben Boot, oder?

Ich verstehe nicht.

Mein letzter Chef hielt lange durch, aber jetzt ist er ausgebrannt.

Erschöpfungssyndrom, das klingt doch viel positiver.

Ausgebrannt klingt so nach ausgelöscht.

Als ob man nie wieder brennen würde.

Brennen Sie, Paul Hjelm?

Wer? Ich? - Hm?

Ja. Nein. Ich weiß nicht.

Hauptsache, Sie werden nicht depressiv, das mag ich nicht.

Und ich mag keine Vorgesetzten, die mich betatschen und anflirten.

Okay. - Wir kommen bestimmt gut klar.

Was ist das hier?

Offene Fälle. - Ja.

(Telefonklingeln)

Na dann.

Abteilung für Innere Ermittlungen, Lotta Björck?

Ja, er ist grad reingekommen, aber ich habe nicht den Eindruck,

dass er schon jemanden sprechen will.

Er hat sich ein bisschen verspätet.

(düstere Klänge)

(Arto) Bei all diesen Frauen handelt es sich also

um medizinisches Fachpersonal aus Posen in Polen.

Und sie alle wurden von der polnischen Mafia gezwungen,

bei ihren Patienten den Sterbehilfeprozess zu beschleunigen,

wenn ich das so sagen darf.

Sie haben also alte und kranke Menschen

mithilfe von Injektionen hingerichtet.

Um es kurz zu machen: Die polnische Mafia

kontrolliert dort seit einigen Jahren die Beerdigungsbranche.

Das hat sich für sie als sehr lukrativer Geschäftszweig erwiesen.

Jetzt wollen die Behörden, dass das Gesetz geändert wird

und alle Zuschüsse einstellen.

Aber bevor es dazu kommt, erhofft sich die polnische Mafia

noch höhere Profite.

Indem sie so viele abmurksen wie möglich. Echt genial.

(Paul) Nette Geschäftsidee.

Die Krankenschwestern wurden verhaftet oder flohen nach Schweden.

Die polnische Justiz hat Strafmilderung zugesagt,

wenn sie aussagen. - Wir reden von Mörderinnen.

(Gunnar) Sie haben Menschen auf dem Gewissen.

Ja, das stimmt, aber sie wurden gezwungen, das zu tun.

Tja, wie dem auch sei.

Sie verstecken sich vor der Polizei und vor der Mafia.

Und wir sollen die zwei finden, bevor der Killer es tut.

(Arto) Ana Garbarek und Jadwiga Zalewska.

(Handy klingelt.)

(Arto) Elzbieta Tomczyk hat also in einem Altersheim

in Lidingö gearbeitet.

Ihrem Dienstplan zufolge wäre ihre Schicht bis vier Uhr früh gegangen.

Aber nach einer Rauchpause um neun hat sie niemand mehr gesehen.

Das Nächste, dass wir von ihr wissen,

ist, dass sie tot in Solna aufgefunden wurde.

(Arto) Ihre Post geht an ein Wohnheim in Södermalm.

Aber so wie es aussieht, war sie da schon eine Weile nicht mehr.

Vielleicht hatte sie einen Freund in Solna.

Wer hat sie gefunden? - (Kerstin) Ein Mann mit Hund.

Wie üblich, hm?

Gunnar, du fährst zum Altersheim in dem sie arbeitete.

Jorge, ihr Handy und ihr Portemonnaie.

Die SMSen hatte ich schon durchgelesen.

Ah, auch die polnischen, ja?

Ja, mein Vater ist Pole, also ... ja.

Sie hat Drohungen von polnischen Handys bekommen,

aber die lassen sich nicht zurückverfolgen.

Sie war als Kontakt auf dem Handy von einer der Toten in Lulea.

Verschaffst du uns einen Überblick

über Elzbietas Zeit in Schweden? - Ja.

Jorge, du recherchierst alle Handynummern, die drauf sind.

Ida wird dir helfen. Checkt die sozialen Medien, die Emailkonten.

Wir lösen den Fall, sauber und schnell.

Ah, Kerstin Holm.

Ehm ... hallo!

Bengt! - Ja, ist wirklich lange her.

Aber man sieht's dir überhaupt nicht an.

Dachte, du sagst jetzt dasselbe zu mir.

Na, was jetzt? - Dein Bart ist ja verschwunden.

Doch, sieht toll aus, es schmeichelt dir sehr.

Du bist jetzt der neue Direktor, ich lese die Personalmeldungen.

Und du leitest jetzt die A-Gruppe?

Ich muss jetzt los.

Ehrlich, ich muss zur polnischen Botschaft.

Ah ja, die eine ...

... polnische Frau, die ihr uns geklaut habt.

Da stehen wir ja so gar nicht drauf.

Das war ein Geschenk von Frank Albrekt.

Weißt du was, ihr könnt von uns alle polnischen Frauen übernehmen,

glaub es mir.

Wär kein Problem. - Schon leicht makaber.

Bin ich immer.

(sie) Mhm.

Sind Sie denn noch mit Anders Jansson zusammen?

Nein. - Nein.

Wissen Sie, sie ist jetzt clean und hat sich auch von Anders getrennt.

Und wohnt jetzt bei mir. - (Frau) Ah, sehr gut.

Na, erstmal. - Ja, klingt wirklich gut.

Sie wissen ja sicher, dass da eine ganze Menge Leute mitentscheiden,

welche Behandlung die beste für Jeanette ist.

Und Sie wissen, wie schwer es ist, clean zu bleiben.

Sie braucht die Hilfe sofort.

(Sie seufzt.)

Okay, wir sollten gleich einen neuen Termin ausmachen.

Für morgen. Dann haben Sie ja wohl schon den Behandlungsplan.

Und dann ... Ich hab um eins Mittag, würde das passen?

Hallo zusammen.

Zwei Monate Überwachungsbilder aus dem Altersheim. Hat jemand Lust?

(Sara) Noch was?

Ja, fünf Kollegen von Elzbieta sagen,

dass oft ein Kerl am Eingang auf sie gewartet hat.

(Sara) Und?

Soll so 55, 60 sein. Mittelgroß, etwas dicklich.

Er soll 'ne Brille tragen und die Haare halblang haben.

Gunnar, komm mal rum, sieh dir das an.

Hier kommt Elzbieta nach Schweden.

Am ersten Juni. - (Gunnar) Mhm.

Am dritten Juni hat sie gleich einen Sprachkurs belegt.

Knapp einen Monat später fängt sie an im Altersheim zu arbeiten.

Im Ängsklockan in Lidingö.

Aber dann ... wird sie hier ermordet.

In Solna.

Und da ist so 'ne Art Bushaltestelle.

Denke mal, sie war auf dem Heimweg.

Vielleicht wohnt der Kerl in Solna.

Ja, kann sein.

Vielleicht ist der Kerl ja auf den Überwachungsbildern.

Gern. Fang!

Sehr geehrte Frau Botschafterin.

Wir wissen Ihre Hilfe sehr zu schätzen.

Das ist Kerstin Holm.

Sie ist die Leiterin unserer Sondereinheit.

(Kerstin) Hallo. - Dobrowolska.

Und Ida Jankowicz. - Ida.

Freut mich sehr.

Ich habe hier eine Akte von Ihren Kollegen aus Poznan.

Es geht um diese Organisation, mit der Sie zu tun haben.

Es ist natürlich vertraulich und leider ist das meiste auf Polnisch.

Ich werd mir Mühe geben.

Bist du wegen irgendwas sauer?

Vögelst du auch mit ihm? - Was?

Könnte man denken, so wie du dich an Frank ranhängst.

Natürlich nicht, er könnte mein Opa sein!

Ist das ein Problem für jemanden, der nach oben will? Das willst du doch.

Ich versuche nur, gute Arbeit zu machen und freundlich zu sein.

Vielleicht bist du weniger freundlich und dafür professioneller.

Oh, hej. - Hej.

Hu! Dein Büro ist ja größer als meins.

(lachend) Ach, ja?

Ein Polizeibericht.

Waffenvorfall im St.-Göran-Krankenhaus.

Ja, ich hab's im Ticker gelesen. - Mhm.

Ist das was für uns?

Der Polizist denkt, es waren Polen. - Denkt er?

Er war sich nicht ganz sicher, da liegt ein ...

... so ein USB Stick mit 'nem Überwachungsfilm.

Gut, danke. - Ah, sieh an.

Deiner?

Ja, Anders.

Sieht nett aus.

Und kommt nach dir.

Wie geht's Nina? - Ganz gut, glaube ich.

Wir sind geschieden.

Das hab ich gar nicht gewusst.

Schade, hm? - Nein, es ...

... ist nicht schade.

Und du? Verheiratet? - Nein.

Komm. - War sonst noch was?

Aha, du wirst immer noch rot, wenn dir jemand was Nettes sagt.

Das war also nett. - Sag mal ...

... gehen wir zwei einen Kaffee trinken?

Äh. - Heute Abend? Okay?

Ich hab eigentlich ziemlich viel zu tun.

Okay, dann morgen?

Es ist gerade keine gute Zeit zum Kaffeetrinken gehen.

Gut.

(Bustür schließt sich.)

(sanfte Klänge)

Hi.

Alles gut?

Was tust du? - Ich seh mir Fotos an.

Wieso?

Weil er mir fehlt.

Und was genau fehlt dir an ihm.

Scheiß drauf.

Tut mir leid.

Entschuldigung.

Du bist zu nett zu mir, weißt du.

Ach. - Doch, sieh mich doch an.

Du sollst 'ne Freundin haben, 'ne Familie, Kinder und 'n Haus.

Das ganze Paket. Kümmer dich nicht so viel um mich.

Du hast dich um mich gekümmert, als wir klein waren.

Ich will jetzt nicht drüber reden.

Wir sind Familie.

(Das Kind schreit.)

Kannst du dich wieder hinlegen?

Ja.

(Jorge) Ist ja gut, Süße.

Alles gut, Schatz.

Herrgott, das dauert ja ewig, bis die Kleine schläft.

Wie lange hat's gedauert?

So etwa anderthalb Stunden. - Scheiße. Was machst du?

Ich seh mir zwei Monate Überwachungsvideos

aus 'nem Altersheim an.

Ach so, ich wollte jetzt los. - Was, wohin denn?

Ich geh weg mit Paul. - Nein, das machst du nicht.

Doch, du warst gestern einverstanden.

Scheiße, hab ich vergessen.

Aber du bringst sie morgen in den Kindergarten.

Ja, ist doch klar, wir trinken nur ein paar Bier.

Warte nur, bis Isabel 15 ist und dir "Fuck off" ins Gesicht brüllt,

dir sagt, dass sie deine Lache nicht abkann, du widerlich kaust

und am besten abhauen sollst.

Hörst du sowas von Tova? - Na sicher.

Sie sagt, ich bin ein erbärmlicher alter Sack,

der sich aufführt, als wären wir noch im 20. Jahrhundert.

(Handy vibriert.)

(Barmusik)

Wie läuft's so.

Na ja, was soll ich sagen.

Frisch geschieden, wohne in 'ner Einzimmerwohnung,

mein erster selbst gekaufter Anzug.

Ah ja. Ich meine auf der Arbeit.

Ganz gut, ganz gut. Läuft.

Wie ist es, gegen Bullen zu ermitteln?

Ich denke, das ist einer der allerwichtigsten Jobs,

die du bei der Polizei machen kannst.

Was? Du machst Witze. - Nein, ist mein Ernst.

Du hattest auch deine Dinger zu laufen.

Das ist jetzt egal.

Ich finde es inzwischen verdammt wichtig,

für Ethik und Moral bei der Polizei zu sorgen.

Weg mit den Arschlöchern.

Eigentlich bin ich froh, dass du das machst und kein anderer ...

Danke.

... der für Geld Kollegen ans Messer liefert.

(düstere Klänge)

Ach, scheiße!

Wir haben uns lange nicht gesehen.

Äh.

Hör zu ... Das letzte Mal war nicht gut für mich.

Okay.

Ich werde ein paar Tage hierbleiben müssen.

Wieso?

Na klar, hab damit nur nicht gerechnet.

Man ist nicht immer auf alles vorbereitet.

(Jorge) Du kennst das ja alles.

Oder auch nicht, weil sich Cilla um eure Kinder gekümmert hat,

als sie klein waren.

Na ja, weißt ja wie es ist, Sex steht ganz unten auf der Liste.

Hör mal zu, Jorge.

Du darfst nicht den gleichen Fehler machen wie ich.

Kümmer dich um deine Familie.

Mach ich doch.

(Handy vibriert.)

Wer war das?

Ach, Tova.

Ja, ja, klar.

Jetzt hör auf mit dem Scheiß, sag, wer's war.

Du sitzt doch nicht da und simst dir was mit deiner Tochter. Wer war es?

Okay.

Es ist deine Chefin, die ich gerade bumse.

Du weißt doch, wir Chefs müssen zusammenhalten.

Ist das jetzt so undenkbar?

Nein. - Na siehst du.

(Er lacht.)

Und wie lange geht das jetzt schon mit euch?

'ne Weile.

Und seid ihr ein Paar? - Nein, nein, es ist nur ...

Na ja ... Wir sehen uns hin und wieder mal.

Und jetzt mal ganz im Ernst, kein Wort darüber zu Sara.

Nein, nein, keine Sorge.

Hau rein. - Tschau.

(Barkeeper) Die Rechnung? - Ach, ja, genau.

War das alles zusammen?

Hey, hey, hey, hey, hört auf damit.

Eure Gehirne sind noch im Wachstum, das ist nicht so gut.

Scheiße, wer bist du? - Jorge Chavez, Polizei.

Ihr seid minderjährig und das ist illegaler Drogenbesitz. Bamm!

Dazu haben Sie kein Recht, Mann. - Wie bitte?

Dazu haben Sie kein Recht.

Hör zu, gib mir einfach den Joint,

du wirst mir später dankbar sein.

Wisst ihr, was ihr tun solltet? Ihr solltet nach Hause gehen und lernen!

Das Leben wird nicht immer einfach sein.

Erst schlechter Sex, dann Krebs, Arbeitslosigkeit, das ganze Paket.

Leute, Leute ...

Was war denn das für einer?

* gedämpfter Jazz aus den Kopfhörern *

(Er kichert.)

(ruhige Musik)

(Handyklingeln)

(spannende Klänge)

Ach du Scheiße!

(Handyklingeln)

(spannende Klänge)

(Das Handy klingelt weiter.)

(Er stöhnt.)

Igitt! Du stinkst nach Bier!

Und Pfefferminz.

Habt ihr die Bar leer gesoffen? - Irgendwie ja.

Paul vögelt Kerstin.

Was? Ist nicht wahr!

Doch, doch, doch! - Was?

Paul und Kerstin vögeln miteinander. Wirklich!

Also noch mal: Sie haben eine sexuelle Beziehung miteinander.

Das heißt, er penetriert sie ...

Ich hab dich vermisst.

(Sie stöhnen.)

(Paul) Nehmen Sie Platz!

Um was geht es?

Wir möchten Anzeige erstatten. Besser gesagt, mein Sohn.

Gegen einen Polizisten.

Er hat das Gras geraucht, das er beschlagnahmt hat.

Und es war dein Gras? - Nein, das von einem Freund.

Und wie heißt der Freund? - Aber das tut doch nichts zur Sache.

Drogenbesitz ist eine Straftat. - Darum geht es hier aber nicht,

sondern darum, dass sich ein paar Jugendliche im Park treffen,

ein betrunkener Bulle seine Marke zückt, das Gras klaut,

damit abhaut und es selber raucht. Das ist nicht mehr okay.

So, wie Sie das darstellen, würde ich Ihnen glatt zustimmen.

Er hat dir seine Marke gezeigt? Weißt du noch seinen Namen?

Chavez, oder so.

Und der Vorname? - Weiß nicht mehr.

(Vater) Aber das sollte man ja wohl rauskriegen können.

Du hast auch gesehen, dass er das Zeug geraucht hat?

Ja, auf einer Parkbank. Wir sind ihm gefolgt.

Kann das noch irgendjemand bestätigen?

Los, mach, zeig ihm das Handy!

(unheilvolle Klänge)

(Er stöhnt.)

Hej! - Hej.

Danke für gestern.

Hast du was auf den Videos entdeckt?

Ich denke, ich hab den Kerl gefunden.

Ich hab ein Foto ausgedruckt.

(Handyklingeln)

Ja, Chavez.

Ja, hallo, Kerstin, hi.

Auf jeden Fall, ja.

Das ist jetzt ein Witz, oder?

Na gut, wir versuchen es. Ich weiß. Ja. So machen wir's. Tschüss!

Was ist los?

Wir fliegen um 10.25 Uhr nach Lulea,

wir haben ein Meeting mit der Polizei da.

Geschieht dir recht.

Das sind Mitglieder der Mafia-Organisation,

für die die Frauen arbeiten mussten.

"Wybrani" nennen sie sich. - Das heißt: "Die Auserwählten".

Die Männer hatten alle Kontakt zu den Krankenhäusern,

in denen die Frauen arbeiteten.

Das hier sind Adam Mazur, Tanek Dabrowski, und äh ...

Dek. Tadek. - Ganz langsam, ja?

Ozz Ballin. Sind die reinsten Torpedos.

Sind sich für Alkoholschmuggel nicht zu schade.

Hat einer von denen eine Verbindung zu Schweden?

(Gunnar) Ozz Ballin war schon öfter hier.

Hat eine Militärausbildung, polnische Sondereinheiten.

Ein Söldner. - Dann sollten wir mit ihm anfangen.

(Gunnar) Wie hießen die Typen noch mal,

die damals wegen der Schmuggel- geschichte verurteilt wurden,

mit der er zu tun hatte?

Patrick Grönberg und Roger Lind. - Lind ist längst raus.

Komm mit, Janko.

Ja, okay! - Komm!

Roger Lind hält sich normalerweise hier auf,

wenn er nicht gerade einsitzt.

(spannungsgeladene Musik)

Hier, nach dir! - Sehr nett!

Ja, oder?

(Kameraklicken)

(Gunnar) Für Facebook?

Komm, hier geht es lang!

Scheiße, was ... - Guten Tag!

Nisse!

Warum überrascht es mich nicht, dass ich dich hier treffe?

(Nisse) Gerade wollte ich gehen.

Wissen Sie, wo sich Ozz Ballin zurzeit aufhält?

Sie wissen schon! Ihr alter Schmugglerkumpel.

Bist du schon volljährig?

(Gunnar) Hey, was hast du denn da? Lass los! Schön loslassen!

Nisse ...

Was dagegen, wenn wir uns hier ein bisschen umsehen? Nein, oder?

Nisse!

(unheilvolle Klänge)

Nur weil ich jung und nicht so groß bin. Wie ich das hasse!

In ein paar Jahren bist du alt und nicht so groß. Dann wird es besser.

(Gunnar) Alles Kleinkram!

(Ida) Woher kennst du Nisse?

(Gunnar) Er taucht immer wieder auf.

Irgendwie hofft man immer, dass sie's doch noch schaffen.

Mhm.

Ja. Sieh dir mal die an!

(Ida) Und die hier. - (Gunnar) Interessant!

(Gunnar) Ich nehme an, keins davon ist uns bekannt.

(Ida) Glaube ich auch.

(Kameraklicken)

(Ida) Ballin ist vielleicht nicht der Einzige von denen,

der nach Schweden gekommen ist. - Tja.

Ja, diese Polin, die da ermordet wurde,

die wohnte in dem Wohnheim, in dem ich arbeite.

Und seit sie tot ist, ist da ziemlich viel Post angekommen.

Gestern war so ein Mann da, und der hat die ganze Post abgeholt.

Okay. Und den kannten Sie nicht? - Nein.

Ich hab ihm nur die Post gegeben und hoffe, das war kein Fehler.

Nein, keine Sorge. Er nannte keinen Namen?

Nein, er hat gesagt, er wär ein Verwandter.

Aber ich weiß nicht, ob das stimmt.

War es der hier?

Ja!

Ist er der Mörder? - Das wissen wir nicht.

Diese Post, was war das für Post, was war da drin?

Das war eigentlich fast nur Werbung,

und dann noch ein paar Essenscoupons von der Firma.

Woher wissen Sie das?

Na ja, das ... Nicht, dass Sie denken, ich hab den Brief aufgemacht,

ich hab nur den Briefumschlag erkannt.

Lux Data! Denn ich hab ihr gesagt, dass die Putzfrauen suchen.

Sara Svenhagen! - Tanja. Kommen Sie!

Wir können da reingehen.

(Sara) Wir haben gehört, dass eine gewisse Elzbieta Tomczyk

eine Zeitlang bei Ihnen als Putzfrau gearbeitet hat.

Das war doch die Krankenschwester, die ermordet aufgefunden wurde.

Die soll hier gearbeitet haben? - Mhm.

Für Kleingeld und Essensmarken.

Hören Sie, es ist mir so was von egal,

ob Sie hier Schwarzarbeiter beschäftigen.

Es geht um einen Mordfall.

Noch einmal: Hat sie, oder nicht?

(Sara) Das war ein Ja?

Ja, das hat sie. Schwarz, stundenweise.

Okay, zu welchen Zeiten? - Abends und nachts.

Wissen Sie etwas über sie? - Ich kannte sie gar nicht.

Nicht. Okay. Aber vielleicht kennen Sie den hier.

(Tanja) Vom Sehen.

Er hat sie morgens abgeholt, wenn sie mit ihrer Schicht durch war.

Wie heißt er?

Tut mir leid, das weiß ich wirklich nicht.

Wir hatten ja nie Zeit, da ...

(Husten)

... sie ermordet wurde.

Leider haben wir gerade keine Möglichkeit,

Ihnen ein Entzugsprogramm anzubieten.

Und warum soll das nicht möglich sein?

Jeanette, Sie waren schon mal in unseren Reha-Einrichtungen, oder?

Ich weiß nicht, wie Sie das selbst sehen,

aber wir finden Ihre Entzugsmotivation schwankend.

Also setzen wir Prioritäten.

Die genießen bei uns diejenigen, die zum ersten Mal auf Entzug gehen.

Sie denken, sie wäre nicht ausreichend motiviert, ja? Na gut.

Wissen Sie überhaupt was darüber, wie Entzug funktioniert?

Man muss es wollen. Das ist das A und O.

Ich will es ja! - Sie ist seit vier Wochen clean!

Sie hält sich von allem fern, was gefährlich werden könnte.

Stimmt. Aber ich kann da leider nichts machen.

Ich habe meine Richtlinien. - So ein Quatsch, Ihre Richtlinien!

Jeanette, hören Sie, bitte. Ich sag Ihnen jetzt was:

Diese vier Wochen ohne Drogen, das haben Sie super hingekriegt.

Und das halten sie auch durch.

Deshalb kommen Sie nochmal im Februar und dann ...

Danke! Herzlichen Dank für nichts, he? Danke. Komm!

Das ist eine kommunale Einrichtung, oder?

Und ich bezahle Sie dafür, dass Sie hier sitzen.

Und dass Sie meiner Schwester erzählen, dass sie nichts wert ist.

Und dass sie ganz hinten in der Schlange steht.

(melancholische Musik)

(Sie schluchzt.)

Du bist schon wieder da?

Da liegt eine Packung getrocknetes Rentierfleisch für dich, Chef!

Hast du was Neues?

Die Polizei in Lulea macht gute Arbeit,

aber es gibt keine polnischen Frauen, die für uns interessant sein könnten.

Sie dir das hier mal an: Reality-TV vom Feinsten!

(Kerstin) Oh. - Mit echten Toten!

Und da geht er eiskalt wieder raus.

Ich sehe sein Gesicht nicht. - Ist nicht schlimm, guck hier.

Bilder der Überwachungskameras in St. Göran.

Ana Garbarek! - Mhm.

Und ...

... da!

Derselbe Kerl. Wenn das mal nicht Ozz Ballin ist.

Ja, wirklich! Gute Arbeit! Du bist der Beste.

Was sagt man dazu?

Ich hab gesehen,

dass jemand Jorge Chavez aus der A-Gruppe angezeigt hat.

Das ist schon schräg. Sie haben doch zusammengearbeitet.

Ja.

Das Ding würde mich ja reizen, aber ich bin ja hier nur die Sekretärin.

Was würden Sie tun?

Schnellstens eine Urinprobe nehmen.

Gute Idee.

(Handyklingeln)

Abteilung für Innere Ermittlungen, Lotta Björck.

(unheilvolle Klänge)

(Sie schluchzt.)

Anders, ich bin's.

Ich schaffe das hier nicht. Ich schaffe es nicht.

Verdammt, ich muss wissen, wo du steckst.

Ruf mich doch bitte zurück.

(Kommentator) "... in der Anfangs- phase förmlich überrannt worden."

"Doch nach dem 0:3 in der 14. Minute ..."

(Türklingel)

(Türklingel)

(Kerstin) Hej! - Hallo!

Hier ist was vom Inder.

Super!

Anders ist beim Fußball. Wir haben zwei Stunden. Ab!

Ich habe nachgedacht.

Die Leiterin der A-Gruppe hat sicher über viel nachzudenken.

Nein, ich meine, über uns. - Oh! Klingt ganz schön ernst.

Du und ich, wir sind gern zusammen.

Deshalb dachte ich, wir könnten doch zusammenziehen?

Oder? Was sagst du?

Zusammenziehen? Wir?

Wieso das?

Dann wär das nicht so verstörend für Anders

und selbstverständlicher für uns.

Mhm.

Du musst jetzt nichts sagen, wenn du nicht willst.

(Paul) Nein, nein, ich ...

Ich lasse mir das mal durch den Kopf gehen.

Ja, klar!

(unheilvolle Klänge)

Hallo?

Jeanette?

Hör zu,

ich hab den Film nicht gekriegt, den du sehen wolltest.

Aber "The Bridge", zweite Staffel.

Kennst du die?

Jeanette?

Hallo?

Scheiße! Nein!

Nein, nein!

Und? Alles okay?

Ja, schon.

Ich bin total fertig. Hast du schon gegessen?

Ja.

(Handyklingeln)

Kerstin. - Ich weiß, wo sie ist.

"Ana Garbarek." - Was? Wo denn?

"In Uppsala."

Sie scheint da in der Universitätsklinik zu putzen.

Ich ruf die Polizei in Uppsala an.

(Krankenpfleger) Da oben, das ist sie glaub ich.

(spannungsgeladene Musik)

(Sie atmet hektisch.)

(düstere Klänge)

(spannende Musik)

"Gunnar Nyberg, hinterlassen Sie eine Nachricht nach dem Ton."

Hier ist Ida!

Ich hab das Auto von Ballin gefunden. Es steht bei Lind.

Ich fahre da jetzt hin. Ruf mich an, sobald du kannst.

(Chorgesang)

(Handy vibriert.)

"Gunnar Nyberg, hinterlassen Sie eine Nachricht nach dem Ton."

Hör doch mal auf mit der blöden Singerei!

(unheilvolle Klänge)

(ruhige, düstere Musik)

(entferntes Hundegebell)

(Schritte auf dem Kies.)

(Die Schritte nähern sich.)

(leise) Scheiße noch mal!

"Hier ist Ida."

"Ich hab Ballins Auto gefunden." - Gottverfluchte Scheiße!

(unheilvolle Klänge)

(Handyklingeln)

Okay!

Wer versteckt sich denn hier?

Rauskommen!

Ganz ruhig! Ich bin Polizistin.

Gott, was willst du denn hier?

Legen Sie das hin. Ich bin Polizistin.

Ganz egal. Du darfst nicht hier sein. (Klicken)

(Roger) Ozz!

(Ozz) Sie hat zu viel gesehen.

(spannungssteigernde Klänge)

(düstere Musik)

Ida?

(ruft) Ida!

Janko? Bist du hier?

Ida?

Ida!

(Idas Handy klingelt.)

Nein!

Ida!

(Roger) Ich war das nicht. Das war ...

Puh!

Gut gemacht, Ida!

Gunnar Nyberg, A-Gruppe. Eine Kollegin wurde angeschossen.

(Sirenen)

Ida ist angeschossen worden. Aber sie lebt.

Verdammt noch mal! Wie konnte sie da alleine reingehen?

"Was hat sie sich dabei gedacht?"

"Gunnar?"

Ich weiß auch nicht.

Sie wollte zeigen, was sie drauf hat, glaube ich.

Ich komm gleich aufs Revier. Bin in spätestens einer halben Stunde da.

(Sie seufzt.)

(Paul) Wie geht es ihr?

So weit ganz gut. Es war aber ziemlich knapp.

Hatte sie eine Weste? (Jorge) Ja!

Sie hatte Glück. Und sie war nicht die Erste.

Ein guter Polizist denkt an alles.

Du wolltest mich sprechen? Du kriegst noch Geld.

Hast neulich für mich mitbezahlt, ist klar.

Nein, nein, lass! Behalt dein Geld!

Du hast ja immerhin Familie.

Was ist denn?

Ich weiß nicht, wie ich's sagen soll, also sag ich's einfach.

Jemand hat Anzeige gegen dich erstattet.

Ist das jetzt ein Witz?

Weißt du, gestern ist ein Junge mit seinem Vater hier gewesen.

Er behauptet, du hättest ihm sein Gras abgenommen

und selber geraucht.

In der Nacht, als wir beide weg waren.

Ach, jetzt komm schon, Mann!

Ich hab sie auf dem Heimweg getroffen, ihnen das Gras abgenommen

und bin dann nach Hause.

Sie haben dich gefilmt, als du den Joint geraucht hast.

Das war eine ganz normale Zigarette.

Du rauchst doch gar nicht.

Ah, du hältst mich für einen Lügner.

Hier liegt jedenfalls eine Anzeige. - Na und?

Ich bin verpflichtet, dich um eine Urinprobe ...

Du bist verpflichtet, ja? So reden wir jetzt miteinander?

(melancholische, ruhige Musik)

Zum Pullern, ja?

Da rein!

Hallo!

(Ida) Gunnar hat gesagt, es war sein Fehler.

Aber so war es nicht.

(Ida) Es war meiner.

Ich wollte mich bei dir dafür entschuldigen,

dass ich so herablassend war.

Wahrscheinlich habe ich daran auch Anteil.

Nein, hast du nicht. Ich darf mich als Chefin nicht so verhalten.

(Sie spricht arabisch.)

(Er antwortet auf Arabisch.)

Also, ich ... Die ganze Aktion, das war so typisch ich.

Da will man irgend so eine Sache unbedingt durchziehen ...

... und fährt sie stattdessen so völlig gegen die Wand.

Er hat mir genau ins Gesicht gesehen

und dann hat er zweimal geschossen, einfach so.

Und dann war ich irgendwie tot.

(Ida seufzt schwer.)

(Anrufbeantworter piepst.)

"Hallo Dan, hier ist Ove Gran, der Pastor der Enskede-Arsta-Gemeinde."

"Ich möchte Ihnen mein Beileid zum Tod Ihrer Schwester aussprechen."

"Sie sollten wissen, dass ich jederzeit für Sie da bin,

falls Sie reden möchten."

"Sie erreichen mich unter 070194657."

(Er schluchzt.)

Was soll das denn hier, Kerstin?

Sie war gerade mal zwei Tage bei Ihnen

und wäre fast erschossen worden?

Gunnar und Ida wollten eine Verhaftung ...

Gunnar hat sie nicht davor bewahrt? - Er war gar nicht da.

Sie war da also ganz allein, verdammt?

Ja. - Das war kein guter Anfang, Kerstin.

Ida hätte nicht alleine losfahren dürfen.

Das war kein guter Anfang für Sie!

Sie ist Anfängerin, Sie sind die Chefin, Sie sind verantwortlich!

Sehen Sie zu, dass Sie den Mistkerl schnappen.

(Gunnar) Was haben wir da für einen scheiß Start hingelegt?

(Kerstin) Ja.

Und jetzt bitte keine Rachefeldzüge mehr, ein Roger Lind reicht.

Er liegt immer noch im Krankenhaus. - Ist ja gut.

Ich dachte, er hätte sie erschossen, bin durchgedreht.

Aber Ida lebt. Sara?

Genau, und unser Zeuge liegt im Krankenhaus.

Zu Ozz Ballin: Es spricht viel dafür, dass er Elzbieta ermordet hat.

Sie ist nach Schweden geflohen, so wie Helena und Mirka in Lulea.

Aber Ozz Ballin hat sie gefunden, sie erschossen,

und versteckt sich seitdem in einem Lagerhaus in Varby.

(Sara) Dort hat Ida ihn gestern aufgespürt.

Ich kann nicht glauben, dass er immer noch in Schweden ist.

(Kerstin) Sein Auftrag ist noch nicht ausgeführt.

Irgendwas Neues über die zwei?

Nein. Ana Garbarek ist seit drei Tagen

nicht im Krankenhaus erschienen. - Sie könnte tot sein!

Davon dürfen wir nicht ausgehen.

Sie wurde über Radio gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

Eine polnische Frau hört schwedisches Radio, ja?

Gut, und wie weiter?

Jorge! Was ist, du bist so still?

Ja, ähm, ich habe die ... Nummer ihres Prepaid-Handys.

Es ist ausgeschaltet, aber sobald sie es benutzt,

könnten wir rauskriegen, wo sie ist. - Wenn's dann nicht zu spät ist.

Okay, Roger, wie lange sind Sie schon auf freiem Fuß?

Sind es jetzt zwei, drei Monate? - Drei, nächste Woche.

Drei nächste Woche, okay.

Vermissen Sie den Knast? - Lassen Sie den Blödsinn.

Sie sagen, Sie hätten nicht geschossen, wir glauben Ihnen.

Aber wir wollen wissen, wo der Täter ist.

Sagen Sie uns, wo sich Ozz Ballin versteckt.

Der Kerl da hat mich verprügelt. Dieser riesen Bulle.

Erst nehmen Sie die Anzeige gegen ihn auf, dann reden wir über Ozz Ballin.

Roger, Sie stellen erst mal Forderungen, und dann geben Sie zu,

dass Sie einen Mörder beherbergt haben.

Hab ich das richtig verstanden?

Wir haben ja eine Waffe, mit Ihren Fingerabdrücken.

Ozz Ballins Waffe. - Okay.

(Kerstin) Seine Fingerabdrücke sind nicht drauf.

Erklären Sie's uns.

(Er seufzt.)

Okay.

Er hat 'n Versteck gebraucht, so, wie Sie gesagt haben.

(Roger) Er hat mir gedroht.

Er war ziemlich angespannt.

Der Kerl hat mir den Kühlschrank leer gefressen.

Es ist so: Man schlägt Ozz Ballin keinen Wunsch ab.

Und dann kreuzte auch noch Ida auf, dieses Polizeimädchen.

Was hatte die da eigentlich zu suchen, mitten in der Nacht alleine?

Ich wollte noch eingreifen, aber er hat auf sie geschossen.

Genau in die Brust.

Und dann? Was dann?

Sie sollten sich bei uns bedanken, es war so knapp!

Nisse hat ihm mit dem Eisenrohr eins übergezogen,

und dann haben wir ihn mit Drogen vollgepumpt.

Und dann ... - Was?

(düstere Klänge)

... hat Nisse ihn in den Kofferraum gepackt

und ist mit ihm nach Trelleborg. Hoffe ich.

Im Kofferraum?

(Handy)

Hallo?

(Roger) "Ich bin's. Wie läuft's?"

"Was ist mit der Polizistin? Ist die tot?"

Nisse, vergiss den Scheiß. Alles okay.

Wo seid ihr?

Äh ... an irgend so 'nem Rastplatz. In Järna, glaube ich.

Weiter bist du noch nicht gekommen?

Der ganze Scheiß hier stresst mich so, dass ich ...

gar nicht fahren kann..

"Warte mal, hast du wieder was geraucht?"

Ich hab 'nen Polizistenmörder im Kofferraum, Mann.

Und ich glaub ...

"Ich glaub, ich hab ihn gekillt. Was soll ich jetzt also machen?"

Okay, bleib, wo du bist. Alles in Ordnung, nicht wegfahren.

Ja. - "Ich bin schon unterwegs."

"Ich ruf kurz vorher noch mal an." - Ja, okay. Ich warte.

(spannende Klänge)

(Er seufzt.)

Du blöder Idiot.

Ana Garbareks Telefon ist jetzt an!

Was? Wo ist sie?

Sie ist im Zentrum von Stockholm.

Und zwar auf dem Sergels Torg.

Hol dir einen ... - Haftbefehl beantragt!

(Arto) "Kannst du sehen, wen sie anruft?"

(Jorge) Die Nummer kommt mir bekannt vor. Eine Sekunde.

Lass mal sehen.

Jadwiga Zalewska! - Zalewska? Das ist die andere!

Genau! Und die befindet sich gerade in ...

auch in Stockholm, Nordwesten.

Spanga, Tensta ...

Halt, halt, halt, Hjulsta!

(bedrohliche Musik)

(Gurgeln)

Hi. - Hallo.

Wo willst du hin? - Ich kann hier nicht rumliegen.

Hör mal ... - Habt ihr ...

Habt ihr Ballin schon gefasst?

Noch nicht, aber ... Denk nicht so viel an den.

(Sie schluchzt.)

Entschuldigung.

Ich hab das letzte Mal auf der Beerdigung meiner Großmutter geweint.

Da war ich ...

Ich glaub, da war ich acht.

Na, komm her.

Was soll das, das sind meine! (Gelächter)

Du musst 'n bisschen mehr auf der Hut sein.

Tut mir leid, aber ich muss jetzt los.

Okay. Ich komme gleich mit.

Das wirst du nicht. Nein.

Ähm ... Hör mal ...

Ich weiß, ich hab das richtig vergeigt.

Schon klar.

Aber ich will's wiedergutmachen, okay?

(gedämpftes Stimmengewirr)

Hej, Sara! - Hi, Papa.

Was für 'ne Sauerei.

Oh ja, aber ich hab schon Schlimmeres gesehen.

(Handy)

Sekunde.

Kerstin?

Das ist 'n Metzger, der Kerl.

"Ja, aber wir jagen ihn mit allem, was wir haben."

Wir kriegen ihn.

(Paul) Kerstin?

Hast du gerade zu tun?

Ja.

Aber komm mit ins Büro.

Sehen wir uns heute Abend?

Klar. Ich dachte, du überlegst noch.

Tu ich ja auch.

Du. Ich mag dich schon.

Du wolltest aber noch was anderes, richtig?

Ja, ähm ... Ich muss mit dir über was reden.

Mir liegt 'ne Anzeige vor gegen Jorge.

Weswegen?

Okay, da ist ein ...

... Janusz Zalewski.

Am ... Hjulsta Torg 1.

Das müsste ein Mietshaus sein.

Mit dem hab ich vor ein paar Tagen gesprochen.

Das ist Jadwigas Cousin. Aber er wusste nicht, wo sie steckt.

Aha.

Und das glaubst du?

Arto.

Es gibt so was, da kann man per Video miteinander sprechen.

Das nennt sich Skype.

Nie davon gehört, Chavez. Nie davon gehört.

Ich wurde in einem Jahrhundert sozialisiert,

als man sich zum Reden persönlich aufgesucht hat.

Das dacht ich mir.

Komm rüber, alter Mann. Ich will dir was zeigen.

(entfernte Sirenen)

Hier, guck mal. Ana Garbarek wollte mit Elzbieta skypen,

hat aber keine Antwort gekriegt.

Die Nachricht hat sie an dem Abend geschickt,

als Elzbieta ermordet wurde.

(Arto) Okay, interessant.

Aber was sagt sie?

Hier gibt's so 'n Partyfoto auf Anas Facebook-Account.

Kennst du ihn hier?

Ozz Ballin. - Mhm.

(Arto) Sie sehen glücklich aus.

Schick 'ne Mail an die anderen. - Mach ich.

(Jorge) Die Schöne und das Biest deluxe.

Den Vergleich verstehe ich leider gar nicht.

Aber ich sag dir, hier ist ein Kind mit im Spiel.

Was? Wie das denn?

Geh einfach 'n Stück zurück auf dem Video da.

Ja, genau. Gleich, wenn sie aufsteht.

Guck auf ihren Bauch!

Oh ja, richtig!

(Arto) "Schätze, das ist Ozz Ballins Kind."

(Bahn übertönt Stimmt.)

(stumme Szene)

(Alarm)

Da! Ana Garbarek telefoniert gerade wieder.

Sie bewegt sich nach Westen, Rinkeby.

Sie fährt zu Jadwiga.

Okay, du hörst mir jetzt zu: Wir machen alles richtig.

Als Erstes: Anschnallen. Hast du mich verstanden?

(Handy)

Hallo, hier Gunnar.

Ach so? Hjulsta also?

Okay, wir fahren hin.

Nein, nur ich und meine Hämorrhoiden.

Bis dann.

Hoffe, dass mir das nicht mal leidtut.

(unheilvolle Musik)

(Alarm)

Arto, komm! Jadwigas Handy ist wieder an.

Sie wurde von 'ner schwedischen Nummer angerufen.

Ich krieg mal raus, wer das ist.

(Jorge) Ein gewisser Nils Andersson.

Den hatte ich doch neulich schon mal gehört. Nils ...

Na klar, das ist Nisse!

Ballin hat jetzt Nisses Handy.

Warte, er fährt Richtung ...

Krieg raus, wo er hinfährt.

Solna, er biegt ab Richtung Hjulsta. Verdammt, er will zu Ana Garbarek.

(Handy)

Scheiße. Augenblick, ja?

Geht jetzt nicht, wir sind Ballin auf den Fersen.

Das kann Arto regeln. Gegen dich ist Anzeige erstattet worden.

(Jorge) Jetzt mal ehrlich.

Darf i... - Es ist so:

Wenn du das Gras geraucht hast, und das im Dienst,

kann ich dich nicht behalten.

Verdammt, Kerstin! - Nicht ich, sondern du

hast dich wie ein Idiot aufgeführt.

(Jorge) Gut, was soll ich jetzt machen?

Du gehst jetzt nach Hause,

wartest auf die Testergebnisse und dann sehen wir weiter.

(Jorge brüllt.)

Ja? Hier Gunnar.

Ich fahre schon so schnell ich kann.

(Reifenquietschen)

Wir sind gleich da.

Was für ein Kennzeichen?

Schwarzer Mercedes. Okay, danke!

(Sie stöhnt und wimmert.)

(spannende Musik)

Du bleibst hier. Du gehst da nicht rein.

Hast du verstanden? - Ja, ja.

(Waffe klickt.)

Verdammt. - (Frau) Da oben.

Was? - Er ist da hoch.

Verdammt!

(hektisches Atmen)

Ana?

Polizei. Schwedische Polizei.

Nein, nicht, bitte!

(angestrengte Laute)

(spannende Klänge)

(angsterfüllte Laute)

Nein.

(ferne Sirenen)

(Ana schluchzt.)

(traurige Gitarrenmusik)

(Kerstin) Sie sollte ausruhen.

Sie hat es kaum aus dem Krankenbett geschafft

und du schleppst sie zu einem Einsatz.

Sollen wir die A-Gruppe wieder auflösen?

Ist diese Gruppe alles, worum es dir geht?

Du weißt, was ich meine.

Ida, geht's dir gut? - Ja doch, es geht mir gut.

Und Gunnar hat auf dem Dach 'n super Job gemacht.

Ja, hat er. Wir haben Ballin.

Aber wir haben Jadwiga verloren.

Na ja, unser Held des Tages ist jedenfalls Chavez.

Man könnte sagen, dass er Ana das Leben gerettet hat.

(Gunnar) Wo ist er eigentlich?

Er hat gefragt, ob er Isabell vom Kindergarten abholen soll.

Hm.

(Türklopfen)

Arto, komm rein!

Sag mal ...

... was läuft da mit Chavez?

Du weißt, dass ich dir das nicht sagen darf.

Aha. Dann ist da was bei dir auf dem Tisch gelandet, nicht wahr?

Ich will nicht wissen, was es ist.

Ich will dir nur sagen, dass ...

... Chavez ein super Polizist ist.

Aber das weißt du selber.

Und, ähm ...

... und du weißt auch, dass wir alle mal Fehler machen.

Grenzen überschreiten.

Das war bei mir nicht anders.

Du weißt, dass ich früher den Abschaum verteidigt habe.

Du vergleichst nicht gerade Äpfel mit Birnen, oder?

Doch, tue ich.

Was ich sagen will, ist,

dass man manchmal so mutig sein sollte,

die Dinge einfach ... laufen zu lassen.

(Paul) Aha.

Ist das so?

Ja.

Und manchmal muss man auch das Gegenteil tun,

einen Kollegen dafür bestrafen, dass er was Illegales getan hat.

Manchmal tut man ihm damit einen Gefallen.

Was ich sagen will, ist ...

... nun, man muss, ähm ...

... das große Ganze im Aug... - Okay.

Die Nachricht ist angekommen.

Na gut.

Schön.

Dann störe ich dich nicht länger.

Arto?

Ich finde es toll, dass du hergekommen bist.

Und mir ist deine Freundschaft sehr wichtig.

(Arto lacht milde.)

Ja, ja.

Sei froh darüber, solange wir noch Freunde sind.

(fetzige Musik)

Kerstin. - Du hier?

Du trainierst auch hier?

Ja, so oft ich kann.

Meistens Kampfsport, aber manchmal pumpe ich auch nur.

Oh ja, kleine Frage:

(englische Aussprache) Paul Hjelm?

(Sie lacht.)

Paul. - So oder so ...

Ich höre da ... Gerüchte.

Wir ... sehen uns hin und wieder. So seit einem Jahr.

Oh. Eine Art Hausfreund, ja?

Hausfreund? So was sagt nicht mal meine Mutter.

Aber so ist es.

Jeder braucht mal etwas Nähe. - Aber sicher.

Nur ... ist es nicht so, dass man sich auf lange Sicht

jemand wünscht, mit dem man sein Leben teilen kann?

Na ja, also Nina und ich, wir ...

(Pusten)

Da ist alles zu kurz gekommen.

Über Jahre.

Irgendwann will man das nicht mehr und dann trennt man sich eben.

Das tut dann weh.

Aber ... man öffnet sich für Neues.

Oder? Ich weiß nicht. So hat es sich jedenfalls angefühlt.

Ich muss gehen.

Bis dann.

Wollen wir nicht mal gegeneinander kämpfen?

Du und ich? - Mhm.

Du würdest ordentlich einstecken.

(lachend) Na gut.

Sag mal ... - Hm?

... wie weit bist du mit deiner Nachdenkerei?

Du meinst Jorge? - Nein.

Ziehen wir zusammen?

Da sind gerade zu viele andere Sachen.

Mhm. Ich habe nachgedacht.

(Paul) Und?

Ich würde das ganz gerne machen.

Ich will dich ganz nah haben.

Ist es denn nicht auch sehr schön, so wie es läuft zwischen uns?

Wie läuft es denn? Erzähl.

Na, wir sehen uns, wann wir wollen.

Wir nerven uns nicht gegenseitig, wer einkaufen geht,

Wäsche wäscht und sauber macht.

Wir ersparen es uns, einander näherzukommen.

(Paul) Habe ich nicht gesagt. - Aber ich sage es.

Ich will nicht, dass es zwischen uns so wird,

wie zwischen mir und Cilla.

Wir stecken in anderen Lebensumständen.

Ach, ich will keinen Streit deswegen.

Ich hab diese Streitereien einfach satt.

Ich will unsere Beziehung nicht mehr geheim halten.

Ich bin zu alt für so was. Entweder sind wir ein Paar, oder ...

Oder was?

Okay, du weißt jetzt, was ich will.

Was willst du?

Ich will alles so, wie es jetzt ist. Das ist für mich perfekt.

Dann will ich nicht, dass es weitergeht.

Wir sollen uns nicht mehr sehen?

Nein!

Ich will mehr und du willst nichts weiter als das.

Deshalb sollten wir aufhören uns zu treffen, Paul.

Okay.

(Sie atmet genervt aus.)

Okay? Was soll "okay" bitte heißen?

Na ja, dass ich dann ...

... mal besser gehe.

Sicher, dass du das hier willst? - Du bist dir doch hier so sicher.

(Etwas zersplittert.)

Danke.

Was ist noch?

Müsste die Probe nicht schon längst im Labor sein?

Ja, kann sein.

Gut, ich kann sie hin... - (brüllt) Nein, Lotta! Das tue ich.

Ich brauche keine Hilfe, von niemandem.

Sie können gehen, danke.

Diese Wut da, da ist eine energetische Stimmungslage.

Energie ist immer gut.

Sehr gut.

(Surren)

(Kerstin) "Herr Ballin, wir haben lange darauf gewartet."

Sie haben natürlich das Recht zu schweigen.

Wir haben natürlich damit gerechnet,

dass sich ein Wybrani-Mitglied bedeckt hält.

Nach dem, was Sie Jadwiga Zalewska angetan haben, werden wir Sie

für eine ziemlich lange Weile hierbehalten können.

Wir haben einige Zeugen und sogar eine Waffe.

Nun, ich denke ...

... das war nur der letzte,

einer großen Anzahl von Morden, die Sie begangen haben.

Mein Mandant möchte darauf nicht antworten

und verbittet sich weitere pauschale Anschuldigungen.

Pauschaule Anschuldigungen sind nicht unser Stil, Soraya.

Herr Ballin, wir verhaften Sie morgen aus berechtigtem Grund:

wegen des Mordes an Helena Jarowska,

Mirka Dabrowska in Lulea, des Mordes an Jadwiga Zalewska

und des versuchten Mordes an der Polizistin Ida Jankowicz.

(Arto) Des Weiteren wurde

Nils Andersson gestern um 13.57 Uhr für tot erklärt.

Ihm wurde ... die Kehle durchgeschnitten.

Nun ... ich vermute, damit haben Sie auch nichts zu tun.

(Kerstin) Haben Sie alles verstanden?

Mein Mandant möchte darauf nicht antworten.

Das macht nichts. Wir haben genügend Beweismaterial.

Arto. - Ja. Ähm ...

Das hier ist ...

... Elzbieta Tomczyk.

Sie hatte auch mit diesem Krankenhaus in Posen zu tun.

(Arto) Sie war auch eine Freundin von Mirka und Anna.

Auch sie wurde ermordet aufgefunden. Zufällig ebenfalls erstochen.

Das vor vier Tagen, in einem Park bei Stockholm.

Sobald wir weitere Einzelheiten zu diesen Verbrechen gehört haben,

präsentiert Ihnen mein Mandant ein wasserdichtes Alibi.

Okay. Die zwei hier, wer sind die?

Das ist irrelevant.

(Arno) Erkennen Sie sich nicht? Adam und Alina.

(Kerstin) Ja, Ihre Kinder, die sind echt süß.

Sie gehen auf eine Privatschule.

Ich wette, sie werden einen besseren Job haben als Sie.

Wird ihr Baby mit Ana Garbarek dieselben Chancen bekommen?

Was war das grade? - (Soraya) Nichts.

Nun, es gibt 15 Todesfälle in Poznan,

die mit Ihnen in Verbindung stehen sollen.

Und ... ihre Kollegen behaupten, dass Sie all diese Morde begangen haben.

Herr Ballin, ich verspreche Ihnen, dass es lange dauern wird,

bis Sie wieder rauskommen, wenn überhaupt.

Das reicht für heute.

Die Vernehmung endet um 11.48 Uhr.

Was denkst du?

Na ja, du hast ihn zum Reden ge- bracht, aber ob uns das weiterhilft?

Er hat gesagt, dass er Elzbieta nicht umgebracht hat.

Ich halte es für möglich, dass es noch einen anderen Mörder gibt.

Also, wenn dieser Kerl wirklich der Mörder

von Elzbieta und Nils Andersson ist,

hat er jedenfalls nicht dasselbe Messer benutzt.

Und beiden die Vorgehensweisen?

Es sind zwei völlig unterschiedliche Waffen

und zwei ganz unterschiedliche Morde.

Hier haben wir Andersson.

Das ist ein absolut professioneller Schnitt.

(Ein Handy klingelt.)

Sara?

Wenn man sich die Wunden bei der Frau ansieht,

dann ist das eher ein Akt besinnungsloser Gewalt:

Ich sehe da keinen Plan, keine Finesse.

Danke für den Anruf, warten Sie kurz.

Gut, danke Brynolf.

(Kerstin) Wir können also einen zweiten Mörder nicht ausschließen.

Bitte gleicht alle neuen Infos mit unserer Datenbank ab.

Kerstin, der Mann von den Überwachungsbildern

steht vor dem Wohnheim und will wieder Elzbietas Post abholen.

Ich schicke einen Wagen. - Okay.

(Kerstin) "Elzbieta Tomczyk hat also bei Ihnen gewohnt, ja?"

"Ja."

Wenn es so ist, wie Sie sagen, dass Sie sie ...

... nicht umgebracht haben.

Warum sind Sie dann nicht sofort zur Polizei gegangen?

Ich bin zu Hause gewesen.

(Gunnar) Sie riechen ganz schön nach Sprit. Haben Sie gesoffen?

Ich hab Sie geliebt.

Hatten Sie eine Beziehung? - Ja.

Ach, was weiß ich.

Also, ich dachte, ja ...

Ist doch egal. - Nein!

Erzählen Sie es uns. Sie könnten uns weiterhelfen.

Ich wollte schon.

Aber dann kam sie eines Nachts an und sagte,

sie hat beschlossen, in die USA zu ziehen.

Da war mir klar, dass was Übles passiert war,

aber sie sagte nicht, was.

Sie hatte Angst. - Wann war das?

Hm. Am 7. August.

Dem Namenstag meiner Mutter.

Denise.

(schluchzend) Sie ist auch tot. - (Kerstin) Weiter.

"Da musste was passiert sein."

"Ich wusste ja, sie hatte irgendwelche Probleme da in Polen."

"Sie hat nie was erzählt."

Und sie war ja auch dauernd arbeiten.

Guck mal hier, Sara.

Hier haben wir einen toten Drogensüchtigen.

Sein Name ist Anders Jansson.

Okay, was hat der mit unserer Ermittlung zu tun?

(Brynolf) Mal etwas Geduld bitte.

(Frau) Todesursache: zwei massive Schläge auf den Hinterkopf.

Okay.

Keine scharfen Kanten, wohl ein Metallobjekt.

Eine Joggerin hat ihn gefunden.

Sie hat zuerst gedacht, es wäre ein toter Hund.

Wie lange ist er tot? - Höchstens zwei Wochen.

Der Mörder hat ihn in Müllsäcke eingewickelt.

Und anschließend in einen Teppich eingerollt.

Und ich haben auf diesen Mullsäcken Fingerabdrücke gefunden,

für die wir auch Treffer haben.

Wie? Treffer? Wieso sagt du das nicht gleich?

Wer ist es?

Sie gehören zu dieser polnischen Krankenschwester.

Elzbieta Tomczyk.

Was?

(spannende Klänge)

Bringen Sie das ins Labor. - Mhm.

Elzbieta hat also einen Junkie ermordet, ja?

Glaubst du das?

Irgendeine Verbindung muss es da jedenfalls geben.

Der Schädel wurde brutal zertrümmert und die Leiche ist bewegt worden.

Wenn sie es war, dann hat sie zumindest einen Komplizen gehabt.

Noch andere Fingerabdrücke auf den Müllsäcken?

Nein, aber das muss auch nicht so viel heißen.

Noch mehr?

Die Mullsäcke waren ganz normale, die man überall kaufen kann.

Das Teppichmodell heißt Orient Nouveau.

Arto, finde raus, wer den Teppich verkauft.

Hey.

Eine Jeanette Meyer

hat Anders Jansson vor drei Tagen als vermisst gemeldet.

Hier ist ihre Adresse.

Nein, du bleibst hier und bewachst das Telefon.

Wenn gerade nichts klingelt, mach doch 'n Kaffee, ja?

Du sprichst auch Finnisch?

Hallo, Polizei.

Wir suchen eine Jeanette Meyer.

Äh, nein, ist nicht hier.

(Er schnieft.)

Sie hat Anders Jansson als vermisst gemeldet. Kennen Sie den?

Ich, ich ähm ...

Ich bin hier gerade beim Kochen.

Halt! Ich hab gefragt, ob sie Anders Jansson kennen, Sie haben genickt.

Ich höre? - Ja.

Ich kenne ihn, ich meine, ich weiß, wer er ist, aber nicht, wo er ist.

Kennen Sie auch diese Frau hier?

Äh, also tut mir leid, ich muss jetzt.

(Gunnar) Hey!

Alles klar? Geht's Ihnen gut?

Meine Schwester war mit Anders zusammen

und sie haben zusammen gefixt und er hat sie ausgenutzt.

Dann hat sie Schluss gemacht und weg war er.

Nur ... das hat nicht viel gebracht.

Wie, das hat nichts gebracht?

Meine Schwester ... ist gestern ... gestorben.

An 'ner Überdosis.

(Ida) Anders Jansson war ein Dealer.

Elzbieta war Krankenschwester.

Also, wie sollen die sich gekannt haben?

(Gunnar) Gute Frage.

Elzbieta hat absolut keine Verbindung zum Drogenhandel.

Gar nichts.

Außer Anders Janssons Blut fand Svenhagen auch nur Reinigungsmittel.

Mhm. Und Müllsäcke.

Moment, hier steht es doch!

Elzbieta hat schwarz bei einer Computerfirma geputzt.

Lux Data.

(Tanja) Aber diese Teppiche gibt es doch in praktisch jeder Firma.

Ja, aber Elzbieta hat nicht in praktisch jeder gearbeitet.

Wir sehen uns einfach kurz um.

(Mann) Hier ist einer.

Und gleich da hinten haben wir auch noch zwei.

Oh ja, und hier war auch mal einer.

Okay, hier war mal einer? Wann ist der verschwunden?

Äh, na vor ein paar Wochen. Jemand hat was drauf ausgeschüttet.

(Sara) Ah, verstehe.

(spannende Klänge)

Blut. - Sieht so aus.

Am 7. August kam Elzbieta von Lux Data nach Hause.

Sie war verängstigt, hat Thorsten erzählt, sie will in die USA.

Und dein Vater glaubt, dass Jansson zu dieser Zeit gestorben ist.

Was wollte der bei Lux Data?

Ja, und wenn Thorsten nicht da war, wer dann? Ein Angestellter?

Hier haben wir Namen und Fotos von sämtlichen Angestellten.

Ich denke, wir können schon mal alle Frauen streichen

und uns auf die Männer konzentrieren.

Durchschnittlich groß und kräftig dürfte er schon sein.

Gunnar, guck mal!

(Gunnar) Sieh mal an. Dan Meyer. - (Sara) Er ist es.

(energisches Klopfen)

(Gunnar) Polizei!

(Arto) Wir haben noch nicht alle Teile.

Am 8. August kommt Jansson

aus ungeklärten Gründen in Meyers Büro bei Lux Data.

Jansson wird ermordet.

(Pistole wird entsichert.)

Guck da!

(Kerstin) Ungefähr dann kommt Elzbieta Tomczyk mit dem Putzwagen.

Hat sie den Mord gesehen?

(Kerstin) Klingt wahrscheinlich.

Sara?

(Telefonklingeln)

Ja, Holm?

(Gunnar) "Meyer trifft sich mit dem Pastor am Waldfriedhof."

Gute Arbeit. - "Wir fahren hin."

Hier kommt sie hin.

Das ist schön. Sehr schön.

Sagen Sie, könnte ich wohl ...

'n Moment für mich haben, Herr Pastor?

Alles in Ordnung? - Ja, danke.

(Autotüren werden geschlossen.)

(Gunnar) Meyer!

(Sara) Halt!

Stehen bleiben!

(spannende Klänge)

(Beide stöhnen.)

Sara!

(Polizeisirenen)

Alles okay? Geht's dir gut?

Ja. - Sicher?

Hol dir den Kerl! Ich kümmer mich um Sara.

(Er keucht.)

Stehen bleiben!

Bleiben Sie stehen!

Nein!

(Er schreit.)

(Sie keucht erschöpft.)

(Die Zimmertür wird geöffnet.)

Ah, da sind Sie ja.

Das Testergebnis ist da.

Na, Sie ziehen ja ein Gesicht, was ist denn mit Ihnen?

Ich dachte, Sie freuen sich. - Tu ich auch.

Aha, so sehen Sie also aus, wenn Sie sich freuen.

Genau.

Na, dann wünsche ich einen schönen Abend.

Ja, gleichfalls.

(Kerstin) Ich hab Jeanettes Akte vom Sozialamt bekommen.

Drogenabhängige Eltern.

(Die Geräte piepen.)

Aber Sie sind für die ein Held.

Sie haben alles getan, um Ihre Schwester zu retten.

Was war los?

Jeanette war clean.

Und sie wollte noch mal neu anfangen.

Sie wollte bei mir einziehen.

Anders hatte aber was dagegen.

Er kam eines Abends zu mir.

Zu Lux Data.

Und hat mir gedroht.

Dann gab es einen Streit und ...

Und dann?

Es war Notwehr.

Er war 'n brutaler Typ.

Sie haben Ihn erschlagen?

Ja.

Und Elzbieta?

(Er röchelt angestrengt.)

Ich weiß auch nicht, die ...

Sie hatte da gerade gewischt und sie hatte alles gesehen.

Ich wollte nicht, dass sie ...

Was sollte ich denn tun?

Sie lief weg und ...

und ich nahm dann diese Plastiksäcke aus ihrem Wagen.

Dann vergingen ein paar Tage.

Sie rief an und wollte Geld sehen.

Ziemlich viel Geld.

(Meyer) Wir haben uns an der Bushaltestelle verabredet und ...

Ich sagte 200!

Sie wollte mehr Geld, aber ich hatte nur das Vereinbarte dabei.

Und dann drohte sie mit der Polizei.

Sie zog ein Messer.

Lass mich los! Lass los!

(Elzbieta kreischt.)

Sie schrie und schrie. Ich hatte Angst.

Ich war verzweifelt.

(Messerstiche und Schreie)

Sie müssen ...

Ich konnte kein Risiko eingehen.

Jeanette hatte nur mich.

(Kerstin) Und nun ist Jeanette tot.

(Handy-Signalton)

Sie haben zwei Menschen auf dem Gewissen.

Ich bin ein verdammt guter Bulle. - Und ein verdammter Vollidiot.

Und was machst du jetzt?

Was kann man mit jemandem wie dir schon groß machen?

Dann mach's kurz. Ich hab nicht ewig Zeit.

Ich muss mir 'n neuen Job suchen! - Was stimmt mit dir nicht?

(empört) Du rauchst Gras, als Polizist!

Ich bin auch Polizist und ich muss dem Scheiß nachgehen.

Ich kann es mir nicht leisten, so zu tun, als wär nichts gewesen.

Ich weiß, ich weiß. Ist ja gut.

(ruhiger) Ich weiß, dass du mir mal das Leben gerettet hast.

Und wäscht hier eine Hand die andere?

Daran geht meine Familie kaputt, schnallst du das nicht?

Ist mir alles klar.

Mann ...

Ich hab dein Zeug weggekippt und selbst reingepinkelt.

Glaub ich nicht. - Doch.

Ehrlich?

Danke, mein Freund.

Das werd ich dir echt nie vergessen.

Ich dir auch nicht.

Und nie wieder sowas in der Art!

Nie wieder, nein.

Hi. - (Gunnar) Hi, Janko.

Hier sind 'n paar Präsente der polnischen Botschaft.

Polnische Süßigkeiten ... die kann ich nicht ausstehen.

Mit ein bisschen Fantasie schmeckt's fast wie Lebkuchen.

(Sara) Ach ja? Wie Lebkuchen?

Ich will euch dann mal für eure fantastische Arbeit danken.

Wir haben zwei Mörder in vier Tagen gefasst. Nicht übel.

Gute Arbeit, Leute. Ich habe eben mit dem Justizminister gesprochen.

Und, geht's weiter? - Für diese Einheit auf jeden Fall.

Danke. Skol, Kerstin. - Skol.

Skol, Janko.

(Türklopfen)

Der Bericht über Chavez ist fertig. - Okay. Und?

Kein THC im Blut, er hat nicht gelogen.

Sehr schön.

Na dann ...

Paul? Ich dachte noch ...

Ich will dich nicht auch noch als guten Freund verlieren, okay?

Keine Sorge.

Wir waren schon Freunde, bevor ... - Ja, ich weiß.

Ich hatte noch Sachen von dir.

Vielleicht willst du die auch haben.

Danke.

(sanfte, traurige Musik)

Wir reden noch, ja? - Ja.

Ich muss jetzt. - Ja klar.

Pass auf dich auf.

Und du auf dich.

(Telefonklingeln)

Hallo? - "Hej, hier ist Kerstin."

Hej.

Ich stehe gerade vor deinem Büro.

Hallo.

Wo warst du?

Ich war nur spazieren, musste noch 'n bisschen chillen.

Setz dich. - Was?

Setz dich! - Was soll denn das?

Hast du ... - Fass mich nicht an!

Du hörst mir jetzt mal gut zu, ja?

Wie kann man nur so verdammt dämlich sein?

Dachtest du, ich krieg das nicht mit?

Ist dir klar, dass du deinen Job riskiert hast?

Und meinen Job!

Du setzt unsere Familie aufs Spiel?

Und wofür? Sagst du endlich mal was?

Klar hätte ich's dir erzählt, ich wollte nur warten, bis ...

Ach, lass es. Denk nach, was du jetzt sagst.

Sara, ich wollte es dir ... - Ach, halt die Klappe.

Ehrlich, ich bin ziemlich enttäuscht.

Scheiße.

(lebhafte Gitarrenmusik)

(Er stöhnt.)

Nein, nein. Ist gut.

(amüsiert) Na komm! Beweg dich!

Okay, komm schon.

Hey, hey, hey!

Streng dich an, Weichei. - Aua, das kitzelt.

(lachend) Scheiße, bist du schlecht.

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