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Du kommst und bist gleich wieder weg.
Etwas kurz.
Bis später.
Fängst du schon Schüler ab?
Mistkerl.
Also, ich glaube... Ich glaube, du bist verrückt.
Ich hab nicht Geburtstag. Und es sind nur 15 Kerzen.
Vincent, wie lange kennen wir uns?
Morgen sind es genau drei Tage.
Auf unsere drei Tage!
Leer, nichts mehr da.
Ich will Musik, verdammt!
Komm, tanzen! Los, steh auf!
Scheiße, warte mal!
Komm! Komm schon, steh auf!
Du tust mir weh!
Wer ist das?
Meine Mutter.
Heute ist sie genau 15 Jahre weg.
Und die fehlende Person?
Mein Vater.
Komm, ich zeig dir mein Bett.
Hallo, Thomas.
Greg.
- Wie geht's? - Gut.
Siehst du meine Augen?
Du siehst ziemlich fertig aus.
Bist du aus dem Bett gefallen?
Zu viele Albträume.
Ihr habt mächtig gefeiert, du und Mama.
War es gut?
Nicht schlecht.
Ziemlich anstrengend.
- Guten Tag, meine Lieben. - Guten Tag.
Kommst du heute Abend vorbei?
Ja, kleiner Mann.
Kein Problem.
Einen schönen Tag.
"Und neben dem Bett auf dem Nachttisch lag eine weitere Fotografie,
im Dämmerlicht schwer auszumachen."
"Ein Kind, ein Junge oder ein junger Mann?"
"Aus dem Foto dringt sein Blick in das Dunkel des Zimmers."
"Ein Blick rührender Ernsthaftigkeit, wie ihn nur Kinder..."
"Die Frau ist sich gewiss: Sie will gevögelt werden."
"Ihr Hintern macht den üppigen Formen alle Ehre."
"Schon oft hab ich mich diesem Hintern und diesen Titten hingegeben...
die sie uns verweigern wollen."
"Ich küsse ihre..."
"Ich knie vor ihr und lecke ihren Spalt,
während meine Finger in andere Tiefen vordringen."
"Und diese Brüste, wie reizvoll sie sind!"
"Er kneift seinen Hintern zusammen, besonders im Bett,
während ein Zucken durch seine Lenden geht...
aus dem tiefsten Inneren seiner Eingeweide..."
Greg, bist du da?
"So zieht die Frau
durch die Reize ihres Hinterteils die Blicke des Jünglings auf sich."
"Deshalb rät Rousseau Männern davon ab,
sich diesen Frauen ab und zu hinzugeben."
- Ich verstehe nicht ganz. - Besser ist das.
Ich erklär's dir.
Bis gleich.
Arbeite du mal weiter.
Kannst du...
Was?
Gib mir doch mal...
Was ist das?
Sieht aus wie Salat, oder?
Ich hole den Nachtisch.
Nimm bitte die Teller mit!
Bitte.
Bist du nicht etwas zu streng?
Nein.
Er muss verstehen, dass ich versuche, so oft ich kann, Zeit für ihn zu haben.
Ja, aber er braucht dich nun mal.
- Außerdem... - Habt ihr genug über mich geredet?
Toll, dein Kuchen sieht richtig gut aus.
Er ist so wie du ihn magst.
Und bitte keine falschen Komplimente.
Perfekt!
War er lange genug im Ofen?
Ich mag ihn so.
Ich auch.
Ich gehe in mein Zimmer.
Möchtest du? Erinnert an Schokoladencreme.
- Er ist gut. - Deinen Teller, bitte.
Manchmal nervst du wirklich.
Sein Kuchen ist gut geworden.
Wir sollten mal reden.
Worüber?
Deine Arbeit, deinen Urlaub?
Komm mir nicht so.
Wir drei sind ein gutes Gespann.
Das ist es ja. Gute Laune deprimiert mich.
Ich will nicht mehr allein sein, verstehst du?
Ich kann das noch nicht, mit jemandem zusammenleben,
in Urlaub fahren, ein Vater sein.
Er hat nie einen gehabt.
Und jetzt ist es zu spät.
Aus den Windeln ist er raus.
Nicht schon wieder diese Diskussion! Es ist immer das Gleiche.
Macht es dir Spaß, mich hinzuhalten?
Hör doch auf.
Du weißt genau, dass das nicht stimmt.
Ich bin gerne mit dir zusammen.
Es fällt mir leicht.
Nur...
Nur was?
- Wir müssen warten. - Worauf?
Dass die Zeit vergeht.
Diesen Satz kenne ich auswendig.
Ich weiß.
Dein Alter hat mich nie gestört.
Mich auch nicht.
Du warst erst 18...
Jetzt übertreibst du.
- Nein. - Nein.
Ich liebe dich.
Das ist alles.
Es ist nicht leicht, dass du nicht immer bei mir bist.
Aber ich bin doch da.
Wenn du dich nicht gerade herumtreibst.
Scheiße.
Für mich ist es auch nicht leicht.
Das kannst du nicht verstehen.
Was soll denn das heißen?
Nichts.
Ich gehe nach Hause.
Was soll die Geheimnistuerei?
Nichts, gar nichts.
Du bleibst nicht?
Vergiss nicht, ich bin noch ein Kind.
Das lass ich dir da.
Nett von dir.
Gute Nacht.
Du kommst gerade richtig.
Komm mit.
Ich will dir was zeigen.
Du wirst sehen.
Mach die Augen zu.
Nicht schummeln!
Nicht schummeln!
Jetzt kannst du gucken.
Ist es nicht fantastisch?
Ein Geschenk von Anne.
Nicht schlecht.
Mir sind nackte Frauen lieber,
oder Baumwollunterhosen und Söckchen.
Du hast keine Ahnung von Frauen.
Doch.
Du bist atemberaubend schön.
Das will ich hoffen.
"Das Gesicht über ihm kam ihm bekannt vor."
"Sah es dem der Mutter nicht ähnlich?"
"Oder dem der Geliebten nach der ersten Nacht."
"So mysteriös wie ein verletztes Gesicht."
"Das leise Gespräch der Engel jedoch..."
Was ist dein Problem?
Ich hab kein Problem.
Doch, du hast ein Problem.
Nein.
Ich wollte dich sehen.
Willst du einen Rat?
Nicht, wenn er von dir kommt.
Ich mache mal die furchtbare Musik leiser.
- Alles okay? - Ja.
Also, Prinzessin, mit wem schlafen wir heute?
Mit dem Texaner oder dem Schwarzen Diktator?
Ein Russe, er hat im Voraus bezahlt, in Dollar.
Du wärst mir lieber.
Das ist was anderes.
Ich bin noch jung und bekomme fast alles umsonst.
Alter Macho!
Frag mich lieber die Theorie ab.
Ich geh dann mal.
Shariar... wie Juliet.
Du wechselst zu häufig dein Parfüm.
Gar nicht.
- Gute Nacht. - Ciao.
- Schön üben. - Ja, ja.
Wundere dich nicht, ich hab keine Ahnung.
Frag mich mal was.
Also...
Das ist ein Verbotsschild.
Das ist keine Antwort.
Ein Verbotsschild für Autos.
Für sämtliche Fahrzeuge.
Nächste Frage.
Wenn du das nicht weißt, kannst du's vergessen.
Parkverbot.
Jetzt etwas schwieriger.
Das hier...
In welcher Reihenfolge dürfen die Autos fahren?
Das hab ich noch nie verstanden.
Erst das rote Auto und dann das blaue...
Ja, hallo.
Nein, du störst nicht.
Ja, ja, wenn du willst.
Bis nachher.
Wer war das?
Wenn ich's dir sage...
Komm, wir machen weiter.
Nein, du musst doch weg.
Nein, nicht sofort.
Wenn es der Alte ist, hau ich lieber ab.
Soll er dich doch abfragen, falls er dazu fähig ist.
- Was wolltest du denn? - Gute Nacht, Anne.
- Du bist tot! - Verdammt, du Idiot.
Verdammt, immer das Gleiche.
Du bringst uns noch mal um.
Ich suche nicht eure Gesellschaft.
Ich möchte nur klare Gedanken fassen.
Ich schlage die Stille vor.
Die Stille...
"Wir gehen nicht fort."
"Wir gehen den Weg unseres Lasters."
"Des Lasters, das uns innewohnt, seit dem Alter der Vernunft."
"Das zum Himmel steigt,
mich schlägt,
mich umwirft,
mich quält."
"Die letzte Unschuld ist die letzte Schüchternheit."
"Jetzt ist es gesagt."
"Ich offenbare der Welt nicht meine Abscheu und meinen Verrat."
"Marschieren wir!"
"In die Wüste ohne Leidenschaft."
- "Die Langeweile. - Langeweile, Wut, Verführung...
... und die Last des Wahnsinns,
die ich nur allzu gut kenne..."
"All das Leid ist Vergangenheit."
"Genießen wir ohne Scheu
das Ausmaß meiner Unschuld."
"Ich brauche kein Gebet, nur euer Vertrauen."
"Ich fühle mich so verlassen, dass mir jedes Götterbild recht ist."
"Wenn Gott mir himmlischen Frieden zuteil werden ließe
oder die Worte der Heiligen..."
"So lebe ich die Religion, ich bin Sklave meiner Taufe."
"Eltern, ihr verantwortet mein Unglück und somit das eure."
"Meine Selbstaufopferung, meine wunderbare Güte."
"Hier auf Erden."
"De profundis, Domine."
"Meine Unschuld macht mich traurig."
"Das Leben ist eine Farce..."
Es ist furchtbar.
Caroline!
- Es ist Caroline. - Was ist denn hier los?
- Man wird es Ihnen erklären. - Sie ist im Krankenhaus.
- Wir kommen nicht durch! - Caroline!
- Sie ist im Krankenhaus. - Wann kommt sie?
- Greg... - Es war ein Unfall.
Es war ein Unfall.
Die Schule ist informiert. Beruhigen Sie sich.
- Das ist unmöglich. - Was ist los?
- Schlechte Nachrichten. - Ich hole Greg.
- Sie ist tot. - Greg.
- Sie ist tot. - Nein. Caroline!
Gehen wir.
Ich denke, das reicht erst mal.
In ein paar Tagen holen wir den Rest.
Greg, lass etwas hier.
Ich behalte den Schlüssel für alle Fälle.
Den Schlüssel muss ich an mich nehmen.
- Ich will ihn behalten. - Ja, er behält ihn.
Es tut mir leid, er kann ihn nicht behalten.
Warum nicht? Es ist gut, wenn er ihn hat.
Das geht nicht. Es ist nun mal so.
Anders geht es nicht, aber das macht nichts.
Aber er will doch, dass ich ihn behalte.
Ich brauche den Schlüssel, er gehört Grégoire und nur ihm.
Dann gebe ich ihn ihm.
Das geht aber nicht!
- Sie können nicht für ihn entscheiden. - So ist es aber.
Nur die Ruhe. Ich hab einen zweiten Schlüssel.
Sie gehören nicht einmal zur Familie.
Nun mal langsam, er bestimmt über seinen Schlüssel!
Sie nehmen diesen hier.
Ich behalte meinen.
Das muss ich leider melden.
In der Zwischenzeit lassen Sie uns kurz allein.
Mir ist nicht wohl dabei, Sie allein zu lassen.
Das ist mir egal. Verduften Sie jetzt.
Ich möchte die Situation nicht noch erschweren.
Die soll uns mal schön in Ruhe lassen.
Was soll ich sagen. Es ist hart, aber ich bin da.
Warum kann ich nicht hier bleiben?
Das weißt du doch, so ist das Gesetz.
Keine Angst, ich kümmere mich um alles.
Sie haben versprochen, dass du in eine gute Familie kommst.
Ich kümmere mich darum, dass du zu mir kommst.
Bis dahin musst du tapfer und geduldig sein.
Denk nicht an die Gegenwart.
Denk ab und zu an die Vergangenheit,
aber vor allem an die Zukunft.
An die Zukunft.
Caroline hätte dich nicht traurig sehen wollen.
Sie hat uns allein gelassen, aber wir schaffen das.
Okay?
Ich hab nur die Seite gewechselt.
- Ich bin du. - Das Leben...
- Du bist ich. - Das Leben braucht...
Was wir füreinander waren, sind wir für immer, mein Name bleibt.
Als ich heute Morgen erwachte, hatte ich eine Bowlingkugel im Magen.
- Das Leben bleibt immer gleich. - Ein Geheimnis...
- Ich träumte, dass alles Unsinn war. - Ein Herz schlägt und erlischt.
Doch zunächst die Ekstase.
Ich öffne die Tür, trete ein, ich bin nicht weit.
Ich atme auf der anderen Seite des Weges.
Siehst du?
- Alles ist gut. - Meine Augen sind rot.
Ich bin allein.
Man muss akzeptieren.
Hast du Hunger?
Nein.
Ich hab den Unterricht verpasst.
Komm näher.
Noch näher.
Drückt mich ganz fest.
Es ist sechs Uhr.
Die Sonne geht unter.
Ich werde nirgendwohin gehen.
Ganz einfach:
Ein Unfall in den Bergen, keine Eltern mehr.
Irgendwann tauchen sie wieder auf.
Die Berge geben zurück, was sie genommen haben.
An diesem Tag wollte ich tot sein.
Los, iss was.
Los!
- Ich hab keinen Hunger. - Das tut dir gut.
- Iss! - Ich hab keinen Hunger.
Iss.
- Hör auf. - Lutsch ihre Titten!
- Lutsch ihre Titten! - Komm.
- Dann iss mich! - Lass mich.
Ich kenne das alles auswendig.
Es gibt keine Familie für ihn.
Und ich bekomme kein Sorgerecht.
Sie haben ihm eine gute Familie versprochen.
Das finde ich nicht gut.
- Du hättest es ihm sagen sollen. - Danke.
Sag mal, Vincent... wie lange kennen wir uns jetzt?
Ungefähr drei Wochen, und seit drei Tagen sind wir hier.
Ich sollte mal anrufen.
Vorher schlafen wir.
Ach, du bist es. Schöne Überraschung.
Ich wollte schauen, wie's dir geht.
Wie du siehst...
- Du bist nicht allein? - Nein.
Was ist mit deiner Post?
Ist mir egal.
- Brauchst du... - Ich brauche nichts.
Ich hab an dich gedacht...
Melde dich ruhig. Ich bin da.
- Tschüss, Anne. - Tschüss.
Was machst du denn hier?
Reist du allein?
Er ist nicht entwertet.
Warst du zu spät dran?
Mein Vater und ich hatten eine Autopanne.
Ich sollte deshalb nicht den Zug verpassen.
Meine Mutter erwartet mich am Bahnhof.
Na dann...
Gute Reise.
- Danke. - Hinten sind noch freie Plätze.
Auf Wiedersehen.
"Seine Augen verloren sich in seinem Gesicht,
das ihm fremder schien denn je und doch so vertraut."
"Schließlich erkannte er sein eigenes Gesicht."
"Dieses traurige Gesicht reflektierte seine Einsamkeit."
"Es war das gleiche Leid..."
Greg... Was machst du denn hier?
Freust du dich nicht?
Ich bin überrascht.
Entschuldige, ich bin ziemlich müde.
Ich komme vom Bahnhof.
Ich wusste, du bist hier.
- Wo kommst du her? - Dijon.
Ich hab's dir doch geschrieben.
Ich hab meine Post nicht geöffnet.
Angerufen hab ich auch.
Ich bin nicht drangegangen.
Du bist also abgehauen, stimmt's?
Ich dachte, du wärst froh mich zu sehen.
Bin ich doch.
Fang nicht wieder damit an.
Das ist unmöglich.
Ich will nicht zurück, ich will hier bleiben!
Hab dich nicht so, das bringt nichts.
- Ich mach das schon. - Was denn?
- Bitte? - Du hast nichts gemacht.
Es ist nicht so leicht wie du denkst.
Du bleibst erst mal in der Familie.
Es geht nicht anders.
Du wolltest mich doch zu dir holen?
Das ist aber nicht möglich.
Es wird wahrscheinlich nie möglich sein.
Warum hängst du dich an mich? Ich mache dich nicht glücklich.
Guck mich nicht so an. Ich bin nur ehrlich.
Sag nicht, dass du in Paris warst.
Du darfst mich nicht erwähnen, okay?
Sonst kann ich nichts mehr tun.
Bis dann.
Hallo, ich bin's.
Ja, ich bin's. Ich bin gleich da.
Kommst du?
- Was ist los mit dir? - Und was ist das?
Ein Auto.
Ja und? Es ist von Charles. Mach jetzt bitte keine Szene.
- Du hast gar keinen Führerschein. - Aber bald.
Wohin fahren wir?
Einkaufen.
Erzähl mir von dem Jungen.
Was sagst du?
Ist mir egal.
Alles klar!
- Was meinen Sie? - Sie sehen toll aus.
- Haben Sie noch was? - Das ist Ihre Größe.
Oder, Thomas?
Das hier?
Gut, dann nicht.
Zieh nicht so ein Gesicht. Ich kann nichts tun.
Außerdem bin ich vorbestraft.
Ich bin nicht die ideale Frau.
Und dieses?
Ist doch schön.
Lass ihn nicht einfach hängen.
Unternimm was!
Dann weißt du, ob du einen Arsch in der Hose hast.
Thomas, tu was, setz dich in Bewegung!
Lass dir was einfallen!
Guten Tag.
Ich hab einen Termin.
Ich komme gleich.
Guten Tag.
Es freut mich, Sie zu sehen.
Sie verlieren keine Zeit.
Sie suchen mich auf...
ohne Voranmeldung.
Ich bin überrascht und sehr verwirrt.
Sie waren Carolines beste Freundin.
Sie hat mir oft von Ihnen erzählt.
Die Situation berührt mich sehr.
Das ist keine Kleinigkeit.
- Ich bin verheiratet. - Ich weiß.
- Zwei Kinder. - Das weiß ich.
Genau das Richtige.
Ich hab keine andere Lösung gesehen.
Er will bei mir leben.
Jemand muss das Sorgerecht bekommen,
der ihm seine Freiheit lässt,
damit er mich besuchen kann, wenn er will, oder auch nicht.
Das ist nur mithilfe einer Familie möglich.
Deshalb dachte ich an Sie.
Das ist eine enorme Verantwortung.
Ich wende mich an Sie, weil es keine andere Lösung gibt.
Ich weiß, dass etwas geschehen muss.
- Ich kann Ihnen nicht sofort antworten. - Doch.
Nein.
Scheiße.
Mein Schlüssel ist weg.
- Hast du deinen dabei? - Der ist in der Wohnung.
Toll!
Es dauert nicht lange.
Laurence Gizard, bitte.
Sie ist im Gespräch.
Wer spricht, bitte?
Thomas, richten Sie ihr aus,
dass ich ihr für alles danke und dass sie zum Teufel gehen soll!
Schlampe!
- Das ging wirklich schnell. - Nicht wahr?
Ich hab das Nötige veranlasst, mehr kann ich nicht tun.
Veranlassen Sie das Nötige noch mal.
Ich hab nicht ewig Zeit.
- Ich hab den Aufseher benachrichtigt. - Dann fragen Sie, wo er bleibt.
Ja, ich rufe ja schon an, okay.
Hallo, es geht um den jungen Mann, der auf Grégoire Delubac wartet.
Ja.
Ach so, ja ist gut. Gut, vielen Dank.
Gehen Sie bitte in diesen Raum, er kommt gleich.
Sehen Sie.
- Hallo, Greg. - Hallo.
Die blöde Tussi an der Rezeption kann mich nicht leiden.
Warum bist du gekommen?
- Um zu sehen, wie es dir geht. - Gut.
Es ist gar nicht so einfach, hier einen Besuch zu machen.
Ich musste tausendmal anrufen, einen Brief schreiben...
Warum ziehst du so ein Gesicht?
Ich will dir helfen.
Hier ist es wie im Gefängnis.
Ich bin denen scheißegal.
Ich weiß, aber...
Du hast es versprochen auf der Bank.
''Ich bleib immer bei dir''.
Du hältst deine Versprechen nicht!
- Greg... - Ich hör nicht mehr auf dich!
Warum tun sie mir das an?
Ich bin doch kein Tier!
- Hör mir zu... - Ich hab nichts Böses getan.
Meine Mutter ist tot, so!
Aber ich weiß, was ich will:
Ich will zu dir.
Ich will hier weg, für mich selbst entscheiden.
- Ich finde eine Lösung, Greg. - Soll ich warten, bis ich 18 bin?
Ich will nicht warten.
Du hast mich fallen lassen!
Nein, Greg!
Ich will dich nicht mehr sehen!
- Greg! - Nein! Nein!
"Weck mich auf, lieber Gott!"
"Meine Träume sind mir fremd, meine Seele schmerzt,
aus Angst, einen Fehler gemacht zu haben."
"Aus Angst, der Tod könne...
"Ein Kind, ein Junge oder ein junger Mann?"
"Aus dem Foto dringt sein Blick in das Dunkel..."
Sagen Sie dieses Essen ab.
- Das ist schon das zweite Mal. - Ihre Meinung ist nicht gefragt.
Ah, Thomas!
- Guten Tag, Euer Ehren. - Meine Güte, hast du dich verändert.
Wie groß du geworden bist. Nimm Platz!
Ich hätte dich nicht wiedererkannt.
Wie lange ist es her?
Sechs oder sieben Jahre.
- Willst du was trinken? - Nein, danke.
Trink einen Whisky mit mir.
Du wohnst in der Wohnung deiner Eltern?
Ja.
Das ist gut.
Anne sagte, dass ihr noch Kontakt habt. Das freut mich!
Es ist sicher nicht leicht mit ihr.
Ein Spezialfall.
In der Tat.
Nun...
Du bist also wegen der Sache hier, die wir am Telefon besprochen haben?
Dein Anruf hat mich wirklich gefreut.
Momentan ist er in einem Heim.
Es geht ihm gar nicht gut.
Ich kann nur wiederholen, was ich dir bereits gesagt hab.
Ein Kollege von mir, der sich mit Jugendrecht auskennt,
konnte es auch nur bestätigen.
Er hat zwar das Recht auf einen Anwalt, aber das ist auch schon alles.
Man kann nichts machen. In deinem Fall
kann man ein Zuhause für ihn finden, das ist kein Problem.
Er kommt in eine Familie.
Aber es ist völlig ausgeschlossen, dass er bei dir leben könnte.
Er denkt an nichts anderes und er versteht es nicht.
Die Situation ist eindeutig.
Da er weder Familie noch Verwandte hat, wird er untergebracht.
Bei dir war es anders:
Du hattest deine Großmutter.
Ja sogar eine Tante. Und dann diese juristischen Geschichten.
Die finanzielle Situation, die Geschäfte deines Vaters und all das.
Man hat nicht mal ihre Leichen gefunden.
Ich würde dem Richter gerne alles erklären.
Es wird nichts bringen, aber ich kann ein Treffen organisieren.
Wie heißt der Richter?
Das hab ich vergessen.
Gib mir morgen seinen Namen, aber ich wiederhole:
Man kann nur eine Familie für ihn finden.
Eine Familie in deiner Nähe.
Oder er muss verschwinden, sodass man ihn nie wiederfindet.
Du kannst dir vorstellen, was das bedeutet.
Also noch mal:
In der jetzigen Situation hat er leider gar keine Rechte.
Nimmst du noch ein Glas?
Ich kann nicht alles alleine trinken.
Das tut gut.
Bitte sehr.
Du weißt...
Ich hab es dir schon gesagt.
Du kannst deine Rechte geltend machen.
Es geht um sehr viel Geld.
Sehr viel.
Ich will nichts von meinem Vater wissen.
Ich nehme nichts von ihm.
Das ist schade.
Sieh ihn dir an.
Da war er glücklich.
Alles Erinnerung.
Wie lang ist das her? 20 Jahre?
Du warst vielleicht fünf Jahre alt, noch ganz klein.
Er war ein Frauenheld, dein Vater, ein Don Juan.
Wir waren in dasselbe Mädchen verliebt.
Aber er hatte ein Auto, also ist sie mit ihm abgezogen.
Und ich stand da wie ein Trottel.
Das waren schon gute Zeiten!
Die Barrikaden, Saint-Germain,
die kleine Kirche, das Dorf,
Rauch, Verrücktheit und das Odéon.
Ich wollte Schauspieler sein.
Jean-Louis Barrault.
Das Théâtre de France.
Malraux.
Sie möchten also das Sorgerecht für Grégoire beantragen?
Ja, ja, so ist es.
Halten Sie mich für einen Dummkopf?
Fräulein Anne Chastin.
Das bin ich.
Fräulein Chastin, wir hatten zwar noch nicht persönlich das Vergnügen,
doch Ihre Heldentaten sind allgemein bekannt.
- Vergangene, Herr Richter. - Ja...
Die Vergangenheit vergisst man nicht und sie ist noch jung.
Gut.
Was machen Sie zurzeit?
- Ich studiere. - Ah, sehr schön.
Wo?
In einer Sprachschule.
Sie sind sehr elegant gekleidet.
- Ist das verboten? - Natürlich nicht.
Schweifen wir nicht ab?
Hören Sie, meine Lieben, ich muss mich fragen,
weshalb so charmante Leute wie Sie,
nicht lieber eigene Kinder machen, das würde sehr viel schneller gehen.
Machen Sie sich um Grégoire keine Sorgen.
Ich denke, mit anderen Personen hat er eine bessere Zukunft.
Ich hab es dir gesagt, diese Klamotten...
Und den Porsche musstest du vor seiner Nase parken.
Du warst aggressiv.
Ich kann nicht anders. Ich kenne sie zu gut.
Ja, da hast du's.
Ich ertrage sie eben nicht.
Es war alles umsonst.
Das war doch klar, Thomas.
Egal, nichts ist verloren. Vertrau mir!
Dir vertrauen?
Ja.
Gut, bis nachher, danke.
Das war's.
Perfekt.
- Frauen sind doch manchmal nützlich. - Ja, schon gut.
Lass das lieber.
Ich gehe dann mal.
Danke, oder so...
Ist nicht nötig.
Danke.
Ich rufe dich von unterwegs an.
Hallo, Anne...
Thomas.
Greg.
Die Polizei fragt nach dir.
Ein Kind ist gestern verschwunden.
Wir haben die ganze Nacht gevögelt.
Das sieht man ihm doch an.
Entschuldigen Sie uns.
Ich hab noch nicht genug.
- Geht's? - Ja.
Ich kann in der Küche frühstücken.
Nein, hier ist es gut.
Wissen Sie, es ist komisch, hier zu sein.
Wie ein Traum.
Du kannst mich duzen.
Du siehst fertig aus.
Ich hab auch überall Muskelkater.
Muskelkater?
In Anbetracht unserer Lage ist der Muskelkater nur Nebensache.
- Hast du Hunger? - Ja.
Ich mach uns was.
Was willst du?
Was du willst.
- Ist Anne nicht da? - Sie hat Schule.
Du bleibst erstmal hier.
Ich bleibe wegen der Bullen bei mir.
Ich komme oft vorbei.
Du musst auf tausend Sachen achten.
Hörst du mich?
Wie bitte?
Du musst aufpassen.
Ja.
Keine Kumpels, du stellst dich tot. Und geh nicht heim!
- Hast du verstanden? - Ja.
Bist du sicher?
Ja, ja.
Wiederhol mal!
Also, ich gehe nicht nach Hause, keine Kumpels und ich stell mich tot.
Was hältst du von Salat?
Wo warst du denn?
Einkaufen.
Übertreibst du es nicht ein bisschen? Du siehst überall Bullen.
Früher war hier ein Kino.
Jetzt ist hier Armani.
Gegenüber Cartier.
Ein Stück weiter Dior.
Im Café Flore sind nur noch die Schatten der Künstler.
- Und? - Nichts "und".
Vincent, wie lange kennen wir uns?
Bald vier Monate.
Komisch, manchmal scheint es mir lang und gleichzeitig...
So kurz kommt es mir auch nicht vor, aber irgendwie geht es nicht weiter.
Je länger wir uns kennen, desto unklarer wird es für mich.
Was dich betrifft.
Eigentlich kommt man sich näher, je länger man zusammen ist.
Mit dir ist es umgekehrt.
Das ist nicht leicht für mich.
Wenigstens sind es schon vier Monate.
"Alles war mir fremd, bis ich dich fand."
"Ich war Wege gegangen, die nirgendwohin führten."
"Welch schwere Zeit..."
Ja, ich verstehe.
Es gab keine andere Lösung.
Das war der Anwalt, er hat keine Ahnung.
Mir hat er schon oft geholfen.
Es ist mir auch egal.
Sei bei der Sache mit Greg vorsichtig mit Géraldine!
Auf wessen Namen läuft die Wohnung?
Charles.
Die Bullen finden diesen Zusammenhang nie.
Wie gefallen sie dir?
Das Bild oder die beiden Typen?
Der Blonde ist okay, der Braunhaarige nicht.
Hör auf zu glotzen.
Und was ist mit dir?
- Bei mir ist das was anderes. - Natürlich, wie immer.
Magst du Renoir?
Sein Sohn ist mir lieber.
Es wird zurzeit in New York gezeigt,
aber ich zeige Ihnen eine Abbildung.
Das Bild ist typisch für den Impressionismus.
Es zeigt Monets Schwester auf ihrem Totenbett.
Nein... Das ist nicht seine Schwester...
sondern seine erste Frau.
Es schert uns herzlich wenig, ob es impressionistisch ist.
Faszinierend ist der hartnäckige Wille,
nicht verschwinden zu wollen.
Jedes Mal, wenn man dieses Bild betrachtet,
stellt man sich vor, die Frau sei verschwunden.
Aber sie ist immer noch da.
Sie versucht zu verschwinden, ohne dass es ihr gelingt.
Ein tragisches Gemälde.
"Der Himmel, ihr Beschützer, ist um eine Heilige reicher."
"Ich bete zu Gott, dass sie ihre Augen nicht öffnet,
während dunkle Gestalten..."
Ihre Besorgnis um den Jungen Delubac ist in höchstem Maße erstaunlich.
Es wurde alles Notwendige veranlasst, um ihn wiederzufinden.
Ich zähle auf Ihre Unterstützung, sollte er sich melden.
Mein Vertrauen Ihnen gegenüber ist jedoch beschränkt.
Wundern Sie sich also nicht über regelmäßige Besuche,
für den Fall, dass Sie es versäumen uns zu informieren.
Was findet ihr aufregender?
Seinen Hintern in engen Jeans, wenn er keine Unterhose trägt...
Ist schon gut...
Mit wem triffst du dich jeden Abend?
Das sag ich dir nicht.
Warum gehst du heute nicht?
Grégoire, das reicht.
Sie kann doch sagen wie er heißt.
- Nein. - Bitte.
Nein.
Wo hast du Thomas kennengelernt?
Das geht dich nichts an.
Wie lange ist es denn her?
Ich war vier Jahre alt.
- So lange schon? - Ja.
- Wo denn? - Auf einem Spielplatz.
Er mochte sein Bonbon nicht
und hat es mir in den Mund gesteckt.
Ihr habt zusammen geschlafen.
Hör dir den an!
- Und? - Kann sein.
- Ihr wart zusammen. - Das geht dich gar nichts an.
- Und du? - Was, ich?
Er gefällt dir, oder?
Das reicht. Geh lieber ins Bett.
- Wie läuft dein Studium? - Ganz gut.
Du gehst doch nie hin. Wo ist denn die Uni?
So, genug für heute.
Wir wollen jetzt schlafen.
Ich möchte bei euch schlafen.
- Nein, du nervst. - Ihr nervt!
- Du redest zu viel. - Man darf nicht mal Fragen stellen!
- Wahrscheinlich habt ihr eure Tage. - Wie bitte?
Thomas sagt, dass Frauen dann genervt sind.
So was gibt es bei uns nicht, und du gehst jetzt mal rüber.
Heute schlafe ich hier und morgen in meinem Bett, okay?
Gut, dann schläft er heute hier.
Wenn Géraldine ja sagt.
Vielleicht hörst du dann auf zu reden.
Hier ist alles voller Krümel. Das ist total eklig.
- Ja, das hast du davon. - Machst du den Fernseher aus?
Jetzt hat's dir die Sprache verschlagen.
Wir warten schon seit über einer Stunde auf sie!
Willst du einen Apfel?
Was ist los mit dir? Du futterst am laufenden Band.
Sie kommt doch immer zu spät.
Los, wir nehmen das Motorrad, sonst kommen wir zu spät.
Wir gehen ohne sie?
Ja. Wo ist der Schlüssel?
Das ist doch Quatsch.
Und wo ist Géraldine?
Sie ist nicht da.
Komm, wir gehen. Los, beeil dich!
Aber...
Greg, nimm die Helme, wir gehen jetzt!
Bleib mal hier und warte kurz.
Was soll das? Wir warten seit einer Stunde.
Es tut mir leid. Ich hab mich in der Zeit vertan.
- Und du, halt die Klappe. - Wie bitte?
Du bist ja in Höchstform.
Was sagt er?
Dass du deinen Mund halten sollst.
- Wer ist der Idiot? - Ist schon gut.
Wir sehen uns morgen.
- Los, hau schon ab. - Das reicht.
Wiederhol das nochmal!
Brauchst du ein Hörgerät, Opa?
Humor hat er auch.
Beruhige dich jetzt, es reicht.
Provozier mich nicht!
Verstanden?
- Thomas... - Hau ab!
- Hau ab! - Komm.
Was soll das?
Wie geht's, Schatz?
Warum prügeln sie sich?
- Ist das Charles? - Mach dir keine Sorgen.
Aber guck sie dir doch an!
- Typen sind so. - Sie werden sich verletzen.
- Das ist gleich vorbei. - Tu irgendwas!
Das reicht jetzt...
Da hast du's.
Bist du jetzt zufrieden?
- Anne... - Geht's?
- Lass sie los! - Es geht schon.
Ihr beide seid völlig bescheuert.
Ich will euch nicht mehr sehen!
Hast du dir wehgetan?
Nein, alles nur Theater.
- Reg dich ab. - Geh ins Altersheim!
- Idiot! - Alter Sack!
Fährt die Kiste?
Hör auf!
Weshalb die Prügelei?
Wer ist denn dieser Charles?
Er ist aus der Werbebranche.
Ein Arbeitskollege. Thomas hasst ihn.
Warum?
Weil Thomas auf alle eifersüchtig ist, die sich mir nähern.
Ihr beide seid kompliziert.
Er ist kompliziert. Das weißt du doch selbst.
Ich liebe ihn trotzdem.
Du bist auch kompliziert.
Aber mich liebst du nicht?
Doch Anne, ich liebe dich.
- Wirklich? - Ja.
Es war am 22. März in Nanterre,
angeführt von einem Deutschen jüdischer Abstammung, Cohn-Bendit.
Welche Ursache haben diese Krawalle, ohne politischen Hintergrund,
obwohl die Anführer...
Halt's Maul!
Hört!
Stille... Hört Saint-Germain.
Hört Saint-Germain-des-Prés!
Ich bin ihm völlig egal.
Sag so was nicht.
Er kommt doch immer zu spät.
Er besucht mich kaum noch.
Ich bin ihm egal.
Er hat dich sehr gern.
Momentan steht er etwas neben sich.
Das legt sich wieder.
Guten Abend.
Wie geht es Ihnen?
Alles klar?
Bella!
Weißt du eigentlich, dass ich dich liebe?
Küsschen?
Kein Küsschen.
Gut.
Ich weiß, ich bin zu spät, es ist immer dasselbe.
Es tut mir leid. Erspart mir die Moralpredigt.
Wir haben nichts gesagt.
Eure langen Gesichter sagen alles.
- Das ist nicht komisch. - Sie hat Recht.
Du siehst ihn ewig nicht, und dann erscheinst du besoffen.
Sie hat Recht.
Plapper nicht alles nach, du Papagei!
Mach dir nichts draus. Er ist total besoffen.
Du tust mir leid.
Warum sagst du das?
Du hast wirklich kein Glück.
Das reicht.
Ich bin hier, genügt das nicht?
Ich bin nicht sein Vater.
- Du hast sie nicht mehr alle. - Du tust mir so leid, du bist...
- Keinen Ton mehr! - Ich denk nicht dran.
Du lässt dich von einer Nutte trösten.
Und ich bin auch nicht besser.
Reiß dich zusammen!
Du lebst mit einer Nutte, Greg. Mit zweien sogar!
Halt die Klappe, du Arschloch!
Sie bumst mit einem alten Sack für sein Geld. Sie ist eine Nutte!
Haut doch ab!
Armes Schwein!
Ich bleibe allein, allein...
ganz allein.
Ich gehe nicht schlafen, bevor du nicht rauskommst.
Grégoire, ich bin's. Mach bitte die Tür auf.
Mach schon auf, Grégoire!
Grégoire, Géraldine ist weg.
Ich möchte nur kurz reinkommen.
Lass mich zwei Minuten mir dir reden.
Ich dachte, wir könnten vernünftig miteinander reden.
Darf ich mich setzen?
Fass mich nicht an!
Es tut mir leid, Grégoire.
Stimmt es, was Thomas gesagt hat?
Natürlich nicht.
Ich verstehe nichts mehr.
Er sagt Sachen, die nicht stimmen.
Warum sagt er sie dann?
Ich bin dir doch auch egal.
Aber nicht doch.
Ich liebe dich, Grégoire.
Ist Géraldine eine Nutte?
Ja, na und? Das ändert doch nichts.
Doch, es ist widerlich.
Nein.
Sie verdient sich so ihr Geld. Andere gehen ins Büro.
Sie ist trotzdem toll und sie mag dich sehr gerne.
Fällt ihr nichts Besseres ein, als für Geld mit Typen zu schlafen?
Und du?
Was?
Wer ist Charles?
Er ist ein Mann, der mich liebt...
und den ich mag. Das ist alles.
Bezahlt er dich?
Nein, er bezahlt mich nicht.
Er mag mich, also macht er mir Geschenke.
Ich mache dir doch auch Geschenke.
Ich verstehe das nicht.
Du liebst Thomas und bist mit einem alten Kerl zusammen.
Außerdem arbeitet ihr nicht!
Das Leben ist keine einfache Gleichung.
Dinge verändern sich.
Menschen kommen und gehen.
Sie lieben sich eine Weile und dann nicht mehr.
Mit Thomas und mir ist es kompliziert.
Manchmal liebt man jemanden, kann aber nicht zusammenleben.
So ist das.
Mit 14 war er in mich verliebt.
Für mich war er ein kleiner Junge.
Siehst du... die Zeiten ändern sich.
Das meinte ich eben.
Du bist stärker als wir.
Wir lassen dich nicht fallen.
Vertrau Thomas, er wird sich ändern.
Du wirst sehen.
Es fällt mir schwer, dir zu glauben.
Ihr lügt so viel.
Ich will allein sein.
Thomas geht es sehr schlecht.
Was hast du damit zu tun?
Liebst du ihn wirklich?
Ja.
"Als hätte er alles vergessen
und nichts mehr verstanden."
"Er presste sein Gesicht gegen das Foto,
als sei dieser Kuss der Ersatz für alles andere."
Thomas.
- Das brauche ich nicht. - Doch.
Mach ihm klar, dass es so nicht geht.
Thomas... Thomas!
Er war besorgt.
Thomas!
Thomas, wach auf! Thomas!
Thomas! Thomas!
Alles wird gut.
Du hast mir Angst gemacht.
Seit einer Woche meldest du dich nicht.
Ich kann das nicht länger mitansehen. Was willst du erreichen?
Wir haben uns immer unser Leben leben lassen, aber es gibt Grenzen.
Das musst du mir gerade sagen.
Du hast zuerst Scheiße gebaut.
Ich kenne das, aber Mädchen sind reifer.
Ich liebe dich, und du machst dich kaputt.
Versteh endlich, unsere Eltern sind tot.
Sie sind alle vier im Eis begraben.
Hör auf!
Das ist unser Leben.
Ich kann nicht mitansehen, was du dir antust.
Und du mit all deinen Kerlen? Du widerst mich an.
Und der alte Sack, der dich aushält.
Er ist mir egal.
So bin ich beschäftigt.
Aber er ist da.
Du darfst jetzt nur an Grégoire denken.
Grégoire, das ist unmöglich.
Wir können uns nicht ewig verstecken.
Ich bin müde.
Kann an nichts mehr glauben.
Küss mich.
Küss mich.
Wie Freunde.
Komm schon!
KOMMT UND FEIERT IN DER RUE GUISARDE 12, THOMAS.
Wo wird das nur enden?
Ich weiß es nicht.
Wärst du bei Mama geblieben?
Ich weiß nicht.
Sie fehlt uns, nicht wahr?
Ich denke ständig an sie.
Tag und Nacht.
Werde ich sie eines Tages vergessen?
Oder weniger oft an sie denken?
Ich weiß nicht.
Meine Mutter ist seit 15 Jahren tot und ich denke täglich an sie.
Ich weiß es wirklich nicht.
Es gibt ein schönes Lied über die Zeit.
Wie heißt es da?
Dort heißt es, dass mit der Zeit alles vergeht.
Los, komm, wir gehen.
Es ist kalt.
Wir müssen uns beeilen.
Ist das schön!
Es ist superschön.
Wo ist das Haus deiner Eltern?
Das Haus dort unten, siehst du?
Es ist wunderschön.
Sag mal, Thomas...
lassen sie uns hier in Ruhe?
Ich weiß nicht.
Wir werden sehen.
Warst du lange hier?
Das Zimmer meiner Eltern.
Thomas.
Anne, Thomas, kommt ihr?
War Anne schon mal hier?
Sie war jeden Sommer hier.
Wir gingen oft dorthin, an den Küstenvorsprung.
Pass auf, Ibiza ist riskant.
- Wo ist denn dieses Haus? - Genau über dem meiner Eltern.
Ich miete es unter falschem Namen.
Anne, du wirst älter.
Du sorgst dich um mich... um Grégoire...
Na und?
Wie ist es dort?
Rate mal.
Ich sehe dein schelmisches Lächeln.
Was machen die Bullen?
Sie kennen die Adresse.
Sie waren hier, aber Géraldine hat gut reagiert.
Deshalb rufe ich aus einer Zelle an.
Was ist mit dem Haus?
Es ist verfallen. Sonst ist alles wie früher.
Die Sonne...
dieses wunderschöne Licht, das Blau.
Ich hoffe, alles geht gut.
Kommst du mal? Anne ist am Telefon.
Ja, ich komme.
Das Schlauchboot holen wir morgen.
- Er kommt. - Also, bis bald.
Hallo...
Hast du Hunger?
Ja.
Entschuldigen Sie, sind Sie Franzose?
Ja, warum?
Sind Sie nicht Thomas? Der Sohn von Gustave und Julie?
Ja.
Erinnerst du dich nicht an mich?
Verrückt, wie du deiner Mutter ähnelst.
Ich bin Marc-Arnaud,
ein alter Freund deiner Eltern.
Ich hab dich damals nach Frankreich gebracht.
Kann sein.
Bleibst du länger?
Ein paar Tage.
Hör zu... Ich möchte dich gerne einladen.
Donnerstagabend feiern wir Stéphanes Geburtstag.
Es werden viele Freunde deiner Eltern da sein.
Ich gebe dir die Adresse.
Ich werde kommen.
Das freut mich sehr.
Auf Wiedersehen.
Greg!
Wer war das?
Ein altes Phantom.
Los, komm!
Waschlappen.
Los!
Angsthase.
Du traust dich nicht.
Was willst du, Zwerg?
Komm schon! Los!
Ich glaube, ich sterbe.
Du musst mich retten.
Hilfe, ich ertrinke.
Sehr freundlich.
"Er ging durch die immer enger werdenden Gassen."
"Er hatte nicht gemerkt, dass der Weg nicht weiterführte."
"Er war am Stadtrand angelangt."
"In der Abendwärme lag eine fremde Stadt,
in der raunende Quellen in Meeresgetöse übergingen."
Hast du mal einen angefasst?
Nein.
Könntest du einen Delfin anfassen?
Ich glaube schon.
Man muss schnell schwimmen.
Die Jungs in deinem Alter gehen zur Schule.
Solltest du nicht auch was tun?
Und ich hab bald keine Kohle mehr.
Ich muss eine Lösung finden.
Er ist wundervoll.
Habt vielen Dank.
Danke, mein Schatz.
Danke.
Wunderbar.
Was für eine tolle Party!
Zum Geburtstag viel Glück...
Vielen Dank, meine Lieben.
Also gut, wir setzen das Messer hier an.
Bitte, Florence.
Nimm du zuerst!
Vergessen wir nicht den Sohn von Gustave!
Ich freue mich... Komm doch ein bisschen zu uns!
Hab teil an meinem Geburtstag. Ich bin sehr gerührt.
Ich freue mich, dass er da ist.
Er soll sich etwas amüsieren.
Mein Vater hat meine Mutter getötet.
Keiner von euch Pseudo-Hippies hat eine reine Weste.
Ihr seid für ihren Tod verantwortlich.
Ihr seid mein Albtraum.
Du weißt, es war ein Unfall.
Ein Unfall?
Vielen Dank für alles.
Glaubt mir, es hat mich wahnsinnig gefreut.
Ich hab meinen Geburtstag seit Jahren nicht mehr gefeiert.
Aber heute Abend holen wir das nach.
Was ist, wenn mir was passiert und du alleine auf Ibiza bist?
Es wird schon nichts passieren.
Man weiß nie.
Ich sage dir, was du dann machen musst.
Ich würde Anne anrufen.
Hör mir zu.
Du setzt dich hin...
und hörst mir genau zu.
Was wollte er?
Er wollte wissen, ob ich in Paris bin.
- Sicher? - Ja, er lässt nicht locker.
Er will dich unbedingt kriegen, dieser kleine Scheißkerl.
Anne hat er auch auf dem Kieker.
Scheiße.
Wann kommst du zurück?
Heute Abend oder morgen früh.
Wie läuft es?
Hier ist alles in Ordnung.
Ich muss Schluss machen. Ich umarme dich.
Küsschen. Ciao.
- Sag, Vincent... - Es sind sechs Monate.
Und seit einem Monat bist du weg.
Ich kann dir nicht geben, was du suchst.
Es tut mir leid.
Was ist?
Ich warte auf dich.
Beeil dich, ich warte.
Los!
Weißt du noch, bei deiner Oma?
Wir wollten heute die Vergangenheit vergessen.
Ja, stimmt.
Ich hatte vergessen, wie schön es ist.
Keine Vergangenheit.
Aber das ist schwer.
Ich mag deinen Körper.
Deine Haut ist weich.
Sie ist zart.
Wenn ich mal alt bin...
Auch keine Zukunft.
Jetzt liebe ich dich.
"Du darfst nicht zuhören, deine Augen sind geschlossen."
"Die Nächte waren furchterregend, ich werde dir alles erzählen..."
Ich mag den Palais Royal.
Hier lebte der Bruder von Ludwig XIV.
Schwuchtel und Künstlerfreund.
Wann soll ich kommen?
Wann du willst.
Ich komme für ein paar Tage.
Die Bullen lassen nicht locker.
Nimm das Motorrad bis Barcelona.
Dort lässt du es stehen.
Dann nimmst du die Fähre.
Meinst du nicht, wir werden beobachtet?
Seit Tagen hab ich das Gefühl, verfolgt zu werden.
Ich glaube, es sind die Bullen.
Anne, es ist das Schicksal.
Hör auf damit, ich meine es ernst.
Wirklich?
Was ist denn?
Versteck dich unten!
Guten Morgen, Polizei von Ibiza.
Wir möchten Sie gerne sprechen.
Ich komme.
Wir sind etwas früh dran.
Entschuldigen Sie, es geht um ein Boot.
Ja, ich höre.
Es geht um das Schlauchboot.
Leben Sie das ganze Jahr über hier?
Nein.
Nur eine Weile, um in Ruhe zu lernen.
Geht es um mein Boot?
Sie besitzen ein Schlauchboot?
Ja, und?
Wir haben ein Schlauchboot gefunden,
das auf die Beschreibung eines gestohlenen Bootes passt.
Es gehört zum Haus nebenan.
Ja, und?
Die Besitzer scheinen nicht da zu sein.
Wir wollten wissen, ob Sie sie gesehen haben.
Ich glaube, da ist niemand.
Ich melde mich, sollte ich was hören.
Sehr gut. Vielen Dank für Ihre Mithilfe.
- Gern geschehen, Adios. - Adios.
Du hast mich erschreckt!
Was wollten die?
Deine Haut!
Ich mache Spaß.
Irgendein gestohlenes Schlauchboot.
Und wenn es ein Vorwand war?
Ich denke nicht.
Frühstück in der Sonne.
Mach das nicht noch mal!
Das Auto ist dort.
Und wie geht es Grégoire?
Sehr gut, er ist in der Bucht.
- Was macht er da? - Er angelt...
Ja?
- Wir fahren zu ihm. - Ganz allein?
Ja, er wartet auf uns.
Ich hab ihm beigebracht, wie man Schlauchboot fährt.
- Ach ja? - Ja.
Ist mit dem Motorrad alles gut gelaufen?
Ja, wie besprochen.
Wie ist es, hier zu sein?
Ich freue mich.
- Hier oder da? - Da lang.
Hier entlang.
Da ist Greg.
Alles gut, verschwinden wir.
Greg! Greg!
Verschwinde!
Verschwinde!
Hau ab!
Komm, Anne!
Verschwinde!
- Wie wir es besprochen haben. - Warum? Was ist los?
Frag nicht, verschwinde.
Los, schnell! Hau ab! Schnell!
Beeil dich!
Los, Greg!
Los!
Anne!
Anne, pass auf!
Anne!
Anne.
Anne! Anne.
Ich weiß nicht, was passiert ist.
Er ist wie sein Vater. Nichts kann ihn aufhalten.
Wirst du klarkommen, wenn wir dich abgesetzt haben?
Ich weiß, was zu tun ist.
Ich soll Ihnen nicht trauen.
Du solltest uns um Hilfe bitten.
Aber ich soll Ihnen nicht trauen.
Er gibt uns die Schuld.
Wir hätten seinen Vater zum Risiko verleitet.
Wie damals in der Nacht der Barrikaden.
Ja, Thomas hat das nie verstanden.
Wie ein Wunder konnte der Hubschrauber landen.
Sie wollten in die Schweiz und haben sich im Eis verirrt.
- Thomas war damals hier. - Mit der kleinen Anne.
Wir haben sie nach Frankreich gebracht.
Das ist 15 Jahre her.
Thomas!
"Ein Kind, ein Junge, oder ein junger Mann?"
"Aus dem Foto dringt sein Blick in das Dunkel des Zimmers."
"Ein Blick rührender Ernsthaftigkeit..."
"Ich bin 13 Jahre alt."
"Ich möchte eine Geschichte erzählen."
"Zunächst das Zitat aus einem Buch, das ein Junge gern mochte."
"Wir brauchen eine neue Unschuld."
"Wir müssen stumm und taub sein, bereit zu verschwinden."
"Nur so können wir die Fehler unserer Väter wieder gutmachen."
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