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Original subtitles

*Schritte, ‚Junge spricht Österreichisch*

JA, B, C, die Mutter kocht den Tee, ♪

£ Ohne Zucker, ohne Brot, ist ja keine Hungersnot 2

JA, B, C, die Mutter kocht den Tee, ♪

Al, 1,1, wir sind schon alle hin, 2

Früher haben wir Buchteln gegessen, jetzt müssen wir Wurzeln fressen, 2

Al, 1,1, wir sind schon alle hin, 2

20,0,0, da ist der Lehrer froh. 2

7 Geben wir ihm ein Deka Fleisch, und 'nen Kern Haferreis, 2

20,0,0, da ist der Lehrer froh. 2

*Wasser plätschert*

Schau, Mama, wie viele ich bekommen habe!

(Österreichisch) Wie viele sind das, Franz?

So viele Kartoffeln, Franz!

Einunddreißig! - Boah!

Ich hab nachgezählt.

(Frau) So. Komm.

*Feuer lodert*

Da rein,

(Leise) Nichts verfehlen!

*Stöhnen*

*Husten im Hintergrund*

*Husten*

Papa, ich hab voll viele Kartoffeln gekriegt.

Wie ist das mit dem Holz gelaufen?

Mhm.

*Stöhnt*

(Österreichisch) Hol mal Wasser.

*Grillen zirpen*

*Sanfte Windböen*

(Alte) Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name,

Dein Reich komme. Dein Wille geschehe,

wie im Himmel so auf Erden,

Unser tägliches Brot gib uns heute

und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von allem Übel,

Amen.

*Besteck klappert*

*Räuspern*

*Vater räuspert sich*

7 Die Sonne hat sich hinter den Berg gesenkt,

7 Finsterer wird es schon im Tal, 2

*Frau singt mit*

7 Weit hier oben, die Lichter, schön und still, 7

Wenn er versinkt, der letzte Strahl, 2

*Melodisches Jodeln*

*Alle jodeln mit*

7 Ernst schauen die Wände und Gipfel schon, /

7 Kälter wird die Luft auf der Alm, /

7 Unten im Dorf rückt der Nebel an ♪

und deckt schon das halbe Tal zu.

*Melodisches Jodeln*

*Gesang endet*

*Seufzt"

*Vogelgezwitscher*

*Stöhnen*

*Hallendes Geräusch*

*Scheppern*

(Frau) Franz?

*Frau stöhnt*

*Wasser plätschert*

*Dumpfe Unterhaltung im Hintergrund*

(Franz, schwach) Es tut mir so leid.

Mir ist einfach schwarz vor Augen geworden.

Einen noch. Komm.

*Schwere, dumpfe Schritte*

*Türöffnen*

*Knarren*

(Vater) Grüß dich.

Papa, hast du Angst vorm Tod?

Nein.

Ich schon.

Den Tod musst du nicht fürchten.

Wieso nicht?

*Schwere Schritte*

Das Sterben ist nicht so schlimm.

Du musst mit dem Tod nur vereinbaren,

dass er dich nicht zu früh holt.

Wie kann man das mit dem Tod vereinbaren?

So viel ich weiß, ist er oft in der Nähe vom Rossberg zu finden.

Echt? - Mhm.

Vor einigen Jahren hat dort der Krausenbauer gelebt.

Ihn kannte ein Jeder,

Als er einmal im Herbst vom Rossberg herunterkam,

sah er bereits von Weitem eine eigenartige Gestalt

mit einem dunklen Umhang.

(Flüstert) Die Gestalt...

hat mit einer Sense...

durch die heruntergefallenen Blätter gemäht...

„und sie zu einem Haufen zusammengeschoben.

Er hat sich der Person genähert.

Und dann hat er gehört, was die Gestalt die ganze Zeit gemurmelt hat.

"Ein jedes Blatt ein Mensch,"

"ein jedes Blatt ein Mensch."

Plötzlich

hat sich die Gestalt aufgerichtet

und erst jetzt merkte der Krausenbauer,

dass es sich bei der Gestalt um keinen Menschen handelte

sondern um den Tod,

Der Tod hat gegrinst,

langsam ein Blatt in die Hand genommen

und gesagt "Ja, Kraus,

dieses Blatt, das bist du!"

Um Gottes Willen, hat sich der Krausenbauer gedacht,

kalt ist es ihm den Rücken hinuntergelaufen,

aber aufgeben wollte er nicht.

*Atmet tief ein"

Deshalb hat er zum Tod gesagt:

"Du, ...

deine Sense hat aber viele Schrammen.

Die schneidet ja gar nicht mehr.

Komm mit mir, ...

„dann kann ich sie dir schleifen

und du kannst wieder an die Arbeit gehen."

Der Tod betrachtete seine Sense und dachte sich,

dass es kein Fehler sei, wieder einmal eine gute Schneide zu haben

und ging mit dem Krausenbauer mit.

Dort angekommen, sagte der Krausenbauer,

dass er vor dem Schleifen noch etwas Ordentliches zum Essen braucht,

"Bitte sei so nett

und geh in die Speisekammer

und hol ein Stück Speck.

Ich hole uns ein kaltes Bier,

dann können wir essen." sagte der Krausenbauer zum Tod.

Aber als der Tod...

„..In die Speisekammer ging, ...

hat der Krausenbauer hinter ihm die Tür zugeworfen und verriegelt.

Jetzt war der Tod eingesperrt.

Der Tod hat gebettelt, gejammert und geschrien.

Aber nichts hat ihm geholfen.

"Ich lass dich erst wieder frei, wenn du mir versprichst,

mich erst in 20 Jahren zu holen,"

Der Tod hat geflucht, ...

...und nachgedacht, ...

...aber er hat keinen Ausweg gesehen.

Also hat er zugestimmt.

Aber er hat sich das gleiche gefragt,

was du dich jetzt auch fragst.

Warum nur 20 Jahre?

Der Krausenbauer hätte ja auch nach 100 Jahren fragen können.

Als er die Speisekammer wieder verlassen

und sein Speckbrot gegessen hatte,

hat er den Krausenbauer gefragt: "Du, Kraus, warum nur 20 Jahre?

Du hättest ja auch nach 100 Jahren fragen können.

Oder nach Tausend."

Da lächelte der Krausenbauer,

biss von seinem Speckbrot ab,

nahm ein Schluck Bier

und sagte:

"Mein Freund,

schau mich an,

schau meine Knie an,

schau dir meine Hände an,

schau dir meinen Rücken an,

Ich habe mein Leben lang gearbeitet,

noch 20 Jahre

sind mehr als genug auf dieser harten Welt,"

Und genau zwanzig Jahre später,

ist der Krausenbauer in der Früh nicht mehr aufgewacht.

Schlaf jetzt.

*Gefühlvolle Streichmusik*

*Seufzt"

*Vogelgezwitscher*

*Stöhnt*

*Musik wird intensiver*

*Hallender Schlag*

*Erneuter Schlag*

*Musik endet*

Grüß dich. - Grüß dich,

*Schnitzen*

*Tür fällt zu*

*Räuspern*

(Mann) Unterschreib das, Josef.

(Unruhig) Was steht da?

Da steht nur, dass du die Vormundschaft für ihn abgibst.

*Franz atmet angespannt"

(Mann) Deinen Namen wirst du wohl schreiben können?

Sonst machst du da ein Kreuz,

*Macht zwei Striche*

*Pustet*

*Schreckt auf*

Grüß dich,

Grüß dich,

Das kannst du essen.

Ich bin der Bauer Seiwald,

Ich bin der Franz.

Unten in Saalfelden hab ich 'nen großen Hof.

Hm?

Ich kann dir den mal zeigen.

Aber das ist ja so weit weg.

*Mann lacht*

(Mann) Mein Knecht wartet drüben mit dem Wagen.

Na komm.

Du bist jetzt bei mir.

Dein Vater wird dich nicht durch den nächsten Winter bringen.

Bei mir gibt's genug zu essen.

Und du darfst sogar zur Schule gehen.

Nun komm.

*Franz ächzt*

Mama! Mach auf!

Jetzt werde ich aber wütend!

*Klagende Streichmusik*

Papa!

Ich will nicht weg!

Ich versprech dir, ich werde nie wieder krank!

Jetzt nimm ihn doch!

(Mann) Komm her!

Los, wir gehen!

*Franz schreit"

Lass mich gehen!

Papa!

Lass mich los!

Lass mich los!

*Schreit*

*Atmet schwer*

*Franz keucht stark*

*Musik klingt langsam aus*

*Kirchenglocke*

*Grillen zirpen*

*Leises Ausatmen*

*Fernes Hufgetrappel*

(Mann) Wen es betrifft:

Heute entlasse ich den Knecht Franz Streitberger von meinem Hof,

Er hat zehn Jahre lang verdienstvoll gearbeitet,

Er hat lesen und schreiben gelernt

und jeden Sonntag wurde ihm die heilige Beichte abgenommen.

Am Tag seine Volljährigkeit bat er um Freilassung von seinen Diensten,

Ich habe ihn wohlernährt und in bester Gesundheit entlassen,

*Stimmengewirr*

Er verrichtete zwar die Arbeit am Hof zu meiner Zufriedenheit,

er zollte mir jedoch nicht den Respekt, der mir zusteht,

Gezeichnet, am zweiten April, 1937,

Matthias Seiwald,

*Kind weint"

(Mann, ruft) Können Sie bitte kurz zuhören,

Es wird ein bisschen dauern, bis es weitergeht.

Es werden neue Suppen gemacht.

Kommen sie bitte in einer halben Stunde wieder,

*Unruhige Menschenmenge*

*Hupen*

*Mann spielt Gitarre und singt"

*Motorenbrummen*

*Glockenläuten"

Junger Mann, was ist mit Ihnen? Kommen Sie mal her,

Was haben Sie denn für Arbeit?

Bin ein Knecht gewesen. - Knecht?

Nun, wir bieten Sold, Unterkunft,

und dreimal warmes Essen am Tag.

Wo kommen Sie denn her? - Saalfelden,

Saalfelden? Hervorragend!

Sagen Sie mal...

Was hindert Sie denn daran, den Dienst für Ihr Vaterland zu leisten?

Ich brauch Name, Geburtsdatum, Wohnort.

Streitberger, Franz.

2, April 1919.

Wohnort?

Hab grad keinen.

(Mann, ruft) Aufsitzen!

*Motor surrt*

(Mann) Jetzt gibt's endlich was zum Arbeiten, ne?

Ja,

Ich mein, Hähne füttern ist ja Ihre Sache...

(Zweiter Mann) Ich bin kein Bauer.

*Scheppern*

Sie sagten doch, Sie seien vom Land. - Ja, ich bin aber Schlosser.

Servus,

Bin der Dillinger, Toni. Anton.

Streitberger, Franz.

Wo bist du her? - Saalfelden,

(Lachend) Noch'n Pinzgauer!

Decker ist auch Pinzgauer. - Was ist mit mir?

Nichts. Hab nicht mit dir geredet.

Ich bin aus Bischofshofen,

Mein Vater hat dort eine Schusterei,

Die geht grad nicht so gut.

Schauen wir mal, wie es beim Heer wird,

Also was ich weiß, ist: Grundausbildung in Lofer,

dann überstehen wir die drei Jahre,

dann haben wir auf Lebzeit eine feste Stelle,

Kannst du dir das vorstellen?

Das ist unglaublich.

(Zu Anderem) Ich hab dir gesagt, dass wir dann im Staatsdienst sind, oder?

(Mann) Ja, wir stehen das drei Jahre durch und dann können wir

nicht mehr entlassen werden.

*Vogelgezwitscher*

(Dillinger) Grüß dich, Franz. - Grüß dich,

(Franz) Ist nichts gewesen?

Nee, gar nichts. Was soll schon sein?

Also nochmal. Beobachtungsbereich:

Linke Grenze, Waldrand, Rechte Grenze, höchste Lärche.

Hauptaugenmerk: Bewegungslinie Waldschneise.

Zu melden sind alle verdächtigen Bewegungen im Grenzgebiet.

Beim Posten vom Offiziersstellvertreter

sind alle im Lager, essen. Ablösezeit alle drei Stunden,

Lösungswort: Grenzwächter. Verstanden?

Verstanden,

So.

Jetzt sitzen wir da und schauen zu den Deutschen rüber,

*Klicken*

Franz, erzähl mir bitte was.

Was?

Irgendwas. Um die Zeit totzuschlagen.

Mir ist zu langwellig.

Du redest nicht gerne?

*Lacht leise*

Über irgendwas? Im Haushalt?

Ist egal.

Was passiert in Pinzgau?

Gibt's irgendwelche Mädchen die man kennenlernen muss?

Wie siehts da aus bei dir?

Hm?

Ich weiß nicht,

*Seufzt"

Dann halt nicht.

Hab's versucht,

Kann mit mir selber reden. Bekomme einen Gesprächsfluss hin.

*Stöhnt*

*Grillen zirpen*

*Leises Schnarchen*

*Fernes Jaulen*

*Lautes Knacken*

Dillinger! - Was?

Hör mal!

*Metallisches Klappern*

Wer ist das? - Weiß ich nicht.

Komm.

*Klicken*

*Entsichert Waffe*

*Knistern*

*Bedrohliche Blasmusik*

*Knistern wird lauter*

*Flammen lodern laut*

*Musik wird immer lauter*

*Musik endet abrupt*

(Mann) 3 In Gumpendorf steht ein dreistöckiges Haus 7

‚das gehört Papa. 2

In einem Zimmer steht eine Kasse da 2

7 Und Mama hat den Schlüssel dazu. 2

7 Darum haben wir Geld das ganze Jahr. 3

‚Wir wurden geboren, um es zu verschwenden...

Dillinger, wie oft willst du deinen Brief noch durchlesen?

Mein Vater schreibt, dass er stolz auf mich ist!

Ich dachte, die Hölle friert zu bevor das passiert!

*Lacht hämisch*

Gib her! - {lronisch) Feldpostkontrolle!

(Mann) Jawohl, lies vor.

Nicht, dass der Feind dir was schreibt,

"Mein lieber Sohn, mit Freude habe ich aus deinem letzten Brief

vernommen, dass du nun nach der Besatzung Polens

auf dem Weg in den Westen bist.

Von ganzem Herzen gratuliere ich dir dazu.

Noch nie war ich so stolz, dich zu dem...

dich zu dem erzogen zu haben, was du jetzt bist."

(Ironisch) Bin auch stolz auf dich.

"Du kennst die Wunden, die uns der Franzmann zugefügt hat.

Es liegt nun an dir, die Rache zu vollziehen

und für Gerechtigkeit zu sorgen." Ja, das schaffen wir auch.

"Wenn du dem Franzmann gegenüberstehst, denk an mich."

Das ist aber lieb,

Klingt so, als würde dein Vater am liebsten selbst nochmal an die Front,

Das will er sicher nicht.

Er hat sich jahrelang in den Schützengräben abgerackert.

Krankheiten und alles,

Der hat es nicht so glücklich gehabt wie wir.

(Mann) Hey, schaut mal.

(Dillinger) Sind wir jetzt endlich da?

(Mann) Das soll 'ne Burg sein? In Wien wäre das ein Knast,

(Dillinger) Das ist ja gar nicht so groß wie ich dachte.

*Quietschen*

*Stimmengewirr*

*Akkordeonmusik*

*Bremsen quietschen*

*Motor stoppt*

(Mann) Absitzen!

*Entferntes Lachen*

*Lebhafte Gespräche*

(Laut) Achtung!

(Hochdeutsch) So, so!

Wenn das nicht die Glücksritter sind!

Herr Hauptfeldwebel, wir waren bisher in Polen im Einsatz

und sind jetzt hierher versetzt worden,

Ich weiß, dass Hauptmann Glück euch bestellt hat,

ihr Schluchtenscheißer,

Aber ich dachte, da kommen richtige Soldaten!

Wenn ihr denkt, ihr kriegt hier ne Sonderbehandlung,

weil ihr mit unserem Batteriechef ein paar Spritztouren

durch Krakau gedreht habt, habt ihr euch geschnitten!

Na, dir müssen wir ja auch das Fressen mit der Flak hochschießen.

Herr Hauptfeldwebel, ich würde das Schnitzel nehmen...

Jetzt pass mal auf, du dämlicher kleiner Ständer!

Achtung!

Herr Hauptmann, die Kradmelder aus Polen sind eingetroffen.

Danke, Hauptfeldwebel,

Stehen Sie bequem.

Mitteregger. Dillinger. - Grüß Gott.

Sattler. - Herr Leutnant,

Streitberger. - Herr Hauptmann,

Decker. Schön, Sie wiederzusehen. Willkommen im Rheinland.

War die Verlegung reibungslos?

(Alle) Jawohl!

Wir sind froh, uns war langweilig ohne Sie! Aber stets einsatzbereit.

Ich versprach ja, ich lasse Sie anfordern,

wenn ich an der Batterie kommandiere,

(Dillinger) Sind wir jetzt die Glücksritter?

Natürlich sind wir die Glücksritter!

Wobei der Decker vielleicht "ne Glücksprinzessin ist.

{Im Hintergrund} Schieß! - Ist nicht dasselbe wie Lodz

oder Krakau, aber die Truppe ist ausgezeichnet.

Dank Ihnen natürlich, Hauptmann,

Glauben Sie mir, Sie haben nichts verpasst in Polen,

*Flugzeugturbinen* Es war eine kolossale Langeweile.

(Schreit) Fliegeralarm! - Runter!

*Flugzeug wird lauter*

*Flugzeugturbinen werden leiser*

*Flattern*

*Akkordeon wird weiter gespielt"

Das sind Karten für die Pariser Oper! *Lachen*

Die Männer haben einen weiten Weg hinter sich, die haben sich was zu

trinken verdient! - Jawohl Herr Hauptmann!

*Musik endet*

*Lebhafte Unterhaltungen*

Haben Sie noch ein Glas für ihn, Herr Hauptfeldwebel?

- Jawohl, ja

Was ist mit Ihnen, Obergefreiter?

Sind Sie nicht an Kameradschaftspflege interessiert?

Antreten!

Maier, Sie halten sich da raus. - (Hochdeutsch) Jawohl.

Der ist nur für meine Schluchtenscheißer,

Auf eine glückhafte Batterie! - Jawohl!

Prost! „Prost,

Prost.

Mischt euch unter die Kameraden,

Weitermachen. - Jawohl!

Hey, Streitberger, magst' dich nicht hersetzen?

(Dillinger) Bei den Polen haben wir "nen scheiß Vodka bekommen.

(Sattler) Ich fand den nicht so schlecht. Wo ist denn der Käse?

Ganz da hinten. - Gib mal rüber,

Schmeckt echt gut.

Ja? - Probier mal,

*Genüssliches Stöhnen*

Wie lang bist du schon da, Maier? - Mittlerweile acht Monate.

Und in acht Monaten rede ich dann auch so schief wie du?

Nichts als rumsitzen und warten.

Ich bin komplett vollgefressen. - Ich konnte schon nicht mehr saufen,

Echt? Ich hatte schon Spaß.

Also das sieht gut aus. - Ist auch lecker.

Haben wir ein bisschen Wein? - Ja, da, nimm dir.

Hoffen wir, dass es nicht so langweilig weitergeht.

Schaut, der Käse ist so gut, da weint der Maier gleich!

Halt deinen Mund und trink,

Streitberger? - Hey, was ist da los?

Streitberger!

Was hast du gemacht? - Ich wollte den aufheben,

Was meinst du, du hebst ihn auf? Spinnst du?

Gib ihn her. - Was da ist, wird gegessen.

Und wenn wir dann nichts haben, freuen wir uns?

Was meinst du, wenn wir nichts haben?

Glaubst du, wir werden mal nichts haben?

Tu ihn bitte wieder hin.

Jetzt tu den scheiß Käse hin.

Ihr seid doch schon satt.

(Laut) Wer glaubst du, wer du bist? Tu den Käse jetzt hin!

Lasst ihn doch in Ruhe,

*Legt Käse hin*

Mach dich nicht unglücklich. - Das gehört sich so nicht.

Gib mal her, Maier.

Streitberger, wenn was da ist, dann wird das auch gegessen.

Wir sind eine Familie, wir teilen alles,

Außerdem sind wir Teil von etwas Größerem,

Weißt du, was das ist, eine Familie? Verstehst du das überhaupt?

Ist das klar? Du kannst dich daheim so aufführen, aber nicht hier!

Hey, jetzt ist gut.

Streitberger, ich rede mit dir! - Ist das klar, Franz?

Ob du's verstehst, Streitberger? - Sattler, beruhig dich.

(Sattler) Das geht nicht!

*Unterschwelliges Dröhnen*

*Atmet schwer*

*Grillen zirpen*

*Ächzt"

*Stöhnt aggressiv"

*Schreit*

*Holz splittert*

*Atmet schwer*

*Hoffnungsvolle Streichmusik*

*Vögel zwitschern*

*Musik endet*

*Atmet ruhig*

*Winseln*

*Fuchs quiekt*

*Winseln*

Schh! Schh!

Ich tu dir nichts,

*Fuchs schreit"

Wurdest du gebissen?

*Quiekt*

Schh.

*Stimmengewirr*

Maier!

Schau mal,

Ein Fuchskind!

Schau, was ist das? Ein Biss? - Mhm.

Kannst du ihm helfen?

Mit Tieren kenne ich mich richtig gut aus.

Ein vulpes vulpes ist das,

Das verwächst sich dann.

In dem Alter wächst ein Fuchs echt kolossal schnell,

Halt hier mal ein bisschen fest,

*Winseln*

So.

Dann das hier noch darüber...

und dann haben wir's,

*Schnurren*

Schh.

Sei stark, wir haben's gleich.

Mach den Finger mal weg.

Das muss darüber.

(Fernes Rufen) Batterie! Angetreten!

Ich mach das,

Auf, Franz! Wir müssen los!

(Dillinger) Der Hauptmann will, dass wir antreten.

Ja. - Beeil dich,

Ich komm!

*Wimmern*

*Winseln*

*Schritte entfernen sich*

Stillgestanden! *Hackenknallen*

Zum Batteriechef, die Augen links!

*Schritte kommen näher*

*Schritte verstummen*

"Soldaten der Westfront,

die Stunde...

des entscheidenden Kampfes für die Zukunft der deutschen Nation ist da,

Seit 300 Jahren

war es das Ziel der englischen und französischen Machthaber,

jede wirkliche Konsolidierung Europas zu verhindern.

Vor allem aber,

das Deutsche Reich in Ohnmacht und Schwäche zu halten.

Soldaten der Westfront,

damit ist die Stunde nun für euch gekommen.

Der morgen beginnende Kampf entscheidet das Schicksal

der Deutschen Nation für die nächsten tausend Jahre,

Tut jetzt eure Pflicht!

Der Führer und Reichskanzler,

gezeichnet Adolf Hitler."

Rührt euch,

Bei Tagesanbruch, um 5:30 Uhr,

tritt unsere Batterie zum Kampf gegen Frankreich an.

Männer,

ich erwarte von Ihnen Ihr Äußerstes,

Verstanden? (Alle) Jawohl!

Hauptfeldwebel, übernehmen und wegtreten lassen.

Jawohl, Herr Hauptmann. Wegtreten!

*Stimmengewirr*

*Leises Keckern"

*Fiepen*

*Tür quietscht*

*Winseln*

Jetzt kriegst du noch was.

Ja,

Jetzt bleibst du da,

*Metallisches Klirren*

*Gespräche*

*Tür öffnet sich"

Achtung!

Glücksritter,

in fünf Minuten will euch der Batteriechef fertig

im Karrenschuppen sehen.

Weitermachen, (Alle) Jawohl!

*Lautes Klappern*

(Glück) Unser Auftrag ist, mit den Angriffsspitzen Verbindung zu halten.

*Knurren, Rascheln*

Aufgrund strikter Funkstille ist Ihr Einsatz als Motorradkuriere nötig.

Sie werden in zwei Trupps eingeteilt:

Dillinger und Streitberger, Mitteregger und Decker.

Die Tagesziele sind wie folgt eingezeichnet:

Trupp Dillinger.

Trupp Mitteregger.

(Dillinger, leise) Da geht's ja ans Meer.

Ich war noch nie am Meer. - Ich auch nicht,

(Glück) Die zu überbringenden Meldungen übergebe ich Ihnen zeitnah.

Verstanden? (Alle) Jawohl.

Die Sanitäter werden Ihnen ein paar Pillen mitgeben,

die werden Sie brauchen. Fragen? (Alle) Keine!

Im Weltkrieg stand ich genau an Ihrer Stelle.

Wenn wir es diesmal schaffen, die Franzosen in die Knie zu zwingen,

dann war es das alles wert,

Die Zeit ist gekommen, sich zu rächen für zwanzig Jahre Unterdrückung,

Armut und Hunger.

Was Ihre Väter nicht erreicht haben,

das können Sie nun vollbringen.

Machen Sie sie stolz.

Meine Herren,

*Hackenknallen*

*Schritte*

*Gähnen*

*Leise Unterhaltung*

Dillinger.

hast du noch ein Kuvert?

Ja, klar.

Bitte,

"Vater,

Ich weiß nicht, ob du noch lebst.

In ein paar Stunden beginnt der Angriff auf Frankreich,

Streitberger, was'n da los? Schreibst du auch einen Brief?

Lass ihn doch seinen Brief schreiben, du Depp.

Da schreibt der mal in tausend Jahren einen Brief

und ich bin der Depp? - (Maier) So, Männer!

Lieferung aus dem Labor.

Was ist das? - Wunderpille!

Wirkt Wunder!

Einzunehmen bei Müdigkeit, Hunger oder Kälte.

Pervitin?

Was ist da drin? - Vitamine oder sowas.

Also, Männer. Frohes Kämpfen. - Dankeschön.

Wir sehen uns dann im Lazarett, - Ja, ja, du mich auch.

Ich bin nicht im Lazarett, ich bin im Bordell,

*Lachen*

Franz, ich brauch deine Hilfe.

Bevor wir aus Polen losgefahren sind, hab ich dem BDM geschrieben,

dass ich, ein junger, gutaussehender Soldat, in

kameradschaftliche Brieffreundschaft mit einem Mädel treten würde,

Und jetzt hat eine zurückgeschrieben. Elisabeth heißt sie.

Und die Frage ist: Welches Bild schick ich ihr?

Wenn ich ihr ungefragt ein Bild schicke,

dann fühlt sie sich gezwungen, mir auch eins zurückzuschicken,

Taktik,

Nehmen wir das hier,

Jawohl, dann nehmen wir das, Ist gut, oder?

(Sattler) Beeilt euch mit den Briefen, die Feldpost braucht sie.

(Dillinger) Elisabeth, Elisabeth.

Streitberger.

Nein.

Dann halt nicht.

Wieso schickst du den nicht ab?

Hab ihn noch nicht fertig geschrieben.

*Tür quietscht*

*Grillenzirpen*

*Dumpfes Motorbrummen*

*Fernes Hundebellen*

(Mann) Die Franzosen haben die beste Armee der Welt,

Das sagen sie die ganze Zeit.

(Dillinger) Ist doch egal, was die sagen.

Dafür haben wir die besten Panzer und Flieger. Hast du ja in Polen gesehen.

(Zweiter Mann) Vergesst nicht, wir haben den größten Willen zum Sieg.

Wir werden die Franzmänner in die Knie zwingen.

Jetzt geht's endlich los.

Endlich,

*Kraftvolles Grollen*

*Metall Klirrt*

Das sind unsere,

*Dumpfe Flugzeugmotoren*

Was ist? In zehn Minuten ist Abfahrt,

Muss pissen,

*Türe knarrt*

*Rufe*

*Flugzeugsurren*

*Poltern"

*Dröhnen*

Was machst du bei meinem Krad? - Streitberger!

Stell dir vor, ich hab in deinem Beiwagen

einen kleinen Fuchs gefunden!

(Besorgt) Wo ist er? - Hab ihn rausgetan. Da, komm mal her.

Streitberger, komm mal. - Streitberger, wohin?

*Rattern*

*Dröhnendes Grollen*

*Atmet schwer*

Streitberger!

(Schreit) Obergefreiter, stehengeblieben!

(Soldat) Hopp, hopp!

*Atmet schnell"

*Ferne Flugzeugturbinen*

*Fernes Jaulen*

*Flugzeugmotor*

*Flugzeug entfernt sich*

*Jaulen*

*Schnauft"

*Quieken*

Komm, wir sind spät dran!

*Keucht"

(Sattler, schreit) Streitberger, spinnst du?

(Franz) Mein Zeug!

Die haben mich angeschissen wegen dir! Was denkst du dir?

Da!

Du musst den Dillinger einholen. Beeil dich!

*Motorbrummen*

*Düsteres Dröhnen*

*Ferne Flugzeugturbinen*

*Atmet schwer*

*Bedrohliches Dröhnen*

*Winselt*

*Klimpern*

*Knall*

*Lauter werdendes Pfeifen"

*Schrilles Pfeifen*

*Angespannte Streichmusik*

*Musik wird intensiver*

*Klirren*

*Musik endet abrupt*

*Schnauft"

*Mysteriöse Perkussionsmusik*

*Leises Jaulen*

*Winseln*

(Rufen) Bewegung!

Weiter!

(Im Hintergrund) Vorwärts!

Was ist mit denen?

Engländer, Franzosen...

Geht schon den ganzen Tag so.

Kann man gar nicht so schnell wegsperren, wie sie aufgeben.

(Ungläubig) Was? Wir gewinnen?

Was ist dein Auftrag?

Ich muss Anschluss mit einem Kameraden finden,

Er ist schon vorausgefahren. - Sein Name?

Obergefreiter Dillinger, erste Batterie, erste Abteilung,

Flakregiment 38.

Dillinger? Der war schon da.

Vor 'ner Stunde schon. - Echt?

*Klappern*

*Flugzeugdröhnen*

*Krähen schreien*

*Angespannte Streichmusik*

*Feuer knistert*

*Lange hohe Streicherklänge*

*Keucht"

*Musik endet abrupt*

*Spuckt*

*Atmet schwer*

*Blätter rascheln*

*Quieken*

*Seufzt"

*Schnurrt*

Schh.

Ist es jetzt besser?

*Ruhige Streichmusik*

Jetzt fang ich dich!

Ich fang dich!

*Knurren*

*Lachen*

Boah, bist du schnell!

Komm, fang du mich! Komm!

*Keckern*

*Schnurrt*

*Atmet erschöpft"

*Lachen*

Ich schau, dass dir nichts passiert.

Das versprech ich dir,

*Fiepen*

*Gras raschelt*

*Musik endet*

*Windböen*

*Fernes Meeresrauschen*

*Lautes Windrauschen*

*Meeresrauschen*

(Franz) Grüß dich.

(Franz) Da bist du ja.

Ja, da bin ich.

Schh.

*Schnurren*

Hast du den Brief schon abgegeben?

Ja,

Hab schon 'nen neuen. Wir müssen zurück nach Cambrai,

Zurück nach Cambrai.

Woher kommt das Viech?

Der ist zu mir gekommen.

Was heißt, der ist zu dir gekommen?

Seine Mutter ist gestorben.

Und jetzt?

Bleibt er bei dir?

Glaub schon.

Franz, sag mir bitte wo du warst.

Ich hab dich gesucht, Toni.

Was redest du?

(Vorwurfsvoll) Du warst auf einmal weg.

Jokesch hat gesagt, du bist aus der Kaserne gerannt.

Ich dachte, du bist desertiert.

Ich würde nie desertieren,

Ich bin in den Wald gegangen.

Wieso gehst du in den Wald, wenn wir angreifen?

Hattest du Angst?

Ich hatte keine Angst.

Ich schon.

Wenn du mit dem Tod gut verhandelst,

holt er dich erst, wenn's dir recht ist,

*Fiepen*

Ewig leben wäre auch schrecklich.

Ewig leben wäre schrecklich.

*Gefühlvolle Streichmusik*

Schmeck mal,

*Musik klingt aus*

*Hintergrundgespräche*

*Quieken*

Franz?

Grüß dich,

Gut durchgekommen?

Ja,

Selber?

Ja,

Ist alles schnell gegangen.

Jawohl,

Hätte ich nicht gedacht.

Hast du auch das Meer gesehen?

(Rufen) Männer! Es geht los!

Ja,

*Schritte*

*Lautes Stimmengewirr*

*Unverständliche Durchsage*

(Durchsage auf Hochdeutsch)

Aus dem Führerhauptquartier gab das Oberkommando der Wehrmacht

folgende Sondermeldung bekannt:

Der völlige Zusammenbruch der ganzen französischen Front

zwischen dem Ärmelkanal und der Maginot-Linie bei Montmedy

hat die ursprüngliche Absicht der französischen Führung,

die Hauptstadt Frankreichs zu verteidigen, zunichtegemacht,

Paris ist infolgedessen zur offenen Stadt erklärt worden,

*Hämisches Lachen*

Soeben findet der Einmarsch der siegreichen deutschen Truppen

in Paris statt,

*Lautes Jubeln*

Sie hören es selbst!

Was in den letzten Wochen von Ihnen gemeistert wurde,

ist übermenschlich,

Als Anerkennung dieser kolossalen Leistung

werden Sie in den nächsten drei Tagen erleichterten Dienst haben.

*Freudiges Lachen*

Meine Herren, es gibt die Zeit des Kampfes,

und es gibt die Zeit des heiteren Beisammenseins,

Die Zeit des Kampfes ist nun vorbei.

Mein Stab und ich werden gleich die örtlichen Gegebenheiten erkunden.

Wie ich höre, wird das wahrscheinlich bis in die Morgenstunden dauern.

*Lachen*

Obergefreiter Fritsch, bitte spielen Sie,

"Kamerad, wir marschieren im Westen!" - (Alle) Jawohl!

*Akkordeonmusik*

‚7 Kamerad, wir marschieren im Westen.

‚7 mit den Bombengeschwadern vereint."

7 Und fallen auch viele der Besten

‚Wir schlagen zu Boden den Feind 2

*Lebhafte Unterhaltungen*

*Lachen*

*Akkordeon spielt französische Nationalhymne*

*Grölen*

Wir sind die Könige von Europa!

(Lallt) Was hast du da, Streitberger? Zeig mal her!

Wo willst du denn hin?

Wir sehen uns noch, wir zwei!

*Musik endet, Applaus*

*Fernes Jubeln*

*Grillen zirpen*

*Wasser plätschert*

*Hühner gackern*

*Huhn schreckt auf"

Was machst du da? Bleib da!

*Knarzen*

Geh auf!

*Poltern"

Was machst du? Lass die Hennen in Ruhe!

Füchserl, lass das!

*Hühner gackern weiter*

*Fuchs schreit"

Läche les poules et degage!

Ich wollte sie nur in den Stall tun!

J'ai dit läche les poules et degage!

Ich hab nur die Henne gefangen... - Läche les poules! Läche!

Läche! *Hühner flattern*

*Schüsse*

Hey!

Spinnst du?

(Ruft) Füchserl!

Füchserl!

*Fernes Jaulen*

Füchserl!

*Knarren*

*Sanfte Streichmusik*

*Tür schließt sich*

*Schloss klickt"

*Stöhnt*

*Vogelzwitschern*

*Musik klingt aus*

*Krähe schreit"

*Quiekt*

Ja, grüß dich!

*Fiept*

(Flüsternd) Grüß dich.

Ja, grüß dich.

Hallo.

Ich hab dich gesucht.

*Fiept*

Wo bist du gewesen, hm?

Hast du Angst gehabt?

Hast du Angst gekriegt?

*Schnurrt*

Ich hab auch Angst gehabt.

Als du weggelaufen warst.

*Fernes Hundebellen*

*Klappern*

*Quietschen*

*Metallisches Hämmern*

*Stöhnen*

*Keuchen*

*Fiept*

*Schloss klickt"

Ich hab noch gleich das Tor repariert.

Tu tappelles comment?

*Quieken* Schh,

Euh, tu Fappelles...

Moi, c'est Marie.

Marie,

Et toi? - Streitberger.

(Stammelt) Streitberg... - Franz,

Franz, - Franz Streitberger.

*Fiepen*

Au revoir,

Franz!

De l'eau?

Boir,

De l'eau.

Entrez,

*Besteck klirrt*

*Schnurrt*

Pour lui,

Manger.

Kriegst du auch was, hm?

Hast du auch Hunger?

Magst du etwas? - Non non non,

J'ai un peu mal au ventre,

Un petit peu. Merci,

Nimm ihn mal.

Vraiment?

*Lacht*

*Schnurrt*

Eine Minute,

*Schritte entfernen sich*

(Flüstert) Il revient, tinquiete pas,

*Lacht*

*Lachen*

C'est pas grave.

*Geschirr klirrt"

Merci.

*Winseln*

Ich glaub, der hat auch Hunger.

Da,

Dankeschön.

Vous avez trouve ca 00?

Ähm..

Heu, cette nourriture?

Trouv6?

00?

Das hab ich geholt.

Hm? - Das hab ich geholt. Vom Schloss.

*Unsicheres Lachen*

Qui.

*Hartes Türklopfen*

ui?

(Mann, deutscher Akzent) Bonjour, Mademoiselle.

Je m'appelle Auer,

je suis charge de registrer les maisons dans cette region.

Je peux entrer? Merci,

Comme vous savez, probablement, la france est maintenant

sous la direction du Deutsches Reich,

Also... Quel est votre nom?

(Marie) Marie Rosiez.

Ros... - Rosiez,

"Z" ala fin. „Mit "Z."

Etes-vous juive? Od avez-vous des parents juifs?

Non.

(Mann) De combien de Soldats POUVEZ-VOUS VOUS OCccuper?

(Marie) Soldats?

(Stottert) Je ne sais pas, je...

(Mann) Ah!

Herr Feldwebel, Obergefreiter Streitberger.

Erste Batterie, Erste Abteilung, Flakregiment 38.

Die Unterkunft ist vom Hauptmann der ersten Batterie

unter Beschlag genommen worden.

Die Frau übernimmt die Wäsche für den Herrn Hauptmann,

(Kritisch) Aha.

Macht die Wäsche für den Hauptmann. Verstehe.

Ich nehme an, hier ist kein Platz mehr für weitere Soldaten,

Das Haus ist belegt, Herr Feldwebel.

Aha,

Hast du alles? - Jawohl.

Ja, dann wäre das schon alles.

Obergefreiter. Mademoiselle.

Dann wünsche ich noch einen schönen Tag.

Au revoir. - Au revoir,

*Türknallen*

(Flüstert) Sales porcs.

*Hoffnungsvolle Geigenmusik*

*Grillen zirpen*

*Lachen*

*Musik wird intensiv*

(Flüstert) Petit renard.

Ja, wo ist er? Wo ist er?

Ja komm, schnapp ihn!

*Knurren*

*Musik klingt aus*

Komm!

Ja, komm!

Komm. Ja!

{Klatscht) Qui! - Boah, war das gut!

Jetzt hat er's geschafft.

Die Kleinen mag er.

*Grillen zirpen*

*Vögel zwitschern*

Si tu veux, je peut t'aider ä le rehabituer ä son habitat naturel,

Ton renard. - Was meinst du?

Renard, Ton renard,

Mein Füchserl? - Oul.

Ne pas donner ä manger.

Non.

Le rehabituer a la nature, La for&t.

Was? (Nachdrücklich) Renard.

Maison, non.

Renard, for&t.

Nature,

Tu vois ce que je veux dire?

Tu comprends?

Ton renard,

Ilne peut pas vivre avec toi,

*Nervöses Lachen*

Ich versteh's nicht. Nein,

Nein. Je te dirais apres. C'est pas grave.

*Schritte, entfernen sich*

*Schreibgeräusche*

*Schnurren*

(Franz) "Gerade haben wir dienstfrei und sind in der Normandie,

Paris ist schon eingenommen.

Ich hab mir das alles anders vorgestellt,

Beim Bauer Seiwald hab ich genug zum Essen gehabt,

aber sonst nichts,

Vater,

ich habe jeden Tag gewartet, dass du mich wieder holst,

Franz."

*Dumpfes Schluchzen*

*Holz knarrt*

*Schluchzen*

*Knarzen*

*Leises Rascheln*

(Marie, dumpf) Franz?

Franz?

*Türklinke*

*Quietschen*

*Marie seufzt*

*Marie schluchzt*

*Stöhnt*

*Weint*

(Zart) / Die Sonne hat sich hinter den Berg gesenkt, 3

7 Finsterer wird es schon im Tal, 2

*Marie seufzt*

7 Weit hier oben, die Lichter, schön und still, 7

Wenn er versinkt, der letzte Strahl, 2

*Melodisches Jodeln*

*Jodelt weiter*

*Vögel zwitschern*

*Dumpfes, metallisches Rumpeln*

*Plätschern*

*Schrubben*

Bonjour! - Bonjour.

*Leises Schlecken*

*Schnurren*

Je prends ta lettre.

Je vais a la poste tout ä 'heure. La poste,

*Rascheln*

Pardon?

Der Brief wird nicht weggeschickt.

Mais qui est Josef Streitberger?

Wer?

Franz.

*Schnelles Türklopfen*

(Mann) Aufmachen!

Streitberger.

Das Haus ist belegt, das habe ich schon gesagt.

Du hast dich augenblicklich bei deinem Batteriechef zu melden.

Nein, Befehlsausgabe ist erst morgen. - Nein, jetzt.

Der Befehl war augenblicklich.

(Mann) Was hast du denn gemacht?

Du. Renard.

Qui.

Ich komm gleich wieder.

*Schritte entfernen sich*

*Tür fällt zu*

Herr Hauptmann,

Obergefreiter Streitberger meldet sich wie befohlen.

Sie wissen, warum Sie hier sind?

Nein, Herr Hauptmann.

Hauptfeldwebel,

Streitberger.

Sie haben den strikten Befehl erhalten, am zehnten Mai

mit Obergefreitem Dillinger im Trupprahmen als Kradmelder

wichtige Meldungen an vorauseilende Angriffseinheiten zu überbringen.

Ist das so richtig? - Jawohl, Herr Hauptfeldwebel,

*Schritte*

Trotzdem haben Sie sich unmittelbar vor Angriffsbeginn

vom Kradbereitstellungsraum des Westlagers entfernt

und sich in den angrenzenden Wald abgesetzt.

Als ich Sie am zehnten Mai um 5:20 Uhr angesprochen

und Sie auf Ihren Auftrag hingewiesen habe,

haben Sie auch meinen Befehl missachtet.

Sie haben sich vorsätzlich von der Truppe entfernt.

Ist das richtig?

Ich wollte mich nicht entfernen, Herr Hauptfeldwebel,

Haben Sie sich entfernt, ja oder nein?

Jawohl,

Obergefreiter Dillinger,

Wann ist Streitberger wieder zu Ihnen gestoßen?

Nach ein paar Tagen. An der Küste.

Ich weiß aber nicht genau wann, Herr Hauptfeldwebel,

Nach ein paar Tagen.

(Hauptfeldwebel) Streitberger, warum haben Sie das Lager verlassen?

Herr Hauptmann, ich würde nie desertieren,

(Hauptfeldwebel) Wie erklären Sie dann Ihr Verhalten?

(Energisch) Reden Sie!

Ansonsten ist keine Antwort auch eine Antwort,

Herr Hauptmann, ich hab eine von den Wunderpillen genommen, die

Obergefreiter Dillinger und ich vom Obergefreiten Maier gekriegt haben.

Mir ist schwarz vor Augen geworden...

Reden Sie deutsch, man versteht ja nichts!

(Hochdeutsch) Mir ist schwarz vor den Augen geworden.

Und dann bin ich ins Lager zurückgerannt,

aber die Truppen waren schon weg.

Deckt sich das mit der Erklärung Streitbergers Ihnen gegenüber,

Dillinger?

Jawohl, Herr Hauptfeldwebel,

(Hauptfeldwebel) Haben Sie noch etwas zu ergänzen, Dillinger?

(Dillinger) Nein.

(Mann, hochdeutsch) Ich war auch schon mal

wegen 'ner Kleinigkeit da drin. Sauferei,

Zeit vergeht ganz schnell, wirst sehen,

Drei Mahlzeiten am Tag.

*Schlüssel klimpert*

*Tür öffnet"

Koppel.

Lies ein paar Bücher, dann sind die zehn Tage schnell rum.

Komm.

Kopf hoch.

Klein!

Sag meiner Gastgeberin Bescheid, bitte.

(Streng) Mach die Pfoten weg.

(Franz, eindringlich) Dann hol den Glück,

*Schloss klickt"

*Poltern"

*Schnaubt*

*Fernes Türschlagen*

*Lacht leise*

*Gefühlvolle Streichmusik*

*Schnüffelt*

*Vogelzwitschern*

*Türöffnen*

Franz. Mach dich gerade.

(Streng) Streitberger!

Sie waren stets ein Vorbild für Mut und Wille,

Meldeten sich freiwillig für Sonderfahrten

und einsatzrelevante Aufgaben. Und jetzt schlafen Sie im Wald?

Und sehen aus wie 'ne Wasserleiche?!

Warum lassen Sie dauernd nach mir rufen?

Antwort! - Herr Hauptmann, ich dachte...

Ach, Papperlapapp!

Herr Hauptmann! - Was?

Da ist eine Frau in einem Haus, im Dorf,

Können Sie da jemanden hinschicken?

Ihr mit euren französischen Weibern,

Die haben euch ja ordentlich den Kopf verdreht,

Wer ist denn dieses Fräulein?

Marie heißt sie,

Sie weiß nicht, dass ich da bin, und das wäre sehr wichtig

dass sie weiß, dass ich in fünf Tagen wiederkomme.

Warum ist das wichtig?

Mein Fuchs ist bei ihr,

Wie bitte?

Mein Fuchs ist bei ihr,

Ihr Fuchs?

Sie meinen ein Tier? - Einen Welpen.

(Wimmernd) Herr Hauptmann, der ist noch ganz klein, der weiß nicht,

dass ich da bin. Und ich habe ihm versprochen...

dass ich auf ihn... Schluss jetzt!

Man hat ja den Eindruck, Sie reden im Wahn,

Ein Fuchs. Was für ein Hirngespinst!

Nehmen Sie Ihre Strafe an wie ein Soldat,

*Schloss klickt"

*Dumpfes Türschließen*

*Schloss wird entriegelt*

*Hahn kräht in der Ferne*

*Knarren*

Qu'est-ce qui c'est passe?

Ich war eingesperrt.

Prison,

Wo ist mein Füchserl?

Renard. Renard. - Dans la cour.

Qui.

*Quieken*

(Lachend) Grüß dich.

*Schreit*

Grüß dich!

*Fiepen*

*Schnurren*

(Flüstert) Das wird nie wieder vorkommen,

*Schnieft"

Nie wieder,

(Deutsch, mit Akzent) Wie... geht es... dir?

Was?

Ich... heiße... Marie,

*Lachen*

Merci.

*Plätschern*

*Atmet laut"

Qu'est-ce qui se passe?

J'ai envoye la lettre.

Was?

Je na savais pas, si tu reviendrais apres.

Franz, je l'ai juste envoye pour t'aider.

Wo ist der Brief?

Lettre,

00?

Partie,

Envoy6e.

La poste,

Franz.

*Franz schreit"

*Scheppern*

*Marie kreischt*

*Marie atmet gepresst*

Tut mir leid,

Vas-ten!

(Schreit) Prends tes affaires et vas-t'en!

*Keucht"

*Rascheln*

*Schritte*

*Tür schlägt zu*

*Schluchzt"

7 Melancholische Streichmusik 2

Komm, Füchserl.

Komm.

*Vogelzwitschern*

*Blätter rascheln*

*Gurren*

Magst du auch was?

*Knurrt*

*Lacht*

Wo sie uns wohl beide hin verlegen?

Vielleicht geht's ja heim.

Du wirst es lieben in Pinzgau.

*Musik klingt aus*

Da, geh mal rein.

Ich weiß,

Es hilft nichts, hm.

*Klimpern*

*Leises Winseln*

*Klappern*

(Mann) Toni? - Hm?

Siehst du dein Mädel nochmal? - Sicher!

Wir haben schon ausgemacht, wir schreiben uns jetzt regelmäßig

und dann in ein paar Monaten kommt sie zu mir nach Bischofshofen!

(Sattler) Dillinger, tut mir leid aber Bischofshofen

hat nicht mal Tessa verdient,

Aber wenn man mit dir zusammen ist, dann ist eh alles vorbei,

(Dillinger) Du, sei mal still.

Ich hab zumindest eine gefunden, die freiwillig bei mir anbandelt.

Was heißt "freiwillig"? „Nicht so wie du, Bordellstammgast.

Hey, das ist das älteste Gewerbe der Welt, Ein bisschen Respekt.

(Dillinger) Die armen Franzosen feiern richtig

nur weil du nicht da bist.

(Sattler) Ja, sollen wir jetzt Mitleid haben?

Heil Hitler, (Alle) Heil Hitler, Hauptmann.

Herr Hauptmann, wollen Sie ein bisschen Medizin?

Ist aus der schönsten Stadt der Welt, jetzt wo wir den Franzmann los sind.

Danke, Sie haben es sich verdient, meine Herren, Aber bitte in Maßen,

Wir rücken ab als Sieger, weil wir uns eben nicht

den weltlichen Gelüsten hingegeben haben.

Nein, Herr Hauptmann, wir doch nicht! - Gelüste, was ist das?

(Hauptmann) Zum Wohl, meine Herren. - (Alle) Zum Wohl!

Herr Hauptmann, werden Sie uns jetzt verraten, wo wir hinfahren?

Die Luft ist wohl etwas dünn da oben. *Lachen*

Das denk ich bei unserem Lulatsch oft, Herr Hauptmann.

Ich frag nur aus Höflichkeit.

Wohin wird's schon gehen? Heim natürlich,

(Sattler) Was heißt da "unser Lulatsch"?

*Brummen*

Decker?

Was machst du als erstes, wenn du daheim bist?

Etwas mit meinen Geschwistern, Bergsteigen gehen oder so.

Mama hat schon gesagt, dass sie mich vermissen,

(Sattler) Ich sag euch, was ich mach, wenn ich in Wien zurück bin,

(Alle) 7 In der Schule schon waren wir 7

Ein paar freche Buben ♪

7 Und niemals hat's an Spaß oder guter Laune gemangelt. X

*Unheilvolle Streichmusik*

‚Nur der Lehrer hat gesagt 7

7 mit euch zwei reicht's,

Aus euch Eseln wird nie etwas Gescheites ♪

*Streicher werden lauter*

An die Tafel hat er's hingeschrieben. 2

‚7 Und damit er nicht blamiert ist, X

7 blieb das dann so. 7

7 Wir lernten nichts... 2

*Scheppern*

*Fuchs knurrt*

*Musik endet*

*Flugzeugturbinen*

Herr Hauptmann,

Streitberger.

Darf ich eine Frage stellen? - Machen sie bitte kurz.

Wir fahren nicht heim, oder?

Herr Hauptmann, wohin verlegen wir?

Nach Osten.

Zurück nach Polen?

Heiligabend werden wir vergnüglich in Moskau feiern.

Moskau?

Einladen. Das kommt mit nach vorn, das Andere geht nach hinten.

*Schnarchen*

*Vogelzwitschern*

*Knurren*

Jetzt darfst du ein bisschen rausgehen.

*Traurige Streichmusik*

*Seufzt"

*Atmet aus*

(Entferntes Rufen) Aufsitzen!

*Quieken*

*Winseln*

Hau ab!

Hau ab! Hau ab, sagte ich!

*Fiepen*

Hau ab!

Hau ab! *Fuchs schreit"

*Schnauft"

*Motor springt an*

(Fern) Aufsitzen!

*Musik endet*

(Mann) Komm, komm! Los! (Sattler) Franz, was ist?

Schnell!

Los!

Spring auf.

Wo warst du?

*Motor brummt*

*Traurige Streichmusik*

Was tust du? - Lass mich!

Lass mich gehen!

Lasst mich!

Es tut mir leid! Es tut mir leid!

*Schluchzt"

Es tut mir leid!

Es tut mir leid,

Es tut mir so leid,

Es tut mir so leid,

*Weint*

(Leise) Es tut...

*Musik klingt aus*

*Motor rattert laut"

(Leise) Toni.

Toni,

Hm?

Danke, dass du mich zurückgehalten hast.

Ich will heim,

*Motor verstummt*

*Vogelzwitschern*

*Knarzen*

"Vater, ich weiß nicht, ob du noch lebst.

In ein paar Stunden beginnt der Angriff auf Frankreich..."

"Beim Bauer Seiwald hab ich genug zum Essen gehabt, sonst nichts.

Franz."

*Emotionale Orgelmusik*

*Schnauft"

*Musik wird intensiver*

*Streicher setzen ein*

*Schnieft"

*Musik klingt aus*

(Tonaufnahme)

(Älterer Mann) Fuchs, der Fuchs.

Da kommt ein kleiner Fuchs daher,

Zuerst dachte ich ein junger Hund,

Ja, und...

Dann ist er zu mir hergekommen.

Er hat immer eine Pfote nachgezogen. Ich dachte: Was ist da 10s?

Dann war ich beim Stabsarzt,

der hat festgestellt, dass die Pfote gebrochen ist,

(Junger Mann) Und wie lange hattest du den Fuchs dann?

(Älterer Mann) Bestimmt ein Jahr.

(Junger Mann) Und er war immer bei dir? Freiwillig?

(Älterer Mann) Der hatte bei mir ein Zuhause.

Und der ist nur meiner gewesen,

*Gefühlvolle Streichmusik*

*Musik klingt aus*

Untertitel: Bewegte Bilder Medien GmbH, 2022.

Fatih Kesen, Lucie Schweizer

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