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Wir feiern ja heute hier den 80.
Jahrestag der Befreiung von Nazi-Deutschland.
Und offiziell ist es ja verboten, russische oder
sowjetische staatliche Symbole zu zeigen, oder ex-staatliche
Symbole, um es vielleicht so zu nennen.
Was macht das mit Ihnen, wenn Sie jetzt
hier stehen und jetzt diesen Tag begehen?
Das berührt mich dahingehend ungemein.
Ich kann es nicht verstehen, dass man einem
Volk, was den Blutzoll im Zweiten Weltkrieg zu
unserer Befreiung geleistet hat, 27 Millionen Menschen, das
ist die öffentliche Zahl, haben ihr Leben gelassen.
Und die sowjetischen Menschen haben uns die Hand
gereicht nach dem Krieg.
Wir dürfen nicht vergessen, dass der Krieg von
Deutschland ausgegangen ist.
Wir haben die Sowjetunion überfallen und nicht umgekehrt.
Und man hat uns den Krieg verziehen, man
hat uns nach 1945 die Hand gereicht.
Im Osten Deutschlands ist es gelungen, miteinander zu
leben.
Es hat sich daraus sogar aus den anfänglichen
Vorbehalten eine tiefe Freundschaft entwickelt, die heute noch
fortlebt.
Und ich freue mich, dass so viele Menschen
hier trotzdem hergekommen sind, trotz dieser ganzen Repressalien.
Ich finde es auch sehr unverständlich, dass hier
Menschen aus dem ukrainischen Bereich rauben gegeben wird,
die mit NATO-Flagge und mit Denunziationen gegenüber
der russischen Föderation auftreten.
Uns, die das Bedürfnis haben, Danke zu sagen,
wird das verwehrt, mit Symbolen, mit Liedern aufzutreten.
Und diesen Menschen wird die Möglichkeit eingeräumt.
Da fragt man sich, wenn ich ein Bandera
-Regime unterstütze und gerichtsfest die Geschichte zu diesem
Herrn kenne und weiß, dass in der Ukraine
diese Ideologie staatstragend ist, dann frage ich mich,
auf welcher Seite stehen wir.
Und ich möchte noch einen draufsetzen.
Darf ich ganz kurz, weil Sie sagen wir,
wen meinen Sie mit wir?
Die Menschen, die positiv zur Sowjetunion, zu dieser
Geschichte eingestellt sind und das wirklich leben, was
die Deutschen eigentlich nach dem Krieg gesagt haben.
Nie wieder soll von deutschem Boden ein Krieg
ausgehen.
Und das wird für meine Begriffe, das ist
meine kleine Meinung, habe ich den Eindruck, dieses
Bekenntnis ist dabei, mit Füßen getreten zu werden.
Und das finde ich unanständig und auch diesem
Rahmen überhaupt nicht angemessen, was dann hier zelebriert
wird von den vermeintlichen Eliten, die doch eigentlich
für ein freiheitliches, demokratisches Land eintreten.
Und ich möchte was zum Besten geben.
Das Lied, die Hymne vom Heiligen Krieg wurde
ja verboten.
Ich möchte Ihnen nur mal einen kleinen Ausflug
aus dem Inhalt darbieten, wenn ich darf, wenn
Ihnen das nicht zu viel ist.
Steh auf, steh auf, du Riesenland, heraus zu
großer Schlacht.
Den Nazi-Horden Widerstand, Tod der Faschistenmacht.
Es breche über sie der Zorn wie finstre
Flut herein.
Das wird der Krieg des Volkes, der Sieg
der Menschheit sein.
Und die zweite Strophe.
Den Würgern bieten wir die Stirn, den Mördern
der Ideen, die Peiniger und Plünderer, sie müssen
untergehen.
Es breche über sie der Zorn wie finstre
Flut herein.
Das wird der Krieg des Volkes, der Sieg
der Menschheit sein.
Also wer was gegen dieses Lied hat, was
keinen Bezug zu diesem aktuellen Konflikt in der
Welt darstellt, ich weiß nicht auf welcher Seite
der Barrikade er steht.
Ich finde es deshalb eben halt unverantwortlich, dass
man hier so repressiv gegen die ehrlichen Bekenntnisse
der Menschen vorgeht.
Das soll es an der Stelle irgendwo gewesen
sein.
Ich wäre dann emotional und es wühlt mich
schlichtweg auf.
Ist ja durchaus verständlich, dass es auch emotional
wird.
Und es darf auch emotional werden.
Und mir fehlt eigentlich die große Kraft der
Massen, die nicht in einer Einheitsfront, aber in
einer Aktionseinheit sagen, nie wieder Krieg, wir sind
alle für den Frieden.
Und das sollte uns doch an der Stelle
einen.
Dieser Ruf in die Welt, dass wir friedlich
mit allen Völkern leben, das sollte doch der
große Anspruch sein.
Und auch die Fußabdrücke der einzelnen Nationen, ihre
Kultur, ihre Vielfalt, das ist doch die Bereicherung,
die das Miteinander eben halt für uns eigentlich
in der Welt schön machen kann.
Wenn es nicht eben halt diesen kriegerischen Zwist
gäbe, der immer wieder nur von Eliten, an
sich von Minderheiten angestachelt wird.
Sie haben die Macht dazu.
Aber hier kann man nur eben halt die
Macht des Volkes gegensetzen und diesbezüglich eben halt
friedvoll Widerstand leisten.
Dankeschön.
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