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Original subtitles

* Gefühlvolle Mandolinenmusik *

(Moderatorin) "Begrüßen Sie nun das nächste große Talent,

das heute antritt, den Newcomer-Preis zu gewinnen.

Den 'Rising Star' Fashion Award 2013."

* Popmusik überlagert Dialog. *

Julia Becker

Giulietta

Alexander Schlewitz, jung

Ist das... Natalie Bonet. Die mächtigste Frau der Modebranche.

Vincenzo, jung

Die ist sicher nur wegen dir da.

Zieh das aus. Zieh das andere an. Was?

"Als nächste Finalistin präsentiert Julia Becker ihre Kollektion."

Ihr könnt so nicht raus.

Vincenzo, älter

Komm mal bitte her, ja? Das müssen wir ausziehen.

"Wir sind neugierig, was sie zeigt."

(Freundin) Alles ist gut.

Alexander, alt

Go, go, go.

* Mikrofon pfeift. *

* Angespannte Musik *

"In einem Moment weißt du,

wer du bist und was du willst.

Und im nächsten bricht alles auseinander.

Plötzlich ist die richtige Richtung die falsche.

Die Wahrheit liegt nicht da, wo man sie sieht.

Sondern da, wo man sie findet."

Es tut mir leid.

Julia, warte.

Scheiße. Julia.

* Melancholische Musik *

Kann ich Ihnen helfen?

Ist alles in Ordnung, Frau Becker?

Kennen wir uns? Oh, Entschuldigung.

Mein Name ist Schlewitz.

Alexander.

Verzeihen Sie, dass ich so in Ihr Leben platze.

Es ist sicher nicht der beste Moment,

aber es ist wichtig.

Es ist nicht der richtige Moment. Julia...

Es geht um Ihren Vater.

Vincenzo Marconi. Ich muss mit ihm sprechen.

Mein...

Mein Vater ist tot. Sie müssen mich verwechseln.

Warten Sie. Ihr Vater lebt.

Hier ... Julia.

Hier.

Geht's Ihnen nicht gut?

Alles in Ordnung? Oh Gott, ich...

Ich hole Hilfe. Einen Moment.

* Melancholische Musik *

* Stimmengewirr aus dem PC *

Tanja, damit kommst du im Leben nicht durch.

Sie wollen eine Reportage.

Du nimmst viel zu sehr die Seite der Demonstranten ein.

Ja. Die EZB braucht meine Rückendeckung nicht.

* Klingeln *

* Tür geht auf. * (Tanja) Hi, Schatz. Alles okay?

Mama, ich muss mit dir reden. Es ist wirklich gerade schlecht.

Das Band muss in einer Stunde raus. - In einer halben Stunde.

Es ist wichtig. (Tanja) So...

Schieb mal den Off ein paar Frames vor.

20.000 Demonstranten protestieren vor der EZB...

Mama, es ist wirklich wichtig.

Ich hole mal einen Kaffee. - Mhm.

Es ist schlecht. Wir haben eine Deadline.

Ja...

Schau dir die Demonstranten an. Die kämpfen gegen Giganten.

Die Globalisierung gefährdet vieles, wofür wir gekämpft haben.

Da muss man was tun. Mitgestalten, verstehst du?

Du rettest die Welt auch nicht. Du machst Dokus fürs Fernsehen.

Bist du fertig? War es das, was du loswerden wolltest?

Nein.

Kennst du die hier?

Nie gesehen. Wo hast du das her?

Der Mann ist Alexander Schlewitz und er sagt, mein Vater lebt noch.

Dein Vater starb, da warst du acht.

Mhm. Lebt der Vater von meinem Vater noch?

Keine Ahnung.

Du bist Journalistin und weißt das nicht?

Mann, Julia. Ist das hier mein Großvater?

Tanja, wir müssen das jetzt fertig machen.

Dein Großvater war Sizilianer. Er hieß Enzo Marconi.

Ich habe keine Ahnung, ob er noch lebt.

Verstehe. Na dann...

Was verstehst du? Julia.

* Nachdenkliche Musik *

Oh. Was für eine Überraschung. Hallo.

Wie haben Sie mich gefunden? Ich fragte im Krankenhaus nach.

Die haben Ihnen meine Adresse gegeben?

Ich habe nicht lockergelassen und sagte, ich sei Ihre Enkelin.

Sie sind meine Enkelin.

Äh, ja. Kommen Sie rein.

Danke.

Tut mir leid, dass ich Sie so überfallen habe.

Ich hatte keinen Kontakt mit meinem Sohn.

Ich wusste nicht einmal, dass er eine Tochter hat. Ah.

Ihre Großmutter wäre stolz auf Sie gewesen.

Meine Großmutter? Giulietta.

Die Mutter Ihres Vaters.

Die machte dasselbe wie Sie. Mode.

Bitte. Danke.

Warum erzählt meine Mutter mir, dass mein Großvater Sizilianer ist?

Warten Sie.

Ich lernte Ihre Großmutter kennen

ein Jahr, bevor Ihr Vater geboren wurde.

Ich hatte keine Ahnung, dass sich in diesem Jahr

mein ganzes Leben auf den Kopf stellen sollte.

* Getragene Musik *

Guten Morgen. Guten Morgen, die Damen.

Guten Morgen. Servus, Achim.

Schlewitz.

Herr Maier. Schön, dass Sie Zeit gefunden haben.

Hier sehen Sie die Iso-Isetta.

Leicht und günstig. Motor im Heck.

Führerschein-Klasse-4-tauglich bei 230 Kubik.

Das soll wohl ein Witz sein.

Ein Auto ohne Tür? Moment.

Die Tür ... ist vorne.

Wie beim Kühlschrank.

Wie bei einem Kühlschrank? Ja. Genial.

Spart Gewicht und Geld. Ja. * Maier lacht. *

Schlewitz... Ja.

Ein Italiener? Ein Italiener.

Ein italienischer Kühlschrank auf Rädern?

(scharf) Ist hier total unverkäuflich.

Herr Maier. Unsere Limousinen kann sich keiner mehr leisten.

Das Wasser steht uns bis zum Hals.

* Angespannte Musik *

Haben Sie gesagt.

Na gut, Schlewitz.

Sie fahren und sehen sich das an. Was, ich?

Selbstverständlich.

Ich muss mich um überteuerte Limousinen kümmern.

Ich verständige Iso, dass wir uns für ihr Ding interessieren.

Sie haben zwei Wochen.

Schlewitz.

Zwei Wochen.

* Beschwingte Musik *

* Entspannte Musik *

* Drollige Streichmusik *

* Musik läuft weiter. *

Herr Rivolta? (Rivolta) Si?

Ich bin Alexander Schlewitz. Mein Chef Herr Maier schickt mich.

Es ist mir eine Ehre, Sie kennenzulernen.

* Er spricht italienisch. *

Herr Maier interessiert sich brennend für die Isetta.

* Er spricht italienisch. *

Wir wollen die Lizenz kaufen. * Er spricht italienisch. *

Giulietta.

* Er spricht italienisch. *

Er hat Sie angerufen. Ich bin Herr Schlewitz.

Herr Maier lässt sich...

* Er spricht italienisch. *

Buongiorno. Buongiorno, signorina.

* Sie sprechen italienisch. *

Giulietta Marconi.

Alexander Schlewitz.

Ich spreche deutsch. Das trifft sich gut.

Könnten Sie ihm sagen, ich finde die Isetta...

Herr Maier findet die Isetta toll. Sie ist das Auto der Zukunft.

* Sie übersetzt. *

* Sie spricht italienisch. *

Bene.

* Er spricht italienisch. *

Er möchte Ihnen die Fabrik ... zeigen.

Ja, zeigen.

* Er spricht italienisch. *

(übersetzt) Viele Familien können sich kein Auto kaufen.

Aber mit der Isetta beginnt die Mobilisation des ganzen Volks.

Prego.

Ich fahre mal etwas schneller. No. Piu veloce no.

* Er spricht italienisch. *

Was war das?

Die schlägt hinten aus. * Er spricht italienisch. *

* Beschwingte Musik *

Wie wollen Sie denn hier eine ganze Familie reinbekommen?

Italiener sind kleiner. Allora? Che ne dite?

Sie verkauft sich in Italien nicht sehr gut.

Wegen ihres Aussehens?

* Sie übersetzt. *

* Er spricht italienisch. *

(übersetzt) Machen Sie sich um uns mal keine Sorgen.

Für die Deutschen ist gut, was praktisch ist.

Allora?

Das ist mein Chef ... bereit, für die Lizenz zu zahlen.

Ja.

Lascia perdere.

Signor Rivolta.

Sagen Sie ihm, die Isetta kippt in Kurven leicht um. Was?

Ihre Straßenlage ist nicht optimal.

Das kann ich ihm nicht sagen.

Doch. Trauen Sie sich ruhig.

* Sie übersetzt. *

* Er spricht italienisch. *

Senior Rivolta meint,

für kleine italienische Gassen ist sie gut genug.

Aber wenn Sie damit auf Autobahnen rasen wollen,

ist das nicht sein Problem.

Die Italiener fahren doch auch gerne schnell.

* Sie übersetzt. *

Geben Sie mir eine Werkstatt, und ich löse Ihnen das Problem.

Und wir bekommen die Isetta zu dem Preis.

* Sie sprechen italienisch. *

Va bene.

* Er spricht italienisch. *

Giovanni.

Er gibt Ihnen zwei Tage. Zwei Tage? Wie soll ich...

Seien Sie froh, dass er Ihnen eine Chance gibt.

Ich glaube, er ist... Ist er beleidigt?

Ja. Sehr beleidigt.

Vielen Dank. Prego.

Ciao. Ciao.

Grazie.

Soll ich Sie mitnehmen?

Das ist kein Problem. Ich kann Sie mitnehmen.

Ich warte auf Giovanni.

Ist das Ihr Verlobter? Giovanni ist mein Bruder.

Mein Zwillingsbruder. Ach so. Ich dachte...

Er macht eine Lehre, dann studiert er.

Will auch ein Ingenieur werden, so wie Sie.

Gefällt Ihnen Italien?

Ich habe noch gar nicht viel gesehen.

Mhm. Ich würde gerne mal nach Venedig.

Ich kenne es auch nicht. Sie sind nie dort gewesen?

Dann sollten wir eine Isetta testen und nach Venedig fahren.

Kommen Sie?

Arrivederci.

* Ruhige Musik *

* Giovanni spricht italienisch. *

Salve Giovanni. Non c'e piu molto tempo.

Tempo? Si, si. Du könntest mal das Rad abschrauben.

Grazie.

Ist die neue Achse schon fertig?

Achse? Si.

Si, si. Drüben bei Michele.

Ah.

Grazie.

Das ist es.

Giovanni, das ist es.

Grazie.

Guten Appetit. Buon appetito.

Vedi. Aber das ist doch unpraktisch.

Man bräuchte ein Messer.

Un coltello?

* Sie übersetzt. *

* Gelächter *

Sie können gerne eins haben.

Danke.

Wieso? Was spricht denn gegen ein Messer?

Nichts.

Mit dem Messer geht's besser.

Dai.

Dolcemente.

Ecco.

Ja, das funktioniert auch.

Bravo. Also, Prost.

Salute. Salute.

Salute. Salute.

Ciao.

Ciao.

Und? Haben Sie eine Lösung für die Achse?

Das ist noch geheim. Oh.

Was zeichnen Sie da?

Ich habe es von Audrey Hepburn geklaut.

Schauen Sie. Haben Sie das selbst geschneidert?

Ja.

Ich verstehe nicht viel von Mode, aber das ist modern.

Dagegen sehen wir Deutschen aus wie ein Kartoffelsack.

Waren Sie auf einer Modeschule?

Nein.

Sie haben sich alles selbst beigebracht?

Ich schaue mir viel an,

und dann mache ich immer etwas ein bisschen anders.

Sie haben echtes Talent.

Zeigen Sie mir Mailand? Äh ... und die Isetta?

Die Isetta ist fertig.

Also, zeigen Sie mir die Stadt? Vielleicht den Dom oder die Oper?

Äh, das ist für Milanese.

Wir Siciliani müssen arbeiten.

Verstehe. Begleiten Sie mich dennoch?

* Er spricht italienisch. *

Alexander, hey. Achtung, Panzer. Bum, bum.

Oh. Arrivederci.

Heute um sieben auf der Teststrecke.

* Gefühlvolle Musik *

Ich hoffe, ich habe Sie nicht in Schwierigkeiten gebracht.

* Sie spricht italienisch. *

Was meinen Sie? Sie müssen Italienisch lernen.

Ja. Si.

Steigen Sie auf.

Gut festhalten, ja? Si.

Una libreria.

Un libri? Una libreria con libri antichi.

Also eine antike Bücherei. Ein Antikwarenladen.

Che belle.

Das Kleid, nicht wahr? Nein, das kann ich selber machen.

Haben Sie das auch selbst genäht?

Sie sollten wirklich einen Beruf draus machen.

Madonna.

Die passen wunderbar zum Kleid. Probieren wir sie an.

Das ist für feine Leute.

Wir haben es fein miteinander. Sie verstehen das nicht.

Sie sind ein Ingenieur aus einer guten Familie.

Ich habe keine Familie.

Mein Vater starb in Russland

und meine Mutter und Geschwister in Dresden.

Tut mir leid.

Als ich nach München kam, war ich völlig allein.

Aber dann dachte ich mir auch:

So bist du wenigstens frei.

Es gibt keinen Vater mehr, der dir Vorschriften macht.

Und so bin ich zur ersten Autofirma,

die ich sah, und habe gesagt: Servus.

Mögt ihr vielleicht einen Lehrling? Ich möchte Autos bauen.

Giulietta, jeder Mensch hat eine Berufung.

Und es gibt nur eine Sünde im Leben:

Sein Talent vergeuden.

Alexander, Sie haben ein anderes Schicksal.

Schicksal ist ein großes Wort.

Aber das machen wir selbst.

Sie sprechen wie mein Vater.

Kommen Sie, wir probieren die Schuhe an.

Nur zum Spaß.

Wunderschön.

Die nehmen wir.

Bitte. Ich will Ihnen ein Geschenk machen.

In Italien schenkt man einer Frau keine Schuhe.

Wieso das?

Weil sie sonst davonlaufen könnte.

Praktisch, dass ich Deutscher bin.

Ich möchte zahlen bitte. Nein.

Bitte. Pagare?

Si.

Grazie. Grazie.

Voila.

Grazie.

* Gefühlvolle Musik *

Halt an. Hier.

Ist alles in Ordnung? Ja.

Darf ich Sie noch zur Tür bringen? Nein. Das brauchen Sie nicht.

Dann ...

... danke ich Ihnen für den schönen Abend.

Bis morgen.

* Aufgebrachtes Stimmengewirr *

Giovanni. Alexander.

Was ist los? Vai a casa, dai.

Sie hat nichts getan.

Sono affari di famiglia.

* Beschwingte Musik *

* Er spricht italienisch. *

Er sagt, das war Bestzeit. * Er spricht italienisch. *

Sie arbeiten genauso schnell, wie Sie fahren.

Ah.

Also? Sind wir im Geschäft?

* Sie übersetzt. *

Complimenti. Grazie.

Giulietta, können wir kurz reden? Ich bin spät dran.

Giulietta.

Sie sind sehr schön. Aber ich kann das nicht annehmen.

Es tut mir leid.

Aber es kam von Herzen.

Alexander...

Ich bin verlobt.

Giulietta, warten Sie.

Sie verstehen das nicht. Doch.

Ich wollte keine Probleme machen. Es ist meine Schuld.

In Sicilia ...

hatten wir kein Essen mehr, nichts.

Mein Vater war Bauer. Er konnte nicht mehr arbeiten.

Alle Knochen waren kaputt.

Nach einem Jahr war mein Vater tot.

Enzo, mein Verlobter ...

hat meine Hand ...

Wie sagt man? Meine Hand gehalten.

Er hat um Ihre Hand angehalten, und Sie sagten Ja.

Ich war 15.

Es war ein Versprechen für später.

Enzo ist vor uns von Sicilia nach Milano gegangen.

Er hat Arbeit bei Iso gefunden und hat uns...

Wie sagt man? Eine raccomandazione? Eine Empfehlung gegeben.

Ja, er nahm uns alle ...

nach Milano, Mamma, Giovanni, mich.

Er ist ein guter Mann.

Er hat uns gerettet.

Aber eine Heirat ist immer noch eine freie Entscheidung.

Lieben Sie ihn denn?

Kann ich Sie noch nach Hause fahren?

* Gefühlvolle Musik *

Gute Nacht.

Gute Nacht.

* Handyklingeln *

Ja...

Gehen Sie ruhig ran. Entschuldigung.

Ja? Julia, ich bin's.

"Es tut mir leid, dass ich keine Zeit hatte."

Magst du zum Sushi vorbeikommen?

Was denn, jetzt? Ich weiß, du bist enttäuscht.

Der Preis hätte dir alle Türen geöffnet.

"Aber vielleicht ist das ja auch ein Zeichen."

Lass uns mal reden. Wie früher.

Wir zwei.

Ich melde mich, okay? Bis dann.

Wir können auch ein anderes Mal...

Nein.

Sind Sie nach Hause gefahren? Nein.

Ich sagte meinem Chef, ich brauche noch eine Woche.

Allerdings habe ich ihm nicht gesagt, wofür.

* Zarte Musik *

* Hundegebell und Stimmen *

Che meraviglia.

Jetzt fehlt nur noch Venedig.

* Gefühlvolle Musik *

Giulietta, ich muss zurück nach Deutschland.

Ich nehme dich mit nach Deutschland.

Ich kann nicht. Doch, du kannst.

Das Schicksal steht nicht fest. Das machen wir selbst.

Al cuore non si comanda.

Dem Herz kannst du nicht befehlen.

* Emotionale Musik *

* Sentimentale Musik *

Giulietta.

Ma cosa stai facendo?

Was ist mit der Familie? Was ist mit Enzo?

Ich liebe ihn nicht.

Das wird Mama das Herz brechen.

Sag bitte nichts, ja? Sie wird mich nicht gehen lassen.

Na, komm her.

Ich kümmere mich um sie. Versprochen.

* Sie hustet. * Hier. Nimm.

(Mann) Tief einatmen.

Und noch mal tief einatmen.

Tja...

Wann hatten Sie Ihre letzte Menstruation?

Liebe Frau, ich nehme an, dass Ihre Tochter schwanger ist.

Was für eine Schande! - Hey.

(Arzt) Schönen Abend noch.

Alles wird gut.

Ihr müsst heiraten. So schnell wie möglich.

Ich bin sehr glücklich.

* Melancholische Musik *

* Er spricht italienisch. *

Äh ... Signora Marconi. Ah.

Signora Marconi!

Che c'e, Salvato? - E niente.

C'e qua un signore che la sta cercando.

Fallo salire.

Okay. Prego.

Prego.

(Giovanni) Mamma.

Alexander ha portato la Isetta in Germania.

E una ricetta siciliana della mia mamma.

Es ist ein sizilianisches Rezept von unserer Großmutter.

Ah. Grazie.

Va bene, grazie. Basta, Mamma. Sei incinta.

Devi mangiare per due. Mamma, non mi va di mangiare cosi tanto.

Deve mangiare per due. Per due.

Piccolo Marconi.

Incinta. - Incinta.

(Mutter) Buon appetito.

* Er spricht italienisch. *

Er will wissen, warum du hier bist.

Sag ihm, dass ich nur auf der Durchreise bin.

* Sie übersetzt. *

Oh.

Entschuldigen Sie mich.

Frau Marconi.

Giulietta...

Nein. Bleib ruhig sitzen.

* Sie spricht italienisch. *

Grazie.

(Giovanni) Ciao. Ciao.

* Sie spricht italienisch. *

Ich dachte, er hätte nur um deine Hand angehalten.

Wir haben schon... Heimlich.

Und dann kamst du. Aber wenn du ihn nicht liebst.

Die Liebe kommt, sagt meine Mutter.

Zum Teufel, was deine Mutter sagt.

"Giulietta, was willst du?"

Es ist mein Schicksal.

Weißt du noch, was dein Vater übers Schicksal sagte?

Du verstehst es nicht. Es geht nicht um "amore".

Es geht um "onore". Ehre?

Ciao, Giulietta. Ciao.

Bist du dir sicher, dass das Kind von ihm ist?

Giulietta?

Ja.

Ja. Eine Frau weiß das.

Alexander, du bist ein guter Mensch.

"Ich wünsche dir, dass du glücklich wirst."

Ich muss gehen. "Giulietta."

Giulie...

* Traurige Musik *

Dann waren Sie und Giulietta also nicht verheiratet?

Nein. Meine Frau ist vor zwei Monaten verstorben.

Mein Beileid.

Ich fände es schön, wenn wir uns duzen.

Gerne.

Hast du Giulietta wiedergesehen?

Ja.

Das ist ... (Frau) Papa?

Du hast Besuch?

Clara, das ist Julia.

Hallo. Hallo.

Ich bin Alexanders Tochter. Ich will nicht stören.

Papa, du musst dich hinlegen.

Du solltest in der Klinik bleiben. Ich komme ein anderes Mal wieder.

Clara, gib uns noch einen Moment.

Gut.

Ich möchte dir gerne die ganze Geschichte erzählen.

Nur jetzt will ich dich um etwas bitten, weil es drängt.

Ich muss deinen Vater sehen.

Ich muss ihm etwas über seine Mutter sagen.

Ich... Ich habe keine Ahnung, wo er ist.

Giuliettas Bruder, Giovanni...

Er hat ein Feinkostgeschäft am Großmarkt.

Er weiß, wo Vincenzo lebt.

Giovanni wohnt in München? Ja.

Warum hast du ihn nicht selbst gefragt?

Ich bin dort Persona non grata.

Dich können sie nicht abweisen. Du bist Vincenzos Tochter.

Bitte.

* Emotionale Musik *

Den Klimawandel sprach Obama schon in seiner ersten Amtszeit an.

Aber passiert ist seitdem nichts. Wird er den G8-Gipfel dafür nutzen?

Oder wird es nur um Steueroasen und das Handelsabkommen gehen?

* Klingeln *

Notfalls mache ich das auch alleine mit meiner Kamera.

Ich habe überhaupt kein Problem damit.

Was?

Du, ich rufe dich zurück.

Mein Vater lebt. Irgendwo in Italien.

Aber das passte wohl nicht in deinen Lebensentwurf

und somit nicht in meinen.

Selbst wenn... Was würde das denn ändern?

Dein Vater ist abgehauen. Selbst wenn?

Julia, es tut mir leid. Es tut mir wirklich leid.

Ich hätte dich nicht anlügen dürfen, aber... Ja.

Ja, was aber?

Wir haben das doch trotz allem gut hingekriegt.

Du hast mich mein Leben lang belogen.

Dein Vater war unberechenbar.

Ich wollte dich nur vor ihm beschützen.

Ich hätte ganz gerne selbst entschieden, was ich von ihm halte.

Glaubst du, diese Bilderbuchfamilien sind glücklich?

Schau dich doch bitte mal um.

Ich habe das für dich getan. Nee, du hast das für dich getan.

Der Tag, an dem dein Vater aus dem Knast kam,

da warst du fünf.

Da ist er total ausgerastet.

Dann ist er untergetaucht. Über die Grenze und nie mehr zurück.

Julia... Was machst du?

Es gab einen Film mit ihm.

Den hast du mir gezeigt, als ich nach meinem Vater fragte.

Wo ist der hin?

Wo hast du den?

Oder hast du ihn einfach weggeschmissen?

Du hattest nicht das Recht, ihn mir wegzunehmen.

* Melancholische Musik *

* Es klopft. * (Freundin) Julia, ich bin wieder da.

Hey. Hey.

Was ist los?

Es...

Es passt einfach alles nicht mehr zusammen.

Ich glaube, mein Vater lebt.

Ich hatte schon immer das Gefühl, dass mir was fehlt.

Aber irgendwann habe ich mich da einfach dran gewöhnt.

Das war einfach wie so ein Teil von mir, der nicht da war.

Und jetzt soll auf einmal alles anders sein?

Was willst du jetzt tun?

Oh Gott.

(seufzt) Ich weiß es nicht.

* Italienische Popmusik *

La mia principessa! Dov'e la mia principessa?

* Frau spricht italienisch. *

Ah, si. Vai.

Giovanni?

Kennen wir uns?

Nein.

Ich bin Julia, die Tochter von Vincenzo.

Vincenzo?

Dann bin ich dein zio.

Oh cara, bella.

Wie hast du uns gefunden?

Komm. Komm.

* Giovanni spricht italienisch. *

Jetzt habe ich auch noch eine neue Nichte.

Giovanni. Jetzt lass sie doch erst ankommen.

Madonna. Tranquillo. - Si, si, si.

Komm, setz dich zu uns.

Da. Danke.

Wir feiern gerade die Taufe unserer Enkelin Regina.

* Sie spricht italienisch. *

A Julia. Salute. - Salute.

Ist er denn hier?

Wer? Vincenzo, mein Vater.

Der wird den Teufel tun und hierher kommen.

Wieso denn? Ist doch eine Familienfeier, oder nicht?

Si.

Du weißt gar nichts über deinen Papa, oder?

Nein.

Deshalb bin ich ja hier.

Il tuo papa, piccolino.

(Giovanni) Das ist die Taufe von deinem Papa.

Darf ich? Ja, klar.

30.08.1955.

Ich brauche diesen einzigen Platz, an dem ich mich sicher fühle.

Mein Tagebuch.

Sicher mit meinen Geheimnissen und meinem Schmerz.

Enzo zieht bei uns ein. Jetzt sind wir zu fünft.

Giovanni, Mama, mein geliebter Vincenzo

und mein Ehemann Enzo.

Ich entschied mich für diese Familie.

Diesen Weg muss ich nun gehen.

Madonna mia, Giovanni, che spavento.

Wo kommst du denn her? Von der Arbeit.

Wir haben keinen Platz dafür.

Außerdem ist das ein Mädchentraum.

Wir stellen sie bei mir unters Bett.

Hör zu, Giovanni.

Mama wird in der Küche schlafen.

Und du in der Kammer.

Ah.

Vai, Giovanni.

Was hast du vor?

Deutschland?

Die suchen Arbeiter, und die zahlen besser als hier.

Lass mich bitte nicht allein. Ach...

Du, Enzo, das Kind, ihr braucht den Platz.

Aber gleich Deutschland? Ja.

Du wolltest doch studieren. Ach...

Na, komm her.

Versprich mir, dass du nie das Nähen aufgibst, ja?

Das hat dich immer so glücklich gemacht.

17.04.1955.

Giovanni will nach Deutschland.

Deutschland, das Wirtschaftswunderland.

Bella Germania.

In mir schlagen zwei Herzen.

Ich will nicht, dass Giovanni mich hier alleine lässt.

Aber vielleicht sieht er Alexander wieder.

Ich würde sehr gerne wissen, wie es ihm geht.

Ich habe es mir überlegt, Giovanni.

Verkauf sie.

Nimm das Geld. Für deine Fahrkarte.

Nein, das kann ich nicht. Das ist deine Zukunft.

Meine Zukunft ist mein Sohn.

Leb dein Leben, Giovanni.

Einer von uns muss es schaffen.

Gute Nacht.

Hast du alles? Auch deine Papiere? Ja. Ja.

* Beschwingte Musik *

Enzo. Ciao.

Giovanni, warte.

Vielleicht kann er dir helfen.

Ich fahre für uns beide.

* Schwungvolle Musik *

16.04.1956.

Giovanni schreibt, Gleis 11 am Hauptbahnhof München

sei das deutsche Ellis Island.

Es gibt zwar keine Freiheitsstatue, aber die Deutschen sind organisiert

und bereiten den Italienern ein freundliches Willkommen.

Er fühlt sich gleich zu Hause.

Geht's hier ins Lager? - Hier geht's zur Anmeldung.

Ich gehe in die Kohle, bringt den besten Lohn.

Da sind schon welche erstickt. - Zu Hause verhungern die Leute.

Einer muss die Familie ernähren.

Und du, was machst du? - Ich werde Chef.

Pino, hast du gehört? Er wird Chef.

Dann arbeiten wir alle für ihn.

* Italienisch *

"Die Deutschen kümmern sich rührend um die Neuankömmlinge.

Deren Gesundheit liegt ihnen am Herzen."

Herz und Lunge ohne Befund. Mund auf.

Hals o. B.

Ohren o. B., Hose.

Ausziehen.

Ja...

Pinkeln.

Da rein.

No.

Eh, Giovanni, dove vai? Giovanni.

Der Nächste.

* Schwungvolle Musik *

Du, Taxi?

Hast du Diridari?

Ja?

Prego.

Na, okay. Rein da mit dir.

* Schwungvolle Musik *

Ah.

(räuspernd) Signor Alexander.

Sie können hier nicht einfach... Ist schon gut.

Giovanni.

Buongiorno. - Buongiorno.

Wow. Complimenti. Sei un grande.

Ja.

Was machst du hier? Ist was passiert?

Ich suche Arbeit.

Ja.

* Ruhige Musik *

Giovanni.

Toast Hawaii. Der letzte Schrei.

Ist was Exotisches, aber eine großartige Erfindung.

Toastbrot, Schinken, Ananas und Schmelzkäse.

Der ist abgepackt und kann aber dadurch perfekt portioniert werden.

Das Rote ist eine Cocktailkirsche.

Ah.

Hm.

Ähm ... Vielleicht Fernsehen?

Giovanni will mich zum Lachen bringen.

Er schreibt, wie modern Deutschland ist. Sogar beim Essen.

Vorspeise und Nachspeise stapeln sie aufeinander,

essen alles auf einmal und haben mehr Zeit zum Arbeiten.

Der Toast Hawaii ist das Geheimnis

des deutschen Wirtschaftswunders.

Hm.

Und, ähm ... Giulietta? Geht's ihr gut?

Ist sie glücklich? Che?

Glücklich?

Giulietta. Happy? Felice?

Si, si. Lei e molto happy.

Ah, schön. Si.

Und, ähm ... das Bambino?

Vincenzo? Ja.

Si, lui e molto ...

... intelligente.

Ja? Si.

* Emotionale Musik *

Schön.

Grazie.

Ciao, Alexander. Ciao.

Wo willst du hin?

* Tür fällt ins Schloss. *

30.04.1956.

Bella Germania.

Immer mehr Italiener gehen nach Deutschland zum Arbeiten.

Giovanni war bei Alexander, aber er hat keine Neuigkeiten.

Keinen Satz in seinem Brief, ob Alexander nach mir gefragt hat.

Ich fühle mich einsam.

Nur das Lächeln von Vincenzo gibt mir Lebensfreude und Zuversicht.

Eine gute Nachricht gibt es trotzdem.

Giovanni ist jetzt in der Lebensmittelbranche.

Er macht dort Karriere als Transportverwalter.

Import - Export im ganz großen Stil.

Ich freu mich so für ihn.

* Traurige Musik *

07.05.1956.

Seit Giovanni bei Alexander war, bekomme ich Briefe.

Alexander bedrängt mich.

Er will wissen, ob er der Vater von Vincenzo ist.

Ich kann ihm nicht antworten. Ich kann es ihm nicht sagen.

Ciao. Post?

Erwartest du welche? Was?

Post.

Ich war zufällig unten. Zufällig?

Immer zufällig. Hast du was mit ihm?

Was? Ich sehe doch, wie er dich angafft.

Ich sehe es doch. Enzo.

Ich darf weder in die Gewerkschaft wegen der Männer,

noch Schneidern wegen den Kunden.

Und jetzt der Briefträger?

Ich habe mich für dich entschieden, Enzo.

Ich habe dich geheiratet, und ich bin dir treu.

Glaub mir.

* Melancholische Musik *

Also haben sie sich nicht wiedergesehen,

Alexander und meine Großmutter?

Doch.

1964.

Nach neun Jahren.

An meinem und Giuliettas Geburtstag.

Neun Jahre war ich nicht in Italien,

um nicht zum Militärdienst zu müssen.

Giovanni!

Giovanni, non ci posso credere.

* Sie spricht italienisch. *

Neun Jahre lässt du mich warten.

Ja, ich weiß. Aber ich konnte nicht. Du weißt. Militärdienst.

Vincenzo, dein Onkel Giovanni. Madonna, bist du groß geworden.

Ciao, Giovanni.

Komm.

Vincenzo, komm.

* Ruhige Musik *

Habe ich was verpasst?

Heute vor drei Jahren haben wir uns das erste Mal geküsst.

Ja, komm, blas aus.

Madonna. Alles Gute zum Geburtstag.

Ach du meine Güte, Giovanni.

Elektrisch, automatisch, deutsch.

Wer hat das allererste Auto erfunden?

Carlo Benz. Und das erste Flugzeug? Otto Lilienthal.

Und der Zeppelin? Alles Deutsche.

Ja.

Ich habe auch ein Geschenk für dich, Mama.

Neun Jahre.

Und du bringst nur eine Nähmaschine?

Enzo ernährt uns, und du?

Was machst du mit deinem vielen Geld?

Ich habe gespart.

Bald baue ich uns allen ein Haus auf Salina.

Giovanni hat es schon weit gebracht.

Sie haben ihn zum Abteilungsleiter befördert.

Vincenzo, was hast du mit meiner Tasche gemacht?

Pst, pass auf.

* Italienische Musik erklingt. *

Giovanni.

Ist der nicht toll?

Du musst dir das Auto kaufen, das Papa jetzt baut. 300 PS.

300 PS? Und du baust die jetzt?

In Handarbeit. Ich muss wieder rein.

Komm, ich zeige ihn dir.

Signor Alexander!

Giovanni.

Amore, andiamo. Andiamo.

Giulietta.

Alexander.

Dein Sohn?

Ja.

Ciao. Ciao.

Ich bin Alexander. Vincenzo.

Was machst du in Italien? Suchst du Arbeit?

Nein. Ich wollte nur mein Auto holen.

Bist du Millionär geworden oder was?

Vincenzo, willst du mitfahren?

Andare macchina? * Sie spricht italienisch. *

Mach dir keine Sorgen. Ich passe auf ihn auf.

Motore, Chevrolet a 8 cilindri, V ciclo Otto

con 5000 centimetri cubici.

A 300 cavalli.

Va da zero a cento in otto secondi. Si, si.

Arriva a 200.

Qualcosa di pazzesco? Wollen wir was Verrücktes machen?

Wir geben mal richtig Gas jetzt, okay?

A tre?

Uno. Due.

Tre. Los.

* Schwungvolle Musik *

* Musik überlagert Dialog. *

Mamma. Dobbiamo andare. Dai.

Giulietta.

Kann ich kurz mit dir sprechen? Allein?

Vincenzo, fai vedere allo zio Giovanni l'officina.

Ich dachte, ich kann dich vergessen.

Alexander... Es ist neun Jahre her.

Und wenn es 20 Jahre her wäre, es würde nichts ändern.

Wenn du noch was für mich empfindest,

dann komm mit mir nach München.

Du und Vincenzo.

Es ist noch nicht zu spät.

Unser Leben ist hier.

* Emotionale Musik *

* Auf Italienisch *

Vino rosso per favore.

Nicht den Hauswein. Bring einen guten Franzosen.

Warum gehen wir nicht auch nach Deutschland?

Gefällt es dir hier nicht?

Hast du die Handschuhe von dem Deutschen gesehen?

Mit Löchern zur Belüftung.

Giovanni, wenn ich groß bin, komme ich in deine Firma.

Basta mit Deutschland.

Genügt dir Italien nicht? Hm?

Das schönste Land der Welt. Du warst noch nie woanders.

Deine Familie ist hier.

Du willst Autos bauen? Hier kannst du sie bauen.

Was nützt es, wenn du sie baust, aber nicht kaufen kannst?

Wir sind keine feinen Leute mit Handschuhen.

Enzo. Enzo, dai!

Au. Ich arbeite mit den Händen.

Lass ihn los. Enzo, basta.

Du mischst dich nicht ein, du Millionär.

Wir sind Sizilianer, terroni.

Wir machen uns die Hände schmutzig, aber wir sind ehrlich.

Enzo.

Enzo...

Vincenzo, warte. Vincenzo.

(Frau) Ciao, Giovanni. - Francesca.

Manchmal glaube ich, du hast mit allen Frauen hier was gehabt.

Giovanni. Giovanni und seine Frauen.

Was ist los?

Ich liebe Vincenzo über alles.

Aber seit seiner Geburt lebe ich im Gefängnis.

Ich glaube, es war ein Fehler, Enzo zu heiraten.

Er ist so eifersüchtig.

Ich darf nichts tun.

Ihr solltet noch ein Kind machen. Ein Geschwisterchen für Vincenzo.

Wir wollen seit acht Jahren, aber wir haben kein Glück.

Enzo liebt dich, und er schenkt euch ein Zuhause.

Guck mich an. Ich habe keine Wurzeln.

Wir haben hier auch keine Wurzeln. Unsere Heimat ist Sizilien.

Ja, aber jetzt bist du hier, und du musst dein Leben leben.

Du hast die Nähmaschine nicht angerührt.

Was ist mit deiner Leidenschaft?

Du musst sie leben.

Ich bin glücklich, dass du Karriere machst, Giovanni.

Ja.

* Lautes Schluchzen *

Giulietta Marconi. Alexander Schlewitz.

Das Schicksal steht nicht fest. Das machen wir selbst.

* Treibende Musik *

* Ruhige italienische Musik *

* Italienische Musik *

Das ist das Kleid von damals. Das ist Giuliettas Kleid.

Il vestito di Giulietta.

Sie strahlt wie Giulietta. - Vero.

Es war ihr Lebenselixier.

Wenn sie Kleider nähte, war sie glücklich.

Weißt du,

jeder hat ein talento, eine Begabung.

Ist ein schönes deutsches Wort: die Gabe.

Weil man was zu geben hat.

Und Giuliettas Gabe war...

Entschuldigung.

Sie konnte Menschen schön machen.

Du bist wie sie.

Das Kleid hat sie auf unserer Hochzeit getragen.

Hier, an dem Tag, als ich meine Freiheit gegen einen ...

Käfig mit dieser schönen Dame tauschte,

tauschte Giulietta ihren Käfig

gegen die Freiheit.

* Schwungvolle italienische Musik *

* Musik überlagert Dialog. *

(alle) Bacio, bacio, bacio, bacio, bacio, bacio, bacio, bacio.

* Heitere italienische Musik *

* Sie singt auf Italienisch. *

* Rhythmische Musik *

* Verträumte Musik *

* Angespannte Musik *

Enzo. Hast du gefragt, ob du mit ihr tanzen darfst?

Nein. Ich dachte, sie wollte tanzen.

Mich musst du fragen. Weißt du nicht, was sich gehört?

Was? Enzo.

Bravo.

Musik. - Nein, Jungs. Lasst sein.

Entschuldigung. Es tut mir leid.

Komm, wir tanzen. Enzo, ich tanze, mit wem ich will.

Warte. Lass sie.

Du mischst dich nicht ein. Du hast mir nichts zu sagen.

Ich bin dein Vater. Hast du keinen Respekt?

Vor dir?

Du kleiner... - (Giovanni) Vincenzo.

Bist du verrückt geworden?

Wie du rumläufst. Guck dich an. Du bist eine Schande.

Das habe ich mit meinen eigenen Händen gemacht.

Das bin ich. Du glaubst, du bist was Besseres?

Enzo, ich bin die ganze Zeit für dich da.

Ich koche, wasche, putze, und das mache ich gerne.

Aber ich bin nicht deine Sklavin.

Va bene adesso. Mama, ich bitte dich.

Lass mich.

(Giovanni) Musica.

Was soll ich denn machen? Was wollt ihr von mir?

Setz dich. Mama, komm.

* Fröhliche Musik *

Mama, was ist los? Wohin fahren wir?

Los, Vincenzo, beeil dich. Wir nehmen die erste Fähre.

Wohin fahren wir? Nach Deutschland.

Nach Deutschland? Ja.

Was ist mit Papa?

Bleiben wir für immer?

Nur für den Sommer.

Auf geht's.

07. Juli '68.

Ich flüchte aus meiner Heimat, weg von Enzo.

Und suche die Freiheit in Deutschland.

In Bella Germania.

Ich liebe dich, mein Liebling.

Ich liebe dich, Vincenzo.

Egal, was kommt.

(Giovanni) In unserer Familie gab es viel Unglück.

Aber jetzt haben wir es gut.

Giovanni, ähm...

Ich war bei Alexander. Alexander?

Er ist krank. Sehr krank sogar.

Wenn Alexander nicht gewesen wäre, würde Giulietta noch leben.

Giovanni. - Ist doch wahr.

Giovanni, komm zurück.

Du musst verstehen. Es ist nicht einfach für ihn.

Er hat seine Schwester geliebt.

Alexander hat mich gebeten, Vincenzo zu suchen.

Er muss ihm etwas sagen. Etwas sehr Wichtiges.

Vincenzo lebt in Torino. - Rosaria.

Giovanni, ruf ihn an.

Wenn schon nicht für Alexander, dann tu es für Julia.

Sie hat es verdient, ihren Vater kennenzulernen.

Carmela, eh ciao.

Sono Giovanni.

* Er spricht italienisch. *

Vincenzo ci sta?

Si, grazie.

Vincenzo. Si. Si.

Non c'e male.

C'e qui una persona.

Julia.

Tua figlia.

Vincenzo?

Hallo? Vincenzo?

Pronto?

Er hat aufgelegt. Tut mir leid.

Du armer Schatz.

Julia.

Warte.

Für dich.

Ich glaube, Giulietta hätte gewollt, dass du es hast.

Danke. Und, äh...

Wenn du uns besuchen willst,

bist du immer herzlich willkommen

bei deinem Onkel Giovanni und deiner Tante Rosaria.

Ciao. Ciao.

* Ruhige Musik *

* Telefon klingelt. *

* Piepen *

(AB) "Hallo Julia, hier spricht Clara.

Melde dich bitte. Alexander ist im Krankenhaus.

Er würde sich wünschen, dass du kommst."

Entschuldigen Sie. Zimmer 207?

Einmal um die Ecke bitte. Danke.

Hallo. Hallo.

Ist alles in Ordnung?

Keine Angst,

die Wahrheit verkrafte ich besser als die Ungewissheit.

Ich habe keine guten Neuigkeiten.

Vincenzo will nicht mit mir sprechen, richtig?

Nein.

Und mit mir wohl auch nicht.

Das tut mir leid. Danke.

Für deine Hilfe.

Manche Dinge kann man wohl nicht mehr ändern.

Ich bin glücklich, dass ich dich kennenlernen durfte.

Es war ein schwerer Herzinfarkt. Egal was er sagt, es war knapp.

Wenn er sich jetzt nicht schont, kann es jederzeit wieder passieren.

Das tut mir alles sehr leid.

Ja.

Rosaria.

Julia.

Amore di zia.

Ich, ähm...

Ich hätte gerne die Adresse von Vincenzo.

Ti capisco.

Ich habe die Tür zur Wahrheit einen Spalt weit geöffnet.

Ich muss wissen, was dahinter liegt.

Lass die Sache lieber ruhen.

Nee, Mama. Schwachsinn.

Ich habe das Recht zu erfahren, woher ich komme.

Was machst du hier? Ich lebe hier.

Hier kann ich mich neu erfinden.

Schick mich nicht weg. Lass mich für Vincenzo da sein.

Dann sehen wir weiter.

Ich bin Vincenzos Vater, oder? Du hast dein Leben. Ich habe meins.

Er gehört zu mir. Vincenzo! Vincenzo!

Halt!

(TV) "Ich hoffe, sie findet die Wahrheit, nach der sie sucht."

Alexander möchte dich sehen.

Ich glaube, es geht um deine Mutter. Giulietta.

Untertitel im Auftrag des ZDF, 2019

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