All language subtitles for Der Geier - Die Tote mit dem falschen Leben

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Original subtitles

Lukas Geier

Franziska Conte

Lara Schnee

* geheimnisvolle Musik *

* Geheimnisvolle Musik läuft weiter. *

* Tür wird geöffnet. *

Oh, Entschuldigung.

Hallo?

Hallo?

Hilfe! Hilfe!

* düstere Musik *

* Düstere Musik läuft weiter. *

* Klopfen *

Herr Geier, wir sind von der Polizei.

Machen Sie auf, Herr Geier.

* Klopfen *

Herr Geier. Komme ja schon.

Was gibt's?

Lukas Geier?

Chefinspektorin Franziska Conte. Kriminalpolizei Salzburg.

Das ist mein Kollege. Fitzmann.

Postenkommandant Bad Gastein. Grüß Gott.

Wir müssen Ihnen ein paar Fragen stellen.

Dürfen wir reinkommen?

Okay.

Zucker, Milch?

Nein, schwarz, danke.

Lange Nacht gewesen?

Ich hatte gestern einen Auftritt in Zell am See, am Wasser.

Danke. Open Air, es war traumhaft.

Aber es war dann doch wieder ... zwei oder drei Uhr in der Früh.

Sie hätten sicher dort übernachten können?

Hätte ich. Aber ich übernachte im eigenen Bett, wenn es möglich ist.

Wir sind ja so was wie Kollegen. Wir waren mal so was wie Kollegen.

Ich bin schon lange nicht mehr bei der Polizei. Ich weiß.

Warum sind Sie hier, Frau Hauptkommissarin?

So klein ist Ihr Konzert ja gar nicht gewesen.

* Applaus und Jubel in Aufnahme *

"Auf den Arm noch ein Autogramm, oder? Das war ... geil."

Man hört ja momentan einiges drüber,

was zwischen Musikern und ihren weiblichen Fans

immer wieder mal passiert.

Ich respektiere und brauche meine Fans.

Nach der Aufführung gibt's Selfies und Autogramme, aber mehr nicht.

Okay. Ah, Fitzmann.

Kennen Sie die Frau?

* unheilvolle Klänge *

Die Frau ist tot.

Der Anblick eines Toten macht was mit uns.

Das muss man verarbeiten.

Wenn dir jemand zu schnell sagt: "Den kenne ich nicht."

Der lügt meistens.

Ich kenne sie nicht. Vielleicht mal gesehen?

Keine Ahnung. Am Konzert gestern?

Ich habe keine Ahnung. Wo ist sie gefunden worden?

* Handy klingelt. *

Da. In Bad Gastein. Gerichtsmedizin.

Ah, okay.

Ja, Fitzmann?

Ja.

Wann waren Sie gestern noch mal zu Hause?

Halb zwei in der Früh. Warum?

Weil der Todeszeitpunkt zwischen 23 Uhr und 2 Uhr liegt.

Macht mich spätes Heimkommen verdächtig?

Das alleine nicht.

Aber auf dem Unterarm der toten Frau

ist eine Telefonnummer geschrieben.

Eine deutsche Prepaidkarte.

Registriert auf Sie, Herr Geier.

Na, schauen Sie noch mal hin.

Das ist meine Nummer. Für den absoluten Notfall.

Ich bin für Sie da.

Vertrauen Sie mir.

Wenn Sie im Ort gewohnt hat,

dann werde ich ihr mal über den Weg gelaufen sein.

Kein Groupie? Sicher nicht.

Wie kommt dann Ihre Nummer auf den Arm der Frau?

Ich habe keine Ahnung.

Okay.

Denken Sie nach. Vielleicht fällt Ihnen noch was ein.

Dann lassen Sie mich das bitte wissen. Herr Kollege.

Ex-Kollege. Mhm.

Ah, Herr Geier.

Meine Frau dreht durch, wenn ich ihr erzähle,

dass ich hier war und kein Autogramm nach Hause bringe.

Mit Widmung? Für Erika wäre super.

Erika Fitzmann. Ja, Erika Fitzmann.

Das wollten Sie doch. Für einen Schriftvergleich.

Ja. Die DNA haben wir jetzt auch. Sie wissen ja, wie es läuft.

Ah.

Ich habe schon getanzt zu dem Lied.

Ja? Wollen Sie auch ein Autogramm? Oder meine Nummer auf dem Arm?

Nein.

Ihr Abschiedsfest bei der Polizei soll legendär gewesen sein.

Sagt zumindest Ihr Chef. Ex-Chef, wenn Ihnen das lieber ist.

Sie haben mit Frank Becker gesprochen?

Das ist eine Mordermittlung, Herr Geier.

Habe die Ehre.

Wiederschauen. Wiederschauen.

* geheimnisvolle Musik *

Und hier kann mich also niemand finden?

* Freiton *

* nachdenkliche Musik *

Bitte. Setzen Sie sich.

Elisabeth Bergner. Das ist jetzt Ihr neuer Name.

Das ist Ihre neue alte Geschichte. Lernen Sie alles auswendig.

Jeden Namen, jeden Ort, jedes Datum. Alles.

Und wenn ich hiervon etwas vergesse?

Oder verwechsele? Muss ich dann wieder sterben?

Die Biografie ist wasserdicht.

Ich mache das nicht zum ersten Mal.

Ich fühle mich aber, als ob ich gerade gestorben wäre.

Das ist ja auch ein bisschen so.

Magda Kobell hat aufgehört, zu existieren.

Elisabeth Bergner.

* Sie schreit laut. *

* Handy vibriert. *

Rückruf erst nach vier Minuten statt nach drei.

"Wirst alt. Wie lange haben wir nicht mehr gesprochen?"

(Mann) "Das weißt du besser als ich."

Ihr wurde meine alte Dienstnummer auf den Arm geschrieben.

Ich musste denen irgendwas erzählen.

Du musst nichts sagen. Dein Text ist: "Ich weiß nix."

Das ist doch nicht schwer. Was ist denn im Hotel passiert?

Du kennst doch die Regeln.

Jetzt komm schon, Frank. Bitte.

Ich rede mit der Kommissarin. Das ist so vereinbart.

Ich fahre morgen früh zu ihr.

Du kommst extra her?

"Und du, Lukas, was hältst du davon,"

ein paar Tage Urlaub zu machen?

Ist es so ernst? "Urlaub, Lukas."

Ein, zwei Wochen. Eine kleine Pension irgendwo.

Du zahlst bar und lässt dein Handy zu Hause.

Überlass alles andere uns.

Ich bereite alles vor.

* angespannte Musik *

Salam.

Wir müssen reden.

* kurzes Hupen *

Hey, Shabbir.

Eine Frauenleiche mit deiner Telefonnummer auf dem Arm?

Die haben uns gefunden. Die werden uns killen.

Vielleicht eine Botschaft, vielleicht nicht.

Das glaubst du doch selber nicht, oder?

Hätten sie dich gefunden, würdest du nicht vor mir stehen.

Das ist nicht lustig.

Noch ist völlig unklar, ob die Sache was mit mir zu tun hat.

Mit dir nicht. Deine Tarnung hält seit sieben Jahren.

Werde jetzt bitte nicht paranoid.

Tu nichts, was das gefährden könnte.

Den Ball flach und die Augen aufhalten, okay?

Ich werde sicher nicht abwarten wie ein Opferlamm.

Die hübsche Kommissarin übernachtet im Hotel von Lara Schnee.

Zimmer 202. Und?

Entweder holst du dir die Informationen ...

oder ich mache das.

Untersteh dich. Du hast die Wahl.

* angespannte Musik *

Leute, ich fasse mal

die Dringlichkeit zusammen.

Eine Frau ist umgebracht worden,

aber nicht irgendeine.

Sie war eine verdeckte Ermittlerin: Elisabeth Bergner.

Ihre Zielperson ...

war Angelo Marienthal, damals Kopf der Ndrangetha in Süddeutschland.

Sie war eine Venusfalle ...

und wurde tatsächlich seine Freundin und Vertraute.

Das ging zwei Jahre gut. Dann flog sie auf.

Wir wissen bis heute noch nicht, wie.

Seitdem ist Angelo Marienthal wie vom Erdboden verschwunden.

Die neue Identität, die wir vor 16 Jahren

unserer Kollegin verschafft haben, hat all die Jahre bestens gehalten.

Bloß, dass sie jetzt tot ist.

Die Dringlichkeit ergibt sich erstens aus dem Zeitpunkt.

Warum wurde diese Frau jetzt, nach 16 Jahren, enttarnt?

(off) Die Mörder von Elisabeth Bergner haben auf ihren Arm

die Telefonnummer von einem von uns geschrieben, die vom Lukas Geier.

Diese Botschaft richtet sich an uns.

Das ist eine Drohung. Das Wichtigste ist:

Wie halten wir die Polizei in Salzburg

aus dem Ding draußen?

Und wie beschützen wir den Lukas?

Lukas Geier ist freiwillig aus dem Polizeidienst raus

und lebt in Österreich.

Offiziell können wir nicht helfen.

* angespannte Musik *

Hi.

Luki. Hey.

Ich dachte, wir sehen uns morgen.

Ich freue mich, dich zu sehen.

Ich muss was wegen der Technik checken.

Wegen nur einem Song? Lass dich überraschen.

Hi, Glenn. Alles okay? Alles gut.

Oder musst du noch irgendwas anderes checken?

Danke, dass du noch immer bei mir spielst.

Ich weiß, dass du so was sonst nicht mehr machst.

Ich mache es doch auch nur, damit du mich endlich heiratest.

Wie würdest du deinen Antrag denn diesmal machen?

Vielleicht sage ich ja Ja.

Ich denke immer nur an dich.

Du bist so ein schlechter Lügner.

Also.

Bist du jetzt wegen mir hier? Oder doch vielleicht wegen ihr?

Erwischt.

Na?

Kurzurlaub im schönen Bad Gastein? Ah.

Hallo noch einmal. Hallo.

Äh, nein, ich bin hier einquartiert,

bis die Ermittlungen abgeschlossen sind.

Das Kommissariat Salzburg ist zu weit weg. Hm.

Und warum sind Sie hier?

Mein Hotel ist sozusagen das zweite Zuhause vom Lukas.

Das ist der Promi-Status.

Ich darf schnorren und werde dafür noch angehimmelt.

Angehimmelt? Das hättest du gern.

Schon als Zwölfjähriger,

wie er hier mit seinen Eltern Sommerurlaub gemacht hat.

Ja, und später dann allein?

Schön, dass sich die Damen ausgetauscht haben.

Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen:

Ich ermittle in einem Mordfall.

Im Bademantel?

Na ja, das Privileg einer ... Beamtin: Feierabend.

Schön. Schön.

Dann lasse ich euch jetzt mal.

Wir sehen uns morgen.

Und falls du was wegen der "Technik" brauchst,

dann sagst du mir einfach Bescheid.

Haben Sie noch mal nachgedacht?

Ich kann Ihnen zu dieser Frau nichts sagen.

Sicher, Herr Kollege?

Sie heißt Elisabeth Bergner, 47,

und sie war angestellt bei der hiesigen Gemeindeverwaltung.

Sie bleiben dabei, dass Sie sie höchstens zufällig gesehen haben?

Und Ihren Mann kennen Sie auch nicht?

Alfred Bollisto.

Ihm gehört das Puppentheater da im Ort.

Und die beiden haben eine Tochter, Raphaela, die ist 15.

Ich war gerade beim Witwer und bei der Tochter.

Mein Beileid.

Dafür habe ich diesen Beruf immer gehasst.

Das ist der erste Satz, den ich Ihnen wirklich glaube.

Ja? Na jedenfalls haben wir sie eingehend befragt, die beiden.

(leise) Ich muss dich leider fragen, wo du gestern Nacht warst.

Hier, zu Hause.

Und der Papa, wo war der?

In der Werkstatt.

(flüsternd) Geh in dein Zimmer.

Und der Alfred Bollisto hat für den Tatzeitpunkt ein Alibi.

Sie ja nicht. Hm.

* Er schnaubt. *

Ich gehe jetzt in die Sauna.

Viel Spaß. Schönes Schwitzen.

* angespannte Musik *

Vielleicht fällt Ihnen ja noch was Wahres ein? Wer weiß.

* spannende geheimnisvolle Musik *

* Staubsauger brummt. *

* Klopfen *

"Keine Einbruchsspuren. Tatwaffe nicht vorhanden.

Unbekannte DNA einer zweiten Person im Bett gesichert.

Eintrittswunde ist nahezu kreisförmig.

Die Tatwaffe ist nicht vorhanden."

* Poltern *

Tschau, bis morgen.

Gibst du eigentlich vielen Frauen deine Nummer?

Ich wusste nicht, dass du die Bergner kanntest.

Woher kanntest du sie? Ich?

Ich lebe hier mittendrin, nicht zurückgezogen am Berg.

Ich höre den Leuten zu, wenn sie mit mir reden.

Sie waren hin und wieder hier zum Essen.

Das wusste ich nicht. Ja.

Und ihre Tochter, die Raphaela, die jobbt bei uns.

Was jetzt wohl wird aus der?

Die stellt sich gut an, vielleicht lernt sie Köchin

oder geht in die Hotelfachschule.

Gehört sie zu deiner Vergangenheit?

* flirrende Klänge *

Weiß die Kommissarin Bescheid?

Nein, und das soll auch so bleiben.

Bist du in Gefahr? Kann ich dir helfen?

(leise) Alles gut. Bis morgen. Freu mich. Tschau.

* spannungsvolle Musik *

* Donnergrollen *

Warum hast du Mamas Perücke auf?

Die riecht so schön nach ihr.

Ich dachte für einen Moment, du wärst sie.

Es tut so weh.

Du und Mama, ihr hattet gestritten.

Ja, leider. Wegen nichts. Ich weiß gar nicht mehr, worüber.

Ich hatte auch Streit mit Mama. Aber sie war so wütend.

Nicht.

Ich vermisse sie so.

* traurige Musik *

Sch, sch.

* düstere Musik *

Wo fahren wir eigentlich hin? Bad Gastein.

Bad was? Bad Gastein in Österreich.

Österreich...

Okay.

Da sind Sie sicher.

* Hupendes Auto fährt vorbei. *

* Donnergrollen *

Hier? Da sind Sie sicher.

* angespannte Musik *

* Donnergrollen *

* spannungsvolle Musik *

* melancholische Musik *

* geheimnisvolle Musik *

Salam, Shabbir. Na?

* Sie sprechen arabisch. *

Hopp. Danke dir.

Wo ist das Zeug hier? Hier. Shukran.

So. Jetzt hast du ein paar Jahre Ruhe hier.

Hoffentlich. Trinken wir noch was? Ja.

Hat die Bergner Ihren Namen gemocht?

Was ist das für eine Frage?

Ja, beantworte sie einfach.

Sie war damit okay. Warum?

Ich hasse meinen Namen. Shabbir. Wie konntest du mir so was antun?

Du lebst noch. Dein Name ist deine Lebensversicherung.

Nicht lustig. Hm...

Übrigens, gib mal dein Handy. Warum?

Gib es mir und entsperre es.

Was soll der Scheiß? Ja, chill, Bruder.

So.

Hier.

Das ist deine Lebensversicherung.

Ey. Wink mal.

Geiles Bild, oder? Alles in 4K.

Alles Infrarot mit Bewegungsalarm.

Wo hast du die her? Wildkameras.

Geborgt aus unserem Bestand.

* angespannte Musik *

Findest du nicht, du übertreibst?

Keiner weiß, wer hinter dem Mord steckt.

Die Polizei hat keinen Anhaltspunkt.

Du warst in ihrem Zimmer?

Was sie haben: ein Stich ins Herz. Und die DNA einer fremden Person.

Klar. Ein Killer-Kommando.

Ich kenne diese Typen besser als du und ich weiß, wozu die fähig sind.

So, jetzt muss ich mal.

Danke in jedem Fall. Gern geschehen.

Und wenn was mit dem Dach ist, sag einfach Bescheid.

Was heißt Dachrinne eigentlich auf Arabisch?

* Er spricht arabisch. * Wie?

* Sie sprechen arabisch. * Mit h.

H...

Shukran. Salam.

(Frank) Also, Frau Conte. Genau so ist es passiert.

Haben Sie das verstanden?

Alles klar.

Ja, dann. Danke, dass Sie dafür extra herkommen sind.

Na, dann wünsche ich Ihnen noch einen schönen Tag.

Na, Ihnen auch.

* geheimnisvolle Musik *

Lukas, wir treffen uns in 30 Minuten.

Ich schicke dir einen Standort. Bis gleich.

* Geheimnisvolle Musik läuft weiter. *

'tschuldigung.

* Geheimnisvolle Musik läuft weiter. *

Ich freue mich.

Also pass auf, Lukas.

Damit, dass du die Bergner nicht kennst,

kommen wir nicht durch.

Die Kommissarin ist smart.

Ich erzähle dir jetzt ganz genau die Version,

die ich ihr gerade erzählt habe.

Du hattest was mit der Bergner.

Rein privater Zusammenhang. Keine große Liebe.

Eher kurzer, heißer Flirt. Dann kam ein Abend in der Disco.

Unglücklicherweise fand an diesem Abend

dort eine Razzia statt.

Die Kollegen beschweren sich über dich.

Du kommst mit blauem Auge davon.

Bekommst aber einen Vermerk in deiner Personalakte.

Eine Art Abmahnung.

Das ist die Kopie des gesamten Aktenvorgangs,

samt den Auszügen aus deiner Personalakte.

Das ist so ein Schmarrn.

Und das hast du ihr erzählt? Den Quatsch soll sie glauben?

Also komm. Ich hatte wenig Zeit.

Die Akte ist gut. Da ist alles drin.

Es gibt keinen Grund, daran zu zweifeln.

Elisabeth Bergner ist tot. Was tun wir?

Wir erfinden Geschichten, wie immer.

Unser Geschäft ist die Lüge.

Wir lügen, um Leben zu retten, Verbrechen zu verhindern,

um die Welt ein bisschen besser zu machen.

Ob es das Richtige ist... Früher war ich mir sicher.

Heute weiß ich es nicht mehr.

Vielleicht hat die Papst doch recht.

Was willst du damit sagen? Willst du aussteigen?

Du warst ein guter Polizist, Lukas, ein sehr guter.

Das Erfinden von Lebensläufen war dein Spezialgebiet.

Und jetzt ...

machst du Musik und lebst hier in den Bergen.

Ich beneide dich, ehrlich.

* Frank seufzt. *

Obwohl ich mir nichts mehr wünsche,

als dass du wieder bei unserer Truppe wärst.

Tut mir leid.

Pass auf dich auf, Lukas.

Und überleg dir das noch mal mit dem Urlaub.

Servus. Servus.

* spannungsvolle Musik *

* Spannungsvolle Musik läuft weiter. *

* Er atmet tief durch. *

* Er spielt sanfte Akkordeonmelodie. *

Lukas.

Du hast versprochen, dass ich hier sicher bin.

* Er spielt weiter. *

* Nachrichtenton *

"Treffen gerne.

Bin zufällig ganz in Ihrer Nähe. Papst."

* geheimnisvolle Musik *

Ich nehme an, Ihr Ex-Chef weiß nichts von unserem Treffen.

Nein. Wie Sie richtig sagen: Becker ist mein Ex-Chef.

Deswegen umso mehr Danke,

dass Sie als ehemalige Verfassungsschutzpräsidentin

so kurzfristig ein Treffen einrichten konnten.

Wissen Sie, so eine Arthrose-Kur ist ziemlich langweilig.

Die Kurschatten sind mir entweder zu alt oder zu nichtssagend.

Ich habe in einer halben Stunde eine Anwendung.

Also kommen Sie bitte. Herzlichen Dank.

Seit wann rasieren Sie sich nicht mehr?

Ich habe ein neues Leben. Neues Leben, neuer Look.

Sie sind wegen Elisabeth Bergner hier?

Ja.

Tragisch das Ganze.

Es tut mir wirklich leid.

Was könnte Becker gemeint haben:

"Vielleicht hatte die Papst nicht unrecht"?

Ich verstehe nicht.

Sie wollten die Arbeit mit verdeckten Ermittlern einstellen.

Ich wollte einen Schlussstrich ziehen unter die Geisterwelt.

Aber ihr habt mich bekämpft. Ihr habt mich verlacht.

Die Frau, die keine Ahnung hat und alles ändern will.

Die zu weich ist, zu empathisch.

Ich weiß doch, was über mich geredet wurde.

Ich bin gescheitert und musste gehen.

Nicht freiwillig. Das kann ich versichern.

Das System hat mich ausgespuckt.

Leute wie Frank Becker oder wie Sie.

Erinnern Sie sich an diesen ...

kleinen Südamerikaner, der sich das Leben genommen hat?

Fernando Lopez. Mexikaner.

Ja. Fernando Lopez.

Er hat sich verliebt bei einem Einsatz.

Ausgerechnet in den Mann, den er observieren sollte.

Ich habe ihn damals geführt.

Niemand konnte ahnen, dass das passiert.

Dass er sich aus Liebe seinem Zielobjekt offenbart.

Ja, wie soll man so was auch ahnen?

Er hat sich niemals davon erholt. Ich weiß.

Ich war auf seiner Beerdigung, aber Sie habe ich nicht gesehen.

Mit Fernando Lopez' Tod habe ich begonnen,

an meiner Arbeit zu zweifeln.

Der Tod eines Menschen ...

ist ein zu hoher Preis ... für eine Ermittlung.

Das ist und bleibt meine absolute Überzeugung.

Sie wissen, warum Elisabeth Bergner ermordet wurde, richtig?

Ich habe jetzt meine Anwendung. Leben Sie wohl.

Herzlichen Dank.

* angespannte Musik *

Ergebnis der Schriftuntersuchung:

Sie haben nicht auf den Unterarm geschrieben.

Okay. Für mich heißt das:

Sie sind vorerst als potenzieller Täter raus.

Aber solange Sie oder Ihr Kollege aus München

mir weiterhin Blödsinn auftischen, haben Sie mich am Bein.

Apropos auftischen: Haben Sie Hunger?

Wie bitte? Essen fertig.

Bitte.

Ja, einfach an der goldenen Schallplatte vorbei.

Und, wie laufen die Ermittlungen? Tutto bene?

Sie wissen ganz genau, dass ich nicht über die Arbeit reden kann.

Über was reden wir dann?

Lara Schnee? Lara Schnee?

Mhm. Ihre große Liebe.

Hat sie das gesagt? Stimmt es denn?

Früher vielleicht.

Und heute? Heute sind wir Erwachsene.

Sind so was wie ziemlich beste Freunde.

Aber Lara spielt gerne.

Mit Gefühlen? Mit Situationen.

Sie hat das Talent, Momente zum Leuchten zu bringen.

Aber sie übertreibt gerne.

Na ja, einen flexiblen Umgang mit der Wahrheit sind Sie ja gewohnt.

Ich dachte, Sie wollten nicht über die Arbeit sprechen.

Sie treten heute noch auf im Hotel.

Ich habe mir Videos von Ihnen angeschaut.

Und? Sie verändern sich auf der Bühne.

Ist doch notwendig, oder?

Wer will einen nachdenklichen

Ex-Polizisten auf der Bühne sehen?

Sie wirken jedenfalls offener. Befreit.

Befreit? Wovon?

Vielleicht von dem,

was mir Becker heute erzählt hat.

Pfeffer? Mhm.

Oder von dem, was wirklich passiert ist.

Ich dachte, Sie wollten nicht über die Arbeit sprechen.

Okay. Themenwechsel. Sie sind dran.

Schlückchen Wein? Wasser.

Gut, Wasser.

Prost.

Also, ich bin dran.

Sie wohnen in Salzburg? Ja.

Schön.

Ich bin nicht Ihre Gegnerin.

Aber das kann sich ändern.

Ich würde Ihnen sehr gerne helfen.

Aber ich weiß nicht, wie.

Das wissen Sie.

Danke für das Angebot.

* nachdenkliche Musik *

* Applaus und Jubel *

Yeah! Wo seid ihr?

Ich höre euch nicht. Wo seid ihr? Hey!

Gastein, wo bist du?

* Er spielt eine fröhliche Melodie. *

* Cooler Beat setzt ein. *

* Bass setzt ein. *

* dumpfer Bass *

♪ Never heard of anyone Who had a penny

After all this I've been through

Somewhere low in those days

When we went our own ways

Never knowing what to do

All my tears were frozen

In this era I'd chosen

And my heart was hard as stone. ♪

* dumpfe Musik *

♪ Never wanted to be shown. ♪

* Das Publikum singt mit. * ♪ Tutto bene, tutto bene

Tutto bene I'm alright. ♪

* dumpfe Musik *

Lara Schnee, wo bist du? Komm zu uns.

Der Star aus Gastein.

* dumpfe Musik *

(alle) ♪ Broken down romances

Never wanted to be shown. ♪

(beide) ♪ Tutto bene, tutto bene

Tutto bene I'm alright

I will see you tomorrow

Before I'm forever out of sight

Tutto bene, tutto bene

Tutto bene I'm alright. ♪

* spannungsvolle Musik *

* Jubel *

Danke schön!

Lukas Geier, meine Damen und Herren, in da house!

Danke, danke schön, danke.

Komm rein.

Und, was sagt die Spurensicherung?

Keine Spuren. (betont) Keine Spuren.

Die fremde DNA war in keiner Datenbank

in ganz Europa zu finden.

Handy und Laptop von Bergner?

Alles durchgeschaut. Nichts, was uns interessieren müsste.

Im Übrigen auch nicht der kleinste Hinweis auf Herrn Geier.

Ja, na gut, das hätte mich eh überrascht.

Ja. Aber ich bleibe dran.

In diesem Sinne... Graben.

Bis morgen.

Gute Nacht.

Hat es Ihnen gefallen? Wunderbar.

Schön. Wie heißen Sie? Sydney.

Sydney?

Alles Gute. Hat wahnsinnig viel Spaß gemacht.

Ich fühle mich wieder wie mit 17. Ich auch.

Danke. Herr Geier?

Rapha? Warum kannte meine Mutter Ihre Telefonnummer?

Meine Telefonnummer? Sie hat sie mir gegeben.

Wenn ihr einmal etwas passiert, soll ich diese Nummer anrufen.

Hör zu, Raphaela. Was mit deiner Mutter passiert...

Die Kommissarin wollte wissen,

ob ich die Nummer auf dem Arm kenne.

Ihre Nummer. Woher hatte Mama die?

Raphaela.

Das muss alles ein großes Missverständnis sein.

Es tut mir sehr leid.

* melancholische Musik *

Rapha.

Wir schaffen das irgendwie, okay?

* spannungsvolle Musik *

* Er atmet schwer. *

Luki?

Luki?

Lukas.

Ist alles okay bei dir?

Schau mich an.

Jetzt atme mal ganz ruhig mit mir.

Spür meine Hand ... und atme mal ganz langsam ein.

Eins, zwei, drei, vier, fünf.

Komm, atme mit mir.

Langsam. Langsam einatmen.

Durch die Nase ein.

Atem anhalten. Okay.

Jetzt wird es besser, oder? Ja.

(leise) Gut.

Gut? Hast du so was öfter?

Erste Mal.

Ah.

Der Mord an Elisabeth Bergner? (gehaucht) Ja.

Ich weiß, du darfst darüber nicht reden.

Oder du willst nicht, keine Ahnung.

Aber das macht dich völlig fertig.

Und die Rapha auch.

Die Kleine tut mir so leid. Ja.

Das hilft ihr jetzt aber auch nicht besonders.

* Er atmet schwer. *

* geheimnisvolle Musik *

Hallo?

Hallo?

Ja, ich komme.

Ich suche Raphaela, Ihre Tochter.

Sie schläft schon. Was wollen Sie von ihr?

Ah, ähm...

Wegen dem Tod ihrer Mutter, also Ihrer Frau.

Mein herzliches Beileid übrigens.

Ja, ich verstehe nicht. Aber ja, kommen Sie doch rein.

Unsere Wohnung ist im ersten Stock.

Aber mein Zuhause, das ist das hier.

Kommen Sie. Sie trinken jetzt mit.

Dann ist es Gastfreundschaft.

Sonst sieht es so aus, als würde ich an der Flasche hängen.

Tutto bene, tutto bene. I'm alright.

Warum kommt ein berühmter Sänger,

um mir zum Tod meiner Frau zu kondolieren?

Die Nummer auf dem Arm Ihrer toten Frau war meine.

Ich war mal Polizist, bevor ich Sänger geworden bin.

Ich habe keine Ahnung, wie die Nummer da hingekommen ist.

Sie können mir auch nicht sagen, wer meine Frau umgebracht hat.

Leider nein.

Aber... Wie kam Ihre Frau ins Hotel, wo sie gefunden wurde?

Ich glaube, ich muss Ihnen ein paar Dinge über uns erklären.

Über meine Frau und mich.

Wir hatten beide ein Leben hinter uns.

Sie hat nie groß drüber geredet, ich auch nicht.

Aber das war der Anfang. Das hat uns sofort miteinander verbunden.

Wir haben dagegen ... gekämpft,

dass unsere Liebe nicht aufgefressen wird von der Zeit.

Jeder hatte seine freien Tage nur für sich.

Kann machen, was er will.

Keine Fragen, keine Vorwürfe.

Ein solcher Tag war das auch? Ja.

Kann es sein, dass Ihre Frau einen Geliebten hatte?

Sie hören mir nicht richtig zu.

Genau so wie Ihre Kollegin. Unsere Liebe war etwas Besonderes.

Es wäre kein Problem gewesen, wenn meine Frau einen Geliebten hätte.

Oder ich eine Geliebte.

Kommen Sie.

Ich bin ein Mann der Kunst.

Mich interessieren Träume.

Die Wirklichkeit habe ich nie gemocht.

Das müssten Sie doch verstehen. Oh ja.

Wow.

Ist ja ein schönes Theater.

Ein unfehlbarer Schlüssel zu den geheimen Zugängen

der menschlichen Seele.

Aber ich bin nicht blöd, mein lieber Herr Ex-Polizist.

Am Ende sind es doch immer die Ehemänner,

die ihre Frauen umbringen.

Ich weiß, dass Sie mich verdächtigen.

Genau so wie die Kommissarin,

die mich Stunden lang vernommen hat.

Der ich DNA und Schriftproben geben musste,

während ihre Kollegen alles durchsuchten.

Gab es irgendwas in der Vergangenheit Ihrer Frau,

was Sie ... noch länger beschäftigt oder aufgeregt hat?

Wir hatten mit dem, was hinter uns lag, abgeschlossen.

Das war die große Leistung unserer Beziehung.

Verstehe.

Was ist Ihre nächste Premiere? "Jedermann".

"Jedermann"?

Ist das nicht ein bisschen komplex für Kinder?

Woher kommt dieser arrogante Irrglaube,

Puppentheater sei nur etwas für Kinder?

Stimmt.

Können Sie überhaupt noch arbeiten, nach ihrem Tod?

Die Arbeit hält mich am Leben, sonst werde ich verrückt.

Aber ich weiß nicht, wie ich das schaffen soll.

Es ist wie verhext.

Letzte Woche sind mir die Musiker abgesprungen.

Überhaupt hätte ich proben sollen. Aber Raphaela braucht meine Hilfe.

Woher ... soll ich denn die Kraft für das Ganze nehmen?

Wenn ich die Premiere versemmle, ist das Theater am Ende.

Ich bin doch auch Musiker.

Ich kann Ihnen gerne helfen.

Ich stehe Ihnen gerne bei.

Ist ein schönes Theater.

Auf "Jedermann".

Auf "Jedermann".

* bedrohliche Musik *

* Lukas spielt nachdenkliche Akkordeonmelodie. *

Ich bin ein mächtig reicher Mann.

Die Sach soll aufgeschoben sein.

Alles auf der Welt.

(mit tiefer Stimme) Ein Stündlein.

(mit hoher Stimme) Bitte.

Ein Stündlein, bitte.

* traurige Musik *

Eine vegane. Eine normale. Wie immer.

Danke.

Frank, willst du nicht wenigstens mal probieren?

Herbert, willst du nicht mal nicht fragen,

ob ich nicht wenigstens mal probieren will?

Ignorant.

(bairisch) Trotzdem einen Guten.

Hast du wieder die halbe Nacht durchgemacht? So wie du ausschaust.

Ja, und?

Was zur Hölle machst du?

Ich meine, bei Marienthal, da kommst du doch nicht weiter.

Da ist längst der Deckel drauf. - Eben.

* Wasser plätschert. *

* spannungsvolle Musik *

* Poltern *

* Spannungsvolle Musik schwillt an. *

Keine Bewegung.

Alter. Chill mal.

Ich hätte dich fast erschossen. Dir auch einen guten Morgen.

Du hast mich kommen sehen. Habe ich nicht.

Ich war in der Dusche. Oh-oh.

Gefährlich, gefährlich. Denk an Hitchcock.

Was machst du hier? Sicherheitsupdate.

Checken, ob dein PC angezapft ist.

Und? Ist er nicht.

Die Conte hat heute angeordnet,

dass alle Überwachungskameras im gesamten Teil gecheckt werden.

Woher weißt du das? Ja, woher wohl.

Du hast den Rechner der Kommissarin gehackt?

Hast du den Verstand verloren?

Ich verliere lieber den als mein Leben.

Kommt das raus, gehst du ins Gefängnis.

Schluss mit Zeugenschutzprogramm.

Das ist dein Todesurteil. Es muss nicht rauskommen.

Ich will wissen, auf welcher Seite Conte steht. Du doch auch.

Nein, will ich nicht.

Ich bin Musiker und kein Polizist mehr.

Jetzt kommt gleich mein Gesangscoach, also raus hier.

Das hast du jetzt auf deinem PC

und kannst es löschen, wann du möchtest.

Was? Du hast es mit meinem Rechner vernetzt? Bist du völlig irre?

Du weißt, wie man neue Biografien erschafft.

Aber was du nicht weißt: Wie das sich anfühlt.

Diese ständige Angst,

dass die Vergangenheit dich einholt.

Ich werde mich schützen.

Was du machst ...

ist deine Entscheidung.

Kommt es nur mir spanisch vor, dass es seit damals

verdächtig ruhig um die kalabrische Mafia geworden ist?

Du bist der Einzige, der sich deshalb

die Nächte um die Ohren schlägt, warum?

Abwarten.

Ja, ich bin dran. Noch einen Kaffee to go?

Ja.

Jenny, zahlen gerne und noch einen Kaffee to go.

Danke.

* Schüsse *

* bedrohliche Musik *

Frank? Frank!

Frank! Frank!

* atmosphärische düstere Musik *

Frank, schau mich an.

* metallenes Scheppern *

Ah!

* Er schreit auf. *

* Er schreit auf. *

Ach, Lukas.

Was ist denn los mit dir?

Was ist denn los?

Die Übung ist ein Test.

Du sollst sofort reagieren auf das, was ich mit dir mache.

Spontan, verstehst du?

Mit einem Ton.

Und was habe ich gemacht?

Nix. Nix hast du gemacht.

Nix ist spontan aus dir rausgekommen.

Du hast immer wieder überlegt,

was für einen Ton du überhaupt machst.

Alles läuft bei dir übers Hirn, hm?

Und was heißt das?

Das heißt, dass du den Kontakt zu deinen Gefühlen verloren hast.

Kann ich nicht einfach nur singen?

* Sie schreit laut und hält einen Ton. *

Komm, jetzt bist du dran.

* Er schreit halbherzig. *

Komm, ein bisschen mehr. Aus dem Bauch.

* Er singt laut einen Ton und hält ihn. *

Hm, geht doch.

Nur Mut, Lukas.

Das wird schon.

* nachdenkliche Akkordeonmelodie *

* Er ächzt angestrengt. *

(flüsternd) Hey, Jedermann.

Ist so fröhlich dein Mut?

Hm?

Hast deinen Schöpfer ganz vergessen?

Was fragst das zu dieser Stund?

Was kümmert's dich?

Wer bist? Was soll's?

Jetzt kommt die Hand, ja.

Oh.

Von deines Schöpfers Majestät bin ich nach dir ausgesandt.

Und das in Eil.

Drum steh ich da.

Wie? Ausgesandt?

Nach mir?

* dramatischer Akkordeonton *

Ah. Danke, Marion. Bis morgen. - Bis morgen.

Das könnte... Das könnte klappen.

Könnte klappen? Ja, ich meine...

Das ist nicht fair von mir. Deine Musik ist toll.

Ich sehe die Arbeit, die dahinter steckt. Sehr modern.

Zu modern? Nein, nein, das passt gut.

Das verleiht dem Stück eine... eine völlig neue Tiefe.

Das ist doch gut. Ja.

Danke, dass du mir hilfst. Klar.

Auch wenn es sie nicht lebendig macht.

Papa? - Ja, hier auf der Bühne.

Was gibt es? - Warum darf ich nicht?

Das haben wir besprochen.

Mama hätte es erlaubt.

Wenn ich hier eine Ausbildung mache und die ein Wohnheim haben,

darf ich hinziehen, wo ist das Problem?

Nach allem, was du durchmachst: Ich kann es nicht einfach erlauben.

Das ist so gemein von dir. - Rapha, nicht jetzt. Rapha.

* Handy vibriert. *

Du siehst, die Musik ist nicht mein größtes Problem momentan.

Ist doch nachvollziehbar.

Die rufen schon die ganze Zeit an. Ich muss da rangehen.

Hallo?

(Herbert) "Lukas?

Die haben Frank erschossen. Heute Morgen."

Bitte was? "Ja, in München. Ich war bei ihm."

"Es tut mir leid, wir... Wir wissen nicht, wer es war."

* angespannte Musik *

Alles klar.

Was ist?

Ich melde mich später.

Er ist tot.

Jedermann.

Geier?

* hartnäckiges Klopfen *

Kannst du mir das erklären?

Becker ist tot. Was?

Frank Becker ist gestern erschossen worden.

Die Aktion mit der Bergner ist 16 Jahre her.

Seit fünf Jahren bin ich raus aus dem Dienst.

Dachte, ich hätte es alles hinter mir gelassen, wäre frei.

Das erklärt nicht, warum du meinen Account hackst.

Ich musste sichergehen... Dass was?

Ich habe Verantwortung für Menschen übernommen.

Verantwortung als Polizist? Du bist kein Polizist mehr.

Momentan stehst du mit einem Bein im Gefängnis.

Dann lass uns Tacheles reden. Schluss mit dem Versteckspiel.

Bitte setz dich.

Diese Mail von Frank Becker

war heute Morgen in meinem Postfach.

Und? Er muss etwas geahnt haben.

(Frank) "Durch die Vorgänge um Frau Bergner weiß ich,

dass ich eine Begegnung festhalten muss.

Ich habe all die Jahre diesen Marienthal

nicht zu den Akten gelegt, obwohl ich das sollte.

Ich habe gegen eine Anordnung verstoßen.

Ich war sicher,

an dieser Figur ist etwas faul."

Marienthal?

Angelo Marienthal.

Nach außen der harmlose Besitzer zweier Pizzerien in Augsburg.

In Wahrheit einer der mächtigsten Männer

der kalabrischen Mafia.

Es gab immer wieder Gerüchte, er sei gestorben.

Dann wieder, er sei noch am Leben.

Falls er noch lebt, könnte er heute so aussehen.

Vielleicht.

Der Präsident will für diesen Marienthal

den ganz großen Apparat anwerfen.

Ja, ja, ich weiß.

Wir wissen am meisten über ihn und sind aus der Sache raus.

Wir schauen uns jetzt alle anderen Fälle an,

an denen Becker dran war.

Jeden Einzelnen. Uns darf nichts durch die Lappen gehen.

Wir finden raus, wo der Anschlag herkam. Das sind wir ihm schuldig.

Okay, Elisabeth Bergner war im Zeugenschutz.

Und du glaubst, der Marienthal hat sie ermordet oder ermorden lassen?

Meine Nummer auf ihrem Arm ist eine Botschaft.

An dich?

Warum hat Becker versucht, die Sache klein zu kochen

und diesen Blödsinn erzählt, woher du sie kennst?

Er wollte verhindern, dass du nachbohrst.

Ja, da seid ihr an die Falsche geraten.

Oder an die Richtige.

Eine Polizeiakte in Privatbesitz.

Für den Fall der Fälle, als Absicherung.

Trotzdem strafbar.

Du wirst sie dann zufällig in meinem Haus finden,

nachdem mir was zugestoßen ist.

Hier, das gesamte Leben der Person,

die hier als Elisabeth Bergner gelebt hat.

16 Jahre.

Auf 1820 Seiten.

Okay.

Gib mir die Kurzfassung, bitte.

Wir haben Elisabeth Bergner

im Umfeld von Marienthal platziert.

Sie wurde seine Geliebte.

Noch wichtiger: Seine Vertraute.

Zum ersten Mal hatten wir Augen und Ohren

im Herzen der Ndrangheta.

Uns war allen klar, wie gefährlich diese Aktion war.

Mein Job hat da begonnen, wo sie aufgeflogen ist.

Ich war in München und bekomme einen Anruf von Frank Becker

um 2.30 Uhr nahe Augsburg.

Taxi. Becker.

(eindringlich) Fahr. Fahr. Kopf runter.

(off) Eine Stunde später saß sie bei mir im Auto.

(hallend) Sie sind in Sicherheit. Sie können mir vertrauen.

Als ob es so etwas gäbe wie Sicherheit.

Frank Becker war der gründlichste Polizist,

den ich je getroffen habe.

Er wollte immer für seine Leute da sein.

Auch für die Ehemaligen wie mich. Und jetzt?

(Frank) "Ich hatte ein Treffen mit Angelo Marienthal.

Vor wenigen Monaten.

16 Jahre, nachdem er abgetaucht war

und wir die Anweisung erhielten, die Ermittlungen einzustellen.

Treffpunkt war ein Hotel am Flughafen.

Ich hätte ihn nicht wiedererkannt. Er war 40 Kilo schwerer als früher.

Hatte keinen Bart mehr. Keine Brille. Ungepflegt wirkte er.

Und wütend, dass ich ihn aufgespürt habe.

'Das werden Sie bereuen, Becker', hat er gesagt.

Und wenn mein Verdacht stimmt, dann behält er Recht."

Aber was kann Elisabeth Bergner

nach 16 Jahren noch so Brisantes gewusst haben?

Was Becker dann rausgefunden hat

und so gefährlich für Marienthal war,

dass er sie ermorden hat lassen.

Ich habe keine Ahnung.

Ich kann dir den Fitzmann als Polizeischutz abstellen.

Gegen Profikiller?

Das hieße im schlimmsten Fall zwei Beerdigungen.

Na ja, gut, dann bleibe ich da.

Dann eben Doppelsarg.

Doppelsarg.

Wollen wir was trinken draußen am Feuer?

Ja. Komm.

Zeugenschutz?

Tarnidentitäten. Warum... Warum in der Gegend? Warum hier?

Wenn man jemanden in ein neues Leben verpflanzt,

dann sollte man die neue Umgebung möglichst gut kennen.

Ich kenne das Gasteinertal ewig.

Das ist Grund, warum du da lebst? Ja.

Ich habe diese ganzen Identitäten erschaffen.

Das ist so, als würde man Kinder in die Welt setzen.

Eine lebenslange Verantwortung.

Ganz genau.

Vielleicht noch mehr.

All diese Menschen hatten ja ein Leben

vor ihrer zweiten Identität.

Hatten ...

Freunde, Familie, ein soziales Umfeld.

Das ist alles mit einem Moment gelöscht.

Schlimmer noch, sie müssen eine Lüge leben ...

um zu überleben.

Und das schaffen nicht alle. Nein.

Deswegen wollte ich in ihrer Nähe sein.

Falls was passiert.

Die Tochter von Elisabeth Bergner ist jetzt Halbwaise.

Und ich fühle mich schuldig.

Kannst du das verstehen? Sehr gut sogar.

Ich...

Ich kenne das Gefühl,

nicht mehr zu wissen, was wahr ist und was nicht.

Diese Angst.

Im Unterschied zu dir habe ich mich damit abgefunden:

Ich werde sie nie los. Warum?

Woher hast du die?

Messerattacke.

Im Einsatz?

Beste Freundin.

Habe ich zumindest geglaubt.

Es ist gegen die Natur des Menschen,

immer und überall misstrauisch zu sein.

Aber wem kann man vertrauen?

Ja...

Wem kann man vertrauen?

Ich beende das jetzt.

Was beendest du? Uns.

Uns beenden? Ich muss.

Du bist morgen wieder ein zu Vernehmender

in einem Mordfall, und ich bin die Kommissarin, also.

* lautes Zischen *

* Motorrad fährt davon. *

* Er hält einen lauten, langen Ton. *

Pst.

Stimmt das? Becker ist tot?

Er ist gestern erschossen worden.

Alter, wir sind die Nächsten auf der Liste.

Schon möglich. Was läufst du hier noch rum?

* spannungsvolle Musik *

Verschwinde einfach. Du weißt, ich kann das nicht.

Meine Sachen sind schon gepackt. Ich haue ab, heute Nacht noch.

Soll ich dich abholen? Ich bleibe hier, Bruder.

Dir ist nicht zu helfen, Mann.

Mach's gut, Bruder.

* Es läuft ruhige Jazz-Musik. *

Lass gleich die ganze Flasche hier.

Du kannst dich hier ruhig ansaufen.

Oder du kannst mal den ernsthaften Versuch starten

und mit mir reden.

Ich verliere immer die Menschen, die mir was bedeuten.

Solange du nicht diejenigen verlierst, denen du was bedeutest.

Hallo, letzte Runde.

Dass ihr Kerle immer so eine Bühne zum Leiden braucht.

Die Kommissarin? Mhm.

Ich kann die Fragen, die in deinem Kopf schwirren, nicht beantworten.

Aber in dem Glas wirst du es auch nicht finden.

Ich habe dir ein Taxi bestellt.

Und wenn du jetzt brav schlafen gehst,

bringe ich ihn dir morgen Früh vielleicht vorbei.

Willst du nicht doch meine Frau werden?

Heute nicht, glaube ich.

Ich werde nie aufhören, zu fragen.

Versprochen?

Versprochen.

Gute Nacht.

* geheimnisvolle Musik mit Akkordeonklängen *

Auch ein Einstich, auch im Herzbereich.

Wie lange ist sie wohl schon tot?

Laut Spusi nicht länger als zwei Tage.

Den postmortalen Verletzungen nach ist sie irgendwo weiter oben

ins Wasser geschmissen worden und bis da hergetrieben.

* Handy vibriert. *

Hallo?

Room Service coming up.

Weil ich deine allerliebste Lara bin.

Ich hoffe, du hast schon Kaffee gemacht.

Nein. Schön. Danke.

(Fitzmann) Die Tote heißt Anastasia Komorenkow, 25 Jahre alt.

Eine Geflüchtete aus der Ukraine.

Und in Österreich seit April 2022.

Woher wissen Sie das so schnell?

Ich bin nicht auf der Nudelsuppe daher geschwommen.

Sie hat in einer Unterkunft für saisonale Arbeitskräfte gewohnt.

Und gearbeitet hat sie?

Im Hotel Unterganzer.

* düstere Musik *

♪ Tutto bene, tutto bene. ♪

* Sie pfeift Melodie weiter. *

♪ Tutto bene, tutto bene I'm alright. ♪

* spannungsvolle Musik *

Was?

Was ist da los?

Wieso geht das nicht?

* Musik wird hektischer. *

* Reifen quietschen. * Fuck!

* Klopfen * (Fitzmann) Herr Geier?

Womit kann ich dienen?

Wir bitten Sie, uns für eine Befragung zu begleiten.

In welcher Angelegenheit? Ein Tötungsdelikt.

Noch ein Mord.

Was?

Wir haben eine zweite Leiche.

Was habe ich damit zu tun?

Alles weitere im Revier.

Okay.

* angespannte Musik *

Weiß man, wer die zweite Leiche ist?

Noch eine Frau.

(Mann via Funk) "Autounfall in Bad Gastein, Höhe Palfner Bach.

Alle verfügbaren Kräfte melden."

Ist gleich da vorne.

Wagen 927, wir sind in der Nähe. Müssten gleich da sein.

"Wagen 927, verstanden."

Anhalten. Hey, sofort anhalten!

Lara!

Oh Gott. Hey. Du hättest tot sein können.

Ich habe deine Karre noch nie gemocht.

Was ist passiert?

Ich habe gebremst und ...

es ist einfach nicht gegangen.

* düstere Klänge *

Ah.

Schauen Sie mal. Hier.

Das Auto wurde offensichtlich manipuliert.

Hier. Die Bremsschläuche. Sehen Sie?

Also ein Anschlag.

Aber nicht auf Sie, Frau Schnee, sondern auf Sie.

* unbehagliche Musik *

* Unbehagliche Musik läuft weiter. *

So. Also, Frau Conte.

Die Tatwaffe ist dieselbe wie beim ersten Opfer.

Ah, schau. Die Tiefe der Wunde und die...

Bitte. Nur Wasser, bitte. Mit Zitrone.

Ich hätte gern noch einen Kleinen Braunen.

Die Zackung der Wundränder sind faktisch ident.

Heißt, der Mörder von Bergner

ist wahrscheinlich auch der Mörder von Anastasia Komorenkow.

Der Stichkanal spricht genau dafür. Mhm.

Die DNA von Frau Komorenkow ist dieselbe,

die wir im Hotelzimmer der toten Bergner gefunden haben.

Die Beschaffenheit der DNA und die Art und Weise

der Verteilung im Bett und die Menge spricht dafür,

dass Frau Komorenkow nackt gewesen sein muss.

Und dass sie sich wohl auch sehr stark bewegt haben muss.

Das heißt, die beiden haben Sex gehabt.

Und danach ... ist Elisabeth Bergner ermordet

und so aufwendig im Hotelbett arrangiert worden,

während Anastasia Komorenkow

einfach in die Ache geschmissen worden ist.

Frau Komorenkow hat sich ab nächstem Monat

eine Wohnung gemietet, hier.

Im nächsten Tal, in Schwarzach. Drei Zimmer mit Balkon.

Wie kann sich ein Zimmermädchen das leisten?

Sie hat es nicht bezahlt. Sondern?

Frau Bergner. Ah, schau, schau.

Aber wenn es jetzt doch eine Beziehungstat war:

Wir haben keine Spur vom Ehemann gefunden.

Ja, die Durchsuchung hat ja nichts ergeben. Und er hat ein Alibi.

Ja. Von der Tochter.

Aber was hat das dann alles

mit dem Mord an Frank Becker zu tun?

* geheimnisvolle Musik *

Ist hier noch frei? Bitte.

Elisabeth Bergner und Alfred Bollisto.

Die Elisabeth. Da gibt es nur eine.

Lange nichts gehört.

Sie ist tot. Ermordet worden.

Scheiße.

Wann hat euer Treffen stattgefunden?

Ewig her. Vor der Geburt der Tochter.

Also mindestens 15 Jahre her.

Seitdem Funkstille?

Ja, wie üblich.

Bollisto. Ja, das war so ein Künstlertyp.

Na ja, Künstlertyp.

Ich habe mich noch geärgert,

dass wir vorher so wenig Informationen

von euch bekommen haben über den Mann.

Ein stilles Wasser, bitte.

Ein Wasser und Kaffee. - Gerne.

Hoffentlich haben wir keinen Fehler gemacht.

Es kann schwierig sein.

Wir sind ja von mehreren eurer Leute die Eltern.

Ich weiß. Wir wissen, worauf wir zu achten haben.

Aber dieser Bollisto hat sich für alles Mögliche

aus ihrem Leben interessiert.

Wir mussten ganz schön improvisieren.

Vor allem hat er sich für Beziehungen interessiert.

Für ihre ehemaligen Freunde.

Wie meinst du das? Bitte schön.

Danke.

Der war eifersüchtig auf ihre Vergangenheit. Und wie.

Er gibt an, eine offene, liberale Beziehung

mit Elisabeth geführt zu haben.

Der? Niemals.

Zwanghaft war der. Wollte sie richtig besitzen.

Ist euch sonst was aufgefallen? Bei ihr oder ihm?

Er kannte Details aus ihrem Vorleben.

Nicht viele Dinge, aber sie muss geredet haben.

(Mann) Ja. Nicht alle halten durch.

Dann kommt es auf den Partner an, ob es gut geht.

Aber dass es so weit kommen musste...

Wir müssen. Unser Zug.

Ich nehme an, wir sehen uns nicht wieder?

Unwahrscheinlich, ja.

Ich danke euch. Ihr habt mir sehr geholfen.

Genieß den Ruhestand.

Danke. Alles Gute.

* spannungsvolle Musik *

(Fitzmann) Danke für den Anruf. Klar.

Klar, war es ein schwaches Alibi.

Wenn uns die Münchner Kollegen

mit ihrer Mafia-Theorie verrückt machen.

Es gab keine weiteren belastenden Indizien gegen ihn.

So lange haben wir einfach nicht an eine Beziehungstat gedacht.

Auf die Eltern-Darsteller wirkte er extrem eifersüchtig.

Mir hat er das anders dargestellt. Sie hätten eine offene Beziehung.

(Elisabeth) Hi, Liebling.

Ich ... mache es.

Ich komme.

Ich nehme Rapha mit und ich komme.

Nächste Woche, okay?

Ich halte es nicht mehr aus.

Ich dich auch.

Sie hat sich ihm offenbart.

Er wusste Bescheid über Zeugenschutz,

Mafia und ihre große Liebe zu Marienthal.

Damit hatte er genug in der Hand, um falsche Spuren zu legen.

Ja, inklusive Ihrer Nummer am Arm.

Schlau. Ja. Hätte fast funktioniert, der Plan.

Ist auch ein bisschen verrückt.

Der Mann muss sich seit Monaten vorbereitet haben.

Er ist Regisseur, reines Handwerk.

Der Anschlag gegen Sie war auch eine weitere Spur Richtung Mafia?

Mafia. Ein Auto so zu manipulieren, das bekommt doch jeder Depp hin.

Hat man zwei umgebracht, fällt der Dritte nicht schwer.

Das macht alles Sinn, aber es sind halt nur Indizien.

Damit können wir ihn nicht überführen.

Damit nicht.

Was meinen Sie damit?

* nachdenkliche Akkordeonmelodie via Handy *

* erschöpfter Seufzer *

Und ... aus.

Die Premiere ist gerettet. Ich schulde dir was.

So. Wie kann ich mich erkenntlich zeigen?

Na, sag schon.

Wie wäre es mit der Wahrheit?

(mit verstellter Stimme) Oh.

Wie wäre es mit der Wahrheit?

Wie meinst du denn das?

Elisabeth hat Marienthal nie vergessen,

all die Jahre nicht.

Er war ihre große Liebe.

Das hast du nie verziehen.

Jetzt hatte sie Liebhaber, sogar eine Liebhaberin.

Die Liebe zu Marienthal hat dein Ego nicht verkraftet.

Du verrennst dich in etwas.

Denkst du? Ja.

Und du vergisst, dass ich es nicht gewesen sein kann.

Ich habe eine Alibi.

"Hast du nicht. Deine Tochter hat ihre Aussage geändert."

"Hat sie, hat sie? Ja, und wenn schon?"

Wenn du jetzt aufgibst, verlässt du als alter Mann das Gefängnis.

Wenn nicht, verliert deine Tochter Mutter und Vater.

Ihr könnt mir nichts beweisen.

Die Idioten der Spurensicherung

haben hier nichts gefunden.

Die Polizei ist da draußen. Gib auf, Bollisto.

Papa? - Raphaela?

Raphaela, komm zu mir, schnell!

Wieso ist sie schon daheim?

Raphaela, hey! Ihr nehmt sie mir nicht weg.

Das tut weh. - Wie Elisabeth. Wollt ihr nicht.

Ich bin es, an dem du dich rächen willst. Dann tu es.

Genau, Geier, du hast recht.

Du bist es, Geier, du bist es.

Du hast Elisabeth kaputtgemacht

mit dem erfundenen Leben.

Was redest du? - Ich tu dir nichts.

Das war ihre Lebensversicherung. Versteh das doch.

Lebensversicherung? "Kaputt bin ich", hat sie gesagt.

Unfähig zu Beziehungen.

Immer hat sie mich betrogen.

Jedes Mal sagt sie: "Du musst verstehen."

Jedes Mal habe ich es. Warum meine Nummer?

Warum? Im Notfall hätte sie dich angerufen und nicht mich.

Papa, lass mich los!

* spannungsvolle Musik *

Bring sie raus. (leise) Okay.

Papa?

(leise) Rapha.

Er ist und bleibt dein Vater.

Er hätte dir nichts getan.

Ist bei dir alles in Ordnung?

Ist sie verletzt? Nein.

Okay. Bis bald.

Danke, dass Sie ihm die Waffe abgenommen haben.

Na ja, deutscher Ex-Polizist erschießt Österreicher,

der in Österreich lebende, sich im Zeugenschutz befindende

deutsche Ex-Polizistin ermordet hat.

Den Papierkram wollte ich mir sparen.

Sind wir wieder bei "du"? Der Fall ist abgeschlossen.

Für mich nicht.

Der Mord an Becker? Ja.

* flirrende Klänge *

Und jetzt?

Tutto bene?

Tutto bene.

I will see you tomorrow.

When I'm forever out of sight.

* Motor startet. *

* geheimnisvolle Musik *

Die gnädige Frau ist im Heilstollen.

* Geheimnisvolle Musik läuft weiter. *

Sie schon wieder. Ich dachte, unsere Konversation wäre zu Ende.

Sie hat gerade erst begonnen.

Frank Becker ist erschossen worden,

weil er einer Wahrheit zu nahe kam, die niemand wissen durfte.

Sagt Ihnen der Name Angelo Marienthal noch was?

Ndrangheta in Süddeutschland. Ja, natürlich.

Frank Becker muss in diesem Fall auf irgendwas gestoßen sein,

was ihm zum Verhängnis wurde.

Marienthal ist ein polizeilich gesuchter Mörder.

Spurlos verschwunden, aber quicklebendig.

Steckt der Verfassungsschutz dahinter?

Ist er im Zeugenschutz? Vielleicht sogar ein V-Mann?

Sagen wir mal so: Er ist uns nützlich.

Belassen wir es bitte dabei.

Frank Becker hat nicht aufgehört, zu ermitteln.

Das war sein Todesurteil.

Ein hervorragender Polizist wird ermordet.

Und ein krimineller V-Mann wird geschützt.

Aber warum ich? Pst!

Sie? (flüsternd) Ja, heute Morgen.

Nur dass es eben nicht mich traf,

sondern eine sehr gute Freundin.

Halten Sie mich eigentlich immer noch für zu empathisch?

Wir haben eine verrückte Welt erschaffen,

die sich längst verselbständigt hat.

Immer häufiger treffen Figuren aus dieser Welt aufeinander,

ohne zu wissen, ob nicht vielleicht der andere auch ein Gespenst ist.

Was Sie gerade erfahren, ist,

dass Sie die Geister nicht mehr loswerden.

Obwohl wir schon so lange nicht mehr dabei sind.

Cui bono, Herr Geier.

* melancholische Musik *

* Melancholische Musik läuft weiter. *

Ah, das habe ich echt vermisst.

Das Kraxeln mit mir oder die Ruhe? Beides.

Ah, du, übrigens. Schau mal.

"Hotel Camin, Rezeption. Was kann ich für Sie tun?"

Rapha zieht in eine Mietwohnung bei mir.

Ich übernehme die Vormundschaft. Sie muss nicht zur Jugendfürsorge.

Sie beginnt die Ausbildung bei mir.

Schön. Ja.

Hey. Boah.

Soll ich? Spinnst du?

Strengstens verboten. 30.000 Euro Strafe.

Auch für Ex-Polizisten.

Weiß ich doch.

Musst du auch gar nicht. Schau mal.

Hast du das noch?

* Akkordeonmelodie von "Tutto bene" *

Seit 30 Jahren.

Keine Ahnung, wieso ich das immer mit mir herumtrage.

Schauen wir mal, wer als Erstes am Gipfel ist.

* Sie lachen. *

Untertitel im Auftrag des ZDF, 2024

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