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* epische Musik *
* verträumte Musik *
(Mailbox) "Elf neue Nachrichten."
"Hey, Nina, hier ist Ben vom Polizeistammtisch.
Du wolltest uns besuchen." - "Nachricht gelöscht."
"Gerken hier von der Illustrierten.
Ich hatte Ihnen eine Interviewanfrage..."
"Nachricht gelöscht."
"Greulich, Polizei Bielefeld. Ihr Urlaubsantrag wurde genehmigt."
"Nachricht gelöscht."
* weiterhin verträumte Musik *
"Mailbox, Patrick Richter. Nachrichten nach dem Piep."
* Piepton * Hey, ich bin's.
Ich bin gut angekommen, wollte ich nur sagen.
Das ist so surreal hier. Du müsstest das sehen, Patrick.
Ich habe gedacht, das ist ein kleines Ferienhäuschen,
aber das ist eine Villa.
* weiterhin verträumte Musik *
* Nachrichtenton *
(Frau) "Hi, Nina. Wollte nur mal hören, wie es dir geht.
Du bist ja total abgetaucht.
Patrick sagte, du ziehst dich ein paar Tage zurück, erholst dich.
Er wollte nicht sagen, wo. Aber ich verstehe das.
Ich hoffe, dass mein Geschenk trotzdem angekommen ist.
Genieß es." * Kichern *
"Übrigens, alle haben dich bei der Bambi-Verleihung gesehen.
Das war so krass.
Hast du Robbie Williams backstage getroffen?
Also wirklich quasi in Person?
Mhm? Küsse, Küsse. Das war Jule."
* einheitliche Vibration *
* Klicken *
* intervallartige Vibration *
* Grillen zirpen. *
* entfernte, minimalistische Deep-House-Musik *
Alter, was bist du denn für eine Tür?
Shit, geh auf.
* Deep-House-Musik wird lauter. *
* Lied: "Piece Of Your Heart" von Meduza *
Schönen guten Abend, die Dame. - Guten Abend.
Hätten Sie vielleicht... Ich komme von den Carlsbergs.
Sehr schön. Herzlich willkommen.
Nee, ich bräuchte Ihre Hilfe. Haben Sie einen Werkzeugkasten?
Werkzeugkasten? - Ja.
Natürlich.
Kleinen Moment.
Wie immer ist für alles gesorgt.
Schönen guten Abend.
* geheimnisvolle Musik *
* Gelächter *
* leichte House-Musik *
* Lied: "Sugar" von Robin Schulz *
Einen Gin Tonic, bitte. - Ja, gerne.
Zum Wohl. - Danke.
Lachen wir über den Gin Tonic oder meinen Durst?
Immerhin haben wir den gleichen Geschmack.
Oh Gott, Entschuldigung.
So wie Sie meinen Drink gerade geleert haben,
glaube ich, Sie brauchen den eher.
Vielen Dank.
Was ist das hier? Eine Mottoparty? - Raten Sie gerne.
Hm, sehr reiche Menschen geben sich sehr verschwiegen die Kante.
Sehr langes Motto. - In unschuldigem Weiß.
Perfekt. - Prost.
Prost.
Ihre Idee für heute Abend ist ja etwas subtiler. - Finden Sie?
Hat nicht Udo Jürgens so ein Ding auf der Bühne getragen?
Hat ein Vermögen gekostet, den zu ersteigern.
Klingt nach wahrer Leidenschaft.
Schöner Stoff.
Haben Sie Lust, zu tanzen?
Was machen Sie? - Herzchirurgin.
Da bleibt leider nicht viel Zeit für die schönen Dinge im Leben.
Was sind denn die schönen Dinge für Sie?
Roter Samt, Candle-Light.
Streicher natürlich. - Natürlich.
Was machen Sie? - Ich habe gerade eine Revolution losgetreten.
Auf 'ner Insel im Indischen Ozean. Den Namen kann ich nicht sagen.
Natürlich nicht, Sie sind auf der Flucht. - Ja.
Zwischendurch vertreibe ich mir die Zeit damit, Inseln zu kaufen.
Da kommen wir vielleicht ins Geschäft.
Ich habe so eine kleine in der Karibik. - Gerne.
Meine letzte ging an einen Milliardär,
der glaubt, dass morgen die Welt untergeht.
Glauben Sie das auch? - Dass morgen die Welt untergeht?
Jederzeit.
* nachdenkliche Streichmusik *
Entschuldigung, ich bin auf der falschen Party.
Ich habe mich aus einem Haus in der Nähe ausgesperrt
und suche wirklich nur einen Handwerker.
(Einlasser) Willkommen im Klub.
Danke schön. - Sehr gern.
Tschüss. - Tschüss.
* Nachdenkliche Streichmusik schwillt an. *
* weiterhin nachdenkliche Streichmusik *
* Handy klingelt. *
Hey.
(Mann) "Hey, na? Schon wach?" - Ja, klar. Was dachtest du denn?
"Wow, du sitzt ja wirklich am Meer."
"Geht es dir ein bisschen besser?" - Glaube schon.
"Ich wäre echt gern mitgekommen, aber..." - Alles gut, ich weiß.
Ja, sonst hier alles wie immer.
Ich bin seit sieben in der Werkstatt.
Elias hat wieder zu viel gefeiert.
Ich habe nachher noch einen TÜV, Golf 1 mit Motorschaden. - Mhm.
Ja, und meine Frau ...
wohnt einfach im Haus von Europas größter Verlegerin
und lässt es sich gut gehen.
Ja, kneif mich mal, hey.
Ich war gestern in einer anderen Villa. Das war der Wahnsinn.
Ich hatte mich ausgeschlossen, und da war ein Fest.
"Ah, bevor ich es vergesse:"
Da ist ein Brief für dich gekommen, sah wichtig aus.
"Ich gehe mal kurz rüber, okay?" - Ja.
"Ich rufe dich gleich zurück." - Okay.
* Handy klingelt. *
Jap.
"Guck mal, siehst du das hier?" - Oh, von ganz oben. Mach mal auf.
Äh... "Sehr geehrte..." Da, da, da, da.
"Unter besonderer Berücksichtigung
Ihrer jüngsten außergewöhnlichen Einsätze
möchten wir erneut die Gelegenheit nutzen,
Sie, Frau Richter, von der Übernahme der Leitung
der ersten Reiterstaffel der Landespolizei zu überzeugen."
Ach, guck.
Liebling, das ist ja der Wahnsinn. Herzlichen Glückwunsch.
Patrick, wie sollen wir das hinkriegen?
Mein Chef hat mir die Stelle letztes Jahr schon angeboten.
Im Ernst? Du hast mir nichts erzählt?
Soll ich fünf Tage die Woche in einer anderen Stadt wohnen?
Der Stress mit der Werkstatt, Papa braucht Hilfe...
Die bieten das nur noch mal an, weil ich jetzt etwas bekannt bin.
Ach, Scheiße.
Sorry, ich habe ganz vergessen:
Ich muss mich um den Fernseher von deinem Vater kümmern.
Die Sender sind verstellt.
Grüß den alten Stoffel, ja? - "Ja, mache ich.
Du, die haben deinen Ausschnitt online gestellt.
Ich habe dir das weitergeleitet."
Mhm. - Komm schon. Du kannst ruhig stolz sein auf dich.
Ich werde dauernd auf dich angesprochen.
Das ist schön, dass ihr alle stolz seid auf mich, aber...
Glaub mir, dass mir das mehr zusetzt als...
* Türklingel * Es klingelt.
Wir sprechen später, ja?
Ja, tschau.
* Nachrichtenton *
Und Sie sind dann, ohne zu zögern, in den Fluss gesprungen,
haben diese lebensgefährliche Strömung gehabt,
das Mädchen da rausgeholt.
Das hätten nicht viele Menschen gemacht.
Es waren zwei Kinder. Ein Mädchen und ein Junge.
Den Jungen konnte ich nicht retten.
War wohl auch kaum möglich bei der Strömung.
Da hätten sie Ihr eigenes Leben riskiert.
Er hieß Julius. Er war sieben Jahre alt.
Julius ist der Junge.
Die Eltern des Mädchens aber sagen wirklich, Sie sind eine Heldin.
Ich kann das nicht mehr hören. Das war mein Job.
Das war nicht heldenhaft, das war menschlich.
Gut, ähm... Vielen Dank, Nina Richter.
Nach den Nachrichten machen wir dann gleich weiter.
Hedi von Carlsberg ist bei uns im Studio.
"Europas erfolgreichste Verlegerin wird erstmals über..."
(Nina, off) "Und dieses Flirren in der Luft war so nah.
Es schien auf ihren Körper überzugehen,
sich seiner zu bemächtigen, mit ihm ein Spiel zu treiben,
das aufregend und zart und wild zugleich war.
Sie überlegte, ob sie sich dem wirklich hingeben konnte.
Doch das Gefühl war so verlockend.
Wie ein warmer Sommerregen, den sie auf sich niederprasseln ließ.
* verträumte Orchestermusik *
* Verträumte Musik wird erwartungsvoll. *
* Erwartungsvolle Musik schwillt an. *
(Mann) Schön, dass Sie gekommen sind.
Roter Samt und Kerzen?
Ich hoffe, es wird Ihren Ansprüchen gerecht.
Die Streicher fehlen.
* Getragene Streichmusik setzt ein. *
* Lied: "Pavane" Op. 50 von Gabriel Fauré *
Was ist denn das hier? Eine Probe? Privatkonzert?
Suchen Sie sich gerne was aus.
Wie haben Sie mich gefunden?
Ihr Bademantel.
Der war weiß, sonst nichts.
Im Revers war ein Monogramm eingestickt: HvC.
Hedi von Carlsberg.
Bitte.
Was machen wir hier?
Sie sagten, Sie haben zu wenig Zeit für die schönen Dinge.
Wir trinken ganz schön viel, hm?
Eine gesunde Seele kann nicht in einem trockenen Körper wohnen.
Mhm. Ich wette, den Spruch haben Sie schon ein paarmal gebracht.
(lachend) Na...
* Streicher spielen ruhiges Barockstück. *
* Lied: Air aus der Suite Nr. 3 in D-Dur von Johann Sebastian Bach *
Wie heißt du eigentlich? - Daniel.
Was machst du hier? - Nina.
Sehr erfreut.
Warum bist du hier?
Mein Leben ist in den letzten Monaten
etwas aus den Fugen geraten.
Alle haben gesagt, ich soll stolz auf mich sein und lächeln.
Das ist aber nicht nett.
Ich habe wenig mitbekommen in letzter Zeit.
Ich war nicht so viel in Europa.
Zwei Wochen, mit Unterbrechung.
Und ehrlich gesagt auch nur zu Hause in Zürich.
Wegen der Inseln und der Milliardäre.
Wollen wir jetzt ehrlich sein? - Bin ich schon.
Ich habe mich auf Vermählungen spezialisiert.
Ich verheirate Firmen. Aktiengesellschaften.
Meistens in New York.
Ich war nur einmal in New York.
Da hatte ich so ein shitty Zimmer in Queens.
Es ist nicht grad der schöne Geruch, an den ich mich erinnere.
Aber ich habe es geliebt.
Was genau denn?
Hm...
Zum Beispiel so ein großes, dreieckiges, cheesiges,
dampfendes Stück Pizza von "Ron's Pizza" am St. Marks Place.
Guter Laden. Fetttriefend. - Mhm.
* Streichmusik verklingt. *
Okay, dann ...
war ich mal wieder im Theater und im Konzert auch gleich noch.
Danke.
* dramatische Popballade *
*Lied: "Set Fire to the Rain" von Adele *
* Sie atmet laut. *
* Sie stöhnt. *
* weiterhin dramatische Popballade *
* Popballade verklingt. *
* Handy klingelt. *
Hey, hallo. - Sie sind offenbar gut angekommen.
Woher wissen Sie das denn wieder?
(Frau) Der Buschfunk funktioniert perfekt.
Ich hoffe, Sie kommen auf andere Gedanken und erholen sich.
Das tue ich. Vielen Dank, dass Sie das machen. Es tut wahnsinnig gut.
Fühlen Sie sich frei, zu tun und lassen, was Sie wollen.
Sie haben es sich verdient.
Danke.
* gefühlvolle Streichmusik *
* Gefühlvolle Musik wird aufgeregter. *
* Musik verklingt. *
Wow.
Bin leider viel zu selten hier. - Warum hast du es dann?
Ich finde hier am ehesten zu mir. * Er lacht. *
Danke schön.
Ich weiß jetzt übrigens auch, wer du bist.
Tut mir echt leid, dass der Junge gestorben ist.
Danke.
* emotionale Popmusik *
* Lied: "You Say" von Lauren Daigle *
* Emotionale Popmusik überlagert Dialog. *
♪ Remind me once again just Who I am because I need to know
You say I am loved When I can't feel a thing
You say I am strong When I think I am weak
You say I am held When I am falling short
And when I don't belong You say I am yours
And I believe. ♪
* Gospel-Gesang setzt ein. *
♪ What you say of me I believe
The only thing that matters now Is everything you think of me
In you I find my worth In you I find my identity. ♪
(Frau) Hey, wer sind die denn? Hey.
(Mann) Habt ihr Bock auf ein Bier? - Klar.
Okay.
Hi. - (alle) Hi.
(Nina) Danke. - (Mann) Wo kommt ihr her?
Ähm, er spricht leider kein Deutsch.
Kolumbianer. - (Mann) Ach, krass. Cool.
Ja, setzt euch doch. Woher genau?
Medellín.
Raue Sitten dort. - (Mann) Ja.
Wirkt auch ein bisschen in sich gekehrt.
Ja, er war sieben Jahre im Gefängnis.
Er wäre fast daran zerbrochen.
Ah, okay. Kein Vertrauen zu Fremden.
(Nina) Mhm. - (Mann) Ja, okay.
Seine Anhänger haben ihn rausgebombt.
Er ist drei Wochen durch den Dschungel geflohen.
Wenn du dann noch in den Privatzoo vom Drogenboss einbrichst
und in den Weinkeller vom Kriegsminister,
um die Flaschen auf der Straße zu verschenken...
Das ist krass.
And steal expensive wine from the war minister's cellar.
To give to the people on the street.
People.
* Sie spricht Spanisch. *
Hm... - Er... Er muss echt vorsichtig sein, ja? Sorry.
Komm. Also, come. Let's go.
Danke für das Bier. - Na klar.
* Sie spricht Spanisch. *
Sí.
Victoria! - (Frau) Victoria!
Wie? Was?
Ich war schon mal im Knast.
Du lügst. - Wirklich.
Ja, zu Besuch, oder was?
* gefühlvolle Folkmusik *
* Lied: "Kiss Me" von Ed Sheeran *
♪ Settle down with me
Cover me up
Cuddle me in
Lie down with me
And hold me in your arms
And your heart's against my chest
Your lips pressed to my neck
I'm falling for your eyes But they don't know me yet
And with a feeling I'll forget I'm in love now
Kiss me like you wanna be loved
You wanna be loved
You wanna be loved
This feels like falling in love
Falling in love. ♪
Hallo?
Ich glaube, ich kenne Sie.
Sorry, I don't understand.
* sphärische Musik *
* Sphärische Musik wird leidenschaftlicher. *
* Sie atmet schwer. *
* weiterhin leidenschaftliche Musik *
* Leidenschaftliche Musik wird zärtlicher. *
* Sie stöhnt. *
* Sie stöhnt. *
* Sie atmen intensiv. *
* Sie stöhnt laut. *
* Musik verklingt. *
* Hupen * (Frau) Nina!
Hallo. - Hedi.
Es stört Sie doch nicht, wenn wir ein paar Tage uns das Haus teilen?
Nein, auf keinen Fall.
Kommen Sie. - Ich muss noch bezahlen.
(Hedi) Fühlen Sie sich eingeladen.
Die Besitzerin ist eine Freundin von mir.
Okay. Danke.
(Hedi) Sie sind ja noch gar nicht richtig braun.
Gehen Sie nicht an den Strand? - Doch.
Ich... Ich mag nur mein Gästezimmer so gerne.
Ich habe noch nie auf so einer guten Matratze geschlafen.
Tatsächlich? - Ja.
Na ja, freut mich.
Und? Haben Sie irgendwas Aufregendes erlebt?
Ach... - Ah.
Also doch.
Erzählen Sie mal. - Nein, ach, eigentlich nichts Besonderes.
Na ja, es geht mich ja auch nichts an.
* Klopfen *
Ja?
Frau von Carlsberg erwartet Sie in einer Stunde zum Essen.
Danach möchte sie mit Ihnen zum Sommerball fahren.
Ich habe eigentlich gar keinen Hunger
und ich wollte noch spazieren gehen.
Sie ist es nicht gewöhnt, dass man ihre Einladungen ausschlägt.
Die Größe müsste passen.
(Hedi) Hat es Ihnen geschmeckt? - Sehr, vielen Dank.
Hat das dieser Herr gekocht?
Nein, wir kochen hier im Haus so gut wie nie.
Ich mag es nicht, wenn das Haus nach Fett riecht.
Wir? Also...
Raúl begleitet mich schon seit Jahrzehnten.
Er kümmert sich um alles, was mir keinen Spaß macht
und was ich nicht kann.
Wie praktisch. - (lachend) Ja, in der Tat.
Hedi ... warum haben Sie mir Ihr Haus angeboten?
Ich habe Sie bei der Talkshow beobachtet. Sie haben mich berührt.
Raúl, wir bräuchten die Zeitungen. - Natürlich.
* ernste Musik *
Ja, so sieht Sie die Welt.
Es liegt bei Ihnen, zu entscheiden, wer Sie sein wollen.
Ich werde mich jetzt verabschieden.
Die Langweiler vom Polo-Klub erzählen immer nur das Gleiche,
und tanzen kann da auch keiner.
Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend. - Danke schön.
* weiterhin ernste Musik *
* Ernsthafte Musik wird zauberhafter. *
(beschwichtigend) Hey. Sch, sch, sch.
Hey. Hey.
* Pferd wiehert. *
(Daniel) Cielo!
Nina?
Das ist Cielo.
Wo warst du die ganze Zeit?
Hedi hat mich zum Essen eingeladen.
Sie hat mir von ihrem Mitarbeiter dieses Kleid bringen lassen.
Es war alles ein bisschen seltsam. - Ach so.
Das meine ich nicht.
* Raúl pfeift und lacht. *
(Raúl) Hallo!
Ah, da ist er schon, um dich wieder einzufangen.
Hast du mal wieder das Bedürfnis, auszubüxen,
weißt du ja, wo du mich findest.
* Er keucht. *
Frau von Carlsberg bat mich, nach Ihnen zu schauen.
Gut, dass ich Sie gefunden habe.
Man kann sich hier sehr leicht verirren.
Ich komme zurecht, denke ich.
Danke. - Gut.
Ups.
* Raúl lacht. *
* nachdenkliche Klaviermusik *
(Hedi, lachend) Ah, ja.
Hallo.
Danke, dass Sie mit mir frühstücken.
Hatte ich denn eine Wahl?
Wie haben Sie geschlafen auf der guten Matratze?
Wieder sehr gut, vielen Dank.
Schlaf ist sehr wichtig für die Erholung, nebst anderem.
Haben Sie Ihrem Mann ausgerichtet,
dass er hier jederzeit herzlich willkommen ist?
Klar. Wir haben eine Kfz-Werkstatt.
Der Azubi ist eine Niete. Er rotiert.
"Wir"?
Ich dachte, Sie sind Polizistin? - Ja.
Die Werkstatt ist unser gemeinsames Baby.
Wir haben sie zusammen aufgebaut.
Wie lange sind Sie denn schon zusammen?
Ewig. Wir kennen uns schon aus der Schule.
Ah, eine Jugendliebe. Schön.
Kinder? - Hat sich nicht ergeben.
Ich bin ja im Schichtdienst, und Patrick hat dann umgeschult.
Hat nicht sollen sein. - Ich habe auch keine Kinder.
(Frau) Darf ich?
Estelle.
Da bist du ja.
Herrlich. Schön, dass es geklappt hat.
Estelle. - Hallo.
Ah, darf ich vorstellen: Estelle Bernasconi.
Noch ganz jung, aber schon so klug und schön und einflussreich und ...
unverzichtbar.
Freut mich, Sie kennenzulernen.
Nina. - Richter, ich habe schon von Ihnen gehört.
Von Hedi und überhaupt.
Brava.
Und Sie wollen es wirklich nicht probieren?
Ich habe es mehr mit Pferden und Wasser.
Alles, was mit Bällen zu tun hat, ist nicht meins.
Suchen Sie was?
Ja, ich glaube, ich habe mein Armband verloren am Strand.
Hach, diese Insel. Sie zieht alles an sich wie ein Magnet.
(Estelle) Mein Mann ist auch ein richtiger Golf-Muffel.
Aber der kommt nicht mal mit in die Nähe.
* Nachrichtenton * (Hedi) Sei es ihm gegönnt.
Aber bleib noch ein paar Stunden mit uns, ja?
(Estelle) Na klar, natürlich.
Ich muss doch noch Nina besser kennenlernen.
* Handy klingelt. *
Hallo.
"Hey, na? Was machst du Schönes?"
Ich habe ein bisschen geschlafen.
Sehr gut, erhol dich nur.
Was macht ihr?
Warte. Konrad.
Konrad.
Hallo, Papa.
Du, keine Ahnung, wie er das gemacht hat.
Konrad, die Sportsender waren auf der 8, der 9 und der 10, oder?
Ich kann das nicht lesen.
Liebling, kannst du das lesen? - Ja, ich glaube: 8, 9, 10.
Gut, Konrad. Ich mache dir die Sportsender dorthin, wo sie waren.
Ich habe mit Ricky gesprochen.
Der kann die Werkstatt vielleicht für ein paar Tage übernehmen.
Es ist noch nicht fix, aber dann hätten wir mal Zeit für uns.
Hm, ja, das wäre...
Schön wäre es schon, oder?
Fuck! Das ist zum Kotzen. Jetzt ist alles wieder weg. Scheiße.
"Tschüss."
* spanische Musik *
Echt? - Ja.
Na, mal schauen.
(Hedi) Ah, aufgewacht. - Mhm.
Raúl? Raúl bringt Ihnen ein Getränk.
Oh, auf nüchternen Magen?
Im "Le Cinq" servieren sie den "Pink Sea" als Aperitif.
Es wäre ein Frevel, sich vorab den Bauch vollzuschlagen.
Danke sehr. - (Hedi) Danke schön, Raúl.
Wisst ihr, dass Mutter Natur erst
ziemlich spät die Grapefruit erfunden hat?
In Florida, als sich Orangen
mit Pampelmusen gekreuzt haben.
* Hedi lacht herzhaft. *
Ah, lasst es mich so sagen:
Es sind die zufälligen Begegnungen,
die die schönsten und besten Dinge hervorbringen.
Ach, schön, wieder hier zu sein. - Ja, ich freue mich auf dich.
Santé.
(Hedi) À la vôtre. - Prost.
Mmh.
Was haben Sie gemacht, bevor Sie Polizistin wurden?
Ich war praktisch mein ganzes Leben im Wasser.
Sie sind also eine Nixe? - Estelle.
Ich wollte Meisterin werden. Ich habe mit acht angefangen.
Es hat bis zur Kreisebene ganz gut funktioniert.
Dann wurde es schwieriger und ... bis ich 20 war, war ich im Verein.
Deshalb auch diese starke Rettung.
Was machen Sie denn beruflich?
Ich leite eine Organisation,
die Plastik in den Weltmeeren stark reduzieren will.
Wow.
Wussten Sie, dass es im Nordpazifik einen Strudel von Müll gibt?
38-mal so groß wie die Schweiz.
Estelle ist das ganze Jahr unterwegs, für unsere Zukunft.
Eure, nicht meine. - Oder die Ihrer Kinder.
Habe ich nicht. Sie?
Nein.
Wir sind beide ständig unterwegs.
Ein Kind hätte nichts von uns gehabt.
Wir haben ja selbst nichts voneinander.
Und dann die Stadt: laut, stinkend, nichts für Kinder.
Paris? - Nein, Paris ist Hedis Ort.
Bien sûr. - Ich komme aus Genf.
Aber ich lebe und arbeite schon ewig in Zürich.
Und Ihr Mann, ist der auch Weltretter?
Nein, der bringt große Unternehmen zusammen.
Eine Art Match-Maker.
Für Nachhaltigkeit und das Gute in der Welt bin ich zuständig.
Gegensätze sind das beste Rezept für eine gute Beziehung.
Wie heißt er denn? - Sagte ich doch, "Pink Sea".
George Cinq, Four Seasons Paris. Ein Gedicht.
Ähm, nein, ich meinte Ihren Mann.
Ach so, Daniel.
Der ist übrigens doch zu Hause.
* Sie atmet zittrig. *
* Türklingel *
Ich musste dich sehen. Ich...
Ich habe dir doch geschrieben. - Ja.
Ich muss los. Ich bin verabredet. - Ja, ich weiß, nach Kampen.
Woher? - Ich habe Estelle kennengelernt.
Bei Hedi?
Was ist das für ein Spiel, was du mit mir spielst?
Gar keins.
Kannst du bitte...
Danke. - Ist das Plastik, das sie aus dem Pazifik gefischt hat?
So willst du nicht sein. - Du kennst mich nicht.
Doch, ich kenne dich genug. - Dann erklär es mir.
Das geht jetzt nicht.
Wir sind kein Paar, wegen dem du Eifersucht haben solltest.
Na, ist sie deine Frau oder nicht?
Weniger als dein Mann dein Mann ist. - Was?
Wir haben nie über meinen Mann gesprochen.
Ich kann niemanden in mein Haus lassen,
der nicht vorher durchgecheckt wurde.
Durchgecheckt?
* entspannte Folkmusik *
* Lied: "Mrs. Robinson" von Simon & Garfunkel *
* weiterhin entspannte Folkmusik *
Hallo?
Heute geht es hier entlang. - Ah, danke.
* rhythmische Rockmusik *
* Lied: "Satisfaction" von The Rolling Stones *
Ah. Wieder einen Gin Tonic? - Ja, gerne.
Eine Frage... - Mhm.
Danke. - Bitte.
Angenommen, Sie hätten jemanden kennengelernt, der Ihnen guttut
und mit dem Sie Sachen erleben wie mit noch niemandem zuvor.
Dieser Jemand ist aber in einer Beziehung.
Das ist für ihn kein Problem.
Sie sind auch in einer Beziehung, aber daran denken Sie nicht mehr,
weil allein der Gedanke, ihn zu teilen, Ihnen so wehtut.
Und nur der Gedanke, dass er gerade mit jemand anderem ist...
Was würden Sie tun, rein hypothetisch?
Rein hypothetisch würde ich sagen:
Es ist nicht ratsam, sich in jemanden zu verlieben,
mit dem man nur ein Abenteuer haben möchte.
Kannst du noch mal voll machen? - Na klar.
Okay. Dachte ich mir.
♪ I can't get no satisfaction
I can't get no satisfaction
'Cause I try and I try And I try and I try
I can't get no
I can't get no. ♪
* Rockmusik verklingt. *
(Hedi) Hallo.
Da seid ihr, pünktlich auf die Minute. Herrlich.
Estelle, du bist ganz kurz heute. - (Estelle, lachend) Ja.
Schick siehst du aus.
(Estelle) Danke, ich gebe mir Mühe. Aber du auch. Heute lang und weiß.
Lang und weiß.
(Hedi) Daniel, hallo. - Hallo, meine Liebe. Grüß dich.
Wie geht's dir? - (Hedi) Mir geht es bestens.
(Estelle) Du bist in Gedanken. - (Hedi) Sie ist entzückend.
Entzückend. - (Estelle) Ja, halbnackt.
Was haben wir gegen etwas halbnackt?
Sei auf der Hut mit deinem... - (Daniel) Wunderschön.
* Hedi und Estelle kichern. *
Hallo. - Oh, hallo, Nina.
Hallo. - Hallo.
Sie kennen sich, habe ich gehört? - Wir hatten schon das Vergnügen.
* Hedi lacht leise. *
Na ja, nichts wie los.
Fahren Sie mit Estelle mit, und Ihr Mann zeigt mir den Weg?
Was für eine gute Idee.
(Estelle) Nina ist die berühmte Polizistin, die mit der Rettung.
Ah, das so groß in den Medien war.
Respekt. - Danke.
Deswegen können Sie ganz beruhigt mit mir fahren. - Ja, klingt gut.
Ich habe sowieso eine Schwäche für Oldtimer. - Ach, Daniel.
(Hedi) Du fährst? - Chérie, ich fahre.
(Hedi) Gut, dein Auto kann ich nicht fahren.
* melancholische Klaviermusik *
Was ist das mit dir und Estelle?
Wir sind gute Freunde.
Mehr nicht. Da ist nichts Körperliches mehr.
Wir haben ein Arrangement und können...
* Er seufzt. *
Wir werden uns nicht trennen.
Aber vor allem tun wir nichts, was dem anderen schadet.
Nina, so einfach ist das...
Du musst ein bisschen konkreter werden.
Was willst du jetzt hören?
Dass Estelle und ich einen Deal haben.
Dass jeder frei ist. Dass wir uns immer alles erzählen.
Hast du Estelle von mir erzählt?
Nein, ich habe Estelle nicht von dir erzählt.
Das mit dir, das ist anders.
Das spürst du doch auch.
Ich habe für einen Augenblick geglaubt, ich wäre frei.
Wir wären frei.
* weiterhin melancholische Klaviermusik *
Okay, dann...
Dann beenden wir das jetzt hier.
Bitte nicht. * verneinender Laut *
Sag bitte den anderen, dass...
Dass mir schlecht wurde und ich nach Hause gefahren bin. - Nein.
* traurige Streichmusik *
Hallo.
Ich brauche ein Taxi. In den Dünen zwischen Kampen und Westerland.
Ja.
Danke.
* Traurige Musik schwillt an. *
* Sie seufzt. *
* Pfeifen *
Überraschung. - Patrick.
Na? - Hey.
Na, alles gut? - Ja.
Das ging jetzt schneller, als ich dachte.
Ich habe dir was mitgebracht. Ich habe eine Extrarunde gedreht.
Von diesem Imbiss, von dem sie im Reiseführer so schwärmen.
Fischbrötchen und Pommes, doppelt frittiert.
So, wie du sie magst.
Danke.
Hättest ja mal durchrufen können. - Dann wäre es keine Überraschung.
Etwas mehr freuen könntest du dich schon.
Hast du die gerade angebissen und wieder zurückgelegt, sag mal?
Weil die eklig war. - Gar nicht.
Das war die einzige, die nicht frittiert war.
Das Haus ist der Wahnsinn.
Unfassbar.
Komm, ich zeige es dir. - Mhm.
* nachdenkliche Musik *
Hedi?
Darf ich meinen Mann vorstellen? Patrick. Hedi von Carlsberg.
Ich hoffe, es ist in Ordnung, dass ich so reinplatze.
Wissen Sie, was? Ich hatte gehofft, Sie kommen.
Alles, was gut für Ihre Frau ist, ist willkommen.
Schön, dass es Ihnen besser geht.
Nina hat wegen einer Unpässlichkeit einen herrlichen Ausflug verpasst.
Ach ja? Was war denn?
Ich habe was Falsches gegessen.
Habe mir den Magen verdorben. Ist schon wieder gut.
Dann hoffe ich sehr, dass Sie mögen,
was es heute Abend zum Essen gibt.
Sie bleiben doch zum Essen, oder?
Ähm, ja, gerne. Das wäre mir eine Ehre.
Estelle wollte Sie noch unbedingt sehen,
bevor sie morgen wieder nach Zürich zurückfliegt.
Sie hat sich wirklich Sorgen um Sie gemacht. - Oh, okay.
Ich werde Raúl bitten, dass er Ihnen etwas zum Anziehen gibt.
Ach so, ich habe was dabei. - Aber, aber.
Hm?
Eigentlich andersrum. - Ach so.
* Sie lacht. *
Aber sehr charmant.
Bitte sehr. Also, wir haben einen vorzüglichen Champagner.
Santé, mes amis.
(alle) Santé.
Chin-chin.
(Patrick) Hm, jedenfalls stand ich plötzlich vor dem Problem,
dass die Firma pleite war, für die ich gearbeitet hatte ...
und ich drei Monate kein Geld bekam.
Also habe ich mich kurzentschlossen,
ohne groß nachzudenken, selbstständig gemacht.
Mutig. - Leistung muss sich wieder lohnen.
(Estelle) Hm. - (Patrick) Hm.
Vor allem, wenn die Leistung aus richtiger Arbeit besteht.
Sie meinen, an der frischen Luft rumtraben
und vom Staat bezahlt werden?
(Estelle) Ach, Daniel.
Er liebt, ein bisschen zu provozieren. - (Daniel) Ja.
(Patrick) Jedenfalls ...
Nina ist kurz davor, eine Leitungsstelle auszuschlagen.
Was Sie nicht sagen. Warum denn?
Es geht nicht um mich, nur um dem Presserummel.
Und ich weiß nicht, ob ich eine Fernbeziehung möchte.
Sie meinen, so etwas, wo man sich nie committet?
Und nicht weiß, woran man ist? - So was kennen Sie ja gar nicht.
(Patrick) Die haben ihr einen Brief geschrieben, die Stelle angeboten.
Und sie... - (Hedi) Zeigt, dass sie sich nicht so behandeln lässt.
Das verdient Respekt und zeugt von Charakter.
In meinen Augen.
Ja, manchmal. Aber es ist natürlich auch eine Riesenchance.
Ich weiß, Nina ist immer sehr streng mit sich.
Aber, das wissen alle, Fehler gehören auch dazu.
Ich mache ja auch Fehler in der Werkstatt.
Aber ich gebe immer mein Bestes. Ich kommuniziere mit den Kunden.
Wir haben eine unglaublich große Stammkundschaft.
Da bin ich echt stolz drauf. - (Hedi) Bravo.
Aber ich frage mich... Sie arbeiten wohl rund um die Uhr.
Haben Sie noch Zeit für die wichtigen Dinge?
(Patrick) Hm.
Finden wir die Zeit? Sag du.
Wir leben in einer Ehe zu dritt. Ich, er und die Oldtimer.
Am liebsten europäische Modelle aus den Sechzigern. - Nee.
Daniel, da kann sich Patrick
vielleicht um deinen Mercedes kümmern?
Ja, unbedingt. - Was ist es für ein Modell?
Ein 190er SL von 1961. Da hakt manchmal der Kupplungszieher.
Der Kupplungsnehmer.
Hm. Das schaue ich mir gern an. Das ist überhaupt kein Problem.
(Daniel) Das ist toll. - (Estelle) Prima.
Ist es nicht fantastisch, wenn sich zwei Menschen
auf einer Ebene finden?
Definitiv.
Menschen mit Leidenschaft gehört die Welt.
* spannungsvolle Musik *
Nina, helfen Sie mir kurz bei meinem Lieblingsdessert?
Wie sage ich es am besten?
Vielleicht so:
Auf dieser Insel und überhaupt auf jedem Flecken dieser Erde
können Sie im Grunde machen, was Sie wollen, ist mir egal.
Ich bin eine libertäre, reiche Frau.
Aber dieser Mann da drüben, dieser spezielle Mann...
Das lassen wir bitte lieber, ja?
Vielleicht kann dieser Mann das ja alleine entscheiden.
Bestimmt, aber ich rede ja mit Ihnen.
Vielleicht bilden Sie sich das alles nur ein. - Ja.
Das wäre lustig, oder?
Danke, Raúl.
(Estelle, lachend) Adieu.
(Hedi) Ma belle. - (Estelle) Wiedersehen.
Tschüss. - (Daniel) Wiedersehen.
Hat mich sehr gefreut, Sie kennenzulernen, Nina.
Hat sich nur Ihretwegen gelohnt,
einen Abstecher auf die Insel zu machen.
Ja, total schade, dass Sie schon abreisen.
(Hedi) Das finde ich auch.
Daniel, sag deiner Frau, dass sie unbedingt bleiben muss.
Das sage ich ihr jeden Tag. Sie hört nicht auf mich.
(Patrick) Das ist wirklich schade.
Hätte ich gewusst, wie nett die Gesellschaft ist,
wäre ich früher gekommen.
Daniel bleibt Ihnen erhalten, Patrick.
Er bringt Estelle nur nach Hamburg zum Flughafen.
* Hedi kichert. *
(Estelle) Du hast drei Tage, Daniel.
Wenn ich zurückkomme, ist das mit ihr vorbei.
Und es wäre wirklich schön gewesen,
wenn du mir vorher was gesagt hättest.
Das war ein schöner Abend. Wirklich nette Leute.
Und diese Estelle...
Also, wären wir nicht verheiratet...
* Sie lacht. *
Bloß ihr Mann, was für ein Depp. Wie der mit dir gesprochen hat.
Ja, ach, da stehe ich drüber.
Du, Patrick, ich... - Warte kurz.
"Eros Eterna". So was haben die hier einfach rumstehen.
Ich habe dich vermisst.
* Sie stöhnt leise. *
* Er stöhnt laut. *
* Er seufzt zufrieden. *
* schwermütige Musik *
Du siehst toll aus. - Danke.
Du, ich... Ich brauche eine Pause. Ich gehe mal was zu trinken holen.
Okay.
* sphärischer Frauengesang *
* Frauengesang weicht zarten Klängen. *
* Zarte Musik wird schicksalhafter. *
* bewegte, gefühlvolle Musik *
* Sie stöhnt. *
* Sie atmet laut. *
* Sie jauchzt. *
* zärtliche Musik *
Wie lange Nina schon weg ist.
Man unterschätzt die Distanzen auf der Insel leicht.
Ach ja?
Wie wäre es, wenn Sie schon mal strandabwärts schauen?
Nach ungefähr 500 Metern, nach den Dünen, sehen Sie ein Haus.
Es gehört Daniel und Estelle.
Kann sein, dass sie da gestrandet ist.
Für Getränke.
Raúl?
Ob Sie unseren Gast begleiten würden?
Hier hoch, durch den kleinen Wald geradeaus, und schon sind Sie da.
Danke.
(Raúl) Viel Glück.
Ich muss für ein paar Tage in die USA. Kommst du mit?
* Sie lacht. *
Ich will nicht, dass das zu Ende geht.
Daniel.
Ich bin nicht naiv.
Ich habe gehört, was Estelle zu dir gesagt hat.
Etwas sagt mir, dass wir dem Gefühl nachgehen sollten.
* zarte Musik *
* unheilvolle Streichmusik *
Nina. - Patrick, hey. Du hast mich voll erschreckt.
Ich habe auf dich gewartet.
Wo ist denn Hedi?
In Kampen, mit dem Diener oder Butler.
Sie fand es nicht cool, dass du plötzlich weg warst.
Ja, ich habe mich verlaufen. Mein Akku war plötzlich leer.
* weiterhin unheilvolle Streichmusik *
Das suche ich schon die ganze Zeit. - Aha.
Weißt du, wo ich es gefunden habe? - Nee?
In Daniels Wagen.
Ja, und? - Und? Jetzt verkaufe mich nicht für blöd, ja?
Ich merke doch längst, dass da was ist mit dem und dir.
Wo willst du denn jetzt hin? Und was ist das für ein Pullover?
Jetzt bleib doch mal stehen.
Hast du was mit dem?
Ja.
Warum?
Ich verstehe es nicht. Hilf mir da mal bitte.
Ich reiße mir jeden Tag in der Werkstatt den Arsch auf.
Für dich, für uns.
Und all das hier, ich habe es dir gegönnt, wirklich.
"Dann kann sie sich endlich mal erholen."
Und du hast nichts Besseres zu tun,
als hinter meinem Rücken rumzumachen?
Weißt du, wie weh das tut?
Hast du dich dafür interessiert, wie es wirklich in mir aussieht?
Kann ich mich nicht dran erinnern.
Ich habe so oft versucht, dir zu sagen ...
wie schwer mich das belastet,
dass ich diesem Kind nicht helfen konnte!
Du hörst mir nicht zu, Patrick!
Es geht um dich, um die Werkstatt, um Papa, deine Jugendmannschaft.
Wann geht es mal um mich?
Wir haben diesen Laden beide aufgebaut.
Wir wollten das beide, oder?
Du wolltest das! Ich habe dich unterstützt.
Du hast zweimal den Job abgelehnt.
Du hast gesagt, du bist glücklich in unserem Leben.
Ich habe dich zu nichts gezwungen. - Das stimmt.
Aber ich kann hier zum ersten Mal durchatmen.
Weißt du, wie sich das anfühlt?
Ja. Und es tut mir leid.
Aber ich fühle mich so lebendig wie lange nicht mehr.
* schwermütige Musik *
* weiterhin schwermütige Musik *
* Autotür wird geschlossen. *
Patrick.
Ich wollte dir nicht wehtun.
Viel mehr als unsere Fähigkeiten sind es unsere Entscheidungen,
die zeigen, wer wir wirklich sind.
* gefühlvolle Popballade *
* Lied: "On My Way (Marry Me)" von Jennifer Lopez *
♪ Always knew you Even when I didn't know you
Don't make sense, but I do
I was on my way to you
Every teardrop fell so heavy
Hurt like hell But heaven sent me through
I was on my way to you
But every heartbreak Was a yellow brick road
Pointing me straight Just taking me home
I was never lost I was just passing through
I was on my way to you
Hope was hopeless Faith was running
Didn't notice You were coming through
You were on your way, too
You don't believe in meant-to-be
But somehow You were meant for me. ♪
Hey, halt! - Sorry, Notfall. Ich bringe es zurück!
Spinnst du?
(Frau) Wir müssen gleich los, sonst verpassen wir unseren Slot.
Kleinen Moment noch, ja?
♪ Pointing me straight Just taking me home
I was never lost I was just passing through
I was on my way to you. ♪
* Schlagzeug setzt ein. *
♪ Every heartbreak Was a yellow brick road
Pointing me straight Just taking me home. ♪
(Nina) Patrick!
♪ On my way to you. ♪
Patrick! Patrick.
Ich... Ich weiß jetzt, dass ich was ändern muss.
Ich...
Weißt du, ich habe gedacht, ich...
Ich nehme den Job an, und ...
ich suche mir da eine kleine Wohnung und...
Und dann gucken wir einfach, wohin das führt.
Können wir das so machen? - Das musst du so machen, ja.
* schicksalhafte Musik *
* verträumte Musik *
* Nachrichtenton *
(Nina) "Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen,
als mit dir wegzugehen.
Aber jetzt, einfach so, das wäre nicht richtig.
Ich muss jetzt erst mal mein Leben sortieren.
In dem Buch, das ich hier in die Finger bekommen habe, heißt es,
dass man versuchen soll, alles zu leben, ohne auf was zu verzichten.
Aber das heißt eben auch,
wahrhaftig sich selbst gegenüber zu sein.
'Indem sie alle so weiterlebten, übten sie keinen Verzicht,
trieben kein Doppelspiel
und machten sich auch keiner Heimlichkeiten schuldig.
Sie setzten nur ihr bisheriges Leben
in der einzig möglichen Weise fort,
weil es ein neues Leben ohne das alte nicht geben konnte.'
Wenn das zwischen uns in der Zukunft
immer noch so stark ist wie jetzt,
dann treffen wir uns genau heute in einem Jahr
auf dem Eiffelturm um neun Uhr morgens.
Und wenn einer nicht kommt,
dann meldet sich der andere nie wieder bei ihm."
* gefühlvolle Musik *
(Mann) Nina Richter?
Ja? - Lieferung für Sie.
Was? Woher wissen Sie denn, wo ich bin?
Das ging über den Hafenmeister.
Hier bitte quittieren.
Schönen Tag. - Danke, Ihnen auch.
Untertitel im Auftrag des ZDF, 2025
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