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Untertitel: Norddeutscher Rundfunk 2016
* Musikthema: Tatortreiniger *
* Schwungvolle Musik *
* Fahrstuhlklingel *
Oh, nee, ne?
Oh!
* T�rsummer *
Ich rufe zur�ck.
Guten Tag. Moin.
Sie sind sicher Herr Schotte? Jo. Firma Lausen. Tatortreinigung.
Darf ich Ihnen das abnehmen? Hm? N�, danke, das geht schon.
Das B�ro von Herrn Grimmehein.
Ja, mein herzliches Beileid, ne. Danke. Herr Grimmehein kommt sofort.
Das ist gar nicht der Tote? Herr Grimmehein? Ja. Nee?
M�chten Sie etwas trinken?
Kaffee, gerne.
Milch, Zucker? Schwarz, bitte.
Eine gute Wahl.
Einmal Kaffee schwarz und Guest Package, danke sch�n.
Wei� ja gar nicht genau, was Consulting ist, ne.
Aber muss ja was sein,
f�r das die Leute mehr bezahlen als f�r 'ne Currywurst.
Das ist eine gute Einsch�tzung.
Thomas, ich brauche das Chronicle von der Toysting Group. - Guten Tag.
Oh, das ging aber schnell. Bitte sch�n. Danke sch�n.
Das ist auch f�r Sie. Auch noch?
Darf ich? Ah, danke.
Mhm.
Die Range-of-contact-list, mit Worst-Case-Nummer und meiner.
Die Nummer von Ihrer Kollegin steht da nicht zuf�llig drin, ne?
Das ist ein guter Witz, sehr gut. Joa, Witz ...
Wenn Sie sonst keine Fragen haben ...
Ah, doch, eins noch: Wo ist denn hier die Toilette?
Es gibt hier doch sicher eine ...
... Toilette?
Die Toilette ist den Gang entlang. * Handyklingeln *
Petersen? Mister Kicket.
I understand, okay. I'll take care. Immediately, no problem.
Mmmh ... Der ist aber ...
Guten Tag. Moin.
Ja, ich bin ... Herr Schotte von der Firma Lausen.
Boah, was is denn hier los? Bitte?
Weil hier alle meinen Namen kennen. Ja.
Sonst, wenn ich irgendwo hinkomme, bin ich f�r alle nur der Putzmann.
Aber hier werde ich ja so mit Namen angesprochen.
Was ist denn das f�r eine Firma?
Hoffentlich eine,
in der respektvoller Umgang selbstverst�ndlich ist. Grimmehein.
Ach, Sie sind der Chef, ne? Ja.
Oder wie ich's lieber nenne, M�dchen f�r alles. Das kann ich mir denken.
Leider gibt es Menschen, die man nicht mehr erreicht.
Einer meiner besten Mitarbeiter - ohne Vorwarnung, ohne Erkl�rung.
Er hat sich eingesperrt, randaliert, dann die Pulsadern aufgeschnitten.
Dabei hat er wohl, �h ...
Das ist jetzt bl�d, ne, aber ich m�sste dringend auf Toilette.
H�?
Ich warte auf den Anzug.
* Sofort ... *
Hatten wir nicht gesagt,
dass ich bis heute das Dilman Draft aufm Schreibtisch habe? Ja, schon.
Dann war noch das Nearshoring, die Gesamtanalyse von Lossmayer ...
Habe ich Sie nicht letzte Woche schon darum gebeten?
Ich wollte es wirklich heute Nacht noch machen.
Aber da war dann eben ...
Herr Petersen.
Finden Sie das richtig,
den Selbstmord Ihres Kollegen als Ausrede f�r Ihr Chaos zu benutzen?
M�chten Sie meine Frage beantworten?
Es tut mir leid, aber ich ...
Ich habe zwei N�chte durchgearbeitet.
Oh, das ist nicht gut.
Sie m�ssen schlafen.
Wenn Sie nicht schlafen, k�nnen Sie keine Leistung bringen.
Sie werden krank. Gesundheit geht vor, immer, ja?
Kein Drama, wir sind nur Menschen.
Morgen habe ich's auf dem Schreibtisch, ja?
Dann w�rde ich das Fact Pack bis �bermorgen ...?
Das haben Sie auch noch nicht?
Ich m�chte Ihnen raten, Ihr Zeitmanagement zu �berdenken.
* Petersen atmet schwer *
* Lautes Klirren * Ich bin gleich bei Ihnen.
Herr Petersen, Sie sind eine zuk�nftige F�hrungskraft:
Sie sind niemals ein Jammernder, Sie sind immer ein Handelnder.
Entschuldigung.
Sie sollten sich lieber auf L�sungsstrategien konzentrieren.
W�rden Sie dem zustimmen?
Ja, nat�rlich. Morgen habe ich das Statement und das Fact Pack.
Kann ich mich darauf verlassen? Ja.
F�hlen Sie sich �berfordert? Nein, nein.
Eins noch:
Sie sind ein wichtiger Teil unserer Firma.
Ich bin froh, Sie an Bord zu haben.
Danke.
T�r.
Guter Mann, aber unorganisiert.
Ich hatte das Gef�hl, dass er �berarbeitet ist.
Sag ich ja: unorganisiert. Und leider emotional sehr labil.
Na gut, kann man ja verstehen, wenn sich hier ein Kollege, �h ...
Absolut.
"Wir sind alle Menschen" - damit beginne ich jedes Consulting.
Was ist das eigentlich genau? Hm?
Consulting.
Och ...
Also grob gesagt:
Wir beraten Unternehmen, wie sie ihre Firmenstrukturen
so optimieren, dass Potenziale effizienter genutzt werden k�nnen.
Sie meinen damit, Leute zu entlassen, ne?
Ziel ist es, das zu verhindern.
Beim Freund von mir, ne,
war neulich auch so ein Berater in der Firma.
Der hat ihn v�llig absurde Sachen gefragt.
Hier, wie war das noch?
Was ist 4471 geteilt durch 263.
Hat er es gewusst? Nat�rlich nicht. Wissen Sie es?
H�? Das wei� keiner ohne Taschenrechner. 17.
Echt?
Mhm.
Boah.
Das ...
Ja gut, dass Sie sich mit Zahlen auskennen m�ssen, ist klar, ne.
Aber er ist Lackierer.
Ich gehe davon aus, das war nicht die einzige Frage.
Nee! Nee, nee.
Sein Chef sagte schon, es soll Umstrukturierungsma�nahmen geben.
Wissen Sie, was die effizienteste Methode
f�r den Erfolg eines Unternehmens ist? Freibier?
Das ... ach.
Ja, �h, Wertsch�tzung.
Ein gutes Betriebsklima ist produktiver als 'ne Gehaltserh�hung.
Da frage ich mich aber,
warum auf der Toilette 'ne Uhr mit Sekundenanzeiger ist.
Leider missbrauchen einige Mitarbeiter die Toilette dazu,
ihre private E-Mail-Korrespondenz zu erledigen.
Und das finde ich nicht fair.
Mir gegen�ber nicht, denn sie werden gut bezahlt.
Es ist gegen�ber denen unfair, die sich korrekt verhalten.
Finden Sie das nachvollziehbar? N�, eigentlich nicht.
Da sitzt niemand stundenlang, nur weil er nicht arbeiten will.
Gut, dass man mal 'ne SMS schreibt, das macht ja jeder.
Tats�chlich?
Davon wird die Firma ja nicht pleite gehen,
wenn einer mal eine Minute l�nger sitzt.
Bei drei Toiletteng�ngen t�glich sind das drei Minuten.
Bei zehn Mitarbeitern sind Sie bei 30 Minuten t�glich.
Macht auf den Monat zw�lf Stunden Bezahlung ohne Leistung.
Und wenn einer mal eine Minute l�nger arbeitet,
dann rechnen Sie das auch so?
Sie sind ein kritischer Geist, das gef�llt mir.
Wie viel Zeit hat man denn so pro Toilette?
So viel, wie n�tig ist.
Ein Toilettenzeit-Gesamtkontingent
von sechs Minuten ist gro�z�gig berechnet.
Sechs Minuten f�r alles?
Ja.
Bei drei Toiletteng�ngen sind es zwei Minuten pro Toilettengang -
das ist zu schaffen, inklusive H�ndewaschen.
D�rfen Sie das denn �berhaupt? Hm?
Toilettenzeit kontrollieren? Ich kontrolliere das doch nicht.
Ich habe gro�es Vertrauen in selbstregulierende Prozesse.
Es gibt ein Gesamtkontingent, aber wer da wann wie lange kackt,
das regeln die unter sich.
Moin.
Ach so, wenn einer 'ne Minute l�nger braucht,
kriegt er richtig Stress mit den Kollegen, ne?
Das ist ein transparentes System, in dem jedem Einzelnen bewusst ist,
was es hei�t, Teil des Teams zu sein.
Und das ist, was wir brauchen.
Teamplayer.
Sind Sie zufrieden mit Ihrem Job? Joa, muss halt gemacht werden, ne.
* Klopfen an der T�r *
Bitte.
Mit der Zahnb�rste wollen Sie den ganzen Teppich sauber machen?
Erst mal nur das Grobe hier, ne. Kann man nicht 'ne gr��ere nehmen?
Kommt noch, mit dem B�rstsauger. Hm.
Das ist ja 'ne sch�ne Stolperfalle. Entschuldigung.
Mit so 'ner kleinen B�rste? Ist das effizient?
Auf die Gr��e kommt das nicht an.
Und wenn ich an die untere Schublade will,
muss ich das auf die Seite stellen? Entschuldigung.
W�re es nicht effizienter, ... Danke. Bitte sch�n.
Die Einladung ist in der Mappe, mit der Rede im Koffer. Warum das?
Damit Sie sie nicht vergessen. Aha, weil ich gern mal was vergesse?
Das habe ich nicht gemeint. Soll ich die wieder ...? Nein, nein.
Sie sind sich ja sicher, dass sie im Koffer ist, richtig?
Ich hab sie in die Mappe ... Dann muss sie ja drin sein. Ja ...
Aber sicher sind Sie nicht?
Eigentlich schon, ich hab's kontrolliert.
Sie sind sich auch sicher, dass das nicht die Vorank�ndigung war?
Doch, ich glaube, dass ich die ...
Was soll ich damit anfangen? "Ich glaube, dass ich die ..."
Sie wissen, wie wichtig diese Veranstaltung ist. Nat�rlich.
Und wie peinlich es w�re,
beim Empfang eines m�glichen Gro�kunden sagen zu m�ssen:
"Tut mir leid, ich finde meine Einladung nicht." Ja, sicher.
Glauben oder wissen Sie, dass es die Einladung war?
Ich guck noch mal nach.
Ich dachte, Sie haben das kontrolliert. Ja, schon. Aber?
Vielleicht kontrolliere ich es f�r alle Sicherheit. Lassen Sie das sein.
Konzentrieren Sie sich und geben Sie eine vern�nftige Antwort.
Ich ...
Entschuldigung, ich bin mir nicht mehr sicher.
* Lautes Dr�hnen *
Danke.
Verstehe ich Sie richtig?
Ihnen ist klar, wie wichtig die Veranstaltung ist,
aber Sie wissen nicht, ob Sie die Einladung reingesteckt haben?
Ich verstehe nicht, warum sie nicht noch mal nachgucken kann.
Einigen wir uns darauf,
dass Sie als Reinigungsfachkraft hier nicht alles verstehen m�ssen?
Was ich verstehe, ist, dass es Ihnen Spa� macht,
Ihre Mitarbeiter rundzumachen.
Frau Meinert, ...
... f�hlen Sie sich rundgemacht? Nein, �berhaupt nicht.
Was soll sie darauf sagen?
"Ja, ich f�hle mich rundgemacht, au�erdem sind Sie 'n Arsch"?
Wenn sie das denken w�rde, ... Auf keinen Fall. Glauben Sie mir.
Es ist eine Ehre f�r mich, hier zu arbeiten.
Ja gut, also dann ...
Danke, das w�re alles. Soll ich nicht doch ...? Nein.
Sie sind eine verantwortungsbewusste Mitarbeiterin.
Das sollte mich wundern, wenn Ihnen ein derartiger Fehler
mit katastrophalen Folgen f�r unsere Firma unterlaufen w�rde.
T�r.
Sie denken, ich mache das zum Spa�. Wei� ich nicht.
Wissen Sie, mit was f�r Leuten meine Mitarbeiter konfrontiert sind?
Mit Vorst�nden, Managern, Anw�lten, Gewerkschaftvorsitzenden.
Die sind mit allen Wassern gewaschen.
Da soll ich eine hinschicken,
die bei simplen Fragen schon den Kopf verliert?
In unserer Branche weht ein rauer Wind, man braucht Standing.
Das will ich vermitteln: R�ckgrat.
Indem sie jetzt 'ne schlaflose Nacht vor sich hat.
Ich muss Sie dringend bitten ... * Dr�hnen *
Finden Sie es h�flich, mich zu unterbrechen?
Ich dachte, ich bin zum Arbeiten hier.
* Dr�hnen *
Sie k�nnen sicher saugen, wenn ich nicht im B�ro bin.
Dann dauert es aber l�nger, weil ich immer zuerst sauge.
Heute machen wir's mal anders.
Oder haben Sie ein Problem damit? Nee, es w�re nur nicht effizient.
Sie w�rden mich 20 Minuten umsonst bezahlen.
Daf�r k�nnte man zehnmal auf Toilette.
Wir haben eine sehr unterschiedliche Auffassung von Umgangsformen.
Ja, das sehe ich auch so.
Ich frage mich, wie das Ihr Chef, der Herr Lausen, sieht.
K�nnen Sie sich gern beschweren, hab ich kein Problem mit.
M�glicherweise handelt es sich nicht um eine Beschwerde. Sondern?
M�glicherweise handelt es sich um eine Mitarbeiter-Evaluation,
die Ihr Chef bei mir in Auftrag gegeben hat.
Wa?
F�r den Fall s�he es im Augenblick nicht so gut aus f�r Sie.
Das ist ein Test?
Ach, Quatsch.
Sind Sie sicher?
Ja, allerdings.
Was soll der denn f�rn Grund daf�r haben?
Solche Tests sind dann sinnvoll,
wenn ein Arbeitgeber eine K�ndigung in Erw�gung zieht.
K�ndigung? Da lache ich ja. Auf so was falle ich nicht rein.
K�ndigung. Wir sind eh zu wenig!
Nee, nix.
Warum sollte er seinen besten Mann rauswerfen?
Weil er eine andere Einsch�tzung bez�glich Ihrer Kompetenz hat? Nee.
Wenn der 'n Problem mit mir hat, dann sagt der mir das. Ah, ja.
K�ndigung, ...
... das ist absurd.
Der hat gestern selber noch Witze gemacht �ber K�ndigungen. Witze?
Er wollte die Materialbestellungsliste,
und ich hatte noch was dazugeschrieben.
So "Playboy" und 'nen Kasten Bier.
Aha.
Ihr Chef hat eine Anweisung gegeben,
und Sie haben sich dr�ber lustig gemacht?
Ja, aber das mache ich ja st�ndig.
Das hei�t nicht, dass ich ihn nicht ernst nehme, ne.
Ist das jetzt 'n Test oder nicht?
* Handy-Freiton *
* Handy-Freiton *
Angenommen, das w�re ein Test:
W�re es verst�ndlich, warum Ihr Chef nicht ans Telefon geht?
Mal angenommen, das w�re jetzt so ein Test, ne.
Dann w�rde ich auf der Stelle k�ndigen.
Wenn mein Chef, wenn der mich so derart
ins offene Messer laufen lassen w�rde ...
Dann w�r f�r mich hier Feierabend.
So geht's gar nicht.
Ich gehe davon aus, dass Sie R�cklagen haben,
um einen eventuell l�ngeren Zeitraum zu �berbr�cken?
Brauch ich gar nicht.
Wenn ich will, hab ich morgen 'nen anderen Job.
Hilkemeier von der anderen Tatortreinigung nimmt mich sofort.
Das kostet mich einen Anruf bei dem.
Einen einzigen.
Das ist aber optimistisch,
Ihre Zukunft von einem Anruf abh�ngig zu machen.
Oder ich mache mich selbstst�ndig. Ich hatte schon mal 'ne Firma.
Kann ich jederzeit wieder machen. Ach, interessant.
Warum haben Sie mit der Firma aufgeh�rt?
Ja, weil ich ... Weil die Firma ...
Ist ja auch egal! Ich bin nicht abh�ngig!
Den Test kann er sich in den Hintern schieben.
Mach mich doch nicht zum Affen, nur damit ich meinen Job behalte!
Dann esse ich lieber Kn�ckebrot und kann mich daf�r im Spiegel angucken.
Wenn Sie in den Spiegel gucken, wen sehen Sie da?
Einen, mit dem ich abends gerne 'n Bier trinken geh.
Und dem Sie das Bier wohl noch bezahlen k�nnen, ne?
Warum gehen Sie davon aus, dass der Test negativ ausfallen w�rde?
Na ja, dass ich bei Ihnen verschissen hab, ist ja wohl klar.
So eine Mitarbeiter-Evaluation ist sehr komplex.
Hm?
Es k�nnte sein, dass Sie in den Umgangsformen
kein zufriedenstellendes Ergebnis haben.
In der Kategorie Integrit�t, Ehrlichkeit etc.
k�nnten Sie mich aber sehr beeindruckt haben.
Es liegt an Ihnen:
Wandeln Sie Ihre Energie in Frustration um,
oder sehen Sie es als Herausforderung?
Und mich, und damit Ihren Arbeitgeber, �berzeugen,
dass Sie wirklich der Beste sind.
Jetzt haben wir ein objektiv messbares Operationsfeld.
Gesaugt haben Sie. Was machen Sie dann?
Ich spr�he den Teppich mit Enzym-Reiniger ein. Bitte.
Was ist das?
Oxals�ure. Ist f�r was?
Ist f�r Holz. Hm. Und das?
Amidosulfon. F�r was?
F�r Kalkentfernung. Das da? Osmosewasser. F�r? Verd�nnung. Das?
Wasserstoffperoxid. F�r? Keramikfl�chen.
3690 geteilt durch 246?
17. 15.
Ich hab die Mehrwertsteuer dazugerechnet. Der war gut.
Was ist das? Mikrosplitting mit Phosphaten. F�r? Teppichb�den.
Sind Sie sicher? Absolut.
Sie sagten vorher f�r Teppiche die Enzyme? Je nach Teppich.
Was ist das?
Das ist Kalkhydrat f�r Verwesungsreste.
Ah, okay.
Jetzt haben Sie eingespr�ht. Was dann?
Ja, mache ich was anderes.
Ach so, das muss 20 Minuten einziehen.
Das �berspringen wir. Nee, das bringt nix.
Wenn die Enzyme ... Herr Schotte.
K�nnte es sinnvoll sein, mal kommentarlos Folge zu leisten?
Hm. Putzen Sie immer mit rechts? Ja, bin Rechtsh�nder.
Hm. Was machen Sie mit links? Hebe ich Gegenst�nde hoch.
Oh.
Haben Sie schon mal versucht, mit links zu putzen?
Nee, weil ... Ich sag nichts. Weil Sie es immer so machen. Ja.
Das ist der Tod f�r kreative Weiterentwicklung.
Um Ihr Potenzial zu entfalten,
m�ssen Sie st�ndig neue F�higkeiten entwickeln.
Experimente wagen, Scheitern wagen. Keine Routine, Routine ist t�dlich.
Wie f�hlt sich das f�r Sie an?
Langsamer.
Erst mal, aber immer, wenn wir was Neues lernen,
entstehen im Gehirn neue Vernetzungen.
Jede Vernetzung ist ein Zugang zu Ihrem Potenzial. Spannend, hm? Mhm.
So, jetzt noch mal wechseln.
Und wechseln.
Sehen Sie? Das geht schon schneller, ne?
Ja, Vernetzung, Vernetzung, Vernetzung. Und wechseln.
Und ... ah!
Ich hab nicht "wechseln" gesagt.
Gut, also jetzt wechseln Sie weiter die Putzhand,
und wenn ich sage "rechts", stellen Sie den rechten Fu� hin.
Wenn ich "links" sage, den linken. Dabei putzen Sie weiter.
Nee.
Doch.
Nee.
Angenommen, Ihr Arbeitgeber erw�gt eine K�ndigung:
Dann k�me es ihm gelegen, wenn Sie abbrechen.
Links.
Rechts.
Links.
Links.
Rechts.
Ja. Ja.
Rechts. Links.
Okay, und danke.
Okay.
Jetzt eine Minute H�chstleistung, ja?
Sie putzen mit waagerechten Bewegungen
und m�ssen den Rand erreichen, damit die Bewegung z�hlt.
Dass das Blut v�llig reingerieben ist?
Machen Sie sich lustig? Sie sollen den Fleck entfernen.
Wenn der Enzym-Reiniger nicht ...
Jetzt fangen Sie wieder an mit: Warum was nicht funktioniert.
Zeigen Sie Engagement. Und immer positiv.
On your marks.
Hinter der Linie.
Ohhh!
On your marks.
Get ready.
3986 geteilt durch 28?
4014.
Sie sollten teilen.
Ich wollte ein positives Ergebnis haben. Das gef�llt mir.
Sie denken unternehmerisch. Go!
* Schweres Atmen *
* St�hnen *
Warum h�ren Sie auf? Sie haben gesagt: eine Minute. Und?
Das waren mindestens f�nf.
57 Sekunden.
Hm? Ja, schade, fast geschafft.
Ihr Engagement war gut.
Ich gebe Ihnen die Chance, die Aufgabe zu wiederholen.
Sie k�nnen mich mal.
Ich putz eine Minute, und keine Sekunde l�nger.
Nat�rlich nicht.
Nein, nein, nein. Das kennen Sie ja schon.
Keine Routine.
Sie fangen bei der T�r an, laufen an der Sitzgruppe vorbei,
packen alle Putzmittel aus dem Eimer raus.
Dann laufen Sie um den Schreibtisch rum,
kriechen drunter durch, laufen zum Testfeld.
Zehnmal hin- und herwischen, dann werfen Sie den Putzschwamm von da
in den M�lleimer und packen die Putzmittel wieder in den Eimer.
Ja? 60 Sekunden.
Go.
* Langsame, rhythmische Musik *
* Langsame, rhythmische Musik *
Oh.
Und da muss ich hin!
Das ist die Hanseparty von �nar Gunnarsson!
Er hat mich eingeladen, ich halte eine Rede vor 500 Leuten.
Ich guck, was geht. Nein, Sie gucken nicht.
Sie entfernen diesen Fleck!
Die Hanseparty von Gunnarsson! Da halten Sie 'ne Rede, ne?
Wenn ich auf diesem Gilet nur den kleinsten Fleck entdecke,
dann verklag ich Sie so ... derart!
Wirklich, ich mein es ernst. Ich verklag Sie schlimm.
Mir f�llt ein, ich hab 'ne Berufshaftpflichtversicherung,
sogar 'ne richtig gute.
Wenn Sie sich weigern, dann ist das Arbeitsverweigerung.
Dann verklage ich Sie so derart,
dass Sie nicht mal mehr Kn�ckebrot essen.
Oh!
Was machen Sie denn da?
Eigentlich m�sste das einwirken.
Aber Sie hatten ja gesagt, das �berspringen wir. * Schrei *
Machen Sie den Fleck raus!
Welches Mittel? Das m�ssen Sie wissen!
Ich w�rde Detachur-Spray nehmen, aber das mach ich immer.
Sie hatten gesagt, Routine ist nicht gut.
Deswegen dachte ich,
ob ich vielleicht 'nen chlorhaltigen Reiniger nehme.
Ich m�chte Sie darum bitten, ... Hm?
Dass Sie den Fleck mit dem Mittel entfernen,
von dem Sie glauben, dass es geeignet ist.
Ist der Test hiermit beendet? Ja.
K�nnte ich einen Blick in die Testergebnisse werfen?
Ach, exzellent schreibt man mit Z?
Ich dachte, man schreibt es mit C. Nein, mit Z.
Sind Sie sicher?
M�chten Sie, dass ich es nachschlage? N�, passt schon.
Selbst wenn es falsch geschrieben w�re -
sind ja alle nur Menschen ...
Und das Gilet?
Ich lasse Ihnen ein paar Mittel da,
und Sie entscheiden dann selber, was f�r Sie das beste ist, ne?
Moin, Chef. Ja, ich bin's.
Ich wollte sagen, dass ich fertig bin und fragen,
ob's noch irgendwas gibt.
Nee?
Ja, gut.
Alles klar.
Nee, nee, das war's schon. Bis morgen. Ja, tsch�ss.
Copyright Untertitel: NDR 2016
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