All language subtitles for Das Madchen Rosemarie (1958, rus_VO+ger)

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Original subtitles

Untertitel-Studio Rhein-Main w�nscht Ihnen gute Unterhaltung.

* Sausen der T�r *

(Kleie) Ich verstehe es nicht. Er ist ein sehr guter Mann.

Ja, Madam, ja.

Es tut mir sehr leid, aber es ist nicht meine Schuld.

Sicher, sicher.

Nanu? Sicher, Madam!

Was soll denn das?

REZEPTION PALAST HOTEL

(Rosemarie) Haben Sie Feuer? Sie sind hier falsch.

(Gast) Habe die Ehre, Herr Kleie. Ich wart' auf jemand.

Sie d�rfen nicht mal vor dem Hotel warten. Bitte!

Rosemarie Nitribitt

Fribert

Konrad Hartog

Generaldirektor Willi Bruster

* Musik *

(Horst und Walter) # Wie sch�n, dass es uns gutgeht,

gelobt sei unsere Zeit.

Wir sitzen wieder oben durch unsere T�chtigkeit.

Als wir am Boden lagen, da haben wir uns geschworen,

wir kriegen alles wieder, was wir einmal verlor' n.

Ja, die Bl�ten unseres Wunders leuchten hell im Neonlicht. #

* Musik *

* Motorbrummen *

* Sausen *

REZEPTION PALAST HOTEL

(Kleie) Herr Bruster.

Herr Hartog.

Herr Schmidt.

Herr Nakonski.

Herr von Killenschiff.

(Off) Herr Kallenfeld.

Herr Meier.

Herr Wolldog.

Herr Germsdorf.

* Gespr�chsfetzen *

* Stimmengewirr *

* Musik von drau�en *

(Walter und Horst) # Dies Kind, meine Herren, das hei�t Rosemarie.

Die schob schon sehr fr�h ihren Rock �bers Knie. #

# Hoppla, meine Herren, ich bin so frei, wie w�r's denn? #

# Wie schade, Kinder kriegen das Geld am ersten.

Ein Kind unserer Zeit, so wie Rosemarie,

die versteht sehr, sehr viel von der Geometrie. #

# Wenn du lernen willst, mein Lieber, komm und zahle.

Ich zeig dir daf�r die Horizontale. #

(Germsdorf off) M�chten Sie eine Pause, meine Herrn?

(Walter) # Was sie wei�. (Hans) Was die wei�.

(Walter) Das macht hei�. (Horst) Jeden Mann.

Sie ist ein Scho�kind der Natur.

(Beide) Was man sehr w�rtlich nehmen kann. #

# Und wer von den Herrn sie besessen,

wird sie niemals wieder vergessen. #

* Horst pfeift. *

(Walter) Noch was?

Mein erster Erfolg.

* Pfeifen *

(Eveline) Die Isoliermatten kommen. (Kleie) Aha!

H�ren Sie endlich auf mit Fertigungsprogrammen.

Jetzt geht's um Farben. Schwarz, rot, blond.

* Gel�chter * Kleie, das Leben ist lebenswert.

Was soll's denn heute sein? F�r mich heute nichts.

Ich habe mich selbst versorgt durch Postwurfsendung.

* Gel�chter *

(Kleie) Ach so. Seien Sie nicht beleidigt.

Ich werde Ihre Dienste wieder in Anspruch nehmen.

Ich habe ja nichts davon. (Schmidt) Und Sie, Hartog?

Kneifen wie immer. (Hartog) Geht allein.

Bleiben also acht Herren.

Ist meine Schwester schon da? Nein, aber sie ist angemeldet.

Ich bin in zwei Stunden wieder da. Gut, ich sage Bescheid. Also?

(v. Killenschiff)Wie sind die Preise? (Schmidt) Glauben Sie,

die sind gestiegen? (v. K) Das kann man nicht wissen.

Gewerkschaft. �ffentlicher Dienst. (K) Eveline.

Pass auf, also,

ich brauche Erika,

Inge,

Gerda,

Litzi...

* Brummen *

Ich glaube, Sie irren sich oder was kann ich f�r Sie tun?

Das kommt drauf an. * Hupen *

Worauf?

Sie sind aber ulkig.

Erst werfen Sie mir einen Zettel mit f�nf Mark in den Hof,

Kennzeichen: schwarzer Mercedes 300 und jetzt erinnern Sie sich nicht?

Hier. Bedauere, der ist nicht von mir.

Ich dachte, der Wagen... Davon gibt's mehrere.

Besonders von diesem Modell. Wie soll ich ihn da finden?

Tja, das wei� ich auch nicht.

Wollen Sie jetzt wieder aussteigen? Wenn Sie mich rausschmei�en.

Was w�rden Sie denn machen?

Allein, ohne mich.

In Wiesbaden meinen kleinen Wagen holen.

In der Nacht?

Und dann?

* Klacken. Motorbrummen *

* Knistern *

(Kleie) Nanu, Herr Generaldirektor?

Das war nichts mit der Selbstversorgung.

Verstehe, die Dame kam nicht. Ach, Dame.

Blond, so 'n Ding mit 'nem Regenmantel.

Ging �ber 'n Hof, hatte so 'n gewisses Etwas.

Adresse? Wei� ich ja nicht.

Ist ja nicht gekommen. Na ja.

Haben Sie noch was anderes? Ist schon sp�t und

Verleiherabend. Da ist viel los. Ich rufe Vera an. Rothaarig.

Nein, nicht rot. Nein?

Bin ich selber. Das langt mir. Nein. Schwarz.

Nee, schwarz nicht. Nein?

Das t�uscht. Mh.

Brennt ab wie 'n Blitzlicht, aber ist nix. Wissen Sie, blond.

Die werden zwar etwas langsamer, aber dann traritraratrari.

Einen Blick hinein. Verstehe. Blond. Blond.

Blond, schlank, sachlich. Sachlich. Sachlich ist gut.

* Musik *

(S�ngerin) # Was die Augen versprechen,

das ist nicht immer wahr,

denn das Geld und die Liebe sind nur selten ein Paar.

Schlug die Spieluhr des Lebens auch schon l�ngst eure Zeit,

ihr, ihr wollt es nicht glauben, weil ihr Halbschwache seid.

M�nner, so wir ihr, die sind fad wie schales Bier,

denn ihr l�scht nicht das Verlangen einer Frau.

Das, was ihr erweckt, schmeckt so lau wie warmer Sekt,

nicht die Haare nur, auch euer Herz, ist grau.

(Nakonski) # Ich hab ein Rezept f�r die Stunden der Nacht. #

(Frau) Mensch, dein Rezept kenn ich.

Tanzen Sie nicht mit mir, weil ich so angezogen bin?

Ist doch echtes Gold, nicht? Mh.

Was kostet das zusammen? Das wei� ich nicht,

was so was kostet. Sagen Sie das im Ernst?

Sie sind aber ulkig.

Andere M�nner fragen immer, was es kostet.

Was?

Alles. Alles.

Die haben 'n Gehirn wie 'n Katalog. Preise. Preise.

Die interessieren Sie nicht? Im Gesch�ft schon, aber privat nicht

Ah und jetzt sind Sie privat? Mh.

So privat wie schon lange nicht mehr.

Ich denke, wir sollten gehen. Ja, wenn Sie wollen.

Bei Ihnen im Hotel geht's wohl nicht?

Wie?

Ja, wollen Sie nichts von mir?

(Frau) Die Pulloverschnalle geht ran! (Nakonski) Wie die das geschafft hat?

Das hab ich bei Hartog noch nie erlebt.

(Kleie) Guten Abend, gn�dige Frau. Guten Abend, Durchlaucht.

(Marga) Sp�t.

Ist mein Bruder im Hotel? (K) Nein, gn�dige Frau.

Herr Hartog ist noch nicht zur�ck. (Oelsen) Panne.

Motorpanne. (K) Pardon.

(M) �rger dich nicht mehr, Heinz Bernhard.

Panne. Als h�tten wir 1913. * Kleie lacht. *

(M) Sagen Sie meinem Bruder, er m�chte mich anrufen.

(K) Sehr wohl.

* Musik *

Eigentlich war ich bis heute immer auf diese M�dchen neidisch,

auf ihren festen Job beim Portier. Und jetzt?

Nicht mehr. Hm.

Ist das Ihr einziger Mantel? Du kannst langsam du sagen.

Ist das dein einziger Mantel? Willst du mir einen neuen kaufen?

Vielleicht.

Was machst du, wenn du nicht M�nner ansprichst?

Dann warte ich, dass sie mich ansprechen, wenn ich gefalle.

Gefalle ich dir?

Kommst du oft nach Frankfurt? Ab und zu.

Ich bin immer hier. Ich wei�.

Ach, bist du ein feiner.

(Student) Der W�chter. Die Stimme der frommen Vernunft.

Danke.

So gib ihm doch was.

Nimm's doch, du hast bezahlt. (Student) Werden Sie sie lesen?

Klar, Kleiner. Lese ich meinen G�sten vor.

* Motorbrummen *

denn euer Widersacher, der Teufel,

geht umher wie ein br�llender L�we und sucht, wen er verschlingen k�nne.

Der W�chter. Die Stimme der frommen Vernunft.

* Musik *

* Atemst��e von Horst *

* Walter summt. *

(Walter) Bist du verr�ckt?

(Horst) Dieser Zirkus.

Nichts r�hrt sich.

Man m�sste irgendwas drehen. (W) Was denn?

(H) Wenn ich das w�sste. Irgendwas Ber�hmtes.

Ja,

da m�sste man draufkommen.

Titelbild von mir und der Lollobrigida.

* Er seufzt. *

(W) Frag doch Rosemarie.

(H) Nanu? Die war gar nicht im Bett. (W) Jedenfalls nicht in dem.

(W) # Keine Tr�nen-

-und kein Abschied,

fr�h am Morgen weht ein k�hler Wind,

m�de Tage,

wilde N�chte,

die Liebe ist des Wunders sch�nstes Kind. #

Morgen!

(Horst) Nie tritt der Tod den Menschen an,

Schiller.

* Klacken *

(H) M�chtest du Kaffee? Habe schon gefr�hst�ckt.

Im Palast Hotel? * Sie verneint. *

Unterhalt uns ein bisschen. Gibt's nicht viel.

Bin soweit. Gehe.

(Walter) Im Ernst? (Horst) Quatsch. Zum Spa�.

Vergiss nicht, wir haben dich zwei Jahre durchgeschleppt.

Was du bist, haben wir aus dir gemacht.

Auf die Dauer ist das zu wenig. (W) Du kannst nicht einfach gehen.

Bist doch unser bestes St�ck. Eine Stimme wie 'ne Gie�kanne,

wenn du sammelst, kommt was runter in den Hof.

Unser Umsatz wird sinken. Sucht euch 'ne Neue.

(H) Da kannst du dich drauf verlassen,

�h, wenn du dich hinaufarbeitest,

dann sind wir mit von der Partie.

Ich bin mir sogar 'n Schlips um, wenn's sein muss.

Also bitte.

* Klimpern *

Zum Abschied.

Muss ich mitnehmen. Erbst�ck.

Macht's gut.

(W) Wo willst du hin? (H) Mal sehen, wo die hingeht.

* Musik *

(Walter) # Neue Schuhe,

neue Str�mpfe-

-und ein neues Kleidchen h�ngt im Spind.

Hoppla! Man wird reicher,

wenn auch nicht besser.

Die Liebe ist des Wunders sch�nstes Kind. #

(Marga) Nana, du solltest Urlaub machen, Bruderherz.

Ich sollte viel, wozu ich keine Zeit habe.

Du nimmst dir f�r viele Dinge zu viel Zeit.

Schl�fst nicht mal nachts im Hotel, obwohl du das Zimmer bezahlt hast.

Dabei hab ich immer mehr Sitzungen in dieser Stadt.

Nimm eine m�blierte Wohnung. Wie macht man das?

Inserieren.

Junges Paar, sicherer Zahler... Schon gut, schon gut, schon gut.

Du bist ganz dumm.

Du solltest wissen, dass man mit mir Pferde stehlen kann.

Wer ist sie denn? * Er lacht. *

Wie gescheit du bist. Bin ich gar nicht.

Nur erfahrener. * Klopfen *

(Oelsen) Na endlich!

Wo treiben Sie sich rum, alter Freund?

Schon gebeichtet. Ich muss in einer Stunde weg.

Ich in einer halben. Entsetzlich.

(M) Am 17. Mai hat unser Club einen Fr�hjahrsritt im Taunus.

Bei Arnoldsheim. Schreib dir bitte den Termin auf.

Siebzehnter.

Ja, das k�nnte klappen.

Am zwanzigsten hab ich sowieso wieder Sitzung hier.

Aber Adelheid ist dann in Gastein. (M) Dann komm allein.

Nun.

(Oelsen) Es handelt sich um diese franz�sische Sache.

Halt ich f�r interessant. Das Angebot ist seri�s.

Die Gr��enordnung ungef�hr 50 Millionen.

Mark? Dollar.

Donnerwetter. Ja, aber wir wissen nicht,

was eigentlich dahinter steckt. Fribert, der Mittelsmann,

interessiert sich f�r die Firmen Ihres Isoliermattenkartells.

Mh. Sie glauben, er will bei uns spionieren?

Ich h�tte es nicht ausgesprochen. Was meint man in Bonn?

Wie sollen wir Fribert behandeln? Liebevoll an die Brust nehmen und

herausfinden, was sie wissen und wissen wollen.

Was soll ich dabei? Ihre Freunde informieren.

(M) Bitte, reich mir mein Necessaire.

F�nf Wochen wohne ich jetzt hier, dreimal wart ihr hier.

50, 70, 120. Und am 14. noch mal 80, das war vorgestern. Also 200.

Jetzt schon wieder. Wo soll ich's hernehmen?

(W) Er hat Geld wie Heu. Aber ich nicht.

(H) Du musst daf�r sorgen, dass er zahlt.

'N Kapitalist, der nicht zahlt, ist unfair.

In Hamburg hat er 10.000 Arbeiter in seiner Fabrik.

Woher wisst ihr das? Wir wissen noch mehr.

Essen 78 11 08.

Was ist das? (H) 'Ne Telefonnummer.

Durchwahl. Meldet sich die K�chin oder der Diener.

Wie war die Nummer? (H) Jetzt wirst du vern�nftig.

Essen 78 11 08. Woher habt ihr die?

(H) Auskunft. Wie viel brauchen wir?

Sch�tze Anzahlung f�r meine Posaune 70 und du f�r deine Quetschkommode?

(W) Mindestens 60. (H) Sind zusammen 130 kleine M�use.

Seid ihr verr�ckt?

70. Mehr nicht. * Hupen *

Hartog. Los, verschwindet! (W) Komm, hat keinen Zweck,

dass er uns hier findet.

Bitte!

Also nun los schon!

Verzeihung, haben Sie kurz Zeit? K�nnen Sie mir helfen?

Nicht umsonst.

Na, probieren Sie's mal!

In den zweiten Stock bitte!

* Musik aus dem Radio *

(Walter und Horst) # Wir haben den Kanal, wir haben den Kanal-

-noch lange nicht voll. Wir haben's �ber Nacht zu Wohlstand gebracht.

Ein Kofferger�t, ein Starmixger�t, in jedem Haushalt ein Fernsehger�t,

Brillanten an der Hand, Picasso an der Wand,

mein Kampf aber leider verbrannt. #

* Musik *

# Wir lieben Prunk und Hochfinanz, Reklamesnobs und Arroganz,

und rechts 'nen Nerz und links 'nen Nerz und die Freiheitsglocke im Herz.

Und weil sozial ist unser Sinn, da bau 'n wir noch 'ne Versicherung hin.

Und rechts 'ne Bank und links 'ne Bank und managen uns dabei krank.

Wir haben den Kanal, wir haben den Kanal noch lange nicht voll.

Wir haben Appetit auf jedem Gebiet und bringen's im Nu auf ein �bersoll.

Ein Konto diskret, ein Aktienpaket, doch Vorsicht,

dass man nicht ans falsche ger�t.

Wir leben nach der Uhr und Plastikfigur.

Wir beten f�r die Konjunktur. #

* Musik *

* Marschmusik *

# Wir haben den Kanal, wir haben den Kanal noch lange nicht voll.

Wir haben es geschafft aus eigener Kraft und finden uns selber famos.

Und links noch kaputt und rechts noch kaputt und

liegt auch noch manche Bombe im Schutt.

Wir haben den Kanal noch nicht voll. Noch lange nicht voll. #

* Radiomusik *

Lass mich doch mal fahren. Willst du uns ermorden?

* Radiomusik *

Hm. Ziemlich jung. Gott sei Dank.

Ich meine den F�hrerschein. Von vorgestern.

Auf was hast du gelernt? VW?

Mercedes 180.

Wenigstens dieselbe Familie. Probier's, aber nicht �ber 80.

* Schnelle Musik *

* Quietschen *

Das nennst du ein leeres Lokal.

Was ist hier los? (Kellnerin) Die Herrschaften fahren-

-heute alle zum Reitturnier. Mein Gott! Heute ist der 17.

Jetzt fehlt nur noch, dass...

Guten Tag.

Oh je! Ist ja alles versammelt. Lauter Bekannte?

Na, jetzt ist's schon egal. Komm!

Wer ist denn die? Meine Schwester.

Sieht gut aus. Wer war sie?

Ist wirklich meine Schwester.

Ich hab's vergessen. Entschuldige!

Ich muss rasch guten Tag sagen.

Ich hab's vergessen, bin zuf�llig hier.

(Marga) Du hast vergessen, dass wir reiten und du herkommst?

Das auch. Du musst Urlaub machen.

Oder ist es die Dame? Unsinn.

Das sag nicht.

H�bsch ist sie.

Aber nichts f�r dich. Der bist du nicht gewachsen.

Blitz- und Ferndiagnose. Ich hab ganz gute Augen.

Wen hast du bei dir? Ich muss Heinz Bernhard begr��en.

Lass mal, nachher beim Anreiten. Ich kann nicht mit euch kommen.

Du musst. Nat�rlich nicht mit der Kleinen. Die schickst du weg.

Wie hei�t sie denn? Rosemarie.

Wie noch? Prinzessin Oelsen ist sie nicht.

Nitribitt hei�t sie. Ist das ihr 'nom de plume',

um nicht zu sagen 'nom de plumeau'. Sei nicht so giftig.

Der Name stimmt.

(Off) Geh r�ber, sie wird unruhig. Du brauchst gut Wetter.

Hast du noch Platz im Wagen? Nat�rlich.

In einer halben Stunde? Ist gut.

Warum wollte sie dich nicht an ihrem Tisch haben?

Sie wollte allein mit mir reden. Sie dachte, dass ich...

Sie wollte dir ausreden, mich mitzubringen.

Ja, das hei�t... Was tust du jetzt?

Hm?

Ich bin schuld an der bl�den Situation.

Ich hab noch was vergessen. Da kommt ein franz�sischer Industrieller,

den ich unbedingt sprechen muss. Du musst auf das Schloss.

Wie komme ich zur�ck?

Du bist ein Schatz.

Glaube ich nicht. Verstehe ich auch nicht ganz.

Du richtest mir eine Wohnung ein, staffierst mich aus,

dann schickst du mich weg.

Nur zum Schlafen kannst du es billiger haben.

Red nicht so.

Also gut.

Wie komme ich zur�ck? Ich geb dir den Wagen.

Deinen Wagen? Und du? Marga nimmt mich mit.

Okay.

Wann sehe ich dich? Um drei reiten sie an.

Dann mit Fribert... Der Franzose?

Ja. W�rde sagen, so um sieben bei dir?

Mh. Verpetzt sie dich bei deiner Frau?

Marga niemals.

Sie wei� ja gar nichts von uns. Sie wei� alles.

Ist sie verheiratet? Nein, ihr Mann ist gefallen.

Da hat er Gl�ck gehabt. So mag ich dich nicht.

Ich dich auch nicht.

Du musst tanken.

Hier.

* Musik *

(Tankwart) Tag, Esso extra? Nein, Benzin.

(Fribert) Aha.

Kommen Sie bitte, ich m�chte zahlen.

Besten Dank, der Herr.

Danke sch�n.

Wiedersehen. Gute Fahrt! Wiedersehen.

* Musik *

Es w�re bedauerlich gewesen, h�tten wir uns nicht wiedergesehen.

Ich dachte, ich fahre in der falschen Richtung.

Nein, Sie fuhren ganz richtig in meine Richtung.

Wo ist das? Arnoldsheim. Irgendein Dorf.

Zum Reitfest.

Sie sind Franzose. Wieso sprechen Sie so gut Deutsch?

Wieso wissen Sie das alles? Sie werden erwartet und

sie haben ein franz�sisches Nummernschild.

Kommen Sie mit nach Arnoldsheim? Mich erwartet man dort nicht.

Sieht man wie Sie aus, wird man �berall erwartet. Ich lade Sie ein.

Ich kann nicht reiten. Ich hab auch nicht die Absicht.

Wir sehen zu, wie sie st�rzen.

Sie sind kein Franzose.

Bestimmt. Ich bin Lothringer. Ich fahre voran,

sonst laufen Sie wieder weg. Alphonse Fribert.

Ich wei�. Ich hei�e Rosemarie. Enchant�, mon chou.

* Wieherndes Ger�usch *

(Dame 1) Sie sollten auch zu ihm gehen, es tut nicht weh.

Seit ich bei ihm bin... (Dame 2) Daf�r immer nach K�ln.

(Dame 1) Es lohnt sich. Alles Jacketkronen.

Das denkt doch kein Mensch. (D 2) Kein Mensch.

Ihr Mann reitet nicht? (D 1) Er fliegt nach Moskau.

(D2) Wie interessant! (D 1) Schon zum dritten Mal.

Die Russen sind reizend zu ihm.

Er sagt, das einzige, wovor sie Achtung haben,

ist ein deutscher Kapitalist. (D 2) Was Sie nicht sagen!

(D 1) Die Hartog sieht heute fabelhaft aus.

(D 2) Warum heiratet Sie ihren F�rsten nicht?

(D 1) Was denn? Die heiraten. Einen Mann?

( D 2) Nein, keinen Mann. Den F�rsten.

(D 1) Nanu? Wer ist denn das? Die ist aber nicht im Club.

(D 2) Die kommt auch nicht rein.

Oh la, la!

Da sollte man wohl was? (Nakonski) Da m�sste man doch.

(Oelsen) Das ist nicht etwa... (Marga) Ich werde wahnsinnig.

Konrad du hast sie doch? Nein. Ich bringe das in Ordnung.

(O) Lassen Sie mich das machen. Danke.

(O) Willkommen, M. Fribert. Gut herauf gefunden?

Es war nicht schwer. Die Dame hat sich fast verfahren.

Sie kennen sich? Tut mir leid.

F�rst Oelsen, Mademoiselle? Nitribitt.

Klingt wie Sprengstoff. Pardon, haben Sie eine Einladung?

Ich... Ich finde Mademoiselle...

Nitribitt. ...ist so einladend.

Seien Sie nicht so streng.

(Dame 4) Gemsdorf, kennen Sie sie? (G) Nein, Gn�digste.

Man muss Franzose sein, um sich mit einem h�bschen Geschenk einzuf�hren.

Ich hatte nicht vor, sie Ihnen zu schenken.

* Bruster lacht. *

Ich verstehe das nicht.

F�rst, ich w�rde gern Herrn Hartog kennenlernen.

Da steht er ja. Konrad, komm mal. (O) �berlassen Sie das mir.

Pardon.

(O) Das ist M. Fribert. Frau Eilers, Herr Hartog.

Enchant�, Madame. Sehr erfreut.

Ich freue mich sehr. Auf gute Zusammenarbeit.

Ganz meinerseits. (M) Waren Sie nicht in Begleitung?

Ja, ich ahnte nicht, mit welchem Erfolg.

Ich hatte den Eindruck, sie geh�rte zum Club.

Wo hatten Sie den Eindruck? An der Tankstelle.

Pardon!

Ich st�re hier. (O) Darf ich Sie zum Auto begleiten?

Entschuldigung, �berlassen Sie mir die Dame.

(O) Bitte.

Wiederschauen.

Du bist b�se?

Du hast mich in eine unm�gliche Situation gebracht.

Ich lass mich nicht gerne wegschicken.

Du hast gesehen, es ist gar nichts passiert.

Es wei� ja niemand, dass wir... Jeder kennt meinen Wagen.

Wann sehen wir uns? Wei� nicht. Auf Wiedersehen.

Stell den Wagen vors Hotel. Wie du willst.

Aber deine feinen Leute finden, dass ich gut zu ihnen passe.

Ich k�nnte dich mit jedem von ihnen betr�gen.

* Musik *

(M�dchen 1) Bin ich hier richtig? (Horst) Immer.

(M�dchen 2) Das ist doch Ihr Inserat? (Walter) Ja. Aber es kommen noch mehr

(M�dchen 3) Wegen der Stellung. (H) Die ist gut.

(M�dchen Do) Wegen der k�nstlerischen Laufbahn.

(H) Das wird sich gleich zeigen. (Alle) Was sollen wir zeigen?

(H) Alles.

(W) Alles.

* Walter spielt T�ne. * (H) Also.

(W) Nimm doch mal Ma�.

* T�ne *

(H) Taille 60. (W) 60.

(H) Busen 80. (W) Nicht schlecht.

(H) Taille 70. (W) 70.

(H) Busen 90. (W) Na echt.

(H) Taille 60. (W) 60.

(H) Busen 70. (W) Oh weh!

(H) Taille 50. (W) 50.

(H) Busen 100. * Walter pfeift. *

Okay. (M�dchen) Ich bin richtig?

(H) Du bist richtig. Ihr k�nnt gehen.

(M 1) Die kriegt die Stellung. Wieso?

(Do) Busen 100. Das ist doch Schwindel.

Ist doch Attrappe. (H) Wieso ist das nichts?

(M 3) Ihr seid nur neidisch. (Do) Dann zeig es.

(M 3) Nichts werd ich zeigen wegen der Moral.

(W) Was denn? Moral? (H) Die will uns erpressen.

(Do) Also ich habe keine. (H) Schon gut, benimm dich!

(M 3) Dann geh ich, aber meine Moral zeig ich nicht.

(Do) Zicke!

Und was soll ich? (H) Kannst du gehen?

* Musik *

(H) Kannst du tanzen?

(W) Kannst du singen?

# Sag, warum ist es am Rhein so sch�n? #

(Walter) # Ist's an der Ruhr nicht viel sch�ner? #

(W) Was tust du nachts? (H) F�r deine Laufbahn.

(Do) Ich hab ein Zeugnis von einem Herrn.

(W) Das h�ren wir gern. (H) Dort drin ist dein Bett.

(W) Hier schlafen wir. (Do) Wer zahlt die Kassen?

(W) Wir. (Do) Bezahlter Urlaub. Sonntags frei.

(H) Bezahlter f�r uns drei. (Do)Im Urlaub fahre ich nach Spanien.

Sp�ter geh ich zum Film. (W) Bist du bl�d.

(W) Nur zur Industrie. (H) Wie Rosemarie.

Die ist jetzt oben.

(Beide) Hier hat sie geschlafen. (Do) Hier schlafe ich auch.

* Musik *

* Sausen *

Ist Herr Hartog hier? (Kleie) Sie kenn ich doch.

Ist Herr Hartog hier? Nein, er ist nicht hier.

Der ist seit 14 Tagen nicht mehr gekommen.

Ist gut. Soll ich etwas bestellen?

Er soll mich anrufen. Welchen Namen bitte?

Nitribitt.

16 10 28.

Wird ausgerichtet.

Nitribitt.

Nitri-

-bitt.

Rosemarie! Quelle chance! Steigen Sie ein!

Ich dachte, Sie w�rden mal anrufen. Ich war permanent eingeladen.

Die ganze Zeit? Jeden Tag eine andere Fabrik,

ein anderes Festessen, Herr Hartog war unerm�dlich.

Hartog?

Fribert.

In was reisen Sie?

Erstens-

-in Geld. Oh! Und zweitens?

Es ist schon viel am�santer, seit Sie im Wagen sind. Kommen Sie mit.

Sekt, aber nie Champagner.

(Sekret�rin) Ist doch l�ngst klar.

Nein, der Generaldirektor ist nicht zu sprechen.

Die ETT-15 schafft den Termin nicht.

Was ist los?

Die ETT-15 schafft den Termin nicht.

Sie m�ssen es schaffen. Ist mit dem China Gesch�ft gekoppelt.

Sonst k�nnen wir gleich baden gehen. (Sprechf.) M. Fribert mit Begleitung

Danke. M. Fribert mit Begleitung.

Ach, du Heimatland.

Warum holen Sie mich nicht aus dem Wasser?

Meine Uhr ist stehengeblieben. Langsam reinf�hren lassen.

Ist schon da.

* Pl�tschern *

* Bruster prustet. *

M. Fribert, je suis enchant�. Es tut mir leid. Oh Gott!

Auch noch 'ne Dame. Darauf war ich nicht gefasst.

Ganz meinerseits, Herr Bruster.

Sie sehen die europ�ische Bruderhand ausgestreckt.

Etwas weit. Da haben Sie ganz recht.

Aber wenn Sie sich liebensw�rdiger Weise mal umdrehen w�rden.

Damit ich ans Trockene kann.

Ja na so was!

Die Dame vom Reitfest.

Der Engel aus 'm SL.

Ja, die Franzosen!

Immer von Sch�nheit umgeben.

An unseren Schw�chen soll man uns erkennen.

Woran erkennen Sie uns denn? An Ihrer unbegreiflichen T�chtigkeit

Oh, ist ja schrecklich.

Inge!

Rufen Sie Dr. Hergens an. Wir kommen gleich. Den Wagen, bitte!

* Knirschen *

* Musik *

Was machen die mit den Listen? (Dr. Hergens) Urabstimmung.

Wollen die streiken? Warum? Wegen Kinderbeihilfe.

Kann ich auch nicht bei helfen.

* Musik *

* Zischen *

Oh!

Was haben Sie f�r Arbeitszeiten?

In voll automatisierten Abteilungen arbeiten wir durch.

24 Stunden? 24 Stunden!

Wann schlafen die Leute? Wenn sie frei haben, gn�dige Frau.

Bitte, kommen Sie!

(Arbeiter) Komm mal runter! Urabstimmung. Unterschreib mal! Hier!

* Musik *

H�tten Sie noch Zeit, w�rde ich noch die sozialen Einrichtungen zeigen.

Das Betriebsklima ist bei-

-ah, bei uns-

-damit musst ich zufrieden sein.

Zuerst kommt bei uns der Mensch. Ha!

Genau wie bei uns, Herr Bruster. * Bruster lacht. *

Bin ich befugt?

(Dr. Hegers) Bitte hier nicht. Es lohnt sich nicht.

Ich zeige was Interessanteres.

* Beklemmende Musik *

Warum haben Sie das da aufgestellt?

Das ist das Grabmal des unbekannten Arbeiters.

1945 stand hier nichts mehr. Weggepustet von solchen Dingern.

Das war ein Blindg�nger. Sieht aus wie aus Gold.

Ist vergoldet. Amerikanisch?

Selbstverst�ndlich. Herzlicher Gru�, Morgentau. War wohl nichts.

Wir exportieren heute in 92 L�nder. Schnell wie Windhunde,

z�h wie Leder, was? Hart wie Kruppstahl, ich wei�.

Darf ich fotografieren? Selbstverst�ndlich.

Sieht etwas tot aus. Mademoiselle, w�rden Sie?

Tout Paris wird dieses Foto sehen. Aber gern.

Zwei goldige Bomben.

(Arbeiter) Guten Tag, Herr Generaldirektor.

Wie geht's Gesch�ft? Gut. 80% sind f�r Streik.

Na, dann streikt man. Jawohl!

Ein deutsches Wunder.

Vor ein paar Wochen hatte ich noch ein kleines Zimmer.

Wenn's regnete, kam das Wasser durch.

Dann kam das Industrie Wunderkind. Mh.

Aber seit dem Reitfest bleibt er weg. Wenn er ganz wegbleibt?

W�r's dir recht? Willst du seine Rolle einnehmen?

Du siehst gar nicht so aus. So stellst du dir das vor.

Von Zufall zu S�ndenfall.

Was soll ich sonst tun? Bisschen nachdenken,

Methode in deinen Beruf bringen. Tue ich doch.

Ich bin dabei, den Zusammenhang zwischen deinem Bett und

dem Wirtschaftswunder zu erkl�ren, du kn�pfst mir die Jacke auf.

Es ist die falsche Jacke. So ein Mann ist mir nie vorgekommen.

Ich will dich nicht daf�r bezahlen, dass du mit mir schl�fst,

sondern dass du mit anderen schl�fst.

Verstehe ich nicht. Also h�r zu!

Du siehst aus, als h�ttest du alle Anlagen zu einer gro�en Kokotte.

Ungew�hnlich f�r diese Gegend.

Gro�e Kokotten waren bisher franz�sisches Exportmonopol.

Ich k�nnte dich so weit bringen, dass du aussiehst wie eine Dame.

Aus einem Pariser Vorort. Genau das Richtige f�r diese Wunderm�nner.

Ihre Sekret�rinnen sind sie satt,

seit ihre Ehefrauen sich gew�hnt haben. Jetzt bist du an der Reihe.

Du brauchst nur ein bisschen internationalen Lack.

Dann werden diese Herren sich-

-in deinem Bett f�hlen wie gro�e Europ�er.

Sie werden dir erz�hlen, was f�r tolle Burschen sie sind.

In ihren Fabriken nat�rlich.

Und sie werden...

Sie werden reden.

Wollen wir zusammenarbeiten?

Wenn Hartog kommt? Das st�rt nicht.

Da irrst du dich. Gef�hle?

Du kannst ja zwei Wochen warten. Was w�rde f�r mich herausspringen?

Bravo, mein Kind.

Allerlei.

Du kommst hoch. Du verdienst Geld. Was muss ich tun?

Man wird sehen.

Wen kennst du von den Herren, die Hartog immer in Frankfurt besucht?

Vom Isoliermatten Kartell? Isoliermatten Kartell. Das ist gut.

Hartog Stahl, Nakonski Chemie, Bruster Elektronik, ja.

Hat Hartog dir davon erz�hlt? Nein. Die waren auf dem Reitfest.

Besuchen sie dich schon? Du bist der erste hier.

Nach Hartog. Mh.

Aber lassen wir Bruster den zweiten werden.

Er hat ja jetzt deine Adresse.

Hast du das gesehen? Das hab ich gesehen.

Den lass kommen.

Der redet bestimmt im Bett.

Hat Hartog dir diese Kunstwerke geschenkt?

Die habe ich gekauft.

Das geht alles nicht.

Wenn ich dich nicht kennen w�rde und k�me hierher, w�rde ich denken,

50 Mark die Nacht, nicht mehr.

* Klirren *

Noch was? Den Morgenmantel, bitte.

So was bringe ich dir in Zukunft aus Paris mit.

Noch was?

(Alle) # Die Liebe geht auf Reisen und sucht sich einen Herrn.

Und hat sie ihn gefunden, dann geht sie wieder gern.

Die Liebe wohnt zur Miete in einem gro�en Haus.

Da gehen viele Herren hinein und wieder raus.

Ja, die Liebe will bewacht sein,

denn sonst l�uft sie dir davon.

Und wer dabei nicht auf Draht ist, der kommt leicht um seinen Lohn. #

(Horst) Herr, auf ein Wort! Sie sind Kapitalist, ich das Gegenteil.

Mein Vorschlag: Sie zahlen mir 200 Piepen und ersparen sich viel Geld.

(Lacht) Du bist wohl verr�ckt?

(H) Essen 78 11 08.

Ah,

mit meiner Telefonnummer willst du mich erpressen?

Such die einen anderen. Zahlen Sie trotzdem 200.

Rosemarie. Also Sie waren lange weg, da macht die Dummheiten.

Das kr�nkt uns, weil wir wissen, bei Ihnen ist sie in guten H�nden.

Also 200 Eier und ich sag Ihnen, mit wem.

200, dass du das Maul h�ltst. Danke, der Herr.

Ist ja nicht wahr!

Ach, lass!

Spiel kein Theater. Was hei�t das?

Ich habe nie von dir verlangt, dass ich der einzige bin,

aber nur weil ich nicht... Ich habe mit niemandem.

Ich hasse Streit.

F�ngst du an zu l�gen, werden wir streiten.

Es gibt f�r alles Spielregeln. Bist wohl stolz darauf?

Wer hat denn betrogen. Du oder ich? Bin ich verheiratet?

Es stimmt also? Was soll denn stimmen?

Woher kennst du die?

Die? Das wei�t du doch. Mit denen habe ich zwei Jahre gesungen.

Gesungen ist gut. Hast du viel gelernt bei ihnen?

H�? Die k�nnen n�mlich auch erpressen.

Diese Schw...

Also kann ich auch erpressen, wirst du doch sagen. Logisch.

Du kannst zu viel.

Dich kann ich mir nicht mehr leisten. Ich will es auch nicht.

Du tr�gst schon ein neues Neglig� aus Paris.

Ach! Du willst wirklich weg.

So-

-auf deine feine Art.

Aber vielleicht hast du recht, vielleicht bin ich nicht fein.

Vielleicht kann ich wirklich erpressen. Nur-

-bei dir w�r mir nie der Gedanke gekommen. Ich schw�r's.

Aber-

-wenn du Angst hast, kannst du ja vorbeugen.

Schenk mir deinen Wagen!

Was?

Meinen Wagen? Ja.

Du hast gesagt, du schenkst ihn mir, wenn du dir einen neuen kaufst.

Er ist so gut wie neu. Es gibt keinen Grund f�r einen neuen.

Doch.

Es gibt einen Grund.

Du willst weg von mir. Ich muss dir doch was wert sein.

Ich kann dich ja nicht festbinden. Dich ekelt's ja.

Also gut.

Ich krieg ihn. Nein, nicht den Wagen.

Das Geld f�r einen neuen. Ich schick's dir morgen.

Ich glaub sogar, dass das Geld morgen kommt. Komisch ne?

Ich w�rde so gerne sagen, ich habe 18.000 bekommen.

F�r einmal.

* Musik *

* T�re knallt zu. *

Bl�der Mensch.

Den! Wie bitte wen?

Den kauf ich mir. Sofort und in bar?

Ganz recht. Sofort und in bar. Bitte!

Hast du etwa? Hartogs Abschiedsgeschenk.

Der Abschied fiel ihm sichtlich schwer.

Glaubst du, du bekommst den Wagen sofort,

weil du 18.000 hinlegen kannst?

Die Lieferfrist wird nicht k�rzer.

Warum kaufst du dir nicht einen Ausl�nder, der erh�ht den Nimbus.

Ich fange lieber klein an.

Au�erdem passt die Farbe zu meinem Kleid. Ich will den sofort. Komm!

Geh lieber allein. Erstens bekommst du ihn nicht,

zweitens m�sstest du in meiner Gegenwart mit Scheck bezahlen.

Ich krieg ihn, verlass dich drauf. Bargeld nehmen die auch.

* Musik *

* Sie hupt. *

Na? Der Wagen steht dir ausgezeichnet.

Gratuliere. Danke.

Ich schenk dir auch was. Was ist das?

Ein Tonbandger�t. Was soll ich damit?

Lernen, wie man es handhabt. Und hier.

Eine Kleinstbildkamera.

Fotografiert besonders gut Schriftsachen und Herren im Bett.

Ziehst du nun in ein Appartement,

wird sich dein Eintritt in die gute Gesellschaft nicht aufhalten lassen.

Wir werden inserieren. Das hab ich schon getan.

Auf deine Kosten. Ach, voreilig, aber gut.

Bitte!

* Knistern *

(Do) Nur aus Privathand, ganz erste Kraft, Abitur ist Bedingung.

Liebe entscheidet.

(Off) Mit eigenem Wagen, Franz�sisch perfekt.

Liebe entscheidet. (Horst) Starmannequin-

-sucht Appartement, Hochhaus zentral, Kennwort Rebecca an unsere Zeitung.

(Do) M�sste man sein, sollte man werden.

Starmannequin.

Das Leben ein Traum.

* Quietschen *

* Walter pfeift. *

(W) Hey!

(H) Was ist dir auf 'en Kopf gefallen?

Was habt ihr eigentlich gedacht?

F�r lumpige 200 Mark das sch�ne Gesch�ft kaputt machen!

Scheint nicht kaputt zu sein. Daf�r kannst du aber nichts.

Ich habe alle meine Freunde vor euch gewarnt.

Beim n�chsten Erpressungsversuch gibt's Polizei.

Das wirst du dir doch �berlegen. Ach, du kannst mitkommen.

Kriegst ein paar alte Klamotten von mir.

Geh doch mit der Tante mit.

(W u. H) # F�hrst Du 'nen neuen Wagen, fahr 'n wir im Geiste mit-

-und folgen deinen Spuren im gleichen Schritt und Tritt. #

* Musik *

# Wer heute noch zu Fu� geht, hat einen schweren Stand,

kommt leicht unter die R�der im Wirtschaftswunderland. #

Ist Ihnen etwas passiert? (Student) Ich glaube nicht.

Hier haben Sie Schmerzensgeld.

Und hier-

-ist meine Karte, falls Sie sich innerlich verletzt haben sollten.

Habe leider keine Zeit.

(H u. W) # Ja das Leben ist schon grausam,

will nur Sattheit, Gl�ck und Gold.

Und die allerh�chsten Werte werden davon �berrollt. #

* Musik *

(Off) Du wolltest mir doch von deiner Fabrik erz�hlen.

Parlez-vous fran�ais? Kannst du Franz�sisch?

L'usage de cabinet pendant l'arr�t de train est interdit.

Wei�t du, was das hei�t?

Geh nicht auf 'n Lokus, wenn der Zug h�lt.

Ist Lateinisch. Lokus ist Lateinisch,

feines Wort, aber wirkt nicht fein. Du solltest Franz�sisch lernen.

Ich denke, alle Franzosen sprechen Deutsch.

Wie kommst du darauf?

Der echte Franzose spricht Franz�sisch, sonst nichts.

Meine Frau kann nicht mal Deutsch.

Sie denkt, jetzt sind wir reich, jetzt reicht's.

Ich hab einen Artikel gelesen.

Der F�hrungschef, das Leitbild seiner Angestellten. Nicht dumm.

Ja, Geld verpflichtet.

Hast du was zum Lesen da? Willst du jetzt lesen?

* Er lacht. *

* Es klingelt. * (v. Killenschiff) Wer kann das sein?

Das ist nebenan. * Er seufzt. *

Ich wollte sagen,

es ist ein schrecklicher Prozess, diese Verb�rgerlichung meiner Frau.

Dabei waren wir eines der �ltesten Adelsgeschlechter Europas.

Ich finde nur noch Trost in der Arbeit.

* Ratschen *

Du ziehst den Wecker auf? Ja, selbstredend.

(Nakonski) Erst Isoliermaterial f�r ungeheure Hitze und

dann wird alles ge�ndert. Pl�tzlich muss es Material sein,

das 250 Grad Au�enk�lte gegen 50 Grad W�rme im Inneren isoliert.

Immer was Neues, was Schwierigeres.

Kommst abends nach Hause, bist fertig, dann sagt deine Frau:

Franz-Josef, sagt sie, du siehst ja so m�de aus.

Die mitleidige Tour hasse ich. Willst du hier schlafen?

Kann ich denn das?

Was hab ich denn gesagt, wo ich bin?

Bitte, gib mir mein Notizbuch.

(G�hnt) Die andere Seite.

Von mir aus kannst du bleiben. Danke sch�n.

Ah ja, ich bin in Bonn.

Sitzung im Wirtschaftsministerium. Da kann ich bleiben.

Leg dich hin, du bist ein ganz M�der.

Na h�r mal! Doch, du siehst ganz m�de aus.

Wie du das so sagst.

Das geht einem direkt ins Herz. * Er seufzt. *

* Seufzer *

Fermez la porte. Schlie�en Sie die T�r.

La fen�tre.

Das Fenster.

(Walter) # Es gibt ein Haus in unserer Stadt,

da brennt jede Nacht noch das Licht. #

(Horst) # Doch wenn die Morgend�mmerung naht,

auch dann verl�scht es nicht. #

(Do) # Was nachts sich hinter'm Fenster tut,

das wissen viele Herrn. #

(Walter) # Doch was der Morgen von ihnen wei�,

(Horst) das h�tten sie sicher nicht gern. #

(Alle) # Und da liegt nun das M�dchen-

-Rosemarie.

Und es lauscht einer seltsamen Melodie. #

(Mann off) Meine Frau ist stehengeblieben wie eine Uhr,

die man vergessen hat aufzuziehen.

Du erinnerst mich an meine erste Liebe.

Sie hatte auch so sch�ne Beine.

Das Gesch�ft macht mich fertig.

Meine Frau will nur Geld.

Ich schwimme in einem Meer von Einsamkeit.

Du siehst aus wie ein Engel. Du blonder Teufel.

Du wirkst auf mich wie 'n Rassepferd.

Auf dich w�rde ich setzen.

(Rechard) Industriespionage nennt man das, meine Herren.

Industriespionage.

Hier! Hier und hier! Da fehlt kein Name, Sie sind alle genannt.

Die Kampagne hat in der franz�sischen Presse am 8. begonnen.

Seit dem 5. ist Fribert wieder in Frankfurt. Zufall.

Schreien Sie nicht, Rechard.

Ich nehme Ihnen ab, was sie sonst noch sagen wollen.

Oder will jemand was sagen? Vielleicht Herr Nakonski?

Oder du, Willi?

Baron Killenschiff? Herr Schmidt?

Wolldog, Germsdorf, Kahlenfeld?

Das w�ren wohl alle von hier.

Oder kennt noch jemand das Appartement Stiftsstr. 36 von innen?

Du zum Beispiel.

Du irrst, ich kannte nur die Wohnung Rautenstr. 2.

Trotzdem f�hle ich mich mitschuldig.

Soweit der Ausdruck schuldig hier in Frage kommt.

(Rechard) Er kommt in Frage. Deshalb k�nnen Sie-

-�ber mich verf�gen, wenn's noch was zu retten gibt.

(R) Politisch ist diese Sache nat�rlich im Eimer.

Wirtschaftlich wahrscheinlich dito.

Die Tonb�nder der Nitribitt werden f�r Sie auch privat keine Freude sein

Sie sollten sie in Ihren Besitz bringen.

Ich will es versuchen.

Ich m�chte...

(R) Sie brauchen sich nicht rechtfertigen.

Ich m�chte unter diesen Umst�nden fragen,

ob es noch angebracht erscheint,

morgen mein Gartenfest stattfinden zu lassen.

Auch Fribert ist eingeladen. (R) Was meinen Sie, Hartog?

Es w�re t�richt, es abzusagen. Das wollte ich nur wissen.

Sag, was du willst und ich tu, was ich will. Ich gehe auf das Fest.

Warum? Soll ich's dir erkl�ren?

Du willst dorthin, seit du wei�t, dass Hartog hinkommt. Und seine Frau

Du bist immer noch beleidigt, dass er dich verlassen hat.

Jetzt willst du's ihm heimzahlen. Stimmt's?

Und ich gehe doch hin.

Du gehst ganz woanders hin.

Du f�hrst jetzt mit deinen Tonb�ndern nach Wiesbaden.

In der Halle des Kurhotels nimmt sie dir ein Herr ab.

Kennwort Rebecca. Mein Kennwort? Bist du verr�ckt?

Was f�llt dir ein? Dein Kennwort.

Salut!

(Portier) Die Einladung, gn�dige Frau?

* Musik *

(Frau) Zur Kirschbl�te in Japan sollten Sie auch mal fahren.

Solange noch nicht Kreti und Pleti auf die Idee kommen.

Wenn wir Kreti und Pleti nicht sehen wollen, bleiben wir zu Hause.

Ja, Willi.

Oh! Ich glaube, wir m�ssen nachsehen, was die drau�en machen.

(Dame) Das ist doch nicht wahr!

* Musik *

(v. Killenschiff) Ich finde es unglaublich.

Wie soll ich sie rauskriegen? Wo sie den Mut hernimmt?

(Marga) Deine Kleine ist gar nicht mehr so klein.

Das ist nicht meine Kleine. Sie hat mir gesagt, dass sie kommt.

Ja, ich hab sie angerufen.

Guten Abend.

Guten Abend.

Unterh�ltst du dich nicht mit mir, werde ich ganz laut. Willi,

wie geht es dir? Was willst du hier?

Nichts. Mich am�sieren. Deine Feste sind ja ber�hmt.

Ich muss sagen, alle Achtung.

Du siehst fabelhaft aus. Jetzt traust du dich, mich anzusehen

Kopf hoch, Willi!

Pssst!

(Laut) Jetzt m�chte ich sehen, ob du wirklich ein guter T�nzer bist.

* Tanzmusik *

(Ober) Etwas G�nseleberpastete? Krabbensalat oder Aal?

(Oelsen) Wollen Sie mich t�ten?

Sie sind ein bisschen dick f�r mich, aber sonst...

Ach, du tanzt herrlich. (Lacht) Pssst!

Ach was! Die sollen mich hier... am Abend besuchen.

Tun sie doch auch.

(Frau Bruster) Willi! Ja, Mama.

Komm mal! Ja.

Ich komme bestimmt wieder. M. Fribert.

Darf ich Sie bitten.

Du bist nicht in Wiesbaden? Nein.

Wo sind die B�nder? Weg.

Das ist schlecht. F�r dich.

Willst du drohen? Ich lass mich nicht rumkommandieren.

Du bist d�mmer als eine Gans, die hat Angst vorm Donner.

Aber du h�rst das Gewitter gar nicht.

Schlechte Ohren. Waschen!

* Musik *

Ich h�tte gerne einen Whisky. Sofort, gn�dige Frau.

Bitte!

Danke.

(Frau Hartog) Bezauberndes Kleid. Danke sch�n.

Es ist aus Paris. Entschuldigung.

Banar? Dior.

Ich bitte dich, ihn von dieser Person zu befreien.

Aber was kann ich tun?

Bitte sie um einen Tanz.

Pardon, ich wollte Sie zu einem Tanz bitten.

Bitte.

Sie wollen doch gar nicht mit mir tanzen.

(O) Gewiss nicht, ich m�chte nur keinen Skandal.

Keine Angst, es gibt keinen. Ich kenne hier jeden.

Es traut sich keiner. Passen Sie auf!

Guten Abend.

(von Killenschiff) Guten Abend.

Bist du verr�ckt? Wenn du nicht mit mir tanzt,

sage ich laut, Ottokar, schl�fst du mit mir?

(Dame) Impertinent.

* Tanzmusik *

(Frau Nakonski) Ach Kinder, diese Hitze hier!

Diese dumme Korsage.

Und diese langweiligen M�nner.

Wenn mich nicht gleich einer k�sst, spring ich ins Wasser.

(N) Mach mir keine Hoffnungen, Sch�tzchen.

1000 Mark.

F�r notleidende Dichter und Denker, gn�dige Frau, wenn Sie springen.

(Dame) F�r wohlt�tige Zwecke springe ich.

Na bitte!

F�r wohlt�tige Zwecke.

Ja.

* Kreischen *

(Nakonski) Spring du doch auch!

1000 Mark f�r die notleidenden Dingsda!

(Frau) Na bitte! (N) Platz f�r meine Frau!

* Sie schreit. *

* Gel�chter *

* Kreischen *

(Off) Die kann doch gar nicht schwimmen!

(Ober) Gestatten!

* Kreischen *

Sehr lustig, Ihre Gesellschaft!

(Oelsen) Das haben wir f�r Sie arrangiert,

damit Sie sich nicht so deplatziert vorkommen.

(Frau Hartog) Ist das wirklich lustig?

(O) Neudeutsche Heiterkeit. Sie tun, was sie k�nnen.

(Ober) Ich bin so frei.

* Musik *

Meinst du mich?

Mh.

Wer bringt dich nach Hause? Ich mich selbst.

Sicher, dass du keine Dummheiten machst?

Wenn du auf mich aufpasst. Ich muss dich morgen sprechen.

Fehlt es dir heute noch an Mut? Wir haben morgen Sitzung.

Es m�sste zeitig sein. Um 9? Bei mir, aber nicht mehr Rautenstr.

Ich wei�.

Willst du mir einen Gefallen tun? Ja.

Halte Fribert 'ne Weile auf. * Lachen *

Ich glaube, das tut schon die Gesellschaft.

* Musik *

(Alle) # So viele sch�ne Sachen sind hinter Glas zu sehen.

Wir w�ren ja von gestern, wenn wir das Ding nicht drehen. #

(Do) # Man schenkt dir nichts im Leben, drum zaub're dir's herbei.

Schon naht, um dir zu helfen, dein Freund, die Polizei. #

(Pol) Was wollen Sie damit sagen?

(Do) # Jeder wartet auf das Wunder,

wartet auf das gro�e Los. #

(Pol) Keine Beamtenbestechung, mein Kind.

# Aber nur wenn du auf Draht bist,

f�llt das Gl�ck dir in den Scho�.

(Off) Die Talente haben Bedeutung,

ja, die wachsen �ber Nacht. #

(Pol) Nun hau schon ab! (Do) Machen wir.

# Denn die erste Morgenr�te hat schon manchen-

-reich gemacht. #

* Musik *

* Walter trompetet. *

(Fahrer) Ja, immer auf die Halbstarken, was?

* Er pfeift. *

Kommt, den schaffen wir aufs Revier, sonst macht er noch Dummheiten!

(Student) Die aber entschlossen sind, reich zu werden geraten in Versuchung

Und in viele sch�dliche Begierden,

die die Menschen ins Verderben st�rzen und zugrunde richten.

Der W�chter! Die Stimme der frommen Vernunft!

(Off) Der W�chter! Die Stimme der frommen Vernunft.

* Musik *

(Mann) Meinen Sie uns? Nein, nein.

Wollen Sie sich Geld verdienen? (Stud) Ehrlich gern.

Steigen Sie ein!

* Musik *

K�nnten Sie was mitnehmen und aufheben,

bis ich sage, Sie sollen es wieder mitbringen?

(Student) Nat�rlich.

Wo wohnen Sie, bitte?

Mainzer Str. 4, bei Dollinger.

Drei Treppen. Wie hei�en Sie?

Ach, ich hab mich noch nicht vorgestellt. Runge.

Michael Runge.

Gut. Wann soll ich wiederkommen?

Ich schreibe Ihnen.

Sagen Sie bitte. Ja?

Ist das...

Ist das wahr, was man von Ihnen sagt? Wer sagt was?

Machen Sie mir das Kleid auf, bitte. Ja.

Ich kenn' diese Leute nicht. Ich kenn' sie auch nicht.

Wir sind davon �berzeugt,

dass das J�ngste Gericht noch in unsere Lebenszeit f�llt.

Sie sollten auch davon �berzeugt sein.

Ja und wozu w�re das gut?

Dann w�rden Sie aufh�ren,

dieses Leben zu f�hren.

Was wissen Sie denn davon?

Ich wei� es.

Sie leben wie viele, wie die meisten. Ohne Bedenken, ohne Ma�.

Was sind Sie von Beruf? Student.

K�nnen Sie Sprachen? Ich kann Griechisch und Latein.

Und Franz�sisch.

K�nnten Sie mir Sprachunterricht geben? Ich bezahle.

Gern.

Wir... wir k�nnen zusammen das Markus Evangelium �bersetzen.

Das ist das leichteste. Sprachlich. Was?

Sie wollen doch Unterricht. Ja.

Ja, aber jetzt m�ssen Sie gehen.

Ja.

* Klacken *

Der W�chter. Die Stimme der frommen Vernunft.

So vern�nftig sieht das gar nicht aus.

Danke. Die Dame ist bereits darauf abonniert.

Damit du nicht noch mal davonlaufen kannst, bleibe ich heute hier.

Freundschaftsdienst. Einer muss aufpassen,

dass du keine Dummheiten machst.

Einer passt schon auf. Hartog ist ein Romantiker.

Und wie lange hast du die Absicht zu bleiben?

Das h�ngt von dir ab.

Wo sind die B�nder? Weg.

Deins auch.

Was hei�t das? Mh.

Ich dachte, ich k�nnte auch einmal ein Band von dir brauchen.

Du warst schlie�lich nicht umsonst mein Lehrer.

Mein Kompliment.

Du bist �ber alle hinausgewachsen. Sogar �ber dich selbst.

Aber gib acht!

Da, wo du jetzt gehst, ist es glatt.

Spiegelglatt.

* Stra�enl�rm *

Wei�t du, warum ich auf das Fest kam? Ich wollte dich wiedersehen.

Auch wenn du nicht angerufen h�ttest, w�re ich gegangen.

Aber ich h�tte nicht angerufen ohne die B�ndern.

Nie wieder?

Wie du mir gestern Feuer gegeben hast, hast du gezittert.

Fribert verschwindet wieder.

Seinetwegen bist du weg. Inzwischen gibt es viele Friberts.

Wo sich zwei M�nner treffen, da reden sie von dir.

Das muss nicht so bleiben, du kannst es �ndern.

Au�er den 100.000 f�r die B�nder,

bin ich bereit dir eine Reise zu zahlen.

Verschwinde aus Frankfurt f�r ein paar Wochen.

Du kannst leben wie 'ne reiche Frau. Wenn ich zur�ckkomme?

So geht das alles nicht.

Ich brauche euer Geld nicht, habe genug verdient.

Was willst du also?

Dich.

Du brauchst nur zur�ckzukommen. Wie meinst du das?

L�sst du dich scheiden?

Lass dir von Fribert sagen, dass es so nicht geht.

Mir glaubst du ja nicht.

�berleg dir's noch mal.

* Sausen der Dreht�r *

(Marga off) Hallo.

(Oelsen) Guten Morgen. (Frau Hartog) Guten Morgen.

(M) Wo ist Konrad?

(Frau H) Er hat einen Anruf bekommen. (O) Entschuldigung.

(Frau H) Er hat das Hotel verlassen. (M) War eine Frau am Telefon?

(Frau H) Mh.

(M) H�chste Zeit jetzt.

Wir sehen uns zum Mittagessen? (Frau H) Mh.

* Sausen *

(Kleie) Stiftstr. 36.

* Leises Klirren *

* Pl�tschern *

* Es klingelt. *

Es hat geklingelt.

Wenn es ein Polizist ist, sei nett zu ihm.

* Klingeln *

Bitte?

(Marga) Ich suche meinen Bruder bei Ihnen.

Sie haben sich doch eben mit ihm getroffen.

Er ist nicht bei mir.

Ich komme nicht wegen der Tonb�nder.

Die Blamage der Herren interessiert mich nicht.

Das nationale Interesse, von dem Sie reden, ist Bl�dsinn.

Ich komme, um Ihnen zu sagen,

dass wir uns nicht von Ihnen erpressen lassen werden.

Wir. Damit meine ich die Hartogs.

Konrad Hartog heiratet die Hure Rosemarie Nitribitt-

-im Staatsinteresse. Eine sch�ne Schlagzeile.

Ich w�re nicht die erste, die einen Generaldirektor heiratet.

Warum heiraten Sie nicht Ihren Zuh�lter, Herrn Fribert.

Das Gesch�ft hat doch gut floriert. Bin ihm nicht mehr fein genug.

Er macht ein Bordell auf mit Damen der hohen Gesellschaft.

Pardon, meine Damen. Ich bin etwas befangen,

wenn ich mir anh�ren muss, was Sie f�r meine Zukunft planen.

Ich habe Sie noch nirgends so gern gesehen wie gerade hier.

Monsieur Fribert.

Ihre Freunde, Madame,

waren hier am aufgeschlossensten.

Ich gebe dir bis morgen Zeit.

Bis dahin wirst du zwar Hartog nicht geheiratet haben,

aber bis dahin wirst du mir die B�nder geben, nicht wahr?

In deinem eigensten Interesse.

* Telefonklingeln *

Ja.

Ach, du!

20 plus 10 hast du bekommen.

Du wirst die 30.000 schnell herschaffen,

sonst gehst du hinter Gitter.

Ah!

Das ist mir egal.

Sonst? Sonst kannst du dich aufh�ngen.

Nanu?

Hast du etwa falsch investiert?

* Sausen *

* T�ne *

* Sausen der Dreht�r *

(Kleie) Oh! Denen hat es aber das Korn verhagelt.

Wohin gehen sie? (Page) In die Rialto Bar.

(S�ngerin) # Die Langeweile-

-hat in der Nacht viele Gesichter.

Sitzt auf dem Hocker der Bar m�de neben dir.

Die Langeweile-

-im Glanz der glei�enden Lichter-

-segelt mit dir als blinder Passagier. #

Ich habe Ihnen was mitgegeben. Wo ist das?

(Student) Bei mir. Ich hab's in meinem Kleiderschrank eingeschlossen.

Da ist noch sehr viel Platz.

Wissen Sie, was in der Tasche ist? Nein, ich hab nicht hineingesehen.

Ist das wahr? Ich sollte es doch nur aufheben.

Sie interessieren sich wohl f�r gar nichts?

Doch.

Doch, sonst w�re ich gestern nicht zu Ihnen gekommen.

Ja, aber davon haben Sie doch nichts.

Wie wissen Sie das? Es bringt Ihnen nichts ein.

* Telefonklingeln *

Ja, bitte.

Er hat mich schon angerufen.

Noch heute Nacht? Was geht mich euer Kartell an?

Du bist auch in der Rialto Bar.

Ihr seid alle dort.

* Knallen *

Was haben Sie gesagt? Ich?

Sie. Sie haben gesagt, es bringt mir nichts ein, wenn ich-

-wenn ich hier bei Ihnen sitze, aber das ist ein Irrtum.

Sie sehen eigentlich ganz gut aus.

Sie wollten mich etwas fragen. Ja, aber es hat keinen Zweck.

* Telefonklingeln *

* Klingeln *

Ja, bitte.

Ach! Sieh mal einer an!

Wie ihr pl�tzlich alle besorgt seid um mich.

Warum? Weil ihr Angst habt, aber ich habe keine Angst!

Ist nicht wahr. Ich hab auch Angst.

Warum haben Sie Angst?

Ich m�chte Ihnen gerne helfen.

Ich halt's hier nicht mehr aus.

Ich muss sehen, was die machen.

(S�ngerin) # Die Langeweile-

-hat in der Nacht viele Augen.

Doch all die Augen sind-

-tot und blind. #

* Musik *

Ich erfuhr im Hotel, wo Sie sind.

Was ich Ihnen zu sagen habe, erschien mir wichtig genug,

hierher zu kommen. Die Objekte,

in deren Besitz Sie zu gelangen versuchen, habe ich nicht.

H�tte ich sie, so w�ren sie bereits in Ihrem Besitz.

Ich danke Ihnen.

* Musik *

* Beifall *

* Tanzmusik *

(Marga) Ja, geh doch. Wenn's dir Spa� macht.

(Nakonski) Danke sch�n.

Komm!

Cognac!

Danke sch�n.

(Student) Wenn der Zorn des Herrn aufsteigt wider dich,

verlasse deinen Ort nicht,

denn Nachgiebigkeit beschwichtigt gro�es Vergehen.

Prost! (N) Ich muss dich unbedingt sprechen.

Prost!

Bei mir zu Hause.

Wir k�nnen uns �ber jeden Preis unterhalten.

Prost! Wenn du was willst, nur bei mir zu Hause.

Bitte, kennen Sie diese Herren?

Ich kenne alle Herren.

Sie erlauben?

Ja, bitte.

* Tanzmusik *

Betrinkst du dich, um klarer zu sehen?

Du solltest ihr Geld nehmen und mir die B�nder geben.

Provozier nicht die Gesellschaft,

das kannst du dir nicht leisten, du bist ihr Produkt.

Diese miese Bagage? Sie sind st�rker als du.

Gehst du zu weit, werfen sie dich in die Gosse zur�ck,

wo du herkommst.

Du steckst ja auch drin. Pardon. Ich bin die Gesellschaft.

Mein Auftrag hier ist erledigt.

Bis auf die B�nder, die du mir heute Nacht geben wirst.

Das m�chtest du gerne.

Du widerlicher.

Pardon. Hey.

Die-

-kommen alle heute Nacht zu mir.

Und du?

Niemand l�sst sich gerne ruinieren. Bevor es dazu kommt,

werden alle versuchen, es zu verhindern.

Du kannst es verhindern.

Ich garantiere f�r nochmals 100.000. Deinetwegen.

Das will ich nicht h�ren.

Was bietest du sonst? 100.000.

Das kann nicht dein letztes Wort sein.

Doch.

Das ist es.

(Band) # Sie hat so viel Talent zur Liebe und

bisschen, bisschen k�ssen, k�ssen kann sie auch. #

Was guckst du mich eigentlich so an?

Hast du schon mal gelacht?

�ber wen? �ber Sie?

�ber mich?

Nimm doch diese schreckliche Brille ab!

So siehst du gleich viel h�bscher aus.

# Wer sie kennt, der bewundert ihr Talent. #

Komm, wir tanzen. Nein, nein.

Ich kann nicht tanzen. Du willst mich doch retten,

also musst du mit mir tanzen.

(Betrunken) # Ich hab so viel Talent zur Liebe und

k�ssen, k�ssen, k�ssen kann ich auch.

Wenn ich verletze, wenn ich verliebe,

dann langt es nicht nur f�r den Hausgebrauch.

Nicht alle haben-

-besondere Gaben,

wie man die M�nner gl�cklich macht. #

* Nicht zu verstehen. *

* Sie weint. *

Sie...

Sie haben etwas zu schnell getrunken. Ja.

Es scheint so.

Sind ja alle weg.

Stehen sicher alle bei mir zu Hause Schlange.

Ich muss heim. Gehen Sie jetzt nicht, bitte!

* Beklemmender Ton *

* Musik von drinnen *

(Walter) Na, wie macht sich unsere Kleine?

(W) Du bleibst. Du bist nicht der richtige Kunde f�r unsere Rosemarie.

Du hast es nur hier, aber nicht hier.

(Horst) Ein Schei�er, der die Welt verbessern will. Entziehst uns...

(W)...die Existenzgrundlage. (H) Und wovon sollen wir leben?

(Student) Von euren guten Taten.

(H) Wenn du davon lebst, lebst du aber nicht gut.

(S) Lebt ihr besser?

(W) Leben wir besser?

(H) Der Junge hat recht. Wir m�ssen mal wieder einen...

(Marga) Ich bleibe hinter dir stehen. Und wenn's die ganze Nacht dauert.

Wenn du durchaus Dummheiten machen willst,

vielleicht kann ich sie dir abnehmen.

* Beklemmender Ton *

* Melancholische Musik *

* Schuhe klackern. *

* Spannende Musik *

* Sausen *

* Klacken *

* Klirren *

* T�ne *

(Schreit) Hilfe!

* Sausen *

(Walter u. Horst) # Keine Tr�nen-

-und kein Abschied.

Fr�h am Morgen weht ein k�hler Wind. #

* Musik *

# Doch wer von den Herrn sie besessen,

wird sie lange-

-nicht vergessen. #

* Musik und Pfeifen *

* Melancholische Melodie *

* Sausen *

(Kleie) Ich verstehe es nicht. Er ist ein sehr guter Mann.

Ja, Madam, ja.

Es tut mir sehr leid, aber es ist nicht meine Schuld.

Sicher, sicher.

Nanu! Sicher, Madam!

Was soll denn das?

REZEPTION PALAST HOTEL

(M�dchen) Haben Sie Feuer? (K) Sie sind hier falsch.

(M�dchen) Ich warte auf jemand.

(Kleie) Sie d�rfen nicht mal vor dem Hotel warten. Bitte!

* Sausen *

Untertitel-Studio Rhein-Main OMNIMAGO GmbH 2019

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