All language subtitles for 1967_Die 25. Stunde.deu

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Original subtitles

als Johann

als Susanna

DIE 25. STUNDE

*Gackernde Gänse*

15. März 1939 Irgendwo in Rumänien

*Ein Männerchor summt*

(Parrain): Lasst mich durch.

Ohne mich fällt die Taufe aus.

Bitte, lasst mich durch.

Ich bin der Pate.

(Pater Koruga): Vater unser, der du bist im Himmel.

Geheiligt werde Dein Name ...

*Entferntes Flüstern*

(Pater Koruga): Dein Wille geschehe ...

Unser täglich Brot gib uns heute.

(Parrain): Tut mir leid, dass ich so spät komme.

(Pater Koruga): Du bist viel zu laut.

Auch wir vergeben unsern Schuldigern.

Und führ uns nicht in Versuchung.

Erlöse und von dem Übel, Amen.

Gib mir das Kind.

*Schreiendes Baby*

Was braucht dieses Kind?

*Er flüstert* (Parrain): Hä?

Glaube, Hoffnung und die Taufe! Glaube, Hoffnung und die Taufe.

*Schreiendes Baby*

*Die Glocken läuten*

Hey!

*Heitere Orchestermusik*

*Entferntes Anfeuern*

*Traditioneller Gesang*

Hey, hey!

*Traditioneller Gesang*

*Melancholische Geigenmusik*

(Frau Koruga): Freundliche Musik.

Die Babys schlafen dann und die Kühe geben mehr Milch.

(Parrain): Ich möchte dir das von heute Morgen erklären. Was?

Du weißt, wie froh es mich macht, dass ich Pate bin.

Du bist nur ein halber Pate,

weil du nur die halbe Feier mitgemacht hast.

Ich muss dir was Wichtiges sagen.

Gestern hat Damian mir einen Posten gegeben.

Auf seinem Schiff, als Heizer. Gut.

In 27 Tagen werde ich in New York sein.

Ja.

Ich weiß, es macht keinen guten Eindruck.

Ein schöner Pate, der die Heimat verlässt.

Aber ich bleibe nicht lange weg.

Ich werde viel Geld verdienen.

Dann komm ich zurück nach Montana.

Ich kaufe mir vom besten Boden ein schönes Stück.

Johann? Was? Du bist mir nicht böse?

Warum sollte ich? Mein Sohn wird einen reichen Paten haben.

Was für einen Namen hat dein Schiff? Warum?

Weil ich von ihm träumen werde.

Es ist die Danube.

Die Danube.

Auf die Danube.

Ich wäre beinahe drüben in Amerika. Ja?

Ich nahm mein Erspartes,

eine Schiffskarte nach San Francisco,

dann "lebt wohl, Freunde", mein Koffer war gepackt.

Na und? Warum bist du nicht gefahren?

Meine Frau wollte nicht aufhören zu weinen.

Also hab ich sie hier geheiratet.

Weißt du was? Was?

Ich bin froh.

Verstehst du?

*Fröhliche Orchestermusik*

*Freudiges Lachen*

*Gemeinsames Anfeuern*

*Entfernte freudige Stimmen*

(Trajan): Susanna.

Wie schön.

Ich freue mich sehr, dass Sie gekommen sind.

Wir hätten uns das Ereignis nicht entgehen lassen können.

(Nora): Das für seinen Vater und Mutter. Kommen Sie rein.

(Trajan): Pater, ihr Sohn ist da.

(Pater Koruga): Willkommen, Nora.

Trajan. Vater.

(Frau Koruga): Meine liebe Nora.

Das ist für dich, Mutter.

(Nora): Wo habt ihr euren Sohn versteckt?

Er ist drin. Er schläft so gern, wie sein Vater.

Wann schlafe ich? Du verschläfst doch den Weltuntergang.

*Baby schreit* Er ist wach.

*Eine Rede läuft im Radio+

*Schüsse im Radio*

Stell das bitte leiser.

(Pater Koruga): Wir lassen's noch.

Wer ist das? Adolf Hitler.

Was für eine Stimme.

Er könnte mein totes Pferd aufwecken.

*Jubel im Radio*

*Rede im Radio*

(Pater Koruga): Warum spricht er da?

Die Deutschen haben die Tschechoslowakei besetzt.

Ist das gut für Rumänien? (Nora): Nein.

Das ist für kein Volk gut.

Wollen sie ihm nie in den Arm fallen?

Wir müssen das. Aber wie denn?

Bitte, Nora.

(Pater): Arbeitest du an einem neuen Roman? Nein.

Warum nicht?

Das ist keine Zeit für Romane.

Alles, was wir zu tun gehalten sind, hat seine Zeit.

Und so ist es.

Ein Sturm kommt auf uns zu.

Ich habe zu berichten, wohin er uns weht.

Dich und mich und Johann, uns alle.

(Frau Koruga): Welchen Titel würde es haben?

Die Titel ergeben sich von selbst.

Du arbeitest unermüdlich.

Aber der Tag hat nur 24 Stunden. Verwende sie gut.

Sie sind schon vergeudet.

Dies ist die 25. Stunde.

Wer weiß, wer von uns sie überleben wird.

*Freudige Orchestermusik*

(Dobresco): Grüß dich, Susanna.

Dein Mann schafft es nicht, euer Haus fertig zu bauen.

Er schafft alles, was er anfängt.

Wie du sehen kannst. Wo ist dein Hengst jetzt?

Mein Mann ist in der Mühle.

Diesmal mahlt er für die Stute.

Bist du eifersüchtig?

Auf einen Bauern?

Ich kriege jede Frau, die ich haben will.

Außer mir. Hör mal, ...

Du warst mal das hübscheste Mädchen

und ich der flotteste Polizist. Wir haben viel gelacht.

Warum auch nicht?

Über dich musste ich schon immer lachen.

Jetzt bist du die hübscheste Mutter und ich Polizeichef.

Warum willst du das Tor nicht auf machen?

Lass mich mal überlegen.

Ich mach lieber ein paar Mauersteine.

Was soll das? Sei nicht so gemein zu mir.

Vielleicht brauchst du mich mal.

Wenn es soweit kommen sollte, gehe ich ins Kloster.

Nun verschwinde.

Wenn Yanni dich erwischt, wie du dich an mich ranmachst,

schlägt er dir den Schädel ein. Das soll er versuchen.

Ich bin noch immer der stärkste Mann hier.

Sag mir, wenn Yanni mal nicht zurückkäme,

würdest du dann öffnen?

Ob ich öffnen würde? Dir?

Ich hab es früher nicht getan, warum jetzt?

Jetzt bist du verheiratet und nicht mehr ängstlich.

Nun verschwinde. Du bist gar nicht mehr komisch.

Erst antworte mir. Ja oder nein?

Würdest du mir auf machen, wenn Yanni nicht zurückkäme.

Warum sollte er fortgehen?

Nehmen wir an, es wäre so.

Warte, bis es soweit ist und dann versuch dein Glück.

Vielleicht verliere ich den Verstand.

Ja, kann sein. Vielleicht verlierst du ihn.

Auf Wiedersehen, mein Schätzchen.

Schere dich zum Teufel, du Schätzchen.

Susanna!

Warum ist das Tor verschlossen?

Wie ist das denn passiert?

Du siehst müde aus. Ist viel Arbeit in der Mühle.

Warum kommst du so spät? Ich bin bei der Post vorbeigefahren.

Da war für uns eine Postkarte.

Aus Amerika.

Aus New York! Er ist schon da.

Sieh dir das an.

New York City.

Wäre ich nicht gewesen, wärst du jetzt da.

M-hm, vielleicht.

Aber was würde ich ohne dich anfangen?

*Sie lacht verspielt*

Nein, Johann, die Suppe wird kalt.

Wer braucht Suppe?

Du, sonst wirst du matt und müde.

Ich und müde.

Niemals.

*Es klopft*

(Soldat 1): Johann, das ist für Sie.

Was ist das? Schon wieder ein Ablieferungsbefehl.

Zeig mal. Später.

Essen wir erst.

Das wird wieder ein heißer Tag.

Die Ziegel werden brechen. Decke sie ab.

Und mach sie ordentlich nass.

Ich werde den ganzen Vormittag verlieren.

Weil sie den dummen Brief geschickt haben.

Johann, ich ziehe mich an und komme mit.

Haben wir denn heute Sonntag?

Du hast noch Arbeit.

Ha!

Heute Nachmittag brennen wir die Ziegel.

Ha! Hey!

Marco!

Was machst du hier? (Soldat 2): Weg hier.

Was ist denn los? Ich will zum Polizeichef.

(Soldat 3): Warten Sie.

Hier wird gewartet. Marco, was ist los?

(Soldat 3): Johann Moritz ist hier.

Er soll warten.

(liest): Ich überstelle Marco Kaufmann, 30.

Und Johann Moritz, Bauer, 44.

Gemäß des Gesetztes zum Schutz des Rumänischen Volkes,

vor Juden und unerwünschten Personen,

sind diese zu verhaften und in Arbeitslager zu schaffen.

Mit dieser Überstellung ist mein Amtsbereich vor Juden gesäubert.

Gezeichnet, Nicolai Dobresco, Polizeichef.

Herr Sergeant?

Hm?

Moritz ist kein Jude.

Na und?

Er ist auch keine unerwünschte Person.

Hochwürden Koruga hält viel von Ihnen.

Ich vertrete die Regierung hier.

Für mich ist Moritz höchst unerwünscht.

Aber Herr Sergeant, es liegt keine Akte über ihn vor.

Was ist denn los? Was soll das?

Ich bin angemeldet bei Dobresco.

Das ist ein Irrtum.

Ich wollte Dobresco sprechen.

Das ist ein Irrtum.

Marco, was hab ich hier zu suchen?

(Marco): Was hab ich hier zu suchen?

Das ist was anderes. Wieso?

Weil ich Jude bin?

Das ist ein Unrecht, das ist mir klar.

Aber bei mir ist es ein Irrtum.

Ein Fehler. Der Unterschied ist zu hoch für mich.

Bitte, sag's ihnen. Ich bin kein Jude.

Wir leben in einer Welt, in der aus jedem ein Jude werden kann.

*Pfeife*

(Soldat 4): Alles herhören.

Gepäck aufnehmen und vorwärts marsch.

*Pfeife*

Marco, Marco.

(Soldat 5): Den Kerl im Auge behalten.

Guten Tag, wie geht es dir heute?

Befindet sich Johann wieder in der Mühle?

Er ist fort.

Wirst du mich nun hereinlassen?

Das Tor ist offen.

Hör auf, was soll das? Bist du wahnsinnig?

Wo ist mein Yann?

Er wird zurückkommen, sobald gewisse Dinge erledigt sind.

Bleib mir vom Leibe. Susanna.

Deine dreckigen Polizisten haben ihn weggeschleppt.

Ich führe nur Befehle aus. Du gemeines Schwein!

Du Miststück.

Ich habe hier die Macht.

Treib es nicht zu weit mit mir. Ich bin ein Mann.

Du?

Du feiger verlogener Säufer. Du stinkendes Schwein.

Ich bin ein Vertreter der rumänischen Staatsgewalt.

Du beleidigst auch den König von Rumänien.

Eines Tages rutscht du vor mir auf den Knien

und mich um Vergebung anbetteln.

Ich werde dich zertreten.

*Schwerer Männerchorgesang*

(Constantin): Alle auf die Beine!

Ihr seid an eurem Bestimmungsort angekommen.

Ich bin Kommandant Constantin.

Ich habe die Befehlsgewalt.

Dort, wo ihr euch befindet,

wird auf Befehl des Königs ein Kanal gegraben.

Er wird für unsere Feinde, die Russen, ein Hindernis bilden.

Fall sie unser Land angreifen.

Der Kanal wird hier entspringen.

Jetzt empfehle ich euch Bananennasen aufzupassen.

Ihr werdet den Kanal frohen Herzens graben.

Da ihr wisst, dass eure Arbeit gutem Ziel dient.

Erstens: die Verteidigung eures Vaterlandes.

Zweitens: da ihr alle Juden seid,

könnt ihr euch zum ersten Mal als nützlich erweisen.

Aber ich bin kein Jude.

Schließlich gebe ich euch einen guten Rat:

Jeder von euch

hat eine vorgeschriebene Menge Erde auszuhaben.

Jeder, der die Arbeitsleistung nicht erfüllt,

macht sich der Sabotage schuldig.

Und kommt als Verräter vors Kriegsgericht.

So, das wärs.

Ihr werdet die Lastwagen abladen.

Die Arbeit am Kanal beginnt morgen früh.

Herr Kommandant? Was ist los?

Ich bin kein Jude. (Mann 1): Schämen Sie sich nicht?

Er sagt, bei ihm ist ein Irrtum. (Constantin): Irrtum?

Der König begeht keinen Irrtum.

Diesmal schon.

Ihr Juden müsst immer diskutieren.

Die Lastwagen abladen!

Herr Kommandant, an wen kann ich mich wenden?

Jeder, der eine Klage vorzubringen hat,

kann mich in meinem Büro aufsuchen. Wo ist das?

Das müsst ihr mir erst bauen, du Idiot.

Und lass dich vorher nicht bei mir sehen. Ich warte.

Herr! (Mann 2): Mein Freund.

Was?

Was für ein Benehmen ist das? Sind Sie nicht unter ihrem Volk?

Was gibt es zu verbergen? Was wollen Sie?

Ich verberge nichts.

Ist Ihnen nicht gut? (Mann 3): Es geht schon wieder.

(Mann 4): Helfen Sie, mein Freund.

(Mann 3): Wenn man verfolgt wird, läuft man weg.

Behauptet, was einem einfällt.

Aber wenn man gefangen ist, was bleibt einem übrig'?

Was hat mutig sein damit zu tun, dass ich kein Jude bin?

(Mann 4): Ein Jude, der sein Volk verleugnet,

trennt sich für immer.

Ich sage die Wahrheit.

Wäre ich Jude, würde ich es sagen.

(Mann 5): Klingt schon besser. Aber ich bin es nicht.

(Mann 3): Du regst mich auf.

Ich bin ein Christ. Getauft.

Ein paar Tröpfchen Wasser, machen einen Juden zu keinem Christen.

Entschuldigen Sie, wo ist das Büro des Herrn Ministers?

(Soldat 7): Am Ende der Halle, links.

Büro des Ministers

(Dimitriu): Was wollen Sie?

Euer Exzellenz, ich möchte Sie sprechen.

Kommen Sie rein.

Bitte setzen Sie sich.

Wie kann ich Ihnen helfen?

Es betrifft meinen Mann. Bitte.

Vom Bürgermeister unseres Dorfes wurde mir gesagt,

nur Sie können ihn mir zurückgeben.

Sagen Sie mal, worum es geht.

Exzellenz, das Kriegsministerium hat einen dummen Fehler gemacht.

Ich meine nicht, dass Sie einen Fehler machten.

Irgendjemand, der nicht weiß, wie sehr er mir fehlt.

Bitte helfen Sie mir.

Bitte, liebe Frau, fassen Sie sich.

Wie heißt ihr Mann? Johann Moritz.

Johann Moritz.

Aus Fontana. Aus Fontana.

Vor fünf Monaten hat Sergeant Dobresco ihn verhaftet,

weil er Jude sein soll. Er ist keiner.

Und er ist keiner.

Hier ist eine Bescheinigung.

Unterschrieben von Pater Koruga, der ihn taufte.

Ich bitte Sie von Herzen.

Wir haben zwei Kinder. Geben Sie ihnen den Vater wieder.

Zwei Kinder.

Sie haben eine gute Figur behalten.

Wie ein Mädchen.

Danke, Euer Exzellenz.

Freilassung des Johann ... Wie war noch der Name?

Moritz.

Hören Sie, liebe Frau Moritz,

ich werde ihrer Angelegenheit meine Aufmerksamkeit widmen.

Danke, Euer Exzellenz.

Guten Morgen, Euer Exzellenz.

(Minister): Dimitriu ... Bringen Sie mir die Morgenzeitung.

Sofort, Euer Exzellenz.

*Pfeifen*

*Orchestermusik*

Büro des Hauptmanns

Liebe Susanna, das ist der elfte Brief, den ich dir schreibe

seit ich in das Lager kam.

Du hast noch nicht geantwortet.

Ich weiß, schreiben ist nicht leicht.

Aber ich mache mir so viele Sorgen.

Falls du meine anderen Briefe nicht bekamst,

muss ich ein paar Dinge wiederholen.

Seit sechs Monaten graben wir einen Kanal für die Armee.

Natürlich ist der Lagerkommandant beschäftigt.

Sobald er mich anhören kann, erkläre ich ihm alles.

Dann wird er mich nach Fontana zurückschicken.

Bevor ich weg musste, hab ich etwas Holz gekauft.

Es ist alles geschlagen und bezahlt.

Es ist gutes Eichenholz.

Es hat viel Geld gekostet.

Der alte Artemi zeigt dir, wo ich es gestapelt habe.

Er hilft dir, es heim zu schaffen.

Das Dach muss repariert werden.

Sonst wird es reinregnen.

Und ... falls du kein Geld mehr hast,

Walter schuldet mir 500. Lass sie dir geben.

Ich komme bald nach Hause. Keine Sorge.

Küss Antonio und Pedro für mich.

Dein dich liebender Mann, Yanni.

Weißt du, wo ich den Brief gefunden habe?

Unterm Abfall!

Es ist der elfte Brief an meine Frau.

Wie kommt der Brief da rein?

(Soldat 8): Frag doch den Kommandanten.

Nächste Tür.

Los.

(Stimme): Herein.

(Soldat 8): Geh schon.

Herr Kommandant, ...

(Constantin): Ich höre mir Beschwerden nur montags an.

Aber, Herr ... (schreit): Was?

Heute ist Montag.

Oh, ein Unruhestifter, hm?

Nein, Herr, ...

Weißt du, was wir mit Unruhestiftern machen?

Du willst es sicher gern wissen.

Sie werden zum Abfall kommandiert.

Da bin ich schon.

Herr ...

Hör mir mal gut zu ...

Normalerweise peitsche ich Unruhestifter deiner Sorte ...

so lange durch bis sie Schweinefutter sind.

Aber ...

Der verdirbt mir den Appetit.

Warum soll ich mir mein Gulasch verderben lassen?

Strul, lass ihn mal riechen an dem wunderbaren Gulasch.

Riech dran!

Nein.

Wenn du dein Leben behältst,

verdankst du es dem Gulasch.

Danke, Gulasch.

So lange ich noch bei guter Laune bin,

was willst du von mir?

Aber mach es kurz.

Das ist der elfte Brief, den ich an meine Frau schrieb.

Kurz!

Schicken Sie mich nach Hause, ich bin kein Jude.

Du bist kein Jude?

Strul, er ist kein Jude.

Bring mir das Personalverzeichnis.

Wenn du ...

kein Jude bist, was tust du dann hier?

Das weiß ich ja eben selbst nicht.

Der Kriegsminister sagt, du bist Jude.

Und du sagst, er hat Unrecht.

(Strul): Zwei Kinder,

zugehörig zur Ortschaft Fontana.

Name der Ehefrau: Susanna.

Bist du das oder nicht?

Ja, das bin ich, aber mein Vorname ist Johann.

Ich schwöre, ich bin kein Jude.

Seit fünf Monaten bist du in einem Judenlager.

Erst jetzt kommst du zu mir.

Ich versuchte jeden Montag, es Ihnen zu sagen.

Jetzt pass aber gut auf, was du sagst, du Yankel Moritz.

Oder was weiß ich was für ein Moritz.

Lass mich aus dem Spiel.

Ich habe 25 Dienstjahre auf dem Buckel.

Ich lasse mir nicht von einem Dummkopf ...

Ich bin kein Dummkopf.

Und ich bin auch kein Lügner.

Also gut ...

Diese Angelegenheit werde ich klären.

Raus hier und mach die Tür zu.

Also, was bist du?

Rumäne, orthodox.

Ist die bekannt, wie Juden getauft werden?

Ja, ich glaube.

Du bist ein rumänische orthodoxer Christ? Ja.

Du hast auch nicht das Merkmal der Juden?

Nein.

Schön, zeig, ob du ein Christ bist.

Ich ...

Lass die Hosen runter.

Wie soll ich sehen, ob du ein Christ bist,

Ganz runter.

Benimm dich nicht wie ein Schulmädchen.

Glaubst du, ich hab Spaß daran?

Glaubst du, ich habe das Kommando bekommen,

damit ich mich mit sowas abgebe?

Strul!

Ist dieser Mann beschnitten oder nicht?

(Strul): Vielleicht. Vielleicht?

Was heißt vielleicht? (Constantin): Er hat recht.

Was heißt das?

In dem Fall ist es schwer zu entscheiden.

Ist er beschnitten oder nicht?

Es ist fast unmöglich, zu entscheiden,

ob hier ein Rabbi mitgewirkt hat oder nicht.

Ich würde sagen, es ist nicht die Arbeit eines Rabbis.

Du siehst, es ist nicht einfach. Danke.

Tja, ...

Wie soll ich hier etwas entscheiden?

Schreibe ein Gesuch, unterzeichne es

und ich werde es auf dem Dienstweg weitergeben.

Gendarmerie-Posten

7. Oktober 1940 Die Wehrmacht besetzt Rumänien

(Dobresko): Sergeant Dobresko. (Major): Major Hankle.

Darf ich Sie in mein Büro bitten?

*Entfernte Stimme*

(Dobresko ruft): Wir müssen Sie sprechen.

Es ist etwas Wichtiges.

Susanna Moritz, wir müssen mit Ihnen sprechen.

Ich hab's ja gesagt, die ist wahnsinnig.

Susanna, hören Sie!

Die Deutschen sind hier.

Wir müssen jedes Anwesen beschlagnahmen, das Juden gehört.

Wenn Sie nicht das Schriftstück unterschreiben,

verlieren Sie das Haus.

Was steht in dem Schriftstück?

Nichts von Bedeutung. Ich möchte Ihnen helfen.

Es ist nur eine Formsache.

Sie müssen die Erscheinung von Johann beantragen.

Du dreckiges Schwein!

*Wiehern*

Sieh dir das an.

Sieh es dir einmal richtig an.

Wenn der Krieg erst vorbei ist, komme ich mit meiner Frau her.

Und mit meinen Jungs.

Dann zeige ich ihnen den Kanal, den wir gebaut haben.

Sie werden davon begeistert sein.

(Julius): Mein lieber Yankel,

Sklavenarbeit ist nichts, worauf man stolz sein kann.

Glaube mir. Ich bin kein Sklave.

(Hurtig): Dann bist du hier eine Ausnahme.

Wir sind Gefangene. - Er hat recht.

Es gibt für uns keine andere Möglichkeit, wegzukommen,

als die Flucht.

Wer nicht spurt, muss schuften bis er umfällt.

Sag mal, Yanke ...

Willst du dich aus dem Staube machen?

Warum soll ich das riskieren?

Die werden mich bald nach Hause schicken. Du wirst sehen.

(Strul): Yankel Moritz!

Yankel Moritz!

Sofort zum Büro kommen - beim Kommandanten melden.

Ha!

(Julius): Ein netter, kräftiger Bursche.

Aber was für ein Schlemiel.

Ich sage euch, heut ist der große Tag.

*Pfiff* (Soldat 9): Wo willst du hin?

Der Kommandant hat mich hinbefohlen. Hau ab.

*Gepöbel*

*Johann summt fröhlich*

*Es klopft* (Constantin): Ja?

Ah!

Du bleibst dabei, zu behaupten,

du bist ein rumänischer orthodoxer Christ?

Das bin ich.

Lügner!

Deine Frau hat sich von dir scheiden lassen,

weil du Jude bist.

Das glaub ich nicht.

So, du glaubst mir nicht.

Da, lies!

Warum soll ich etwas lesen, was nicht wahr ist?

Ist mir egal.

Unterschreibe, dass du davon Kenntnis genommen hast.

Entschuldigen Sie bitte, ...

ich möchte das doch lesen.

So, was sagst du jetzt?

Vielleicht bin ich wirklich Jude.

Vielleicht war mein Großvater einer.

Mein Onkel, ...

sonst wer.

Ob du Jude bist oder nicht,

dazu möchte ich nicht Stellung nehmen.

Aber sie ist eine Frau.

Aber sie würde sich deswegen nicht von mir scheiden lassen.

Ich bin doch derselbe Mann.

Aber du bist nicht da und andere Männer sind da.

Nicht Susanna!

Das würde sie nie tun.

Auch sie kann es ... und sie hat es getan.

Frau bleibt Frau.

(Julius): Yankel! Yankel!

Was?

Von Strul haben wir deinen Kummer gehört.

Hat deine Frau dich verlassen? Das ist meine Sache.

Hier ... Danke.

Du tust mir leid. Ich weiß, wie dir zumute ist.

Du weißt es ...

Heute Nacht. Du kannst gern mit dabei sein.

Wobei sein?

Wir haben unsere Flucht arrangiert.

Nichts für mich.

Wohin soll ich fliehen?

Ich hab kein Zuhause mehr.

Erst einmal hier weg sein.

Dann nach Amerika.

Amerika ...

Immer Amerika.

(Hurtig): Machst du mit oder nicht?

(Strul): Verlier' kein Wort darüber!

Hier sind doch Posten. (Julius): Hör zu, ...

Am Haupteingang wird ein Lastwagen warten.

Alles andere wirst du dir denken können.

Also?

Ich mach mit. Gut, dann bis heute Nacht.

(Strul): Idiot, meine Zukunft ist in dem Koffer!

Da vorne sitzt der Kommandant. (Johann): Natürlich!

Für den Preis nimmt man doch nicht kleine Leute.

Ich kann nicht bezahlen.

(Strul): Ich zahle für dich. Steig ein!

(Julius): Für dich, Yankel. Danke.

Wo fahren wir hin?

(Hurtig): Nach Ungarn, Budapest.

Dort ist das Leben für Juden nicht so schwer.

(Sekretär): Der Herr Staatssekretär empfängt Sie.

(Staatssekretär): Nehmen Sie Platz.

Der Minister hat mich gebeten, Ihnen dies mitzuteilen.

Unser Land befindet sich im Kriegszustand.

Wir können von der Geistlichkeit keine Einmischung dulden.

Für unsere Zuständigkeit.

Ihr Arbeitsfeld beschränkt sich auf die Betreuung Ihrer Gemeinde.

(Pater Koruga): Gerechtigkeit ist Bestandteil der Seelsorge.

Seit über einem Jahr klopfe ich an alle Türen.

Bei der Polizei, Armee ...

- Es ist nicht verwunderlich, dass Sie nicht zufrieden sind.

Diese Dinge sind streng geheim.

Aber mein Mann ist in ein Zwangsarbeitslager

für Juden gebracht worden.

Er ist kein Jude, sondern Christ.

Sie haben sich von ihrem Mann scheiden lassen.

Ich habe Ihren Antrag vor mir liegen.

- Die Unterschrift wurde erzwungen.

Begehen Sie nicht ein weiteres Unrecht.

Dieser Mann ist Jude und wir können das beweisen.

Moritz ist gerade aus einem Arbeitslager

mit einer Gruppe Juden entflohen.

Das ist gleichbedeutend mit einem Geständnis.

Aus Respekt vor Ihrem Priesteramt

betrachtet der Minister Ihr befremdliches Verhalten

nicht als strafbaren Verrat.

Sagen Sie dem Minister,

dass ich für alle Menschen bete,

denen Gott etwas Macht gegeben hat.

Er möge sie lehren, die Macht nicht zu missbrauchen.

*Melodische Orchestermusik*

Budapest, 20. November 1940

Doktor, ich bin sehr durstig.

Ich kann uns Milch kaufen oder etwas zu trinken.

Ich habe etwas rumänisches Geld. (Hurtig): Schhht!

Hält man das für möglich. Es ist nicht zu fassen.

(Julius): In dem Land werden Rumänen ins KZ gesteckt. Weiter!

*Türklingel*

(Isaac): Julius! - Isaac! - Wie ich mich freue.

(Rosa): Julius! - Rosa!

Meine liebe Schwester.

Vier Tage und Nächte waren wir unterwegs.

Es war furchtbar. Furchtbar.

Aber wir haben zusammengehalten und da sind wir.

Ich möchte euch meine Freunde vorstellen.

Aaron Strul. - Machen Sie es sich bequem.

Israel Hurtig.

Und Yankel Moritz. (Isaac): Bitte.

(Julius): Yankel, komm rein. Hier bist du zu Hause.

(Rosa): Guten Tag. Guten Tag.

Ich freue mich. (Isaac): Setzt euch, liebe Freunde.

Wir wollten gerade essen.

Ein Gläschen auf eure erste Mahlzeit als freie Menschen.

(Rosa): Yankel, setzen Sie sich.

Aber bitte, könnte ich ... in der Küche essen?

Wenn Sie möchten.

Yulichka. (Yulichka): Ja, Madame?

Kümmere dich um Yankel.

Die Küche liegt links auf dem Flur.

(Yulichka): Kommen Sie rein.

Die Dame ... Setzen Sie sich.

Ich habe Durst.

Hatten Sie einen weiten Weg?

Ich ... komme aus ...

Sind Sie Ungarin?

Ja. Warum?

Stimmt es, dass die Ungaren und die Rumänen Feinde sind?

Da müssen Sie die Regierung fragen.

Die bestimmt, welche Menschen Feinde sind.

Ich bin Rumäne.

So.

(Rosa): Yulichka, trag das Huhn auf!

Wie sind die Rumänen denn so?

Wie alle anderen.

Sie lieben ihre Heimat, ihr Frauen, ihre Kinder.

Und manchmal verlieren sie alles.

Wie alle anderen.

Ist der Hafen weit von hier? Was für ein Hafen?

Sie meinen die Donau. Nein ...

Das Meer. Wir liegen an keinem Meer.

Hier ist keine Küste? Wie kommen wir dann nach Amerika?

*Entfernte Glockenklänge*

*Klappern*

Wie spät ist es?

Halb drei.

Nachmittags.

Was?

Sie haben 17 Stunden geschlafen.

Warum haben Sie mich nicht ...

geweckt?

Sie waren doch so müde.

(Isaac entfernt): Dann auf Wiedersehen.

(Voix): Ich freue mich, dass ich helfen konnte.

Ich werde es nie vergessen.

(Julius): Hurtig, glückliche Reise.

(Hurtig): Danke. - Viel Glück, Strul.

Viel Glück.

Sie ...

Sie sind weg.

(Julius): Yankel!

Komm rein, Yankel.

Setz dich.

Ja, Yankel, ...

Ich hab ein paar wichtige Dinge mit dir zu besprechen.

Heute Morgen hab ich beim jüdischen Hilfskomitee

in Budapest vorgesprochen.

Sie stellen die Papiere für Amerika aus.

Yankel, dein Fall ...

ist schwieriger als zu vermuten war.

Was haben sie gesagt?

Ich habe sie angefleht. Sie können es nicht machen.

Sie können nicht.

Sie können einzig und allein Juden Hilfe leisten.

Und ... Yankel ...

Du bist kein Jude.

Nein, ich bin kein Jude.

Aber ich war es anderthalb Jahre.

Warum kann ich auf einmal nicht mehr Jude sein?

Eins ist nicht das andere.

Für Juden bist du kein Jude.

So ist das ...

Ich verstehe.

Jedenfalls danke ich Ihnen.

Dass Sie es versucht haben. Das habe ich.

Auf jede Weise.

Aber tausende jüdischer Menschen werden umgebracht,

hingeschlachtet, ermordet.

Da kann das Komitee sich nicht um die eigenen Brüder kümmern.

Natürlich.

Aber vielleicht gibt es auch ein Komitee für Christen?

Vielleicht, aber ich weiß nicht wo.

Danke. Yankel, warte einen Moment.

Yankel, ...

ich habe kein Bargeld, aber ich möchte dir das schenken.

Nein, nein. Nimm es.

Verkaufe es.

Du brauchst Geld, wenn ich fort bin.

Oh, pardon.

Du wirst mir fehlen, Yankel.

Ist die Schweiz weit weg?

Für verfolgte Menschen,

ist kein Zufluchtsort weit genug weg.

Du, Yankel, bist ein freier Mann.

Viel Glück, Yankel.

Viel Glück.

(Polizist): Hey, Papiere.

Ich hab doch eben ... Personalausweis!

Ich habe keinen. Mitnehmen.

Ich hab doch nur einen Freund zur Bahn gebracht.

Bitte, ... ist das denn ...

Ist das nötig?

(Inspektor): Woher haben Sie das Stück?

Ich hab es doch gesagt. Geschenkt bekommen.

Es ist russische Goldarbeit.

Ja, ich ...

Das weiß ich nicht.

Warum hat man Sie nach Ungarn geschickt?

Mit russischem Gold?

Mich hat niemand geschickt. Stehen Sie auf!

Sie haben ausgesagt,

dass Sie von einem rumänischen Hauptmann

zur Grenze gefahren worden sind.

Ich meine, ich weiß, ... *Stöhnt schmerzvoll*

Sie lügen! Es war der Major Tanacion

vom rumänischen Geheimdienst.

Wir wissen, dass er in dem Abschnitt arbeitet.

Und dass er Agenten hier einschleust.

Mit welchem Auftrag hat er Sie geschickt?

Ich habe keinen Auftrag.

Hören Sie mal, ...

Ist Ihnen nicht klar, wie dumm Ihre Geschichte ist?

Hm?

Na schön.

Sie waren in einem Arbeitslager für Juden?

17 Monate lang? Das stimmt.

Das ist eine Lüge. Sie sind Rumäne und kein Jude.

Ja, ich bin kein Jude.

Endlich geben Sie etwas zu.

Setzen Sie ihn auf die Liste der ...

ungarischen Freiwilligen für Deutschland.

Macht Spaß in einem Zug zu fahren.

(Passagier 1): Was macht dir denn so viel Spaß?

Dass du verkauft wirst?

Ich habe Freude an der Reise.

Was bist du für ein Landsmann?

Rumäne.

Ah, also ... woher stammst du?

(Passagier 2): Aus der Tschechoslowakei.

(Passagier 3): Ich bin Pole.

Und du?

(Passagier 4): Ich bin Grieche.

Sind Ungaren dabei? (alle): Nein.

(Passagier 1): Na bitte ...

Wir müssen für sie herhalten. Wird es dir jetzt klar?

Trotzdem ist fahren besser als laufen.

*Dampflokpfeife*

*Pfeifen* (Soldat 10): Alles aussteigen.

Alles aussteigen.

Den Soldaten folgen.

Den Soldaten folgen!

*Spannungsvolle Trommelschläge*

*Pfeifen*

Ihr werdet Blumen pflücken und zu Sträußen binden.

Mit den Sträußen schmückt ihr die Wagen.

Kapiert?

Los jetzt! Blumen pflücken!

*Pfiff*

*Melancholische Orchestermusik*

Lang lebe Deutschland, lang lebe Un...

*Pfiff*

Mit den Blumen zurück zum Zug!

Vorwärts, den Zug schmücken.

Ungarische Arbeiter grüßen ihre deutschen Brüder

*Dampflokpfeife*

Zwei Jahre später in Deutschland Dezember 1942

Konzentrationslager Oranienburg

*Pfeife*

(Francois): Sieh dir den mal an.

Das sind Politische.

Die haben es viel schwerer als alle anderen.

Arme Schweine.

*Pfeife*

Trajan! (Francois): Jean!

Herr Koruga, Johann Moritz.

Halt's Maul, bist du verrückt? Das ist ein Freund.

Willst du auch zu den Politischen? Warum ist er im Land?

Er ist Schriftsteller. Er hat wohl die Wahrheit geschrieben.

*Pfeife*

(Francois): Jean! Jean!

Ich vergesse immer, dass ich so heiße.

Heute Nacht werde ich aus dem Lager türmen.

Willst du mitkommen?

Ich bin einmal geflohen ...

Du siehst, wie weit ich gekommen bin.

Zu zweit geht alles leichter. Wir gehen nach Frankreich.

Noch ein armes Land. Davon habe ich genug.

Du willst doch kämpfen. Du bist doch ein Feind der Deutschen?

(Soldat 11): Nicht quatschen!

Unterhaltungen sind verboten!

Das weißt du ganz genau!

Ich kann euch nicht riechen!

Ihr seid die reine Ausschlussware.

Ihr stinkt vor Faulheit.

Ihr könnt nur über Weiber quatschen.

Der vor dir an der Maschine war,

war auch so ein Knoblauch-Ungare.

Weißt du, was mit dem passierte?

Zehn Jahre hat er gekriegt wegen Sabotage.

Ich bin Rumäne. Rumäne, Ungare, alle gleich.

Ihr Ausländer kotzt mich an!

Du Schäbiger, guck mal in den Spiegel!

Ein Mongole bist du.

(Müller): Wer ist dieser Mann?

So ein balkanenischer Landführer.

Stellen Sie sich mal gerade hin.

*Laute Maschinen*

Den Mund öffnen.

Weiter.

Feldwebel.

Dieser Mann ist kein Ungare.

Das ist richtig.

Machen Sie den Mund wieder zu.

Kommen Sie mal mit.

Achtung, Stehen!

Meine Herren, ich möchte Ihnen einen interessanten Fall zeigen.

Ich habe ihn vor fünf Minuten entdeckt.

Nie zuvor gesehen.

Wir haben nie miteinander gesprochen. Nein.

Er ist mir unbekannt.

Trotzdem werden Sie Erstaunliches über ihn erfahren.

So wie über seine Familie in den letzten 400 Jahren.

Das stützt sich auf wissenschaftliches Gedankengut.

Unter dem Nationalsozialismus

sind wir der Welt um 100 Jahre voraus.

Im rassischen Denken. Oben frei machen.

Setzen Sie sich hin.

Los, ziehen Sie sich aus.

Meine Herren, ...

betrachten wir an diesem Mann den Kopf im Gesamten.

Die auffallende Schädelform,

die Nasenbeinstruktur.

Nehmen wir den Körperbau. Den Brustkasten.

Und die Schlüsselbeine.

Was können wir aus der ersten Betrachtung folgern?

Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf Nummer 13c der Tabelle.

Eine unbekannte germanische Minderheitengruppe.

Vorkommen im Rheintal, Luxemburg, Siebenbürgen,

und ...

Australien.

Es gibt in der Gruppe noch weitere 30 Gattungen.

Die Sie in China finden

und in den Vereinigten Staaten.

Statistisches Material liegt nicht vor,

da sie erst wenige Monate vor Kriegsausbruch entdeckt wurden.

In meiner Arbeit,

die ich im Auftrag von Dr. Rosenberg vorbereite,

nenne ich die Gruppe "die Heroische Familie".

Sie umfasst im Höchstfalle 700 - 800 Männer und Frauen,

mit dem Erscheinungsbild

reinrassiger germanischer Abstammung.

Aus Südwestdeutschland wanderte ihre Vorfahren

im 16. Jahrhundert aus.

Und verstreuten sich über die Welt.

Dieser Mann, ...

dieser Mann ist Angehöriger der heroischen Familie.

Entschuldigen Sie bitte, Sie kennen meine Familie?

Bestimmt besser als Sie selbst.

Ja ... Sie können sich wieder anziehen.

Und jetzt frage ich Sie ...

Was war die historische Ursache?

Was der Beweggrund, dass die Vorfahren dieses Mannes

über einen Zeitraum von bis vier Jahrhunderten

sich immer nur paart mit Frauen der eigenen Rasse?

Obwohl genug andere Frauen da waren.

viele von ihnen zweifellos höchst reizvoll.

Ja, meine Herren, hier ist der Bericht,

der angeborene Instinkt für Rassereinheit.

Es war der biologische Trieb nach Reinerhaltung des Blutes.

Der die Menschen vor schändlicher Vernichtung bewahrte.

Hier ist das Ergebnis.

Kommen Sie, schauen Sie.

Das Haar, ... kräftig, aber seidenweich.

Setzen Sie sich. Danke.

Seidiger als bei unseren germanischen Haupt ...

Experten können das schnell feststellen.

Die Wurzel, kräftig.

Stirnpartie, Augen, Nase, Kinn ...

Genau wie aus dem 16. Jahrhundert.

Nun, abschließender Höhepunkt meiner Demonstration.

Ich werde Ihnen sagen, ...

woher der Mann kommt. Passen Sie auf.

Ist Ihre Heimat das Rheinland? Nein. Still.

Siebenbürgen. Ja!

*Erstaunte Kommentare*

Ihre engere Heimat ist ...

Temeschwar ... Nein.

Kronstadt? Nein, ...

Das Gebiet der ... Jetzt haben Sie es!

Fontana!

(Holz): Herr Führer.

Was ist, Hauptsturmführer Holz? - Der Mann ist dunkel.

Sein Haar, seine Haut, seine Augen.

Alles ist dunkel.

Woher kamen unsere arischen Vorfahren?

Aus dem mystischen dunklen Indien.

Das war nicht alles

blonde Sigfrieds und Siglindes, Hauptsturmführer.

Noch welche Fragen?

Gut.

Hauptsturmführer Holz.

Ich wünsche Fotos von diesem Mann.

In SS Uniform.

Komplette Sätze bekommen Doktor Goebbels und Rosenberg.

Ferner ist die Presse mit den Fotos zu beliefern.

(Holz): Jawohl!

Erweisen Sie mir den deutschen Gruß.

Aber nicht mir. Ihm.

Dem seltenen Rasseexemplar.

Das bewahrt und beschützt werden muss.

Johann Moritz.

Erstes Ausstellungsstück

im ersten Menschenzoo der Geschichte.

Und ich habe die Ehre, sein Gründer zu sein.

*Rhythmisches Marschieren*

Francois?

Francois.

Francois! Hey.

(Francois): Wer ruft denn da? Ich. Erkennst du mich nicht?

Johann Moritz. Jean.

Jean?

Wie kommst du in das Kostüm?

Dieser Offizier, ... der hat es so haben wollen.

Er sagt, er kennt meine Familie.

Wie kommst du hierher?

Sie haben mich wieder einfangen. Aber ... es macht nichts.

Es wird nicht mehr lange dauern. Sie verlieren sicher den Krieg.

(Soldat 12): Abmarsch! Eins, zwei, eins, zwei.

Ich bring dir morgen Zigaretten.

Eins, zwei, eins, zwei, ...

Eins, zwei, eins, zwei.

Francois?

Ich hab vergessen, dass ich kein Gefangener mehr bin.

Hier ...

Schau her.

20. April 1944 Die rote Armee besetzt Rumänien

*Triumphierende Orchestermusik*

*Die Glocken läuten*

(Marco): Sergeant Dobresco.

Erkennen Sie mich wieder?

Ah, Marco Goldenberg!

Welch ein freudiges Wiedersehen. Ganz meinerseits.

Ich schwöre, ich habe nur Befehle ausgeführt.

Darüber wird ein Volksgericht befinden. Halt's Maul!

Was ist passiert?

(Pater Koruga): Gehen wir ins Haus.

Darf ich Ihnen eine Tasse Kaffee anbieten? Nein.

Das ist Yanni! Er lebt!

Sieh mal, Pedro!

Antonio ...

Sieh nur, das ist Papi.

Papi.

Meine Tochter ...

Er ist abgebildet in der Uniform der SS.

Er ist deutscher Soldat geworden.

Aber er lebt. Wenn Sie wüssten, wie glücklich ich bin.

Wenn Sie doch auch von Trajan etwas hören würden.

Trajan ...

Vielleicht ist er auch bei den Deutschen.

Er betrachtet die Nazis als schlimmste Feinde.

Aber Johann kennt keine Feinde.

Er hatte nie welche. Jetzt hat er Feinde.

Du musst mit den Kinder sofort hier weg.

Pack nur das Nötigste zusammen.

Ja, Vater.

Ich würde dich gern in meinem Haus verstecken.

Das erste, was die Kommunisten tun,

sie verhaften Priester.

Was wollen Sie machen, Vater?

Wollen Sie auch fortgehen?

Ich habe nur eine Gemeinde und die ist hier.

*Stimmengewirr*

*Pfeife*

(Francois): Gute Nachrichten.

Die Amerikaner sind nur noch 15 Meilen ...

(Soldat 13): Nicht quatschen!

*Entfernter Alarm*

(Soldat 13): Runter vom Wagen.

*Schüsse und Detonationen*

(Gefangener): Machen die Feuerwerk.

(Francois): Das sind Amerikaner. - Das sind Sowjets.

- Das sind Amerikaner.

Was sagst du denn? Eine Bombe ist wie die andere.

Wenn wir den Kopf hoch nehmen können, verschwinden wir.

Du denkst immer ans Verschwinden. Gefällt dir dein Bewacher nicht?

Deshalb sollst du mitmachen? Warum sollte ich?

Ich hab's doch gut.

Du wirst es nicht gut haben, wenn die Alliierten hier sind.

Wer ist das?

Die Sowjets, Engländer, Franzosen -

keiner wird freundlich zu dir sein. Auch keine Amerikaner.

Die Amerikaner? Ich versuchte, mein Lang nach Amerika zu kommen.

Die brauchen nur deine Uniform zu sehen.

*Pfeife*

(Soldat 13): Alles wieder zurück zum Fahrzeug.

Aufsetzen!

*Pfiff*

Los, aufsitzen.

Vorwärts!

In den Wagen hab ich gesagt.

Zurück, keinen Schritt weiter.

*Schüsse*

(Francois): Los, rauf auf den Wagen!

Bevor sie auf uns Aufmerksam werden.

Steig ein.

Wir sind entflohene Gefangene. Er hat alles gemacht.

Mit seiner geklauten Uniform.

Wie wir durchgebraust sind ... (Soldat 14): Wunderbar.

Rüber zur Kleiderkammer mit dem Haufen.

Versorgen Sie sie.

Sie kommen bitte mit mir mit.

Francois. Nein. Sie gehen mir den anderen.

Nachher. Komm, Francois.

Wir sind wieder bei den Deutschen.

(Soldat 15): Dasselbe Lager, aber das Firmenzeichen hat gewechselt.

*Pfeife*

(Durchsage): Achtung. Colonel Greenfield,

der Kommandant des Lagers,

heißt Sie willkommen.

Er lässt mitteilen, dass Sie alle nach den Bestimmungen,

der Genfer Konvention behandelt werden.

Man wird bemüht sein, Ihnen den Aufenthalt hier ...

so angenehm wie möglich zu gestalten.

Unbotmäßigkeiten, gleich welcher Art,

werden nicht geduldet.

Ich wiederhole: Unbotmäßigkeiten werden nicht geduldet.

Nehmen Sie vor den Baracken Aufstellung,

in Gruppen zu je 100 Mann und warten Sie weitere Befehle ab.

*Pfeife*

Vom Betreten der Baracke ist nichts gesagt worden!

Ihnen wurde befohlen, weitere Befehle abzuwarten.

Trajan!

(Trajan): Johann!

Wie kommen Sie hier rein? Ich bin Rumäne.

Rumänien war mit dem Feind verbündet.

Ich bin ein Feind.

(Durchsage): Sie dürfen die Baracken betreten.

Kommen Sie.

19 Monate später, September 1946

*Donnerschläge*

Vielleicht haben sie uns in dem Trubel vergessen.

(Trajan): Der Kommandant bekam von mir 64 Eingaben.

Für jede Woche eine.

Wenn ich nicht bald etwas höre,

stelle ich ihm die 65. persönlich zu.

(Soldat 16): Post.

Kasot Nikolas. - Ja.

Fredolein Lopes. - Ja.

Imreddi Yanos. - Hier.

Ribesco Rado. - Hier.

Yallach Kurt. - Hier.

(Durchsage): Johann Moritz,

im Geschäftszimmer des Kommandanten melden.

(Trajan): Laufen Sie! Vielleicht haben sie uns nicht vergessen.

Koruga Trajan. - Hier.

(Kommandant): Name? Johann Moritz.

Seit 19 Monaten ... Moritz mit Z oder Tz?

In Rumänien mit Z.

In Deutschland mit Tz. Das wär alles.

Sehen Sie, ich möchte Ihnen gern etwas erklären.

(Soldat): Schwerhörig? Der Chef hat gesagt, das ist alles.

Das ist alles? Deswegen haben Sie mich kommen lassen?

- Name? - Rudolf Mann.

Ein N oder zwei? - Zwei.

Zwei N ...

(Trajan): Was wollten sie?

Wissen, wie sich mein Name schreibt.

Ein Brief aus Fontana.

Sie wissen, wo wir sind?

Er ist übers Rote Kreuz gekommen.

Was macht Ihre Familie?

Mein Vater ist im Gefängnis.

Sie haben die Kirche geschlossen.

Meine Mutter ist tot.

Und ... Ihre Frau?

Nora war Jüdin.

Johann?

Susanna lebt. Die Kinder auch.

Sie sind fort aus Fontana.

Wo sind sie?

Niemand weiß es.

Herr Trajan.

Haben Sie noch nicht geschlafen?

Würden Sie etwas für mich tun? Natürlich.

Nehmen Sie meine Brille in Verwahrung.

Sie können doch nichts sehen.

Ich habe genug gesehen. Herr Trajan ...

Herr Trajan.

Es gibt immer noch so viel Schönes zu sehen.

Ich habe den Himmel gesehen, das Meer.

die Schönheit der Berge.

Und Menschen.

Ein paar gute, aber so viel mehr böse.

Ich habe tausende Bücher gelesen

und geschrieben hab ich eine Millionen Worte.

Das Buch, das Sie schreiben wollten,

wissen Sie nicht mehr? "Wohin der Sturm uns weht".

Was ich von meiner Mutter als Letztes geschenkt bekam,

war der Titel.

"Die 25. Stunde". Richtig.

Und Sie schreiben es.

Johann, ...

in der 25. Stunde lebt man schon nicht mehr.

Ich gehe spazieren. Warten Sie, ich komme mit.

Nein. Ich muss ein Weilchen allein sein.

*Spannungsvolle Geigenklänge*

*Schuss*

(Soldat): Halt oder ich schieße!

*Schuss*

Halt oder ich schieße!

Halt!

Halt! *Schuss*

(Soldat): Da drüben wars.

(Soldat): Los.

(Kommandant): Ich sagte, ich will keine Zwischenfälle!

- Es war einer von den polnischen Freiwilligen.

Den Mann ablösen lassen.

Sir, das hatte er in der Hand. Das ist an Sie adressiert.

Hier steht, er hat 64 Eingaben gemacht.

Warum weiß ich das nicht?

Wir haben 3.000 Gefangene hier.

Die reichen jede Woche 3.000 Eingaben ein.

(Offizier): Gefeierter Held von Adolf Müller.

Zum Tode verurteilt.

Aushängeschilf für die Artikel:

"Die Überlegenheit der arischen Rasse"

zu "Rassenreinheit" vom Leiter der Todeslager von Bach.

Zum Tode verurteilt.

Tempo, in italienischer Sprache. Das illustrierte Blatt.

Berliner Illustrierte und schließlich "Signal".

In 3.728 Publikationen

wurde dieser Mann herausgestellt als Prototyp

des arischen Herrenmenschen.

Sein Charakter, sein Wesen, sein Äußeres,

dienten dazu, der deutschen Jugend ...

das Gefühl rassischer Überlegenheit einzuimpfen.

Und gleichzeitig Verachtung für die Menschen anderer Völker.

Er ist ein Modell gewesen.

In der finstersten, grausamsten Modetorheit jemals.

Dem Nazi-Rassenkult.

Welch Wahnwitz, dass Menschen in Konzentrationslager kamen,

nur weil sie nicht sein Blut hatten.

seine Kopfform, seine Nase,

seinen Knochenbau.

Millionen sind gestorben,

weil sie dem Idealtyp nicht entsprachen.

Die Verteidigung wird den Versuch machen,

uns den Mann als Mitläufer vorzuführen.

Sie wird darauf hinweisen,

dass die Hauptverbrecher schon bestraft wurden.

Rosenberg, Göring, Saukel und wie sie alle heißen.

samt und sonders von diesem Gericht,

zum Tode verurteilt wurden.

Ja.

Nach internationalem Recht.

Die Regisseure dieser gemeinen Tragödie.

Jetzt erwarte ich, dass Sie die Mitwirkenden bestrafen.

Erst, wenn der letzte Mittäter

zur Rechenschaft gezogen wurde,

werden die Wunden vernarben können.

Erst dann lässt sich ein Weg finden,

zu einem neuen Anfang.

(Richter): Ruhe!

Herr Verteidiger hat das Wort.

(Verteidiger): Mit Ihrer Erlaubnis

möchte ich dem Angeklagten eine Frage stellen.

Johann Moritz.

Ja. Wollen Sie sich zum Zeugenstand begeben?

(Verteidiger): Moritz, wissen Sie, warum Sie hier sind?

Ich weiß seit acht Jahren nicht,

warum ich bin, wo man mich hinbringt.

Hohes Gericht.

Johann Moritz hat seine Situation erschöpfend zusammengefasst.

Seit acht Jahren weiß er nicht, warum er dort ist,

wo man ihn hinbrachte.

Ich plädiere nicht für Johann Moritz auf Freispruch.

Aber hier sollte Gnade für Recht walten.

Ich tue das nicht im eigenen Namen.

Auch nicht im Namen der Gerechtigkeit.

Auf die jeder Mensch Anspruch hat. Auch Johann Moritz.

Nein ... Ich bitte darum, ...

im Namen von Susanna Moritz, der Frau des Angeklagten.

(Richter): Setzen Sie sich.

Ich bitte das Gericht, einen Brief lesen zu dürfen,

in dem Susanna ihrem Mann schrieb.

Ich gebe ihn als Beweisstück A. Ich bekam nie einen Brief.

Der wurde beschlagnahmt.

Einspruch!

Mit Rücksicht auf die sowjetischen Alliierten.

Ich möchte wissen, was in meinem Brief steht.

(Richter): Seien Sie still!

Der Einspruch wird abgelehnt.

Setzen Sie sich.

Bitte, fahren Sie fort.

(Verteidiger): Lieber Yan,

jetzt sind es schon acht Jahre, dass wir uns nicht hörten.

Ich erfuhr vom Schweizer Roten Kreuz, wo du dich befindest.

Es ist so viel geschehen, seit dich die Polizei wegschleppte.

Ich hoffte jeden Tag, dass du zurückkommst.

Jeden Morgen hab ich Brot gebacken.

Ich ließ das Tor für dich offen.

Aber du bist nicht gekommen.

Eines Tages musste ich die Scheidung beantragen.

Ich tat es,

um uns das Haus zu retten.

Aber in meinem Herzen konnten sie uns nicht trennen.

Nach dem Weggang von Fontana wurde ich krank.

In einen deutschen Dorf kümmerte man sich um uns.

Eines Nachts kamen russische Soldaten.

Die Haustür war verschlossen.

Sie brachen sie auf und schleppten uns weg.

Sie zwangen uns, Wodka zu trinken.

Dann rissen sie uns die Kleider herunter.

Ich bin ohnmächtig geworden.

Während ich das schreibe, bin ich krank vor Scham.

Lieber Yanni.

Du sollst alles wissen.

Nur wegen der Kinder brachte ich mich nicht um.

Aber seitdem fühle ich mich tot.

Ich habe als Folge dieser furchtbaren Zeit

ein drittes Kind.

Es ist jetzt zwei Jahre alt.

Ich kann verstehen, wenn du mich nie mehr sehen willst.

Aber bitte ...

bitte antworte mir.

Susanna.

Hohes Gericht,

diese Frau wartet auf Antwort.

Ihr Spruch wird die Antwort auf den Brief sein.

Ich glaube nicht, das Rechtsnormen verletzt werden,

wenn das Gericht sich entschließt,

einen Mann und eine Frau wieder zusammenzuführen,

die schon so viel gelitten haben durch einen Krieg,

der so verbrecherisch war wie die Menschen unschuldig sind.

November 1949 Irgendwo in Deutschland

*Pfeife*

*Melancholische Musik*

Guten Tag, Susanna.

Du ...

hast dich gar nicht verändert.

Du hast dich auch nicht verändert.

Gebt euerm Vater einen Kuss.

Komm, Antonio. Acht, das sind ja schon fast Männer.

Und Männer küssen sich doch nicht.

Pedro. Nein.

Antonio.

Hm?

Wie heißt du denn?

Marco.

Marco.

*Marco singt*

(Journalist): Wann läuft der Zug ein?

(Soldat): Der ist schon wieder weg.

Johann Moritz?

Ja.

Ich bringe eine Artikelserie.

Sie haben Ihre Familie wieder.

Was sind Ihre nächsten Pläne?

Pläne?

Wir haben keine Pläne.

Ich darf doch ein paar Aufnahmen machen?

Stellen Sie sich neben Ihren Mann.

Kommt Jungs, einer nach drüben.

So ist recht.

Komm mal her.

Den halten Sie mal.

Gut so und jetzt alle lächeln.

Rücken Sie an Ihren Mann, kleine Frau.

Legen Sie Ihren Arm um Ihre Frau.

Ach, Herr Moritz.

Lächeln.

*Orchestermusik*

Noch eine letzte ...

Und Lächeln.

Schön lächeln.

Lächeln!

Richtig glücklich.

Das können Sie doch viel besser.

Glücklich lächeln.

UNTERTITELUNG: Globe tv GmbH, Saarbrücken, 2024

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