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.
* Eindringliche Musik *
(Frau) Plaion Pictures.
* Rauschen *
(Erzähler) Das königliche Reichskrankenhaus
steht auf uraltem Sumpfland.
Hier waren in alten Zeiten die Färberteiche.
Hier wässerten die Bleicher ihre riesigen Tücher
und breiteten sie zum Trocknen aus.
Der Dampf, der aus den nassen Stoffen aufstieg,
hüllte den Ort in ewigen Nebel.
Jahrhunderte später wurde hier das königliche Reichskrankenhaus gebaut.
Die Bleicher wichen den Ärzten und Forschern,
den klügsten Köpfen des Landes mit ihrer hochmodernen Technologie.
Zum krönenden Abschluss nannten sie das Krankenhaus "Das Königreich".
Von nun an sollte gemessen und gezählt werden,
auf dass nie mehr Aberglaube und Unwissenheit
die Bastion der Wissenschaft erschüttere.
Aber vielleicht wurden sie zu anmaûend
in ihrer hartnäckigen Leugnung der spirituellen Welt,
denn es ist, als wären Dampf und Kälte zurückgekehrt.
* Beklemmende Musik *
In dem so modernen und scheinbar soliden Gebäude
werden allmählich erste, kleine Ermüdungsrisse sichtbar.
Noch merkt man wenig davon im Inneren,
aber die Tore zum Königreich beginnen sich wieder zu öffnen.
* Knirschen *
Mit Untertiteln von SWISS TXT
Untertitelfarben:
Dr. Stig Helmer Sigrid Drusse
Prof. Einar Moesgaard
* Rhythmische Titelmusik von Joachim Holbek *
* Die Musik verklingt. *
* Beklemmende Musik *
* Spannende Musik *
Dr. Krogshoj, hat der Krankenwagen eben jemanden eingeliefert?
Ich habe niemanden gesehen.
Das ist eine komische Sache.
Sitzt keiner drin.
* Die Musik endet abrupt. *
Ah! Da bist du ja.
Na? Was sagst du?
Na, schmeckt's? Guti, guti.
* Knurren und Bellen *
* Spannende Musik *
Siehst du auch etwas Merkwürdiges?
* Der Hund knurrt weiter. *
(Arzt) Auf den Doktor können Sie sich verlassen.
Sie liegt auf der Eins. Sie ist ein Fall für euch.
Guten Abend. - Guten Abend.
Ich heiûe Krogshoj, diensthabender Neurochirurg.- Ah, ja.
Ich heiûe Sigrid Drusse.
Sind Sie ein guter Arzt?
Na ja ... Wie man es nimmt.
Ich sehe hier, Sie ... haben taube Hände?
Ja, so etwas wie Ameisenlaufen. Sticht wie tausend Nadeln.
Ich kann ganz unmöglich damit pendeln.
Patientin klagt über Ameisenkribbeln.
Na, Frau Drusse?
Wieder mal bei uns?
Ja. - Wo fehlt's?
Wieder mal mein Arm.
Ich darf nach oben, in die Neurochirurgie.
Ziemlich schwierig, da reinzukommen.
So, also dann.
Grüûen Sie meinen Sohn beim Schichtwechsel.- Ja.
* Leises Surren *
* Ein Mädchen weint leise. *
* Das Mädchen weint lauter. *
* Es weint weiter. *
* Spannende Musik *
* Die Musik wird eindringlicher. *
Hallo. - Hallo.
Da hat jemand geweint.
Das war unten, von der Kinderstation.
Der Lift fährt da vorbei. - Nein, das kam nicht von unten.
Das war, als würde jemand auf dem Fahrstuhl sitzen.
Ja?
Ist das hier schon die neurochirurgische Abteilung?- Ja.
Schwierig, hier reinzukommen, nicht?
* Spannende Musik *
Das kleine Mädchen hat sich offenbart vor der alten Dame.
Und ... wo ... war das?
Ähm ... Das war im Aufzug.
Im Aufzug?
Mhm.
* Beklemmende Musik *
* Die Jugendlichen lachen. *
Ich bin der neue Oberarzt, Dr. Helmer.
Ich verlange, dass augenblicklich die Gehwegplatte eingesetzt wird!
Und zwar sofort, bevor da drauûen ein Unglück geschieht!
Kann ich Ihren Chef sprechen?
Der Chef ist nicht da.
Eine klare Tetraspastik? - Ja, würde ich sagen.
Ganz eindeutig eine Parese des linken Beins ...
Ist das nicht irre?
Fang doch einfach ohne ihn an.
Sieht so aus, als würde Oberarzt Helmer heute nicht kommen.
Fangen wir an. - Er hat ein enormes Arbeitspensum!
Kleinliche Stechuhrpünktlichkeit können wir nicht verlangen.
Da er meines Wissens kein neurologisches Leiden hat,
scheint mir die Frage nach seinem Gesundheitszustand völlig belanglos.
Neu auf der Station ist eine Frau Drusse
mit leichter Parese und Lähmung rechts in Hand und Arm.
Wir sollten sie zum CT schicken.
Okay.
Ah, ah, ah, du weiût doch, dass nur der leitende Oberarzt
ein Computertomogramm anordnen darf.
Bist du wohl so nett? - Ah.
Wir können nicht das ganze Krankenhaus stilllegen,
nur, weil Dr. Helmer verschlafen hat.
* Seufzen *
Aha!
Und wann, denken Sie, wird Ihr Chef
heute freundlicherweise hier aufkreuzen?
Ich habe gehört, dass eine Wasserleitung geplatzt ist.
Was?- Der Parkplatz soll total unterminiert sein.
* Seufzen *
Verzeihung, Dr. Kroghoj, eine Frage. Leiten Sie noch das Schlaflabor?
Ja. Haben Sie Interesse? - Durchaus. Ich hatte gedacht ...
Die Morgenkonferenz? - Die ist längst rum.
Was?- Wir haben geglaubt, Sie kommen nicht mehr.
Da dachte ich ...
Ach so, Sie dachten. So, so.
Wenn Prof. Moesgaard Privatvisite hat
und ich ihn vertrete, beginnt die Morgenkonferenz dann,
wenn ich da bin!
Und Sie endet erst, wenn ich gehe!
Setzen Sie sich. Also dann, was gab's letzte Nacht?
Irgendwelche Neuaufnahmen?
Tür zu!
Danke sehr.
Ich habe nach Neuaufnahmen gefragt! - Ähm, ja. Ja.
Eine Frau Sigrid Drusse mit Parese, bzw. Parästhesie im rechten Arm.
Aha. - Wir haben sie ...
Was denn? - Wir haben sie ...
Was haben Sie? - Wir haben sie zur CT geschickt.
Wie war das?
Ich habe Frau Drusse zur CT geschickt.
CT, sagten Sie?
Aha.
Es gibt eine einzige Person,
welche hier in der neurochirurgischen Klinik
das Recht zur Anordnung eines CTs hat!
Und das ist einzig und allein der Oberarzt persönlich!
Ich hatte ja bloû gemeint ... Na ja.
"Gemeint", "gemeint".
Haben Sie noch nie zuvor in Ihrer Laufbahn
das schöne, alte Wort "Budget" gehört, hm?
Soll ich es Ihnen buchstabieren?
B, U, D ...
Rigmor.
Was alles ...
... muss man hierzulande an Erniedrigungen erdulden, hm?
Hier im verfluchten Land der Dänen? Kannst du mir das sagen?
Nein, Stig.
Sie werden umgehend die Anordnung für das CT rückgängig machen.
Tut mir leid, das geht jetzt nicht mehr.
Die Aufnahme wird eben gemacht.
Mutsch.
Das kannst du mir nicht antun. - Hallo Bulder.
Du hast versprochen, du tust es nie mehr!- Aber ...
Mutsch, ich arbeite hier! - Ja.
Nur heute fühlt es sich an, als ob mir echt etwas fehlt.
Komm, Mutsch, gehen wir.
Pfleger, legen Sie die Patientin bitte flach hin.
(Stöhnend) Ah! Ah! - Ein bisschen vorsichtig, ja?
Sie können gehen!
(Arzt) So, jetzt fahren wir rein. - Ja, herzlichen Dank.
Tag. - Tag, Helmer.
Du bist ja, Gott sei Dank, da.
Einar, eine sehr ernste Sache.
Eine sehr, sehr ernste Sache. - Oh, mein Gott!
Der heute diensthabende Stationsarzt Krogshoj
hat eigenmächtig ein CT angeordnet, Einar!
Krankheiten sind etwas Schauerliches.
Wir müssen akzeptieren,
dass ein Krankenhaus voller Patienten steckt.
Auch, wenn es für uns lästig ist und unbequem.
Du weiût doch, wie nützlich ein CT für die Diagnose sein kann.
Mhm, durchaus, aber seit wann hat ein diensttuender Stationsarzt
die Befugnis, ein teures CT anzuordnen?
Darüber hat nur der Oberarzt zu entscheiden!- Ja ...
Daher erwarte ich,
dass die Sache für den Herrn Konsequenzen hat.
Helmer, mach doch keine Tragödie daraus!
Kroghoj ist vielleicht nicht der beste Arzt dieser Klinik,
aber der ist durchaus in Ordnung, auf seine Art.
Also, so ein blutjunger Stationsarzt
und ordnet sündhaft teure CTs an!
Also ...
Das ist absurd!
Disziplinarmaûnahmen vom Zaun zu brechen,
ist sicher nicht die beste Art,
dich in den Kollegenkreis der Abteilung einzuführen.
Also, ich mag Krogshoj, und du lernst ihn auch noch besser kennen.
Da, komm. Setz dich her.
Nimm Platz.
Was ich dir noch zeigen wollte ...
Wie findest du dieses Logo?
Hm?
Ich habe die neue Arbeitsklimainitiative
"Operation Morgenluft" genannt.
Gut, was? Wir müssen offener für neue Ideen sein.
Auf der Patientenseite wie personalseitig.
Und die Sonne, finde ich, die ... die ... die ...
Die symbolisiert das alles.
Aha.
Und das ist die ... "Operation Morgenluft"?
Ja! Gefällt's dir? - Nein.
Nicht? - Nein.
Ach, und ich dachte,
ich lasse davon Buttons machen, zum Anstecken.
Ja, ja, ja.
Ja, vielleicht. Du ... Du bist ja der Chef.
Ja. - Ähm ... Mhm.
Weiût du eigentlich, warum Helmer hier ist? - Hm?
Weil ihn in Schweden kein Krankenhaus haben will.
Wieso nicht? - Der macht unsaubere Sachen.
In seiner letzten Klink hatte jemand sehr gute Forschungsergebnisse.
Publiziert hat er es unter eigenem Namen.
Das sind blöde Gerüchte. - Ja, von wegen!
Moesgaard hat den Artikel gelesen, im Lancet, und ihn dann hergeholt.
Ich glaube, er hat ihn nicht mal selber geschrieben,
aber Moesgaard will das nicht wahrhaben.
Dein Kittel gefällt mir. - Ah, ja?
Ist allerdings genau der gleiche wie deiner.
Bloû siehst du darin besser aus. Schon etwas vor heute Abend?
Ich muss noch so viel lesen. * Er schnaubt. *
Ich kann es nicht ändern.
Ist nicht gut für dich, das viele Rumstudieren.
Oder ist es etwas Persönliches?
Hm? Bin ich dir zu penetrant, vielleicht?
Ich kann dich fragen, wann ich will. Du hast nie Zeit.
Wohin ist der junge Stationsarzt unterwegs,
wenn die Frage gestattet ist?
Nach Hause, ins Bett. Ich bin seit 12 Std. im Dienst.- Aha.
Jemand, der so groûkotzig ist, dass er CTs anordnet,
ist sicher brennend daran interessiert,
an unserer täglichen Röntgenkonferenz teilzunehmen.
Und als Nächstes reinigen wir ... jetzt diesen Raum ...
... und uns alle, die wir hier sitzen ...
... vom Lärm ...
... der Lebenden.
* Leise, spannende Musik *
Sind hier Geister unter uns?
Wenn jetzt Geister aus dem Jenseits ... unter uns weilen ...
... gebt euch zu erkennen.
Ja.
Ja!
Wir haben gerade noch Zeit,
das CT von Frau Drusse zu betrachten.
Entschuldigen Sie die kleine, lächerliche, dumme Frage,
aber ehe wir weiterreden, wüsste ich gerne erst noch eins.
Was kostet eigentlich so eine Computertomographie?
Die ... ist doch sicher recht billig, oder?
Ähm, nein. Ziemlich teuer. - Ach, so.
Also, ziemlich teuer.
Können Sie uns ungefähr sagen, was das kostet?
10'000? - 10'000?
Herrje! Das sind Beträge, hm?
Und das in unserer ökonomischen Krise!
Tja.
Tja, ja, dann wollen wir doch mal sehen,
welche fürchterliche Krankheit da vorliegt.
Nein!
Da ist rein gar nichts drauf.
Nicht mal ein Fliegenschiss, oder?
Sehen Sie doch nur ...
... mein junger Herr Stationsarzt.
Das lehrbuchreife Gehirn-CT eines Profi-Simulanten, hm?
Ein schönes Erinnerungsstück für Ihr Poesiealbum, nicht wahr?
* Lautes Ausatmen *
(Laut ausatmend) Da ist wer!
Da ist wer!
* Spannende Musik *
Er möchte Zutritt ...
... in unseren Kreis.
* Lautes Ausatmen *
Also, wo liegt die Drusse? Na los, los!
Wo? - Auf 26.
Er nähert sich schon.
Er ist haarig ...
... groû ...
... primitiv.
Ah! Was haben wir denn da?
"Bitte nicht stören vorläufig. Es sind astrale Wesen im Raum."
(Keuchend) Ein schrecklicher, ekelhafter Mann!
* Frau Drusse keucht. *
Ich bitte um Verzeihung, meine Damen.
Die einzig Schuldige ... an allem bin ich.
Schwester? - Ja?
Wer ist die Frau? Ist das die Drusse?
Ja, ja.
Hier habe ich eine Bildfolge ...
... des Kopfes der verehrten Dame.
Darin sehe ich ein Klümpchen, ein winziges, graues Zellklümpchen,
das im Volksmund gewöhnlich "Gehirn" genannt wird.
Offenbar ist diese Dame so eine Art ...
... geistiger Guru ... für die anderen,
minderbemittelten Zimmergenossinnen,
aber sie verdient diese Ehre nicht.
Alles nur Bauernfängerei, was die Irre betreibt.
Wie die Krankheiten, die sie vortäuscht,
um sich ein wenig Aufmerksamkeit zu ergattern.
Hier war sie schon 25-mal.
25-mal schon! Allein hier in diesem Krankenhaus!
Eine Simulantin, ganz einfach.
Eine bescheuerte, verfluchte Simulantin.
Das ist richtig, Herr Doktor, ich bin schrecklich oft krank.
Mir geht's nicht gut. - Krank sind Sie?
Ja.
Ja, Sie sind krank.
Die Patientin erklärt: "Mein Arm ist kraftlos und kribbelt."
Ein Zitat ...
... aus dem Grundlehrbuch der Neurologie,
das in jeder Bibliothek auszuleihen ist.
Und in jedem Kindergarten.
Wo steht es denn gleich? Ach, da.
"Der Arm ist kraftlos und kribbelt", usw.
Wenn Sie das nächste Mal die Absicht haben,
die Simulantin zu spielen,
hier bei uns, in meiner Abteilung,
dann wäre ich Ihnen verflucht dankbar,
wenn Sie es gütigst unterlassen könnten,
auch noch wortwörtlich aus dem Lehrbuch zu zitieren!
Schwester? - Ja?
Machen Sie die Entlassungspapiere fertig für die Patientin.
Idiot!
* Piepen *
* Elektronisches Geräusch *
* Elektronisches Geräusch *
Wer, bitte, ist denn das?
Von Prof. Moesgaard der Sohn. Er studiert Medizin.
Prof. Moesgaard lässt ihn hier bei uns hospitieren.
Er hält sehr groûe Stücke auf ihn.
Hallo Camilla.
Danke, Mogge.
Eine Rose.
Du sollst mir keine Blumen kaufen und dein Geld verplempern.
Hast du nachgedacht über das, was ich dir gesagt habe?
Ich bin zu alt für dich. Such dir eine aus deinem Semester.
Lass das. Ich liebe dich! Ich will keine andere!
Ich mache mit keinem Studenten rum.
Ich als ein echter Moesgaard, ich gebe nicht auf. Niemals!
Was bleibt dir übrig?
Weiû du eigentlich, dass du mir sehr wehtust?
Tue ich das? - Ja!
Vielleicht raste ich aus und tue etwas Irres! - Was?
Was weiû ich?
Vielleicht bringe ich mich um.
Bloû nicht.
Soll das heiûen, das ist dein letztes Wort?
Jetzt geh schön. Ich habe heute sehr viel Arbeit.
Wie soll ich das verstehen? Ist das dein letztes Wort?
* Die Tür geht auf. *
Stig!
Du kannst ja schon sehr brutal sein, wirklich!
Aber ich liebe dich trotzdem, und weiût du, wieso?
Nein. - Möchtest du es wissen?
Nein.- Weil du eine groûe Persönlichkeit bist!
Darum liebe ich dich.
Die anderen, das sind alles solche Zwerge!- Mhm.
Hm?
Wann nimmst du endlich deine Sachen und ziehst zu mir?
Ach, ja, ja.
Ich muss hier erst mal richtig Grund kriegen unter den Füûen.
Mein kleiner August Strindberg! Seine Locken hast du ja schon.
Lass. Ich mag es nicht, wenn man mir in die Haare fährt.- Nein.
Wir bräuchten dringend Ferien. - Ja.
Haiti. Da würde ich so gerne hin. - Mhm.
Wenn du willst, dann bestell einen Tisch für uns.
Hai...
Meinst du, nach Haiti? - Ja.
Da drüben ... Unter den Nackten wie ...
Was willst du denn da? - Na, was wohl?
Volkskunde, Voodoo, Naturheilmethoden!
Moment, Moment, Moment.
Was hast du da gesagt?
(Seufzend) Schon gut. - Doch, ich hab's gehört.
Sag das noch mal. - Ach, bla, bla, bla.
Sag es, sag es. Du hattest etwas auf der Zunge.- Nein.
Sag es! - Naturheilmethoden.
Da kommt es raus.
Ich erwarte keine Rücksichtnahme,
doch gewisse Wörter solltest du doch vermeiden.
Ist dir mein Umgang doch nicht wichtig?
Jetzt ist es aber gut. Es war nicht böse gemeint.- Ach, was.
Naturheilmethoden! Natur!
Du bist Ärztin, denk dran. Du bist Naturwissenschaftlerin!
Geh und wasch dir den Mund mit Seife aus!
Also, du bist doch ein altes Zetermaul!
Jetzt sei so gut und lies dieses Buch,
dass du ein differenzierteres Bild von Haiti kriegst.
Ich lese doch nicht diesen Firlefanz!
"Astrale Wesen"! Soll zur Hölle fahren!
Vielleicht hat er recht, wenn ich es mir überlege.
Ich bin vielleicht bloû eine dumme alte Schachtel.
Sag mal, Bulder, sag, bin ich als Mutter ein Versager?
Nein, nein. Nein.
Nein.
Nein, du ...
Du bist alles Mögliche.
Ab und zu ein bisschen ...
... neben der Tasse manchmal.
Es ist egal. Ich mag dich.
Oh.
Du bist ein guter Junge, Bulder.
Ich kann dich nach Hause bringen. - Nein, brauchst du nicht.
Ich nehme den Bus. Da fährt doch die 10.
Aber lieb, dass du es angeboten hast.
Hoppla.
Ähm ...
Woher habt ihr die ... Mutsch? Mutsch!
Ähm ... Mutsch, wo waren die Stühle?
* Beklemmende Musik *
* Rattern *
* Ein Mädchen weint. *
* Spannende Musik *
Hallo?
Hallo?
* Dramatische Musik * * Klappern *
Hallo?
Hallo?
Hallo? Hier ist der Hausmeister. Gibt's Probleme?- Ähm, nein.
Ich glaube, ich habe aus Versehen auf den Knopf gedrückt,
und seither fährt er nicht.
Drücken Sie aufs Stockwerk. Dann fährt er weiter.- Danke.
(Durchsage) Dr. Krogshoj, bitte auf Station 3 anrufen.
(Durchsage) Dr. Krogshoj, bitte.
Guten Tag. Mir geht's, glaube ich, wieder schlechter.
* Beklemmende Musik *
* Stimmengewirr im Hintergrund *
* Eindringliche Musik *
* Die Musik verklingt. *
Sie, da.
Kommen Sie schon.
Haben Sie ... Angst?
(Mogge) Nein.
Würde es Ihnen etwas ausmachen, wenn ich Sie anfasse?
Zum Beispiel im Gesicht?
Kann schon sein.
Sie, da.
Stellen Sie sich dicht neben ihn.
Näher.
Näher, näher, näher. - Das mag ich nicht.
Mag er nicht.
Denken Sie vielleicht,
diese Herrschaften mögen das, da so still zu liegen?
Und darauf zu warten, dass wir an ihnen herumschnipsen und -schneiden?
Weiû ich nicht.
Ich sage Ihnen, dass Berührungsangst ...
... die Angst vor körperlicher Nähe zu anderen Menschen,
nichts als die Angst vor dem Tod ist.
Und weshalb?
Weil es sich dabei um die Angst
vor der ... Gemeinsamkeit handelt.
Gemeinsamkeit.
Jedes Mal, wenn ein neuer Fahrgast in den Bus kommt
und Sie einen Platz weiterrücken, um jeden Körperkontakt zu vermeiden,
jedes Mal, wenn Sie es vermeiden, mit Ihren Fingern
in den Krankheitssymptomen eines Patienten herumzustochern,
handelt es sich um die Angst vor ...
... Gemeinsamkeit.
Vor der groûen Gemeinsamkeit.
* Spannende Musik *
Jeder, der hier in der Klinik arbeitet ...
... hat seinen Platz akzeptiert.
In der Gemeinschaft.
Eine Leiche ...
... stellt keinerlei Ansprüche.
Eine Leiche stellt ihre Körpergewebe
ohne weiteres Aufheben groûzügig und vorbehaltlos ...
... in den Dienst der Wissenschaft.
Der Gesetzgeber verpflichtet uns neuerdings,
die Einwilligung der Angehörigen einzuholen,
wenn wir eine Autopsie durchführen wollen.
Eine Gesetzesvorschrift,
die unsere Arbeit erheblich erschwert.
Aber wenn wir offen und vernünftig bei den Gremien nachfragen,
kann kein Mensch behaupten,
dass Obduktionen überflüssig und sinnlos wären.
Das Gesetz der Lebenden verlangt ...
... dass wir erst um Erlaubnis fragen.
Der Gesetz der Toten heiût, einfach nützlich sein.
Und das verlangt von uns ...
... Respekt.
Also dann, der allererste Schnitt.
Ach, daran gewöhnen Sie sich mit der Zeit.
Hallo.
Wir kommen von der Neurochirurgie. - Ähm ...
Die Patientin ist, glaube ich, auf der Toilette. Oder?
Ich sehe mal nach.
* Klopfen *
Frau Drusse? Geht's Ihnen nicht gut?
Brauchen Sie Hilfe? - Nein.
Nein, ich habe nur ... ein bisschen Schwierigkeiten beim Wasserlassen.
Ja.
Mein Name ist Judith. Ich bin von der Neurochirurgie.
Ah, ja.
Jetzt setzen wir uns mal schön hin.- Danke.
Als ich vorhin die Bus-Monatskarte rausziehen wollte,
konnte ich plötzlich meine Hand nicht mehr spüren.
Da ist vielleicht doch etwas nicht in Ordnung.
Ich mache erst mal den Nadeltest.
Schauen Sie bitte woandershin? - Ah, ja.
* Räuspern *
(Judith) Spüren Sie etwas?
Nein.
Spüren Sie jetzt etwas? - Nein.
Ja, Ihre Hand ist ganz kalt.
Hast du gemerkt, dass er dir sehr ähnlich sieht?
Findest du? - Wie ein Ei dem anderen.
* Alle lachen. *
Du hast irgendwie recht.
Haben Sie denn gar nichts kapiert, Herr Student?
Den Toten ist es sicher egal, wenn wir uns etwas amüsieren.
Ein Mensch, der nicht fähig ist, die Pathologie ernst zu nehmen,
ist auch nicht fähig, das Leben ernst zu nehmen.
* Beklemmende Musik *
Es wird schon wieder Abend,
und das kleine Mädchen ist schon wieder im Aufzug.
Sie ist im Aufzug?
Und dann ist sie wieder nicht im Aufzug. - Ja.
Manchmal da, manchmal nicht da.
Die ganze Zeit.
Das ... ist gruselig.
Ja, das ist ...
... ungeheuer gruselig.
* Spannende Musik *
Ich kann gut allein hochfahren.
* Leise, beklemmende Musik *
* Leises Quietschen *
* Rattern *
* Quietschen *
* Ein Mädchen weint. *
* Spannende Musik *
* Quietschen *
* Sie atmet laut aus. *
* Stöhnen *
* Lautes Ausatmen *
Kleines Mädchen, hallo.
Kleines Mädchen, hör doch.
Ich bin doch wieder da.
Ich komme zu dir.
Ich helfe dir.
* Eindringliche, spannende Musik *
Was ist denn nur los?
Kleines Mädchen.
Kleines Mädchen.
Sag doch ...
Es ist kindisch. Schlicht und einfach kindisch.
Und albern obendrein. - Hör doch zu.
Die wichtigsten Ärzte der ganzen Klinik sind Logenmitglieder.
In bessere Kreise kannst du nicht kommen.
Moesgaard muss viel von dir halten, wenn er dich dort einführt.
Auch auf kleiner Leute Schultern sieht man weit.- Ja.
"Operation Morgenluft" und "Söhne des Königreichs"!
Soll das die dänische Forscherelite sein?
Die können nützlich sein.
Da wäscht eine Hand die andere, in der Loge.
Stell dir vor, die Mona-Operation kommt vor die Ärztekammer. Was dann?
Sag kein Wort mehr von dieser Mona-Sache.
Und fummel nicht dauernd an mir rum.
Habe ich Schuppen oder Haarausfall? Lass mich bloû in Ruhe!
Dann viel Vergnügen, Schatz. - Ja, ja.
* Der Aufzug klingelt. *
(Seufzend) Tja.
Also, Ärzte und Patienten im selben Lift.
Das ist unglaublich. Völlig unmöglich!
In Schweden, in unseren Krankenhäusern,
da hat die Ärzteschaft eigene Extralifte.
Das finden alle ganz normal und gar nicht merkwürdig.
* Piepen *
Habe ich mir von einem Pfleger besorgt.
Guten Tag. - Guten Tag.
Darf ich vielleicht aufstehen und durch die Gänge laufen?
Den Beinen fehlt ja nichts, die sind gesund.
Na, das werden wir sehen.
Was soll den das bedeuten?
Sie sind ja ein völliger Idiot!
Ja?
Das ist eine Unverschämtheit!
Ich verbitte mir das Getue!
Verzeihung. Ich dachte nur, heute ist doch Ihr Logen-Abend.
Und was hat das mit der Loge zu tun?
Hm.
Ich wollte nur sagen, Vorsicht mit der Nase.
'86 ist die Nase von Dr. Lindemann erheblich verletzt worden.
Hat schon so seine Risiken, das Ritual.
Vielleicht wird's ja nur halb so schlimm.
Verehrter Alter, geliebte Mitbrüder, ein Küken kommt und klopfet an!
Salut, meine Brüder. Salut!
* Tröten *
Das ist ein Fall für die Gewerkschaft. Machen wir Druck!
Danke für die Flasche, Dr. Krogshoj! - Keine Ursache.
(Mann) Wie geht's denn deiner Alten?
* Beschwingte Musik aus dem Radio *
* Lautes Ausatmen *
Küken, heb deine Flügel ...
... und jetzt sprich mir nach.
"Ich schwöre meinen Brüdern von den Söhnen des Königreichs
ewige Treue."
Ich schwöre meinen Brüdern von den Söhnen des Königreichs
ewige Treue.
"Und ich schwöre und gelobe,
dass ich ihr Wohlergehen und ihre Gesetze
mehr als alles andere achte."
Und ich schwöre und gelobe,
dass ich ihr Wohlergehen ...
... und ihre Gesetze mehr als alles andere achte.
"Ich schwöre ewige Hingabe an die nüchterne Naturwissenschaft
und Feindschaft gegen das Okkulte in jeder Form."
Ich schwöre ewige Hingabe an die nüchterne Naturwissenschaft
und Feindschaft gegen das Okkulte in jeder Form.
Nun ... das Ritual.
* Alle skandieren rhythmisch. *
* Beklemmende Musik *
Also, so was!
Ist seit '86 nicht mehr passiert. Wie geht's denn?
Da ist sie ja schon wieder. - Wer?
Die Drusse, die Simulantin.
Also, welcher absolut und total verblödete Idiot
hat die wieder reingelassen?
Das war ich.
Judith hat sie untersucht.
Es besteht eine klare Parästhesie der rechten Hand!
Ich behalte sie eine Woche zur Beobachtung hier.
Das ist doch nur vernünftig, oder? - Natürlich. Du bist der Professor.
Du weiût ja genau, was vernünftig ist.
Wenn du verpflastert bist, kommst du rüber zu den Brüdern, ja?
Jetzt wird nur noch gefeiert. Keine weiteren Rituale.
Ja? - Ja, ja, keine Sorge.
Dafür wäre ich dir dankbar. Nun helfen Sie schon!
Schön den Patienten stützen beim Aufstehen, ja?
Merken wir uns das!
Bei allem Respekt, in Schweden bemühen wir uns
um eine zivilisierte Fassade.
Und wir konzentrieren unsere, wie sage ich,
festlichen Aktivitäten eher auf ...
... seriöse ...
... traditionelle Veranstaltungen.
Ja, verstehe. Ja. - Hm.
Krebse ... und Austern ...
Oh, ähm, hör zu.
Ich hätte eine Bitte. - Ja?
Die OP, die du neulich durchgeführt hast,
an dieser Mona Soundso.
Ja? - Sie hat einen Dauerschaden.
Ja, na und? - Hm?
Das kommt vor, wenn man Leuten im Gehirn rumrührt.
Ja, mein lieber Stig, das weiû ich doch.
Ich habe aber leider einen Termin mit ihrer Mutter heute.- So?
Ich fürchte, die will klagen.
Die medizinische Problematik ist ihr zu hoch.- Ah.
Ich habe ihr versprochen, dass du mit ihr redest.
Was denn, heute? - Ja. Prima Idee.
Sie ist gerade zu Besuch bei ihrer Tochter.
Na, bezirz sie doch ein bisschen, wir haben keine Zeit für Klagen!
So im Zuge der "Operation Morgenluft", hm?
Da kommt man sich näher. Also, mach.
(Alle) # Oh, Mona, Mona, Mona, Mona.
# Nur du bist all mein Glück.
Völlig verblödet, diese Dänen!
# Ich träum bei Tag und Nacht von dir allein.
# Oh, Mona, Mona ...
* Rauschen *
(Mann) ... dem Moesgaard gesagt: "So nicht. Mit mir nicht."
Bulder! - Mutsch!
Du trinkst hier nach der Arbeitszeit?
Wieso bist du nicht daheim? - Das könnte ich dich auch fragen.
Ich habe Rufe gehört. Ganz deutlich.
Mutsch!- Nein, Bulder, nicht, was du wieder denkst!
Richtig klare Rufe.
Im Liftschacht hat jemand geweint. Es klang wie ein kleines Mädchen.
Ich habe es nicht allein lassen können.
Ich musste mich wieder aufnehmen lassen.
Vielleicht ein erster Jenseitskontakt.
Zum allerersten Mal! Kannst du dir das vorstellen?
Da habe ich mein ganzes Leben versucht,
Kontakt zu Geistern zu kriegen,
und dann kriege ich den Kontakt in einem Fahrstuhl,
ohne es zu wollen.
Ist das nicht aufregend?
Habt ihr etwas Verdächtiges bemerkt?
Ja, schon. - Nein.
Nein! - Doch!
Ich habe ... - Bulder.
Bulder, wir müssen in diesen Aufzugschacht!
Nein, Mutsch. - Ja, Junge, das kenne ich schon.
Wenn ich dich brauche, verlässt du mich.- Ach, Unsinn.
Ich bin über den Schock immer noch nicht weg,
den du mir im Mai '68 versetzt hast.
Oh! Was denn für ein Schock?
Straûenschlachten mit der Polizei, oder was?
Tja, so kann man das nennen. - Da bin ich von zu Hause weg.
Ich war 28 Jahre alt, Mutsch!
Du hattest nicht gesagt, dass du nicht mehr bei mir wohnen wolltest!
Das hat mich sehr verletzt. - Ich bin ...
Ich bin doch nach einer Woche wieder eingezogen.
Wie geht's denn Ihrer Mutter jetzt? - Meiner Mutter?
Die ist schon seit Jahren tot. - Da haben Sie ja ein Riesenglück!
Und wenn er leer ist, der Aufzugschacht?
Wenn wir nichts entdecken? Kann sein, dass da nichts ist!
Ja ...
* Lautes Ausatmen *
Ja, also dann ...
Dann werde ich die ganze Pendelei aufstecken.
Wenn das so wichtig ist für dich! - Ganz und gar?
Keine Séancen mehr?
Also gut, von mir aus. Meinetwegen.
Wachzentrale?
Wieso denn gerade jetzt?
Was für ein Gefallen soll das sein?
Camilla hat heute Nachtdienst.
Gib ihr einfach die Tüte mit einem Gruû von mir.
Es täte mir leid, aber es wäre die einzige Lösung gewesen.
Sag es ihr einfach! - Was soll das überhaupt?
Mach schon! - Aber ...
Du kannst ihr ja wohl eine Tüte bringen!
Hallo Christian.
Hi.
Das soll ich Ihnen von Mogge bringen.
Er sagt, es täte ihm leid.
Ich will nichts von Mogge.
Das müssen Sie selber wissen. Ich soll Ihnen nur die Tüte bringen.
Nein.
Sagen Sie Ihrem Mogge,
er kann sich sein Geschenk hier wieder abholen.
Offenbar hat er es auch jetzt noch nicht kapiert.
Ja, sie hat es genommen. - Hat sie es aufgemacht?
Nein. - Wieso nicht?
Weiû ich doch nicht.
Kann ich jetzt wieder ins Bett gehen?
Entschuldigung.
Dr. Krogshoj hat gesagt,
ich sollte zu Ihnen, in Ihr Schlaflabor.
Ich hätte in den OP gesollt, aber dazu habe ich nicht die Nerven.
Er hat gemeint, hier würde ich besser hinpassen.
Alle Studenten müssen irgendwann bei Operationen zusehen.
Ja, schon. Aber nicht gerade heute.
Okay. - Danke.
Sie können da Ihren Mantel aufhängen. - Danke.
* Kreischen *
* Schluchzen *
Ist ja gut.
Ist ja schon gut.
* Lautes Ausatmen *
Komm, iss schön.
Guten Abend.
Mein Name ist Dr. Helmer. - Komm, iss doch.
Gehen Sie mir aus den Augen.
Versuch es doch noch mal. - Ich heiûe Dr. Helmer.
Noch einen Löffel. Komm.
Ja, so ist brav, mein Schatz.
Nein. Schlucken.
* Piepen * So ...
Ja.
Komm, noch ein Löffelchen.
Ja.
So ist schön. Und runterschlucken.
Hören Sie, Schwester.
Die Dame möchte nicht mit mir sprechen.- Ja.
Würden Sie vermitteln? - Gern, wenn ich kann.
Danke. - Ja, so ist brav, mein Schatz.
Hier steht derjenige, der Ihr kleines Mädchen operiert hat.
Er ist der Arzt, der Ihre kleine Tochter operiert hat.
Das weiû ich.
Das weiû sie schon. - Danke.
Ich verstehe die Dame durchaus. - (Mutter) Ein letztes Mal.
Komm, schluck. - Mona.
Schlucken, schön schlucken.
Noch ein kleines Löffelchen.
Mona. - Schatz? Schau doch.
Mona, Schätzchen.
Wie geht's unserer Mona?
Wie es ihr geht? - Ja.
Können Sie das nicht sehen?
Es wird nie mehr besser. - Ich möchte, dass Sie ...
Ich möchte, dass Sie einige Dinge verstehen,
die die unglückliche OP Ihrer Tochter betreffen.
Ich werde Ihnen auch einiges zu dieser OP zu verstehen geben.
Ich habe mit Ärzten geredet. - So?
Ach, und war waren das für Ärzte? - Das hätte nie passieren dürfen!
Sie haben mir mein Kind genommen!
Ich hätte lieber, sie wäre tot!
* Schluchzen *
Entschuldige.
Verzeih mir, Mona.
(Schluchzend) Oh, nein! - Oh, Gott. Oh, Gott.
Hören Sie, verehrte ... - Fassen Sie mich nicht an!
Ich werde klagen!
Auch, wenn Sie sich noch so entschuldigen für Ihren Fehler!
Sie wollen mir doch nicht etwa allen Ernstes
einen Kunstfehler vorwerfen?
Da stellt sie sich hin, in ihrer Eigenschaft als Mutter,
und verklagt m i c h, den Neurochirurgen Helmer!
Ich hätte einen Kunstfehler begangen!
Das erfüllt den Straftatbestand der Verleumdung!
Sogar in diesem verblödeten Land!
Ich habe in meinem Leben schon ein paar Schädel geöffnet!
Also, der von Ihrem ... rotznasigen Gör
war nun wahrlich nicht der erste!
* Lautes Schluchzen *
* Melancholische Musik *
* Die Mutter weint laut. *
* Leise, spannende Musik *
Wenn die Welt traurig ist, dann weinen die Kinder.
Wenn die Welt schrecklich ist, dann weinen die Erwachsenen.
Aber was ist mit der Welt,
wenn sogar die Häuser anfangen zu weinen?
Was ... tut aber da oben die alte Frau?
Sucht die ganze Zeit das kleine Mädchen.
Ihr ... ist doch ... sicher ... bange?
Nein, jetzt nicht mehr.
Wei... Weint ... unser Haus?
Das Haus weint ja schon lange.
# Nun, ade, du mein lieb Heimatland.
# Lieb Heimatland, ade.
Danke, ihr schwedischen Wachtürme.
Mit Plutonium ...
... zwingen wir euch Dänen auf die Knie.
Hier ...
... ist Dänemark ...
... rausgeschissen aus Kalk und Wasser.
Aber dort ...
Dort ist Schweden.
Herausgehauen ... aus Granit.
Dänischer ...
... Abschaum.
Dänischer Abschaum!
* Beklemmende Musik *
* Leise, spannende Musik *
Sie hat mit den Fingern gekratzt,
wie, um sich durch die Decke zu graben,
herunter zu mir.
* Sirene *
* Lautes Ausatmen *
* Plätschern *
* Beklemmende Musik *
* Spannende Musik *
* Bedrohliche Musik *
* Plätschern *
* Sirene *
* Spannende Musik *
* Sirene *
* Stimmengewirr *
Der Boden reiût auf!
* Klirren *
Vorsicht! Weg hier!
* Hupen * Das Wasser schwemmt alles weg!
Der Boden tut sich auf!
Los, weg hier!
Schnell weg! Weg hier!
Lauft!
* Beklemmende Musik *
* Sphärischer Gesang *
* Klappern *
* Leise, spannende Musik *
* Die Musik wird eindringlicher. *
* Japsen *
* Dramatische Musik * * Klingeln *
* Rhythmische Titelmusik *
* Er spricht Dänisch. *
Liebe Zuschauer, ich danke Ihnen,
dass Sie uns beim 1. Teil der "Geister" zugesehen haben.
Wir haben unsere Serie vorsichtig angefangen,
damit jeder sich eingewöhnen kann.
Aber schon von der nächsten Folge an ist hier viel mehr los.
Denn in diesem Gebäude geschehen merkwürdige Dinge,
und jemand ruft um Hilfe.
Hat man Sie nicht auch schon oft zu Hilfe gerufen?
Wie oft haben Sie geholfen? Immer? Selten? Nie?
In dieser Serie befinden wir uns im Reich der Fantasie,
aber sie ist eng begrenzt.
Wir erreichen mit unseren Werken niemals
die fantastische Wirklichkeit der Werke Gottes.
Auch der fantasievollste Künstler ist gegen ihn nur eine Ameise.
Mein Name ist Lars von Trier.
Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend,
und wenn Sie auch das nächste Mal dabei sein wollen,
dann seien Sie bereit für das Gute und das Böse.
Untertitelung: Iyuno im Auftrag von SWISS TXT AG - 2024
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