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(Musik)
Anna!
(Musik)
(Musik)
(Musik)
(Musik)
(Musik)
Die riechen! - Hm... Schön.
Hast dich wieder im Rapsfeld rumgetrieben? Hm?
Sag.
Wenn du bloß erst das Frühstück machen könntest!
Kann ich. Guten Morgen, Bubsi.
Und warum tust du's dann nicht? - Ich musste ja schon Brötchen holen.
Gustav sagt, er holt jetzt nicht nochmal das Motorrad vom Zwergenhügel.
Doch, das wird er schon. Hast du deine Sachen gepackt?
Du musst gleich zur Schule. - Wieso muss ich heute zur Schule?
Was haben wir heute für einen Tag? - Dein Tag.
Muttertag ist längst vorbei. - Ich meine doch nicht Muttertag!
Gut, ich frag UIi.
Och...
Marianne ist abgehauen.
Ulrich, muss ich zur Schule? - Ist mir egal.
Wann ist denn Marianne gegangen? - Vor 'ner halben Stunde.
In die Küche.
Miststück.
Wo ist Anna? - Woher soll ich das denn wissen?
Ich hab sie zu dir geschickt, weil du heute dran gewesen wärst,
sie zur Schule zu fahren.
Seit du die Kneipe verkauft hast, hast du ebenso wenig zu tun wie ich.
Ist sowieso schon zu spät. - Du möchtest nur vor dich hinsehen
und in deinem Zimmer ruhen. Dein Leben...
Mami, gibt es auch einen Hundehimmel? - Nein, aber 'n Hundefriedhof.
Komm, der UIi bringt dich jetzt sofort in die Schule.
Komm.
Guck mal, die Tomaten und die Bohnen und die Radieschen und die Erdbeeren
und die Birnen. - Herr, wir danken für die Liebe.
Lasst uns Gott danken. Da geh ich nicht rein.
Du wartest aber an der Tür. Wenn er schreit, kommst du rein.
Entweder du kommst überhaupt nicht oder du kommst zu spät!
Guten Morgen.
Entschuldigen Sie die Verspätung, aber wir sind durch eine Bundeswehrübung
aufgehalten worden. Die ganze Straße war versperrt.
(Marianne) Wir Ieben zusammen, als seien wir lebendig begraben.
Ich möchte ihn nicht verlieren.
Wenn ich mich immer an ihn klette, werde ich nie allein fertigwerden.
(Klaviermusik)
Das ist ein fauler Kompromiss mit dem Leben, wenn man an einem Ort bleibt,
Familie und Bekannte anschafft, sich redlich nährt, auf Nummer Sicher geht.
(Hupen)
Arschgeige!
Der Idiot hat nicht getankt!
Is' ja 'ne heiße Motorradbraut.
Soll ich? - Versuch's doch.
(Kinderlachen)
Die Kneipe hat zugemacht.
(Musik)
(Popsong, UIi singt mit)
Ich hab heut in der Schule ein Lied gelernt. Soll ich's dir mal singen?
Ja, wenn du Lust hast. - Das Fischlein in dem Wasser,
das Rehlein auf der Au... - Hey, Moment mal. Das singen wir
jetzt mal beide zusammen: Das Fischelein im Wasser,
das Rehlein auf der Au, das Vöglein in den Zweigen,
das Blümelein im Tau. Alle liebt...
Ich könnt 'n Glas Rotwein gebrauchen. - Ja, ich hab 'n guten.
Sag mal, gehst du eigentlich manchmal fremd?
Soll ich dir denn so was erzählen? - Das möchte ich jetzt aber wissen.
Wieso bist du mit der Taxe gekommen? Ist was passiert mit 'm Motorrad?
Nö, nö, ist nichts passiert. Gar nichts passiert.
Hier.
Hab ich heute gefunden.
"Ein Kind in die Welt setzen, bedeutet, sein Henker sein."
Ich kann das nicht lesen, wo ich mir selbst so sehr 'n Kind wünsche.
Dann sag doch Micha, er soll dir eins machen!
Wie geht's mit Ulrich? - Ist gar keine schlechte Frage.
Ich weiß nicht, wie's mir mit ihm geht.
Vielleicht sollte ich mich fragen: Wie ginge es ohne ihn oder...
was ginge eigentlich auch ohne ihn?
Das habe ich eben noch nie versucht. - Verlass dich nicht immer auf ihn.
Tu doch selber was. - Ach komm, hör doch auf. Da draußen!
Ich könnt mich manchmal totschlagen, dass ich so'n träges Teil gewesen bin.
Immer auf die bequeme Tour.
Nie selber was auf die Beine gestellt.
(Uli) Hey, hey!
"Mein geliebter Teddybär, bin mit der BMW zu Gitte und Micha.
Komm bitte nachher zum Abendbrot nach.
Ich liebe dich."
Anna! Komm, wir fah...
Anna, wir fahren zu Gitte und Micha. - Aaron ist krank.
(Winseln)
UIi, Aaron ist krank. Er kann gar nicht mehr richtig laufen.
(Winseln)
Wir fahren zu Micha und Gitte. - Nein!
Dann musst du allein hier bleiben. - Nein!
Die Mami ist bei Gitte und Micha. - Musst du hinter ihr her kriechen?
Also, was ist? Kommst du mit jetzt?
Nein!
(Marianne singt)
Hast du Ulrich nicht mitgebracht?
Vielleicht starrt er eine Wand an? - Was für 'ne Wand?
'Ne Tenniswand? - Ich sag doch immer zu ihm: Ulrich,
du klebst deine Emotionen an eine Wand. Betrachtest sie,
genießt sie, guckst sie an, wie schön sie ist. Er findet dann neue Tiefen...
Ganz neue Horizonte, in die er sich versenken kann.
Das sind Hits für seine Seele, das kommt nicht alle Tage vor.
Hast du verloren? Ah, jetzt kommt er.
Du bist so ein Arsch! Ich hau dir nochmal eine rein!
Da müssen schon ganz andere kommen.
Au!
Wo ist Marianne? - Die sind eben gerade durch.
Aua!
Oh, Scheiße!
(Marianne schreit)
Hier! Dein treuer Ulrich mit 2 Nutten im Puff!
Du warst auch in dem Puff. Mit ihm!
Aber ich zahle nicht für Weiber.
Lass mich!
Lass mich los!
Warum willst du über mich bestimmen?
Was kannst du, was ich nicht auch kann?
Wichser! - Tschüss, Gitte.
Ich geh jetzt! - Was ist denn?
Was... was ist denn?
(Popsong)
Hey, Ulrich, du hast dein Andenken vergessen!
Du Idiot gehst in 'n Puff mit dem.
Und dann hilfst du ihm gegen mich! - Ich hab ihm nicht geholfen.
Du hast mich festgehalten.
Ist das die Art, wie du zu mir hältst? Weißt du, was er von dir sagt?
Dass es sich nicht lohnt, mit mir Tennis zu spielen.
Er hat gesagt, du bist 'n Raumsoldat,
'n Spacefuzzi.
Na, wenn ich das gewusst hätte...
Hast du schon mal daran gedacht, dass ich dich verlassen könnte?
Ach. ja?
Du bist ironisch.
Ich kann dir sagen, was das ist, deine Ironie. Es ist Angst.
Angst? Vor deiner Idee mit deiner neuen Kneipe vielleicht.
Ja, genau. Du hast Angst, dass ich was tue. Und diese Angst benutzt du,
um mich zu unterdrücken. Du bist der große Teddybär,
der ganz große Schmusebär, aber das ist schon lange nicht mehr Liebe.
Ja, so redest du heute. Aber damals hast du mich mit der glorreichen
Freiheit vollgequatscht, die wir hier draußen haben werden. Wenn ich bloß
erst die Kneipe in der Stadt los bin!
Es ist eine Freiheit, die sich sehr bald als Lähmung herausstellte.
Du sollst aufhören, Mensch!
Kann ich Sie 'n Stück mitnehmen? Sie sind ja ganz nass.
Bitte.
Wo wohnst du denn? - Ist das wichtig?
Für mich nicht, aber für deine Frau. Pass auf, da kommt mein Bodyguard.
Lass dich von dem nicht bequatschen. Er läuft seit Jahren hinter mir her.
Hey, Vollidiot! Du stehst im totalen Halteverbot. Brauchst du die Bullen
oder soll ich dir die Feuerwehr holen? Bist 'n Geisterfahrer, hm? Du Idiot!
Ich stech deine Augen aus! Zieh deine Barthaare raus! Reiß deine Eier raus!
Alle Zehennägel zieh ich dir einzeln! verstehst du? Verpiss dich!
Komm her, Puppe! - Verdammte Scheiße! Arsch! Holzbock!
Liebst du mich? - Nein. Ich hasse dich, ich mag dich.
Kann nicht sagen, dass ich dich liebe. Ob ich überhaupt noch mal lieben kann.
Dann müssen wir das immer wieder ausprobieren.
(Marianne lacht)
Anna, was ist mit dir?
Was hast du denn?
Er ist tot. - Was?
Aaron ist tot.
Du bist ja ganz heiß.
Nein, da sollen nicht die Blumen hin. Da!
Tu die Ringe weg. Sie sollen nicht über ihm hängen.
(Jazz-Musik)
(Jazz-Musik)
Die Menschen hier langweilen mich.
Überhaupt kein Tanz. Keine Lebenslust!
Ich setze die neue Kneipe jetzt durch! Koste es, was es wolle!
Ich will was erleben und neue Menschen kennenlernen.
(Musik, unverständliche Gespräche)
Und nochmal dasselbe.
(Musik, unverständliche Gespräche)
Hier, 'nen Joint für dich. - Ich rauch nicht, ich kann's nicht ab.
Nicht mal Zigaretten.
Du, sag mal, willst du auch 'n Glas? (Unverständlich)
(Musik, unverständliche Gespräche)
Die Welt ist blau und irdischer bei Nacht, wenn ich bei dir schlafe.
Riesig in deinen kleinen Händen.
(Popsong)
Oh, wow! War das eine Nacht!
Ich glaub, der Laden läuft jetzt.
Alle waren höllisch gut drauf, nur du nicht, mein Teddybär.
Ah!
Nicht wegschubsen!
Deine beiden Frauen mögen das nicht.
(Tango-Musik)
Die Kneipe gehört mir?
Die Nacht gehört dir.
(Tango-Musik)
Ah!
(Tango-Musik)
Sag, dass ich dein Mann bin.
Du bist nicht mein Mann.
Ich bin das Krokodil. (Micha) Starker Hund, was?
Lebendiges Kind, nicht wahr? - Hm.
Und bildhübsch, find ich. - Ja, stimmt.
Aber sie hat absolut nichts vom Vater.
Wenn man sie genau betrachtet, dann könnte sie auch von dir sein.
(Micha) Ist sie ja auch. - Weiß Micha, dass du fremdgehst?
Willst du sie denn auch haben? - Sicher.
Mit Mutter oder ohne?
Was wär dir lieber?
Erinnerst du dich noch an unsere erste Zeit auf dem Land?
Erinnerst du dich denn noch?
Ja.
Mein Körper verdunstete im Dampf deiner Achseln.
Wir waren nichts weiter als ein feiner Rhythmus.
Eine Melodie waren wir.
Beim Rauschen des Baches, beim leichten Wehen des Rapsfeldes.
Wenn ich ging, kam ich dir näher.
Wenn ich kam, ergaben wir uns dem anderen.
Das hast du mir ins Krankenhaus geschrieben, als ich Anna kriegte.
Da hast du's auch noch so gemeint.
Aber als ich die Kohle bekam, wolltest du das Haus und das Land kaufen.
Hast davon geredet, dass ich die 2. Hälfte von Charly auch noch hole.
Und als ich mich geweigert habe, wurdest du misstrauisch.
Dass ich mit abhaue! Und ich wurde es übrigens auch.
Misstrauisch.
Sogar Anna habe ich allein gelassen mit dem sterbenden Aaron.
Weil ich Angst hatte, du würdest irgendwas gegen mich tun.
Ich brauch deine Kohle nicht.
Nicht mehr.
Du hast uns die Kneipe angehängt,
in der ich dich nicht mehr erkenne. Weil du das Lächeln der Gäste bist,
der Krach, Lärm, die erhobene Stimme, mit der du Anna öfter anschreist.
Ach, so ist das? Ich schrei Anna an.
Weil ich dafür sorge, dass sie in die Schule geht.
Weil ich dafür sorge, dass sie ihre Klavierstunden macht. Dass sie auch
mal was Anständiges frisst! Nicht nur immer Cola säuft, die du ihr gibst.
Genau. Was hier mit dem Kind passiert und mir,
das ist Wahnsinn.
Das ertrag ich nicht. Ich muss weg.
Das musst du verstehen, ich muss einfach zu mir selbst finden.
Und wohin gehst du, wenn ich fragen darf?
Nach Goa?
Nach Goa.
Hör doch auf mit dieser Scheiße!
Wenn du hier nicht leben kannst, kannst du in Goa auch nicht leben.
Ganz wie du meinst. - Ach, hau doch ab!
Ich hau ab.
Du widerst mich an!
„Miste, es rappelt in der Kiste. Ene, mene, meck und du bist weg.
1,2, 3,
4, 5, ich komme!
(Spannende Musik)
Ich Versteck mich hinter dir bis zum roten Auto.
(Spannende Musik)
Anna? - Wir finden Anna nicht.
Sie hat sich versteckt. - Anna!
Frei! - Anna, komm, ab ins Bett!
Komm, ich bade dich jetzt. Jetzt komm rein. Komm!
Jetzt aber ganz schnell, ganz schnell! Jetzt wird gebadet. Komm.
Tschüss, ihr beiden.
Bubsi und Mischka, soll ich euch was erzählen?
Antwortet!
Halt mir das Mikrofon hin.
Im Bauernhof ist's schön. Auf der Wiese steht die Liese
und macht Muhmuhmuh und die Hühner gackern und tanzen dazu.
Mami, wann kommt Uli?
Hm?
Wer weiß...
Komm, genug jetzt.
Durch, hopp!
Anna ist so was von hibbelig,
gerade fängt sie 'ne Sache an, schwupp, ist sie schon wieder draußen.
Kann ich sie dir in der ersten Zeit hin und wieder über Nacht da lassen?
Ja, sicher, gern. Ich bring dir Anna nach der Schule zurück.
Komm, gehen wir.
Huppa!
Na, schau mal: dieselben Haare,
dieselben Augen,
dieselbe Nase, derselbe Mund.
Und 'n kleinen schwarzen Fleck hast du auch.
Das mit Ulis Selbstfindung hat noch ganz andere Dimensionen, als wenn er
mich oder Anna verlieren würde. Also, mit seiner Selbstfindung,
das ist unfassbar. Das passiert so weit weg
und hinter Erdteilen und Ozeanen.
Dorthin hat er seine Liebe und sein Verstehen,
seine Hilfe und seine Wärme aus seinem Herzen evakuiert.
Ja, und wenn der Krieg nicht gewesen wäre, dann wäre deine Mami auf einem
riesengroßen Rittergut in Ostpreußen zur Welt gekommen und hätte in einer
holzgeschnitzten Wiege mit Baldachin gelegen.
Die Wiege wäre in einem rosafarbenen Zimmer mit weißen Möbeln gestanden.
Am Abend hätte man Lieder gesungen. Und von überall her wären
die Nachbarn mit ihrem Pferdeschlitten zum Gratulieren gekommen.
Micha schenkt mir ein Pferd. - Ein Pferd...
Ich ihm dafür meine Kette. - Die ist aber schön.
Ich werd sie ewig behalten.
UIi fehlt mir. Aber ich will die Zeit nutzen.
Ich will versuchen, standhaft zu sein. Ihm nicht wieder körperlich verfallen.
Nein, UIi, ich sag dir doch, Marianne ist nicht da.
Ich weiß nicht, sie ist heute Mittag weggegangen.
Du zapfst hier kein Pils. Du sollst die Gläser füllen.
Schau mal, der Günter, wie der dich ansieht.
(Marianne) Hallo, Teacher!
Warum setzt du dich nicht zu mir?
Der Schönling hält sich wohl für den ganz großen Aufreißer.
(Musik)
Du wirst mir ab morgen deine Rezepte beibringen.
Hat UIi angerufen?
Zieh dir mal was anderes an.
(Jazz-Musik)
Was unterrichtest du? - Literatur zum Beispiel.
Was für Literatur? - Lebenslustige.
Ich lese gerne Miller. Auch ein Iebenslustiger Mensch,
der saftig, kräftig gelebt hat. (Stuhl poliert)
Hör mal, Alte, kennst du keine anderen Platten als diese Scheiß-Jazzer?
1. bin ich nicht deine Alte! 2. mach ich die Musik, die mir passt.
Das ist meine Kneipe. Wenn's dir nicht passt, verpiss dich!
Werd nicht frech. - Und wenn ich sie 10-mal spiele und du
sagst noch mal was, dann schlag ich dir deine Nase von vorne nach hinten!
War Miller nicht auch so ein...
Sex-Chauvi? - Was ich an Miller bewundert habe,
das war sein Kampf um die Berechtigung auf Lust.
Er hat die Frauen auch immer geachtet.
Stimmt, man kann mit jeder Frau jede Art von Sex haben und dennoch achten.
Wahrscheinlich hatte er dabei nicht gerade die deutsche Mutter vor Augen.
Wahrscheinlich nicht.
Ist klar, dass du verlieren würdest.
Ok, ich komm gleich.
Wer war das? - Ich soll Anna sofort zurückbringen.
Was ist los?
Was machst du denn hier?
Ich brauche dich.
Ich liebe dich.
Nein!
Ah!
Du hast mich mit diesem Schönling betrogen.
Dann mach's auch mit mir jetzt!
Du machst die Augen zu.
Du willst mir nur deinen Körper geben.
Es ist nicht nur mein Körper. Es ist mein ganzes Leben.
Du bist schön.
Aber unter den Lindenblüten nicht.
Warum bist du zurückgekommen.
Weil du's nicht schaffen kannst mit Anna, der Kneipe. Das hält keiner aus:
Ganze Nacht saufen! Dann morgens um 7 wieder auf der Matte stehen, damit das
Kind pünktlich zur Schule kommt! Du weißt, wie oft wir verpennt haben!
Dann geh doch nach Goa. - Bitte?
Du möchtest, dass ich gehe? - Ja.
Ich würde dich bewundern.
Die Kneipe und die Wohnung gehören mir!
Und du, du hattest keinen Penny!
Au! - Du Biest! Du Miststück, du! Hure!
Aua! Ah...
Was machst du hier? Los, ab ins Bett!
Ich bring dich jetzt ins Bett, ja?
Und erzähl dir 'ne schöne Geschichte. Damit du wieder Iute Gaune kriegst.
Das heißt nicht "Iute Gaune", das heißt "gute Laune".
Diese Riesenangst! Ich schaff das alles nicht mehr.
Warum geh ich so mit ihr um? Das hat sie nicht verdient.
Blödsinn! Anna liebt dich und ist glücklich mit dir.
Sie ist so fröhlich. Du weißt nicht, was das Kind mir bedeutet.
Pan Tau, komm raus!
(Musik)
Das ist der Mantel der Prinzessin Lilian.
Du bist nicht die Prinzessin Lilian! Zieh ihn aus!
Zieh ihn aus!
Pan Tau, komm her! Knie und sing mir das Lied!
Das Fischlein in dem Wasser, das Rehlein auf der Au...
Das Fischlein in den... - Zweigen.
Zweigen, das Blümelein im Tau.
Vela, du wirst bestraft!
(Musik)
Hand runter!
Quälst du die Mirka?
Mirka hat gesagt, wenn ihre Mutter tot ist, will sie auch sterben.
Jetzt hör mal zu:
Wenn alle Menschen, die je geboren wurden, jetzt noch leben würden,
dann gäb's für euch ja überhaupt gar keinen Platz mehr.
Und jetzt stell dir mal vor, es gäbe das Sterben nicht.
Dann würdet ihr ja uralt werden, 1.000 Jahre und mehr.
Dann könntet ihr nicht mehr gehen und könntet gar nichts mehr allein machen.
Dann müssten wir euch wieder füttern und wickeln wie kleine Babys.
Warum wolltest du in die kalte Kirche? - Ich wollte eben Mr. Gott bitten, dass
er mir Anna so erhält, wie sie ist. - Da hat er nicht zugehört. Es war so'n
Behördentyp da, der meinte, wir hätten die Aufsichtspflicht vernachlässigt.
Irgendjemand sah, wie Anna Mirka vor ein fahrendes Auto stoßen wollte.
Was? Das kann ja wohl nicht wahr sein. - Es ist aber so.
(UIi summt)
Das ist mein Tee.
Ich dachte, du bist aufgestanden, um sie zur Schule zu fahren.
Nein, ich habe Frühstück gemacht und dann haben wir uns unterhalten.
Über Micha und Gitte und wie groß sie jetzt schon geworden ist.
Dann hab ich sie gemessen. Sie geht mir nun schon bis zu den Brustwarzen.
Ja, ist schön. Was ist denn mit Schule, hm?
Och, wir dachten, heut ist Sonntag. - Ja, wir dachten, heut ist Sonntag.
Sie hat mich die ganze Zeit belabert, dass sie zu Gitte und Micha will.
Zu Gitte und Micha...
Was is'n mit deinen Klamotten, hm? Tu die weg. Wer soll das waschen? Da!
Und wenn sie bei Gitte und Micha ist, dann kann sie zur Waldorfschule gehen.
Das ist doch viel besser für ein Kind,
das so frei aufgewachsen ist wie sie.
Du hast das alles mit ihr abgemacht? Dass sie da wohnt, zur Schule geht...
Ich meine, du hast das alles mit Anna abgesprochen?
Ja, mit Gitte hab ich noch nicht gesprochen.
Ich find's einfach besser, wenn du das machst. Ich meine,
wenn du mit ihr redest.
(Klaviermusik)
He, hör auf mit Ärgern!
Fahr lieber zum Großmarkt, sonst... haut dir...
die Marianne wieder eine. - Das macht mir aber Iute Gaune.
Denkst du, ich geh immer drauf ein? (Musik)
Anna!
Anna, komm mal!
(Musik, Maschinenlärm)
Weißt du, wo Anna ist? - Keine Ahnung.
Ich fahr dann jetzt zu Gitte. - Dann nehm ich Anna mit zum Großmarkt.
Ein Kunde wartet auf mich im Büro. Ihr könnt das doch auch
ohne mich machen, oder? - Ja, ja, geh nur.
Ich will nicht deinen Platz einnehmen.
(Musik)
Ich hab dich hier schon öfter gesehen. Kinder dürfen hier nicht spielen.
Haben dir das deine Eltern nicht gesagt?
Ist dir nicht gut?
Ich finde, wir sollten mal anstoßen.
Auf die neuen Alltagseltern.
Hier ist 'n Schnappschuss von Anna.
Das war noch bei uns draußen auf 'm Land.
Marianne... - Den Mantel hat sie total zerfleddert.
Da steht's.
Also, auf uns, oder nicht?
Tag, Sonja. - Ta9. wie geht's?
Gut. - Hallo. Sind Marianne und Anna da?
Marianne ist in der Wohnung oben. - Dann sag doch mal Bescheid.
Wir wollen nämlich Anna abholen. - Aha, ihr nehmt Anna also doch?
Ja, ich glaub, das ist das Beste. Marianne ist jetzt auch beruhigt.
Ja?
Ja, ich komm sofort.
Da, Marianne.
Anna ist noch nicht da, ist mit UIi beim Großmarkt. Tag.
Was macht ihr denn für ein Zirkus? - Tag.
Spielen wir 'ne Runde Skat? - Haben eh noch 'ne Runde Bock offen.
Bring mal die Karten, Sonja. - Ich hab dir was mitgebracht.
Oh, stark! Oh, toll! Mach mal die Jalousien hoch.
Oh, dufte. - Eingießen wollt ihr sie selber, hm?
Ja. Vorsicht!
Sehr dufte. Danke.
Noch 'n Bock offen.
Du gibst.
(Musik)
Guck mal, Micha, 'ne Leiche drin. - Zieh ihn doch nicht immer auf.
Er ekelt sich vor Blut.
Komm, Mirka.
Komm, Mirka, gib 'n Kasten. Mirka, schieb den Kasten jetzt!
Na, komm! Hey!
Na, da seid ihr ja endlich.
Wo ist Anna? Ist sie noch beim Wagen?
Wieso Anna? Ich war nicht mit Anna weg.
(Musik)
Ich denke, du hast Anna mitgenommen. - Du weißt doch ganz genau,
dass ich sie nicht mitgenommen habe.
Mirka, hast du Anna nicht gesehen? - Nein.
Gitte, komm, wir fragen die Nachbarn. - Komm, nur nicht aufregen.
Haben Sie Anna gesehen? Sie ist weg. Seit heute Morgen verschwunden.
Hoffentlich ist nichts passiert. (Unverständlich)
(Unverständliches Murmeln)
Ulrich, das kann nicht sein. Anna geht mit niemandem mit, das wissen wir.
Ich rief die Krankenhäuser an. Nichts. - Hast du auch die Polizei angerufen?
Ja, die sind schon unterwegs.
Sie ist tot.
Tot...
Sie ist tot.
Nimm nicht gleich das Schlimmste an. - Warum hast du sie nicht mitgenommen?
Morgen, bevor die Schule anfängt, kommt sie bestimmt.
Ihr kennt doch George aus Hannover. Dessen Tochter war 'n
ganzes Wochenende verschwunden. Ist mit Bekannten mitgefahren,
hat sich nicht abgemeldet.
Sind Sie Frau Grünwald?
Ich brauche ein Foto von Ihrer Tochter.
Sie sind Herr Schiemann? - Ja.
Sie haben uns informiert? - Ja.
Wir suchen noch mal in den Kneipen. - Anna geht mit niemandem mit!
(Spannende Musik)
"Hat das Wunder des Lebens seine Schönheit verloren?"
Das Leben ist wunderschön.
(Rock-Musik)
Wunderschön!
Das Leben ist wunderschön! Wunderschön!
Ich habe dich nicht angefasst.
(Spannende Musik)
Gibst du zu, dass ich dich nicht gestreichelt habe?
(Spannende Musik)
Wirst du deinen Eltern sagen, dass ich dich nicht gestreichelt habe?
Ich will nicht mehr zum Bauernhof. Ich will jetzt schnell nach Hause.
Da trink ich meine Brause. Es ist schon spät,
ich will ins Bett.
(Spannende Musik)
So, ich geb dir noch Cola.
Das ist die Rocky-Horror-Picture-Show!
(Rock-Musik)
(Spannende Musik)
(Rock-Musik)
Sagst du das zu Hause?
(Rock-Musik)
(Schrei)
(Rock-Musik)
Bitte, bleib hier, ich brauch dich.
Du solltest Annas 2. Mutter werden.
Lass mich jetzt nicht allein.
Hier28...
Anna ist tot.
Ich will nicht wissen, wie.
Ich kann es Ihnen aber sagen. Sie wurde erwürgt.
Wir müssen Annas Sachen wegschaffen. Auf den Boden.
Die Bullen werden alles anfassen und schmutzig machen.
Ich mach das schon.
(Musik)
Dort, da hinten.
Da hinten ist noch etwas frei.
Das sieht ja aus wie 'n Mummenschanz.
Hallo, Anna... Was haben sie denn mit dir gemacht?
So viel Lippenstift draufgeschmiert. Das machen wir mal weg.
(Weint verzweifelt)
Jetzt Ies ich dir noch 'ne Geschichte vor.
Dann kannst du ruhig schlafen.
"Vielleicht lag es daran, dass Anna und ich uns eines Nachts begegneten.
Wir liebten beide die Dunkelheit.
Denn manches Überraschende geschah nur in der Finsternis.
Lärm und Aufregung,
all die nervösen Heftigkeiten des Tages,
sanken in sich zusammen
und wurden am Abend überschaubar.
Nachts konnte man reden.
Und wenn es niemanden sonst gab, so sprach man auch mit einer freundlich
leuchtenden Straßenlaterne.
Wer verstand derlei bei Tageslicht?
Sonnenschein ist schön, sagte Anna,
aber er macht alles so hell, dass man gar nicht weit sehen kann.
Nachts ist das Leben schöner.
Man kann sich nachts groß machen, dass die Finger bis an die Sterne reichen.
Und die sind doch riesig weit weg.
Und die Ohren. Am Tag ist alles laut, dass du überhaupt nichts hörst.
Aber nachts, da hört man die Blätter singen."
(Musik)
(Barbara Thompson: LITTLE ANNIE-OH)
(Barbara Thompson: LITTLE ANNIE-OH)
(Jubel, Applaus)
Kannst du mir nicht helfen? Es ist wahnsinnig viel zu tun.
Wie kannst du das bloß ertragen?
Ich freue mich, dass ihr gekommen seid.
Wir haben uns ja schon ein paar Mal unterhalten
und viele aus unserem Viertel waren dafür, über das, was sie erlebt haben,
zu schreiben und ihre eigene Probleme zum Gegenstand zu machen.
Andere wieder fanden, es sei zu normal und nicht interessant genug.
Ich finde, der Günter hat Recht. Der Wahnsinn hochgezüchteter Autoren
muss nicht unsere Fantasie und unseren Wahnsinn ersetzen.
Ich glaube, jeder von uns selbst ist wahnsinnig genug.
Wer liest was?
Eine Qualität von Verrücktsein ist die Entschiedenheit.
Wo ist das Kind, das ich gewesen? Ist es noch in mir?
Oder fort? Weiß es, dass ich es niemals mochte und es
mich nicht leiden konnte? Warum sind wir so lange Zeit gewachsen,
um uns dann zu trennen? Warum sterben wir nicht beide?
Wie könnt ihr nur so was machen? Ihre Tochter wurde doch ermordet!
Und ihr redet so ruhig! Arschlöcher! Da muss man doch schreien!
Musik.
(Jazz-Musik)
Ich kann deine entsetzten Augen nicht mehr ertragen.
Die Angst, ihn zu verlassen, war auch immer die Angst vor Einsamkeit.
Diese Angst gibt es nun nicht mehr.
(Jazz-Musik)
Gifte?
Kannst du UIi mal anrufen? Sag ihm, ich will ihn morgen beim Prozess
auf gar keinen Fall sehen. Auf gar keinen Fall. Danke.
Anna rief nach mir, als er über sie herfiel. Das weiß ich, das fühl ich!
Ich hab ihr doch immer geholfen!
Wollten die Kinder sie mal verkloppen, dann bin ich raus, wie 'ne Furie!
AIIe sollten wissen: Keiner tut Anna ungestraft etwas.
UIi ist plötzlich total sauer. Weil ich ihn mal verarscht hab,
dass ich auch der Vater sein könnte. Marianne ist ja auch fast verrückt.
So widersprüchlich, da komm ich nicht mehr mit. Da ist das Grab.
(Kinderstimme) Pan Tau, Pan Tau...
(Unheimliche Musik)
Sing mirein Lied!
Die Vöglein in den Zweigen, das Blümelein im Tau.
Und alle liebt der Heiland sehr, doch uns Kinder noch viel mehr.
Vela, du wirst bestraft!
(Mirka schluchzt)
(Musik)
Du weinst.
(Unheimliche Musik)
Ich bin nicht Anna!
UIi benutzte immer so ein feines Wort. Er sagte,
ich trüge die Männer auf dem Gesicht.
Männer, die mich anmachen, die über mich herfallen.
Findest du das? - Unsinn.
Ich finde es ungeheuerlich, dass ein Killertier in seiner Aussage...
Anna als Nuttchen bezeichnen darf.
Ich geh alleine raus.
Du hast das Kettchen vergessen. - Sie hat es dir geschenkt.
(Tür wird geöffnet)
(Jazz-Musik)
Man kann jede Art von Sex mit einer Frau haben und sie dann auch achten.
Das waren deine Worte.
Oder hattest du, als du das sagtest, nicht die deutsche Mutter vor Augen?
Morgen! - Guten Morgen. Morgenausgabe, bitte.
Bitteschön. - Danke.
Den Stern, bitte.
Heute 3. Verhandlungstag gegen Kindermörder Labuda. Mein Gott,
wie furchtbar für die Mutter. - Die kenn ich! Die wohnt im Hotel.
Gestern hatte ich leider Dienst, aber am 1. Prozesstag war ich da.
Dass sie den aus der Klapsmühle rausgelassen haben!
Dem Kerl sollte man die Rübe abhacken!
Kann ich den Koffer hier lassen? Selbstverständlich.
Tag, Marianne. Hier, der Anwalt vertritt unsere Interessen.
Erst kastrieren sie ihn, weil er 'n Kinderschänder ist, dann behandeln sie
ihn 2 Jahre mit Hormonen! Und dann bringt er Anna um.
Vor 4 Wochen begann hier im Gericht der Prozess gegen Marianne Grünwald
nach langen vorgerichtlichen Auseinandersetzungen und Vernehmung
unzähliger Zeugen. Jeden Morgen steht hier eine endlose Menschenschlange,
in der Hoffnung, im 1. Stock heute noch einen Platz zu bekommen
im Sitzungssaal. Und hier, jeden Morgen kommt Frau Marianne Grünwald,
ausgesetzt den peinlichsten Verhören über Fragen nach intimsten Details.
Gnädige Frau, was halten Sie von dem Fall?
Schon schlimm. Erst verliert sie die Tochter, dann muss sie ins Gefängnis.
Wie würden Sie handeln? - Weiß ich nicht, was ich sagen soll.
Was meinen Sie, wie es ausgehen wird? - Ja, das ist jetzt noch nicht klar.
Wofür wären Sie? - Ja, für die Mutter.
Die Staatsanwaltschaft hat Probleme mit dem Muttertypus Frau Grünwalds,
der am Erscheinungsbild scheitert. Und an ihrer Kälte. Das rätselhafte
Wesen, ihre stilisierte Ruhe, die maskenhaft schöne, glatte Fassade des
Gesichts werden zum Kernproblem des Prozesses. Man hat herauszufinden:
Ist es Gefühlskälte... Da ist sie! Da ist sie. Lassen Sie mich durch.
Frau Grünwald! Frau Grünwald, hat der Richter Recht damit, dass die Waffe
für Sie ein Symbol der Stärke... (Unverständlich)
Bitte, reiß dich heute zusammen! - Dieser miese Voyeur...
Hör jetzt auf! Ist ja schon gut. - Sie hat halt ihren Aggressionsschub.
Mein Stiefvater machte es sich zur Aufgabe, mir meine Fehler genauestens
nachzuweisen. Täglich kontrollierte er mein Zimmer, Schrank und Schultasche.
Ein Apfelkern unter dem Bett,
die geringste Nachlässigkeit zog körperliche Strafe nach sich.
Er schlug nicht spontan zu.
Erst schloss er komplett alle Fenster, damit die Nachbarn nichts hörten.
Sie achteten ihn als einen tüchtigen und hilfsbereiten Familienvater.
Einen Stock oder Riemen benötigte er nicht für seine Züchtigungen.
Er wusste, wie man mit den Händen Schmerzen zufügt.
Echt ätzend, unsere Marianne. Wollen wir die Szene drehen, wo sie sich mit
dem Staatsanwalt streitet? -4 Monate sitzen wir an dem Scheiß!
Morgen ist Urteilsverkündung. Die überspielen wir uns auf MAZ.
Mein Körper war oft übersät mit blauen Flecken und Blutergüssen.
Und wenn er sein Werk vollbracht hatte, dann pflegte er zu sagen:
Dich bieg ich auch noch hin. Eines Tages wirst du mir dankbar sein.
Labuda war in Haft, war kastriert. Der Staat ließ eine Hormonbehandlung zu,
die Labudas Sextrieb wieder zum Leben gerufen hat.
Das muss sich der Staat anrechnen. Damit verwirkt er seinen Strafanspruch
an Marianne Grünwald, verstehen Sie? - Moment. Jetzt ist die Mittagssendung.
(Radio) Ihre mangelnde Ausbildung verhinderte trotz ihrer Intelligenz
Erfolgserlebnisse im Beruf. Für eine erfolglose Frau
kann Attraktivität zweischneidig sein. - Einen langfristig vorhergeplanten
Tatvorsatz schließt das Gericht aus. Dennoch hat Frau Grünwald den Saal
mit dem Vorsatz betreten, Paul Labuda zu erschießen, da sie die Waffe schon
auf dem Gang spannte. Dies Spannen der Waffe wurde ausgelöst durch einige
Gesprächsfetzen, aus denen für Frau Grünwald hervorging, der Mörder ihrer
Tochter werde am 3. Verhandlungstag zum ersten Mal sprechen und Anna
verleumderisch "Nuttchen" nennen. - Immer der gleiche Käse.
Heißer Teint. Die wird freigesprochen. - Also, jetzt halt die Schnauze.
Ich sprech jetzt den Text, ja?
Heute, nach 4-monatiger Prozessdauer im aufsehenerregendsten und
kompliziertesten Prozess der deutschen Nachkriegsgeschichte,
steht die Urteilsverkündung gegen Marianne Grünwald unmittelbar bevor.
Hierher! Ja. Bitte Platz machen hier für die Ü-Wagen!
Bitte, so machen Sie doch Platz! Drängen Sie doch nicht so!
Nicht drängen! Seien Sie doch vernünftig, bitte, meine Herrschaften!
Platz machen! - Was meinen Sie denn? Glauben Sie,
dass das Urteil Ihrer Meinung nach milde ausfällt? Da ist die Kamera.
Weiß ich auch nicht. Warten wir's ab. - Was machen wir mit dem Zeug da?
(Unverständlich)
...Verteidiger zielt auf Freispruch nach 520, 521...
Hören Sie doch! Ja, dort weg, bitte!
So, bitte. Bitte, meine Herrschaften, Sie müssen ein bisschen Platz machen.
Ja, bitteschön, bisschen freimachen! Also Platz fürs Fernsehen.
Du, zuerst nimmst du sie halbtotal, ja? Verstehst du?
So gehen Sie doch zurück, bitte!
Joe, pass auf, pass auf! Dann, wenn sie da ist, dann nimmst du sie so, ja?
Sie kommt dann so heraus, nicht wahr, huch, verstehst du?
Und ich versuch, sie zu interviewen, verstehst du? 0k!
Da nimmst du uns beide hier! Groß. - Willst du auch den Stolperer?
Was meinst du da?
Wir sollten vor der Urteilsverkündung die Fenster schließen.
Ja, ja, ja. Also...
Nach eingehenden Beratungen kommt das Gericht jetzt zur Urteilsverkündung.
Markus! Komm mal!
Was 'n los? - Du, die Verhandlung ist zu Ende.
Das Urteil wird verkündet. - Musst du dauernd mit Miezen herum...
Das schmeckt wie eingeschlafene Füße. - Hab schon was Besseres gegessen.
Guck mal, gar nicht schlecht. -6 Jahre hat sie gekriegt.
6 Jahre. Mensch! (Frau) 6 Jahre hat sie gekriegt!
Sie kommt jetzt raus!
Marianne, 10.000 Mark für ein Foto... - Marianne, 500 Mark für ein Lächeln!
Verschwindet, ihr Arschlöcher! Ihr habt überhaupt keinen Respekt!
(Musik, Polizeisirenen)
1,61.
(Musik)
51 Kilo.
(Musik)
Nichts will ich reden. Für lange Zeit.
Ruhe. Ich will noch lernen.
Untertitel für Hörgeschädigte: VICOMEDIA 01I2002
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