All language subtitles for La fabuleuse aventure de Marco Polo_(Marco the Magnificent)_1965_BDRip_

af Afrikaans
ak Akan
sq Albanian
am Amharic
ar Arabic Download
hy Armenian
az Azerbaijani
eu Basque
be Belarusian
bem Bemba
bn Bengali
bh Bihari
bs Bosnian Download
br Breton
bg Bulgarian Download
km Cambodian
ca Catalan
ceb Cebuano
chr Cherokee
ny Chichewa
zh-CN Chinese (Simplified) Download
zh-TW Chinese (Traditional)
co Corsican
hr Croatian Download
da Danish
en English Download
eo Esperanto
et Estonian
ee Ewe
fo Faroese
tl Filipino
fi Finnish
fr French Download
fy Frisian
gaa Ga
gl Galician
ka Georgian
de German
gn Guarani
gu Gujarati
ht Haitian Creole
ha Hausa
haw Hawaiian
iw Hebrew
hi Hindi
hmn Hmong
hu Hungarian
is Icelandic
ig Igbo
id Indonesian Download
ia Interlingua
ga Irish
it Italian Download
ja Japanese
jw Javanese
kn Kannada
kk Kazakh
rw Kinyarwanda
rn Kirundi
kg Kongo
ko Korean
kri Krio (Sierra Leone)
ku Kurdish
ckb Kurdish (Soranî)
ky Kyrgyz
lo Laothian
lv Latvian
ln Lingala
lt Lithuanian
loz Lozi
lg Luganda
ach Luo
lb Luxembourgish
mk Macedonian
mg Malagasy
ms Malay
ml Malayalam Download
mt Maltese
mi Maori
mr Marathi
mfe Mauritian Creole
mo Moldavian
mn Mongolian
my Myanmar (Burmese)
sr-ME Montenegrin
ne Nepali
pcm Nigerian Pidgin
nso Northern Sotho
no Norwegian
nn Norwegian (Nynorsk)
oc Occitan
or Oriya
om Oromo
ps Pashto
fa Persian
pl Polish
pt-BR Portuguese (Brazil) Download
pt Portuguese (Portugal) Download
pa Punjabi
qu Quechua
ro Romanian Download
rm Romansh
nyn Runyakitara
ru Russian Download
sm Samoan
gd Scots Gaelic
sr Serbian
sh Serbo-Croatian
st Sesotho
tn Setswana
crs Seychellois Creole
sn Shona
sd Sindhi
si Sinhalese
sk Slovak
sl Slovenian
so Somali
es Spanish Download
es-419 Spanish (Latin American) Download
su Sundanese
sw Swahili
sv Swedish
tg Tajik
tt Tatar
te Telugu
th Thai
ti Tigrinya
to Tonga
lua Tshiluba
tum Tumbuka
tr Turkish Download
tk Turkmen
tw Twi
ug Uighur
uk Ukrainian
ur Urdu
uz Uzbek
vi Vietnamese
cy Welsh
wo Wolof
xh Xhosa
yi Yiddish
yo Yoruba
zu Zulu

Original subtitles

Hier könnte deine Werbung stehen! Kontaktiere noch heute www.SubtitleDB.org

Vor langer Zeit lebten in Venedig ein alter Gelehrter -

- und ein gutaussehender junger Mann, -

- an den der Alte sein Wissen weiterzugeben versuchte.

Diese Ameisen -

- am Ende der Lagune -

- sind Männer, die ein Schiff bauen.

Die Seeleute von Venedig beobachten sie voller Misstrauen.

Weißt du, warum? - Nein.

Weil die Schiffsbauer etwas völlig Neues machen.

Wie sie die Planken zum Rumpf zusammenfügen ist ungewöhnlich.

Die Zeiten ändern sich und vieles ändert sich mit ihnen.

Interessiert mich nicht.

Ich habe am Hafen die neue Bauweise beobachtet.

Dann schnitzte ich das Datum in den Fensterrahmen: 12. Mai 1271.

Die alte Zeit ist nun endgültig vorbei.

Gott sei Dank vorbei.

Du bist noch sehr jung.

Statt zu hören, was ich dir erzähle, spielst du mit deinem Dolch -

- und stichst dir am Ende noch ein Auge aus.

Marco, nimm Vernunft an.

Die Menschen haben begonnen, die Welt zu verändern.

Ich habe meine Zeit an ein unvernünftiges Kind vergeudet.

Vergebens hab ich versucht dir beizubringen, was ich weiß.

Meister, das was ich weiß, verdanke ich Euch.

Es ärgert mich, wenn die Menschen mich meiden.

Zu Ansehen könnte dir selbst deines Vaters Geld nicht verhelfen.

Marco, Ansehen erregt man nur selbst.

Solange man glaubt, Vater sei ruiniert oder tot, gelte ich nichts.

Du bist Marco Polo, 20 Jahre alt und Venedig ist nicht die Welt.

Wisst Ihr, was Bankier Spinello von meinem Vater sagt?

Lass ihn reden. - Nein, Meister.

Keiner soll meinen Vater beschimpfen. Keiner.

Ich werde dafür sorgen, dass seine Feinde schweigen.

Sieh her.

Weil du der Einzige bist, den ich gern habe, -

- habe ich diese Markierungen an meinem Astronarium angebracht.

Die Punkte zeigen den Stand der Gestirne an deinem Geburtstag.

Und was sagen die Sterne für meine Zukunft voraus?

Sie künden von Ruhm und Gefangenschaft.

Beides geht meist Hand in Hand.

Besser ist es, mit dem Ruhm anzufangen.

Wo willst du hin? - Zu einer Partie Schach mit Spinello.

Er soll lernen, dass es auch etwas anderes gibt als Kontobücher.

Und was ist das, Marco? - Ehre.

(Stimmen und Schritte)

(Düstere Musik)

(Düstere Musik)

Guten Tag, Signor Spinello.

Guten Tag.

Habt Ihr schon gehört?

Man meldet die Ankunft eines Schiffes, das Venedig anlaufen wird.

Der Beschreibung nach, kann es nur das Schiff meines Vaters sein.

Darüber kann ich nicht mal lachen. Der Küstenwächter war betrunken.

Nehmen wir an, die "San Marco" würde wirklich einlaufen.

Mit persischen Teppichen und chinesischer Seide an Bord.

Dann würde man Euch auslachen.

Wäre es wirklich die "San Marco", hätte ich Grund zum Lachen.

Dann wären es 100.000 goldene Gründe, die mich erfreuten.

Aber der Küstenwächter säuft.

Es war tatsächlich die "San Marco", die Marco Polos Vater und Onkel -

- nach Venedig zurückbrachte.

Die Reise in den fernen Osten war nicht so erfolgreich, -

- wie Marco es erhofft hatte.

Die Waren der Polos wurden in Konstantinopel, -

- das gerade mit Venedig Krieg führte, beschlagnahmt.

Nicolo Polo und sein Bruder kehrten völlig verarmt zurück.

Politik, Krieg, Schicksal. Gläubiger haben dafür Verständnis.

Bekommen sie ihr Geld nicht zurück, hört das Verständnis auf.

So erging es jetzt den Polos.

Die Gläubiger warteten schon gierig.

Darf ich etwas sagen, das hiermit nichts zu tun hat?

Weil es die venezianischen Kaufleute nicht betrifft.

Ich schicke voraus, dass das Siegel nur vom Papst gelöst werden darf.

Ich sage Euch, dass das Pergament dort ein Angebot enthält, -

- dass die Zukunft der gesamten Christenheit ändern wird.

Vergessen wir die Zukunft der Christenheit.

Reden wir lieber von unseren 250.000 Dukaten.

Signori, ich bin für ein Konkursverfahren, -

- solange bis die Polos auf unseren Kreis -

- Waren im Wert von 250.000 Dukaten gestapelt haben.

(Spannende Musik)

Ich beteiligte mich an dem Gespräch nicht, -

- weil ich etwas weiß, was die anderen nicht wissen.

Es gibt einen neuen Papst.

Gregori von Piacenca. - Bruder, wir sind gerettet.

Die Tiara wird ihn nicht verändert haben.

Gregor X. ist doch Euer Freund. Warum sollte er Euch vergessen haben?

Ich gebe Euch etwas Gold mit. Ihr werdet es brauchen.

Wenn die Botschaft für den Papst die Welt ändern sollte, -

- ist viel damit zu verdienen.

Die Ratten kehren aufs Schiff zurück.

Wir sind Partner. - Wir waren immer gute Freunde.

Seien wir nicht zu optimistisch.

Als Bischof war Gregori unser Freund. Jetzt aber ist er Papst.

Marco ritt einst auf seinem Knie.

Marco.

Allmählich gefällt es mir hier.

Das glaube ich.

Während meiner Abwesenheit hast du nur über Mädchen gesprochen.

Das mag sein.

Gedacht habe ich aber an etwas anderes.

Benimm dich, während wir seine Heiligkeit aufsuchen.

Ich zweifle nicht an deren Aufrichtigkeit.

Nur sind Sie zu gutgläubig.

Man denkt, der Kaiser von China plane einen Krieg gegen die Christenheit.

Ich versichere Euch, dass Kublai Khan den Frieden wünscht.

Der Khan versucht unser Vertrauen zu gewinnen.

Um sich heimlich für den Krieg zu rüsten.

Kriegshetzer finden keine Zustimmung bei Kublai Khan.

Er möchte Priester, die seinem Volk das Christentum lehren.

Eine Falle, Eure Heiligkeit.

Ich glaube, dass Kublai Khan sich den Kriegstreibern widersetzt.

Er wartet auf ein Wort von uns.

Wir wollen Ihm seinen Wunsch erfüllen.

Die Ziele unserer Politik, sollen dem Kaiser der Chinesen -

- möglichst schnell bekannt werden.

Ihr kennt ihn, Euch vertraut er.

Ihr überbringt ihm unsere Botschaft.

Marco kümmert sich um alles Übrige.

Marco? Warum Marco?

In nomine patre et filio et spiritus sanctus, Amen.

Die Nachricht, die Nicolo Polo dem Papst überbrachte, -

- enthielt den Wunsch Kublai Khans, ihm 100 Gelehrte zu schicken, -

- die ihm von der westlichen Welt berichteten -

- und ihn und sein Volk in der Christenlehre unterwiesen.

Weil es in Rom keine 100 Gelehrten gab, -

- schickte der Papst statt der 100 Missionare -

- EINEN Jüngling, der alle italienischen Tugenden besaß.

Mich, Heiliger Vater?

Jugend und Schönheit sind Geschenke Gottes, -

- die oft mehr zu erreichen wissen, als das Wissen vieler Gelehrter.

Hast du keine Angst, so weit fort zu gehen?

Es gibt nichts, wovor ich Angst habe.

Rate, wer es ist.

Marco.

Marco.

Wie lange bleibst du fort? - 5, 10, 20 Jahre.

Wo steckst du so lange?

Habe mich von den Lehrern verabschiedet.

So geschah es, dass der junge Marco Polo -

- an einem Morgen des November 1271 eine Reise antrat, -

- von der er erst nach 24 Jahren zurückkehren sollte.

Erstes Reiseziel war die Hafenstadt Aque im Heiligen Land.

(Lebendige Musik)

(Lautes Treiben)

(Lautes Treiben)

(Die Kinder rufen Marco zu.)

Die vorige Reise hat Euch wohl viel eingebracht, -

- wenn Ihr schon wieder hier seid.

Es gibt schöne Sklavinnen für Euch. - Wir wollen Kamele und Pferde kaufen.

Heute gibt es die schönsten Araber -

- und die stärksten Kamele zu einem Spottpreis.

Geh auf den Hügel und gib das verabredete Zeichen.

Lasst alles auf die Kamele verladen, wir holen es nachher ab.

Die Nachricht von den Botschaftern des Papstes verbreitete sich.

Und es waren nicht nur Freunde, die ihre Schritte überwachten.

(Bedrohliche Musik)

Bitte kümmere dich um Vater. - Mach die keine Sorgen.

(Die Kinder rufen Marco zu.)

(Bedrohliche Musik)

(ruft) He.

Reitet voraus. Ich komme gleich nach.

(Orientalische Musik)

Die Karawane zog weiter.

Marco trennte sich von ihnen und ritt zu einem Treffpunkt, -

- wo ihm heiliges Öl übergeben werden sollte.

Die Gabe des Papstes an Kublai Khan.

(Orientalische Musik)

(Lebendige Musik)

(Orientalische Musik)

(Lebendige Musik)

(Wasser plätschert.)

Mit zwei Kaufleuten, die von Geschäften träumen -

- und diesem Jüngling, damit will der Heilige Vater China gewinnen.

Guten Tag.

Jesus war allein und seine zwölf Apostel unbewaffnet.

Sie kriegen uns.

Wir werden zu sterben wissen. - Ja, wenn Gott will.

Nimm doch den Schleier ab.

Warte.

Er hat nur Mädchen im Sinn. - Das Recht eines jeden Jünglings.

Die Karawane von Marcos Vater erreichte das Wüstengebiet, -

- das von einem jungen Araberscheich beherrscht wurde, -

- mit dem sie auf früheren Reisen Freundschaft geschlossen hatten.

Dort wollte Nicolo auf Marco warten.

(Kreischen)

Scher dich weg, du Trottel.

Ruhe.

Wage es nie wieder des Mittags mein Zelt zu betreten.

Nicolo Polo kommt.

Warum hast du das nicht gleich gesagt?

Lass die Frauen für heute Abend ein Fest vorbereiten.

Los, an die Arbeit. Erhebt Euch.

Du willst schon wieder fort?

Nimm es mir nicht übel, Jasmine. Ich reite Nicolo Polo entgegen.

Nie sehe ich meinen Mann.

Wir sehen uns jede Woche ein Mal.

Wozu hast du so viele Frauen?

Es ist so Brauch. Ich liebe aber nur dich.

Mein Vater hatte nur drei Frauen. Mein Onkel begnügte sich mit einer.

Und du hast 32.

32? Es ist halt so Sitte.

Mir gefällt das aber nicht.

(Getrappel)

Marco wurde auf seiner Reise, ohne dass er es bemerkte, -

- von seltsamen Gestalten beobachtet.

(Bedrohliche Musik)

(Getrappel)

(Bedrohliche Musik)

Hier herrschte der Alte aus den Bergen mit seiner Mördersekte, -

- einer verschworenen Gemeinschaft, -

- die mit ihrem Terror das ganze Land regierte.

Der Alte wusste längst von dem Auftrag, -

- der Marco und den Templern anvertraut war.

(Bedrohliche Musik)

(Lebendige Musik)

(Düstere Musik)

(Spannende Musik)

(Spannende Musik)

Seid Ihr Venezianer?

Ja, Kaufleute.

Mein Herr, der Alte aus den Bergen, lädt Euch ein.

Den gibt es wirklich? - Natürlich gibt es ihn.

Wir danken. Wir sind leider in Eile. Auf dem Rückweg?

Das Dorf, aus dem Ihr eben kommt, hat sich dem Alten auch widersetzt.

(Schwerter klingen.)

Von denen haben wir nichts mehr zu befürchten.

Mir nach.

Einer muss durchkommen. - Das ist sinnlos.

(Aufwühlende Musik)

Reizt Ihn nicht. Es wäre unvernünftig das Leben zu wagen.

Nennt Ihr das, Euer Leben für Christus einsetzen?

Ja.

Kommt Ihr nun mit?

Freiwillig komme ich nicht.

Nehmt ihn gefangen. Unser Herr will ihn unversehrt.

Feigling.

Wollt Ihr wirklich kämpfen?

Feigling. Überlässt seinen Männer das blutige Geschäft.

Kommt, wenn Ihr den Mut habt.

(Sie atmen schwer.)

(Beide stöhnen.)

Lasst ihn los.

Marco, der Dolch.

Sie hatten recht. Wir hätten uns ergeben sollen.

Ich wollte zur Ehre Gottes sterben, nicht für Euch.

Bruder, freut Ihr Euch nicht, mich wiederzusehen?

Mein Sohn Marco sollte uns gestern hier treffen.

Dann trifft er sicher bald ein. Kommt, wir wollen uns erfrischen.

(Lautes Treiben)

Ich habe Reiter ausgeschickt, die Marco suchen. Bleibt heute noch hier.

Marco wird uns schon finden.

Nicolo, solange er sich in meinem Gebiet aufhält, ist er sicher.

Ich habe für Euch ein Fest vorbereitet.

(Musik)

(Orientalische Musik)

Eine Allianz zwischen Kublai Khan und dem Papst -

- würde den Menschen Frieden geben.

Ein wichtiger Auftrag.

Er könnte den Lauf der Welt verändern.

Wir würden am Beginn eines Zeitalters des Friedens stehen.

Ein kultureller Austausch findet statt.

Gedanken werden ausgetauscht zwischen den Völkern.

Lehrbücher werden übersetzt und der Handel erlebt einen Aufschwung.

Ja ja. Nur weiter, ich hör zu.

(Orientalische Musik)

(Peitschenschläge)

Der Alte aus den Bergen bewohnte eine riesige Höhle.

Überall im Orient flüsterte man von den Reichtümern -

- in seinem Höhlenpalast und von schönen Frauen.

Man erzählte von sklavisch ergebenen Kriegern.

Von Edelsteinen, Gold und geheimnisvollen Geräten.

Von nächtlichen Festen und seltsamen Vergnügungen, -

- bei denen die meisten der Teilnehmer ihr Leben verloren.

Der Sage nach, hatte der Alte aus den Bergen -

- kein Alter und keinen Namen.

Viele sagten, er sei unsterblich.

Er trug ständig eine goldene Maske, -

- die er nur vor denen abnahm, die er zum Tode verurteilt hatte.

(Schritte)

Aristoteles, Platon.

Und der Alte ist der Anführer einer Mördersekte?

Er verkörpert alles Böse dieser Welt.

Wie verträgt sich das Böse mit den Büchern der Weisheit?

Jeder liest aus Büchern seine eigene Wahrheit.

Ja. So ist es.

Lasst mich Euer Gesicht sehen.

Du wirst es sehen. Eher vielleicht, als dir lieb ist.

(Schnipsen)

(Stöhnen)

Es gibt viele Arten, von Stufe zu Stufe zu sinken.

Aber nur eine, -

- ins Paradies zu gelangen.

(Der Alte stöhnt.)

Kein außergewöhnliches Gesicht. Ein dicker Mann.

(Lachen)

Du gehörst zu der Art Halunken, die ich gerne mag.

Und Ihr zu der, die ich hasse.

Du gefällst mir.

Es würde mich freuen, wenn du bei mir bleibst.

Freiwillig natürlich.

Ich gefall dir auch, was? Gib es zu.

Wenn Euch an meiner Freundschaft liegt, dann lasst uns frei.

Ja, sieh ihn dir an, deinen Heiligen Bettler.

Und du wirst dankbar sein für das, -

- was der Alte von den Bergen für dich tut.

Er wird dir beweisen, -

- dass Euer Glaube weiter nichts als Aberglaube ist.

Das tut der Alte, weil er dich mag.

Darauf verzichte ich.

Die christlichen Priester sagen, -

- mit ihrer Glaubenskraft ein Stückchen Brot -

- in den Leib des Herrn verwandeln zu können.

Ich zeige dir, was euer Glaube wert ist.

Ihr seid verblendet. Euer Glaube ist nichts.

Nichts. Er ist nur ein Wahn.

Bete.

Bete. Bete.

Ein bisschen Haschisch würde ihm auch gut tun.

Ein wenig Schmerz wird schon genügen, -

- dass er den Glauben leugnet und davonjagt.

Bevor Ihr ihm ein Haar krümmt, müsst Ihr mich töten.

Niemand rührt ihn an.

Das Läuten einer Glocke wird ihn bekehren. Sonst nichts.

Die Christen lieben doch das Läuten der Glocken.

Nicht wahr?

(Schritte)

(Glocke tönt laut.)

Aufhören.

(Glocke tönt laut.)

(Der Templer schreit laut.)

(Die Schreie verstummen.)

Um dir zu zeigen, wie viel vom Glauben des Templers geblieben ist, -

- soll er jetzt auf das Symbol seines Glaubens spucken.

Das ist einfacher, als wenn wir ihn fragen, ob er noch glaubt.

(Er küsst das Kreuz.)

(Er schreit.)

Aufhören.

(Er spuckt auf das Kreuz und weint.)

Das ist die Kraft des Glaubens, den sie dich lehrten.

(Marco atmet schwer.)

Auch Ihr habt mich etwas gelehrt.

Und dafür danke ich Euch.

Ihr habt mich die Liebe zu meinen Mitmenschen gelehrt.

Die ich früher nie empfunden habe. - Das kannst du bald beweisen.

Genießt nur Euren Triumph.

Er bedeutet gar nichts.

Gar nichts.

Wenn sich einer Eurer erinnert, dann nur als Verkörperung des Bösen.

Aber, das woran wir glauben, wird ewig sein.

(Lachen)

Wie ich sehe, bist du nicht so leicht zu überzeugen.

Du sollst die erste Stufe des Paradieses kennenlernen.

Seid behutsam.

Bald gehört er zu Euch.

Wir sollten uns jetzt hinlegen.

Ja. Es ist wahr.

Es kränkt mich, dass Ihr nur kurz meine Gäste wart.

Bei Eurer Rückkehr besucht Ihr mich wieder.

Unterbrecht das Fest unseretwegen nicht.

Vielen Dank für Eure Gastfreundschaft.

He.

Macht Euch Marcos wegen keine Sorgen.

Jetzt verstehe ich.

Einen Menschen Foltern heißt, ihn in seinen eigenen Augen zu entehren.

Der Alte glaubt, er hätte gewonnen.

Aber er hat verloren.

Ich werde sterben.

Sterben wie ein Feigling.

Nein, das werdet Ihr nicht.

Ihr wart tapfer wie ein Mann. Ihr habt geduldig alles ertragen.

Ich werde Euch nie vergessen.

Euch verdanke ich, -

- dass ich den Glauben wiederfand.

Wenn es so ist, mein Sohn, -

- dann muss ich nicht fürchten, vor Gottes Richterstuhl zu kommen.

Herr.

Marco Polo ist...

Ich brauche 15 Reiter und ein Pferd.

Lass die Polos schlafen. Marco kommt in zwei Tagen nach.

(Aufwühlende Musik)

(Getrappel)

(Aufwühlende Musik)

(Aufwühlende Musik)

Der Prinz Nayam schickt Euch dieses Gold und bittet Euch, -

- die 5 Christen an Ihrer Reise zu seinem Vater Kublai Khan zu hindern.

Ich bin bereit, den Wunsch zu erfüllen.

Abgemacht.

Nun, mein Freund, genug des Feilschens.

Erlaubt mir, dass ich Euch eine meiner Bergblumen überreiche.

Ich weiß, Achmed, wie sehr Ihr Blumen liebt.

Gefällt Sie Euch? Gut.

Gehe und erwarte ihn.

Meine Gabe kann Euer Lager nicht teilen, lieber Freund.

Aber ich weiß, dass Ihr schöne Tiere liebt.

Gefällt er Euch?

Ja. Ein guter Tausch.

Ein Beweis des Vertrauens.

Wie kann ich jemandem vertrauen, dessen Gesicht ich nicht sehe.

Es wäre eine freundliche Geste, wenn Ihr die Maske abnehmt.

Ich nehme die Maske nicht ab.

Jeder der mein Gesicht sieht, muss sterben.

Eure Krieger sehen Euer Gesicht.

Weil sie alle sterben.

Ich bestimme, wann ihre Zeit gekommen ist.

Aber, wenn Ihr liebt, nehmt Ihr die Maske vor ihnen ab?

Ihr ahnt ja nicht, wie sehr es schmerzt, -

- viele schöne Frauen zu verlieren.

Wollt Ihr noch immer mein Gesicht sehen?

Wer, ich?

Habe ich darum gebeten? Nein.

(Orientalische Musik)

(Orientalische Musik)

Wartet hier auf mich.

(Spannende Musik)

Mein Wüstenjäger.

Mein alter Bergadler. - Kommt, Alaou.

Aller Kummer ist vergessen, wenn ich Euch sehe.

Setzt Euch, mein lieber Freund.

Eine Erfrischung gefällig?

Werter Freund, wie geht es Euch?

Ich kann zufrieden sein, mein Freund und Bruder.

Die Wüstenwinde brachten mir die schönsten Frauen aus aller Welt.

Wenn doch die Wüstenwinde auch einmal durch mein Haus wehten.

Ich brauche etwas, dass mich erheitert. Ein schönes Bild.

Eine Fata Morgana.

Bitte, schildere mir die süßeste Eurer Frauen.

Für Euch beschwöre ich das Bild Jasmines, -

- der schönsten meiner Frauen, herauf.

Und nun demaskiert Euch. Wir sind unter uns.

Ihr seid der Einzige, der mein Gesicht sehen darf, ohne von mir -

- in mein Paradies geschickt zu werden.

Ich weiß alles über Euer Haschisch-Paradies.

Warum tragt Ihr diese unbequeme Maske?

Wem sollte ich Respekt einflößen? Mit diesem Gesicht und dieser Figur?

Die Maske ist viel wirkungsvoller. Der Pöbel begeistert sich für Götzen.

Aber fahrt fort mit Eurer Schilderung.

Wo soll ich anfangen? Bei den Füßen oder beim Kopf?

Was Euch am besten gefällt.

Die Füße.

Jasmins Füße haben klassische wunderschöne Formen.

Jeder Zeh ist wie ein Liebesgedicht.

Ihre schlanken Fesseln sind zerbrechlich und stark zugleich.

Die Beine, ein Wunder an Vollendung, aus Alabaster und Milch.

Was dann folgt, -

- ist so vollendet, dass Eure Finger begierig sind es zu streicheln.

Wenn sie ihre Arme um Euch legt -

- und ihr bezauberndes Lächeln Euch betört, -

- beginnt Ihr vor Leidenschaft zu zittern.

Das Glühen ihrer Augen weckt alles in Euch, -

- was Ihr an männlicher Kraft besitzt.

"Komm, mein Liebster."

"Komm zu mir, mein Liebster. Komm."

Nun liefert Ihr mir unverzüglich Marco Polo aus.

Nun ist das wunderschöne Bild verflogen, lieber Vetter.

Ihr greift Karawanen auf meinen Gebiet nicht an.

Marco Polo verbreitet die Christenlehre.

Das ist egal. Sein Karawane steht unter meinem Schutz.

Er überbringt eine Botschaft des Papstes an Kublai Khan.

Die Mongolen vernichten Christen. - Gebt ihn mir zurück. Sofort.

Die Mongolen sind hier, die Kreuzfahrer da.

Beide kämpfen um das Gelobte Land.

Wir teilen seit 2000 Jahren das Land mit den Juden.

Wir werden wie eine Nuss zerquetscht werden -

- von den Christen und Juden im Westen -

- und den christlichen Asiaten im Osten.

Wenn die Polos das Christentum nach China bringen.

Ich weiß von Eurem Handel mit den Mongolen.

Und auch, was sie bieten.

Was bedeuten ein paar Geschenke.

Ihr habt mich heute oft verletzt.

Ich muss Euch leider noch eine Wunde zufügen.

Wird es sehr weh tun? - Ja.

Ihr erinnert Euch an den Dolch, den Ihr mir geschenkt habt.

Der mit der ziselierten Klinge. - Das war nicht der Rede wert.

Ich muss es erwähnen.

Wenn Ihr mir Marco Polo nicht unverletzt übergebt, -

- wird man den Dolch im Rücken Achmeds, -

- des Gesandten des Prinzen Nayam, finden.

Das wäre nicht gut für Euch. - Für Achmed wäre es schlechter.

Wenn ihr ihn töten müsst, bitte.

Könnt Ihr nicht einen anderen Dolch benutzen?

Nach meinem Tod sollt Ihr doch König in meinem Reich sein.

Ich bin der Scheich meines Stammes. Ich will von Euch kein Königreich.

Ich will Marco Polo. (Lachen)

Nur Ihr könnt es wagen, so zu reden, ohne meinen Zorn zu fürchten.

Ich liebe Euch wie einen Sohn.

Darum werde Ich Euch Marco Polo übergeben.

Lieber Freund.

Der Alte hatte Marco eine Droge verabreichen lassen, -

- die ihn willenlos machte. So glaubte er.

Doch Marco hatte heimlich ein Gegengift eingenommen.

So vertraute der Alte auf Marcos Willenlosigkeit.

Jage Alaou diesen Dolch in den Rücken.

Bevor er den Palast verlässt.

Bevor er den Palast verlässt.

Bevor er den Palast verlässt.

Draußen habe ich ein Pferd für Euch.

Geht voran.

Zeigt mir den Weg.

(Spannende Musik)

Wenn Prinz Nayam erfährt, dass Ihr ihn hintergangen habt, -

- dann fürchte ich für Euer Leben.

Dummer, misstrauischer Freund.

Alles geschieht so, wie ich es befehle und wie es richtig ist.

Ihr sagtet, jeder müsse sterben, der Euer Gesicht sieht.

Alaou hat es gesehen. - Woher wisst Ihr das?

Ich hab es gehört.

So. Dann dürft auch Ihr mein Gesicht sehen, verehrter Freund.

(Schritte)

(Lauter Schrei)

Es ist nicht leicht, einen Freund zu verlieren.

(Spannende Musik)

(Aufschrei)

(Dumpfer Schlag)

(Schlag)

Sie entkommen. Ihnen nach.

(Musik)

(Entspannte Musik)

Wir passen gut zueinander.

Ich glaubte fast, der Alte schickt mich in SEIN Paradies.

Ich danke Euch für die Befreiung. - Es war mir eine Ehre.

Darf ich Euch mein schönes Land zeigen?

Ja, wenn wir aus China zurück sind.

Wo ist die Karawane meines Vaters?

Nach einem Tag seid ihr bei ihm. Der kürzeste Weg führt über diesen Pass.

Welche Richtung ist das? - Osten.

Das ist das Gebiet, in dem wir uns befinden.

Euer Vater ist etwa hier.

Wir sind hier.

Folgt dem Tal nach Osten, bis der Weg sich gabelt.

Ihr nehmt den linken Weg.

Bis zur Karawane.

Den rechten, Herr. - Nein, sonst verliert er Zeit.

Er muss den Berg umgehen. - Der ist hier.

Der Berg ist weiter links. - Ach.

Weiter links.

He. Zeigt ihm den Weg.

(Schnelle Musik)

(Schnelle Musik)

Marco ritt so schnell, -

- dass ihn Alaous Späher nicht mehr erreichten.

Und bald hatte er sich in der Wüste verirrt.

(Unheimliche Musik)

(Unheimliche Musik)

Jenseits der Berge, nur wenige Meilen entfernt, -

- zog die Karawane der Polos nach Osten.

Der Weg durch die Wüste führte sie immer weiter in das Innere Asiens.

Gequält vom heißen Wind und von unerträglichem Durst, -

- ritten sie der nächsten Station ihrer Reise zu.

(Musik)

Mongolen durchkämmten die Wüste nach dem Mann, -

- der mit der Friedensbotschaft China zu erreichen suchte.

(Freundliche Musik)

(Kinder reden aufgeregt durcheinander.)

Was spielt Ihr denn?

Wir spielen Kaufmann. - Mit dem Geld.

Komm, zeig's mir mal.

Von wem habt Ihr die Münze?

Von zwei fremden Männern. Die haben hier geschlafen.

Wohin sind sie geritten?

Da lang, nach Samarkand.

Du hast schöne Stiefel.

Hier.

Vielen Dank.

Seid gegrüßt. - Ihr auch, Herr.

Es sind Fremde durchs Dorf gekommen.

Wann war das? Wohin sind sie geritten?

Es war vor zwei Tagen. Sie wollten nach China.

In Samarkand werdet Ihr sie treffen.

(Spannende Musik)

Hast du einen Fremden gesehen?

Nein.

(Liebliche Musik)

(Marco murmelt im Schlaf.)

(Das Mädchen seufzt.)

(ruft) Marco.

(ruft) Ich bin's, Thara.

Warum bist du mir gefolgt?

Ich habe zwei Pferde gefunden.

Vielen Dank, Thara.

Ich begleite Dich bis nach Samarkand.

(Getrappel)

(Wind pfeift)

Auf der Suche nach Marcos Vater und Onkel, -

- ritten sie Tag für Tag über Berge und durch Flüsse.

In glühender Sonne oder durch bitteren Kälte bis nach Samarkand.

Samarkand - hier kreuzten sich die Karawanenstraßen.

Samarkand - hier begegneten sich Reisende aus Ost und West.

Hier hatte Marco Aussicht, Vater und Onkel wiederzufinden.

(Stimmengewirr)

(Stimmengewirr)

(Feuer knistert.)

(Lautes Grölen)

(Lautes Grölen)

Aber an Treffpunkten von Reisenden, -

- die geheime Botschaften mit sich führen oder Gold, -

- gibt es immer eine schöne Frau, die mit List erreichen soll -

- was offener Kampf nicht schafft.

Du weißt, was du zu tun hast.

Führe den Befehl in Prinz Nayams Auftrag aus.

Das Mädchen mit der Peitsche wurde für ihre Dienste gut bezahlt.

(Lautes Grölen)

(Laute mongolische Musik)

(Peitschenschläge)

(Laute mongolische Musik)

(Lautes Grölen)

(Laute mongolische Musik)

(Laute mongolische Musik)

Ihr seid Venezianer?

Ja.

(Laute mongolische Musik)

(Mongolische Tanzmusik)

Marco.

Marco Polo.

Ein schöner Name.

Er gefällt mir.

Weißt du was?

Ich werde dich nach Venedig begleiten.

Warum lachst du? Ich werde es tun.

Ich gehe doch nach China. - Unmöglich.

Niemand wird dich im Winter durch die Wüste Gobi führen.

Dann gehe ich ohne Führer. Ich muss zu Kublai Khan.

Warum willst du ihn unbedingt aufsuchen?

Stell mir keine solchen Fragen.

Marco, dein Vater.

Wo? - Dort.

Vater.

Marco.

Marco.

(Frohes Lachen)

(Sie reden wild durcheinander.)

(Mongolische Tanzmusik)

(Sie reden wild durcheinander.)

(Mongolische Tanzmusik)

Durch die Wüste? Das ist jetzt viel zu gefährlich.

Ich verkaufe meine Tiere nicht. Sie werden ein trauriges Ende nehmen.

Führst du uns durch die Wüste? - Nein.

Ich erhöhe mein Angebot.

Ein gutes Pferd. Wie viel? - Unverkäuflich.

Heda. - Marco.

Wie ist es? - Nein.

Ich zahle den dreifachen Preis.

Begreift Ihr denn nicht?

Mich interessiert Euer Geld nicht.

Wir kennen die Wüste so gut wie keiner.

Es ist uns eine Freude einem Freund zu helfen.

Wollt Ihr Euch uns anschließen?

Ist es wirklich nicht zu gefährlich?

Gefahren lauern überall.

Wir fürchten uns weder vor Gefahr, noch vor der bittersten Kälte.

Na gut. Wir vertrauen uns Euch an.

(Schwere Musik)

(Schwere Musik)

(Schwere Musik)

(Knall)

(Spannende Musik)

(Spannende Musik)

(Zaumzeug klirrt.)

Komm mit.

Warum bist du mir gefolgt?

Das siehst du gleich.

Was ist los?

Lass uns umkehren. Komm zu mir zurück.

Das ist unmöglich. Sei brav und reite zurück.

Versuche mich zu vergessen.

(Marco lacht.)

(Wilde Musik)

(Musik)

Du hast alles gewusst. - Ich habe dein Leben gerettet.

Ich sollte dich töten.

Wo ist dein Pferd? - Dort.

(Spannende Musik)

Marco.

(Trauriger Chorgesang)

Immer weiter nach Osten führte Marcos Weg.

Immer grausamer wurden Kälte und Schneesturm.

Doch Marcos Wille war stark.

Nach endlos scheinenden Märschen, hatte er die Wüste durchquert.

Er brach erschöpft an der Grenze Chinas zusammen.

Es gab auch Menschen, die guten Willens waren und wollten, -

- dass die Nachricht des Papstes dem Kaiser von China überreicht wurde.

Sie hielten in den Bergen nach Marco Ausschau und fanden ihn.

(Gong erklingt.)

(Gong erklingt.)

Wo bin ich?

An den Toren Chinas.

Wir haben sehr lange auf dich gewartet, Bruder.

Kublai Khan sorgte in China für Frieden und für Ordnung.

Aber er konnte sich nicht überall in dem großen Reich -

- Geltung verschaffen.

Jenseits des Palastes plünderten Mongolenkrieger chinesische Dörfer.

Wenn du Kublai Khan aufsuchst, kommst du gerade recht zur Hochzeitsfeier.

Zur Hochzeit? Ich hab geglaubt, er ist alt.

Er heiratet eine chinesische Prinzessin.

Um das mongolische und das chinesische Reich zu vereinen.

Um ihnen dadurch Frieden zu schenken.

Von allen Provinzen des Kaiserreiches -

- kamen die Prinzessinnen.

Damit der Kaiser eine von ihnen wählen könne.

Eine der Prinzessinnen nahm Marco auf ihrer Dschunke mit.

(Chinesische Musik)

(Düstere Musik)

(Chinesische Musik)

(Bedrohliche Musik)

(Entspannte Musik)

Das habt Ihr schön gemalt.

Die Mongolen sind fort. - Danke.

(Liebliche Musik)

Prinz Nayam, der Sohn des Kaisers, -

- war Anführer einer Gruppe von Kriegstreibern.

Er setze alles daran, -

- dass die Friedens-Botschaft den Kaiser nicht erreichte.

Was Nayam mit seinen Reitern an Strohpuppen übte, -

- das wurde werktags blutiger ernst.

Ich bin mit den Leistungen zufrieden. Übt ohne mich weiter.

Der Kaiser verlangt nach Euch.

He, Wache.

Was fällt Euch ein?

Ich bin ein Gesandter des Papstes -

- und bitte um eine Audienz beim Kaiser.

Gehört er zu Eurem Gefolge? - Ich bin ein Gesandter des Papstes.

Gebt mich sofort frei.

Was geht hier vor?

Ein Fremder sprach die Prinzessin an.

Ich soll den Bauern den beschlagnahmten Reis zurückgeben?

Meine Soldaten haben Hunger. - Die Bauern auch.

Wir sind die Eroberer. Wir können den wenigen Reis nicht teilen.

Ich bitte Eure Majestät, dem Streit ein Ende zu machen.

Auf wessen Seite ist das Recht?

Wie bitte?

Entscheidet. - Ich habe leider nicht zugehört.

Wir verhandeln seit Stunden.

Und stört meine Katze.

Ich rede leiser, Majestät.

Meine Krieger sind aufgebracht, -

- da sie den Bauern den Reis zurückgeben sollen.

Nicht zurückgeben, teilen.

Der Reis gehört der Bevölkerung Chinas.

Respektiert Ihr das nicht, so ist Eure Pflicht nicht erfüllt.

Es gibt eine Lösung. Dann werden alle satt.

Im Westen gibt es genug, um alle Chinesen zu ernähren.

Besser wir greifen sie an, als dass sie uns angreifen.

Dieser Krieg würde Millionen das Leben kosten.

Sind wir genügsam, werden unsere Kinder niemals Hunger leiden.

Das sollte Ruhm genug sein. Auch für Nayams Krieger.

Seine Hoheit, Prinz Nayam, konnte sich von seinen Pferden trennen.

Für einen Mongolen-Prinzen ist die Pferdepflege wichtig.

Es ist schwer für einen Mongolen, ein Chinese zu werden.

Auch für Eure Majestät.

Mit dem Kopf bin ich es schon. Aber die Füße hinken hinterher.

Wem gehorcht Ihr? Den Füßen oder dem Kopf?

Man muss lernen, beide miteinander zu vereinen.

Kehrt zurückt und sagt dem Volk, es wäre Frieden.

In sieben Tagen werdet Ihr -

- eine chinesische Kaiserin haben.

Die Sitzungen sind ermüdend.

Für den zukünftigen Kaiser sind sie Pflicht.

(Chinesische Musik)

Wenn ich Kaiser bin, zählt nur meine Meinung.

Du bist nicht unfehlbar.

Der Kaiser bin ich.

Die Prinzessinnen warten. - Gut.

Wann heiratest DU?

Die Chinesinnen sind zu sanft.

Ich mag wilde Mongolinnen.

Deine Mutter war sanft und Mongolin.

Hilf mir bei der Wahl.

Meine Generale brauchen mich, um Diplomatie zu üben.

(Chinesische Musik)

Prinzessin May-Ling, Provinz Kwangsi, 18 Jahre.

Spielt die Laute, schreibt Gedichte.

Eure Schönheit macht dem Kaiser die Wahl zum Vergnügen.

Prinzessin Tai-Tan, Provinz Hunan, 19 Jahre.

Spielt die Laute, schreibt Gedichte.

Eure Schönheit macht dem Kaiser die Wahl zum Vergnügen.

Prinzessin Yuga-Tin, Provinz Sinkiang.

16 Jahre, spielt die Laute, schreibt Gedichte.

Eure Schönheit macht dem Kaiser die Wahl...

Was sagen die Sterne?

Kommt näher.

Ihr seid noch ein Kind.

Ich bin 16.

Ihr bekommt Geschenke, damit die Enttäuschung nicht so groß ist.

Aber es wäre für einen Kaiser unziemlich, Euch zu heiraten.

Das ist auch nicht mein Wunsch.

Warum nicht? Gefalle ich Euch nicht?

Nein, Eure Majestät. - Warum dann nicht?

Ihr seid der große Khan. Ich fürchte Euch.

Und ich liebe einen anderen.

Für diese Antwort könnte ich Euch töten lassen.

Wenn ich ihn liebe... - Pst.

Ich könnte euch foltern lassen.

Mein Leben ist wertlos. ER ist in Gefahr.

Er braucht Euren Schutz.

Ein Gesandter des Westens. Sein Name ist Polo.

Polo? - Marco Polo.

Seine Karawane wurde angegriffen.

Nicolo ist in China?

Nein, Majestät. Marco ist hier - im Gefängnis.

Eure Mongolen haben ihn angegriffen.

Meine Mongolen?

Nur er entkam. Gebt ihn frei, Eure Majestät.

Mongolen.

Holt Polo aus dem Gefängnis und bringt ihn mir.

Wie war die Wahl, Vater?

Eine Karawane aus dem Westen wurde angegriffen.

Von mongolischen Reitern.

Wir sind keine Wegelagerer.

Wer ist dafür verantwortlich? - Wer klagt uns an?

Ich klage an.

Warum uns?

Weil in meinem Reich nichts passiert, von dem du nichts weißt.

Vater, das ist nicht gerecht.

Heißt Ihr Polo?

Marco Polo. - Verwandt mit Nicolo Polo?

Sein Sohn.

Kniet nieder. - Er ist mein Gast.

Seid Ihr Kublai Khan? - Wo ist Euer Vater?

Mongolen, die uns führten, haben uns überfallen.

Warum ausgerechnet Euch?

Sie wollten verhindern, das wir unser Ziel erreichen.

Meinen Vater und meinen Onkel nahmen sie gefangen.

Mir gelang es, zu entkommen.

Ich musste ihm schwören, die Friedens-Botschaft erreiche Euch.

Und koste es auch mein Leben.

Die Botschaft ist lebenswichtig.

Ein Märchenerzähler.

Soll man Euch auf der Laute begleiten?

(Gelächter)

Verzeiht, wenn ICH Euch die Botschaft des Papstes überbringe.

Eure Botschaft an ihn begann: "Magnitudinem et -

- pacem in terris".

Seine Heiligkeit erwidert: "Friede allen Menschen".

Die Armee bereitet den Krieg vor.

Der Papst lügt nicht. - Alle wollen ihre Ziele erreichen.

Ich glaube dem Papst. Ich glaube Nicolo.

Ich glaube diesem Jüngling.

Aber nicht deinem Sohn?

Kann ich das?

Kann ich das wirklich?

Worauf wartet Ihr?

Wir nehmen an, Ihr wollt nicht allein sein mit dem Christen.

Meine Krieger finden Euren Vater. - Euer Majestät.

Die Botschaft ist überbracht.

ICH werde meinen Vater suchen.

Ich bitte Euch, noch zu bleiben.

Ich träume oft, im Schlaf ermordet zu werden.

Wohin ich auf meiner Reise auch kam, -

- überall sah ich Furcht, Neid und Hass.

Wenn sich die Herrscher in Ost und West nicht bald einigen, -

- welche Hoffnung bleibt uns dann?

Warum leben die Menschen nicht in Frieden miteinander?

Im Krieg weiß jeder, was er zu tun hat. Im Frieden nicht.

Soll er lieben, das Geld verprassen, sich amüsieren?

Viel Auswahl, bringt viel Verwirrung.

Im Krieg bleibt nur eine Wahl:

Zu töten oder zu fallen.

Wird der Mensch sich nie ändern? - Er wird es müssen und auch tun.

Ganz sicher.

Ihr kennt die Prinzessin?

Hm? Ja.

Wir sind uns ein Mal begegnet. - Ein Mal nur?

Ihr habt Euch verliebt. Wie war das möglich?

Ich sah ihn. - Ist er der Richtige?

Mein Gefühl sagt es mir.

Astrologen lesen Sterne, Staatsmänner erlassen Gesetze.

Aber das Herz geht eigene Wege.

Im Jahr des Drachen, dem Geburtsjahr seines Kaiserreiches, -

- verbindet der Kublai Khan sein Blut mit dem seiner Untertanen, -

- in dem er eine Chinesin zur Frau wählt.

Damit gibt er China 100-jährigen Frieden.

Wozu ist diese Fackel? - Sie zeigt, welche Dame er wählt.

Prinzessin Tai-Tan wird Kaiserin.

Der General sagt, wir sollen uns bereithalten.

Wir sollten jetzt den Palast stürmen.

Ich soll gegen meinen Vater handeln?

Jeder Sohn tritt an die Stelle des Vaters. Eure Zeit ist gekommen.

Werdet Kaiser, solange China noch besteht.

Wir können dann mit dem Kampf beginnen.

Erst spreche ich mit dem Kaiser. - Hütet Euch vor ihm.

(Feuerwerkskörper knallen.)

(Chinesische Musik)

Gefällt es Euch? - Es ist wunderschön.

Woraus besteht es? Warum kracht es so?

Dieses Pulver stellten unsere Gelehrten und Alchimisten her.

Ein bezauberndes Spielzeug. Zündet es an.

Gerät das Spielzeug in falsche Hände, wird es zur Gefahr.

Das ist auch meine Sorge, seit es erfunden wurde.

(Chinesische Musik)

(Chinesische Musik)

Als Kaiserin braucht Ihr Euch nur zu verneigen und klug zu scheinen.

Die Mongolengenerale planen eine Meuterei.

Wir sind ihnen ohne Feuer nicht gewachsen.

Das entscheide ich. - Wir sollten uns vorbereiten.

So sei es.

(Spannende Musik)

Was ist denn los?

Krieg.

(Düstere Musik)

(Düstere Musik)

Kommst du als Krieger oder als mein Sohn?

Als Sohn entschuldige ich mich für mein heutiges Betragen.

Als Befehlshaber bringe ich ein Ultimatum.

Die Entschuldigung nehme ich an.

Ist die Macht auf deiner Seite?

Sonst könnte es für dich zu einer Demütigung werden.

Ich führe eine Armee Reiter. Den Palast bewacht Fußvolk.

Du willst deinen Vater stürzen?

Es stehen sich Kaiser und oberster Befehlshaber gegenüber.

Ich höre, was er mir zu sagen hat.

Das Heer weigert sich alles aufzugeben.

Übernimmst du nicht das Kommando, so töte ich dich.

Ich schenke dir den Thron. Freiwillig.

Er ist weiter nichts, als ein unbequemes Möbelstück.

Der Thron allein macht keinen Kaiser.

Kaiser bist du erst, wenn Hoffnungen und Hunger -

- von 200 Millionen Menschen auf dir lasten.

Bist du dazu bereit, danke ich gerne ab.

Willst du aber nur Krieg führen, -

- so wirst du ihn mit Gewalt nehmen müssen.

Was hat dich so werden lassen?

Alter? Bequemes Leben?

Denn du kennst keine Furcht. Warum führen wir keinen Krieg?

Krieg ist nie eine Antwort.

Wir sind Krieger. - Früher waren wir Nomaden.

Wir brauchten Land für Herden und Reisanbau.

Also führten wir Krieg.

Wir haben genug Land. Die Zeiten haben sich geändert.

Du hast dich geändert.

Begnüge dich mit dem, was ich dir geben kann.

Du musst deine Leidenschaft zügeln lernen.

Es lohnt sich, mein Sohn.

Wir haben gewartet. Nun ist es genug.

Als Sohn bitte ich dich um etwas.

Was willst du? - Überlege noch einmal genau.

Und schließe dich uns Morgen früh an.

Ich möchte nicht, dass uns der Morgen in feindlichen Lagern findet.

Ich überlege es.

Ein unwürdiger Sohn wünscht dem würdigen Vater eine gute Nacht.

(Spannende Musik)

(Spannende Musik)

So entschloss sich Kublai Khan das Feuerpulver, -

- das zum Vergnügen da war, einer unheilvollen Verwendung zuzuführen.

(Spannende Musik)

(Spannende Musik)

(Spannende Musik)

Wir greifen an.

Attacke.

(Es zischt und knallt.)

(Mehrere Explosionen.)

(Lautes Krachen.)

Mein Sohn.

Ein alter Fuchs ist eben listiger -

- als ein junger. - Das ist kein Trost für mich.

Blitz und Donner sind die Sieger.

Sie sind nicht Sieger, mein Sohn. Sie werden die Welt vernichten.

Strecke deine Hand aus.

Jetzt -

- gehört dir die Welt.

(Fanfaren ertönen.)

(Chinesische Musik)

Die Karawane ist bereit, Euer Majestät.

Habt Ihr Geschenke und Dokumente? - Ja.

Sicher freut es Euch zu hören, dass mein Vater in Samarkand ankam.

Das freut aufrichtig.

Über alles was Ihr erlebt habt, berichtet dem Papst.

Macht das Schlechte nicht schlechter und das Gute nicht besser.

Aber sprecht zu niemand über meine Sorgen.

Es ist meine Sache.

Ich habe die Botschafter schon entsprechend informiert.

Ich reise nicht mit der Karawane.

Ich möchte hier bleiben.

Wegen der chinesischen Philosophie oder wegen der Mädchen?

Nur Kublai Khans wegen. Ich möchte viel von Euch lernen.

Es ist die Torheit des Alters, immer Ratschläge erteilen zu wollen.

Ich nehme sie an, als die eines Vaters.

Ich gebe sie, wie für einen Sohn.

(Fanfaren ertönen.)

(Die Menschen jubeln der Karawane zu.)

Die Karawane zog zurück nach dem Westen -

- mit einer Friedens-Botschaft Kublai Khans an die Welt.

Für Marco war die Zeit der Abenteuer -

- und der leichtsinnigen Liebschaften vorüber.

Er hatte das Glück, Weisheit und Liebe zur gleichen Zeit zu finden.

Als er nach 17 Jahren in seine Heimat zurückkehrte -

- und von seinen Erlebnissen erzählte, -

- glaubte man ihm nicht und warf ihn ins Gefängnis.

Dort schrieb er die Geschichte auf, die Sie eben miterlebten.

(Feierliche Musik)

Bitte bewerte diese Untertitel bei %url% Helfe anderen Usern die besten Untertitel auszuwählen.

Can't find what you're looking for?
Get subtitles in any language from opensubtitles.com, and translate them here.