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© Gaia, Inc.
Leonardo da Vinci und das Leichentuch von Turin.
Gab es einen Deal mit der Kirche?
Ich bin Scott Wolter, forensischer Geologe und Templer.
Und ich bin Timothy Hogan, Großmeister des Templerordens,
und das ist „Geheimnisse der Tempelritter“.
Leonardo da Vinci erschuf ein Wunderwerk für den Vatikan als Gegenleistung dafür,
dass der Vatikan die Templer im Untergrund in Ruhe ließ.
Ein Deal mit der Kirche, der das Leichentuch von Turin beinhaltet?
Das ist sehr interessant,
weil das Leichentuch eine der berühmtesten Reliquien der Welt ist.
Auf dem Stoff ist bekanntlich der Abdruck eines männlichen Gesichts.
Viele glauben, es handle sich das Leichentuch, das Jesus bedeckte,
und bei seiner Himmelfahrt habe sich sein Abbild in den Stoff eingeprägt.
Die Aufzeichnungen des Ordens belegen,
dass die Templer
ein Leichentuch von der gnostischen Sekte der Drusen erworben hatten,
mit denen sie enge Beziehungen pflegten.
Auf diesem Tuch gab es damals überhaupt keinen Abdruck.
Dieses Leichentuch war in den Archiven der Templer verzeichnet.
Leonardo da Vinci war mit Papst Leo X. befreundet.
Und er vereinbarte mit ihm,
dass er ein Wunderwerk für die Kirche erschaffen werde,
wenn der Papst einverstanden wäre,
den Templerorden sein Werk in Ruhe weiterführen zu lassen.
Leo X. war offen für den Vorschlag
und stellte Leonardo in den Kellern des Vatikans,
wo es ein Leichenschauhaus gab, einen Raum zur Verfügung.
Warum sollte er mit den Templern eine Abmachung treffen?
- Es war eine Win-win-Situation. - Okay.
Durch diese Vereinbarung hatte die Kirche ihr Wunder,
wodurch viele Gläubige in ihrem Glauben bestärkt werden konnten.
Und die Templer konnten ungestört im Untergrund ihr Werk verrichten.
Leonardo da Vinci experimentierte bereits mit einer sogenannten Camera obscura.
Er fand heraus, dass er damit ein umgekehrtes Bild erzeugen konnte.
Heute geht das mit einer Lochkamera ganz einfach.
Aber damals brauchte Leonardo etwas, das ein bisschen ausgefeilter war.
Also beauftragte er deutsche Linsenschleifer,
besondere Linsen für seine Camera obscura herzustellen.
Leonardo wollte eine Emulsion
auf das Leichentuch der Drusen auftragen
und mit Chemikalien,
die in Leonardos Labor alchemistisch hergestellt wurden,
ein mit der Camera obscura aufgenommenes Bild
in den Stoff einprägen.
- Moment das ist also nicht Jesus? - Nein.
In Wirklichkeit ist es die erste Fotografie der Geschichte.
Sie musste im Leichenschauhaus gemacht werden,
weil ein Körper erforderlich war, der sich nicht bewegte.
Wegen der Belichtungszeit.
Damit das Bild eingeprägt werden konnte.
Leonardo bedeckte zuerst den Kopf
und erzeugte das Bild des Körpers.
Als die deutschen Linsenschleifer das sahen,
verstanden sie nicht, was dort vorging.
Sie sahen nur diese merkwürdigen Bilder.
Sie dachten, dass Leonardo die Leiche schändete.
Tatsächlich klagten sie ihn der Alchemie und Geisterbeschwörung an.
Und sie wollten nicht mehr für ihn arbeiten.
Verstehe
Aber schließlich gelang es Leonardo, mit diesen Linsen das Bild aufzunehmen.
Den Historikern ist bekannt,
dass Leonardo zu jener Zeit mit deutschen Linsenschleifern
an einem geheimen Projekt für den Vatikan zusammenarbeitete.
- Sie wussten nur nicht ... - Was für ein Projekt das war.
Richtig. Es ging dieses Leichentuch.
Als krönenden Abschluss nahm Leonardo
sein eigenes Gesicht für das Abbild von Jesus auf.
Also ist es weder Jesus noch De Molay, sondern Da Vinci.
Es ist Leonardo selber.
Ja. Auf dem Leichentuch kann man erkennen,
dass der Kopf ganz leicht vom Körper getrennt ist.
Ja, ich habe Bilder davon in einer europäischen Kirche gesehen.
Da ist eine Linie ...
Ja. Der Grund für diese Linie ist nicht, dass der Stoff gefaltet wurde,
sondern weil der Kopf und der Körper getrennt aufgeprägt wurden,
wie ein Frankenstein-Monster
Es gab eine Abtrennung.
Aber er ließ diese Linie sichtbar,
wegen seiner Verehrung für Johannes den Täufer ...
- Der enthauptet wurde. - Richtig.
Bis heute kann man in dem Gesicht auf dem Leichentuch
einen leichten Fischaugeneffekt erkennen,
- der durch die Linse der Kamera entstand. - Genau.
Das erklärt auch den bestimmten Lichteinfall durch die Linse.
Moderne Wissenschaftler haben festgestellt,
dass der Abdruck auf dem Tuch durch Lichteinstrahlung entstanden sein muss,
aber sie wissen nicht, wie oder warum.
Der Grund ist natürlich,
dass es sich die erste Fotografie der Geschichte handelt.
Das klingt sehr einleuchtend.
Wenn es das Leichentuch eines Toten wäre,
oder sogar eines Auferstandenen, dann müsste es
irgendwelches organisches Material enthalten, das datiert werden kann.
Genau.
Das einzige organische Material, das auf diesem Leichentuch gefunden wurde,
enthält die typische DNA der Drusen
und stammt aus dem 13. oder 14. Jahrhundert.
Das war genau die Zeit,
in der die Templer mit den Drusen Beziehungen knüpften
und das Leichentuch von ihnen erwarben.
Diese Form von Alchemie setzt also Licht ein.
Wie hat er das genau gemacht? Wissen wir das?
Ja, mit Silbersalzen,
ähnlich wie in den Anfängen der Fotografie viel später.
Aber das Bild erschien auf einem Tuch anstatt auf Papier.
Alle notwendigen Elemente
sind detailliert in Leonardos Notizbüchern verzeichnet,
auch die Camera obscura.
Die Leute haben sich nur keinen Reim darauf gemacht.
Damals war es dem Templerorden und auch Leonardo selbst sehr wichtig,
dass die Familie De Charney
der Öffentlichkeit das Leichentuch vorstellte.
Das war
Geoffroy de Charney, der frühere Großmeister der Normandie,
wurde zusammen mit Jacques de Molay auf dem Scheiterhaufen verbrannt.
Wegen dieser Hinrichtung war die ganze Familie in Verruf geraten.
Vor allem, wenn die Kirche der ganzen Welt erzählt,
dass es in deiner Familie einen Ketzer gab.
Dann hat man es schwer, die Wahrheit zu sagen.
Und die Leute würden einem sowieso nicht glauben.
Sie waren kirchentreu und dachten:
„Ich muss der Kirche glauben. Warum hätten sie ihn sonst verbrannt?“
Das war nicht einfach.
Ja, aber so konnten sie der Familie De Charney helfen, ihren Ruf zu retten.
Und Papst Leo X. war einverstanden.
Also durfte die Familie De Charney
der Öffentlichkeit das Leichentuch präsentieren,
das seither als Wunder gilt.
Indem sie das Leichentuch von Leonardo erhielt
und es dann der Kirche überreichte, konnte die Familie De Charney,
die immer noch mit Ketzerei in Verbindung gebracht wurde,
ihren Ruf wiederherstellen.
Und für die Kirche war es ebenfalls vorteilhaft,
weil sie jetzt ihr Wunder hatte.
Und zusätzlich
„Lasst die Wissenschaftler in Ruhe.“
Ja.
„Lasst Leute wie Galileo Galilei arbeiten, und ihr kriegt euer Wunder.
Dann spielen alle mit.“
Richtig. Wir müssen bedenken, dass Leonardo
aus derselben Schule kam wie andere Denker,
Alchemisten und Maler der Renaissance, wie zum Beispiel Botticelli und Raphael.
Sie alle hatten gemeinsam,
dass sie die Symbolik,
die Mythologie und die Texte verstanden, die von den Templern überliefert wurden.
Und sie ließen diese Elemente in die Kunst der Renaissance einfließen.
Apropos Kunst und Leonardo da Vinci:
In einem seiner Kunstwerke
ist ein weiteres faszinierendes Geheimnis verborgen.
Weißt du, worüber ich spreche?
Du meinst die „Felsgrottenmadonna“.
Genau. Viele Leute wissen nicht,
dass dieses Gemälde von Leonardo da Vinci eine Auftragsarbeit der Kirche war.
Die „Felsgrottenmadonna“ zeigt Maria
in Blau und zwei Kinder,
die angeblich Jesus und Johannes der Täufer sind.
Aber das Problem ist,
dass sich auf der rechten Seite noch eine Person befindet,
die grün und orange gekleidet ist.
Das sind die Farben, die Maria Magdalena symbolisieren:
Orange für die Gegend in Frankreich,
wo sie laut der Legende nach der Kreuzigung verschwand,
und Grün für ihre keltischen Wurzeln und deren Ideologie.
Dann müsste diese Frau mit goldbraunem Haar
jedoch gleichaltrig sein wie die Kinder.
Das heißt, wenn das wirklich Maria Magdalena ist,
können die beiden Kinder nicht Jesus und Johannes der Täufer sein:
Also stellt sich die Frage:
Wer sind sie dann?
Zumindest laut der Tradition der Templer sind es die Kinder,
die sowohl Johannes der Täufer als auch Jesus mit Maria Magdalena hatten.
Moment ist dir klar, was du gerade gesagt hast?
Genau.
Laut der Tradition
waren Johannes der Täufer und Jesus
mit Maria Magdalena verheiratet und hatten Kinder mit ihr.
Zuerst war Maria Magdalena mit Johannes dem Täufer verheiratet,
und sie hatten Kinder.
Johannes der Täufer sollte eigentlich der Anführer dieser neuen Tradition sein,
in die er Jesus einführte.
Da er schon früh hingerichtet wurde, musste Jesus diese Aufgabe übernehmen.
Also heiratete er Maria Magdalena, und sie hatten auch Kinder.
Also stellt dieses Gemälde die Kinder
von Maria Magdalena mit den beiden dar.
Damals, in der jüdischen Tradition des 1. Jahrhunderts,
musste man als Rabbiner nicht nur verheiratet sein,
sondern es wurde auch verlangt, dass man einen Sohn als Nachfolger hatte.
Außerdem sah die Tradition vor,
dass ein Familienmitglied in einem solchen Fall verpflichtet war,
die Witwe zu heiraten.
Außerdem habe ich gehört,
dass das Priesteramt aufseiten der Frau weitervererbt wurde.
Natürlich gilt eine solche Interpretation in der Kirche als Ketzerei.
Selbst für Leute, die es etwas pragmatischer betrachten,
ist es immer noch schockierend.
Aber in der Tradition der damaligen Zeit ist es absolut logisch.
- Richtig. - Und da Vinci wusste das natürlich.
Denn ich vermute, dass er selber auch dieser Blutlinie angehörte.
Also war es seine Aufgabe, dieses Geheimnis weiterzugeben,
damit es irgendwann enthüllt werden konnte.
Deswegen war er geradezu besessen von Johannes dem Täufer.
Er hat sehr viele Bilder von Johannes dem Täufer gemalt,
und in vielen anderen Gemälden
gibt es Hinweise auf ihn.
Und vergessen wir nicht,
dass Hugo von Payens in Konstantinopel unter apostolischer Sukzession
in der Stammeslinie der Johanniter geweiht wurde.
Das musste er bereits vorher gewusst haben.
Die Templer pflegten auch Beziehungen mit anderen Gruppen,
zum Beispiel mit den Mandäern im heutigen Iran und Irak,
die Johannes den Täufer mehr verehrten als Jesus.
Auch das gehörte zu ihrer gnostischen Tradition.
In der ersten Version dieses Gemäldes von Leonardo Da Vinci sieht man,
wie Maria Magdalena ...
auf Johannes den Täufer zeigt.
Wenn man diese Geste 90 Grad dreht,
dann ergibt es den Zirkel und den Winkel.
- Richtig. - Nicht wahr?
Als Da Vinci das fertige Bild der Kirche übergab, sagten sie:
„Tut uns leid. Mal es noch mal.“
Sie wollten es nicht.
Deshalb ist die zweite Version ziemlich unterschiedlich.
Maria ist immer noch blau gekleidet,
aber die Kinder haben plötzlich Heiligenscheine.
Johannes hat einen Stab,
aber die Farben von Maria Magdalena
und die Geste ihrer Hand sind nicht mehr da.
Sie darf in dem Bild nicht vorkommen.
Die Stellung der Hände in der ersten Version kann man auch so interpretieren,
dass eine Hand einen unsichtbaren Kopf hält und die andere
die Kehle durchschneidet.
Diese Geste wurde in der zweiten Version entfernt.
Natürlich.
Okay. Und wir müssen unbedingt noch über ein weiteres Gemälde sprechen:
„Das Letzte Abendmahl“.
Hier sind sehr viele Geheimnisse verborgen.
Welche sind deine liebsten?
Erstens ist beim Letzten Abendmahl die ganze Perspektive
auf das rechte Auge von Jesus ausgerichtet.
Das ist aus esoterischer Sicht sehr interessant.
Auf dieses Auge der Gottheit
wird in vielen Traditionen hingewiesen.
- Genau wie auf dem Dollar-Schein. - Ja, genau.
Außerdem sind in diesem Bild
viele Erkennungszeichen der Templer-Tradition verarbeitet.
Diese Zeichen werden in der Freimaurerei bis heute weitergegeben,
zum Beispiel Notsignale.
Und das Messer?
Ein Messer wird einem der Apostel
an den Bauchbereich gehalten.
Und dann natürlich die Gestalt neben Jesus,
die manche für den Apostel Johannes halten.
Aber sie sieht eher aus wie Maria Magdalena.
Die Person sieht nicht wie Johannes aus, sondern wie eine Frau.
Meiner Meinung nach ist es eindeutig Maria Magdalena.
In diesem Zusammenhang gibt es noch ein verborgenes Detail:
Auf der linken Seite des Bildes,
das heißt vom Tisch aus gesehen rechts,
sieht man, dass die Schulter und der Hals eines Jüngers ein Baby darstellt.
Einen Jungen, der blau gekleidet ist.
Wenn man Jesus und Maria Magdalena vertauscht,
erkennt man, wie sie ihren Kopf auf seine Schulter legt.
Und wenn man das Baby hinzufügt, passt es genau in die Mitte,
wo sie es in den Armen hält.
Dieses Detail stimmt mit der Felsgrottenmadonna überein.
Der Punkt ist, dass Jesus und Maria Magdalena verheiratet waren.
Sie hatten mindestens einen Sohn, und auch eine Tochter.
Sie hieß Sarah.
Für viele Leute ist das Ketzerei, aber ich möchte darauf hinweisen,
dass 1980 in einem südlichen Vorort von Jerusalem
das sogenannte „Talpiot-Grab“ entdeckt wurde.
Die unterirdische Grabstätte bestand aus einem Vorraum und der Begräbniskammer.
Darin wurden zehn Ossuarien gefunden,
sieben mit Inschriften von Namen,
sechs auf Aramäisch, einer auf Griechisch.
Die Archäologen deuteten diese Inschriften folgendermaßen:
Jesus oder Jeshua, Sohn von Joseph.
Jakob, Sohn von Joseph, Bruder von Jesus.
Joseph, Maria, Josuah.
Und der letzte Name auf Aramäisch war „Judas, Sohn von Jesus“.
Das Kind neben Maria Magdalena auf Da Vincis Bild ist also Judas.
Das siebte Ossuar trug eine Inschrift auf Griechisch
mit dem Namen „Mariamne Mara“.
„Mara“ ist ein Begriff für einen Ehrentitel, wie „Meister“ oder „Königin“.
Und nur auf 6 von etwa 3000 bis 4000 in Israel gefundenen Ossuarien
ist dieser Titel eingraviert.
Drei davon sind Männer, und das ist der dritte einer Frau.
Es gibt also in Jerusalem ein Grab, das kaum bekannt ist,
weil diese Tatsache verschwiegen wurde,
das vermutlich die sterblichen Überreste
von Jesus, Maria Magdalena, ihrem Sohn und anderen Familienmitgliedern enthielt.
Diese Geheimnisse,
die von Leonardo bewahrt wurden und jetzt enthüllt werden,
sollten also keine große Überraschung sein.
Wir sollten erwähnen, dass genau dieses Grab
während der Kreuzzüge von den Tempelrittern
geöffnet wurde.
Die Gebeine wurden entfernt, nur noch die Ossuarien waren übrig.
Nicht nur das.
Ich habe das Team kennengelernt,
das die Ossuarien in Talpiot untersucht hat.
Diese Archäologen konnten bestätigen,
dass dort bereits jemand eingedrungen war.
Sie sagten, dass nur noch wenige Gebeine übrig waren.
Ein Teil davon befand sich an den Seiten der Ossuarien,
das heißt, die Knochen wurden irgendwann bewegt.
Außerdem konnten sie DNA aus den Gebeinen extrahieren,
wenn auch nur unvollständige Stränge.
Und wir können dazu sagen, dass die Ergebnisse sehr interessant sind
und unsere Geschichte auf keinen Fall widerlegen.
Du hast gesagt, die Tempelritter hätten das Grab während der Kreuzzüge geöffnet.
Wie gesagt, die Archäologen haben bestätigt,
dass jemand eingedrungen war.
Denn über dem Grab war ein Rosengarten mit Terra-Rossa-Boden.
Das ergibt eine ganz neue Bedeutung für den Ausdruck
-„Sub rosa“ - Richtig. Unter der Rose
Dieser Erdboden rieselte in das Grab hinunter
und bedeckte es mit etwa einem halben Meter Erde,
weil das Grab nicht richtig verschlossen worden war.
Als der Boden der Begräbniskammer und die Ossuarien freigelegt wurden,
fanden die Archäologen drei Schädel,
die in einem Dreieck angeordnet lagen,
im Osten, Süden und Westen des Grabs.
Was bedeutet das für dich?
Du bist doch ein Freimaurer-Altmeister, nicht wahr?
Ja. Das ist die typische Anordnung der Wächter,
womit jede Art von heiligen Räumen eingerichtet wurde.
Das geht auf die Tradition der Templer zurück,
aus der die Freimaurerei entstanden ist.
Wir kennen den Tiler, der die Tür der Loge bewacht,
zu verhindern, dass jemand lauscht.
Ich glaube, es handelt sich die Schädel von drei Tempelrittern,
die bei der Belagerung von Jerusalem ums Leben kamen.
Ihnen zu Ehren wurden ihre Schädel
als symbolische Wächter im Grab ihres angestammten Königs angeordnet.
Die Templer pflegten auch Beziehungen mit gewissen islamischen Gruppen,
die heute dem Sufismus angehören.
Sie stellen ebenfalls Offiziere im Osten, Süden und Westen ihrer Tempel auf.
Eines ihrer Erkennungszeichen ist diese Geste, sich zu begrüßen.
Übrigens hat Leonardo da Vinci später Johannes genau so gemalt.
Das stellt den Buchstaben I und eine Linie dar.
Das war das Gegenzeichen. Die Linie wird zu einem Zirkel,
und es stellt auch den Buchstaben A dar.
Das dritte Grußzeichen stellt den Buchstaben O dar,
und den Kreis, den man mit dem Zirkel zieht.
I-A-O war der gnostische Name für Gott,
der auch auf Johannes den Täufer bezogen werden kann,
wegen des griechischen Namens „Ioannis“
mit diesen Anfangsbuchstaben.
Es war wie ein Titel für Gott,
für den Gott der Ersten Ursache,
den Schöpfer des Lichts, das sich manifestierte.
Außerdem ist Leonardo für seinen „Vitruvianischen Menschen“ berühmt,
der darstellt, wie ein Mensch sich in ein Quadrat und einen Kreis fügt.
Die vier Seiten des Quadrats
symbolisieren die vier Elemente der physischen Welt
und die vier Himmelsrichtungen.
Und der Kreis symbolisiert den Geist, weil er keinen Anfang und kein Ende hat.
Die Vereinigung von Quadrat und Kreis zeigt,
wie das Materielle spiritualisiert und das Spirituelle materialisiert wird.
Genau.
Dasselbe stellt auch das Templerkreuz dar.
Diese Symbolik finden wir später in der Freimaurerei wieder,
mit dem Winkel und dem Kompass, der für den Kreis steht.
Richtig.
Der Vitruvianische Mensch enthält noch ein interessantes Symbol.
Seine Beine sind gespreizt,
aber auch zusammen.
Wenn man diese Stellung durch eine Geste der Hand darstellt
und umdreht, ergibt sich welcher Buchstabe?
Ein M.
Die Tradition dieses Zeichens begann kurz nach der Zerschlagung im Jahr 1307.
Ich möchte unser Publikum ermuntern, nach diesem M-Zeichen zu suchen.
Man findet es in Gemälden und an Skulpturen,
vom 14. Jahrhundert bis heute.
Aber wir müssen bedenken, dass es nicht die abgebildete Person geht.
Kolumbus mag ich besonders.
Man sieht, wie er da steht und sehr auffällig das M-Zeichen macht.
Aber wenn man nicht weiß, was man sucht, dann sieht man es nicht.
Aber jetzt kann man es nicht mehr übersehen.
Aber natürlich ist nicht Kolumbus der Eingeweihte,
sondern der Künstler, der das Bild gemalt hat.
Ja. Ich finde, die Templer waren sehr gut darin,
diese geheimen Zeichen über Jahrhunderte zu richtigen Wahrzeichen zu machen.
Das Werk von Leonardo war dabei absolut entscheidend.
Mit ihm entstand die Renaissance.
Die Templer brachten dieses Wissen aus dem Nahen Osten
und anderen Orten mit nach Europa.
Europa war im Dunkeln, bis Leonardo seine Wunderwerke erschuf
und damit ermöglichte, dass zum ersten Mal diese Dokumente verfasst wurden
und künstlerische und wissenschaftliche Durchbrüche stattfanden.
Neue Texte durften endlich veröffentlicht werden.
So kam die Renaissance in Gang.
Leonardo war der vollendete Diplomat.
Er verhandelte diese Win-win-Situation,
die sowohl der Kirche als auch den Templern von Nutzen war,
obwohl sie diametral entgegengesetzte Ziele verfolgten.
- Ja. - So lief es letztlich für alle am besten.
Danke, dass du bei „Geheimnisse der Tempelritter“ dabei bist.
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