All language subtitles for The.Way.Back.Der.lange.Weg.2010.German.DTS.720p.BluRay.x264-LeetHD

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Original subtitles

1941 ERREICHTEN DREI MÄNNER INDIEN ÜBER DEN HIMALAJA

SIE ÜBERLEBTEN EINEN 6.500 KM LANGEN MARSCH IN DIE FREIHEIT

DIESER FILM IST IHNEN GEWIDMET

HITLER MARSCHIERT VON WESTEN IN POLEN EIN.

WENIG SPÄTER STALIN AUS DEM OSTEN.

SIE TEILEN DAS LAND UNTEREINANDER AUF.

Nein.

Bringt die Zeugin herein.

Kennen Sie diesen Mann?

Ja.

Sein Name?

Janusz Wieszczek.

In welcher Beziehung stehen Sie zu ihm?

Ich bin seine Frau.

Beschuldigter, bestätigen Sie das?

Ja.

Zeugin, was haben Sie über den Beschuldigten zu sagen?

Aus Gesprächen weiß ich

von seiner kritischen Haltung gegenüber der Partei.

Speziell gegenüber dem Führer des sowjetischen Volkes,

Genosse Stalin.

Was haben sie dir angetan?

Bestätigen Sie diese Anschuldigungen?

Zeugin, was wissen Sie noch über den Beschuldigten?

Er hat für ausländische Mächte spioniert.

Bestätigen Sie das?

Nein.

Zeugin, Sie können gehen. Wache.

Sie hat eine umfassende Aussage unterzeichnet.

Mit allen Einzelheiten Ihrer Spionagetätigkeit.

Unterzeichnen Sie jetzt?

Was haben Sie ihr angetan?

SIBIRIEN 1940

Feinde des Volkes.

Seht euch um.

Werdet euch darüber klar,

dass nicht unsere Waffen, Hunde oder der Stacheldraht

euer Gefängnis sind.

Euer Gefängnis ist Sibirien.

Seine gesamten 13 Millionen Quadratkilometer.

Euer Kerkermeister

ist die Natur, und sie kennt kein Erbarmen.

Wenn die Natur

euch nicht tötet,

tun es die Einheimischen.

Auf jeden flüchtigen Häftling

ist ein Kopfgeld ausgesetzt.

Sieh dir die armen Kerle an, sind alle nachtblind.

Genau wie im Übergangslager. Das liegt am Vitaminmangel.

Hier.

Du willst mit 'ner halben Ration überleben? - Er ist alt.

Ich auch.

Aber ich werd morgen noch leben, er nicht.

Güte.

Die kann dich hier das Leben kosten.

Er ist Amerikaner.

Amerikaner?

Warum ist er hier?

Stalin hasst Ausländer.

Auch die Polen.

Du bist Pole, oder? - Ja.

Ich mag die Polen.

Euren Sinn für Gerechtigkeit. Euer Verlangen nach Freiheit.

Khabarov‚ Andrei Timofeyevich.

Wieszczek‚ Janusz.

Welche Anklage, Janusz?

58-10.

58-1 O?

Ein Spion.

Das behaupten sie jedenfalls. - Zehn Jahre?

Nein, 20.

58-14, Sabotage, zehn Jahre.

Sie haben dich auf russischem Boden verhaftet?

Und warfen dir Spionage vor und folterten dich?

Hast du ein Geständnis unterschrieben? - Nein.

Ich hab mich geweigert.

Deshalb haben sie jemand anderes gefoltert.

Tut mir leid.

Ich war Schauspieler. Beim Film.

In meinem letzten Film spielte ich einen Aristokraten.

Nach der Premiere wurde ich verhaftet. - Wieso?

Es wurde behauptet, ich habe den Status des Adels verherrlicht.

Du hast zehn Jahre für einen Filmauftritt bekommen?

Die Kritiken waren mal besser.

Noch eine?

Ich mach auf Kredit weiter.

Kredit? Du hast doch schon Schulden.

Die "Urki".

Was heißt das? - Berufsverbrecher.

Mörder und Diebe. Guck sie nicht an.

Fürchte sie. Die Wachen lassen ihnen freie Hand.

Warum tun sie das?

Weil sie ein Produkt der bürgerlichen Gesellschaft sind, also Volksfreunde.

Wir sind politische Gefangene, also Volksfeinde.

Die Sowjetunion ist ein Gefängnis geworden.

Sklavenarbeiter.

Aus den entlegensten Gegenden, alle im selben Netz gefangen.

Hat sich schon mal jemand aus dem Netz befreit?

Nein, Janusz. Du musst hier sehr vorsichtig sein.

Stalins Augen und Ohren sind überall, selbst hier drin.

Wenn du nicht besser aufpasst,

bist du in einem Jahr tot.

Wenn nicht buchstäblich,

dann zumindest seelisch.

Wie lang bist du schon hier?

Elf Monate und 29 Tage.

Los.

Zieh ihn aus.

Her mit dem Pullover. - Nimm den Mantel.

Ich will den Pullover.

Hat deine Oma dir den gestrickt?

Du hast hier nichts zu sagen.

Für die Wurst.

Mach das für mich.

Ich soll dich zeichnen? - Nein, nicht mich.

Als der alte Pirat Jim anstarrte,

lief ihm ein kalter Schauer über den Rücken.

Überall auf seinem Körper waren Narben und Tätowierungen.

Und er hatte nur ein Bein.

"Ich heiße Long John Silver"‚ sagte er.

So einen kannte ich auch mal. Igor der Einbeinige.

Halt die Schnauze.

Erzähl weiter, dann kriegst du Brot. Was macht John Silver?

Findet er den Schatz?

So setzte Jim mit diesen Mördern die Segel

mit Kurs auf die Schatzinsel.

Mit gefährlichen Männern,

die ohne zu zögern töten und nichts als Gold lieben.

Läuse? - Die fressen mich noch auf.

Dagegen weiß ich was. Komm mit.

Das Bergwerk. Die sprengen da nachts.

Was machst du da?

Wir müssen uns beeilen.

Sonst ist das morgen Früh nicht mehr da.

Du lässt das über Nacht hier? Wieso?

Wirst du schon sehen.

Es ist möglich.

Ich kenne einen Weg.

Woher? - Von Lazar‚ einem Freund.

Er ist beim Bautrupp und hat mir ein Loch im Zaun gezeigt.

Wenige sind aus dem Lager entkommen.

Ich warte schon lange auf jemanden wie dich. Einen, der stark genug ist.

Und den Willen hat.

Aber wohin fliehen wir?

Nach Westen geht nicht, da warten die Deutschen und die Sowjets.

Und nach Osten ist alles sowjetisch bis zum Pazifik.

Nein, nein. Wir müssen nach Süden gehen.

Richtig. - Aber weißt du, wo genau wir sind?

Ich glaube, wir sind 500 km nördlich vom Baikalsee.

Hier ist der See.

Da ist das Lager. Die Grenze verlauft so.

Dann können wir dem Seeufer folgen, das führt uns nach Süden. - Genau.

Dann über die Eisenbahngleise in die Mongolei, und wir sind frei.

Wir müssen bis zum Herbst warten.

Nein, wieso warten? - Wieso?

Weil die Grenze 1.000 km entfernt ist.

Wir müssen das planen, Essensvorrate anlegen.

Ich habe schon Einiges getauscht, das musst du auch.

Im Herbst ist das das Wetter besser vorhersehbar.

Der Neuschnee wird unsere Spuren verdecken.

Meine Freunde kommen mit.

Traust du ihnen? - Natürlich.

Nicht alle werden überleben.

Aber sie werden als freie Männer sterben.

Frei.

Halt.

Scheiße.

Es wird immer schlimmer. - Und jetzt?

Entscheide du.

Wir sollten zurückgehen.

Die werden mir den Kopf abreißen.

Kommandant, wir erfrieren.

Hinlegen.

Jetzt sind wir am Arsch. - Wir werden erfrieren.

Hinlegen. - Auf den Boden mit euch.

Hinlegen. - Runter mit euch.

Wir sind in einer Stunde erfroren. - Ist mir scheißegal,

ob du tot umfällst. - Wenn Sie 200 Mann verlieren,

haben Sie was zu erklären.

Das kann böse enden.

Hinlegen. - Lasst uns im Wald Schutz suchen.

Hinlegen hab ich gesagt.

Halt.

Stehen bleiben. - Oder ich schieße.

Stehen bleiben.

Stehen bleiben.

Der ist verdammt mutig.

Sie sollen im Wald Schutz suchen.

Wer flieht, wird erschossen.

Voss, wir brauchen große Äste, einen auf jeder Seite.

Und dann einen quer.

Hilf mir, Kazik. Nimm das Ende und leg es da hinten drauf.

Ja, ja.

Zoran‚ wir brauchen mehr Äste. - Mehr?

Gut.

Gut, dahin damit.

Zoran, deine Decke.

Als Windbrecher.

Rein da. - Los.

Komm. Komm mit, wir haben einen Unterschlupf.

Ich bin Zoran, Jugoslawe.

Das ist Janusz.

Das ist Kazik. - Tomasz Horodynsky.

Sie sind Polen.

Voss, ich bin Lette.

Ein richtiger Völkerverbund.

Und du bist?

Smith.

Und dein Vorname?

Mister.

Mister Smith.

Richtig.

Du bist nicht gern in der Kälte.

Oder, Cowboy?

Vortreten.

Du auch.

Vortreten.

Vortreten.

Besser hätten sie uns gestern erschossen.

Wir müssen ins Bergwerk.

So ein Joch haben schon die alten Ägypter verwendet.

Aber wahrscheinlich mit Pferden. - Nein.

Nein, genau wie hier, mit Menschen.

Woher weißt du das? - Ich war Professor für Ägyptologie.

Universität Leningrad.

Bist du wahnsinnig? Die knallen dich ab.

Ich muss hier raus. Ich muss wieder zurück.

Ich muss wieder zurück.

Es ist möglich. - Was?

Er kennt einen Fluchtweg.

Er hat einen Plan. - Wer hat einen Plan?

Sein Name ist Khabarov.

Der Schauspieler? - Du kennst ihn.

Er hat nicht die Absicht zu fliehen.

Wie meinst du das? - Er ist ein Lügner.

Der ist schon jahrelang hier, sucht sich immer die Neuankömmlinge.

Das hat er bei mir auch gemacht. Er spricht gern vom Ausbrechen.

Davon gibt's noch mehr. - Warum soll ich dir glauben?

In diesen Lagern gibt's nichts umsonst. Er benutzt dich.

Du nährst seinen Traum von der Flucht.

So hältst du ihn am Leben.

Er ist nur ein Blutsauger, nichts weiter.

Du bist ein Mistkerl, Mister. - Aber ich lebe noch.

Soviel ist sicher.

Aber noch sechs Monate überleb ich hier nicht.

Und du auch nicht. Nicht im Bergwerk.

Wenn du's Ernst meinst

Wenn du wirklich fliehen willst,

bin ich dabei.

Ich dachte, du bist Einzelgänger. - Allein geht es nicht.

Außerdem hast du eine Schwäche, die für mich nützlich werden kann.

Welche?

Güte.

Wenn mir was zustößt, wirst du mich tragen.

Khabarov‚ komm mit. - Was ist?

Komm mal mit. - Was ist denn?

Komm, siehst du das? Sieh's dir an. Wir können los.

Der Sturm verwischt unsere Spuren. - Nein, der zieht vorbei.

Er wird reichen. - Nein, unmöglich.

Wir müssen uns gut vorbereiten.

Wir brauchen Landkarten. - Es gibt keinen perfekten Zeitpunkt.

Jetzt erwarten Sie's nicht.

Bist du wahnsinnig? Und die Entfernung?

Das sind tausend Kilometer, wir brauchen Proviant.

Aber wir haben doch Proviant.

Der Amerikaner kommt mit, der hat auch gehandelt.

Wie lange wird das reichen? - Ich war lange in Wäldern zu Hause.

Wir werden dort überleben.

Du bist zu jung, du verstehst das nicht.

Es ist unmöglich. - Also soll ich hier sterben?

Es ist unmöglich.

Wo geht es durch den Zaun? - Ich weiß nicht, wovon du sprichst.

Dein Freund, Lazar

Der kennt den Weg, das hast du gesagt.

Du kannst nicht sehen, oder?

Lass mich nicht zurück. Versprich's mir, Andrei.

Nachts halte ich mich an deiner Schulter fest.

Ich kann Umrisse erkennen. Am Tag sehe ich gut.

Ich bin keine Last.

Sag es den anderen nicht.

Hier drin sterbe ich.

Schweizer Uhrwerk, Gold.

Erst müsst ihr den Generator ausschalten.

Dann wird's für zehn Minuten dunkel.

Das ist eure Chance.

Ihr müsst den letzten Wachwechsel abwarten.

Hier gibt's keine Geheimnisse.

Was willst du? - Das Spiel ist gegen mich.

Bisschen Schulden kostet dich Finger.

Viel Schulden kostet dich Kopf.

Ich viel Schulden.

Aber ich nie den Wolf verspielt.

Im Wald braucht ihr Messer. Ich brauch Wunder zu retten mich.

Die haben den Pfosten durchgesägt.

Ich sehe nichts.

Da, der Draht ist durchgeschnitten.

Lasst die Hunde los.

Los, vorwärts.

Wir müssen weiterlaufen, wir müssen einfach.

Valka‚ steh auf.

Lass mich. - Willst du hier sterben?

Du weißt, wie schnell die Hunde sind.

Mister‚ schau mich an. Soll ich dich tragen?

Nein.

Dann los.

Janusz, wir können nichts sehen.

Der Schnee macht uns blind.

Ich brauch dein Messer.

Gib mir das Messer.

Dein Messer.

Wir müssen Schutz suchen, wir können nicht weiter.

Seht ihr das nicht? Das ist perfekt.

So finden Sie uns nicht.

Du starrst mich an wie Schlange Kaninchen.

Er bringt mir Englisch bei. Spreche gut.

Brot gegen Worte, oder Cowboy?

Wie weit sind wir gekommen?

Vielleicht 20, 30 Kilometer. - Weiter nicht?

Weniger.

Wir sind im Kreis gelaufen, wie Huhn ohne Kopf.

Also gut.

Mal sehen, was wir haben.

Na los, wir teilen alles auf.

Und du? - Was?

Hast du was?

Der Mantel gehört dir nicht.

Er gehört Khabarov.

Stimmt. Er hat gegeben. Mir. Und.

Siehst du?

Er wollte uns verraten.

Keine Sorge. Ich reden mit ihm. Jetzt alles gut.

Das war ein Geschäft mit dem Teufel.

Hast du etwa ein Messer?

Er guckt sich das Moos an, was soll das?

Ich hoffe, er wissen, was er tut. - Sei dankbar, dass du hier bist.

Dankbar ist für Hunde.

Was ist das?

Wölfe.

Das sind nur Wölfe.

"Nur Wölfe"...

Süden.

Da geht's zum Baikalsee.

Du bist der "Pakhan". - Bin ich?

Was ist das? - Der Anführer von den "Urki".

Wir sind keine Verbrecher.

Wir laufen vor ihnen davon. - Ich hab dich beobachtet.

Ich hab große Achtung vor deinen Stöcken und Zapfen.

Ich stehe zwischen dir und dem Tod.

Du willst mein Leibwächter sein? - Das ist Urka-Brauch.

Du hast mich und den Wolf.

Janusz, wie weit ist es noch bis zum See?

Wie weit?

Drei, vier Wochen.

Vielleicht länger.

Wir sind in etwa hier. Weiter unten

sind die Transsibirische Eisenbahn und die mongolische Grenze.

Die Mongolei ist so weit weg. - Mongolei?

Ich geh weiter. Bis nach Amerika.

So sieht es aus: Wir haben noch für eine Woche Proviant,

keine Streichhölzer mehr, aber Khabarovs Feuerstein.

Wir brauchen Fleisch.

Ich könnte Fallen bauen. - Dafür bleiben wir nie lange genug.

Wir suchen Höfe, Dörfer. Da gibt's Fleisch.

Auf uns ist Kopfgeld ausgesetzt.

Wir klauen. Nachts. Das merkt keiner.

Wir sind keine Diebe. - Dann klau ich's eben.

Ich esse und du guckst zu.

Was ist das? - Stacheldraht.

Er macht 'nen Angelhaken. - So überleben wir.

Mit Fisch? - Ja.

Ich esse keinen Fisch. - Dann verhungerst du.

Na, los. Wir müssen Feuer machen.

Sucht viel Holz. Heute wird's 40 unter Null.

Vorsichtig, nicht zu viel.

Kalk'?

Er sucht noch nach Holz.

Er ist nachtblind.

Professor.

Ich hab das Bergwerk verlassen, um dich zu finden.

Ich dachte, ich wäre allein. - Ich bin schon eine Weile bei dir.

Ich werd mich kurz hinsetzen.

Es ist nicht mehr weit.

Wir haben es geschafft.

Wir haben es wirklich geschafft.

Gar nicht übel, was?

Herr, nimm diese unschuldige Seele in dein Reich auf.

Amen. - Amen.

Er ist als freier Mann gestorben.

Immerhin ein Maul weniger zu stopfen.

Was?

In 100 Jahren finden sie unsere Knochen und deine Zeichnungen.

Und sagen: "Prächtige Vertreter der Gulag-Menschen."

Hör schon auf.

Geh Essen suchen wie die anderen. - Hör selber auf.

Zeichnest den ganzen Tag.

Ich bin krank. - Ich koche.

Sie suchen Essen und du?

Du machst nichts.

Ich bring euch zum Lachen.

Schon lange nicht mehr.

Wer wird der Erste sein?

Wie meinst du das? - Der Erste, der stirbt.

Ich glaube, der Künstler. Aber besser, wenn er es ist.

Der Witzbold. - Wieso wäre Zoran besser?

Weicher.

Und viel

zarter .

Mister fängt zu wenig Fisch. - Nein.

Wir brauchen Fleisch, sonst sterben wir.

Du bist Pakhan, du hast auch schon dran gedacht.

Die Leute hast du als Ersatzproviant mitgebracht.

Nein, am Baikalsee finden wir was zu essen.

Da gibt's viel Fisch. - Wir wollten vor 'ner Woche am Baikalsee sein.

Wir haben uns verirrt, Pakhan.

Wenn ich den See finde,

bin ich in einer Woche zurück.

Wenn nicht

müsst ihr so klarkommen.

Ich weiß schon, unser Freund Valka.

Lass ihn nicht aus den Augen.

Hier.

Von heute Morgen.

Danke.

Viel Glück.

Dir auch.

Janusz. - Ich hab ihn gesehen.

Den See. - Ganz ruhig.

Drei Tage von hier. - Steine.

Wärmt sie am Feuer.

Was ist?

Da folgt uns jemand.

Er versteckt sich hinter der dunklen Baumgruppe.

Wenn er uns verrät, haben die uns bald.

Er hat recht, wir müssen was tun.

Aber nicht töten. - Nicht?

Du hast schon getötet. Du betest zu viel für einen Unschuldigen.

Valka, geh da hinten hin, falls er weglaufen will. Los.

Verteilt euch, verteilt euch alle.

Valka, nicht. Nicht.

Wir tun dir nichts.

Was will er? - Es ist ein Mädchen. Sie ist Polin.

Sie folgt uns seit Tagen. - Und weiter?

Sie braucht was zu essen und Schutz.

Sie hat gefürchtet,

dass wir Russen sind. - Sie will mit uns weiter?

Sie ist auf der Flucht, so wie wir.

Die hält uns nur auf.

Sie hat gesagt, sie ist aus einer Kolchose geflohen.

Ich kenne solche Leute. Die ist Zigeunerin.

Davon gibt's Tausende, nutzloser als Hunde.

Pakhan.

Ich kann dich nur warnen.

Sie verhungert. - Wir haben doch nicht mal genug.

Es wäre besser, sie hier zu lassen. - Aber sie wurde uns geschickt.

Wir haben keine Wahl.

Zurückbleiben.

Vorsicht mit dem Schlamm.

Langsam, langsam.

Mehr Holz.

Wir brauchen mehr Holz.

Gut, so geht's.

Zieh ein Stück, zieh. Genau, weiter so.

Jetzt Schneid hier.

Sie heißt Irena.

Ist die Seife fertig? - Ja.

Ah, gut. - umrühren.

Was ist so lustig? - Bist du

Bist du auf dem Weg ins Büro?

Los, du bist der nächste.

Los, geh schon. - Valka.

Komm her.

Zieh dein Hemd aus.

Warum machen wir das?

Damit wir nicht wie Diebe und Räuber aussehen.

Kopf hoch.

Stillhalten.

Ganz stillhalten, bitte.

Kopf hoch.

Weiter.

Schwer zu glauben, dass sie Polin ist.

Sie ist sehr gebildet.

Sie spricht Englisch, Französisch. - Ach, ja?

Du magst sie nicht. - Valka glaubt, sie ist nicht mal Polin.

Er hab mit ihm gesprochen.

Und den anderen. Wir wollen sie mitnehmen.

Bist du etwa dagegen?

Gefühlsduseleien können wir nicht brauchen.

Sie verbraucht Proviant und wird uns nur aufhalten.

Das trägt nicht mehr, wir müssen schwimmen.

Kannst du schwimmen?

Ja, Mister. - Lügst du?

Nein, Genosse. - Nenn mich nicht "Genosse".

Irena, nicht.

Hier, komm.

Hier, nimm den Proviant.

Wurden deine Eltern mit dir verhaftet?

Sie sind tot.

Wir hatten einen Hof bei Warschau.

Als die Russen kamen,

sagten sie, wir waren Kulaken, die die Bauern ausbeuten.

Meine Eltern bekamen Angst und versteckten mich.

Ich hab sie später gefunden.

Sie...

Sie lagen mit dem Gesicht im Schlamm.

Sie wurden geschlagen und dann mit Stacheldraht erwürgt.

Dann haben die Russen mich gefasst

und in eine Kolchose geschickt.

Sie waren grausam zu mir.

Ich bin weggelaufen.

Ich hatte nichts zu essen. Dann hab ich euch gesehen.

Du kannst nicht schwimmen, oder?

Was?

Du warst noch nie im Wasser.

Aber ich bin rübergekommen. Und ihr seid mir nach.

Du hast auf einem Hof bei Warschau gelebt?

Ja. - So weit sind die Russen nie gekommen.

Das war deutsches Gebiet.

Deine Eltern wurden nicht ermordet, stimmt's?

Das hast du alles erfunden.

Wir haben alle Furchtbares getan, um zu überleben.

Aber lüg mich nie wieder an.

Lügen haben wir alle genug gehört.

Wir müssen außen rum.

Durchgehen ist schneller. - Aber die haben Hunde.

Wenn die anschlagen, haben wir keine Chance.

Aber wir brauchen was zu essen. - Das weiß ich.

Aber damit riskieren wir zu viel. - Wir verlieren Zeit.

Was ist los? Was stimmt nicht?

Wo ist Valka? - Er war hinter Zoran.

Zoran, wo ist er? - Ich bin nicht sein Aufpasser.

Verdammt.

Er könnte uns fürs Kopfgeld verraten.

Auch für ihn ein Risiko. - Er ist ein Spieler.

Irena, meinst du, er würde das tun'? - Vielleicht.

Wir brauchen sein Messer nicht, wir machen eins aus Knochen.

Wir könnten ihn loswerden.

Also gut.

Also gut. - Gehen wir weiter.

Wohin denn, Witzbold? - He, ruhig.

Willst du uns alle umbringen?

Ganz ruhig, Cowboy.

Zerreiß meine Jacke nicht.

Idiot.

Idiot?

Ach ja? Wer ist hier Idiot?

Was ist?

Hab ich getötet?

Ja.

Einen Hund.

Wenn ihr nicht glaubt, esst nichts.

Aber ihr wollt essen, ihr wollt leben.

Ich weiß, wie geht Überleben.

Mein Leben lang.

Und

Ich hab Geburtstag.

In Russland heißt das, wir trinken.

Sie kommt von der Straße.

So wie ich.

Deine Geschichte war also - Ich dachte, dann nehmt ihr mich mit.

Meine Eltern waren polnische Kommunisten.

Wir sind in die Sowjetunion gegangen, nach Moskau.

Sie wollten die Revolution unterstützen.

Wir wohnten im Hotel Lux mit anderen Kommunisten.

Aber sie wurden 1937 verhaftet.

Anklage: Spionage.

Ich wurde ins Waisenhaus gesteckt.

Und mein Bruder auch.

Er ist gestorben.

Da war ich zehn.

Sie sagten Rykov zu mir.

Aber

Ich erinnere mich noch an meinen polnischen Namen: Zielinska.

Den hab ich jeden Abend wiederholt, bevor eingeschlafen bin.

Du bist weggelaufen?

Bei denen sind keine Mücken.

Was machen wir jetzt?

Ein Boot stehlen? - Zu riskant.

Wir werden noch alle krank. - Ich weiß.

Ist das nicht merkwürdig?

Nach allem, was wir ertragen haben, machen uns diese Viecher fertig.

Schon wieder.

Keine Mücken. - Zoran.

Was hat er denn bloß vor?

Mückenschutz.

Zoran‚ was hast du zu ihm gesagt? - Zu wem?

Zu dem Mückenmann.

Ich bin ein Sträfling, den die Mücken auffressen.

Sehr witzig. Im Ernst, was hast du gesagt?

Jetzt sag schon.

Leb wohl, Baikalsee.

Gut gemacht.

Wusstest du, dass Voss Priester ist? - Nein, das wusste ich nicht.

Tomasz ist Konditor, will aber Künstler sein.

Was du nicht sagst. - Zoran war

beruflich in Moskau und wurde auf dem Roten Platz verhaftet.

Er hat bloß ein Foto vom Kreml gemacht.

Er ist Buchhalter. - Wirklich? Es gibt witzige Buchhalter?

Unterhaltet ihr euch nicht?

Im Lager lernt man, so wenig wie möglich zu erzählen.

Mister Smith? Hat an der Moskauer Metro mitgearbeitet?

Er ist Ingenieur.

Sein Vater war Finne, wuchs in Amerika auf, sprach aber Russisch.

Was verschlägt einen Amerikaner nach Russland?

Die Wirtschaftskrise.

Sein Sohn hat ihn begleitet. - Wo ist er jetzt?

Er wurde erschossen.

Er war siebzehn.

Die Grenze zur Mongolei liegt vier Tagesmärsche hinter den Gleisen.

Kommen wir woanders rüber? - Das ist die Hauptstrecke.

So sieht es überall aus. - Das stimmt. - Warten wir, bis es dunkel wird.

Was? - Nichts, ich guck nur.

Nicht gucken.

Was? - Warum hast du die Arschlöcher auf der Brust?

Die sollten auf deinem Arsch sein, wo sie hingehören.

Findest du das witzig? Das sind bedeutende Männer.

Weißt du, was Stalin bedeutet, du Witzbold?

"Mann aus Stahl". Er nimmt von den Reichen und gibt den Armen.

Ja, das weiß ich doch.

Und dann steckt er sie alle für 25 Jahre in den Gulag.

Pass auf deine Augen auf, Krahenfutter.

Danke für alles, Mutter Russland. Auf Nimmerwiedersehen.

Dir ist schon klar, dass die dich schnappen?

Gefängnis ist in Ordnung.

Schulden sind schlecht, aber es gibt ja viele Gefängnisse.

Und wie wär's mit Amerika?

Ist nichts für mich.

Freiheit. Damit kann ich nichts anfangen.

Ihr müsst euch verabschieden. Von Wolf und mir.

Ihr braucht ihn nicht mehr.

Viel Glück, Valka.

Leb wohl, Janusz.

Da hinten, seht ihr?

Meinst du, wir sind heute Abend da? - Ja.

Was machen wir dann? - Wir werden was essen.

Ja. - Und schlafen.

Mister.

Sie sind Kommunisten.

Hier sind sie also auch.

Das ändert alles.

Wir können uns nicht verstecken.

Ein buddhistischer Tempel.

Vielleicht helfen die uns. - Vielleicht helfen die dem Regime.

Es ist ein Risiko.

Was ist hier passiert?

Das Gleiche wie in Russland.

Die Kirchen geschlossen.

Die Priester erschossen oder verschleppt.

Die Religion verboten.

Sie waren auch in meiner Kirche in Lettland.

Haben alles zerstört, so wie hier.

Ich ging am gleichen Abend zurück.

Es war nur eine Wache vor Ort.

Ein Junge.

Ich hab ihn erwürgt.

Bis ihm die Augen aus dem Kopf traten.

Valka hat das wohl gespürt.

Er wusste, dass ich kaltblütig gemordet habe.

Wie weit bis nach China? - Weiß ich nicht.

500, 600 Kilometer Richtung Süden.

600 Kilometer?

Ist China frei? - Sie kämpfen gegen die Japaner.

Hinter China liegt Tibet.

Wir könnten nach Lhasa gehen. Die Hauptstadt.

Was ist? Was habt ihr gesagt?

Dass wir noch weiter gehen könnten, über die Berge nach Indien.

Welche Berge? - Den Himalaja.

Wir heuern bei den Briten an und kämpfen gegen Nazis und Russen.

Über den Himalaja?

Wie? Mit einem fliegenden Teppich?

Wie?

Zu Fuß.

Vorsicht.

Los‚ aufwachen.

Ich habe gerade so schön geträumt.

Ich wollte gerade Salz essen.

Ich konnte es fast schmecken.

Ich will noch weiterträumen.

Das Rezept ist einfach.

Du brauchst nur zwei Rosmarinzweige und Muskatnuss.

Muskatnuss? - Ja. - Und Salz?

Das kommt erst noch.

Jetzt Öl dazu, damit es mariniert‚ während du das Huhn vorbereitest.

Dann kommt das Salz. - Gut.

Du reibst das Hühnchen damit ein, mit einer Prise Paprika.

Verdopple das Salz.

Aber dann wird's viel zu salzig.

Das ist mir egal, nimm doppelt so viel Salz.

Nein, so geht das nicht.

Nur doppelt so viel. - Nein.

Tomasz. - Nein.

Ruhig bleiben.

Oh, Gott. - Nicht rennen.

Lächelt, seid freundlich.

Schön lächeln.

Russen? - Nein, Amerikaner.

Nach Lhasa? - Ja, Lhasa. Tibet.

Pilger? - Ja.

Ohne Pferde? - Wir sind zu arm für Pferde.

Deine Frau? - Nein, meine Tochter.

Da ist Süden.

Das sollen wir essen? - Entweder das oder Fisch.

Sieht aus wie ein Nest. - Es schützt dich vor der Sonne.

Nimm das. Für die Füße.

Süden.

Los, wir müssen weiter.

Nein, nur eine Fata Morgana. - Wir brauchen Wasser.

Da sind Bäume.

Wo Bäume sind, gibt's Wasser.

Egal, da ist Osten, wir gehen nach Süden.

Wir müssen es versuchen. - Nein,

wir müssen weiter nach Süden.

Oder willst du uns umbringen? - Wir sterben hier noch.

Wir sterben jetzt schon. - Hört auf.

Das ist eine Luftspiegelung, nichts weiter.

Bei Luftspiegelungen gibt's keine Vögel.

Bei Luftspiegelungen gibt's keine Vögel.

Da ist ein Brunnen.

Nicht so viel, sonst werdet ihr krank.

Hier haben wir Wasser. - Ja, aber nichts zu essen.

Vielleicht kommen Nomaden hierher.

Aber wann?

In einer Woche, einem Monat?

Wir sollten ein paar Tage hier bleiben.

Wenn wir nichts essen, werden wir noch schwächer.

Irgendwann sind wir zu schwach.

Ich bin mir nicht sicher.

Nach den letzten Tagen weiß ich nicht,

ob ich das noch mal ertrage.

Den Brunnen zu finden, war ein Wunder.

Können wir mit noch einem rechnen?

Gib dein Bestes.

Warte, warte.

Und los, Tomasz.

Die Mütze.

Mach dich kleiner.

Lauft, lauft.

Zurück, in Deckung.

Schnell.

Bedeckt euch mit irgendwas.

Getrockneter Fisch.

Hier. - Danke.

Findest du den Brunnen?

Der lag nicht auf Kurs.

Um hinzukommen, sind wir nach Osten gegangen.

Aber es gibt hier in der Wüste keine Anhaltspunkte.

Ich würde ihn nicht finden.

Wenn ich meinem Vater auf dem Feld geholfen habe,

haben wir kleine Steine gelutscht.

Dann merkt man den Durst nicht so.

Hitzschlag?

Ich falle euch zur Last.

Nein, nein.

Tun sie weh?

Nein.

Gar nicht.

Das liegt sicher daran, dass ich so viel gelaufen bin.

Nicht wahr, Mister?

Ja.

Lehn dich zurück, wir verbinden deine Beine.

Wir können eine Pause einlegen. - Nein.

Saug daran.

Nein, bitte nicht. Nein.

Komm. Nicht hinsetzen.

Ich heiße Irena Zielinska.

Ich heiße Irena Zielinska.

Lass mich runter, Andrei.

Leg mich einfach in den Sand.

Ist schon gut.

Gebiete deinen Engeln, sie zu empfangen.

Und sie in den Himmel zu geleiten.

In ihr Land.

Amen. - Amen.

Das gefallt mir sehr. - Wann hast du das gezeichnet?

An meinem zweiten Abend im Gulag.

Der arme Kazik.

Hatte immer Probleme mit den Füßen.

Wer ist das?

Du.

Wie mein Vater.

So seh ich jetzt aus? - Nein.

Jetzt sogar noch schlimmer.

Zeig mal.

Du hast ihr Lächeln getroffen.

Hier. - Das ist bloß

eine Skizze.

Die arbeite ich noch aus.

Das mach ich noch.

Das sind schöne Bilder.

Du bist ein begabter Künstler, Tomasz.

Die sehen aus wie Fotografien.

Diese Schattierungen.

Wirklich schön.

Wir müssen zu diesen Hügeln.

Da ist vielleicht Wasser.

Kommt, steht auf.

Steht auf.

Komm.

Geht ohne mich weiter.

Ich kann nicht mehr.

Geht.

Hör zu, Zoran.

Geht zu den Hügeln und sucht Wasser.

Wartet dort auf uns. - Nein. - Doch.

Geht, wir holen euch ein.

Gut. - Los.

Los.

Habt ihr Wasser gefunden? - Nein.

Zeig es mir, bitte.

Bitte, zeig es mir.

Wo bist du?

Kommt.

Janusz.

Wasser.

Irgendwo hier.

Guck dir das an.

Ist die giftig? Können wir die essen? - Schneid ihr den Kopf ab.

Gib mir das Messer.

Sieh doch.

Schmeckt wie Huhn. - Genau. Ein großes, giftiges Huhn ohne Beine.

Nicht übel.

Valka sprach davon, uns gegenseitig zu essen. Das war noch in Sibirien.

Im Ernst?

Und? Hättest du mich gegessen?

Ja.

Ja, klar.

Ich hätte dich nicht gegessen. - Wieso nicht?

Zu zäh und bitter. Da esse ich lieber Schlange.

Hier hast du Wasser.

Sie kann dich umbringen.

Wer? - Güte.

Wie lang überlebt man mit Schlamm und Schlangen?

Lasst mich hier zurück.

Das kannst du nicht, oder?

Hör zu, Mister. - Was?

Ich kenne zwar deinen Vornamen nicht,

aber.

Ich kenne den von deinem Sohn.

Irena hat es dir erzählt? - Ja.

Darf ich seinen Namen sagen?

David.

Das macht ihn nicht wieder lebendig.

Willst du mir so den Lebenswillen wiedergeben?

Verhindern, dass ich aufgebe? - Gibst du auf?

Im Lager glaubten sie, Tod bedeutet Freiheit.

Warum hast du dich nicht umgebracht?

Überleben war Protest. Und das Leben meine Strafe.

Strafe wofür'?

Ich hab David mit nach Russland genommen.

Nun kann dir niemand mehr vergeben.

Nicht mal du dir selbst.

Irena hat mir erzählt,

dass sie deine Frau gefoltert haben.

Dann hat sie gegen dich ausgesagt.

Das Gleiche haben sie mit meinem Sohn gemacht.

Dann schossen sie ihm in den Kopf.

Meine Frau lebt noch.

Sie wurde entlassen, soviel habe ich erfahren.

Aber sie wird sich das niemals vergeben können.

Das kann nur ich.

Sie quält sich sicher so wie du.

Verstehst du jetzt, wieso ich zurück will?

Ich muss zu ihr.

Packt, schnell.

Hört ihr das auch?

Was ist das?

Tibet.

Lhasa.

Und wo liegt Indien?

Indien.

Indien, ja.

Es gibt einen Weg nach Sikkim. Über die Berge.

Viele Menschen benutzen ihn.

Liegen Dörfer an dem Weg? - Kleine Dörfer.

Ja. Dort bekommen Sie Essen.

Und Holz für Feuer. Aber

Sie können jetzt nicht weitergehen. - Warum nicht?

Wenn großer Schnee kommt, wird es sehr schwer.

Sie warten hier auf den Frühling.

Diese Familie versorgt Sie.

Wir kommen erst mal nicht weiter. - Er sagte, es ist schwer.

Aber nicht unmöglich. - Es sind nur drei Monate.

Wir können jetzt nicht aufhören.

Wie meinst du das? - Wir würden uns der Erschöpfung beugen.

Das hat nichts mit Beugen zu tun, wir sind erschöpft.

Ich werd wie ein Bär bis zum Frühling durchschlafen.

Du kannst buddhistischer Mönch werden.

Aber erst musst du ihren Tee mögen.

Den mag ich schon. - Gute Nacht.

Und du, Mister?

Was machst du die nächsten Monate?

Ich fahr nach Lhasa. Unser Freund kennt jemanden,

der kann mich rausschleusen. Dort gibt's 'ne US-Militärmission.

"Jeder ist sich selbst der Nächste." So sagt ihr Amerikaner doch. - Zoran.

Was? - Wir sind entkommen.

Wir haben es geschafft.

Du hast recht. Er hat recht.

Abgesehen von den Bergen, haben wir es geschafft.

Wir sind da.

Nicht alle.

Stimmt, nicht alle.

Was machst du, wenn du wieder zu Hause bist?

Zu Hause?

U-Bahnen bauen? - Erst mal nichts.

Ich werde kämpfen.

Erst gegen die Deutschen, dann gegen die Russen.

Und dann baust du deine Kirche wieder auf?

Nein.

Ich werde im Gefecht sterben.

Ich gebe Tomasz Bilder an eine Zeitung.

Oder lasse sie veröffentlichen.

Und dann koche ich sein Hühnchen.

Aber mit viel Salz, nur um ihn zu ärgern.

Und du, Janusz?

Solange Polen kommunistisch ist, kannst du nicht zurück.

Die werden dich erschießen.

Ich geh weiter. Bis es endlich vorbei ist.

Ich geh weiter.

Er ist weg.

Willkommen in Indien. Ihre Ausweise, bitte.

Wir haben keine.

Nicht so schlimm. Folgen Sie mir.

Woher kommen Sie? - Sibirien. - Sibirien?

Und wie sind Sie herkommen? - Wir sind gelaufen.

8. MAI 1945, SIEG DER ALLIIERTEN IN EUROPA

1945 - 1948 DIE SOWJETUNION

ZWINGT POLEN ZUM KOMMUNISMUS

EIN EISERNER VORHANG TEILT EUROPA

1956 UNGARISCHER VOLKSAUFSTAND

1961 BAU DER BERLINER MAUER

1968 EINMARSCH SOWJETISCHER TRUPPEN IN PRAG

1980 POLEN LEHNT SICH GEGEN DEN KOMMUNISMUS AUF

1989 ZUSAMMENBRUCH DES KOMMUNISMUS

POLEN IST FREI

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