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JUNI 1946 REPUBLIK

DIE ROTE ARMEE STALIN

REPUBLIK

KÖNIG UMBERTO

LANG LEBE DAS DEMOKRATISCHE ITALIEN

Marco, was machst du da?

Komm mit!

-Los, steig auf. -Komm.

Hast du dir wehgetan? Du studierst Architektur.

-Ich auch. Fünftes Semester. -Du Glückspilz. Bist du Sozialist?

-Ja, natürlich. Du auch? -Ich bin für die Monarchie.

-Wie schade. -Komm, weg hier.

Wir sind nicht dran. Wieso haben wir heute Abend Strom?

-Ich weiß nicht. -Was gibt's zu essen?

-Erbsensuppe. -Mit Erbsen?

Ist sie schon fertig? Ich habe Hunger.

-Was ist? -Papa ist nebenan.

Ist er sehr verärgert? Komm schon, Mama. Wir müssen alle aufwachen.

Die Monarchie kann heutzutage nicht mehr funktionieren.

Sie ist von gestern. Es musste so kommen.

Sie hätte nicht... Guten Abend, Papa.

Wenn du nichts dagegen hast, bin ich anderer Meinung.

Hier, lies.

Liebe Mitbürger, ich, General Amedeo Floris,

verkünde hiermit anhand des Referendums

meinen Rückzug aus der königlichen Armee,

weil ich mich weigere, der Republik zu dienen.

Was denkst du?

Gut so.

-Was ist denn jetzt los? -Jetzt haben die es auch begriffen.

Du triffst dich mit jemandem, der nachmittags Pasta isst?

-Er hatte Hunger. -Triff ihn nicht mehr.

-Das kannst du nicht verlangen, Mama. -Ich bin es leid, ihn um mich zu haben!

-Er soll nicht mehr kommen. -Wieso nicht?

-Ich kann ihn nicht ausstehen! -Nur weil er andere Ideen hat!

-Na und? -Er könnte recht damit haben!

Ich dulde keine Subversiven in meinem Haus!

Ich bin fertig mit diesem Land!

Mein Vater ist ein wenig... Es ist schwer für ihn.

So ein gutes Brot. Wo gibt es das?

Carla, meine Pantoffeln!

Meine Pantoffeln! Bin ich denn jedem hier egal?

Ich sollte lieber gehen.

Ach so, mein Buch...

Ja, es ist besser so. Viel besser.

Kann ich den Apfel auch haben?

-Begleitest du mich zur Fakultät? -Vielleicht.

Was heißt vielleicht? Ja oder nein?

Dein Vater ist sehr nett. Wann verlässt er das Haus?

-Gib her. -Danke.

Du bist also ein hilfsbereiter Mensch.

Ich wünschte, mein Mann wäre hier.

Er würde sich so freuen, sie im Brautkleid zu sehen.

Verwitwet?

Die Frau eines Faschisten. Ihr Mann ist in Südamerika.

Ich komme schon!

Ja. Komm, hilf mir.

-Heirate, und ich helfe dir! -Dafür heirate ich nicht.

-Ist mir ein Vergnügen, Signora. -Vielen Dank.

-Keine Sorge, wir fahren da lang. -Viel Spaß.

-Denken Sie noch mal drüber nach. -Das habe ich bereits.

-Dann sind Sie also einverstanden? -Im Gegenteil.

Ich habe andere Pläne, Hr. Abgeordneter. Komme schon!

Als auf Stadtplanung spezialisierter Architekt

verfolge ich andere Ziele.

Ja, ins Auto!

Kontrolle und Planung generell.

-Darum muss ich unabhängig bleiben. -Aber lohnt sich das?

Nein, aber es gefällt mir.

Gib her.

Das ist zu schwer für dich.

-Und du bist eine Dame. -Ich hoffe, es wird ein Junge.

Wir wollen keine Kinder.

Sie tut mir leid. So kriegen wir nie ein Dienstmädchen.

-Du denkst und redest wie Marco. -Das nehme ich als Kompliment.

Marco schläft bis in die Puppen. Wie ein Stein.

Er trägt nie Unterhemden. Auf Sardinien ist es kalt.

-Wir haben Juli. -Pass auf ihn auf. Ciao.

Natürlich. Schnell, sonst verpassen wir den Zug.

In fünf Minuten sind wir am Bahnhof.

-Komm. Ich muss mit dir reden. -Ciao.

Pass auf sie auf. Sie ist wie ich, so leidenschaftlich.

Und Männer nutzen das aus. Sei achtsam.

-Ich gebe mein Bestes. -Der Kaffee.

Echter Kaffee. Danke. Keine Sorge. Wiedersehen.

Von wegen achtsam.

Weiß sie nicht, dass wir schon Sex hatten?

-Ciao. -Ciao.

-Ciao, Marco! -Wiedersehen!

Lang lebe Pius XII.!

Das nicht.

Hier, das ist es. Das Haus an der Appia Antica.

Sieh mal.

Woher haben die die Genehmigung?

Die Genehmigung gilt für ein Stockwerk, der Rest ist illegal.

-Das sind fünf Stockwerke. -Eins drüber, drei drunter.

-Sie haben gegraben? -Nein, die Katakomben genutzt.

Wir müssen die Dokumente dem Rathaus in Rom vorlegen.

Das kratzt da niemanden in Rom.

So oder so, sie müssen es verstehen.

Hallo? Ach, du bist es, Schatz.

-Was kann ich für dich tun? -Hühnchen mit Paprika zum Mittagessen?

Hab ich schon gefragt? Entschuldige.

Keine Sorge, ich schaff das schon. Warte mal kurz.

Ja, Mama, Hühnchen ist gut. Du kümmerst dich um alles, ok?

So legst du den Ehemann rein?

Wir sehen uns zum Mittagessen.

-Was machen die zwei Diebe? -Nur ein Kollege war da.

-Incroci ist krank. -Du hast den Dummen erwischt.

-Viele Grüße von Marco. -Danke.

Ich habe eine Überraschung für dich. Ich erzähl's dir später.

Das geht nicht am Telefon.

Ciao, bis später.

Ciao, meine Liebste.

-Und das Gebäck? -Gibt's nicht.

-Erst das Bier von gestern bezahlen. -Timperi, hast du gekündigt?

Ja.

-Aber warum? -Ich habe eine Familie zu ernähren.

60.000 Lire im Monat reichen nicht aus.

Als Freiberufler verdiene ich wesentlich mehr.

Diese Stelle bringt eine gewisse Befriedigung.

Man kündigt nicht, um mehr zu verdienen.

So still? Stimmst du Timperi zu?

-Nein, nicht doch. -Wir dürfen nicht aufgeben.

Aber er hat Kinder.

Dann sollte man keine Kinder bekommen.

Ist auch besser für die Frauen. Damit sie unabhängig arbeiten können.

Und die Beziehung zum Mann ist auch besser.

Ewig währende Flitterwochen, wie bei einer Konkubine.

-Du bist nicht verheiratet? -So gesehen nicht.

Schatz.

Liebling.

-Schatz, ich bin zu Hause. -Das Mittagessen ist fertig.

Bist du spät nach Hause gekommen?

Ja, aber ich hatte trotzdem Zeit für das Hühnchen.

Das ist mein Lieblingsgericht.

Möchtest du die Überraschung hören?

Was ist denn das? Das ist ja Eintopf mit Kartoffeln.

Das kann nicht sein.

-Bist du sehr enttäuscht? -Unsinn. Ich liebe dieses Gericht.

Das ist nur, weil ich...

Hast du Rosmarin reingetan?

-Ja, hast du. -Mein Sohn! Endlich!

Wie ich mich für euch freue.

-Komm, Angela. -Was ist denn los?

Das ist Efidias Nichte.

Paola ist schwanger, ihr braucht Unterstützung.

Sie wird hier wohnen und sich um das Haus kümmern.

Kinder sind ein Segen.

Paola, du musst dich ausruhen.

Was hat Marco gesagt? Er sieht so glücklich aus.

Marco, Glückwunsch!

Ich komme auch runter.

-Was ist los? Freust du dich nicht? -Doch, doch... Nein.

-Ich weiß nicht. Vielleicht. -Ja oder nein?

Darum geht es nicht.

Keine Sorge, Schatz. Ich liebe meine Arbeit zu sehr.

Wir werden nie Sklaven unserer Kinder sein.

Ja, aber es wäre besser gewesen, wir hätten noch gewartet.

Bist du sicher?

Hätten deine Eltern auch gewartet, wärst du jetzt in der sechsten Klasse.

Habt ihr schon über das Problem mit dem Namen gesprochen?

Wären doch alle Probleme so leicht zu lösen.

Wie zauberhaft. Guck mal, hier ist dein Papa.

-Sie sieht mich nicht an. -Sie ist kräftig.

Unglaublich. Diese Ähnlichkeit mit meinem Mann.

Kommen Sie, ich bringe Ihre Enkelin zu ihrer Mutter.

Das ist sie.

Mal sehen. Wie süß.

Hier ist dein Papa.

Was soll das, Dummkopf? Das da ist deine Tochter.

Sie ist viel hübscher. Komm schon.

Schade.

Ich hatte mich schon verliebt.

Sie sieht aus wie mein Mann. Wir benennen sie nach ihm, Gabriella.

Ich finde, Amedea ist ein viel besserer Name.

Sie ist Waage, wie König Umbertos Sohn.

Sie ist so schön.

Hallo, Paola.

-Wie viel wiegt sie? -3.200 g.

-So viel. -Die Signora ist sogar noch schöner.

Du musst sehr gelitten haben, mein armer Sohn.

Nein, es geht.

Guten Morgen, Signora. Überlassen Sie die Arbeit Ihren Kollegen.

Sie muten sich zu viel zu.

Wenn Sie so weitermachen, nimmt die Straße den ganzen Wald ein.

Ich habe es bereits so vorgefunden. Da kann man nichts mehr machen.

Ohne den Wald zu zerstören, hätte die Straße viel weniger gekostet.

Aber dann hätte es diese Grundstücke nicht gegeben.

Und somit keine Baugenehmigung.

Was reden Sie da? Das Land gehört doch dem Vat...

Dem Vatikan.

Wenn wir dieses Gebäude errichten, machen wir uns die Hände schmutzig.

Es ist, wie es ist. Sonst hätten sie jemand anderes genommen.

Immer die gleichen Ausreden. Und da soll die Arbeit noch Spaß machen.

Es geht nicht um das Gebäude, denn um manche Ideen, manche Lösungen,

muss man so kämpfen wie für sein eigenes Kind.

Oh mein Gott. Das Kind.

-Guten Morgen. -Signora Architektin.

Guten Morgen.

-Guten Morgen. -Guten Morgen.

Ganz ruhig. Gleich gibt es was zu essen.

Ich komme ja. Hast du deinen Bruder nicht weinen gehört?

Wo warst du? Du hättest Angela rufen können.

-Mama, wir haben den Arbeitern geholfen. -Was haben sie mit dir gemacht?

Na, haben sie dich ganz allein gelassen?

Camillo, hol den Hammer.

Fast hätte ich's vergessen...

Mein kleiner Giacomo bekommt was zu essen.

Angela, seit wann interessieren dich die Präsidentschaftswahlen?

Danach kommt die Musik-Sendung.

Hör mal...

Giacomos Schnuller ist bei Mama. Sie soll ihn runterlassen.

-Wie geht's? Schnell. -Gut. Danke.

Sofort.

Signora Carla!

Signora Carla!

Würden Sie Giacomos Schnuller runterlassen?

Für mich auch einen.

Hey, Kleine!

Danke.

Hörst du? Papa kommt.

-Guten Tag. Mal abbeißen? -Danke.

Komm mit, hier störst du bloß.

-Was hast du da? -Er wollte probieren.

Aber es gehört sich nicht, so etwas zu fragen.

Und dann isst du es noch nicht einmal.

-Was machst du denn da? -Bin hingefallen. Aber ich steh auf.

Gut.

-Hallo, Paola. -So früh? Warst du beim Schneider?

Ja, aber dann fiel mir ein,

dass ich deinen Scheck von gestern nicht dabeihatte.

-Hast du ihn verloren? -Vielleicht.

-Ja oder nein? -Vielleicht ist er im anderen Anzug.

Oder hier in deinem Büro. Es war sogar ein Blankoscheck.

Wer ihn findet, könnte ihn auf jeden Betrag ausstellen.

Sogar auf eine Million.

-Wir haben nur 300.000 Lire. -Na Gott sei Dank!

-Was? -Es wäre schön, mehr Geld zu haben.

Aber in diesem Fall...

Wo könnte er in diesem Chaos sein?

Ghita, reiß dich zusammen. Steh auf.

-Sieh mal, ob du das Lätzchen findest. -Mach ich.

-Gebt den Arbeitern Wein! -Was ist das denn?

Das ist die Preisliste von Fiat.

Ein Fiat 1400 wäre perfekt für uns. Er kostet 1.300.000 Lire.

-Aber wir haben nur 300.000. -Meine Mutter würde uns das Geld leihen.

Dann könnten wir ihn uns leisten, nicht wahr, Schatz?

Nein, Schatz, das verstehe ich nicht.

Ich habe nur ungern Schulden, auch nicht bei deiner Mutter.

-Du willst also nicht. -Nein, Schatz.

-Hast du das Lätzchen gefunden? -Nein, habe ich nicht.

Ich gehe nicht zur Arbeit, du kannst also zum Friseur.

Soll ich sie abschneiden lassen?

Was hast du da im Mund? Ist das etwa der Scheck?

Ja. Das würde dir sicher stehen.

-Wieso gehst du nicht zur Arbeit? -Schatz, bei allem...

Bei allem, was bei uns zu Hause los ist...

In jeder modernen Familie geben Frauen ihre Kinder in die Tagesstätte.

Du bist nicht die erste Mutter, die arbeitet.

-Du willst keine katholische Schule. -Suchen wir eine Montessori.

Die einzige ist in der Stadt. Wie soll ich sie dahinbringen?

Nimm das Auto!

-Dann kaufen wir es also? -Nein, ein kleineres.

Einen gebrauchten.

-Auf Raten... -Ohne Sitze...

-Und wir müssen niemanden bitten. -Vielleicht nimmt uns ja jemand mit.

-Na also, gefunden! -Da bin ich aber froh.

Das Lätzchen, nicht den Scheck. Den habe ich verloren.

Ich rufe die Bank an, damit sie den Scheck sperren.

Angela, hast du einen Scheck gefunden?

Die weiß nicht mal, was das ist.

Habt ihr ein längliches Stück Papier gesehen?

Blau, mit vielen kleinen Zahlen...

-Ich hab Hunger. -Ich auch. Komm.

Gib den Hut zurück und leg den Hammer weg. Und zwar sofort!

Er wurde bereits eingelöst.

Die ganzen 300.000?

7.800.

Wieso so wenig?

-Sehr gut. Gronchi ist Linker. -Du wirst schon sehen.

Mein lieber kleiner Schatz! Gut gemacht.

-Kommt, Kinder. -Seht euch das an, Kinder.

Komm zu Papa.

Da sind eine Rutsche und eine Schaukel. Viel besser als zu Hause.

Hier. Nimm du Giacomo.

Lassen Sie das Kind runter. Sofort.

-Aber er kann nicht laufen. -Genau deswegen.

-Wie haben Sie Laufen gelernt? -Ich erinnere mich nicht.

Das ist zu lange her.

Ich verrate es Ihnen. Sie haben es beim Laufen gelernt.

Und das wird Ihr Kind auch.

Nicht doch.

Sitzt er am Boden, machen Sie sich Sorgen. Auf Ihrem Arm ist alles gut.

Damit unterstützen Sie nur seine Selbstsucht.

Wie alt ist er?

-Zehn Monate. -Zehn Monate.

-Ich stille den armen Kerl noch. -Gewöhnen Sie ihm das ab.

Und sagen Sie nicht "armer Kerl". Die Eltern sind es, die arm dran sind.

Sie behandeln ihn wie einen Hund, beinahe schlimmer.

Sie, Signore. Gehen Sie mit Ihren Kindern spazieren...

-Was nicht vorkommt. -Ja. Ich wusste es.

Haben Sie schon mal jemanden Gassi gehen sehen?

-Ja. -Ich auch.

Das ist ein Anfang.

Wenn der Hund stehen bleibt, bleibt auch sein Herrchen stehen.

Und er wartet.

Aber wenn er mit seinem Sohn spazieren geht

und das Kind langsamer wird, treibt er es wieder an.

Das ist jedes Mal ein Schock für das Kind.

Das ist wahr.

Hier wird Ihr Sohn bald lernen, wie Sie und ich zu laufen.

-Wie wir, hoffe ich. -Lassen Sie sie ruhig allein.

Kommen Sie.

Hier sind Kinder frei. Kontrolliert, aber frei.

Freiheit bedeutet kein Chaos, sondern Regeln, Gewohnheiten,

die sie selbst erschaffen haben und nicht von ihren Eltern auferlegt wurden.

MAMA, HILF MIR, ES SELBST ZU TUN

Unsere Methode ist die beste für ein familiäres Umfeld.

-Da meine Frau auch arbeitet... -Nein.

Wenn Sie glauben, Ihre Kinder beim Kindermädchen

oder bei den Großeltern abgeben zu können, nehme ich sie nicht.

-Aber wie soll das gehen? -Arbeit und Familie vertragen sich nicht.

Mutter zu sein, ist der schwierigste Job.

Mit der Energie, die eine Mutter erzeugt, könnten wir eine ganze Stadt erleuchten.

Was meinst du?

Na ja, ich... Was soll ich sagen? Keine Ahnung, ich...

Wir wollen ja nicht, dass in der Stadt das Licht ausgeht.

Paola. Natalino.

-Ja? -Ihr lasst mich immer allein.

So sind die Zimmer nicht richtig. Sie sind wie ein Gefängnis für die Kinder.

Verlegen wir alle Lichtschalter mindestens auf diese Höhe.

Und die Türgriffe, damit sie das Licht einschalten und die Türen öffnen können.

Sie sollen tun und lassen können, was sie wollen. Schluss damit!

Keine Schlüssel. Sie kennen doch die Montessori-Methode?

-Nein. -Jede verschlossene Tür ist ein Schock.

-Aber... -Das ist für Sie.

Wenn ich die Türgriffe verlege, wird es schwierig für die Erwachsenen.

Noch tiefer, damit unser Dienstmädchen sie auch benutzen kann.

Schluss mit dem Getute. Ich bitte dich.

-Gib die Mütze wieder her. -Nein danke.

-Das ist mein Hut. -Verzeihung.

Erstellen Sie einen Kostenvoranschlag und geben Sie ihn meiner Frau.

Gut. Da wäre noch eine andere Rechnung...

-Für bereits erledigte Arbeiten. -Geben Sie sie ihr.

-Deckt das Büro meiner Frau ab. -Etwa mit Plastik? Im Büro?

Das wird das Spielzimmer.

-Verzeihen Sie, dass Sie warten mussten. -Schon gut.

-Was hast du jetzt schon wieder? -Was soll man machen? Es sind Kinder.

-Was ist mit deiner Hand? -Die ist aus Holz, Schatz.

Du verstehst das nicht, aber ich sage es dir trotzdem.

Ich bin Anarchist.

Die haben Hände aus Holz?

Nein, nur die Dummen wie ich, die Bomben hochgehen lassen.

-Papa! Was ist ein Anarchist? -Frag Mama.

-Kommen Sie, bitte. -Merci.

Er will uns den verloren geglaubten Scheck wiederbringen.

Er hat ihn gefunden, ausgefüllt und eingelöst.

-Warum 7.800 Lire? -So hoch ist meine Miete.

Ich wollte es Ihnen zurückgeben, aber ich hatte das Geld nicht.

Dann lassen Sie's gut sein. Ist schon gut, wirklich.

Nein, tut mir leid. Ich begleiche meine Schulden immer.

Verzeihung. Merci.

Das ist mein Frühstück.

8.000 Lire kann ich niemals auftreiben. Darum würde ich Ihnen dafür gern...

Ich würde Ihnen gern ein paar Sachen dafür geben.

Die sind alle noch gut. Ich trage die gleichen Socken.

Hier.

-Ich trage nur dunkle Socken. -Und ich mag sie bunt.

Kurze Socken sind hygienischer. Du solltest dir welche besorgen.

Haben Sie was für Damen?

-Nein, ich verkaufe nichts für Damen. -Jammerschade.

-Bist du ein Genosse? -Ja.

Seltsam.

-Und du bist auch eine Genossin, Signora? -Nein.

Seltsam.

Nur meine Hand ist aus Holz, alles andere ist noch echt.

Eure Kinder sind voller Leben. Du musst gehen?

Sie kümmert sich um meine Sachen. Auf Wiedersehen.

-Die Rechnung? -An meine Frau. Wiedersehen. Tschüs!

-Ihr Mann hat mir gesagt... -Welche Größe trägt er?

Dann darf ich mich jetzt erst einmal vorstellen.

-Ich heiße Romeo Giavardi. -147.000 Lira.

147.000? Sagen wir 130.000. Kommen Sie. 10 % Rabatt.

Na los, das ist so üblich. Sie wird bar bezahlen. Abgemacht.

Du schminkst dich?

Was machst du da?

Ich suche das Architektenmagazin, das du gestern erwähnt hast.

Und das soll hier im Spielzimmer sein?

Es ist egal, ich brauche es nicht mehr.

-Aber ich brauche es. -Ja?

Ja.

Ich müsste auch etwas über Autobahnen haben.

Ich habe im Büro darüber gelesen.

Du wirst es ganz sicher interessant finden.

Nicht, Schatz. Hier.

Wenn du das liest, können wir darüber reden, wenn du willst.

Nein, Marco. Nicht jetzt.

-Die Kinder müssen Pipi machen. -Ich gehe solange duschen.

Was meinst du?

-Na ja... -Ja oder nein?

Also wirklich. Heute Morgen rief Inci an.

Er sagte...

Der Kerl, den sie eingestellt haben,

ist so ein Dummkopf, dass sie mich zurückhaben wollen.

Sei froh, dass du nicht mehr arbeitest. Ich habe so viel Ärger, dass...

Wieso? Was ist passiert?

Das muss dich nicht kümmern. Das wird schon alles.

Wo ist die Seife? Überall, nur nicht im Badezimmer.

Ich habe die Kinder damit Blasen machen sehen.

Ja, aber wo?

Hat er Fieber? Reib ihn mit Jod-Tinktur ein.

Wer ist krank? Giorgio oder Sandro? Ach, Claudio.

Gut. Wir sprechen uns morgen. Danke, sehr süß von Ihnen.

-Bis morgen. -Wer war das?

-Ich habe keine Ahnung. -Warum telefonierst du mit einem Fremden?

Er arbeitet für den Alarmdienst. Netter Kerl.

Er ist Witwer mit sieben Jungs und einem Mädchen.

Acht Kinder.

-Und den nennst du "süß". -Ich weiß nicht, wie er heißt.

Um halb sieben klingelt der Wecker, damit ich Angela rufen kann.

-Warte. -Was ist?

-Ich möchte das Licht ausschalten. -Ist doch egal.

-Lass doch brennen. -Aber ich schäme mich.

-Warum? -Lass mich doch.

Was willst du denn sehen?

Denken viele Männer an eine Schönere, während sie Liebe machen?

Ja, mein Schatz... Nein, ich natürlich nicht!

Dann ist ja gut.

Das wäre verletzend.

Mir wäre lieber, du wärst mit einer anderen zusammen

und würdest an mich denken.

Ich kenne keine Frau, die schöner ist als du.

Wer könnte das sein? Lass uns nicht rangehen.

-Wo ist es? -Da.

Geh ran. Sag, wir sind beschäftigt.

Hallo? Ja.

Gut. Der Mann von der Telefongesellschaft. Seinem Sohn geht es besser.

-Das freut mich. -Mein Mann möchte Ihren Namen wissen.

Gut. Danke. Morgen früh um 6:30 Uhr. Sein Name ist Stefano.

Ein schöner Name.

Warte, Giacomos Decke ist weg, und er war ganz verschwitzt.

Diesmal ist es anders als bei Giacomo, oder?

-Wir waren uns so sicher. -Nein, Schatz. Keine Sorge.

Keine Sorge.

Ich hänge fest...

Ja, Schatz.

-Was machst du da? -Ich kann nicht schlafen!

-Geh wieder ins Bett! -Nein, geh du doch!

-Wir sollten etwas unternehmen. -Geh Schafe zählen!

Hab ich schon, aber dann sind sie mir ausgegangen.

-Dann weck deine Mutter. -Nein!

Mich hast du geweckt! Weck sie auch!

Mama. Ich kümmere mich um sie.

Wie kann ein Kind um diese Zeit wach sein?

Und wieso läuft es hier draußen rum, auf der Terrasse, wo es so klamm ist?

Willst du alleine sein oder mit mir reden?

Mit dir reden.

-Wie läuft es denn so in der Schule? -Geht so.

Heute biss mich ein "Sellenwittich". Da tut es weh.

"Wellensittich", nicht "Sellenwittich".

-Sellenwittich. -Es heißt "Wellensittich".

Wellensittich.

Paola, wo...

Wo ist meine Seife? Die flüssige.

-In der Toilette. -Die Kinder haben sie ausgeschüttet.

-Kinder! -Das ist von Oma und Opa.

Aber es gefällt mir nicht.

-Das hat sie sehr schön gemalt. -Warum gefällt es dir nicht?

-Es wirkt viel zu echt. -Was sind das für Wellensittiche?

Ein Geschenk von Romeo.

Haben die Katzen nicht gereicht? Brauchen wir Wellensittiche?

Je mehr Tiere wir haben, desto besser.

Camillo hat mich gefragt, ob ein Schwein ein rosa Hund sei!

-Darum habe ich die hier mitgebracht. -Prima, Papa!

Anhand lebender Tiere lernen Kinder ihre Namen.

-Ist das ein Nilpferd? -Nein, ein Kanarienvogel.

Mama, Marco. Kommt raus. Mittagessen ist fertig.

Kinder, geht euch die Hände waschen.

Aber werft keine Seife ins Klo.

Isst du Fisch mit einem Messer?

Der lebt doch noch.

Ich gehe rum. Das ist einfacher.

Für mich halb durch, Signora, bitte.

Danke.

Du solltest lieber nicht heiraten.

-Nicht, Mama. -Sie müssen es allein schaffen.

Ach Montessori. Ihr und eure Montessori.

Wir wollen sie nicht so erziehen, wie wir erzogen wurden.

Natürlich. Wir haben immer alles falsch gemacht.

-Ich will Wein! -Frag Mama.

Dann Wasser.

Warum guckt sie so?

Jetzt bist du dran. Mal sehen.

Nein. Kein Salat für dich heute. Besser nicht.

Ich wollte dir noch sagen, dass Camillo Durchfall hat.

-Und Stalin ist weg. -Der ist seit drei Jahren tot.

Sonst hätten sie es nicht gewagt.

Chruschtschow hat Stalin neun Stunden lang schlechtgeredet.

Wer ist Stalin?

-Ein Kommunist. -Ein Verbrecher.

Mama! Hast du gesehen, wie groß Camillo ist?

-Die Kommunisten sind... -Wir sind Sozialisten.

-Das ist dasselbe. -Ist es nicht. Mama, bitte.

Ich respektiere deine Vorstellungen, du aber bitte auch unsere.

-Schatz, versuch doch... -Lassen wir das Thema lieber.

Warum? Wenn wir allein sind, bist du meiner Meinung.

-Jeder darf seine eigene Meinung haben. -Ja, aber leise.

Ohne unseren Kindern konservative Ideale vorzubeten.

-Marco! Nicht vor ihnen. -Schon gut. Sie sollen alles hören.

Ach ja, richtig. Ganz typisch Montessori.

Wo ist Papa hin?

Armer Papa, wir hätten aufpassen müssen.

Komme schon!

Ach, hört zu.

Tag, Schatz!

-Siehst du? Was für ein Chaos! -Und was habt ihr jetzt vor?

-Ich weiß nicht. -Was ist da passiert?

Ich habe mich am Bein verletzt. Warum sind die Kinder nicht mit?

Ich wollte mit dir allein sein. Ich muss mit dir reden.

-Gehen wir ein Stück? -Ist was passiert?

Nein! Keine Sorge.

Wir haben nicht viel Geld, aber darum geht es nicht.

Wenigstens etwas.

Du hast es mal wieder geschafft.

Schwanger?

Schon wieder...

Dann ist alles eine Verschwörung. Es ist Betrug.

Sollten wir mit den Schweizer Pillen nicht sicher sein?

Dein Arzt soll sie alle fressen.

Ist nicht seine Schuld. Ich habe sie nicht genommen.

Wenn Sex vorher geplant wird, ist er schmutzig und falsch.

Er verliert all seine Poesie.

Ich habe mich geschämt, als ich diese Tabletten nahm.

Wie eine Prostituierte.

Wärst du gern mit so einer verheiratet?

Solange sie nicht schwanger wird!

Ich mache dir ja keine Vorwürfe. Aber denk einfach mal nach.

Wir schaffen es ja kaum mit drei Kindern. Wie soll das mit vieren gehen?

Seit wann kümmert dich, wie es uns geht?

Dich interessiert nur, dass wir niemanden um Hilfe bitten.

Aber wir werden es trotzdem schaffen. Ich werde überall sparen.

Wir könnten das Baby zu Hause bekommen, dann sparen wir das Krankenhaus.

Das meine ich nicht. Es geht mir nicht ums Geld.

Warte. Zumindest jetzt, wo ich schwanger bin.

Gut, aber dann komm.

Danke.

Hören Sie... Da müsste noch einer sein.

Einem Baby kann man nichts entgegensetzen. Hör nicht auf ihn.

Habt ihr Streit?

Nein, alles in Ordnung, Papa. Wirklich.

Marco sorgt sich um meine Gesundheit.

-Mein Arzt meinte... -Sie sind alle gleich. Lass sie reden.

Ich bin für dich da. Ich helfe dir.

-Habt ihr schon einen Namen? -Wiedersehen, General.

-Auf Wiedersehen. -Ein Hoch auf Seine Majestät!

Hey, dieser Zug hat zehn Jahre Verspätung.

Wie war es? Hast du mit König Umberto geredet?

-Hast du dich amüsiert? -Das war reine Geldverschwendung.

Also, Papa, was hast du gesagt?

-Nichts. -Sag schon. Wie war's in Lissabon?

-Lissabon ist wunderschön. -Ja?

Wunderschön.

-Nein, ich zuerst! -Nein, ich!

-Langsam, Kinder. -Lass mal sehen.

-Zeig mal. -Kinder, bitte.

Er ist so süß. Was für ein Schatz.

Aufhören.

Das gilt für alle.

Papa.

Das ist unser Sohn. Ein Wunschkind.

Wir haben ihn Amedeo genannt, weil er so aussieht wie du.

Lasst ihn nicht zum Militär gehen.

Das braucht niemand mehr.

Es ist aus der Mode.

Das Bild vom König ist weg.

Komm.

Bring die Kinder raus. Hier.

Nicht sie, du.

Na kommt. Ghita. Gehen wir.

Komm, Millo. Zieh deinen Mantel aus. Sehr gut.

Kommt, Kinder. Habt ihr Hunger? Möchtet ihr etwas essen?

Oma wird euch was Gutes geben.

Pass gut auf sie auf. Besonders auf ihn.

Auf Amedeo?

Nein, auf ihn. Auf Marco, deinen Mann.

Dein Vater war wie ein Bruder für mich. Er war immer für mich da.

Wenn du jemals Hilfe brauchst, weißt du, wo du mich finden kannst.

Danke, Romeo.

In ein paar Minuten wird die römische Föderation

den Wahlkampf eröffnen

und über folgendes Thema sprechen: "Rom, heiliger und unsterblicher Ort".

Bürger Roms...

Weiter!

Bürger Roms, zur Ehre der römischen Geschichte

und ihrem uralten Schöpfergeist, wählt Scudo Crociato.

Um in den Granitfelsen Roms zu graben,

in einer wichtigen Zeit der westlichen Zivilisation,

wählt Scudo Crociato.

Um zu verhindern, dass die Kosakenpferde auf dem Petersplatz trinken,

wählt Scudo Crociato.

Für eine Zukunft der Sorglosigkeit und Freiheit,

wählt Scudo Crociato.

Bürger Roms.

In ein paar Minuten wird der Sekretär der römischen Föderation

den Wahlkampf eröffnen

und über folgendes Thema sprechen: "Rom, heiliger und unsterblicher Ort".

Seht ihr?

So entwickelt sich die Stadt in Richtung Süden.

Das ist das Viertel Tuscolano. All diese Viertel haben riesige Häuser.

Zwölf Stockwerke, Penthouses und Kellerwohnungen.

Vor dem Krieg haben wir hier unseren Urlaub verbracht.

Heute leben hier 900 Menschen pro Hektar.

In 20 Jahren haben wir Rom in ein Meer aus Beton verwandelt.

Läuft es in anderen europäischen Hauptstädten besser?

Ja, Abgeordneter.

Die Übereinkunft der linken Mitte wurde gestern Morgen unterzeichnet.

Der Abgeordnete Moro bestätigte dies,

nach der Vereinigung mit der Democrazia Cristiana.

Wenn das so weitergeht,

müssen unsere Kinder 30 km mit der Metro in den Park fahren.

Wenn sie denn fährt.

Kommen Sie, so etwas braucht Zeit.

Das Ministerium hat noch mit dem Erdbeben in Messina zu tun.

Ich respektiere euch Stadtplaner sehr.

Aber vergesst nicht, dass wir jeden Tag viele Probleme zu lösen haben.

Natürlich. Aber wie löst ihr sie? So!

Immobilien boomen nun mal.

Sieht aus wie ein Friedhof, wie eine lebenslange Haftstrafe.

Und wir reden immer noch über den Stadtplaner.

Seit 15 Jahren immer wieder Treffen, Kongressabgeordnete, Ausschüsse,

wir schreiben Artikel, Statements, Mitteilungen...

15 Jahre Arbeit, in denen wir dachten, alles verändern zu können.

Aber auf einmal wird einem klar, dass die Einzigen,

die etwas unternommen haben, diese rücksichtslosen Leute sind.

Sie fällen Bäume, betonieren alles zu.

Und es wird immer mehr. Paola, weißt du, was ich...

Orando wer? Lies es noch mal, Ghita.

-Ja, ich habe "Orando" gesagt. -In Ordnung. Aber wer soll das sein?

Wenn das nicht sein Name ist, wie heißt er dann?

-Wieso schriebst du Orlando? -Na gut. Aber wer ist Orando?

-Was machen die da? -Alles Mögliche.

-Orlando. -Orando, nicht Orlando.

-Danke. -Zieh das über. Du saust dich sonst ein.

-Wie viel sind zwei mal drei? -Sechs.

Die Katze ruiniert den Schmand.

-Es heißt Samt. -Nimm das!

-Du Murensohn. -Es heißt, du...

Brüder sollten sich nicht so nennen. Das gehört sich nicht.

-Mach uns eine Flagge. -Gib her.

Für eine wunderschöne Flagge brauche ich nur Rot.

Weiß nicht. Sieh in deinen Terminplaner. Bis gleich.

Du hast bald Schwimmstunde. Beeil dich.

-Entschuldige. Hast du was gesagt? -Ständig rennst du hin und her.

Amedeo, was hast du denn?

Meine Augen weinen!

Das ist das erste Mal, dass mir ein Zahn ausfällt!

Für jeden Zahn, den du verlierst, bekommst du 500 Lire.

Bei vier Kindern kann das ganz schön ins Geld gehen.

Komm, spiel mit Papa.

Freuen wir uns, dass dein erster Zahn ausgefallen ist.

Auf dass auch er wächst.

Hoppe hoppe, Reiter

Wenn er fällt, dann schreit er

Fällt er in das grüne Gras Macht er sich die Hosen nass

Fällt er in den Graben Fressen ihn die Raben

Fällt er in den Sumpf Macht der Reiter plumps

Noch mal, Papa!

Hoppe hoppe, Reiter

Wenn er fällt, dann schreit er

-Fällt er in das grüne Gras... -Steh auf.

Schatz. Komm rauf zu Oma. Dann sing ich dir was anderes vor.

Deine Mutter ist ständig draußen und belauscht unsere Gespräche.

Eines Tages gehe ich nackt raus!

Warum nicht? Was ist los?

Keine Ahnung, da riecht etwas.

-Es stinkt. -Sieh mal nach.

-Wo ist das Telefonbuch? -Er hat mir keine 500 Lire gegeben!

-Amedeo, du alte Petze! -Kommen Sie.

Du hättest ihm die 500 Lire geben sollen.

-Mama. -Wer ist da?

Das muss Bonaria sein, das neue Hausmädchen aus Sardinien.

Das ist es also. Ich wette, dein Koffer ist voller Käse.

-Komm nur rein. -Entschuldige.

Komm schon. Keine Angst. Das ist dein neues Zuhause.

Ruh dich erst mal aus. Wir unterhalten uns später.

Ghita, bring sie auf ihr Zimmer.

Kannst du lesen? Nein? Ist nicht schlimm. Das lernst du noch.

Und wir versuchen, das Problem mit deinem Kleid und deiner Frisur zu lösen.

-Du bist wirklich hübsch. -Paola.

Verhätschel sie nicht so wie Angela.

Du machst sie zurecht, lässt sie studieren und suchst ihr andere Arbeit.

-Ein ganzes Leben als Hausangestellte? -Ich verbringe mein Leben im Büro.

-Artikel, die niemand liest. -Du hast ja recht.

Entschuldige.

Was ist da schon wieder los? Hört auf damit!

Also mich stört das überhaupt nicht.

Wie war dein Tag heute?

Gut oder schlecht?

Woher soll ich das wissen?

So einfach ist das nicht. Es war ein sehr langer Tag.

Immer wenn ich versuche...

Morgen muss ich mit Ghitas Lateinlehrer reden.

Deine Mutter und Peppina haben sich gestritten.

Amedeo ist immer traurig.

Als wenn er wüsste, dass wir ihn nicht gewollt haben.

Wir sind beide müde.

Unglaublich!

Ich war in meinen Literaturprofessor verliebt.

Und als er mich sitzen ließ, wollte ich mir das Leben nehmen.

Ich bin in den Fluss gesprungen. Ein Soldat hat mich gerettet.

Ich habe auch mal jemanden gerettet, der sonst ertrunken wäre.

-Am Tag drauf habe ich mit ihm geschlafen. -Ich nicht. Ich habe ihn nur gerettet.

Du bist wunderbar!

Siehst du, was ich meine? Das ganze Land wird zugebaut.

In zehn Jahren muss man Schafe auf der Terrasse züchten.

Lass dich von deiner Mutter abtreiben!

-Was sollte das? Das darf man nicht! -Mir egal. Ich liebe verbotene Dinge.

-Du nicht? -Wohin fahren wir?

-Ich will es sehen. -Interessiert es dich?

Du ja.

Wieso bist du Journalistin geworden?

Ich studierte in London Englisch, wo ich einen Journalisten kennenlernte.

-Warum lachst du? -Nur so. So einfach ist das.

Das gefällt mir.

-Zum Glück bist du nicht verheiratet. -Ihr Essen.

-Ich habe den Seebarsch vergessen. -Du kannst meinen auch haben.

Ich kriege nichts mehr runter.

-Wirklich? -Nein. Wäre doch schade.

-Er ist wunderbar. -Dann iss ihn doch.

Bitte. Wieso sagst du immer "wunderbar"?

Keine Ahnung. Früher habe ich immer "fabelhaft" gesagt.

-Stört es dich? -Als Mann sage ich: "Ich bezweifle es."

Wie der Abgeordnete Gatto.

Du kennst ihn?

Er hat uns vor drei Monaten einander vorgestellt.

So ein Dummkopf.

Nicht jeder kommt nur zum Essen her.

Die beiden sind bei unserer Ankunft da raufgegangen.

Wieso ist es ein Glück, ledig zu sein? Wurdest du zur Heirat gezwungen?

Nein. Es ist nur... Am Anfang...

Aber nach einer Weile

dreht sich in einer Familie nur noch alles um die Kinder.

Kleidung und Essen für sie kaufen...

Eine moderne Erziehung, als wenn es keine anderen Probleme gäbe.

Als hätte ich kein Recht, Probleme zu haben.

Meine Arbeit, meine Probleme, meine Streitereien.

Nein, denn am wichtigsten ist, den Kindern den Hintern abzuwischen.

Hast du vergessen, in Italien zählt nur die Familie?

Sie ist unser Ein und Alles.

Also müssen wir für die Familie alles aufgeben?

Ich glaube nicht. Darum hab ich keine Familie gegründet.

-Genau. Und wenn man eine hat? -Dann verlässt man sie.

Die nächsten zwei Monate kann ich keinen Fisch mehr sehen.

Wir müssen das letzte Spiel spielen.

-Bist du das, Schatz? -Ja, hallo.

Bonarias Verlobter ist vorbeigekommen. Romeo hat mir mit den Kindern geholfen.

Giacomo, hol das Thermometer.

Er ist rot. Ich fürchte, er hat Fieber.

-Hast du heute Abend keinen Hunger? -Doch... Ein wenig schon.

Schau, was ich für dich habe. Gebratenen Kabeljau.

-Möchtest du noch einen? -Nein danke, das reicht erst mal.

-Mama! -Ja.

Um sicherzugehen, hab ich es in Mund und Po gesteckt.

-Jeweils fünf Minuten. -Erst in den Mund, hoffe ich.

Nein.

-Mir ist der Appetit vergangen. -38,2.

Er ist voller roter Flecken. Das müssen Masern sein.

-Und wenn die anderen sich anstecken? -Keine Sorge. Ich hatte schon Masern.

Tja, na ja.

Wir können die anderen zu den Omas schicken.

Die ruinieren in einer Woche zehn Jahre Montessori-Schule.

Diesmal kriege ich Ärger. Es ist die vierte Krankheit in einem Jahr.

-Na komm. -Ich hatte alle Kinderkrankheiten.

-Isst du nichts mehr? Warum? -Ich mag nicht.

Du hast schon gegessen?

Nein.

-Ich ja. -Wir kriegen das schon hin.

Nimm ruhig.

Hab ich einen Hunger. Ich wollte den Kindern nichts wegessen.

Sie sind wie meine eigenen Kinder.

Kommt, Kinder. Kommt ins Bett und bleibt zusammen.

Lass Rivera in Ruhe. Was ist das nur wieder für eine Manie?

Ab unter die Decke! Los!

Wenn alle wieder gesund sind, fahren wir für drei Monate ans Meer.

Wie du willst. Ja.

-Und was wird aus mir? -Dich kriegen wir auch wieder hin.

Wenn Romeo hier übernachten will, kann ich in ein Hotel gehen.

In ein Montessori.

-Marco! -Ja?

Telefon.

Danke.

Hallo? Hallo, Mama.

Ich weiß nicht, wann sie zurückkommen. Ja, Mama.

Natürlich. Ja, ich hör dir zu.

Ja. Was? Das Meer ist gut für Kinder.

Nein, ich will sie nicht sprechen. Grüß sie einfach von mir.

Ich arbeite trotzdem. Sie bleibt den ganzen Tag zu Hause?

Wann wacht sie endlich auf?

Was soll ich mit ihr machen? Ich bin ihr Bruder!

Oh mein Gott! Romeo.

-Wer ist das? -Eine Nervensäge.

-Der Typ, der immer bei euch ist? -Ja, genau der.

-Ich will ihn kennenlernen. -Nein. Was hast du vor?

Entschuldigung. Wie viel für die Unterwäsche?

-Für Sie 3.500 Lire. -Wie wär's mit 2.000?

Ich bin nicht zum Sonnenbaden hier.

-Sie kennen den Architekten Floris? -Ob ich den kenne?

Wenn's nach denen geht, würde ich mich jeden Tag um sie kümmern.

-Aber ich habe meine Firma. -Verstehe.

-Sind Sie eine Genossin? -Noch nicht.

Bald vielleicht.

Geben Sie mir einfach 1.000 Lire.

Was halten sie von Genosse Floris?

-Woher kennen Sie ihn? -Wir sind alte Schulfreunde.

Sie sind eine gefährliche Freundin.

-Aber er ist ein guter Mann. -Nun ja. Ja.

Ganz patent.

Aber seine Frau, wissen Sie...

Was für eine Frau.

-Da, schenk ich dir. -Worüber habt ihr gesprochen?

-Über dich. -Und was genau?

Nur Schlechtes, aber ich mag dich trotzdem.

Sag mal. Kann ich dich was fragen?

Warum wolltest du nicht mit mir schlafen?

Läuft das jetzt so?

Ja. Manchmal schon.

-Papa, wir sind wieder da! -Ihr hättet anrufen sollen.

Mama wollte ein Telegramm schicken, aber wir haben es vergessen.

-Papa. -Hallo, Kleines.

-Papa, sahst du meinen Oktopus? -Ja.

-Ich habe ihn selbst gefangen. -Großartig.

-Wo sollen die Bademäntel hin? -Ins Badezimmer.

Setz den Oktopus in die Badewanne.

Hallo, Schatz! Wie geht es dir? Überraschung gelungen?

Wie geht's?

Ich räume hier auf und komme gleich, dann erzähle ich dir alles.

Bonaria, bring den großen Koffer ins Kinderzimmer.

Gibt es was zu essen? Ich muss gleich los.

-Ja, ja. -Wo sind meine Zigaretten?

-Millo, wo sind die Handschuhe? -Ja, und die Flossen?

Jemand muss Oma nach den Schlüsseln der blauen Tasche fragen,

die der Gepäckträger uns abgenommen hatte.

Marco, das ist Bonarias Mutter. Sie ist für eine Bandscheiben-OP in Rom.

Freut mich.

Ich habe sie überredet, sie wollte nicht.

Sie soll vorm Krankenhaus ein paar Tage bei uns bleiben.

Gut gemacht. Keine Sorge, bleiben Sie nur liegen.

Wer hat die Schlüssel für den großen Schrank gesehen?

-Danke für den Käse. -Tür zu.

Verzeihung.

-Guten Morgen, Herr Architekt. -Guten Morgen.

Hören Sie... Ach du bist das, Bonaria!

-Hallo, Papa. -Ghita, wie geht es dir?

-Wir sind gerade zurück. -Wie geht's?

Romeo, mein Lieber. So am Telefon? Sechsmal Wollunterwäsche?

Bring sie her. Ciao.

-Hör mal, Amedeo... -Ich bin beschäftigt.

Ab in die Badewanne, damit ich euch waschen kann.

-In der Badewanne ist der Oktopus. -Setz ihn ins Bidet!

Mama hat gesagt, du sollst ein paar Flaschen...

Ja, ja.

Wo sind Amedeos Jacken?

Mach schon, geh wieder runter, hol Hilfe von Millo.

Er ist unten am Auto.

Hallo? Wer ist da?

Hallo! Wie schön, dass du anrufst. Sind sie wieder da?

-Hast du mir etwas zu sagen? -Nein. Nichts Besonderes.

Ruf bei Iaia an und grüße sie.

Ich fühle mich einsam.

-Man könnte dich sehen. -Wer?

Von gegenüber.

-Aber da ist niemand. -Kannst du dir was überziehen?

Sonst gibt es noch ein Spektakel. Oder wir könnten Eintritt verlangen.

-Ist ja gut. -Mein Hemd, was für eine gute Idee.

Keine Sorge. Ich habe heute kein Parfum aufgetragen.

-Wo sind die Zigaretten? -Hier liegt alles Mögliche.

-Wieso bist du unordentlich? Aschenbecher? -Ich bin gerne so.

Da sind sie. Ich laufe gern nackt herum.

-Wo ist das Feuerzeug? -Du hast es doch.

Da. Danke.

Du fühlst dich unwohl mit mir.

Nein. Ich wollte dir nur etwas sagen.

Schatz. Ich weiß genau, was du mir sagen willst.

Ich wusste vom ersten Tag an, dass du Probleme hast.

Aber ich kann nur dein Frauenproblem lösen.

-Was hat meine Frau damit zu tun? -Ich meinte nicht deine Frau.

Immer sprichst du von ihr.

Ich meinte deine anderen Probleme. Deine Arbeit, deine politischen Probleme.

Die kann ich nicht lösen. Würde ich gerne, aber kann ich nicht.

Ich bin zu nichts zu gebrauchen.

Nicht mal für dich. Du liebst deine Frau noch.

Wie kann ich dich überzeugen?

-Was hast du? -Nichts. Das Bett ist voller Haarnadeln.

Du armer Kerl.

Ich bringe es ihm.

Giacomo hatte schon.

Das ist für Millo, das für Amedeo, das für Luisa.

-Und das ist für dich. -Nein, keine Kohlenhydrate für mich.

Kinder, bitte! Nicht so laut. Papa ruht sich aus.

-Wie fühlst du dich? -Besser.

-Bleib doch noch im Bett. -Ich habe einen wichtigen Termin.

Ich darf nicht zu spät kommen.

Wäre schön, wenn du mich fahren könntest.

-Es ist ziemlich weit. -Ich zieh mich schnell an.

Wir könnten auch Romeo mitnehmen. Er muss ins Krankenhaus.

Ich habe dir ein Bad eingelassen. Ghita muss verliebt sein.

-Wie kommst du darauf? -Sie macht sich Sorgen um ihr Gewicht.

-Sag bloß. Und wer ist der Junge? -Weiß ich noch nicht.

Millo, du hast mir versprochen, mindestens drei Tage lang brav zu sein.

Von Donnerstag bis Sonntag. Heute ist Montag.

-Du hast recht. -Montags kann ich nichts dafür.

Er hat auch recht. Beruhigt euch und geht...

-Paola! -Ja?

Schluss jetzt!

Romeo. Hast du was vom Kuchen abbekommen?

-Paola! -Amedeo, sieh mal nach, was Papa will.

Camillo und Giacomo, ich habe einige Fragen an euch.

Also. Fangen wir an. Du. Wer hat dich erschaffen?

Gott.

Unsinn.

Mach mir einen Bart. Du hast Tränen in den Augen.

-Hat er dich mit etwas zu Tränen gerührt? -Nein, der Rasierer ist stumpf.

-Er kratzt nur noch. -Ich habe Buntstifte damit angespitzt.

Das Wasser wird kalt. Und ich brauche einen neuen Rasierer!

Ja, Peppina, aber ich glaube, es wäre einfacher...

Wo ist die Seife?

Da sind sie nicht. Aber da sind sie, sieh mal.

Das lesen wir jetzt. Komm.

Paola, lass niemanden ins Bad.

Für das Montessori-System ist jede verschlossene Tür ein Schock.

Offen ist sie ein Schock für mich, wenn ich hier drin bin.

Ich zeig dir Montessori.

Nein, so eine Stelle aufzugeben, ist ein großer Fehler.

Umso besser, wenn es nur Männer sind. Ich komme mit.

Ja. Deine Mutter ist hier. Willst du mit ihr sprechen? Gut. Tschüs.

Romeo, wie toll, du hast an den Rahmen gedacht.

Mama, Telefon. Millo! Schluss damit.

Wäscht du dir auch mal die Füße? Gib das her.

Ghita, du weißt, wenn es...

Wer hat meinen Schläger gesehen?

Millo, hier wird nicht Tennis gespielt.

Nicht...

Muss denn das immer sein?

Kinder, hört auf. Ihr bringt alles durcheinander.

Milch habe ich nicht gefunden. Vielleicht gehe ich später noch mal.

-So, der Rahmen ist wieder fertig. -Ich habe Äpfel und Orangen gekauft.

Gut.

Ich hab meine eigene Hand festgenagelt.

Warte... Geh nur.

Kinder, ich bitte euch.

Paola! Wo ist mein guter Anzug? Ich muss los!

Bonaria, kümmer dich um Marco. Romeo. Geh hin und frag...

-Wir müssen das Auto retten! -Was ist denn los?

Ich ließ das Verdeck offen. Ich kann dich nicht mehr fahren.

-Na komm. -Holt einen Regenschirm.

Moment. Ich komme mit.

Hallo? Ja. Einen Moment. Marco, dein Büro ist am Telefon.

-Sag ihnen, ich bin nicht da. -Was? Es ist der Verband.

Ist mir egal! Ständig rufen die an. Leg auf!

Tut mir leid, Architekt Floris ist nicht da.

Romeo, nimm mir den Kleinen ab. Ich muss mich anziehen.

-Was machst du hier? -Ich habe in deinen Terminplaner geguckt.

Jetzt verfolgst du mich auch noch.

Wie kannst du so was sagen? Ich kontrolliere dich doch nicht.

-Manches will ich gar nicht wissen. -Wo sind denn die Kinder?

Die Kinder müssen lernen, und ich wollte mit dir allein sein.

Ich muss mit dir reden. Gehen wir ein Stück.

Sag nicht, du bist wieder schwanger.

Von wem denn, Schatz? Von wem?

Dein Büro hat zweimal um Rückruf gebeten.

Ist mir egal. Sollen sie nur.

-Ich werde bald kündigen. -Was?

Ja. Auf jeden Fall.

Ich bin diese sinnlose Arbeit leid.

Ich will auch etwas vom Zeitalter des Wohlstands abkriegen.

Ich will nicht arm bleiben,

wenn es Leute gibt, die Milliarden verdienen.

Weißt du, wie viel die zahlen würden?

Ein zusätzliches Monatsgehalt und bezahlten Urlaub?

Schlaumeier. Ich muss meine Familie ernähren.

Ich bin kein Held, nur ein Familienvater.

Vielleicht hätte ich es zu mehr bringen können.

Aber dazu ist es jetzt zu spät. Ich bin fertig.

Ich habe mein Potenzial mit unserer Hochzeit aufgegeben.

Als du all diese Kinder bekommen hast.

Ich war immer frei, dann wurde ich zum Sklaven meiner eigenen Familie.

Ich bin all das leid.

Die Kritik und Ablehnung meiner eigenen Familie.

Na los, sprich dich ruhig aus.

Sag, dass ich unrecht habe.

Erst jetzt wird dir klar, wie leicht manche Leute Geld verdienen?

Ich wusste es, als ich dich heiratete.

Aber du kannst tun und lassen, was du willst.

Du willst kündigen, nur um mehr Geld zu verdienen?

Ich hindere dich nicht daran.

Aber du musst die Verantwortung für dein Handeln übernehmen,

ohne die Familie und die Kinder als Ausrede zu benutzen.

Glaubst du, ich habe dich geheiratet, weil du so schöne braune Augen hast?

Nein, weil du was im Kopf hast.

Und jetzt, nach 14 Jahren, denkst du komplett anders.

Muss ich meine Meinung jetzt auch ändern?

Du hast mir gezeigt, an das Richtige zu glauben.

Tut mir leid, aber ich werde weiter daran glauben.

Da ist noch etwas.

Du kannst dich vielleicht in eine andere verlieben.

Ich nicht. Ich kann mich nicht mehr verlieben.

Wenn du dich veränderst und zu dem wirst, was du gesagt hast...

...dann pass bloß auf.

Ich weiß ich nicht, was aus uns wird.

Ich weiß nicht, ob ich dich dann noch mag oder nicht.

-Mach, was du willst. -Genau das werde ich auch.

Glaubst du, du hättest mich mit deiner Ansprache überzeugt?

Was ist los? Haut ab! Habt ihr kein Zuhause?

-Superlativ von "überwältigend"? -Am überwältigsten.

-Abstrakt oder konkret? -Konkret.

-Superlativ von Lehrer? -Am gelehrtesten.

Vorsicht!

Ich hab ihn doch gesehen, Ghita.

Macht nicht so einen Krach. Papa und die anderen arbeiten.

-Sieht aus, als würde er sich streiten. -Dann arbeitet er.

Jeder Italiener steckt am Tag zweieinhalb Stunden im Straßenverkehr.

Meine Frau bringt mich ins Büro, die Kinder zur Schule.

Dann muss sie sie von der Schule und mich vom Büro abholen.

Dafür braucht sie vier Stunden. Nachts wären es 12 Minuten.

-Ohne Aufwandsentschädigung. -Zur Arbeit zu fahren, ist anstrengend.

Außerdem zählen Blumenvasen zu öffentlichen Grünflächen.

Jeder Baum ist jetzt ein Relikt.

Mama, Millo hat mich mit dem Fuß geohrfeigt.

Manchmal bist du wirklich kompliziert. Er hat dich getreten.

Ich spreche kein Englisch. Was für ein Interview?

Morgen im Verband? Nein, er soll heute um 21:30 Uhr kommen.

-Tschüs. Paola, was machst du da? -Was? Hast du was gesagt?

Du hast das Licht ausgemacht. Mehr Kaffee, bitte.

Und sorg für etwas Ruhe. Sind die denn nie müde?

Natürlich nicht.

Wie oft sagte dich, du sollst nicht am Kronleuchter hängen?

Oft.

Geht denn niemand ans Telefon?

Hallo? Ja, ich hole sie. Ghita! Telefon!

-Hallo, Carlo. Ich höre Radio. -Stör Papa nicht. Geh nach nebenan.

Warte kurz.

-Paola, wo bleibt mein Kaffee? -Junge oder Mädchen?

-Drittes Geschlecht. -Was bedeutet das?

Geh zu Mama. Paola, bist du eingeschlafen? Wie soll man da arbeiten?

Tür zu!

Er schlägt den Ball und läuft ans Netz.

Du arbeitest zu viel. Du solltest dich mal ausruhen.

Zumindest am Sonntag.

Weißt du...

Wir müssen auch an unsere Gesundheit denken.

Die Kinder sind groß. Amedeo macht nicht mehr ins Bett.

Bald habe ich nichts mehr zu tun, und dann kann ich mich um dich kümmern.

Und dann will ich, dass mein Mann in Form ist.

Und voller Energie.

Wir könnten eine zweite Hochzeitsreise machen.

-Und vielleicht ein fünftes Kind. -Bloß nicht.

Ich vermisse es, schwanger zu sein. Wozu bin ich sonst gut?

Nein, vergiss es.

Hast ja recht, vier sind genug.

Am Donnerstag hat Ghita einen Arzttermin. Sie ist nervös.

Warum kommst du nicht mit? Du wirkst erschöpft.

Du solltest dich mal untersuchen lassen.

-Was ist passiert? -Giacomo hat den Kronleuchter abgerissen.

-Hast du dir wehgetan? -Nein. Ich nicht.

Das ist eine ganz normale Phase.

Typisch für das Alter Ihrer Tochter.

-Margherita. -Ghita.

-Machen Sie sich keine Sorgen. -Gut. Danke.

Was Ihren Mann betrifft...

Ich habe noch nie einen Mann mit einem stärkeren Willen erlebt.

Er arbeitet zu viel, aber da er ist nicht allein.

-Wir müssen alle besser auf uns aufpassen. -Das freut mich.

Was für ein Glück.

Was haben Sie? Weinen Sie?

-Sie sollten sich freuen. -Ja. Ich bin so froh.

Mir fällt ein Stein vom Herzen. Ich hatte mir solche Sorgen gemacht.

Danke für die guten Nachrichten.

Wenn Marco krank wäre, würde ich wohl auch krank werden.

Was sollten wir ohne ihn machen?

Keine Sorge, es geht ihm gut.

Das freut mich. Ich bin so froh.

Er ist ein so guter Mensch. Sie sollten ihn besser kennenlernen.

Sie könnten mit Ihrer Frau zu uns zum Essen kommen.

Es wäre schwierig geworden, gerade jetzt, wo er anfängt, seine Arbeit zu mögen.

Sie haben das doch nicht gesagt, um mich zu beruhigen?

-Wie gesagt, Ihr Mann ist... -Er ist der perfekte Vater.

Wir sind sehr stolz auf ihn, ich und die Kinder.

Wir haben insgesamt vier. Das ist viel.

Und dass sie alle so gesund sind, ist allein sein Verdienst.

Ghita ist die Älteste und wirkt oft ein wenig abwesend.

Ich will nicht, dass sie so endet wie Angela,

obwohl ich Dienstmädchen mag.

Und dann sind da noch die drei Jungs.

Giacomo leidet an einer Hodenretention. Muss das wohl operiert werden?

Was meinen Sie?

Warum sehen Sie mich so an?

Sagen Sie doch etwas.

Ich schwöre Ihnen, mir geht es gut.

Ich bin einfach nur...

Einfach nur so glücklich.

Ich bin einfach nur glücklich.

Ich bin...

Ich bin einfach...

Ich bin so glücklich!

HEILANSTALT

Hr. Doktor. Wie geht es ihr heute?

-Etwas besser. -Hat sie Ihre Spritze bekommen?

-Natürlich, von meiner Mitarbeiterin. -Warum nicht von Ihnen?

Ich traue der Nonne nicht.

Ja. Ja, ja.

Ich weiß nicht, Stefano. Vielleicht einen Plattenspieler?

Der ist etwas teurer, aber du kannst ihn abstottern.

Wann heiratet deine Cousine? Ich kann leider nicht. Setzen Sie sich.

Wenn es mir besser geht. Ja. Ich habe sehr viel Besuch.

Meine Mutter, Schwiegermutter.

Gut. Wir telefonieren morgen wieder.

Was? Nein, ich brauche keinen Wecker.

Ich kann so viel schlafen, wie ich will. Wiederhören.

Ich habe dir Socken mitgebracht, damit du nicht frierst.

Es sind Herrensocken, aber egal.

Du denkst wirklich an alles.

-Wie hoch ist das Fieber? -37,8. Sie darf sich nicht aufregen.

-Sie muss sich ausruhen. -Nein, Schwester, keine Sorge.

Es geht mir gut, wenn ich mit Leuten reden kann.

-Hat sie dir bei der Spritze wehgetan? -Nein, sie ist sehr gut.

Hol der Dame einen Stuhl.

-Wer ist das? -Eine Patientin wie ich.

Aber ihr geht es viel besser.

Ist sie eine Genossin?

Ja.

Bonaria, geh nach Hause. Die Kinder sind ganz allein.

-Nein. Ihr Mann ist bei Ihnen. -Aber vielleicht braucht er auch Hilfe.

Mein armer Schatz.

Was ist denn los? Man hört euch ja gar nicht.

-Tschüs, Papi. -Tschüs.

-Tschüs, Papa. -Papa, tschüs.

Und nehmt sie nicht wieder ab.

-Hast du das Geld mitgenommen? -Ja, 400 Lire.

-Dann musst du mir 100 Lire geben. -Gut, bis später.

Guten Morgen.

Mal sehen...

Familie Floris.

Sind Sie das Familienoberhaupt?

Sind Sie das Familienoberhaupt?

Untertitel von: Frank Schröder

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