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Ich kann nicht mehr mit dir zusammenleben, Graham!
Barbara, bitte, bleib hier!
Du darfst mich nicht verlassen! Wenn du gehst, gehe ich mit!
Ich muss hier raus, ich kann dieses Haus nicht mehr sehen.
Lass mich gehen, Graham. - Ich liebe dich!
Sag das nicht! Es lässt sich jetzt nichts mehr ändern.
Ich muss gehen. Alles andere hat keinen Sinn.
Also gib mir die Schlüssel. - Nein!
Dann suche ich sie, und ich werde sie finden.
Ich werde diese verdammten Schlüssel finden. Wo zum Teufel sind sie?
Verflucht!
Barbara, beruhige dich! - Nein, du beruhigst dich!
Gib mir die Schlüssel, kapier endlich, dass ich das ernst meine!
Barbara, bitte, beruhige dich.
Es hat doch keinen Sinn, dass du so rum schreist.
Hör auf, so mit mir zu reden. Spiel nicht schon wieder den Gütigen.
Du sollst mich nicht immer in Watte packen, Graham.
Ich kriege keine Luft mehr. Du erdrückst mich!
Aber ich liebe dich.
Dann gib mir die Schlüssel
Du tust dir was an. - Gib mir die Schlüssel, Graham.
Gib mir die Schlüssel. Gib mir die verdammten Schlüssel!
Halt's ganz ruhig, ganz ruhig.
Lass sehen. Nein, nein, ganz ruhig, vorsichtig.
Daddy, Daddy, es ist leer.
Daddy! Daddy!
Es ist leer, Dad.
Okay, bin schon da, okay.
Das gehört da nicht rein, du darfst es da nicht rein tun!
Tut mir leid, tut mir leid.
Da, schnell.
Geht's? Wirklich? Okay.
Graham!
Okay, zeig's her, lass mal sehen. Das... Oh.
Es ist raus, es ist raus. So, und jetzt...
Und jetzt den Verband rum.
So, okay, ja, es ist raus.
Das war mein bestes Handtuch.
Ach, das geht raus. Wir weichen es in Milch ein.
Es ist mein Wagen, Graham. Du hast ihn mir geschenkt.
So, Achtung, das kann jetzt ein bisschen weh tun.
Okay, okay, das war es schon.
So ist es gut. Ganz sauber.
Bitte, gib mir die Schlüssel.
Bitte, gib mir die Schlüssel.
Bitte, gib mir die Schlüssel.
Sie ist fort, nicht?
Ich hätte nicht einschlafen dürfen. - James, hör zu, du kannst nichts dafür.
Warum hat sie uns nicht lieb? - Sie hat uns lieb.
Glaube es mir, sie hat uns lieb.
Es geht ihr nicht gut.
Sie kann nicht zeigen, was sie wirklich fühlt.
Sie war unzufrieden. Ich habe versucht, sie zurückzuhalten,
aber sie wollte unbedingt mal für eine Weile allein sein.
Also habe ich sie gehen lassen.
James, bitte sei nicht böse auf mich.
Das ist nicht fair. - Ich weiß.
James, hör zu. Ich werde dich nie verlassen. Das verspreche ich dir.
Wenn es ihr besser geht, kommt sie ja vielleicht wieder.
Ja, vielleicht.
Willst du einen Joghurthandel aufmachen?
Wir haben die Fälschungssache fallen gelassen.
Was habe ich denn jetzt schon wieder falsch gemacht?
Hines ist mit der Akte zur Staatsanwaltschaft.
Sie sagen, damit gehen sie nicht vor Gericht. Ende und aus.
Abgesehen davon, dass er es mir noch selbst sagen will.
Ich darf nicht. Brenda riecht es sofort.
Dass es Gründe für eine Strafverfolgung gab, ist unbestritten.
Ihr Vorgehen hat die Sache zu Fall gebracht.
Tut mir leid. - So wie beim letzten Mal, Kearney?
Sie stürmen los wie ein wild gewordener Stier. Augen zu und los.
Diesen Papierhaufen nennen Sie Bericht? - Das kann ich doch nicht ordnen, Sir.
Ich habe ihnen vertraut. Andere würden das nicht.
Sie waren ein hervorragender Polizist, Kearney. Was ist denn los?
Wir spielen hier keine Sandkastenspiele.
Ich weiß es nicht, Sir.
Ich würde sagen, finden Sie es heraus, wenn ich Ihnen das zutrauen würde.
Kearney, diese Abteilung kann es sich nicht länger leisten, sie durchzuziehen.
Sie sitzen auf einem Schleudersitz, ist Ihnen das klar?
Und jetzt gehen Sie mir aus den Augen.
Hallo Matt, hier ist Jude. Ich weiß, wir haben ewig nichts voneinander gehört,
aber ich habe eine Schachtel mit Sachen von dir gefunden. Jetzt wollte ich nur
wissen, ob du die wiederhaben willst, oder ob ich sie wegwerfen kann.
Ruf uns doch mal an. 01384544329.
Tagsüber bin ich im Dienst. Melde dich mal, bis dann.
Du kannst ein ganzes Kapitel deines Lebens nicht einfach ausradieren.
Jeder Mensch braucht Erinnerungen.
Ich lebe gern in der Gegenwart.
Da sind uralte Sachen dabei, längst vor meiner Zeit. Alte Schulfotos von dir.
Haust du die Schachtel aufgemacht, um die Klebeband herum ist?
Da wo drauf steht: "Finger weg, Naseweis!"? Nein, die ist noch zu.
Warum hast du es getan?
Was? Dich angerufen oder Schluss gemacht?
Matt, es ist jetzt zwei Jahre her.
Nicht ganz.
Fang nicht wieder an, bitte. Es ist leichter so, wie es ist.
Leichter für wen?
Ich war eine Kuh, tut mir leid.
Vergiss es.
Und wie geht es dir sonst so?
Prima, prima, so gut wie noch nie.
Bin seit einem Jahr in der Division E. Tony Beddows ist auch dabei.
Willst du eine Beförderung beantragen?
Ich weiß nicht, sie hätten es gern, aber ich fühl mich da eigentlich ganz wohl.
Hast du noch nicht genug von der Undercover-Arbeit?
Ich brauche die Spannung. - Übertreib nur nicht dabei.
Ich mache meinen Job, und damit hat es sich.
Es geht manchmal an die Nieren, aber das schüttelt man ab, so gut es geht.
Leichter gesagt als getan.
Trinken wir aus? Ich muss gehen.
Es sind jetzt schon vier Wochen. - Fast fünf.
Sag es mir gleich, wenn du irgendwas hörst, ja?
Geht es James gut? Wenn er wieder Asthma-Anfälle hat, du weißt, ich kann
immer rüberkommen und mich zu ihm setzen, während du arbeitest.
Danke, Gloria, ich werde dran denken. - Kann ich sonst noch was tun?
Nein, es geht schon. Danke für das Einkaufen.
Es tut mir so leid.
Mr. Ives. - Dr. Carlin.
Ich möchte zu Ihrer Frau.
Ich habe schon ein paar Mal angerufen, aber es hat sich niemand gemeldet.
Das wusste ich nicht. - Ist Barbara zu Hause?
Nein, sie ist nicht da, kommen Sie bitte rein.
Barbara Ives hat Gebärmutterkrebs im fortgeschrittenen Stadium.
Es sieht nicht gut aus, aber es ist zu behandeln, wenn wir nicht länger warten.
Ihr Mann sagt, dass sie ihn verlassen habe, sie sei verschwunden.
Aber ich nehme ihm das nicht ab.
Tut mir leid, Sie damit zu belästigen,
aber ich wusste einfach nicht, was ich tun soll.
Kannten Sie Mrs. Ives gut, Diana?
Sie hat Depressionen. Ich behandle sie etwas seit fünf Jahren.
Sie kam ungefähr alle drei, vier Wochen
und in der ganzen Zeit kam sie nicht ein einziges Mal alleine.
Jedes Mal, wenn sie mich besuchte, kam er mit. Jedes Mal.
Eben mal ein treusorgender Ehemann, soll es ja geben.
Nein, es war keine Sorge. Der Mann klebte an ihr.
War er gewalttätig? Hat er sie verprügelt?
Kein Anzeichen dafür.
Er wollte sie einfach nicht mit mir alleine lassen.
Er kam sogar zu ihrem Routineabstrich mit.
Erst als ich ihr dann schrieb, wir brauchten weitere Tests,
tauchte sie das erste Mal alleine auf. Sie hat ihm den Brief nicht gezeigt.
Keith, Sie werden das doch ernst nehmen, nicht?
Ich werde jemanden drauf ansetzen.
Ich mache mir Sorgen um sie. Und sie hatte Angst vor ihm.
Mr. Ives?
Mr. Ives, die Krebserkrankung Ihrer Frau ist über das Stadium hinaus,
in dem man noch leicht etwas dagegen tun kann.
Aber man kann ihr helfen, wenn wir sie finden.
Ich habe nicht mehr geschlafen, seitdem sie weg ist.
Ich hätte Urlaub nehmen sollen. - Was sind Sie von Beruf, Mr. Ives?
Ich bin Gebietsverkaufsleiter bei Oswald Catering Supplies.
Ich bin zwei, drei Tage in der Woche unterwegs.
Warum hat mir die Ärztin das nicht gesagt?
Das würde gegen die Schweigepflicht verstoßen.
Aber Ihnen darf sie es sagen?
Wussten Sie denn gar nichts von der Krankheit Ihrer Frau?
Nicht vom Krebs. Dass sie an Depressionen litt, das wusste ich.
Zwei. Zwei Briefe. Beide wegen der Tests.
Ich habe sie nicht aufgemacht, ich dachte, sie kommt wieder.
Sie sollte sehen, dass ich ihre Privatsphäre respektiere.
Wie stand es zwischen ihnen, als sie weg ging?
Sie sehen, Depressionen kommen wie dunkle Wolken.
Als ich an dem Abend nach Hause kam, hatte ich den Tag über gehofft,
dass es nicht schlechter geworden wäre.
Aber die Taschen waren schon im Auto.
Hat sie einen Grund genannt? - Nein.
Es war nicht mehr mit ihr zu reden.
Sie war wild entschlossen, sie wollte nur noch weg.
Sie hat sogar eine Vase zerschlagen.
Sie müssen sie finden.
Haben Sie es versucht?
Nein.
Sie hat einen Zettel geschrieben.
Sie wollten schon weg sein, wenn ich nach Hause komme.
Sie schreiben oft, dass sie nicht mehr können. Und immer: "Bitte verzeih mir."
Sie hat mich schon einmal verlassen. Das war 1990, an Neujahr.
Als wäre es ein Vorsatz für das neue Jahr gewesen.
Am darauf folgenden Weihnachten kam sie wieder.
Und wo war sie so lange gewesen?
Bei einer Cousine, ihre ältere Cousine Winnie. Sonst hat sie keine Familie.
Sie starb im Sommer. Und dann kam Barbara allein nicht zurecht.
Und jetzt habe ich angenommen, dass es diesmal genau so sein wird
wie beim letzten Mal.
Aber damit sieht es ganz anders aus.
Wir müssen sie finden.
Neuerdings kämpfen wir ja wirklich an vorderster Front.
Vermisstenmeldungen untersuchen.
Aber wenn wir das Beste daraus machen, erklimmen wir vielleicht noch die
schwindelnden Höhen der Verkehrsregelung.
Nein, da steckt mehr dahinter.
Und wenn Barbara einfach weggelaufen ist und sich umgebracht hat? Kommt vor.
Man hätte sie inzwischen gefunden. Den Wagen zumindest.
Was ich mich frage, warum hortet er die Briefe und macht sie nicht auf?
Wenn er wirklich wissen will, wo sie ist, muss er doch Hinweise suchen.
Das ist der Schellfisch.
Was gefunden?
Es ist Barbaras Wagen. Drei-, vierhundert Pfund im Handschuhfach.
Das hat sie zum Abhauen auf die Seite gelegt. Er wusste nichts davon.
Lass den Kanal absuchen.
Reichen ein paar Kleider, um jemanden zu identifizieren?
Es gibt keine Leiche, Mr. Ives.
Das Nachthemd hat ihr James geschenkt. Zu Weihnachten.
Ich habe ihm das Geld gegeben, aber er hat es ausgesucht.
Sind das die Sachen, die sie angeblich zum Mitnehmen gepackt hat?
Sie waren ordentlich zusammengelegt. Aber das hätte jeder tun können.
Sie trug einen hellen, braunen Rock, als sie abfuhr.
Und eine braune Strickjacke. Ist das alles?
Ich hätte auch gerne mehr.
Wo ist sie, Graham?
Wohin sie auch wollte, gekommen ist sie nicht weit.
Im Allgemeinen beginnt die Jagd nach einem Mörder mit einem Leichensack.
Kearney, was ist, wenn sie ihr Verschwinden selbst arrangiert hat?
Lässt so jemand 400 Pfund im Handschuhfach?
Oder es war doch Selbstmord?
Oder sie wollte mit dem Liebhaber auf und davon. Und der hat sie umgelegt?
Ives hätte davon gewusst, oder es wenigstens geahnt.
Sie ist nicht einmal alleine zu ihrer Ärztin gegangen.
Doch, als es kritisch wurde. Heißt das, sie wollte es verheimlichen?
Nein, das heißt nur, dass er sie an der kurzen Leine gehalten hat.
Sie hat keine Familie, keine Arbeitskolleginnen,
sie kann mit niemandem reden.
Machen Sie erstmal Ihre eigenen Erfahrungen in einer unglücklichen Ehe,
dann werden Sie sehen, so was endet nicht immer gleich mit Mord.
Und wenn sie einen Anhalter aufgelesen hat?
Die Spurensicherung redet von drei Schamhaaren auf dem
Rücksitz des Käfers, ein Blutfleck auf der Innenscheibe, aber...
Also, dann kann durchaus noch jemand darin verwickelt sein.
Wir brauchen Haar - und Blutproben von dem Ehemann.
Wir müssen das Haus durchsuchen.
Solange wir ihn nicht definitiv als Täter ausschließen können, wäre es
vergeudete Kraft, woanders zu suchen. Ich meine, gründliche Ermittlungen,
Sir, gehören nun einmal dazu.
Und das von Ihnen!
Sie ist nicht tot. Sie ist fort gegangen.
Sie ist verschwunden, James. Das ist was anderes.
Er hat ihr Blumen gekauft, trotzdem hat sie ihn verlassen. Ich hasse sie.
Sie ist deine Mutter. Du darfst sie nicht hassen.
Doch, ich hasse sie.
Sir!
Können Sie bitte einen Augenblick mitkommen, Mr. Ives?
Was hat das zu bedeuten?
Der Junge ist zwölf Jahre alt, ich stehen Ihnen zur Verfügung,
aber ich möchte nicht, dass Sie dem Jungen Angst machen.
Haben Sie jemanden, der sich vorübergehend um ihn kümmern könnte?
Meine Nachbarin, Gloria. Sie wohnt gegenüber.
Sie können selbst zum Revier fahren oder mit uns.
Lass mich nicht allein.
Was geht hier vor? Was haben Sie getan?
Nehmen Sie sich einen Anwalt, Mr. Ives. Ich werde Sie genau dasselbe fragen.
Das sind Titanmesser mit Diamantschliff. Die habe ich seit April 94 im Angebot.
Und das ist ein kleines Schälmesser.
Das ist für die Sachen, die schwerer zu schneiden sind, Rüben, Wurzelgemüse
und so was. Das ist für Salatzubereitung.
Ein extrem scharfes Messer, besonders zum Garnieren geeignet.
Brot, Grapefruit, Steakmesser.
Sie haben diese Muster zwei Jahre lang im Wagen, Mr. Ives.
Warum haben Sie sie drei Wochen vor dem Tod Ihrer Frau ins Haus gebracht?
James hat es uns erzählt.
Es gab neue Modelle, die alten waren nicht mehr zu verkaufen.
Ich dachte, sie könnte sie nehmen.
Ich sagte, vor dem Tod ihrer Frau...
Warum haben Sie mir nicht widersprochen?
Sie haben nach den Messern gefragt, ich habe geantwortet.
Ist sie tot? Wissen Sie was?
Das hier haben wir in der Frisierkommode gefunden.
In der zweiten Schublade von oben.
Sie brauchen keine Frage zu beantworten, wenn Sie nicht wollen, Mr. Ives.
Da ist Barbaras Unterwäsche drin, die mach ich nie auf.
Lassen Sie sich Zeit.
Das ist ein Fleischmesser, das nimm man zum tranchieren.
Und wie ist das in die Schublade gekommen?
Ich bin manchmal nachts nicht zu Hause. Ich habe ein großes Gebiet.
Vielleicht fühlt sie sich damit sicherer.
Ich fahre nach Hause, Kearney.
Hat die Untersuchung der Messer irgendwas ergeben?
Nein, Sir.
Und die thermographische Untersuchung der Pistole auch nicht?
Nein.
Das heißt, Sie haben keine Leiche und so gut wie keine Beweise.
Noch nicht.
Wir kennen Barbaras Blutgruppe aus ihrer Krankenakte und warten auf den
Bericht des Labors, ob die Blutspuren auf dem Handtuch und dem Teppich
damit übereinstimmen.
Solange die Chancen auf eine Verurteilung nicht bei mindestens 50 Prozent stehen,
geht die Staatsanwaltschaft damit nicht vor Gericht.
Das ist mir klar, Sir.
Sir? - Was?
Warum haben Sie mich so lange ermitteln lassen?
Ich sage nicht, dass da nichts dran ist, Kearny. Ich sage nur, wir haben
ohne Geständnis keine Chance. 18 Stunden. Bis sieben Uhr.
Ihre Nachbarin hat gesagt, sie hat gesehen, wie der grüne Käfer nachts um
fünf nach halb zwei von Ihrem Haus weggefahren ist.
Tatsächlich.
Sergeant Beddows ist gerade herein gekommen.
Die Blutspuren innen am Autofenster stimmen mit der Blutgruppe von Barbara überein.
Ebenso wie die auf dem Kaminvorleger und auf dem Handtuch,
das sie verschwinden lassen wollten. - Sie hatte sich in die Hand geschnitten.
Und der Vorleger hat mich an ihr Verschwinden erinnert.
Warum erzählen Sie uns nicht die Geschichte von ihren drei Schamhaaren,
die wir auf der Rückbank des Käfers gefunden haben.
Oder was ist mit dieser Kontaktlinse, die im Polster der Rückenlehne steckte?
Barbara hat hervorragende Augen,
und den Käfer haben wir vor Jahren gebraucht gekauft.
Im Juni 1986.
Sollten Sie jetzt nicht lieber mit der Sprache rausrücken?
Ich habe Ihnen schon alles gesagt.
Sie haben als Teenager einen Käfer gefahren,
haben Sie sich deshalb wieder einen zugelegt?
Weil Sie sich früher am Samstagabend auf der Rückbank vergnügt haben?
Und die Erinnerung daran lebendig halten wollten?
Aber die Liebe verliert ihre Energie, das weiß doch jeder.
Und da kann niemand was dafür.
Sind Sie verheiratet? - Ich wollte mal.
Aber sie nicht?
Das war gar nicht die Frage. Sie hat Schluss gemacht.
Das tut weh.
Sie hat mir nie gesagt, wieso.
Wie haben Sie sich gefühlt, als Barbara sagte, sie können nicht mehr weiter?
Sie könne die Maskerade nicht mehr aufrechterhalten?
Ich habe den Brief gelesen, das wissen Sie ja.
Eine Sekunde steckte ich in Ihren Schuhen. Autsch.
Die alte Geschichte: Liebe, Heirat, aus zwei wird eins.
Jeder Atemzug bindet einen an den anderen.
Man wird eine Person.
Man hält sich für untrennbar.
Und Sie wollten sterben.
Und haben sie getötet.
Ich habe nichts zu sagen.
Ende des Verhörs: 19 Uhr.
Spaghetti Bolognese?
Er sagte, er wäre nicht hungrig, aber Spaghetti Bolognese mag jeder.
Ja, danke, Gloria, ich denke, Sie haben uns für heute genug geholfen.
Gern geschehen. Ich hole nur meinen Mantel.
Gute Nacht.
Also, komm.
Magst du Spaghetti? Oder willst du lieber was anderes?
Nein, das sieht gut aus.
Okay, du schneidest die Zwiebel,
und von jetzt an ist Schluss mit den Fertiggerichten.
Mit den Fertigpizzas. Wir machen selbst welche, wenn du magst,
denn von heute an wird in diesem Hause ordentlich gekocht. Jeden Abend!
Worauf wartest du? - Wir haben keine Messer.
Wir haben keine Messer.
Ha! Da ist ein Messer!
Du musst zum Friseur.
Und du musst dich rasieren. - Und du musst dich rasieren.
Komm her.
Sir, die Spurensicherung hat noch einen ganzen Sack mit Sachen aus seinem Auto.
Sollen wir ihn fragen, ob er das Zeug wiederhaben will?
Alles. Alles kann wichtig sein.
Sir,
da ist eine Kontaktanzeige markiert.
Meine Mutter würde einen Anfall kriegen, wenn sie das wüsste.
Sie brauchen bestimmt keine Anzeige aufgeben.
Ich überlege es mir gerade, bei so vielen Antworten...
33. Ich habe nicht mal geschrieben "attraktiv".
Gibt eine nette Überraschung.
Ives Telefonnummer. Kein Nachname, keine Adresse,
einfach nur mit Graham unterschrieben.
Ich gebe auch nie meine Adresse an, nur Chiffrenummer und meinen Vornamen.
Das macht man einfach so.
Wir reden mit der Anzeigenabteilung, die sollen die Anzeige nicht mehr schalten.
In der Zwischenzeit sollten Sie jeden Kontakt mit dem Mann vermeiden.
So in Mist, er war in der engeren Wahl.
Das wird ziemlich teuer, Kearney, in jedem Sinn des Wortes.
Wir werden uns die Anforderung genehmigen lassen müssen.
Können wir denn sagen, was wir brauchen,
ehe wir mit einem Psychologen geredet haben?
Wir müssen. Wir kriegen keinen Psychologen.
Verdeckte Ermittlungen sind auch so teuer genug.
Wir haben nur eine Chance, wir müssen es im ersten Anlauf schaffen.
Ist mir klar.
Sie wollen nicht nur ein Geständnis. Sie wollen es auch schnell.
Ich weiß, wer uns da helfen kann.
Warum hast du mich angefordert?
Das war ich nicht. Das war Hines - Ach ja.
Dein Abschluss in Psychologie hat für dich gesprochen.
Wissen sie von uns? Deine Vorgesetzten, wissen die Bescheid?
Nein.
Warum hast du zugesagt?
Es war gerade nichts los, als der Anruf kam.
Mein Ziel ist es, eine Frau zu schaffen, die Graham Ives mehr begehrt
als irgendetwas anderes.
Er glaubt, ihr Name sei Maggie.
Dazu werde ich einige der Informationen verwenden, die uns schon vorliegen.
Ab einem gewissen Zeitpunkt werde ich alles wissen, was ich brauche.
Und dann möchte ich nichts mehr erfahren, was mein Verhalten gegenüber
dem Verdächtigen verändern würde.
Das heißt, ich werde zu Ihnen Distanz halten,
denn nur dann erscheint das, was ich ihm vorspiele, echt.
Da müssen Sie mir Spielraum lassen.
Und wenn er schuldig ist, kriegen wir ein Geständnis.
Romantische Katzenliebhaberin sucht Mann mit Sinn für Humor.
Die Erwähnung der Katzen muss ihn angesprochen haben.
Sinn für Zärtlichkeit, ohne Projektion auf den Menschen, hübsch, häuslich.
Dann das Country- und Westernelement. Frauen halten zu ihren Männern,
haben schlaflos Nächte, schließen die Fenster und erwachen zum Leben.
Hilflos, bedingungslose Hingabe auf Abruf, verfügbar.
Er kann das Verlangen dieser Frau riechen.
Sie schreibt auch noch "ungebunden".
Das steht in drei anderen Anzeigen auch, aber da hat er sich nicht gemeldet.
Zwei sind allerdings über 40, älter als er.
Wirken selbstsicherer, weniger fügsam.
Und die anderen bezeichnen sich als "knuddelig", also fett.
Sehen wir uns noch ein paar von denen an, auf die er nicht reagiert hat.
Direkte und abenteuerlustige Blondine.
Eigenwilliger Rotschopf sucht Liebe am Nachmittag.
Austern, schwarzer Samt, lange Beine.
Er scheut zurück, sobald Sex offen erwähnt wird. Wieso?
Barbara trug nur weiße Unterwäsche. - Wer hat sie ausgewählt?
Er hat sie sogar zum Abstrich begleitet. Wer wollte das?
Jedenfalls klingt Maggie interessanter als Barbara, der Annonce nach zumindest.
Sie erwähnt den Maler Canaletto, ein Hinweis auf Kultur und Bildung.
Diesmal will er eine Klasse mehr als bei Barbara. Das Heimchen mit Stil.
...wir haben ewig nicht voneinander gehört,
aber ich habe eine Schachtel mit Sachen von dir gefunden...
Hallo Matt, hier ist Jude...
Hallo Matt, hier ist Jude...
...hier ist Jude...
...hier ist Jude...
Ich trage das immer bei mir. Das benützt keiner außer mir.
Und da geht auch sonst keiner ran.
Da ist deine Nummer. - Haben wir eine 01-Vorwahl?
Ja, nicht als Handy zu erkennen.
Und die Aufzeichnung läuft!
Hallo! - Hallo! Ist da Graham?
Ja. - Mein Name ist Maggie.
Sie haben auf meine Annonce in der "Evening Post" geantwortet.
Ja, richtig, ja.
Das klang sehr nett. Ihr Brief hat mir sehr gut gefallen.
Sie klangen so offen und ehrlich.
Ich meine nicht, dass Sie es jetzt nicht tun.
Gott, ich bin so tollpatschig bei so was.
Ich bitte Sie, ich finde, Sie sind sehr tapfer.
Wir haben keinen Orangensaft mehr.
Und jetzt? Ich brauche meine Vitamine.
Du kannst dir doch eine Spritze geben lassen.
Ich hasse Spritzen, das weißt du genau. Jeden Tag ein Glas Orangensaft,
das ist der natürliche Schutz gegen Erkältung und Schnupfen.
Ich arbeite von zu Hause aus. Da könnt Ihr mich besser im Auge behalten.
Und die Vorstellung von der Frau in ihrem Luftschloss spricht ihn sicher an.
Freie Journalistin?
Das könnte ihn verunsichern und ist zu intellektuell.
Nein, ich mache Entwürfe für Modeschmuck.
Hast du den Badezimmerschrank schon durchstöbert?
Sie hat keinen.
Ein offenes Regal.
Weißt du eigentlich, was du tust, wenn du sie darauf ansetzt?
Sie ist genau die Richtige für den Job. Ich brauche sie.
Sieht ganz so aus.
Wird er mit mir ins Bett wollen?
Er wird versuchen, Sie auf den Rücksitz seines Autos zu kriegen.
Aber so eine bist du nicht. - Nein?
Du bist noch Jungfrau. Katholisch. Such dir was aus. Pfadfinderin.
Ich fürchte, völlig unberührt würde ihm nur Angst machen.
Relativ unerfahren wäre schon was anderes.
Das macht den Eindruck auf ihn, als wäre ich wählerisch.
Warst du je verliebt?
Einmal. Der Mann hat mich im Stich gelassen.
Hallo, sieh an, ist der Bumerang wieder da?
Oh, es ist dienstlich, hat sie dir nichts gesagt?
Wir wohnen zusammen. Da hat man keine Geheimnisse.
Der Hahn tropft immer noch.
Matt, ich habe zu dir gehalten, ich war auf deiner Seite.
Warum, Steph? Ich meine, ich weiß, sie hatte gerade eine schwierige Zeit
durchgemacht, aber ich bin nie dahinter gekommen, was sie so verändert hat.
Manchmal denken Leute bei ihren Entscheidungen nur an sich selbst.
Lassen sich von den Gefühlen lenken, die sie im Augenblick haben.
Es dreht sich nicht alles im Leben um dich, Matt.
Gibt es hier irgendwo noch ein Bier?
Oh, hallo.
Zeitschriften, die so was bringen, haben Riesenauflagen.
Also, ich sehe eigentlich keine Gefahr, aber er konnte gewalttätig werden,
wenn er die Falle wittert. Deshalb zwei Leute an der Bar, zwei auf der Straße.
Graham?
Auch wenn ich es nicht wäre, würde ich ja sagen.
Was wollen Sie trinken? - Ein Glas Rotwein bitte.
Wo hat er seine Hände?
Wie sieht er sie an?
Er kann sein Glück noch nicht fassen.
Ich hatte immer gehofft, ich könnte sie glücklich machen.
Ich wollte sie vor der Welt beschützen.
Sie brauchen nicht über sie zu sprechen, wenn das zu schmerzhaft für Sie ist.
Doch, verdammt noch mal.
Sie hatte mich schon einmal verlassen. Damals wohnte wir noch am
Worchester Weg. Sie kam nach einem Jahr wieder zurück, aber...
Verlassen werden ist das Schlimmste der Welt, das hat niemand verdient.
Das darf man niemandem zumuten. Das ist so beschämend.
Beschämend?
Abgelegt wie ein alter Regenschirm.
Was rede ich da, mein Gott. Hört sich ja furchtbar an.
Das muss Ihnen nicht peinlich sein. Mich hat auch jemand sitzenlassen.
Ja, aber das gehört sich nicht.
Zuerst lade ich Sie ein, dann habe ich anderes Thema als Barbara.
Ich will Ihnen nichts vormachen.
Was macht er denn jetzt? - Hat er was gemerkt?
Ich finde, Sie sind sehr nett, nur wenn ich mich so reden höre,
dann habe ich das Gefühl, ich bin noch nicht reif für so was.
Entschuldigen Sie.
Ich bin ein netter Mensch, der alleine lebt, Graham.
Wenn Sie jetzt einen Rückzieher machen, dann sitze ich wieder mit meiner Katze
allein in meinen vier Wänden. Etwa drei Stunden früher als ich es geplant hatte.
Ich möchte auch nicht, dass der Abend vorbei ist.
Aber ich muss Ihnen ein Geständnis machen.
Ich hasse Country und Western.
Verlassen werden ist das Schlimmste der Welt, das hat niemand verdient.
Das darf man niemandem zumuten. Das ist so beschämend.
Beschämend?
Abgelegt wie ein alter Regenschirm.
Wollte er deine Telefonnummer? - Ja.
Wer hat die Drinks bezahlt? - Er.
Wie viel hat er getrunken?
Drei Glas Rotwein. Ich hatte eins. Ich habe dann auf Orangensaft
gewechselt und er hat mich nicht unter Druck gesetzt.
Wer hat das Taxi bezahlt? - Auch er.
Wenigstens hat er Geld zum Verjubeln.
Ich weiß, dass die Zeit drängt, Matt.
Hat er was versucht? Seine Hand auf Ihr Knie gelegt oder so was?
Er hat nur meine Hand gehalten, als ob er sehr einsam wäre.
Er hat mir richtig ein bisschen leid getan. Und ihm hat Maggie leid getan,
deshalb sind wir nicht gegangen. - Gab es einen Gute-Nacht-Kuss?
Nein, keine Ahnung, warum nicht.
Vielleicht war er nur Gentleman. Oder ich habe ihm nicht gefallen.
Wird er dich anrufen? - Ich weiß es nicht.
Er hat keine Vorstrafen. Das ist geklärt.
Er war sauer, weil sie ihn verlassen hat.
Ihr Verschwinden war etwas, das er schlucken musste wie ein Stück Fleisch
oder Gift. Ich habe das Weiße in seinen Augen gesehen.
Barbara hat ihm das zweimal angetan.
Und warum hat sie das erste Mal überlebt?
Da war sie lange genug weg.
Als sie wieder auftauchte, war seine Wut verraucht.
Er ist nicht gern allein, wie es aussieht.
Ich meine, sie ist gerade sieben Wochen weg und schon fängt er an,
sich woanders umzusehen. Das ist nicht sehr lange.
Und wie war das, als sie ein ganzes Jahr verschwunden war?
Ich gehe die Annoncen durch.
Graham hat gerade angerufen. Er hat sich für morgen mit mir verabredet.
Hier. - Danke.
Ich hätte dir flauschige Sitzbezüge kaufen sollen.
Maggie hat ein weiches Herz. Aber sie ist kein Trottel.
Er hat sie nicht verdient.
Auf mich macht er einen ganz sympathischen Eindruck.
Mehr brauche ich im Augenblick gar nicht zu wissen.
Bist du da sicher?
Ich vertraue dir. Tausende würden das nicht.
Lass laufen, lass laufen.
Maggie, nicht so schnell.
Sir! Zwei der Frauen, die Annoncen aufgegeben haben,
sind als vermisst gemeldet. Er hat es schon einmal getan.
Macht es dir Spaß?
Ich würde freudig lachen, wenn ich noch Luft kriegen würde.
Möchtest du lieber was anderes machen?
Nein, ich suche das Abenteuer, deshalb habe ich inseriert.
Wirklich?
Es war dieser Trott. - Also nicht die Einsamkeit?
Das gehört doch irgendwie dazu.
Wir haben zwei ähnlich gelagerte Fälle im Computer.
Einer unter Herford und Worchester und der andere unter Gloucester.
Beide 1990, zu der Zeit, als Barbara ihn verlassen hatte.
Und er hat damals in Worchester gelegt.
Genau wie Lucille McRea.
30, Single, gibt eine Kontaktanzeige auf, fährt los,
um den großen Unbekannten zu treffen.
Ihr Schminktäschchen findet sich in der Toilette einer Raststätte
an der Anschlussstelle 15 zur M4, zwei Tage später.
Man hat sie nie wieder gesehen.
Männer, die ihre Ehefrauen umbringen, töten keine Fremden.
Und umgekehrt.
Aber vielleicht sind sie ihm gar nicht so fremd gewesen.
Vielleicht war Ives ihnen schon einmal begegnet.
Okay, also, wo ist die Verbindung zu Kathleen Legg?
Sie war Single, Mitte 30, lebte bei ihrer Mutter.
Gibt eine kostenlose Kleinanzeige auf, fährt am Wochenende weg,
um dem großen Unbekannten zu treffen und verschwindet.
Aber sie war aus Tewkesbury, das ist meilenweit weg.
Wo hat man ihr Auto gefunden?
An der Anschlussstelle 11 an der M4.
Liegt genau auf der Strecke.
Das letzte, was wir von ihr wissen, ist, dass sie in dem Lokal dort
die Rechnung für zwei mit einem Scheck bezahlt hat.
Gibt ja eine tolle Grabinschrift.
Solange man jung ist, glaubt man, das ganze Leben bestehe aus Blumen
und Candle-Light-Dinners.
Auf jeder Party wartet man auf den Traumprinzen.
Und dann stand ich da. Die Zeit verging.
Ich machte Fehler und wartete auf den Mann, den ich nicht kannte.
Ich weiß schon gar nicht mehr, wann ich das letzte Mal auf einer Party war.
Fändest du es schöner, wir wären uns zufällig begegnet?
Ja.
Ich bin ein unheilbarer Romantiker.
Wollen wir den Brief verbrennen? - Ja.
Jetzt wird es niemand erfahren.
Was für ein Kuss war das? - Oh, Lippen und so weiter.
Du wirst noch näher ran müssen. - Das kommt von selbst.
Kannst du es verkraften? - Was?
Mit einem Fremden. Einem Mann, den wir beobachten.
Du meinst, wenn du zusiehst?
Ich konzentriere mich eben ganz auf meinen Job.
Lass sie ja nicht aus den Augen.
Wie viel weiß sie?
Weniger als die anderen Beteiligten. Und sie will es dabei belassen.
Mrs. Owens. Matt Kearney. Wir haben telefoniert.
Guten Tag. Tee oder Suppe, Inspektor? Tomatensuppe.
Tee, bitte.
Ich habe heute einen Kuckuck gehört.
Das heißt, jetzt wird es schnell wärmer werden.
Haben Sie den Winter über weitergesucht?
Wir suchen seit 1990, seit Lucille verschwunden ist.
Da kann ich nur meinen Hut ziehen.
Wird der Fall wieder aufgenommen werden?
Das liegt nicht bei mir. Ich ermittle in einem ähnlich gelagerten Fall.
Und da fehlen uns noch einige Teile im Puzzle.
Wir haben sogar Hellseher eingeschaltet. Alles versucht.
Die Stöcke, die ich da rumfahre, die steckt man in die Erde...
Dann zieht man sie raus und schnüffelt dran und hofft,
einen Hauch von Verwesung zu riechen.
Ich war 15, als sie geboren wurde.
Ein spätes Wunschkind meiner Eltern, wir haben sie alle geliebt.
Suchen Ihre Eltern auch immer noch?
Nein. Wir wussten gar nichts von ihren Plänen.
Dabei gab es bei uns keine Geheimnisse.
Haben Sie gesehen, was sie für Briefe gekriegt hat?
Von den Männern, die sich auf ihre Anzeigen gemeldet haben.
Ich habe Abschriften davon, kenne auch die Namen.
Wir haben sie alle durchgecheckt, sie sind sauber.
Seid Ihr fertig? - Ja, gleich.
Sie trug immer so ein Band in ihrem Haar.
Fergie war damals das große Vorbild, sie hat einen richtigen Trend ausgelöst.
Hat sie so ein rosa Tuch auch getragen, als sie verschwand?
Keine Ahnung. Es hat sie ja niemand wegfahren sehen.
Die Farbe hat mir einfach gefallen. Wenn ich sage, ich habe meine
Schwester verloren, glauben sie gleich, sie sei tot.
Aber ich habe sie verloren. Verloren im Sinne von verlegt.
Ich kann sie erst zur letzten Ruhe betten, wenn ich sie gefunden habe.
Hallo! Wie geht's? - Gut.
Halbzeit. James!
James, das ist Maggie. - Hallo.
Sie will sich die zweite Halbzeit ansehen.
Möchtest du eine Cola, James?
Ich könnte im Mittelfeld spielen, wenn ich kein Asthma hätte.
Sie hat mir immer eine halbe Orange mitgebracht.
So eine saure, die auf den Lippen brennt.
Danke, Maggie, das war gut. - Gern geschehen.
Ich hatte als Kind zwei linke Füße, aber das verrate ich ihm nicht.
Wieso nicht?
Es tut ihm gut, wenn er sich anstrengt.
Das ist ja Wahnsinn. Wow, prima, toll gehalten.
Ich sollte dich bei mir ins Regal stellen.
Wozu das? - Als Glücksbringer.
Gut gemacht, James.
Willst du wirklich nicht mit rein kommen?
Nein, ich möchte nicht, dass James einen falschen Eindruck bekommt.
Du bist toll, Maggie. Ich könnte dir nie wehtun.
Wieso sagst du das?
Ich habe nur das Gefühl, du verschließt dich manchmal.
Da ist noch das Preisschild dran.
Als ich so alt war wie James, hat meine Mutter Vater und mich verlassen.
Sie hat einen anderen Mann geheiratet und ist nach Südafrika.
Hat sie dich nicht mitgenommen? - Nein.
Vor zwei Jahren dachte ich, dass ich meinen Traummann getroffen hätte.
Ich dachte, das ist er. Ich ließ alle Vorsicht sausen.
Ihm zuliebe wäre ich auch nach Südafrika ausgewandert.
Und dann wurde mein Vater krank. Es war Krebs, und als man ihn entdeckte,
war er schon ziemlich fortgeschritten.
Und der Mann ist abgehauen?
Nein. Er schaffte es nicht, Abstand zu halten. Und das machte es schwierig.
Ich hatte so viel Liebe zu geben. Aber ich konnte in diesem Augenblick nur in
eine Richtung lenken. Das hat er nicht verstanden. Er war verletzt.
Und ich hatte das Gefühl, er lässt mich im Stich.
Und deshalb mache ich jetzt keine Versprechungen mehr.
Wie hieß er? - Das tut nichts zur Sache.
Könnte es sein, dass das vielleicht drei Geigen zu viel waren?
Halt dich da raus.
Irgendwas musste ich sagen.
Er hatte das Preisschild an dem Maskottchen gesehen.
Es spielte gar keine Rolle, dass es wahr ist.
Hey, hey, hör auf damit, ja? Es ist Sonntag.
Oh Gott, klingt das spießig.
Ich finde, der Junge ist sehr tapfer. Genau wie du.
Du musst für ihn Vater und Mutter sein, Graham.
Ich kann manchmal gar nicht begreifen, wie viel er mir bedeutet.
Erinnert er dich an deine Frau?
Ich möchte ihn in Watte packen und doch habe ich Angst, in zu verschrecken.
So ist das mit der Liebe.
Küsst er dich?
Nein, er hält meinen Finger unter den Wasserhahn.
Du musst ihn dazu kriegen, über Barbara zu sprechen. Er ist reif.
Es ist noch zu früh. Ich habe es gestern zweimal versucht,
aber er hat jedes Mal das Thema gewechselt.
Ihr habt doch das Band gehört, er will einfach nicht darüber sprechen.
Wir haben dich da hingeschickt, damit du ihn dazu bringst, Jude.
Ihr habt es in 24 Stunden nicht erreicht.
Und wenn Ihr mich jetzt drängt, kriegt Ihr gar nichts.
Aber du lässt ihn die Spielregeln bestimmen.
Ich versuche, sein Vertrauen zu gewinnen.
Er scheint auch seine Angst, ich könnte ihm wehtun, langsam abzubauen.
Ich dachte, du sollst in diesem Stück die Rolle des zarten Pflänzchens übernehmen.
Da hatte ich die Rechnung ohne seine Gefühle gemacht.
Ihr habt so getan, als hätte er keine!
Willst du jetzt dann in die Wohnung? Es ist alles vorbereitet.
Soweit bin ich noch lange nicht.
Und wie wäre es, wenn du ihn einfach nach Barbara fragst?
Kathleen kümmerte sich um ihre Mutter und ich wollte für meine da sein.
Wir wollten noch eine Weile warten.
Ich sehe zweimal am Tag nach Mrs. Leck. Zum Gedenken an ich weiß nicht was.
Hallo! Eveyln. Ich bin es nur, Roland!
Sie wollte wegfahren, in den Süden, zwei Tage und in einem Hotel übernachten.
Hat Kathleen Ihnen das gesagt?
Im letzten Augenblick, sie hatte schon gepackt.
Nach Wiltshire hat sie gesagt. Sie wollte Salz in meine Wunden streuen.
Später bekamen wir dann ihre persönlichen Sachen zurück.
Und das war in ihrem Schönheitsköfferchen. Unbenutzt.
Die habe ich da hinein gesteckt. Zur Erinnerung,
es scheint sich niemand darauf gemeldet zu haben.
Wir haben keine Antworten gefunden.
Hatten Sie eine sexuelle Beziehung mit Kathleen, Roland?
Ich habe es mal angesprochen.
Aber sie hat sozusagen nie in den sauren Apfel gebissen.
Die hat sie auf der Musiktruhe liegen lassen.
Was habe ich falsch gemacht?
Das fragen wir uns alle
Zu ihrem Geburtstag habe ich ihr ein Gewürzregal gebaut.
Von da an war sie auf einmal so distanziert.
Diese Plüschtiere sind mir früher nie aufgefallen.
Und drei Wochen später ist sie verschwunden.
Wann hat man sie verhaftet?
Nachdem sie das Auto gefunden hatten. Sie konnten nichts beweisen, aber
die Leute zeigen immer noch mit dem Finger auf mich.
Wenn Kathleen auf einmal in der Tür stände, ich wüsste nicht, was ich tue.
Sie küssen oder erschlagen.
Ich fürchte, küssen käme mir nicht in den Sinn.
Der verlassene Wagen von Barbara und die letzten Spuren von Kathleen und
Lucille bringen uns in ein Gebiet ungefähr hier, südlich von Marlborough,
in der Nähe von Savernake Forest.
Was ist mit Roland White im Fall von Kathleen? Er kann Auto fahren.
Sie konnten ihm nichts beweisen. Keine neuen Hinweise in sechs Jahren.
Weder Kathleen noch Lucille fallen in unsere Zuständigkeit.
Aber die Art, wie diese Frauen verschwunden sind,
da gibt es eindeutige Parallelen zum Fall Ives, Sir.
Sind wir denn so sicher, dass überhaupt ein Fall Ives existiert?
Warten Sie, bis er zugibt, dass er seine Frau weg geräumt hat,
dann reden wir mit den anderen Abteilungen.
Krieg ich ein Eis?
Kurzsichtig bist du nicht. Hier.
Kauf dir ein großes.
Wenn man uns so sieht, hält man uns sicher für eine glückliche Familie.
Auf was willst du hinaus?
Graham, es sind jetzt vier Monate vergangen,
was willst du wegen Barbara unternehmen?
Sie ist immer noch deine Frau. Ihr habt euch nicht einmal offiziell getrennt.
Ich weiß, ich klinge jetzt paranoid und unsicher, aber ich...
Ich werde den Gedanken nicht los, dass sie eines Tages wieder auftaucht,
und ich bin in eurem Haus mit James und mit dir.
Ich habe darauf keine Antwort.
Ich glaube, du hast sie gerade gegeben. Du willst, dass sie zurückkommt, nicht?
Weißt du, vielleicht war das meine einzige Chance, noch einmal eine andere
Frau zu lieben, Maggie, die habe ich vertan.
Aber ich dachte, wir könnten füreinander da sein.
Enttäusche ich dich, Maggie? Erwartest du mehr?
Ich dachte, wir hätten die gleichen Erwartungen.
Ein bisschen Sicherheit oder, ich weiß auch nicht.
Aber ich habe dir doch nie etwas verheimlicht.
Ich war immer aufrichtig zu dir.
Wenn du mir nicht traust und nicht glaubst,
dass ich das Beste für uns beide will, Maggie, haben wir keine Zukunft.
Wie können wir von Zukunft reden, solange sie im Weg steht?
Maggie! - Lassen wir es doch einfach sein.
Ich weiß wirklich nicht, was dir manchmal einfällt, Jude.
Es ist alles auf den Bändern.
Genau so wäre es im richtigen Leben passiert,
wenn ich ihn lieben und jemand zwischen uns stehen würde.
Du hattest ihn schon fast, du... du hättest ihn festnageln müssen.
Der Kleine kam auf uns zu, mit drei Eis in der Hand!
Du vermasselst noch alles. Wo bleibt deine Objektivität?
Bist du jemals objektiv gewesen?
Er ruft mich an.
Du musst dich melden, und zwar sofort.
Sag, es tut dir leid, du hast einen Fehler gemacht.
Wenn er jetzt sauer auf dich wird,
wird uns die Sache völlig aus den Händen gleiten.
Und das können wir uns nicht leisten, glaub mir!
Graham, hier ist Maggie. Wenn du da bist, geh bitte ran.
Graham, ruf mich bitte an.
Tut mir leid, ich dachte wirklich, er hätte sich in mich verliebt.
Mir tut es auch leid.
Hallo?
Ich fahre nach Hause. Das nehme ich mit. Vielleicht ruft er mich doch noch an.
Nein, bitte, Judith.
Nenn mich nicht so. Warum musst du immer zu weit gehen, Matt?
Wer hat denn wen angerufen? Du mich!
Ich brauche dich, Maggie. - Graham!
Ich muss...
Ich weiß nicht... mich sicher fühlen.
Wovor hast du Angst, Graham? - Dass ich nicht gut genug bin.
Du bist gut genug.
Zeig es mir. Komm zu mir.
Nein, ich kann nicht. Ich habe im Augenblick kein Auto.
Dann komm ich zu dir. - Nein!
Aber ich muss dich sehen.
Warte!
Wir müssen völlig verrückt geworden sein, wir beide.
Ich dachte, ich hätte ihn verloren, Steph.
Jetzt ruf vorher noch Matt an, bitte.
Es ist sofort was anderes, wenn er hier ist.
Seine Nummer ist im Handy gespeichert. Einfach drücken, wenn du ihn brauchst.
Meine Cousine hat mich hergefahren.
Ich hatte gar nicht mehr geglaubt, dass du noch kommst.
Kannst du mir verzeihen? - Was?
Dass ich dich nicht glücklich mache.
Es liegt nicht an dir, ob ich glücklich bin, Graham.
Wäre Barbara nicht im Spiel, würde das helfen?
Dir würde es vielleicht helfen.
Wir haben ganze Phasen übersprungen, Graham.
Kontaktanzeigen gut und recht, aber es geht so schnell.
Da fehlen Sprossen in der Leiter, man findet keinen Halt.
Ich habe dich nie gefragt, was dein zweiter Vorname ist
oder deine Lieblingsfarbe.
Was war die erste Schallplatte, die du gekauft hast?
Elaine. Gilbert O'Sullivan mit "Nothing Rhymed".
Und Smaragdgrün.
Ich möchte die Nacht mit dir verbringen, Maggie.
Nicht heute, aber einmal. Bald.
Hattest du Angst davor zu fragen? - Hast du darauf gewartet?
Ich weiß es nicht. Es ist ein großer Schritt für mich.
Ich will es ja, mit dir.
Aber mit anderen hat es mich in der Vergangenheit unglücklich gemacht.
Graham, lass das.
Maggie, ist alles in Ordnung?
Alles klar, es geht uns gut.
Ich liebe dich, Maggie. Ich mag dich, weil du altmodisch bist.
Ich fühle mich zu dir hingezogen.
Und ich hoffe, dass dieses Gefühl nie aufhören wird.
Weißt du, was passiert, wenn der Chef dahinter kommt? Ist dir das klar?
Ich versuche ja auch, mich an die Vorschriften zu halten.
Und wieso? Geht es dir um das Resultat? Oder willst du dich beweisen?
Was hat es für einen Sinn, sich mit dem Kerl zu treffen,
wenn wir nicht mithören können?
Ich war nicht in Gefahr. Ich habe Tage mit ihm verbracht. Wochen.
Ihr habt die Bänder analysiert, Wort für Wort unter die Lupe genommen,
aber nie den ganzen Menschen betrachtet, Matt.
Soll ich dir noch ein paar Informationen zu diesem Fall geben?
Vielleicht siehst du dir mal etwas davon an, was wir so wissen.
Oh ja, das dauert ungefähr fünf Minuten. Ist die Wohnung fertig?
Wir brauchen noch etwas 24 Stunden, um die Wanzen zu installieren.
Was willst du in der Wohnung?
Was will ich wohl in der Wohnung? Wozu ist sie angemietet worden?
Eingerichtet worden?
Wozu ist ein Bett hingestellt worden? Um es zu Ende zu bringen.
Ist alles in Ordnung?
Habe ich von zu Hause mitgebracht. In der Annonce stand doch was von einer Katze.
Ist das Doris? - Denzil.
Hat sich rausgestellt, dass es ein Junge ist.
Hätte nicht gedacht, dass du sie behältst.
Eine Katze ist ein Geschenk fürs Leben, nicht nur für Weihnachten.
Es ist viertel vor.
Er kommt.
Hallo. - Komm rein.
Hör nicht auf.
Ich dachte, dass du noch Zeit brauchst.
Vielleicht ist es etwas anderes was ich brauche, Graham.
Warum nur vielleicht?
Ich hätte nicht gedacht, dass ich etwas als so schön empfinden kann,
das nicht rein ist.
Jetzt küsst sie ihn wieder.
Möchtest du, dass wir heiraten?
Du bist doch schon verheiratet. Du bist der Mann einer anderen.
Das können wir ändern, Maggie. Das lässt sich aus der Welt schaffen.
Ich kann zu einem Anwalt gehen. Sie hat mich verlassen.
Dennoch wäre ihr Geist im Haus.
Jemand würde uns zusehen, wenn wir im Bett sind.
Nein, das würde sie nicht interessieren. Sie hat sich nie für das interessiert,
was wir im Bett machen, das war ein Teil des Problems.
Bitte rede nicht von deinem Liebesleben mit Barbara.
Denk nicht daran, bitte.
Aber was soll ich tun, wenn sie wieder auftaucht?
Sie wird nicht mehr auftauchen.
Es macht mir Angst, dass ich mich so verlieben kann.
Ich muss immer denken, dass ihr auch einmal so verliebt ward,
und was ist dann daraus geworden?
Es gibt verschiedene Arten von Liebe, Maggie.
Manche sollen eben nicht ewig währen.
Warum hat es nicht ewig gedauert, Graham? Wie kann ich wissen, dass
wenn ich mich dir ganz öffne, es nicht auch wieder ein Ende mit Schrecken gibt?
Und dass mein langes Warten nicht vergebens war?
Maggie, ich habe meine Frau umgebracht.
Die Mutter meines Sohnes.
Ich habe den letzten Atem aus ihr heraus gepresst.
Sie hat...
Kannst du das verstehen?
Kannst Du das?
Mein Herz ist dabei zerbrochen.
Ich hätte nie gedacht, dass ich mich noch mal so verlieben könnte.
Aber es ist geschehen. Ich werde dich nie mehr gehen lassen, Maggie.
Oh Graham.
Ich dachte, ich würde nie mehr lieben können, weil ich sie umgebracht habe.
Aber ich habe mich geirrt.
Was hast du mit der Leiche gemacht?
Wo hast du sie versteckt?
Sie ist in meinem Hinterkopf. Können wir sie dort lassen bitte?
Warte noch einen Moment, Matt.
Jetzt haben sie ja genug zu sagen gehabt.
Tun sie ihr nichts, sie hat nichts damit zu tun.
Oh doch.
Es ist alles auf dem Band.
Und Sie werden schon sehen, was sie Ihnen angetan hat.
Lass mich los.
Die hat Gloria für mich besorgt, sie hat sie mir ins Pflegeheim gebracht.
Ich wollte sie in einem Laden kaufen, aber die haben mir keine Zigaretten gegeben.
Ich dachte, du willst das Rauchen aufgeben?
Ich hasse die Besuche hier, Daddy. - Es ist ein Verbrechen.
Jede Woche, die ich hier bin, ist ein Verbrechen.
Jeder Tag, den du in einem Pflegeheim verbringen musst, ist ein Verbrechen.
Warum sagst du ihnen nicht einfach die Wahrheit?
Weil ich nicht einsehe, warum.
Im Übrigen sagen meine Anwälte, das Geständnis zählt nicht.
Die Polizei hat es mir mit illegalen Mitteln entlockt.
Was haben sie denn getan? - Das ist unwichtig.
Das ist es nicht. Warum sagst du ihnen nicht einfach die Wahrheit?
Warum nicht?
Der hat jetzt so ein Ding am Hals, so ein Sprechgerät.
Ich weiß nicht, wie so was heißt. Man versteht ihn damit kaum.
Was ist?
Der Staatsanwalt will mit dir reden.
Die Verteidigung hat Einspruch gegen die Ermittlungsmethoden erhoben.
Und Ives hat ausdrücklich darum gebeten, dass du bei der Anhörung anwesend bist.
Jeder Aspekt dieser schäbigen Operation zielte darauf ab,
ein Geständnis zu provozieren.
Aber ein solches Geständnis konnte nicht zustande kommen,
weil ganz einfach Graham Ives seine Frau nicht getötet hat.
Diese Frau, diese Vertreterin des Gesetzes, hat unter falschem Namen,
hat mit dem billigen aber wirksamen Mittel der sexuellen Verführung gearbeitet.
Sie hat emotionale Erpressung wie eine Peitsche geschwungen. Und Mr. Ives,
von seiner Partnerin verlassen, einsam, depressiv, verwundbar,
hatte Angst davor, sie zu verlieren. Und verzweifelt bemüht, ihr, Maggie,
seine Liebe zu versichern, sprach er über etwas, das er seit Jahren verdrängt hatte.
1983 verliebte sich Graham Ives Hals über Kopf in eine Frau,
die er dann auch heiratete. Sie bekamen einen Sohn, James, ein Jahr nach ihrem
ersten Zusammentreffen. Ihr Name war Laura. Und Laura, nicht Barabara,
war die Mutter seines Kindes.
Sie war Asthmatikerin und trug ständig Atemsprays bei sich. Außerdem
hatte sie ein Inhalationsgerät mit größerer Wirkungskraft in Bereitschaft.
Eines Tages war Graham Ives zu einem Verkaufsgespräch gefahren, hatte aber
wichtige Unterlagen zu Hause vergessen. Er rief Laura an und bedrängte sie,
ihm die Akten sofort zu bringen.
In der Aufregung, bereits auf der Fahrt zu ihm, erlitt Laura unterwegs einen
ungewöhnlich schweren Anfall. James, damals gerade zwei Jahre alt,
war auf dem Rücksitz festgeschnallt. Sie hielt an und versuchte,
ihre Atemwege durch Inhalieren freizubekommen.
Aber es war vergebens. Ein Autofahrer, der vorbei kam, fand Laura
immer noch angeschnallt auf dem Fahrersitz.
Das Kind weinend auf der Rückbank.
Sie war eine halbe Stunde zuvor gestorben.
Und der Tod hatte zweifelsfrei eine natürliche Ursache.
Aber Mr. Ives gab sich die Schuld. Hätte er seine Unterlagen nicht vergessen,
wäre Laura nicht überstürzt aus dem Haus geeilt, ohne ihren Inhalator mitzunehmen.
Und hätte den Anfall wohl überlebt.
Auch nachdem er eine zweite Ehe eingegangen war, übereilt und unbefriedigend,
konnte er sich von den Selbstvorwürfen nicht befreien.
Laura wurde zu einer Erinnerung, die Mr. Ives nicht mehr ertragen konnte.
Er wollte auch nicht, dass dieses Kapitel seines Lebens vor
Gericht angesprochen wird. Er war der Ansicht, seine Privatsphäre
sei bereits genug verletzt worden.
Aber es gibt darüber ein Polizeiprotokoll, falls das jemand einsehen möchte.
Lauras Totenschein.
Der Befund der Gerichtsmedizin.
Es hat auch ein paar Zeitungsmeldungen darüber gegeben.
Milord, die Frau, die Graham Ives auf jenen Bändern erwähnt, die jener
polizeilichen Ermittlung Hohn sprechen, war nicht Barbara, seine emotional
instabile zweite Frau, die ihn zweimal aus freien Stücken verlassen hatte,
sondern Laura, die er angebetet hatte, und die ihm genommen worden war.
Milord, es gibt hier keinen Fall.
Was wollen Sie von mir hören? Sie haben gewonnen.
Wir haben beide verloren.
Steigen Sie ein.
Ich schlage Ihnen vier Wochen Urlaub vor.
Und wenn ich nicht darauf eingehe?
Dann werde ich dafür sorgen, dass Sie suspendiert werden,
weil Sie unsere Arbeit in Verruf gebracht haben.
Bis Sie wieder im Dienst sind, sind die Ermittlungen im Fall Ives eingestellt.
Sie haben weiß Gott genug Schaden angerichtet.
Wir hatten alles im Griff, wir waren dabei, ihn festzunageln.
Sie haben Ihre Hausaufgaben nicht gemacht, Kearney!
Sie haben die Sache in den Sand gesetzt. Ich könnte mich ohrfeigen,
dass ich Ihnen auch nur eine Sekunde Glauben geschenkt habe.
Ich dachte, dass alles klar wäre.
So klar, dass Sie nicht mal wissen, wer der Kerl war.
Und jetzt auf Wiedersehen.
Kearney!
Matt, mach auf!
Wie du aussiehst.
Es stinkt hier drin!
Ach was, was hast du erwartet?
Das ist der süße Duft des Erfolgs.
Ich glaube, diesmal habe ich echt Mist gebaut.
Ja, richtig.
Und das Mal davor, und das Mal davor, und das Mal davor.
Ich bin erledigt.
Du denkst wohl, du bist er einzige, dem es dabei an den Kragen geht? Ja?
Du siehst nicht so aus, als hättest du keinen Schlüssel zum Büro mehr.
Hör mal. Wer bei den Hunden schläft, wacht mit Flöhen auf.
Ich war bei jeder Ermittlung auf deiner Seite, die du im Lauf der letzten
zwei Jahre versiebt hast. Und was habe ich jetzt davon?
Nur Scheiße!
Genau die Hälfte der Scheiße, in der du im Augenblick steckst.
Tut mir leid.
Du tust dir selber leid, du kannst es nicht wegstecken, Unrecht zu haben.
Und ob ich das kann! - Dann gesteh es dir ein!
Ich habe dich Fehler um Fehler machen sehen.
Zugesehen, wie du dich verrannt hast, gesponnen hast,
wie du total den Kopf verloren hast.
Ich habe zugesehen, wie du die Liebe deines Lebens in diese Falle gehetzt hast.
Ich habe nie ein Wort dazu gesagt.
Du standest auf der Leiter ja immer eine Sprosse über mir.
Aber jetzt sind wir beide im Arsch, also komm schon, sag es.
Sag, dass du die geirrt hast. Los, sag es. Sag es!
Ich habe mich geirrt, habe mich geirrt, habe mich geirrt.
Okay?
Danke
Du kannst jetzt gehen. - Ja, ich muss.
Ich bin auf einen Zeitungsartikel gestoßen.
Da geht es um die Obduktion von Ives erster Frau.
Was soll ich damit anfangen?
Geh der Sache nach. Ich kann es nicht.
Hines sitzt mir jetzt dauernd im Nacken.
Laura ist in der Nähe von Odins Copse gestorben.
Das ist auf der Karte zu finden. Ich habe Teewasser aufgesetzt.
Hast du eine Wünschelrute?
Ich weiß nicht, wie das geht.
Nimm einen Haselnussast, dann findest du Wasser. So machen wir es immer.
Seit wann seid Ihr hier?
Ich bin's, Rose. Hier war einer, der lauter Fragen gestellt hat.
Hi. - Hallo. Wie hast du mich gefunden?
Es gibt Mittel und Wege.
Es ist noch nicht aus, Maggie. - Es hat nie angefangen, Graham.
Du hast mir geholfen, Maggie. Du hast mir geholfen,
mich der Vergangenheit zu stellen.
Wenn das für dich ein Erfolg ist, dann freut mich das für dich, ehrlich.
Ich weiß, die Küsse waren Täuschung.
Aber als wir gelacht haben, das war doch echt, nicht wahr?
Hier ist Detective Sergeant Tony Beddows.
Sie können mir nach dem Pfeifton eine Nachricht hinterlassen.
Stell dir mal folgende Frage: Wie fährt Kathleen Leck 49 Meilen,
während ihre einzige Brille zu Hause auf dem Plattenspieler liegt?
Ihre einzige Brille!
Roland, gehen Sie niemals nach Hause?
Hallo?
Ja, das Lachen war echt.
Kathleen Leck hat sich zwei Wochen vor ihrem Verschwinden
Kontaktlinsen anpassen lassen!
Sie trug sie bei ihrem Rendezvous mit dem geheimnisvollen Man.
Die Linse auf der Rückbank des Käfers war ihre. Hol die Akte wieder raus.
Zimmer neun, geh hin.
Barbara?
Nicht mehr.
Ich habe Geld zusammengespart. Schon seit vier Jahren.
Soviel ich vom Haushaltsgeld abzweigen konnte.
Ich habe ein Postsparbuch unter meinem neuen Namen eingerichtet.
Und habe ein Zimmer in einer anderen Stadt gemietet.
Was ist an dem Abend, als sie verschwunden sind, passiert?
Er hat mich dort liegenlassen.
Graham meinen Sie?
Er konnte nicht sehen, dass ich noch atme.
Die Obdachlosen haben mich gefunden und mir geholfen und mich in
mein Zimmer gebracht, als es mir wieder besser ging.
Sie müssen uns genau erzählen, was er mit Ihnen gemacht hat.
Wenn Sie uns nicht helfen wollen, warum sind Sie dann gekommen?
Die haben mich angerufen und gesagt, jemand hätte nach mir gefragt.
Das war ich, Barbara.
Sie haben nicht gesagt, dass Sie von der Polizei sind.
Ich hatte Angst, dass er es war.
Ich habe geblutet, und er hat mir die Hand verbunden. Und dann wollte er,
dass ich zum Wagen rausgehe. Nach hinten auf die Rückbank.
Warum das?
Sex. Ich dachte, ich spiele mit. Komm nach Hause und überschlaf es.
Es war ja alles vorbereitet. Ich hätte am nächsten Tag wegfahren können.
Wo ist er mit Ihnen hin?
Es waren...
Es waren die Auspuffgase.
Damit machte er mich bewusstlos.
Er stand draußen, ich konnte nicht raus. Ich musste sie einatmen.
James.
Ich vermisse James.
Wir können James herbringen.
Ich konnte nicht raus, er hatte mir die Hände gefesselt.
Ich habe mich dauernd gefragt, was ist, wenn er zurückkommt,
und ich bin nicht mehr da.
Es war wie ein Pakt zwischen uns, wenn ich nichts verrate,
dann versucht er nicht, mich zu finden.
Sie sollten zum Arzt gehen, Barbara. Es ist möglich, dass Sie krank sind.
Das beunruhigt mich auch.
Hallo, im Augenblick können weder Jude noch Steph ans Telefon kommen...
Matt, hier ist Steph! Jude hat sich mit Graham an der M4 an der Raststätte
Ellersfield verabredet. Sie ist alleine losgefahren. Weißt du irgendwas davon?
Weißt du, was mir an dir immer gefallen hat?
Vergiss nicht, ich bin Polizistin. Und alles was du sagst,
kann vor Gericht gegen dich verwendet werden.
Die Art, wie du mich zum Staunen gebracht hast.
Jude ist zu Ives. - Was?
Raststätte Ellerfield an der M4.
Wo ist er mit Ihnen hingefahren?
Ich weiß es nicht mehr.
Hören Sie zu, Barbara, Sie haben die Wahl.
Sie kommen mit mir und erzählen mir alles,
oder Sie sind an einem Mord schuld.
Du hast immer noch das gleiche Parfüm.
Es ist mein Parfüm. Ich habe für dich kein anderes genommen.
Es war irgendwo, wo wir vorher noch nie waren.
Wo? Verdammt noch mal, wo?
Er dachte, ich wäre tot. Er hatte mich mit dem Gesicht auf den Boden gelegt.
Ich lag halb unter einer Bank oder einem Felsen oder so etwas.
Er hat mich zugedeckt mit Erde und Blättern,
dann habe ich gehört, dass er weggefahren ist.
Wo, Barbara?
Wir können es uns nicht leisten, an die falsche Stelle zu fahren.
Nein, Graham, bitte! Nicht!
Zier dich doch auf einmal nicht so, Jude!
Nenn mich nicht so, nenn mich Maggie.
Wie lange haben Sie sich im Graben versteckt, Barbara?
Es wurde schon hell. Ich ging in den Wald, ich musste kriechen.
Und da haben sie mich gefunden.
Der einzige Grund, warum sie noch lebt, ist der, dass er keine Gelegenheit hatte,
einen Spaten einzupacken. Wo ist er mit Ihnen hingefahren, Barbara?
Inspektor Kearny von Tanko Whisky, bitte kommen.
Sprechen Sie.
Wir haben den Wagen von Detective Constabler Jude Sawyer verlassen
aufgefunden, Sir. An der Raststätte Ellersfield, an der Anschlussstelle 17 zur M4.
Barbara, war das vielleicht in der Nähe einer Ortschaft Odins Copse?
Ich war bei Laura, als sie in der Kapelle lag.
Ich dachte, dass ich nie wieder schlafen kann.
Sie hatten ihr ein Totenhemd angezogen. Es sah aus wie ein Nachthemd.
So wie es kleine Mädchen tragen.
Es hatte einen Spitzenkragen mit einer rosa Schleife.
Ich erinnere mich an Wasser.
Ein stehendes Gewässer, ein Teich oder ein Graben.
Ja, er hat mich durch ein Gebüsch dort hin geschleift. Oder durch hohes Gras.
Ist der Platz von Bäumen umgeben?
Er sagte was davon, es wäre ein heiliger Ort.
Keine Angst, Barbara, Sie sind sehr tapfer.
Lucille kam dann später. Sie war jünger als ich, so unschuldig.
Dann sah ich die Schleife in ihrem Haar. Sie war rosa.
Als hätte Laura sie dort hingesteckt.
Auf die Art sagte Laura zu mir: Nimm sie. Lass dir diese Frau nicht entgehen.
Es war eine zweite Chance. Als wäre Laura wiedergekommen.
Kathleen musste ich einem anderen Mann stehlen.
Ich schenkte ihr eine Schleife. Er war meine Verbindung zu Laura.
Ich weiß nicht, wer diese Frauen sind, Graham.
Belüg mich nicht.
Graham, sie werden wissen, dass du das warst.
Das spielt keine Rolle mehr.
Bitte fahren Sie mich nicht dorthin. Bitte, ich will nicht dorthin.
Keine Angst, Barbara. Ich verspreche Ihnen, es wird Ihnen nichts geschehen.
Wir schaffen es noch rechtzeitig, Matt.
Graham, ich möchte dein Haar streicheln. Bitte.
Habe ich dir etwas bedeutet?
Ja, sehr viel.
Alles auf Erden!
Bevor ich dich traf, gab es für mich nur meine Arbeit.
Alles was zählte war mein Job. Er war mein Horizont.
Mit dir habe ich andere Dinge gesehen.
Ich sah, was es heißt, in einer Familie zu sein.
Und die Liebe an die erste Stelle zu stellen.
Ich konnte mit diesem Gefühl nichts anfangen und habe versucht,
mich dagegen zu wehren. Ich konnte es nicht. Ich will dich zu sehr.
Liebst du mich?
Lass es uns vollenden, Graham.
Willst du das wirklich?
Lass es uns zu Ende bringen, deshalb hast du mich doch hergefahren.
Liebst du mich, Jude?
Ich werde dich niemals verlassen. Niemals.
Graham, ganz egal, was du getan hast, mit wem du zusammen warst,
ich verspreche dir, ich werde dich nie verlassen.
Wir können eine Familie sein, du, James und ich.
Und du wirst es nicht verraten? Niemals verraten?
Niemals.
Ich verrate dich nicht.
Sag mir, dass du mich liebst.
Sag es.
Nein, sag nichts.
Hier hat er sie nicht umgebracht. Hier hat er sie begraben.
Hier bringt er sie nicht her, solange sie noch lebt.
Hier ist Laura gestorben, der Ort ist für ihn heilig.
Steigen Sie aus, Barbara, steigen Sie aus!
Es muss hier in der Nähe sein. Versuchen Sie sich zu erinnern.
Lass sie in Ruhe!
Ich versuche nur, meine Arbeit zu machen.
Verdammt noch mal, Matt, sie weiß es eben nicht mehr!
Jetzt hört auf. Was soll das denn?
Ist schon gut.
Sie sind hier, ich weiß nicht wo, aber sie sind ganz in der Nähe. Judith!
Was wird aus James?
Es heißt, nach dem Tod kommt jemand, den du geliebt hast, um dich abzuholen.
Wer wird dich holen?
Mein Vater.
Was wird Laura sagen, wenn sie dich sieht?
Jude!
Matt, hörst du?
Was wird sie sagen? - Sie hat mich so geliebt.
Sie wird sagen: James. Nur das.
Nur seinen Namen.
Judith!
Steig aus!
Matt! Matt!
Es ist vorbei. Mir fehlt nichts.
Mir fehlt nichts.
Hast du ihm gesagt, dass du ihn liebst?
Spielt das eine Rolle?
Untertitel: Herden Media
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