All language subtitles for A Gschicht über dLieb

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Original subtitles

Und gut ist!

Du hast mir nix zu befehlen!

Was ist?

Wisst ihr den Weg nimmer? - Gregor.

Ab! - Was ist los?

Wenn das so weitergeht, ich weiß ned...

Mit dem Vater kannst ned schwätzen. - Um was ging's?

Soll ich mit ihm reden? - Wie immer.

Weil ich auch noch in der Werkstatt schaff.

Nein. Nein, lass gut sein.

Ich weiß ned, was ich noch machen soll.

Ich hab das oft versucht, aber die zwei geben keine Ruhe.

Es ist noch jeden Tag Abend geworden.

Jetzt geh rein zu deinem Vater.

Er darf dem Bub ned immer seinen Willen aufzwingen.

Lass es bleiben. Soll nachher das Dirndl machen.

Ich mach das schon.

Hab gesagt, sollst es lassen!

Macht denn keiner mehr, was ich sag?

Ist ja gut, Mädel.

Vater, der Gregor...

Der will doch nur... - Machst mal da sauber?

Mario!

Kannst du mir den 13er geben?

Danke.

Bitte.

Tag, Gregor.

Anna.

Was hast denn angestellt?

Tätst du gucken, ob du das wieder neibiegen kannst?

Hab zu viel zu schaffen. Das dauert.

Kannst du das? - Ich kann's mir anschauen, wenn du magst?

Der Gregor kann das besser. - Stell das Rad rüber.

Ich guck, wann ich es machen kann.

Ach, Scheiße.

Maria!

Hab dich schon gesehen!

Hast ein Problem?

Der Thomas.

Die Pflugschare hat sich verklemmt.

Ich krieg sie nimmer naus. - Das kriegen wir hin.

Ist gut.

Was ist mit dem Gregor?

Wieso kümmert der sich ned?

Eine Frau gehört auf den Hof.

So.

Die Anna kommt bei mir ned auf den Bock.

Die hat genug mit ihren Schülern zu tun.

Und Gregor kümmert sich schon. Der hat heut in der Werkstatt zu tun.

Ja, trotzdem.

Auf dem Traktor soll besser ein Mannsbild sitzen. Das sagen alle.

Die sollten vor ihrer eigenen Tür kehren.

Das kann auch weg.

Jetzt guck mal, der Gregor ist so fleißig.

Warum lässt du ihn ned in der Werkstatt schaffen?

Badnerin, kannst auch gehen.

Es geht ned, dass die anderen seine Arbeit machen sollen.

Und du kannst es ned allein.

Die Badnerin schafft ned mehr wie früher.

Warum nimmst du keinen festen Knecht?

Seit die selige Mutter nimmer da ist,

ist da alles in Unordnung.

Der Gregor ist der nächste Bauer auf dem Bacherhof.

Und es wird Zeit, dass er es zeigt.

Maria, musst du mich so erschrecken?

Du siehst vielleicht aus. Gib mal her.

Hast du den Pflug wieder neibogen? - Ah jo, klar.

Wieso schläfst du ned um die Zeit?

Ich hab auf dich gewartet.

Du bist da auch ganz dreckig. - Und du gleich auch.

Komm her.

Geh jetzt schlafen.

Nacht.

Werner, ist schon offen? - Komm rein.

Gibst mir Salz? - Das ist aus. Das kommt morgen wieder.

Maria, schau her da.

Das riecht gut, was ist denn das? - Das ist eine Feige.

Nein, das ist doch bestimmt arg teuer. - Sind für den Zeiserer.

Ich sag einfach, eine war faulig.

Das kannst ned machen, die musst selber essen.

Da schau her.

Die Bacher Maria.

Da schau her, da Zeiserer Hannes.

Das ist die Liste für heute. Bis drei ist es da.

Mach dir nix draus.

Schreibst das auf?

Danke.

Hast du so was schon mal gesehen?

Ah jo. - Aha.

Willst sie? Kriegst sonst von keinem.

Nein, danke.

Können wir den Rest morgen machen?

Ich hab dem Heiminger versprochen, früher in die Werkstatt zu kommen.

37, 42.

18, 30.

37, 42, 18, 30.

Du bist ja ganz nass.

Komm rein.

Jetzt zieh aus, das nasse Zeug.

Ah, danke.

Ist besser? - Ja, ist gut.

Willst ned wissen, was ich da hab?

Versuch, dass das Bett ned zusammenkracht. - Nee.

Was ist denn das?

Das hab ich dir aufgehoben. Das musst versuchen.

Du bist ein echter Banause.

Wo ist das her? - Das ist ein Geschenk vom Werner.

Komm her.

Mach das ned.

Gute Nacht. - Gute Nacht.

Ah.

Vater!

Vater, was ist passiert? - Ist fort, das Mistviech.

Oh Gott.

Kannst aufstehen? - Ich hol den Doktor.

Hilfst mir?

Auf. Auf.

Ich sag's noch mal, geh ins Krankenhaus.

Vielleicht hat ja das Vieh die Tollwut.

Damit die mich unter die Erde bringen, die Messerstecher.

Schau, dass er etwas Ruhe hat.

Kühlen, dass die Schwellung vergeht.

Das mach ich, danke.

Wieso ist der Hund ned im Hof gewesen?

Wieso ist der Hund ned im Hof gewesen?

Ich hab ihn ins Heu gelassen.

Mit dem Gewitter.

Ein Hofhund ist ein Hofhund

und kein Streichelviech.

Bist du ein Bauer oder bist du keiner?

ßberleg dir, wo du hingehörst.

Es wird schon wieder gut.

Heile, heile.

In 100 Jahren ist alles weg.

Das hat deine Mutter immer gesungen.

Wenn du ned schlafen wolltest.

Und arg gern hab ich sie gehabt.

Brauchst irgendwas?

Hol den Gregor rein.

Ich möcht mit euch reden. Gib mir das Gewand.

Du willst ganz fort vom Hof.

Willst dein Eigenes machen.

Willst die Werkstatt vom Heiminger kaufen

und eine richtige Tankstelle draus machen.

Und du brauchst Geld von mir dafür.

Hast du das dem Vater gesagt?

Es ist Zeit, dass einer was sagt.

Was mischt du dich ein? - Es geht ned mehr mit der Streiterei.

Grad, wo es dem Vater ned gutgeht. - Lass gut sein!

Ich bin's leid.

Du sollst das Geld für die Tankstelle haben.

Vater...

Du kriegst das Geld...

und Maria kriegt den Hof.

Aber erst, wenn sie verheiratet ist.

Was?

Es gehört ein Bauer auf den Hof.

Und was ist, wenn ich ned heiraten will?

Gregor.

Zu Weihnachten gibt's 'ne Verlobung,

wenn ned, wird's nix damit.

Vater, das kannst ned verlangen.

Es ist schon lang an der Zeit, dass sie unter die Haube kommt.

Und es ist ned lange her, dass wer gefragt hat. - Wer?

Wer hat gefragt?

Der alte Zeiserer hat für den Hannes gefragt.

Der Zeiserer Hannes.

Dem Dreckskerl willst deine Tochter geben?

Die Tankstelle.

Willst sie nimmer? - Jetzt ist gut.

Du mischst dich da zu viel ein, Badnerin.

Du musst das ned machen. Ich find einen anderen Weg.

Er darf dich nicht verheiraten.

Schon gar ned mit dem Hannes.

Wieso der Hannes?

Der alte Zeiserer hat für ihn gefragt, ob er dich freien darf.

Ich werd heiraten.

Irgendwann.

Ich weiß nur ned, wen.

Du, wie war das eigentlich bei dir und Thomas?

Wann hat der dich gefragt?

Der hat mich gar ned gefragt.

Das war immer so, dass wir mal heiraten.

Ich kenn es gar ned anders.

Das ist halt ausgemacht.

Maria.

Schon wieder.

Hm?

M- m.

Werner!

Ich bräucht ein paar Sachen.

Der hat jetzt keine Zeit. Stell dich hinten an.

Buh!

Ihr seid mir ein paar Helden. Sechs gegen einen.

Ihr seid doch eineinhalb.

Sich hinter einem Mädle zu verstecken.

Feige Sau.

Die machen nur Spaß.

Du hast eine seltsame Art von Spaß.

Ich zeig dir gern, was ich unter Spaß verstehe.

Fürs Fest heute Abend. Ich hol dich ab. Was meinst?

Ich hab schon 'ne Verabredung.

Einen besseren Begleiter als mich findest du ned.

Oder gehst mit Gregor?

Du glaubst, dass ich keinen Besseren find?

Ich hab den Besten.

Gell, Werner? Holst mich ab.

Du wärst doch sicher mit Gregor gegangen.

Gesagt ist gesagt.

Holst mich um acht?

Ja.

Grüß dich! - Grüß dich.

Maria!

Anna! - Willst was trinken?

Nein, wir gehen erst tanzen.

Kommst, Thomas.

Ey, Göbbler, mach noch zwei Bier.

Naa. Jetzt kommt, mach.

Was ist?

Tanzt du mit mir?

Was ist mit dem Thomas?

Kann der nimmer?

Anna!

Entschuldige. Komm.

Tanzen gehen. - Tanze mit mir.

Jetzt komm, du Faulpelz.

Wieso machst du das?

Vater will dich verheiraten und du machst mit alle rum?

Mit wem mach ich rum?

Das ist der Heiratsmarkt. Die müssen sonst was glauben.

Jetzt tanzt du mit keinem mehr.

Ich lass mir doch ned von dir die Freude verderben. - Maria.

Tanze mit mir. Dann du siehst, wie man tanzt. - Gerne.

Lass deine dreckigen Finger von ihr.

Spinnst du?

Mario?

Mario?

Hast eh nichts dagegen, oder? - Doch hab ich.

Hab dich nicht so, ich bin Hausherr, ich hab Rechte.

Hannes, ich will ned. - Jetzt hab dich ned so.

Hannes, ich will ned!

Lass das. Lass die Maria.

Hau ab!

Der Werner und der Hannes.

Richtig so.

Hört auf!

Auseinand'!

Hört auf!

Gregor, aspetta!

Hannes!

Gregor!

Macht denn keiner was? - Hört auf!

Los, hilf ihm!

Mach was!

Steh auf.

Ich wollt schon immer mal.

- Maria. - Alles wegen dir.

Verschwind!

Oder ich hetz dir den Göbbler auf den Hals.

Weißt du, wo der Gregor ist? Der ist ned heimkommen.

Vielleicht schläft er in der Werkstatt.

Jetzt, leg dich hin!

Nein, der war auf dem Fest schon so komisch.

Sogar geschlagen hat er sich.

Ich glaub, da stimmt was ned.

Morgen Früh ist er wieder da, wirst sehen.

Anna, weißt du, wo Gregor ist?

Warte.

Ich komm runter.

Willst neikommen? - Nein, danke.

Ich hab ihn schon überall gesucht.

Er ist nicht in der Werkstatt oder so.

Der ist weg, nachdem die Schlägerei beendet war.

Ich hab ihn danach nimmer gesehen.

Ist sein Motorrad da?

Das Motorrad. - Soll ich mitkommen?

Das ist ned nötig.

Gregor!

Gregor!

Gregor!

Gregor, wo bist du?

Gregor!

Gregor.

Bist jetzt völlig irre? Bin doch eh schon bedient!

Du hast mich zu Tode erschreckt.

Gregor, du bist komplett voll Blut.

Immer noch?

Ich hab mich doch schon gewaschen.

Ich bin mit dem Motorrad neigeflogen.

Das Vorderrad ist futsch.

Mein Schädel ist auch hin.

Warte.

Das kann so ned weitergehen.

Ich denk nur noch an dich.

Aber ich darf das ned.

Hör zu.

Maria, das ist verboten.

Ist alles in Ordnung?

Gute Nacht.

Komm schnell! Die Resi ist so weit.

Ned hier.

Du hast recht.

Komm.

Das geht gleich los.

Ich seh es schon.

Da kommt es.

Wir dürfen das nimmer machen.

Du weißt, dass das ned geht.

Das muss ja keiner wissen.

Wenn wir gut aufpassen. - Das ist eine Sünde.

Vater schlägt uns tot, wenn er draufkommt.

Da kommt uns keiner drauf.

Mach das ned.

Ist alles gut?

Ist es gesund?

Wie siehst denn du aus?

Wasch dir mal dein Gesicht.

"Adenauer sammelt in den Vereinigten Staaten

Sympathie für Deutschland. "

"Im Weißen Haus, Amtssitz des amerikanischen Staatsoberhaupts,

traf sich der Bundeskanzler mit Präsident Eisenhower. "

"Als wichtiger Moment für alle Welt

hielten die Kameras diesen Händedruck fest. "

"Das waren die Nachrichten... "

Gregor...

Ich muss jetzt wissen, ob du die Werkstatt übernimmst oder ned.

Das wissen Sie doch.

Aber nix ist fix dabei.

Wieso ist es plötzlich so eilig?

Eine Gesellschaft aus der Stadt

hätte mir ein gutes Angebot gemacht.

Ist keine dumme Idee, zur Werkstatt eine Tankstelle dazuzunehmen.

Wo die Bundesstraße bald fertig sein soll.

Die Landvermesser sind bald fertig, da kann es nimmer lang dauern.

Wär ich jünger, tät ich es selber. - Das ist meine Idee!

Die bieten einen guten Preis.

Ich weiß ned, wie ich das machen soll so auf die Schnelle.

Überleg es dir.

Und die in der Stadt kann ich schon noch ein bissle hinhalten.

Danke.

Der Heiminger will sein Geld. - Ja.

Sonst verkauft er die Werkstatt an wen in der Stadt.

Das sagst du erst jetzt?

Wir können es ned ändern.

Außer ich heirate.

Hast du mal überlegt, wie das wäre, wenn wir hier weggehen?

Wie, weggehen?

Weit weg.

Wo uns keiner kennt.

Und wohin denn?

Kanada.

- Kanada. - Das wär doch was!

Du und ich.

Kanada, und dort eine Tankstelle aufmachen.

Wir haben ja denselben Nachnamen.

Die glauben, dass wir verheiratet sind.

Du meinst es ernst, oder?

Ah ja.

Du willst hier weggehen.

Den Vater allein lassen, den Hof...

Das kannst doch ned wirklich wollen.

Das geht ned. - Ja, und so geht's auch ned.

Wo ist das Dirndl?

Die schafft jetzt beim Zeiserer.

Vater? Ich fahr morgen in die Stadt.

Vater.

Der Heiminger hat gesagt,

wenn ich in der Stadt den Mechanikerkurs

und einen Abschluss mach, dann...

könnt ich einen Kredit bekommen.

Ein Bacherbauer ist noch nie wem was schuldig gewesen.

Das ist die neue Zeit.

Ich mag sie ned, eure neue Zeit.

- Grüß dich. - Grüß dich.

Soll ich ned doch dableiben?

Ah das schaffen wir schon.

Das sind nur ein paar Wochen.

Dann kannst du deine Werkstatt haben.

Ich muss ned heiraten, und wir bleiben zusammen.

Einmal würd ich gern alle zeigen dürfen, wie gern ich dich hab.

Ho.

Gut, ist gut.

Wohl. - Ist gut, Emma.

Hey!

Gut, komm. Ha? Na, komm.

Kommts weiter hoch, ihr. - Maria!

Maria!

Anna, was ist los?

Du musst mitkommen.

Sie haben Werner zusammengeschlagen.

Der Doktor war bei ihm, aber er will ned sagen, wer es war.

Badnerin, ich muss mit der Anna. - Jaja, ist gut.

Der Doktor wollte die Polizei holen.

Die können nix machen, solange Werner nix sagt.

Ihr wart zusammen auf dem Fest, vielleicht sagt er es dir.

Du bist so ein Stück Scheiße.

Warst du das oder deine Viecher?

Bist du völlig verrückt geworden, Bacherin?

Der Werner wird es mir erzählen.

Und dann mach ich, dass du ins Gefängnis kommst dafür.

Ich war das ned. - Ah, wer's glaubt.

Er ist ein Trottel, aber ich war es ned.

Du oder deine Viecher, du Scheißkerl! - Hö, hö, hö, hö.

Warte nur, bis der Gregor wieder da ist.

Ich hab damit nix zu schaffen!

Ich versteh dich ned.

Zeig ihn an, oder ich mach das.

Nein.

Soll ich gehen?

Bleib.

Du hast was gutzumachen.

Ich möcht mich bei dir entschuldigen.

Ich hab am Fest ned auf dich aufgepasst, es tut mir leid.

Ich hoffe, du hältst mich ned für einen Feigling.

Auf mich muss doch keiner aufpassen.

Siehst ja, was passiert, wenn das wer versucht.

Hast du das dumme Gesicht vom Hannes gesehen,

als der Gregor ihm eine verpasst hat?

Maria, ich... - Maria!

Scheiße.

Was ist?

Ich wollt Medizin für den Werner holen.

Wann kommt denn der Gregor wieder?

Kommt drauf an, wie es beim Mechanikerkurs geht.

Macht das nix, dass du immer bei Werner bist

und der Gregor weiß nix davon?

Wie meinst das jetzt?

Der Werner und du.

Seid ihr jetzt ein Paar?

Leute reden, weil ihr zusammen am Fest wart und du dich so kümmerst.

Ha ja, mir kannst du es ja sagen.

Ich muss los, Anna.

Was ist mit dir?

Ohne Gregor ist es nicht so, wie es sein soll.

Dein Vater?

Der denkt, ich bin schuld, dass der Gregor gegangen ist.

Fünf Wochen ist er jetzt schon weg.

Tut das arg weh?

Ukraine '44.

Du hast gut ausgesehen in der Uniform.

Das ist schlimm, was die Russen dir angetan haben.

Das waren ned die Russen.

Wir haben...

Dörfer niedergebrannt.

Haben... Leute erschossen.

Sind mit Panzern drübergerollt.

Säuberungsaktionen.

Ich hab das ned ausgehalten, ich bin abgehauen.

Dann haben die mich erwischt. Unsere eigenen.

Haben mir die Uniform runtergerissen.

Feigheit vor dem Feind.

Dann haben die mich erschossen.

Bloß hat da keiner gemerkt, dass ich noch lebe.

Am nächsten Tag, da...

haben mich russische Bauern gefunden

und haben mich fünf Monate versteckt.

Willst du dich deshalb ned schlagen?

Ich weiß bis heut ned,

warum die mich ned haben verrecken lassen.

Bei dem, was wir denen angetan haben.

Ich hab mir da geschworen,

dass ich nie wieder die Hand gegen jemanden erhebe.

Warum hast du mir das nie erzählt?

Das will keiner wissen.

Mein Vater will das ned wissen.

Mein Vater war im Gulag.

Als er zurückgekommen ist, da war der ein anderer Mensch.

Meine Mutter hat ihn nimmer ausgehalten und ist weg.

Pff.

Es ist einfach besser, man bleibt allein.

Ist dir ned gut, Mädle?

Nein, das geht schon.

Ich hab nur was Falsches gegessen.

Ich koch dir nachher eine Brühe, das beruhigt den Magen.

Maria.

Gregor?

Willst ned vielleicht mit mir reden?

Ich kenn dich jetzt schon länger, als ich deine Mutter kannte.

Willst es mir ned sagen?

Du bist schwanger.

Nein, bin ich ned.

Ich bin auch ned immer alt und hässlich gewesen.

Du bist schwanger.

Bin ich ned, und jetzt hör auf, das zu sagen.

Ich spür das doch.

In ein paar Wochen sehen es die anderen auch.

Du kriegst doch jetzt schon kaum die Bluse zu.

Wann hast du das letzte Mal deinen Auswurf gehabt?

Ich hab nur was Falsches gegessen.

Maria.

Weiß er es schon?

Wer? - Na, der Vater.

Dem Vater darfst du das ned sagen.

Der muss doch dazu stehen.

Es ist doch der Werner?

Um Gottes willen.

Was hast angestellt?

Du sagst nix dem Vater.

Der schüttelt die Pflaumen.

Der sammelt sie auf.

Der bringt sie nach Haus.

Und der Kleine isst sie alle, alle auf.

Mama?

Der Nächste, bitte.

Die Maria.

Grüß dich.

Entschuldigung.

Ich hab meine Tasche vergessen.

Hi, Mario.

Bin wieder da.

Der Gregor.

Warst erfolgreich?

Nix hab ich gekriegt.

Keine Bank, keine Firma, keiner will mir Geld geben.

Erst wollten alle das Zeugnis der Mechanikerprüfung,

wie ich es dann hatte...

Erst, wenn ich den Hof als Sicherheit bieten könnte.

Es tut mir sehr leid, mein Freund.

Ich muss heim.

Ist eine ßberraschung. Ich hab Maria was Schönes gebracht.

Wenn Maria nicht zu Hause ist, schaust du bei Werner.

Bei Werner?

Da ist sie oft.

Ich hoff, du bringst sie zur Vernunft.

Ich hab nachgedacht.

Was ist, wenn ich wirklich heirate?

Wie meinst du das jetzt?

Ned wirklich, das könnt ich gar ned.

Nur so zum Schein.

Der Werner.

Was ist mit dir und dem Werner?

Mario sagte, du bist dauernd bei ihm.

Hannes und seine Kumpels haben ihn zusammengeschlagen.

Ich glaub, das war wegen mir.

Jetzt willst ihn heiraten deswegen? - Nein.

Er hat gesagt, er täte mir jeden Gefallen.

Ich heirate ihn. Für die anderen und den Vater.

Das macht der ned.

Ich lass dich ned mit dem Werner.

Wir müssten ihm die Wahrheit sagen. - Von uns?

Was ist los mit dir? - Ich vertrau ihm.

Und dem liegt nix an mir.

Ned so.

Lass uns weggehen, Maria. Ganz.

Kanada. - Ah jo, Kanada!

Das geht ned, das weißt du auch.

Abgesehen davon, können wir ned mal die Sprache.

Da ist noch was, was ich dir sagen muss. - Heut nimmer.

Ich muss nachdenken. - Es ist wichtig.

Sag es mir morgen!

Schön, dass du wieder da bist. - Hast du Maria gesehen?

Die wollte dich schlafen lassen, dann ist sie ins Dorf.

Gregor.

Die Maria.

Hat sie gesagt, ob sie heiraten will? Und wen? Den Werner?

Spring an.

Maria muss heiraten.

Maria muss gar nix.

Das Geld für die Werkstatt bekomme ich schon.

Vielleicht leiht es mir Zeiserer. - Bleib weg vom dem. Bleib weg!

Bleibt beide weg! Heiraten soll sie.

Den Werner!

Ich muss zum Heiminger, um Aufschub bitten. - Gregor!

Du nimmst die Maria.

Was glaubst, was die für einen Haufen Geld bekommen,

wenn eine neue Bundesstraße über denen ihren Grund gebaut wird.

Du machst, wie ich dir sag.

Ich nehm doch nicht das Bankert von einem anderen.

Den Bankert schiebst du auf die Seite.

Guck dir den Göbbler an.

Den hat unser Schankmädl dagelassen, als man sie davongejagt hat.

Hätt ich ihm nix zu fressen gegeben, wär er lang verreckt.

Das wusste ich gar ned.

Ich sag dir...

der Bankert ist vom Werner.

Der steht uns ned im Weg.

Aber die Maria, die will mich doch gar ned.

Die soll froh sein, wenn sie wer nimmt.

Die ist beschädigte Ware.

Wir müssen uns beeilen.

Zeit ist Geld.

Das machst du ned, oder?

Was geht dich das an?

Was ist mit uns? - Was soll schon sein?

Aber ich lieb dich doch.

Ist schon klar.

Geht es?

Werner.

Das ist jetzt vielleicht komisch für dich.

Tätst mich heiraten?

Gregor!

Ich brauch das Geld für den Heiminger.

Jetzt.

Hilfst du mir?

Bitte!

Ich geh weg hier, ob du mir hilfst oder ned!

Ich halt's nimmer aus auf dem Hof.

Du bleibst hier, du gehst nirgendwo hin.

Maria, komm.

Wir fahren ins Feld.

Du hast gehört, was ich gesagt hab.

Kommst?

Hast du es klären können?

Hat sie dir es ned gesagt?

Was soll sie gesagt haben?

Maria ist schwanger.

Lügst? - Und will ned sagen, von wem.

Du Iügst. - Rede du mit ihr.

Vielleicht sagt sie es dir.

Deswegen will sie den Werner.

Naa!

Du und der Werner.

Heimlichtun und dabei hast du sein Bankert schon unterm Herzen.

Deswegen willst ihn heiraten, ha?

Nur ein paar Wochen war ich weg.

Dass du dich ned schämst.

Ich muss mich für nix schämen!

Gregor, du bist so dumm!

Badnerin.

Ist alles gut.

Danke.

Ich versteh das ned.

Wieso hat er das gemacht?

Und wieso bei uns?

Ich hab ihn gefragt.

Gestern.

Hast du ihm alles gesagt?

Nein.

Ned...

Ned alles.

Er hat Ja gesagt.

Ist es von ihm?

Das ist von dir.

Verstehst du? Das ist unseres!

Ich bleib hier auf dem Hof.

Du...

Ihr braucht mich hier.

Du erstickst hier unterm Vater.

Aber Maria... - Ihr streitet nur.

Ihr seid euch so gleich.

Ich will mein Kind ned so großziehen.

Ich könnt mich bemühen.

Und ich hätt mich bemühen sollen, das mit dem Werner zu akzeptieren.

Der Werner...

Grüß dich, Mario. Heiminger.

Gregor.

Die Werkstatt ist verkauft.

Hab selber fix gemacht.

Ich brauch dich nimmer.

Tut mir leid, aber du kümmerst dich besser um deinen Hof.

Ist das ein Rauswurf?

Wenn du es genau wissen willst,

sie fragten, wen ich empfehle,

und ich hab ihnen Mario gesagt.

Ein Toter hängt euch an.

Bei euch stimmt was ned.

Deswegen wirfst mich raus, nach aller Arbeit, die ich gemacht hab!

Pass auf, Gregor, ich hab dich immer mögen.

Aber so geht's ned weiter.

Das ist schlecht fürs Geschäft.

Ich wünsch dir alles Gute am Hof, hier ist für dich vorbei.

Es tut mir sehr leid. - Drauf geschissen, Mario.

Tag, Gregor!

Tag, Anna.

Jetzt, wo der Werner nimmer ist...

da hat die Maria ja keinen mehr zum Heiraten.

Weißt...

Ich hab eine gute Aussteuer, der Vater war ned geizig.

Damit könntest den Heiminger bezahlen.

Spinnst?

Du bist mit dem Thomas verlobt.

Das ist...

Der Thomas ist halt ned du.

Der Thomas ist mein Freund.

Und außerdem...

ich lieb dich ned.

Es tut mir leid.

Liebe!

Als ob es das bei dir brauchen tät!

Was willst damit sagen?

Ich hab euch gesehen.

Dich und Maria.

Draußen im Wald.

Egal, was du gesehen hast, du hast dich getäuscht.

Beisammen seid ihr gewesen.

Wie Mann und Frau.

Jetzt red ned so einen Scheiß.

ßberleg dir gut, ob du mich abweisen tust.

Ich weiß, was ich gesehen hab!

Die Anna weiß das mit uns.

Sie hat uns gesehen am Bach.

Die sagt nix, die ist meine Freundin.

Sie hat mich gefragt, ob ich sie will. - Ist doch Unsinn.

Die hat doch den Thomas.

Und die werden heiraten.

Wir müssen weggehen von hier.

Anna wird ned schweigen, was glaubst du?

Der Vater, das mit dem Werner, das Kind.

Die wird uns keine glückliche Minute gönnen.

Aber ich will unser Kind kriegen.

Ich hoff, es ist gesund.

Maria, wir bekommen es.

Aber ned hier.

Maria, bitte!

Ich weiß von jemand.

Die kann helfen.

Das tut ned weh.

Und von mir erfährt es keiner.

Das nehm ich mit ins Grab.

Wenn du es kriegst...

du weißt ned, was die mit dir machen.

Mach es weg!

Oder du hast die Hölle.

Ist es abgemacht?

Du bleibst fort vom Hof.

Dich will ich da ned sehen.

Solange die Badnerin bei uns ist, hast du da nix verloren.

Geh her.

Die alte Gschicht.

Für sie ist es noch immer arg.

Du hast ihr das Kind fortgenommen, damals.

Ich konnte ned wissen, dass ihr sie aufnehmt.

Wär sie verschwunden,

hätte sie den Göbbler schon lang vergessen.

So sieht sie ihn jeden Tag.

Und das, was du aus ihm gemacht hast.

Er ist bloß ein Bankert.

Es ist dein Bankert.

Es ist ihm nie schlecht gegangen.

Und dann ist Frieden im Dorf.

Wenn er ned gut zu ihr ist, schlag ich ihn tot.

Ich hab mit dem Zeiserer gesprochen.

Der Hannes und du...

in vier Wochen ist Hochzeit.

Der Hannes wird sagen, es ist sein Kind.

So ist das ausgemacht. - Nein.

Du kriegst dein Geld und kannst machen, was du willst.

Ich lass mich ned verkaufen wie Vieh.

In vier Wochen...

Du bringst mir keine Schande über den Bacherhof.

Ich mach dich wieder zu einer ehrbaren Frau.

Meine Ehre...

hat nix mit denen im Dorf zu tun oder was die sagen.

Wenn du glaubst, ich bin ehrlos...

bist ned besser als die anderen.

Das macht die Maria ned, und du kannst sie ned zwingen.

Das werden wir ja sehen.

Niemals heirate ich den.

Dann bist ned mehr meine Tochter.

Dann kannst du auch gehen.

Gregor, grüß dich.

Grüß euch.

Habt ihr den Hannes gesehen?

Nein.

Komm, bringst dem Gregor ein Bier.

Nimm Platz.

Ich hab's schon gehört.

Heiminger hat seine Werkstatt verkauft an die Städter.

Jetzt musst halt doch ein Bauer bleiben.

Kannst den Scheiß lassen.

Was hat er denn?

Gregor?

Ich glaub, du sollst dich bei der Anna entschuldigen. - Glaub ich ned.

Geh heim, du Altbauer, und kümmer dich um deine Schwester.

Kümmer du dich um deine Verlobte.

Hinter deinem Rücken macht sie mich an.

Spinnst du?

Thomas...

Das glaubst du doch ned.

Thomas.

Er ist es, der mir schöne Augen macht.

Der muss doch jeder hinterhersteigen.

Der macht es sogar mit seiner eigenen Schwester.

Halt die Gosch'.

Wenn es wahr ist.

Bist du bescheuert? Das kannst ned behaupten.

Ich hab's gesehen.

Schwanger ist sie auch.

Gell, Hannes, stimmt doch?

Wenn du Maria zu nah kommst...

schieß ich dich ab wie einen Hund.

Ist das wahr, was die Leute im Dorf sagen?

Dass du dich her traust.

Ich wollt... - Was willst?

Ich wollt mein Beileid ausdrücken.

Niemals hätte Werner das gemacht.

Nie!

Das ist deine Schuld.

Du hast ihn umgebracht.

Der Werner war mein Freund.

Wo willst denn hin?

Fass mich ned an!

Lass mich los!

Maria, hey, lass sie los!

- Lasst sie doch. Maria! - Zu mir.

Lasst mich allein!

Lasst sie!

Fass mich ned an!

Anna, Maria braucht deine Hilfe!

Ihr Schweine!

Bitte!

An dir muss doch auch was Gutes sein!

Du hast doch auch mal eine Mutter gehabt.

Die Hure ist lange verreckt.

Lasst mich! - Zu mir!

Maria! Maria!

Lasst mich!

Maria! - Lasst sie in Ruhe!

Es tut mir leid.

Im Dorf! Geh schnell!

Geh! Geh!

Musst du ihr helfen!

Willst es gleich hier oder in der Scheune?

Lasst sie in Ruhe!

Ich muss ihr helfen.

Maria!

Mach das, und du wirst es ned überleben.

Wieso habt ihr uns ned einfach in Ruhe gelassen?

Maria.

Ist schon gut.

Ich bin da, die sind fort.

Ist gut.

Jetzt helft mir halt!

Es ist ned schad um den Bankert.

Du bist jetzt weg.

Maria.

Maria?

Maria.

Keine Angst.

Sie wird es überleben.

Das Kind allerdings...

Es tut mir leid.

Was immer der Herrgott fügt.

Zwei Wochen muss sie noch bleiben, hat der Arzt gesagt,

dann darf sie wieder heim.

Das war ned recht.

Hast du mich deshalb ned im Krankenhaus besucht?

Ich geh weg von hier, wenn du das willst.

Das war ned recht von mir.

Nicht berühren!

Es tut mir so leid. - Deutlich sprechen!

Flüstern verboten!

Die Badnerin hat es mir erzählt.

Nicht berühren!

Der Zeiserer bezeugt, dass es Mord war.

Und sein Wort ist Gesetz.

Es ist Mord.

Die sind die Mörder.

Mich haben sie auch dazu gemacht.

Wann?

Vier Wochen, dann ist Prozess.

Sie sagen, ich bekomme lebenslänglich.

Der Anwalt hat gesagt,

wenn der Zeiserer ned vor Gericht aussagt,

wird es für Notwehr angesehen und deine Strafe wird gering.

Die Anna hilft uns.

Der Zeiserer wird das immer behaupten.

Und die anderen auch!

Die haben alle Angst vor ihm.

Da stellt sich keiner gegen den Zeiserer.

Du warst das mit dem Werner.

Nein, ned ich.

Der Göbbler.

Aber du hast es ihm befohlen.

Die erste Warnung hat der Werner ned verstanden.

Ich hab ihm gesagt, wenn der die Gosch' ned hält,

lass ich den Göbbler auf die Maria los.

Werner sein Vater

hat wissen wollen, was es kostet, Hochzeit auszurichten.

Der Werner hat es offiziell machen wollen.

Wollte beim Bacherbauer um die Hand anhalten.

Da ist ihm der Göbbler hinterher, hat ihn sich geschnappt.

Ist keine blöde Idee gewesen vom Göbbler,

ihn in der Bacherscheune aufzuknüpfen.

Die Mutter vom Göbbler...

Das Schankmädle, das du weggejagt hast.

War der Göbbler mein Halbbruder?

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