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Let My People Go! (2011) dTV - TV5MONDE Europe - 11. Juli 2013
Guten Tag.
Danke.
Danke.
FINNLAND
Wenige Tage vor den jüdischen Ostern
Hallo, Herr Tiilikainen.
Ein Einschreiben.
Danke.
Abgelehnt.
Zerreiß den Zettel. Ist nicht meins.
Sie haben unterschrieben.
Schönen Tag noch.
Ich hab's abgelehnt, hörst du?
Ich will dieses Geld nicht.
Nimm es, mach damit was du willst!
Nicht so aufregen!
Einschreiben darf ich
nicht verlieren.
Herr Tiilikainen?
Also, schönen Tag noch.
Ich hab's abgelehnt!
Behalt es selbst! Mach was draus!
Ich muss weiter meine Runde machen.
Würden Sie bitte mein Bein loslassen!
Nimm es.
Nimm es doch, verdammt!
Herr Tiilikainen?
Ist alles in Ordnung?
Wie konntest du das tun? Atmete er wirklich nicht mehr?
Ruben, hörst du? Atmete er noch oder nicht?
199980 Euro... Keine runde Zahl.
Bestimmt habe ich mich verzählt.
Da muss man was tun, es ist Mord!
Es war kein Mord, Teemu. Ich hab's dir erklärt.
Der Alte ist gestürzt. Für ihn war es soweit.
Er wollte das Geld nicht und hat es mir geschenkt.
Verstecken wir das Ganze im Wald?
Fass dieses Geld bloß nicht an!
Die Polizei lastet dir Raub an.
Wir gehen nicht zur Polizei!
Doch, sicher. Das hättest du sofort tun müssen.
Schatz, ich sage doch er ist tot.
Die Beweislage ist gegen mich.
Ich melde mich nicht bei der Polizei!
Ich muss in Haft, wenn mir Tötung angehängt wird.
Hör auf mit dem Melodram. Du mimst die französische Diva.
Französische Diven sind nicht melodramatisch.
- Doch! - Nein!
Was sind sie dann? Feinfühlig? Tiefgründig?
Cotillard, Adjani, Romy Schneider?
Romy Schneider ist Deutsche.
Französin, Deutsche, ist doch egal. Kein Benehmen.
Lass uns packen und irgendwo hinfahren.
Du wolltest doch immer mal Sporttauchen.
Vielleicht wäre das jetzt gut.
Sporttauchen?
Du bist total verrückt!
Ich will nicht mit einem Dieb und Mörder türmen.
Ich bin kein Mörder, Teemu.
Ich habe nichts verbrochen.
Wirklich?
Dann ruf die Polizei an.
Willst du meinen Tod?
In Finnland wurde das letzte Todesurteil 1944 verhängt.
Wir sind hier keine Barbaren!
Ich hab Angst.
Immer habe ich deinen Unfug ertragen. Jetzt reicht's.
Du hast 20 Minuten, um zu packen.
Du kannst mich nicht rauswerfen.
Wo soll ich denn hin?
Zwing mich nicht, fies zu werden.
Sorry, aber du hilfst mir nicht gerade.
Ich helfe dir nicht? Verdammt nochmal!
Dann helfe ich dir jetzt!
Immer kümmere ich mich um alles!
Nein, so muss ich alles wieder zusammenlegen.
Beeil dich!
Soll ich das Geld dalassen oder mitnehmen? Hm?
Antworte. Mitnehmen oder nicht?
OK, ich nehme es.
Der Schal von unserer Lofoten-Reise,
kann ich den auch nehmen?
Leb wohl, Liebster.
Versammelt Familien und Herden, wir brechen sofort auf.
Wohin? Wollt ihr im Meer ertrinken?
Wie lange hält dieses Feuer Pharao ab?
Nach diesem Tag seht ihr die Wagen nicht mehr.
Nein! Ihr findet alle den Tod!
Der Allheilige wird den Kampf für uns führen.
Seht, wie allmächtig er ist!
Wir beginnen unseren Anflug auf Paris.
Die Bodentemperatur beträgt 37 Grad.
Landung ist voraussichtlich in 30 Minuten, um 10.25 Uhr.
Wir hoffen, Sie hatten einen angenehmen Flug.
Entschuldigen Sie.
Oh, verdammt. Verdammt.
Wo ist mein Koffer?
Ich sage doch, ich bin am Gate 2E. Du sagst 2F.
Womöglich bist du auf der anderen Seite.
Was heißt "wir"?
Aha, OK. Und wo seid ihr?
Ah!
Wie dürr du bist! Sie haben dich ausgehungert, die Schweden.
Die Finnen, Mama?
So schön, dass du zu den Feiertagen herkommst.
Mein Sohn...
Hallo Papa. Wie geht's?
Hallo große Schwester.
Ich lasse mich wohl scheiden. Sag den Eltern nichts!
- Gehen wir los? - Ja.
Hast du kein Gepäck?
Das ist beim Flug verloren gegangen.
Oh, das gibt's doch nicht. Sie haben die Koffer verbummelt.
Nicht so schlimm.
Echt ärgerlich, mit den Koffern.
Macht dir wohl nicht viel aus.
Manchmal werden sie nicht gefunden.
Du musst unbedingt mit deiner Schwester reden.
Sie ist so nervös.
Meinst du?
Wenn ihr Goi-Gatte ihr zusetzt,
reißt dein Bruder ihm gerne die Eier ab.
Guten Tag.
Ihr Stift war noch drin.
- Ich bin Stammkundin. - Wasserfester Filzstift,
kapieren Sie? Wir haben sämtliche Mittel probiert.
Wurde auch Zeit. Léa hat mir noch den Kleinen hier gelassen.
Nichts zu machen.
- Ich komme nicht wieder. - Schön. Tschüs.
- Guten Tag. - Guten Tag.
Auch ein Auslieferungs-Irrtum.
Das haben die verabredet?
- Alles klar? - Ja. Und bei dir?
Guten Flug gehabt?
Bin bisschen kaputt.
- Und wessen Schein ist das? - Das ist meiner, eben?
Ihr Schein. Mama, machst du das?
Das kam zu mir, ist aber nicht meins.
Ach so? Sie haben das angenommen?
Es war mein Nachbar.
Und er hat es nicht gemerkt?
Hier ist keine Wäscherei, sondern eine Reinigung.
- Tu was mit dem Gör! - Hör auf!
Komm jetzt mit.
Gehst du mit Gabriel in den Park?
Geh mit Onkel Ruru.
4 blaue Laken.
Keine Sorge, das finden wir.
Was willst du später mal werden?
- Wie Benjamins Vater. - Was?
Er bringt uns das Ma Nishtana bei.
Morgen, zum Pessach, trage ich das Gebet vor.
Das ist gut.
Ein Rabbi fehlt noch in der Familie.
Willst du es jetzt hören?
Kannst du es ganz auswendig?
Gabriel!
Au...
Gabriel!
Tut mir so leid. Geht's dir gut?
Papa hat Recht. Kaum bist du da, geht alles schief.
Gabriel! Gabriel, komm zurück.
Lass mich.
Zieh dieses Hemd an. Wir gehen zu deinem Onkel.
Danach kommst du mit mir ins Fitnessstudio.
Es stinkt hier. Ich lüfte mal.
Das trage ich nicht.
Mama...
Stinkst du etwa so?
Hör mal, du musst dich unbedingt umziehen.
Dumm, dass deine Sachen weg sind.
Das ist neu. Es hing hier vorher nicht.
Du siehst fürchterlich aus.
Hast du Probleme?
Mit deinem Schweden, ja?
Er heißt Teemu und ist Finne.
Im Grunde kapiere ich noch gar nicht, was los ist.
Nicht gerade schön,
was die Finnen im Krieg getan haben.
Aber Teemus Vater war im Krieg noch gar nicht geboren.
- Herr Steiner kann Sie empfangen. - Danke.
Tut mir leid.
Ihr Schwager möchte allein mit Ruben sprechen.
Ach ja? Gut. Geh.
Berufung.
Berufung ist etwas Großartiges.
Mein Glück war, eine zu haben: die Reinigung.
Es war mein Traum. Tja, ich habe ihn verwirklicht.
Schon als Junge, wenn ich einen Fleck sah,
wollte ich nur eins: ihn wegmachen.
Dein Vater,
mein Bruder, ein anständiger Mensch, hatte nie eine Berufung.
Also nahm ich ihn unter meine Fittiche.
Ich gab ihm eine eigene Reinigung.
So ist das: Man muss den Seinen helfen.
Als du sagtest, du willst wieder studieren,
in Finnland einen Master in vergleichenden Saunastudien machen,
dachte ich: "Geben wir ihm noch eine Chance.
"Er hat sich geirrt,
aber er soll seine Träume zu Ende träumen."
Ich danke dir sehr, Onkel.
Gut.
Du hast dein beklopptes Studium aufgegeben?
Gut so. Weißt du warum?
- Weil du ein Genie bist. - Oh nein...
Du bist Jude,
bist homosexuell und sprichst finnisch.
Du wirst mal groß, ich spür's.
Ich werde dir kein Geld mehr schicken,
keinen Heller mehr,
damit du dich von uns losmachst, armer Schmock,
und dein eigenes Imperium, dein Königreich aufbaust,
künstlerisch unabhängig wirst.
Du kommst groß raus,
super, super groß raus.
Ruben, der Herr der Fjords.
Komm, ich begleite dich raus.
Aber, es ist etwas passiert.
Ich kann mein Reich nicht in Finnland aufbauen.
Ist es aus? Hat dich der große Blonde fallen lassen?
Du kriegst Geld für eine Reinigung.
Geld brauche ich nicht wirklich.
Du hast was angespart?
Sollen wir Kompagnons werden? Ist gut.
Wie viel hast du? 5000? 10000? Mehr?
199980 Euro.
Über Geld witzelt man nicht, Ruben.
Das ist kein Witz.
Da. Lern am besten damit umzugehen.
Hallo? Ja? Ah, du bist's.
5, 6, 7, 8...
Und 2, et 2, 3, 4...
5, 6, 7...
Los, die Damen.
Fit werden für die Feiertage.
1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8.
Denken Sie an all die Matze-Fladen.
Und den guten Seder-Teller, den Sie morgen essen.
1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8.
Weiter. 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8.
Schaut, Kinder.
Bei mir ist ein Wolf.
Er war krank.
Jetzt kann er in den Wald zurück.
Lauf!
Oh! Rachel!
- Ruft einen Arzt. - Was ist mit ihr?
Sie hat Asthma und Sie stehen hier nur rum?
Aber sie ist diejenige...
Ruhe. Es hilft kaum, wenn Sie so herumkrakeelen.
Ist gestern kein Einschreiben für Sie gekommen?
Teemu, ich habe weder was von einem Einschreiben gehört,
noch von diesem Geld.
Seltsam, weil Ruben...
Dieses Geld hätte ich nicht ausgeschlagen.
Ruben hat geflunkert.
"Sauna tilgt Bitterkeit, Peitschen lindert den Groll."
Schluss
mit dem Spielchen. Antworte ihm, mein Herz.
Er muss verzweifelt sein, der Arme!
Ich hab's satt. Ich glaube nicht mehr, was er sagt.
Mein kleiner Ruben, allein in diesem schrecklichen Land!
Lass ihn nicht dort, sie werden ihn zwangsverheiraten.
Vielleicht ist dein Ruben freiwillig fort.
Vielleicht hat er da einen anderen Typen.
Er hat mich so oft angelogen.
Aber dieses Geld konnte er nicht erfinden.
Bestimmt steckt er in einer krummen Sache.
Stell dir das vor?
Armer Ruben!
Hör auf, Ruben in Schutz zu nehmen.
Als meine Mutter müsstest du auf meiner Seite sein.
Er hat sich vielleicht
beim Austragen prostituiert.
Moral hat er keine.
In diesem Haus
werden keine Huren herabgewürdigt!
So habe ich dich nicht erzogen,
Ich habe dich
aufgeschlossen, großherzig und tolerant erzogen,
oder nicht?
Prostitution ist eine Arbeit wie jede andere.
Wenn Ruben einen anderen Beruf gewählt hat,
mein Gott,
dann unterstützen wir ihn alle darin!
Begreifst du, was du da sagst?
Mein Herz,
weißt du, dass ich 1983,
kurz vor deiner Geburt,
in einer Liebesbeziehung mit zwei senegalesischen Huren lebte.
Wie schön sie waren!
Eine hat mich...
Mama, ich will deine Geschichten nicht hören.
Ich bin nicht so wie du.
Ich will ein geordnetes Leben, einen festen, ehrlichen Typen
und absolut keinen Trouble.
Du willst keinen Trouble?
Keinen vom Typ "senegalesische Prostituierte".
Ich habe ein reaktionäres Monster geboren.
Du wirst langsam zum Spießer.
Im Ernst, mein Sohn, du wirst
zum Ober-, Oberspießer.
Lausig, dass du nicht antwortest.
So leicht wirst du mich nicht los!
Es tut gut, euch alle drei beisammen zu sehen.
Ist schon lange her...
Dazu brauchtest du nicht zu sterben, ja?
Traditionen sind auch dazu da:
damit wir zusammenkommen.
Nur so schaffen wir Juden es, zu überleben.
Zum Überleben müssen wir zusammen bleiben.
Hätten sich die Juden nicht um Moses gesammelt,
würde die Bibel vom Wüstentreck
eines Bärtigen erzählen.
Ist es da? Nein, weiter unten.
- Bis morgen. - Tschüs, Schatz.
Streng dich nicht an.
Léa kommt morgen und hilft dir.
Arschkriecher!
Komm.
Fast bringst du meinen Sohn und deine Mutter um.
- Wann fährst du? - Ich wollte nicht?
Fliegt er noch mal hoch,
poliere ich dir die Fresse, ja?
Ja.
Morgen
müsst ihr mit mir einkaufen gehen.
Ich konnte noch gar nichts vorbereiten.
Natürlich.
Ist das Papa?
Hallo?
Ich sagte doch, ich bin bei meiner Mutter.
Was? Hör auf mit dem Stuss.
Werde erwachsen! Ist mir egal, dass du nichts zu essen hast.
Ich komme heute nicht nach Hause.
Vor 7 Jahren hat meine Schwester Hervé geheiratet.
Ich sehe Lauries Geist und das, was wir ihr angetan haben.
Der Ex-Schauspieler, mimte den Bösen
in einer blöden Vorabendserie namens Mörderischer Ehrgeiz.
Jean-Sébastien?
Da es nur eine Staffel gab wechselte Hervé,
ohne weitere Aussichten, zum Schuhfach.
- Diesen Fuß. - Na, dann diesen für Sie.
Die gleichen!
Es sind die gleichen, mit der Schnalle...
Genug, genug...
Keiner hätte gedacht, dass von uns
gerade Irène einen Nicht-Juden heiratet.
Ihr Ex-Freund, Ezéchiel, wurde geachteter Rabbi.
Ezéchiel verheiratete übrigens Irène und Hervé.
Zur Hochzeit in der Synagoge muss ein Goi übertreten,
aber Ezéchiel war noch in Irène verliebt.
Er schlug ihr nichts aus.
Möge der Herr unseres Schicksals
in endloser Güte
eurem Heim seinen Segen und Schutz gewähren.
Hervé hatte gesagt, eher würde er krepieren,
als seine Vorhaut loszuwerden.
Irènes Versuche, Hervé in Familienfeste
einzubinden, scheiterten.
Was Israelis mit den Palästinensern machen,
ist ein Verbrechen.
Ein Verbrechen war Irènes Heirat mit dir.
Der definitive Störfall passierte beim Rosch ha-Schana,
dem Neujahrsfest vor 4 Jahren.
Hervé sagte den Satz,
der ihn für immer von unseren Familienfesten ausschloss.
Die Juden gründeten Israel, um sich an den Nazis zu rächen.
Ist gut. Sie macht nur ihr Yoga.
Danke.
Die 1. Geschiedene der Familie?
Ich bin der 1. Schwule der Familie.
Es geht voran.
Hervé wurde gefeuert.
Er sitzt den ganzen Tag da und glotzt seine blöden Serien.
Er meint, er wird wieder Schauspieler.
Weißt du noch? Mama hat jede Folge geguckt.
Komm, hör schon auf.
Und mit Teemu, alles in Ordnung?
Die berüchtigte Phase, in der einer den anderen anwidert.
Nur leider bin ich diesmal der Verlierer.
Und dann...
Es ist noch was passiert, das mich...
Kurz, die Dinge haben sich halt verschlechtert.
Aber es geht schon.
Doch an diesem Strand regnete es dann
Bei diesem Gewitter
Ging er dann fort
Und ich schrie, ich schrie
"Ruben", damit er zurückkehrt
Unglaublich! Was machst du denn hier?
Komisches Motorrad.
Ich bin jetzt Förster. Ich drehe meine Runde.
Du bist Pauker, heißt es.
Gott hat uns die Kinder geschenkt, damit wir?
Alles in Ordnung?
Ich hätte dich heiraten sollen.
Weißt du noch, wir hatten viel Spaß in der Schule!
Vergessen waren deine Sommersprossen.
Ich habe keine.
Geht's dir gut?
Ich bin verletzt.
Ich bin am Ende!
Zeig mir die Sterne! Ich habe gesucht und keine gefunden.
Die Sterne?
Ich glaube, du hast zu viel...
Bei all den Bäumen sieht man überhaupt nichts!
Steig lieber auf.
Danke.
Halt dich gut fest.
Was ist denn?
Was ist?
Was ist?
Nichts.
Es ist nur...
Ich habe was überlegt.
Seitdem ich mit Ruben zusammen war,
hatte ich wenig Gelegenheit, der Aktive zu sein.
Mir ist nicht klar, ob mir das gefehlt hat oder nicht.
Mehr nicht.
Weißt du was?
Mir fehlt es schon.
- Guten Abend. - Guten Abend.
Gehst du rein oder nicht?
Community-Partys sind nicht so mein Ding.
Ich mag keine Stromer. Geh rein oder hau ab.
Gut. Ich geh rein.
Anwalt Goldberg!
Dein Vater hat nicht erzählt, dass du hier bist.
Sie sind ein frommer Mann, was machen Sie hier?
Jeder birgt Widersprüche.
Herr Anwalt, tun Sie das nicht...
Herr Anwalt, sind Sie jetzt in Rente?
Noch berufstätig, Junge.
Ich muss Sie wegen einer Sache um Rat fragen.
Ich fühle mich heiß, wild, jung!
Ruben, küss mich.
Komm.
Ach du, du!
Ich muss mit Ihnen über etwas reden,
das einem Freund passiert ist.
Süßer kleiner Gürtel. Süßer kleiner Hosenschlitz?
Ich sagte, ein Freund
meinte, einen Mann sterben zu sehen?
Anwalt! Anwalt! Warten Sie.
Also, ein Freund von mir meinte, er sei beim Tod
eines Mannes dabei gewesen,
der ihm eine riesige Menge Geld geschenkt hatte.
Mein Freund hatte keine schlechten Absichten?
Süße kleine Unterhose...
Und da drin, was finden wir da?
Als er dann die Leiche sah,
ist er in Panik geraten
und ohne groß nachzudenken ist er ins Ausland geflogen,
mit 199980 Euro im Koffer.
Mein Freund weiß nicht, ob er?
Du warst unartig und willst bestraft werden, ja?
Nein, es war ein Freund von mir. Nicht ich.
Still, kleiner Schuft. Anwalt Goldberg gibt dir die gerechte Haue.
Herr Goldberg, wir tun so, als wäre?
Nenn mich jetzt Maurice.
Ja. Gestern haben wir viel getrunken und?
Wir werden sehr glücklich zusammen sein.
Du kannst heute einziehen. Nichts wird dir fehlen.
Ich bin so einsam, als Witwer.
Aber Herr Goldberg? Maurice,
Sie waren unser Gemeindevorsitzender.
Wenn die Leute wüssten, dass?
Du bist ja süß. Kennst du Rivka Meyer?
Die alte Dame von der Fleischerei Rue du Temple?
Sie schläft seit 15 Jahren mit Frau Blitznick, weißt du?
Ich fühle mich plötzlich nicht wohl.
Ich werde mal gehen.
Das, was meinem Freund passiert ist?
Du willst es gleich wieder, kleiner Schelm.
Ich mache uns Brote, dann kriegst du nochmal deine Strafe.
Anwalt Goldberg versteht was von Rückfalltätern.
Genau, ein Brot? Ich komme gleich nach.
1992 B.
Warst du bei Mama? Irène holt sie nachher ab.
Ach...
Papa, hast du im Auto übernachtet?
Ja, ich...
Mach dir keine Sorgen: Mama geht's gut.
Es war nur ein kleiner Anfall, nichts Ernstes.
Wollen wir Tennis spielen gehen?
Papa, ich habe seit über 48 Stunden nicht geschlafen.
Wir beide unterhalten uns nie.
Halt den Schläger richtig. Greif ihn unten.
Atme.
Mach den Arm lang.
Mach die Bewegung rund.
Genau. Wenn du nur willst...
- Los, runder werden. Runder. - Worüber wolltest du reden?
Was?
Über deine Mutter.
Du verstehst noch nicht,
aber bei einem Paar ändert sich mit den Jahren
das Verlangen.
Das machst du doch absichtlich?
Entspann dich ein bisschen.
Mach die Bewegung lang.
Nicht so wie ein Wurm winden.
Sieh den Ball an.
- Es kann doch nicht wahr sein? - Schnauze, lass mich!
Pfeif auf dein Tennis!
Ich gebe mir Mühe und du quälst mich!
Mama liegt im Krankenhaus und du gibst mir Tennisunterricht!
Ich hab's satt. Ich bin kaputt.
Kapiert das vielleicht jemand? Ich bin fertig!
Verdammt!
Ist mir nie aufgefallen, dass deine Hoden so verschieden sind.
Du solltest zum Arzt gehen.
OK. Schon gut!
Ich habe seit 20 Jahren ein Verhältnis.
Sie heißt Françoise und will dich kennen lernen.
Die Frauen glauben immer,
man kann nicht zwei Menschen zugleich lieben.
Aber das stimmt nicht.
Seit 20 Jahren liebe ich zwei Frauen.
So ist das.
Warum sagst du mir das jetzt?
Weil sie meine Kinder sehen will.
Außerdem, in der Familie...
bist du der Einzige, der...
"Der Einzige" was?
Der mich nicht belehren kann.
Jetzt reicht's.
Sag mal...
Na, so was...
Ich meinte doch?
- Es war eher ein Kompliment. - Natürlich.
Du bist der stärkste von uns.
Du pfeifst doch auf unsere Geschichten.
Dein Bruder würde bei der Bitte zusammenbrechen.
Das kannst du doch für mich tun.
Ich bitte dich nie um etwas.
Du musst verstehen, dass...
Es ist kein One-Night-Stand.
1 Ständer pro Monat ist schon gut
in meinem Alter.
Françoise kennt dich von klein auf.
Das heißt, von Fotos.
Ich traf sie gleich nach meiner Depression.
Sie hat mir sehr geholfen.
Ich will sie nicht treffen, wenn Mama nichts weiß.
Ich will nicht dein Komplize sein. Das ist deine Sache.
Auf keinen Fall werde ich diese Frau treffen.
Zu spät: Sie ist schon in der Cafeteria.
Tut mir leid, aber...
Auf den Fotos sahst du dicker aus.
Dein Vater hat so viel von dir erzählt.
Finnland soll so schön sein.
Mein Vater liebt meine Mutter.
Als er sich die Adern aufgeschlitzt hat, war sie es, die ihm half.
Er schuldet ihr sein Leben.
Ich bin ihr überaus dankbar.
Ruben, diese Situation ist für niemanden einfach.
Mit ihm ist nichts einfach.
Er ist ein egoistisches Kind,
das zu viel Liebe erwartet.
Eine Frau genügt ihm nicht.
Vielleicht gibt's noch eine dritte.
Ich dachte, du würdest verständiger sein.
Ich bin weit weggezogen, um eben nicht
so zu werden, nicht so trostlos.
Irgendwann muss man Entscheidungen treffen und dazu stehen.
Oder?
Laminatboden?
Nein, wie Sie mögen.
Ich dachte an massive Eiche, das ist schöner.
Das ist schöner.
Nein. Vergessen Sie's.
Tschüs, Frau Lippman. Danke.
Auf Wiedersehen. Schönen Tag.
Arbeit für dich?
Ich soll Frau Lippmans Wohnung renovieren.
Das bringt etwas ein.
Wenn dein Mann nur seinen Hintern hochkriegen würde?
Du warst so begabt, als du klein warst.
Mama, ich möchte keinen Streit.
Du wärst eine sehr gute Innenausstatterin,
die feine Läden dekoriert.
Jetzt malochst du in der Reinigung
und richtest schäbige Wohnungen ein.
Erklär mir bitte nicht, wie sehr
ich mein Leben versaut habe.
Deine Kinder sind nicht perfekt.
Wenn wir dir peinlich sind, sag es doch.
Als Irène Hervé traf,
wurde ihre Beziehung zu meiner Mutter unerträglich.
Irène hatte ständig einen seltsamen Alptraum,
in dem meine Mutter Teleshopping ansagte.
Liebe Freunde, unser Starprodukt heute:
der Spray, der in wenigen Sekunden jüdisch macht.
Ja, mit dem Spray von Rabbi Rosenberg
ist es aus mit den mühsam erlangten Konvertierungen.
Aus mit Beschneidungen im Erwachsenenalter.
Mit diesem Spray werden Sie jüdisch mit nur einem?
Mein Schwiegersohn ist 100%iger Goi.
Hallo.
Nur zweimal "pfff" und wir werden
friedlich die Feiertage zusammen verbringen können.
Schauen Sie.
Hervé, wie heißt du jetzt?
Moshe, ich heiße Moshe Finkelstein.
Wie fühlst du dich? Jüdisch. Wirklich sehr jüdisch.
Der Spray kann noch mehr:
Ihre eigenen Kinder brauchen auch mal etwas Nachhilfe.
Der Spray ist erhältlich in allen Gemeindezentren.
Worauf warten Sie?
Ich bin Rabbi Rosenberg und bejahe diese Botschaft.
Also. Bist du soweit?
Lila oder rot?
Rot. Das lila geht wirklich gar nicht.
Und?
Du bist umwerfend.
Und du bist gestern ausgegangen?
Wohl keinen Erfolg bei den Mädchen gehabt.
Komm, hilf mir damit.
Bitte zwing mich nicht,
andauernd mein Coming Out zu wiederholen.
Ich bin nun mal homosexuell.
Ich bin auch homosexuell.
Alle sind homosexuell.
Bis die richtige Person kommt und man heiratet.
Für das Überleben des großen Volkes Israels.
Ja, richtig. Genau.
Wenn es alle so machen wie du, sterben wir im Nu aus.
Ist es denn wirklich aus mit Teemu?
Mama, lass mich in Ruhe.
Weißt du, ich wollte mit dir reden.
Ich habe nämlich gut überlegt.
Wenn du einen netten, jüdischen Jungen treffen würdest,
wären dein Vater und ich bereit ihn zu Feiertagen einzuladen.
Mama, ich gehe nur mit Gois,
damit du sie nicht zu Feiertagen einladen kannst.
Eines Tages wirst du an meinem Tod schuld sein.
Beeil dich, mein Herz.
Hallo Teemu.
Geht's dir gut?
Danke, Mädchen.
Wir müssen sprechen.
Was ist denn?
Ich muss mit dir reden.
- Über Ruben? - Wer ist Ruben?
Mein Mann. Geht spielen.
Ich habe dir gestern nicht alles erzählt.
Ruben hat nicht gelogen.
Er brachte mir ein Päckchen?
Ich habe Ruben das Geld geschenkt.
Meine erste Frau ist im Januar gestorben
und hat mir dieses Geld vererbt.
Am Ende ihres Lebens
hatte die dumme Nuss ein wahres Vermögen angehäuft.
Ich gab es meinen 3 Kindern, damit sie es aufteilen
und seitdem zerfleischen sie sich gegenseitig.
Mein Leben wurde zur Hölle!
Ich ahnte nicht, wie zerstörerisch Geld sein kann.
Einer meiner Söhne...
meinte, er schickt alles zurück, wenn ich nicht eingreife.
Um endlich Frieden zu haben wollte ich lieber
das Geld verschwinden lassen.
Es tut mir leid.
Ich wollte...
Geld verschwinden lassen?
Er ist verrückt!
Geht zur Direktorin und sagt, ich brauche eine Vertretung.
Fahren Sie weg, Herr Heikkinen?
Wohin?
Fahren Sie mich zum Flughafen?
Lauft schon!
Wie viele sind wir? 7 oder?
Wir sind 6. Kein Teller für Hervé.
Wir wissen ja, dass Irène allein kommt.
Ja, stimmt.
Und du hast mir viel zu erzählen.
Wie steht's?
Dein Mann griff mich gestern an.
Er war später immer noch wütend?
- Er ist immer "wütend". - Mit dir schon.
- Ich gehe hin. - Erwartet ihr wen?
Maurice Goldberg!
- Schöne Überraschung! - Was machst du da?
Tu so, als wäre ich nicht da.
Ruben! Ruben!
Schau mal, wer uns besucht.
Was machst du da?
Hallo Kleiner.
Komm sofort da raus.
Ich komme schon.
Hören Sie auf, bitte.
Der Tee ist da. Soll ich Ihnen einschenken, Maurice?
Danke, Rachel.
Neulich sprachen wir darüber, wie großzügig Sie sind,
allein für die neue Synagoge aufzukommen.
Versteht sich...
Für meine Lieben gebe ich gerne viel.
- Ich gehe einkaufen. - Rachel!
Ich muss es Ihnen erzählen.
Ruben und ich sind uns gestern begegnet.
Du hast nicht erzählt, dass du in der Synagoge warst.
- Doch, doch... - Nein, Rachel.
Ruben und ich sind uns in der Disko begegnet.
"In der Disko"?
Tut ganz gut, ab und zu die alten Knochen zu schütteln.
Ja, das stimmt.
Ich wünschte, ich könnte gut tanzen.
Rachel, ich sage Ihnen was.
Ruben ist ein göttlicher Tänzer.
Ich muss etwas sehr Wichtiges tun:
am Flughafen mein Gepäck abholen.
Wurde es gefunden?
Vielleicht, wer weiß? Keine Ahnung.
Soll ich Sie absetzen?
Meine Schwägerin leiht mir ihr Auto.
Was?
Rachel, ich will Sie nicht länger belästigen.
Ich will mit Ihnen ehrlich über Liebe reden.
Ich komme wieder.
Hast du mit dem alten Goldberg??
Gib mir sofort die Schlüssel, Léa.
Dein Bruder killt mich, wenn ich's dir leihe.
Die Schlüssel! Alarmstufe rot.
OK. Aber komm bald wieder.
Ich dachte, er schläft noch mit Herrn Schwartz.
"Herrn Schwartz"?
Ja.
Du hast mir so gefehlt.
Du hättest heute Morgen nicht so verduften sollen?
Es reicht. Was glauben Sie eigentlich?
Ich bin in jemand anderes verliebt.
Ich hatte Sex mit Ihnen, weil ich traurig und betrunken war.
Ich hörte, dass du ein labiler Junge bist.
Ich verhelfe dir zu Balance.
Sicher haben wir zusammen eine fabelhafte Zukunft.
Wir sind angekommen. Schöne Feiertage.
Deine Eltern sind tolerant.
Sie haben dich sehr klug erzogen.
Achtbare Leute.
Ich bin nicht zu haben, Goldberg.
- Scheiße. - Was?
Kennst du Schwartz?
Miese Sau!
Hure! Dreckiger Jude!
Du Dreckskerl.
15 Jahre und so willst du gehen?
Starte! Wir müssen weg.
Armer Kerl!
Aufhören, Herr Schwartz!
Glaubst du, die kleine Nutte erträgt dich lange?
Steigen Sie aus!
Hündchen?
- Auf Wiedersehen, Maurice. - Kein Respekt, die Jugend!
Hast du Aua, Maus?
Das hast du davon...
Warst böse, Gott hat dich bestraft.
Selbst schuld. Na komm.
Meint ihr, Gott der Allmächtige ist so dumm,
dass er Adam fragen muss: "Wo bist du?"
Kann unser alles sehende Gott nicht wissen, wo Adam ist?
Warum stellt er ihm diese Frage?
Gott weiß genau, wo Adam ist.
Er fragt nach: "Wo stehst du in deinem Leben?"
"Bis wo bist du gekommen, seit du geboren bist?"
"Wo stehst du?"
Vergesst nie, euch das zu fragen
und bedenkt, der Weg des Zweifelnden
ist reicher als der, des übermäßig Selbstsicheren.
Frohes Pessach. Bis nächste Woche.
Frohes Pessach-Fest.
Ich dachte nicht, dass ich dich mal hier sehe.
Zeigt die Tora einen Weg aufzuhören, Jude zu sein?
Willst du eine andere Religion annehmen?
Ich will nur wissen, ob der Judaismus eine Art vorsieht,
sich endgültig von seinem Volk loszusagen.
Jude bleibt man immer.
Auch wenn du konvertierst,
sehen dich die Juden und die anderen als Juden.
Generationen, die ihre Identität leugneten,
mussten doch zu ihr stehen.
Schau... Die Dreyfus-Affäre
oder die vielen assimilierten deutschen Juden,
die von den Nazis massakriert wurden.
Dich hat der Judaismus glücklich gemacht.
Du hast eine Frau, Kinder, eine Arbeit.
Aber für mich ist er nur eine Last.
Die Traditionen, die Schuldgefühle, all das?
Mein Leben wurde zum miesen jüdischen Witz.
Hast du eigentlich dein Sauna-Business aufgezogen?
Es hat alles nicht so geklappt, wie ich dachte.
Noch denselben Freund?
Alles ging den Bach runter.
Ezéchiel, ich habe versagt, auf allen Ebenen.
Ich bin unfähig, ja. Unfähig?
Ruben,
sei nicht so hart zu dir.
Menschen versagen auf allen Ebenen.
Nicht nur Juden, das ist Gesetz.
Gott wäre nicht vollkommen, wenn wir es auch wären.
Alles klar, mein Baby?
Nenn mich nicht "mein Baby". Das ist lachhaft.
Papa...
Françoise mochte dich.
Ist mir total egal. Ich wollte dir sagen?
Der erste Stern ist da.
Ich habe ihn im Himmel gesehen. Wir müssen anfangen zu beten.
Nein. Wir müssen noch ein bisschen warten.
Benjamin hat gesagt...
Wir warten, damit auch Tante Irène
dich dein hübsches Gebet aufsagen hört.
Einverstanden?
- Wegen vorhin... - Ich sage es niemandem, versprochen.
Du sollst nicht glauben, dass?
Papa, ich denke gar nichts. Wirklich.
Ich will nur nicht, dass Mama leidet.
Da tue ich mein Möglichstes, wirklich.
Wolltest du mir nicht etwas sagen?
Wolltest du mir nicht etwas sagen?
Nichts weiter. Mach dir keine Sorgen.
Rede langsam, Liebes. Ich höre gar nichts.
Was? Wo bist du denn? Wieso denn das?
Was hat er dir gesagt?
Hör auf zu weinen und sag, was los ist...
Irène, was ist los?
Beruhige dich.
Wo bist du? Bleib da. Ich komme.
Was ist denn? Geht's ihr gut?
Ihr verfluchter Mann hat sie rausgeworfen. Ohne ihre Sachen.
Los, lasst uns hin.
Verdammt.
Wo sind die Autoschlüssel?
Die hab ich.
Seid vorsichtig.
Passt auf, Samuel. Geh, mein Kleiner.
Tja, ich...
Mit meiner Wut schlage ich Hervé die Fresse ein
und dann mache ich dich zu Brei.
- Ja, gute Idee. - Schnauze!
Töchterchen...
Was ist denn?
Ich bringe ihn um.
Warte. Geh nicht. Das wäre ihm nur recht.
Sein Cousin ist da, der Bulle.
Ich will keinen Ärger, nur meine Sachen.
Lass Ruben hingehen.
Sag mal? Wer ist dieser Cousin?
OK. Ich gehe.
Ich gehe mit dir hoch.
Nein, warte.
Ich mache nichts.
Ruru kann da nicht alleine hin.
- Beruhige dich. - Ja. Ich bin ruhig.
Was denkt er sich?
Öffne oder ich haue die Tür ein!
Du sagtest, du lässt mich machen.
Hervé, ich bin's. Ruben.
Wir wollen keine Prügelei.
Wir wollen ein paar von Irènes Sachen holen.
Danach lassen wir dich in Ruhe. Hervé!
Hervé, hörst du?
Du hast mich als einziger korrekt behandelt.
Rührt dein Bruder nur einen Finger,
buchtet mein Cousin euch alle ein!
Samuel wartet draußen. Lass mich jetzt rein.
Komm rein.
Hallo Hervé.
Hört auf. Hört doch auf!
Verstärkung benötigt
in der Rue de l'Ouest 104.
Verstärkung in die 104.
Aufhören oder ich schieße.
Jean-Jacques! Legen Sie, legen Sie die...
? Pistole hin.
Hör auf.
Ich bring dich um!
Lassen Sie ihn los.
Nathan, hilf mir. Er ist irre.
Ja, ich helf dir.
Keine Bewegung. Samuel, alles klar?
Was ist hier los?
Lass mich los! Lass mich los!
- Ruben! - Papa!
Ich bring dich um!
Warum die Handschellen?
Ihr habt nichts getan.
Das gibt's doch nicht.
- Blöder Arsch! - Schlampe!
...Epos der jüdischen Sklaven in Ägypten.
Tauchen Sie ein ins packendste Abenteuer der Geschichte.
Ausgehend vom Buch Exodus
erzählen wir Ihnen, wie die Hebräer
die Gräber des Tals der Könige bauten.
Es ist ein Missverständnis.
Wir wollten nur Sachen meiner Schwester holen.
Heute Abend: einzigartiger Bericht
über Sklaverei und Befreiung eines Volks.
Willkommen, die Herren. Es folgt eine Leibesvisitation.
Legen Sie Ihren Besitz in diese Behälter.
Alles, bitte: Handys, Schmuck, Gürtel, Hose?
- "Hose"? - Ja, Hose.
Alle in Unterhose!
Halten Sie uns für Dealer oder wie?
Machen Sie mit, sonst wird's heikel.
Sonst wird's sehr heikel.
Gut.
Sie dürfen eine Person benachrichtigen,
sich 30 Minuten mit Ihrem Anwalt unterhalten
und einen Arzt sprechen.
Ich habe keinen Anwalt.
Ich habe einen Anwalt: Anwalt Goldberg.
Seine Karte ist da drin.
Goldberg ist dein Anwalt?
Hört her, Jungs:
"Mein Ruben, danke, du brachtest mir"
"das Saturday Night Fever zurück."
Der Herr hält sich für Travolta?
Zeig uns mal, wie du tanzt.
Zeig mal, was in dir steckt.
Ich zeig dir, wie ich dir eine reinhaue.
So mit mir zu reden ist ein Delikt.
Delikt ist, dass dich deine Mutter geboren hat.
- Guten Abend Herr Kommissar. - Hallo Kinder.
Was haben wir heute Abend?
Gewaltsamer Zutritt,
Angriff auf eine Zivilperson und 3 Polizeibeamte.
Wir hegen keine schlechten Absichten.
Heute ist das jüdische Osterfest,
der Auszug aus Ägypten.
Nur ein kleines Familientreffen.
Wie lästig?
Travolta und der Brutalo. Da rein.
Können wir zusammenbleiben?
Keine Debatten, ihr seid hier nicht im Hotel?
Alles wird gut, Kinder. Alles wird gut.
Abendessen.
Geht es meinem Vater gut? Er ist sehr erschöpft...
Nicht meine Sache.
Sandwichs?
Kommen Sie zurück!
Zum Pessach-Fest
dürfen wir keine Backhefe essen.
Verflixt, ich habe Hunger.
Scheiß drauf, ich glaube nicht mal an Gott.
- Nur nicht Mama sagen. - Ja?
Danke, dass du mich vor den Bullen verteidigt hast.
- Samuel? - Ein Moment.
Gib mir nur einen Moment.
Es ist zu schwer.
Es ist zu schwer, alles allein regeln zu müssen.
Mit allem fertig werden zu müssen, weißt du?
Ich möchte nicht wie Papa werden, so sein wie er,
oder auf mir rumtrampeln lassen. - Keiner verlangt, dass...
Du lässt dich auch unterbuttern. Du kuschst.
Irgendwann musst du ein echter...
"Ein echter" was?
Ein echter Mann sein? Das wolltest du sagen?
Nein. Das nicht.
Ich will nicht dein Schwulenhasser vom Dienst sein.
Was willst du dann sagen?
Wenn in unserer Familie ein Buhmann gebraucht wird,
trifft es immer mich.
Papa war immer abhängig und entscheidungsunfähig.
Und du, Ruben, wirst gerade genau wie er.
Das war's.
Das wollte ich dir sagen.
Ich muss dir was erzählen.
Und das musst du mir glauben.
Ich komme hin, klopfe an, er macht auf, alles bestens.
Ich gebe ihm das Einschreiben.
Ich habe auf Teemu gewartet.
Ich hatte Angst, die Polizei zu rufen.
Als er nach Hause kam, hat er überhaupt nichts begriffen.
Ich habe wieder das Geld gezählt. Es waren 199980 Euro.
Was sollte ich da tun?
Du bist nicht allein?
Steiner, Ihr Anwalt ist da.
Mein Anwalt?
Kommen Sie.
- Wie spät ist es, bitte? - 4.45 Uhr.
Der hat seltsame Arbeitszeiten.
Ruben!
Wieder bei mir!
Sie haben 30 Minuten. Sind Sie vorher fertig,
klopfen Sie laut, dann komme ich.
Ja, danke. Komm.
Und mein Vater?
Es geht ihm gut. Ihr kommt morgen früh raus.
Aber wahrscheinlich kriegt ihr einen Prozess an den Hals.
Ist OK, solange wir schnell hier rauskommen.
Ruben,
ich muss dir noch etwas sagen:
Teemu ist gestern in Paris angekommen.
Ich war so sicher, er denkt an mich,
er würde mich nie aufgeben.
Und wo ist er?
Hör zu...
Nach all dem
hat deine Mutter kein Auge zugetan.
Also hat sie angefangen zu kochen.
Ja?
Und dann ist Teemu angekommen.
Me, I speak...
very, very bad English.
Léa und Gabriel schliefen, deine Schwester war draußen.
Deine Mutter musste Teemu die Lage allein erklären.
They...
Und Ruben...
My family.
Sie kommen wie gerufen, Maurice.
Und dann kam ich. Ich wollte mich mit dir aussprechen.
Monsieur Teemu und Monsieur Maurice.
Hi.
Ich wusste gleich, er ist der Typ, der dich so quälte.
Sit down, sit down.
Ich sagte ihm die Wahrheit.
Was denn? Welche "Wahrheit"?
Ich habe mit Ruben eine Liebesgeschichte.
Wissen Sie,
ich liebe ihn.
Teemu, ich liebe Ruben!
Verstehen Sie?
Er solle zurück nach Finnland,
weil ich dich liebe und nie auf dich verzichten will.
Er müsse gehen
und uns unsere Liebe leben lassen.
Ich muss ihn sprechen. Ein Anruf geht doch.
Du redest nicht selbst, sondern ein Bulle.
Hör zu, Ruben.
Er tut dir nicht gut. Vergiss ihn.
Schnauze, Goldberg!
Bitte!
Nein, das geht nicht. Das ist...
Wer sagt, dass das Finnisch ist?
Ich sage keinen Text, den ich nicht verstehe.
Auf Englisch, ginge das? Verstehen Sie's?
Ja. Da habe ich Grundkenntnisse.
Sehr gute Grundkenntnisse.
Aber in Finnisch, keine Grundkenntnisse.
Anrufbeantworter. Soll ich was hinterlassen?
Ja, bitte.
Hallo. Hier die französische Polizei.
Wir haben eine Nachricht für Sie,
von Herrn Ruben Steiner.
"Teemu,
wir müssen darüber reden, was heute passiert ist.
Für das alles gibt eine ganz einfache Erklärung.
Ich hoffe, du bist noch nicht wieder weg.
Was auch immer passiert ist,
du bist der, den ich liebe.
Ich will mit dir leben,
mein Leben mit dir verbringen;
alles tun, um dich bei mir zu halten.
Teemu,
sobald ich hier herauskomme,
werde ich dich finden
und dir beweisen,
wie wichtig du mir bist.
Du bist das Beste, was mir je passiert ist.
Verlass mich nicht.
Du bist mein gelobtes Land!"
Wann ist die Rente?
Mama!
Euer Vater, wo ist er?
Ah!
Nathan, Liebster.
Liebster, ich hatte solche Angst!
Angst, wovor?
Ich weiß nicht. Ich weiß nicht.
Das war eine schreckliche Nacht.
Ich liebe dich so.
Eine Nacht Arrest und Papa hat 3-mal mehr Sex-Appeal.
Kleiner Papa, es tut mir so leid.
Geht ins Wohnzimmer.
Ich bringe euch zu essen.
Eins musst du mir erklären:
Mama sagte heute Morgen, du ziehst zu Goldberg?
Ich fliege morgen nach Finnland. Ich will zu Teemu.
Wer hat sie gebracht?
Gestern Abend kam ein Kurier.
MAMA, NICHT ÖFFNEN, SONST DROHT DIE TODESSTRAFE!
Kann ich nun mein Gebet sagen?
Ja, aber du musst es vorher erklären.
Wenn du es wie ein Papagei hersagst, ist es zu einfach.
Das Kind fragt den Vater,
warum diese Nacht so anders ist als andere Nächte.
Und warum?
Wir sind frei, haben genug gelitten.
- Kann ich anfangen? - Ja, mein Kind. Komm.
Das ist bestimmt Anwalt Goldberg.
Ich habe ihn eingeladen.
Er sollte die Feiertage nicht allein verbringen.
Sehr gut gesungen.
Ruben!
Mach was du willst,
aber dein Schwede ist viel süßer als Goldberg.
Danke, mein Gott!
Danke!
Willkommen.
Gib mir den Rucksack.
Gib mir die Jacke.
Du isst mit der Familie zu Mittag.
Deutsche Untertitel: Eclair Group
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