All language subtitles for Märchen - Das Märchen vom goldenen Taler 2020 HDTV.SRTdeutsch

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Original subtitles

(Off): Mit diesem Typen hier gehts weiter.

- Wo ist deine Schwester?

- Sie ist den goldenen Taler holen.

- Schon wieder ein Kind? - Halt!

- Alles nur wegen des goldenen Talers.

- Du kannst jederzeit wieder gehen.

Doch dann bleibt der goldene Taler bei mir.

- Dabei habt Ihr ihn gar nicht.

- Wer sagt denn das?

*Beethoven 5. Sinfonie* (Off): Das Highlight an Weihnachten.

- Die Stimme der Freiheit ist nicht zu überhören

und du kannst die Musik dazu komponieren.

Haben Sie begriffen, was für ein Talent in Ihrem Sohn steckt?

- Ich verletzte niemanden.

Ich sage die Wahrheit. Wie in meiner Musik.

- Babamm. Babamm. Babamm.

- Es ist einfach zu schwer, Maestro Unspielbar!

(Of'f): Beste Unterhaltung:

- Auf Los geht's los.

- Seien Sie mit dabei und feiern Sie mit uns!

(Off): Auf unterhaltsame Feiertage!

- Prost, Ihnen zu Hause!

—

Personen und ihre Farben:

Gelb für Anna Barbara

Blau für Hans Geiz

Grün für das Putzmännchen

Weiß für alle anderen Personen

Nehme ich diesen oder jenen?

Du erscheinst mir irgendwie grüner.

Kohl bleibt Kohl.

Schmeckt dir meine Suppe nicht? - Kohl, Kohl

Alle Tage immer nur Kohl. Es ist ein Graus.

Liesbeth, ich habe schon Bauchschmerzen.

(Lisbeth) Dafür kann ich doch nichts.

Seit der goldene Taler gestohlen wurde,

wächst hier nichts anderes mehr.

(Bürgermeister) Ich weiß. Mein Liebling, wir wollen nicht verzagen.

Und ich sage dir, es war der Lumpensammler.

Er hat ihn gestohlen!

Am liebsten würde ich ihn selber suchen.

Das lässt du schön bleiben!

Reicht es nicht, dass unsere beiden Kinderlein, die Zwillinge,

losgezogen, um ihn zu suchen und nie mehr zurückkehrten?

Aber ich hätte die Hoffnung, dass ich nicht nur den goldenen Taler,

sondern auch unsere Kinder wiederfinden würde.

Ach, Anna Barbara, bringst du schon wieder nur Kohl mit nach Hause?

Kohl ist gesund, mein Schwesterherz.

Ich würde so gern wissen, wie Süßes schmeckt.

Man müsste den Taler suchen, damit sich was ändert. - Was redet ihr?

Mama!

Ihr müsst mir versprechen, dass ihr nie das Dorf verlasst,

um nach ihm zu suchen. Versprochen?

Ach, Talerchen, mein einzig glänzend Stück.

All mein Reichtum ist vom vielen Anschauen stumpf geworden.

Komm, strahle du für mich und mach mir Freude!

Alles, alles soll wieder glänzen!

* Er pfeift. *

Wo seid ihr, meine getreuen Höllenhunde?

Gehorcht eurem Meister!

Speit Feuer, so dass ich mir ein heißes Putzwasser machen kann.

* fiepende Laute *

Ihr törichten Hunde!

Ich werde euch noch lehren, Feuer zu speien

und Angst und Schrecken zu verbreiten.

* unheimliche Tierlaute aus dem Wald *

* plötzliches Tiergeschrei *

* spannende Musik *

* Stille *

(flüstert) Eva? Schläfst du schon?

Ich will dir was zeigen.

Aber nicht verraten!

Oh, ich habe noch nie solche Farben gesehen. Was ist das?

Eine Blume. Ich habe sie aufbewahrt. Sie wuchsen früher überall.

Und dazu noch viel mehr, süßes Obst und buntes Gemüse.

Und das alles war mit dem goldenen Taler auf einmal fort?

Die Frau des Bürgermeisters sagt,

dass der Lumpensammler den Taler gestohlen hat

und dass mit ihm das Glück aus Überall nach Nirgendwo verschwand.

Weißt du was? Ich gehe den Taler suchen, noch heute Nacht.

Und der Torwächter? Der schläft doch immerzu.

Ich gebe dir die Blume.

Pass gut auf sie auf!

Sie wird dich daran erinnern, dass ich gewiss zurückkomme.

Sag Mutter, dass sie nicht bös' sein soll.

Wenn sich etwas ändern soll,

dann muss man sein Schicksal in die Hand nehmen.

* Tür knarrt *

* Schnarchen *

* Schnarchen *

* ruhige Musik *

* leise Tierrufe *

* leise Tierrufe *

* ruhige Musik *

Meine Füße tun so weh.

* düstere Musik *

* Pferd wiehert *

Ho-hooo

Wer bist du, dass du hier allein durch den tiefen Wald läufst?

Ich heiße Anna Barbara und komme aus dem Dorf Überall.

Ich suche den Lumpensammler und den goldenen Taler.

Welch Glück für dich, denn ich bin Hans Geiz.

In meinem Besitz befindet sich das, was du suchst.

Dann müsst ihr der Lumpensammler sein.

Gebt ihn mir, dass ich das Glück zurückbringen kann.

(lacht) Ho-ho-ho Nur nicht so schnell, du junges Ding.

Ich schlage dir ein Geschäft vor. Bei mir gibt es viel zu putzen.

Hilfst mir dabei, so will ich dich mit dem goldenen Taler belohnen.

Warum soll ich für den goldenen Taler arbeiten,

wenn Ihr ihn uns gestohlen habt?

Der Taler war euch egal, schnuppe.

Ihr habt die Lust an ihm verloren

und seinen Wert erst erkannt, als ihr ihn nicht mehr hattet.

Aber er gehört uns. Somit könnt Ihr nichts verlangen.

Lass uns unsere kostbare Zeit nicht verschwenden.

Die Entscheidung triffst du.

Nun gut, ich werde mitkommen und für Euch arbeiten.

Aber am Ende gebt Ihr mir den goldenen Taler dafür!

So sei es.

Heia!

* Pferd wiehert *

(brüllt) Heia! Unverzagt, mein treuer Schotte!

* spannende Musik *

(brüllt) Unverzagt, öffne das Zaubertor!

* Stille *

* Pferd wiehert *

Gut gemacht, Unverzagt.

Du hast dir nun eine große Belohnung verdient.

Wacht auf, liebe Kinder!

Wo ist deine Schwester?

(schläfrig) Uh Schwester - Wo ist deine Schwester?

Sie ist den goldenen Taler holen.

(ängstlich) Nein, jetzt haben wir sie verloren!

Sag, dass sie nicht durchs Tor nach Nirgendwo gegangen ist!

Doch, sie hat ihr Bündel geschnürt und ist losgelaufen.

Wie oft sagte ich euch, dass ihr das Dorf nicht verlassen sollt.

Anna Barbara sagte, dass du keine Angst haben sollst.

Sie wird den goldenen Taler finden.

Dann kehrt mit ihr auch das Glück zu uns zurück.

Niemand ist bisher zurückgekehrt. Niemand.

Was ist hier los? Platz da! Was ist das für ein Auflauf?

Anna Barbara lief fort, um den goldenen Taler zu suchen.

Nicht schon wieder ein Kind!

Du hattest doch einen Wächter ans Tor gesetzt!

Er hat nicht aufgepasst!

Gegen starke Mädchen kann auch ich nichts tun.

Du bist ein Wächter, eine Schnarchnase bist du.

Alles nur wegen des goldenen Talers.

Anna Barbara hat mir versprochen, den goldenen Taler zu finden.

Wenn sie zurückkommt, wird alles wieder gut.

Schluss jetzt! jetzt wird gemacht, was ich sage.

Ich will meine Tochter suchen!

Nein, niemand verlässt das Dorf, auch kein Erwachsener mehr.

Aber was sollen wir tun? - Nichts.

Wir müssen unser Schicksal erdulden.

So, an die Arbeit!

Wir sprechen uns noch!

Gib Acht, ich habe zwei Höllenhunde.

Sie sind gefährlich. Fürchte dich vor ihnen!

Höllenhunde, das ist Anna Barbara. Sie wird uns als Magd dienen.

Passt auf, dass sie nicht das Haus verlässt, ehe die Arbeit getan ist.

Es scheint, als würden sie mich kennen.

Sie sind noch in der Ausbildung und taugen nicht viel.

Aber bald werden sie gefährlich und aufpassen,

dass mir niemand etwas stiehlt.

Schöne Sachen sind das. Die Leute tun sie weg und vergessen sie.

Aber ich bewahre alles auf, denn nichts wird vergessen.

In diesen Schuhen haben sie getanzt.

Auf diesen Stuhl haben sie gesessen.

Aus diesem Krug haben sie getrunken.

Jedes Ding hat seinen Wert, man muss sie achten und vor allem putzen!

Was ist, Bürgermeister? Weinst du um Anna Barbara?

Ja, natürlich.

Aber ich muss an unsere beiden Jungs denken.

Wo mögen sie wohl sein? Hm?

Glaubst du, dass sie je zurückkehren werden?

Ich weiß es nicht.

Psst!

* Magen knurrt *

Kaum hier, noch nichts getan und trotzdem knurrt dein Magen?

Trockenes Brot?

Dann mach' ich dir eben das Brot ein wenig speckig.

Ein feines Essen, ein Lecker-Schlecker-Essen ist das.

Die Leute sind so dumm. Sie glauben, Speck sei zum Essen da.

Speck ist zum Einreiben da.

Sieh, so reicht er mir noch über Wochen.

Wohl bekomms!

Äh, wenn ich es mir recht überlege, bin ich zu müde, um zu essen.

Ich möchte schlafen, damit ich morgen frisch ans Werk gehen kann.

Müde? Du hast heute noch nichts geschafft!

Aber die Fahrt war lang! Eine Magd, die wenig isst.

Mir soll's recht sein. Morgen werde ich dir deine Arbeit zeigen.

Und heute ist hier dein Schlafgemach.

* ruhige Musik *

Was ist das hier?

Woher hast du das? Von Anna Barbara.

Sie sagte, das Blümchen erinnert mich daran, dass sie zurückkommt.

Das ist Unsinn. Soll dieses Buch dich auch verführen, fortzulaufen?

Fass es nicht mehr an! - Mama, tu das nicht!

Wie soll ich wissen, dass sie auf dem rechten Weg ist?

Ab ins Bett und Schluss mit diesen Flausen!

Liebes Spinnlein, du warst ein guter Begleiter durch die Nacht.

Beide haben wir kein Auge zugetan.

* schnelle Musik *

Folge mir!

Mein schönes Kupfergeschirr!

Meins, meins, meins. Meins, meins, meins.

Du musst es polieren, bis ich mich darin spiegeln

und mein Herz sich daran erfreuen kann.

Ist alles blank, so komme ich wieder

und du hast dir ein Stück vom goldenen Taler verdient.

Aber womit soll ich das alles putzen?

Keine Sorge. Hier ist frisches Wasser und ein gutes Putztuch.

Das ist ganz und gar faul.

Du bist faul. Bestes Wasser ist das!

Ein fleißiges Mädchen kann allerhand damit putzen.

Hier ist ein Schälchen Milch und ein Stückchen Brot.

Doch achte darauf, sie niemals ganz zu verspeisen.

Dann wird das Brot dir nachwachsen und die Schale sich füllen.

Und nun ans Werk! Das schaffe ich niemals.

Da ist die Tür. Du kannst jederzeit gehen.

Aber ach Dann bleibt der goldene Taler bei mir.

Denk daran, was man sich vorgenommen hat,

soll man nicht leichtfertig aufgeben.

* schnelle Musik *

Nun werden wir sehen, ob sie eine richtige Magd ist.

Noch sieht's nicht so aus.

Aber mit meinem Zauber-Bildrahmen habe ich sie stets im Blick.

* fiepende Laute *

Höllenhunde, Feuerspeien-Training!

* leises Räuspern *

Das Alleinsein macht mich jetzt schon ganz verrückt.

* leises Räuspern *

Würdest du mir auch etwas abgeben?

Du bist nicht die einzige, die Hunger hat.

Na, nun guck nicht so! Ich hätte gern etwas Brot.

* Sie lacht. * Was gibt es da zu lachen?

Mein Magen knurrt. Ich sterbe, wenn ich nichts bekomme.

Wer erlaubt dir, über mich zu lachen?

Was für ein seltsames Männchen bist du?

Eins, das dich fressen wird, wenn du ihm nichts abgibst!

Hey! - Genug jetzt. Sei nicht mehr so frech!

Lass mich sofort wieder hier raus! Argh.

Ich Sag's dir, ich werd' dich fressen. - Das werden wir ja sehen.

Dir sollen die Haare ausfallen, du übles Menschenkind.

Wenn du so frech bist, bleibst du immer unter der Tasse.

Nun hilf mir doch! Es ist dunkel hier und die Luft wird knapp.

Wirst du dann auch nicht mehr so frech sein?

Nun hilf mir doch, dann helfe ich dir beim Putzen.

Wie willst du mir helfen? Du bist kaum größer als mein Putzlumpen.

Wenn du mich rauslässt, verspreche ich dir,

dass wir in Null-Komma-Nichts alle Töpfe blank polieren.

Versprochen? Versprochen!

Na, endlich!

Noch einen Moment länger und ich läge mausetot auf dem Tisch.

Dann würdest du deine Arbeit nie schaffen.

Wie kannst du helfen? Bist du ein Knecht bei Hans Geiz?

Ein Knecht! Ich fasse es nicht.

Ein Meister meiner Zunft bin ich.

Der Beste der Welt, ach was, der Beste im ganzen Universum.

Ein Künstler, ein Könner, das bin ich!

Und wie kommst du hierher?

Fortgelaufen bin ich von daheim.

Ich traf den Lumpensammler, sollte für ihn arbeiten.

Nun schau mich an! Er zauberte mich klein, damit ich Putzwasser mache.

Seitdem verstecke ich mich vor ihm.

Jetzt weiß ich noch nicht, was du kannst.

Ich mache das Putzwasser scharf,

so dass mit einem Wisch alles blitzeblank wird.

Damit wärst du mir tatsächlich eine große Hilfe. - Siehste!

Nun gib mir was von deinem Brot. Ich bin schon ganz entkräftet.

* zarte Musik *

(seufzt) Ach, Anna Barbara.

Wenn ich nur wüsste, wo du bist und wie es dir geht.

Wie heißt du eigentlich? Das weiß ich nicht.

Ich bin schon so lange hier. Ich erinnere mich nicht mehr.

Dann nenne ich dich Putzmännchen, weil du mir so hilfst. - Na, danke.

Wie heißt du eigentlich? Anna Barbara.

Anna Barbara? Das ist ein dummer Name.

Und gleich zwei davon. Es ist schon schwer genug, sich einen zu merken.

Aber er passt zu dir.

Danke, werd' bloß nicht wieder kess!

Lass uns lieber an die Arbeit gehen!

Wie machst du das, "das Putzwasser scharf machen"?

Pass mal gut auf, Anna Barbara!

Ein Fleck, ein Dreck, ein Abfallweg.

Ein Staub, ein Korn und los von vorn.

* hoffnungsvolle Musik *

Na los, Anna Barbara! Worauf wartest du?

Und jetzt! * fiepende Laute *

Und los!

* missmutige Laute *

Ihr müsst endlich Feuer speien!

Ihr seid Höllenhunde, verflucht noch mal!

Ihr müsst eurem Herrn und Meister gehorchen.

* fiepende Laute *

Dann geht doch!

Und das soll funktionieren?

Schau her, es wirkt!

Weiter, Anna Barbara! So wird das Kupfer blank.

Das ist großartig! Vielen Dank, kleiner Wicht! Schau, wie es glänzt.

Komm, nächstes!

Super machst du das, Anna Barbara. Weiter so!

Super'.

* Sie lacht. * Ja!

* Es scheppert. *

Hey! Weg da!

Aber schnell!

(flüstert) Das ist es!

Danke, Anna Barbara, für dein Zeichen.

Nun weiß ich, dass du auf dem rechten Weg bist.

Entschuldige! Anna Barbara ist kein dummer Name.

* ruhige Musik *

Er klingt sogar eigentlich ganz schön.

Der Dumme bin ich.

Ohne dich bin auch ich hier drin verloren

und werde es nie herausschaffen.

* kurzes Schnarchen *

Halt! Keinen Schritt weiter!

Wusste ich's doch, dass du wiederkommst.

Willst du etwa fortlaufen wie deine Schwester?

Nein. Ich wollte nach ihr Ausschau halten.

Komm und schau mit mir!

Glaubst du wirklich, dass deine Schwester zurückkommt?

Es ist gefährlich im Wald.

Ja! Natürlich glaube ich das.

Was Anna Barbara sich vornimmt, das schafft sie.

Ich bin froh, dass sie gegangen ist, auch wenn ich sie vermisse.

Ich vermisse sie auch.

Doch, ich glaube auch, dass sie zurückkommt.

Dann blase ich in mein Horn, so dass es das ganze Dorf weiß.

Na, Anna Barbara? Mache ich dir ein gutes Putzwasser?

Ja, aber die ganze Arbeit bleibt an mir hängen.

Was heißt "die ganze Arbeit"? Tue ich nichts?

Doch, aber du pustest nur durch deinen Halm ins Wasser.

Ich reibe mir die Finger wund.

Ha, du machst Scherze. Ohne mein Putzwasser kämst du nicht voran.

Wenn ich nicht so groß wäre, dann würde dir dein Wasser nichts nützen.

Ja, deswegen habe ich auf jemanden wie dich gewartet.

Alleine sind wir nichts, zusammen sind wir stark.

Wenn wir hier rauskommen,

werde ich dich "Liebste" nennen und zur Frau nehmen.

* Sie lacht. *

86.430,

86.440,

86.450.

86.465

Da stimmt was nicht.

1, 2, 3, 4 * Anna Barbara lacht in der Ferne*

Was ist das?

Nein. Nicht in meiner Welt!

(lauter) Nicht in meiner Welt!

* Sie lacht. *

Machst du dich über mich lustig? Dich "Liebster" nennen und heiraten?

Wir können nicht mal Hand in Hand gehen,

ohne dass ich mir den Rücken krumm mache.

Dann sitze ich in deiner Hand. Damit ich dich umhertrage?

Vergiss es lieber.

Wo soll ich mit dir wohnen?

Dein Haus wird kaum größer als ein Brotkasten sein.

Wenn man sich liebt, hat man immer Platz. - Ich liebe dich aber nicht!

Dann mache ich dir auch kein Putzwasser mehr.

Dann bleiben wir auf ewig hier. * Sie lacht. *

* Die Tür wird aufgerissen. *

Was war das für ein scheußliches Geräusch?

Lachen. Das solltet Ihr auch versuchen!

Lachen? Hast du nicht genug zu arbeiten?

Verschwende deine Kraft nicht an unnütze Gefühle.

Sonst wirst du den goldenen Taler nie erhalten.

Wenn man Arbeit ehrt, so darf sie keinen Spaß machen.

Spaß führt zu Glück.

Das Leben ist nicht dazu da, glücklich zu sein.

Anna Barbara,

Bist du auch gewiss allein?

Oder hilft dir etwa jemand?

Wer soll mir denn helfen?

Hier ist niemand. Die Tür habt Ihr verschlossen.

Das stimmt auch wieder.

Weitermachen!

Lachen verboten!

* boshaftes Lachen *

* schnelle Musik *

...5, 6, 7

Hilfst du mir nicht mehr?

Wer meine Liebste nicht sein will, der braucht meine Hilfe nicht.

Wir könnten uns ja verloben.

Das ist nicht dasselbe.

Aber kurz davor. Wer sich verlobt, verspricht einander die Ehe.

Ehrlich? - ja.

Na gut, überredet.

Hast du je den goldenen Taler bei Hans Geiz gesehen?

Vielleicht. Jetzt sag schon!

Er hat ihn. Und er hat ihn nicht.

Was soll das bedeuten? Das, was ich gesagt habe.

Wir haben verabredet, dass wir uns helfen.

Also, hast du je den Taler bei ihm gesehen?

Nein!

Ich wusste es, ihr steckt beide unter einer Decke!

Ihr haltet mich zum Narren, damit ich nie mehr nach Hause zurückkehre.

Geh, ich brauche keine Hilfe mehr!

Du brauchst Hilfe. Du bist noch lange nicht fertig.

Den einen Krug schaffe ich auch ohne dich.

Das wollen wir erst mal sehen.

Geht doch!

* Tür wird geöffnet *

Fein, fein, fein, fein, fein, fein, fein.

Du hast es wirklich geschafft

und all mein Kupfergeschirr schön blank poliert!

Eine wahre Freude ist das.

* spannende Musik *

Bleib steh'n, Kind!

Du wirst nicht den Ausgang finden.

* spannende Musik *

Ihr lieben Hunde, so helft mir doch. Zeigt mir den Weg aus diesem Loch.

* hoffnungsvolle Musik *

* spannende Musik *

Nicht doch, Kindchen!

Lass mich laufen, ich habe es mir anders überlegt.

Vertrag ist Vertrag. Was du versprochen hast, musst du halten.

Ihr habt versprochen, mir den goldenen Taler zu geben.

Dabei habt Ihr ihn gar nicht. Wer sagt dir das?

Ich habe ihn nie bei Euch gesehen. Du hast nie gefragt.

* Die Hunde fiepen. *

Glaubst du mir nun? - Wer sagt mir, dass Ihr ihn mir auch geben werdet?

Sei doch nicht so misstrauisch!

Ich werde ihn in der letzten Kammer hinterlegen.

Wenn du alles geputzt hast, gehört er dir.

Hunde, haltet Wache!

Folge mir nun, ich zeige dir deine neue Aufgabe.

* Hunde grummeln und fiepen leise. *

* schwermütige Musik *

Du weißt, was zu tun ist.

Wenn alles Silber geputzt ist, hast du deine zweite Aufgabe gelöst

und wieder ein Stück vom goldenen Taler verdient.

Am besten, du fängst gleich an.

Dort steht dein Essen und deine Milch,

..., doch halte stets einen Rest zurück.

Schlaues Kind.

Und dort steht dein Putzwasser.

Und jetzt husch, husch! Husch, husch!

Husch, husch! Husch, husch! Husch, husch!

(Wache) Was machst du da? Komm runter!

Soll ich dir was zeigen?

* zarte Musik *

Die Blume zeigt mir, dass Anna Barbara auf dem rechten Weg ist

und bald zurückkommen wird.

Ehrlich?

Ja, aber wir müssen es gießen, sonst vertrocknet es.

Und wie? Es steht jenseits des Zauns.

Wir dürfen das Dorf nicht verlassen. Das weißt du doch.

Du könntest mir helfen.

Es funktioniert. (lacht) Es funktioniert!

Putzmännchen? Bist du da?

Jetzt zeig dich doch!

Komm doch bitte her und hilf mir, ja?

Wir waren doch so gut zusammen.

Ohne dich bin ich hier drin verloren.

"Ohne dich bin ich verloren."

Da ist bist du ja.

Ja, ich bin da! Ich treudummer Wicht.

Ich mühe mich ab, damit wir beide freikommen.

Und du büchst aus und lässt mich, deinen Verlobten,

mit diesem Alten zurück.

Entschuldige! Ich dachte, du machst mit Hans Geiz gemeinsame Sache.

Entschuldigung abgelehnt! Du bist eine Verräterin.

Wie konnte ich mir nur wünschen, dich zu heiraten?

Ich war im Unrecht.

Hans Geiz hat mir den goldenen Taler gezeigt.

Er trägt ihn bei sich und wird ihn mir sicher geben,

wenn ich alles geputzt habe.

Dazu brauche ich deine Hilfe, liebes Putzmännchen.

Ich bin nicht dein "liebes Putzmännchen".

Wenn ich dir kein Putzwasser mache, lässt du mich womöglich verhungern.

Das heißt aber noch gar nichts!

Nun beiß noch mal ab! Du bist so süß, wenn du dich ärgerst.

Dumm muss ich sein, mich auf dich einzulassen.

Nicht mal "Liebster" will sie mich nennen,

obwohl sie nichts ist ohne meine Putzkräfte.

Jetzt muss ich wieder pusten, bis mir die Lunge platzt.

Ein Fleck, ein Dreck, ein Abfallweg.

Ein Staub, ein Korn und los von vorn.

* mehrmaliges kräftiges Pusten *

* hoffnungsvolle Musik *

Ach, Putzmännchen!

Ich meine Verlobter!

Das Putzwasser wirkt noch besser, als das davor.

Du bist ein Held.

Endlich sieht die Dame ein, dass ich ein großer Held bin.

Was macht ihr da? (Eva) Nichts!

Komm mal schnell weg!

Das ist ja Das ist ja

eine Blume! Sie ist gelb.

Eine Blume? Also ich würde eher sagen, das ist hell-kohlgrün.

Schönen Tag noch, Eva.

(Eva) Nein, sie ist gelb.

Sie zeigt, dass Anna Barbara auf dem rechten Weg ist.

Sie wird bald mit dem Taler zurückkehren.

(atmet laut aus) So, jetzt ist ein für alle Mal Schluss.

Torwächter, hätten Sie die Freundlichkeit?

Gerede!

# (singt) Ein kohlgrünes Blümelein, wächst im Gebüsch.

* dramatische Musik *

(Eva) Was hast du getan? - Du gehst jetzt nach Hause!

Sonst sage ich deiner Mutter, was du hier treibst.

Na, was?

Ksch ksch ksch

* zarte Musik *

Mein Blümchen, halte durch. Ich werde dich retten!

Weißt du was? Du bist das fleißigste Putzmännchen der Welt.

Dieser nichtsnutzige Wicht.

Er hält sich die ganze Zeit versteckt

und macht mir nun die Magd abspenstig.

Nicht in meiner Welt!

Wo ist er?

Wer? - Frag nicht so töricht, du dummes Ding!

Der Wicht, natürlich!

Das Männchen, dass dir das Putzwasser scharf macht.

Er glaubt wohl,

sich mit dir verbünden zu können,

damit ihr beide mit dem goldenen Taler verschwindet.

Wo ist er?

* spannende Musik *

Komm raus!

Ah, so ein Männchen, sehr frech und mit roten Bäckchen?

Genau der! - Der ist zur Türe raus, bevor ihr reinkamt.

Wie sollte das geschehen?

Eure Türen sind so alt, sie haben Löcher und Spalten.

Da passt ohne Mühen so ein Männchen durch.

Aber deswegen lohnt es sich doch nicht,

die alten Türen wegzureißen und neue einzuhängen, oder?

Aber das Silber ist nun geputzt.

Ich habe mir den nächsten Anteil am goldenen Taler verdient.

Mit unerlaubter Hilfe!

Na und? Laut Vertrag nicht verboten?

Was kann ich dafür, wenn Ihr Euren Hauswicht nicht im Zaume haltet?

Nun gut.

Folge mir!

* spannende Musik *

* zarte hoffnungsvolle Musik *

jetzt wachse schön.

Hier findet dich niemand, bevor du nicht groß bist.

Ich will jeden Tag nach dir schauen.

* spannende Musik *

Nun putze alles, was sich in dieser Goldkammer befindet!

Wenn du diese Arbeit erledigt hast,

hast du dir den goldenen Taler verdient und darfst gehen.

Wer sagt mir, dass Ihr den goldenen Taler

auch sicher unter die anderen getan habt?

Ich bin wohl vieles,

ein Knauser, ein Raffke, ein Geizhals.

Nur ein Lügner bin ich nicht.

Doch musst du ihn erst unter den anderen Talern finden.

Wenn ihn dein Herz nicht erkennt, so hast du ihn auch nicht verdient.

Erkennt ihn aber dein Herz und bekommst du ihn nicht blank,

so hast du ihn auch nicht verdient.

Kein Wicht,

kein Helferlein soll dir beiseite stehen.

* spannende Musik *

Ein paar Jahre sollst du bei mir bleiben und meinen Reichtum putzen.

* spannende Musik *

* Musik verstummt *

So viele Taler und doch kein Glück dabei.

Jetzt sitze ich allein mittendrin

und sie kamen mir noch nie so wertlos vor.

Weine nicht, dein Held ist da!

Putzmännchen?

Mein Putzmännchen, wie bist du hier reingekommen?

Der alte Dumme weiß nicht, dass die Kammern verbunden sind.

Mit Tunneln, die die Mäuse gemacht haben.

Also Liebste?!

Lass uns ans Werk gehen!

Ich verspreche dir, wenn wir den Taler finden,

will ich dich mit nach Hause nehmen.

Dort soll es dir nicht schlecht ergehen.

Zu dir nach Hause? - ja.

In dein Dorf? - Ja.

Ich wohne in deinem Haus? - Ja.

Und schlafe in deinem Bett?

Ich werde einen Brotkasten nehmen.

Ich werde dir das himmlischste Bett bauen, in dem du je geschlafen hast.

Einverstanden! Los, ab ans Werk!

(Eva) Mama? - Was ist? Wo willst du mit mir hin?

Das musst du sehen! Schau nur, sie wächst und gedeiht.

Oh! Und sie ist goldgelb. Und da ist noch eine. - (Eva) Und da auch!

Ja oh!

Was ist? Wieso putzt du nicht weiter?

Woher weiß ich nun, welcher von ihnen der goldene Taler ist.

Hast du nicht zugehört, was Hans Geiz gesagt hat?

Dein Herz muss ihn erkennen.

Und? - Nein.

Na dann, weiter!

* pustet laut *

(Stimme hallt nach) Liebster, mach mehr Putzwasser!

Es sind so viele Taler. Du schaffst es.

* spannende Musik *

(Stimme hallt nach) Nur noch ein bisschen mehr Putzwasser!

Ich bin bald fertig!

* Er hustet. *

* Er atmet schwer und hustet. *

Ist alles in Ordnung, Putzmännchen?

Ja. ja.

Das muss der goldener Taler sein.

Es ist der letzte in der Kammer.

Ich hoffe es.

Er ist es nicht!

Sicherlich hat Hans Geiz den Taler versteckt.

Hans Geiz ist listig.

Aber dann muss er hier irgendwo sein.

Vielleicht habe ich ihn nur übersehen.

Oder ich bin unfähig ihn zu erkennen.

Dann war das alles umsonst.

* Es scheppert. *

Nein, die Milch!

Was hast du getan?

Was ist mit dir, mein treuer Freund? Ich weiß es auch nicht.

Mir ist heiß und kalt zugleich. Meine Kräfte schwinden.

Nein, nein, du kannst nicht gehen.

Du darfst nicht sterben.

Och, was mache ich hier?

Ich suche nach dem Taler, während mein Freund im Sterben liegt.

Ich habe dir schon die letzte Milch verschüttet.

Ich will dir nicht auch das letzte Brot nehmen.

Doch! Nimm das Brot und komm zu Kräften!

Was nützt mir das Brot, wenn ich dich verliere?

* Er atmet schwer. *

* hoffnungsvolle Musik *

Das ist er, er hat ihn im Brot versteckt.

Jetzt nimm ihn und geh! Los, bevor es sich Hans Geiz anders überlegt.

Nein, auf keinen Fall gehe ich allein.

Du willst doch mit mir kommen, in mein Dorf.

Mir geht's nicht gut. Ich bin ganz schwach.

Für mich gibt's keine Hoffnung. Du musst ohne mich los, bitte!

Nein, du kannst nicht sterben. Du bist mein Liebster!

Ich würde alle Taler dieser Welt geben, damit du gesund wirst.

Ist das wahr?

Bin ich dein Liebster?

Das bist du!

* hoffnungsvolle Musik *

Ha!

Putzmännchen?

Ich heiße Stefan! Ich kann mich wieder erinnern!

Du hast mich gerettet, Anna Barbara.

Liebste, wenn ich dich so nennen darf.

(schreit) Was habt ihr mir angetan?

(schreit) Nein!

Ihr habt den goldenen Taler geopfert.

Der Taler war verflucht! Er hat uns für die Liebe blind gemacht.

Ihr habt den Taler hergegeben für so ein dummes Gefühl wie Liebe?

Ja! Jetzt brauchen wir ihn nicht mehr!

Was seid ihr für dumme Kinder?

Nun werdet ihr meine Welt nicht eher verlassen,

bis ihr den Taler abgearbeitet habt.

Da hast du deinen Taler!

Nein, nein! - Komm!

Kommt, kommt, meine Talerchen!

(schreit) Höllenhunde! Fasst sie!

* spannende Musik *

* Sie atmen schwer. *

Da lang!

* Die Hunde fiepen. *

* hoffnungsvolle Musik *

Anna Barbara! Das sind des Bürgermeisters Kinder.

Wir sind befreit. Der Zauber hat ein Ende.

Los! Kommt mit uns! Los! Kommt!

* spannende Musik *

Da oben, das Schloss! - Aber es ist verzaubert!

Ich klettere hoch!

Ich krieg's nicht auf!

* Pferd wiehert *

Vorsicht! Vorsicht!

* Pferd wiehert *

* Vogelgezwitscher *

* fröhliche Musik *

(Torwächter) Das sind ja

die Zwillinge und Anna Barbara!

Oh Schreck, mein Horn.

* gequälter Ton *

* fröhliche Musik *

* Horn-Signal erklingt *

Kommt schnell (lacht)!

Die Kinder!

* Horn-Signal erklingt * Sie kommen zurück.

(fröhlich) Sie kommen wirklich zurück!

Jetzt haben wir sie wieder!

(Bürgermeister) Wo wart ihr, ihr Lausebengel!

Der Lumpensammler verzauberte uns

Man erkennt euch kaum, so groß seid ihr geworden!

Böse war ich mit euch, weil ihr fortgelaufen wart.

Nun bin ich um so glücklicher, weil ihr hier seid.

Papa, du weinst ja.

Ach Mensch! Ist das ein Wunder, ihr Lausebengel!

Schön, dich wiederzusehen! Ist das schön!

Ich freue mich auch, Mutter! Ich habe einen Schatz mitgebracht.

Hast du den goldenen Taler gefunden? Zeig deinen Schatz!

Das ist er, Stefan, mein Liebster.

Bin ich das, dein Liebster? Das bist du wohl.

Anna Barbara, hast du den goldenen Taler?

Ja, aber der ist nicht mehr wichtig. Wie? Das verstehe ich nicht.

Er war Fluch und Segen zugleich. Erinnert euch!

Als wir ihn hatten, mussten wir uns um nichts kümmern.

Aber alles und jeder war uns gleich.

Als er fort war, sorgten wir uns umeinander.

Doch wir konnten scheinbar nichts ausrichten.

Erst als ich unser Schicksal in die Hand nahm,

fand ich die Liebe und wir unser Glück. Der Fluch ist vorbei!

Du bist so schlau. - Unsinn!

Entweder man hat den Taler und damit Glück.

Oder man hat ihn nicht und muss sein Schicksal erdulden.

Das ist falsch.

Kommt, ich zeige es euch!

* zarte hoffnungsvolle Musik *

(alle) oh!

Ja, wo kommen denn all die bunten Blumen her?

Ich habe auf meine Schwester gehört und sie mit Liebe gepflegt.

Du hattest wohl recht, kleine Eva.

Entschuldige, dass wir dir nicht geglaubt haben Also, ich.

Dann lasst uns unser Wiedersehen feiern! - Aber nicht mit Kohlsuppe!

* Alle lachen. *

* ruhige Musik *

* fröhliche Musik *

So, jetzt darf ich dich endlich küssen. - ja.

Halt, halt, halt! Wann wird nun geheiratet?

So schnell wie möglich! Schön!

Meins, meins, meins, meins!

Ihr seid mir doch das Liebste.

So glänzend und schön, dass ich mich darin sehen kann.

Euer Glanz? Wohin ist euer Glanz?

Ihr sollt zu meiner Freude strahlen!

Nicht einmal mich selbst kann ich mehr sehen.

Ausgetrocknet. - Ausgetrocknet.

- Die Quelle liegt im Zauberwald, Prinzessin.

- Niemand geht dort freiwillig hin.

- Da ist ein Mädchen. - Hinterher!

- Was für ein teuflischer Plan.

- Hilfe!

- Wo ist sie lang gegangen?

*Beethoven 5. Sinfonie* (Off): Das Highlight an Weihnachten.

- Die Stimme der Freiheit ist nicht zu überhören

und du kannst die Musik dazu komponieren.

Haben Sie begriffen, was für ein Talent in Ihrem Sohn steckt?

- Ich verletzte niemanden.

Ich sage die Wahrheit. Wie in meiner Musik.

- Babamm. Babamm. Babamm.

- Es ist einfach zu schwer, Maestro Unspielbar!

- Du redest nicht gern von dir, was?!

Aber deine Augen verraten mir, dass du mehr gesehen hast als wir alle.

- Ich hab's verstanden. Ich muss es festhalten.

Ich muss es irgendwie festhalten!

- Mein Vater!

*Laute Schritte*

- Na, was macht die Kunst?

- Ich weiß es auch nicht, aber ich glaube, das ist es!

(OH): Das Oscar-nominierte'.

Hier ist das Erste Deutsche Fernsehen mit der tagesschau.

Herzlich willkommen zur Live- Untertitelung des NDR (25.12.2020)

Heute im Studio: Jens Riewa

Guten Tag, ich begrüße Sie zur tagesschau.

Papst Franziskus hat wegen der Pandemie den Segen "Urbi et orbi"

nicht vor Gläubigen auf dem Petersplatz gespendet.

Er sprach seine Weihnachtsbotschaft aus dem Petersdom.

Bis Sonntag hat die italienische Regierung

eine weitgehende Ausgangsbeschränkung verhängt.

Dadurch soll das Infektionsrisiko reduziert werden.

Am Ende dieses Krisenjahres appelliert der Papst an:

Die Solidarität der Christen untereinander

und mit Menschen anderen Glaubens und Nationalität.

In diesem Augenblick, der von der ökologischen Krise,

von wirtschaftlichen und sozialen Missverhältnissen gezeichnet ist,

verschlimmert durch Corona,

bedürfen wir der Geschwisterlichkeit.

Von Gläubigen fordert er Zuwendung an Bedürftige und Notleidende

und von der Politik ein stärkeres Miteinander.

Ich bitte alle Verantwortlichen,

Zusammenarbeit statt Konkurrenz zu fördern.

Und eine Lösung für alle zu finden,

wie sie Zugang zu dem Impfstoff haben können.

Angesichts einer Herausforderung, die keine Grenzen kennt,

kann man keine Barrieren errichten.

Papst Franziskus lenkt in seiner Weihnachtsbotschaft

die Aufmerksamkeit auf kriegerische Konflikte und Naturkatastrophen.

Um sie nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Am Ende spendet er all denjenigen Trost,

die an Weihnachten allein sind.

Er schließt sie ein in seinen Segen Urbi et Orbi.

Die Weihnachtsgottesdienste der beiden großen Kirchen in Deutschland

standen im Zeichen der Pandemie.

Der Vorsitzende der kath. Bischofskonferenz, Bätzing,

sprach von Verletzungen der Menschenwürde - durch die Pandemie.

Betroffene bräuchten Gehör und Aufmerksamkeit.

Der Ratsvorsitzende der ev. Kirche, Bedford-Strohm,

rief zu Offenheit und Solidarität auf.

In den Kirchen galten strenge Regeln und Einschränkungen wegen Corona.

Die Geburt Jesu:

Ein Zeichen der Hoffnung mitten im Chaos der Welt.

Die frohe Botschaft von Weihnachten sei stärker als alles andere.

Das sagte heute der Ratsvorsitzende der ev. Kirchen, Bedford-Strohm,

in der Münchner Bischofskirche St. Matthäus.

Es ist die Kraft des Glaubens, der Liebe und der Hoffnung.

Und sie hat einen Namen.

Sie hat ein Gesicht.

Sie ist Mensch geworden.

Bedford-Strohm rief dazu auf, selbst Hoffnungsträger

für andere zu sein - über Telefon, Briefe, digitale Kontakte.

In der Pandemie könne mehr Offenheit, mehr Solidarität entstehen,

im gegenseitigen Stärken und Trösten.

Im Limburger Dom feierte zeitgleich

der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bätzing, Messe.

Weihnachten sei für ihn das Fest der Menschenwürde.

Diese sei durch Corona bedroht.

In Bergamo werden Särge auf Militär-Transportern

zum stillen Begräbnis auf umliegende Friedhöfe verteilt.

Solche Szenen in einem Nachbarland habe ich noch nie ansehen müssen.

Als weitere Beispiele zum Thema fehlender Menschenwürde nannte er

häusliche Gewalt, Flüchtlingskrise und Missbrauch in der Kirche.

Nach der Einigung auf ein Handelsabkommen

zwischen der EU und Großbritannien hat Chefunterhändler Barnier

die 27 Mitgliedstaaten über das Ergebnis informiert.

Für das vorläufige Inkrafttreten des Paktes zum 1. Januar

braucht es eine Zustimmung aller Regierungen.

Die ordentliche Ratifizierung soll Anfang 2021 nachgeholt werden.

Das Abkommen sieht einen Handel ohne Zölle vor.

Vom RKI kommen auch heute aktuelle Zahlen zur Corona-Lage.

Es wird aber darauf hingewiesen, dass über die Feiertage

weniger getestet wird und nicht alle Amter Daten übermitteln.

Binnen 24 Stunden wurden 25.533 Neu-Infektionen erfasst -

gut 8200 weniger als letzten Freitag.

Die Zahl der Todesfälle stieg um 412.

In Lateinamerika sind die Corona-Impfungen angelaufen.

In Mexiko bekam die Oberschwester einer Intensivstation

die erste Injektion.

Auch in Chile waren zunächst Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

der Gesundheitsdienste an der Reihe.

Die Regierung will bis zum Frühjahr

5 Mio. Menschen aus Risikogruppen impfen lassen.

Die erste Geimpfte in Costa Rica

ist eine 91-Jährige in einem Altenheim.

Alle drei Staaten setzen auf den Impfstoff von Biontech und Pfizer.

Die Wetteraussichten:

Morgen von Baden-Württemberg bis Sachsen sonnig.

Sonst teils aufgelockert mit Sonne, teils bedeckt.

Im Nordwesten Regen oder Schneeregen.

Die tagesschau meldet sich wieder gegen 18.20 Uhr.

Ihnen einen schönen ersten Weihnachtsfeiertag.

Copyright Untertitel: NDR 2020

*Hupen*

- Babam, babam. Das ist viel zu langsam.

(Of'f): Großartige Schauspieler.

- Deine Augen verraten, dass du mehr geshen hast, als wir alle.

«Schiele:

- Rufen sie einen Rettungswagen.

(OH): Einzigartige TV - Momente.

*Schlag auf Tisch* - Was ist passiert?

- Ich weiß es.

- Sie will von ihnen gesehen werden. Merken sie das nicht.

- Herrgott Beethoven! Die Leute wollen ihre neunte, nicht so was.

(Off): Eine der ältesten Monarchien - mit einer ganz besonderen Königin.

- Als unser Staatsoberhaupt,

ist sie ein moralischer Orientierungspunkt.

(Of'f): Auch die Thronfolger erfreuen sich größter Beliebtheit.

- Insgesamt sind sie in der Öffentlichkeit sichtbar.

Ich glaube, dass das sehr bewusst ist.

Es ist ein gleitender Generationenwechsel.

(Of'f): Eine ganz besondere Familie.

- Du redest nicht gern von dir, was?!

Aber deine Augen verraten mir, dass du mehr gesehen hast als wir alle.

- Ich hab's verstanden. Ich muss es festhalten.

Ich muss es irgendwie festhalten!

- Mein Vater!

*Laute Schritte*

- Na, was macht die Kunst?

- Ich weiß es auch nicht, aber ich glaube, das ist es!

(OH): Das Oscar-nominierte'.

Untertitel-Studio Rhein-Main wünscht Ihnen gute Unterhaltung.

Kaiserin 'Sissi' Elisabeth

Kaiser Franz Joseph

Herzogin Ludovika

Prinzessin Helene

Herzog Max

Erzherzogin Sophie

Oberst Böckl

Männer singen.

Sie jodeln.

Morgen, Königliche Hoheit!

Grüß euch Gott!

Er lacht.

Oh je!

Oh, was für einer! Das ist ein Bursche!

Kinder, kommt schnell! Ich hab' einen!

Sie rufen durcheinander.

Was ist los? Komm schnell zum See!

Kindergeschrei.

Kommt schnell! Wo bleibt ihr denn?

Alle rufen durcheinander.

Schnell, schaut ihn euch an! Das ist ein Bursche, was?

Der hat wenigstens 10 Pfund. Mami, Papi hat 'nen Fisch gefangen.

Petri Heil! juhu!

Jetzt muss einer die Angel halten. (Alle): Ich.

Der Gackel soll sie halten.

Netz holen.

Sie schreien durcheinander.

Gackeu Papa!

Der Gackel ist ins Wasser gefallen. Das hat mir noch gefehlt.

So. Den Buben habe ich.

Hast du die Angel? Ja, aber der Fisch ist weg.

(Lachend): Bravo! Gehen wir frühstücken!

Die Kinder schreien.

Nicht so schnell! Schreit doch nicht so! Man steigt nicht auf den Tisch!

Maxi, nimm den Hut ab!

Habt ihr mir genug gelassen? 2, 4, 6, 8, 10.

Na, es geht.

Gackel! Du schaust aus wie eine getaufte Maus.

Und du auch!

Thomas, kleiden Sie die Hoheiten um! Legen Sie die Prinzen trocken!

Ich möchte auch Weißwurscht. Ich auch.

Dann nehmt euch!

Max, du isst wie ein Holzknecht. weil's mir schmeckt.

Du sollst den Kindern ein Beispiel sein.

Die essen ohnehin so wenig. Ja. Leider.

Wo ist Sissi? Ausgeritten.

Nene? Mag keine Weißwurscht.

Gescheit. Da reichen die Würsch! Mami, dürfen wir kegeln gehen?

Ja, geht. jubelgeschrei.

Es hämmert. Es hämmert. Bitte, schau dir das an!

Nicht einer hat ein Besteck benutzt. Warum? Weil du mit Fingern isst.

Seit 25 Jahren versuchst du, mich zu erziehen.

Weil ich darauf achten muss, dass unser Haus nicht ganz verbauert.

Wir haben 5 Töchter. Helene ist heiratsfähig, wer kommt zu uns?

Herr Johann Petzmacher. Lasse bitten!

Dein Verkehr! Ein Gastwirtssohn aus Wien.

Küss die Hand, Königliche Hoheit.

Guten Morgen.

Servus Maxel! Servus!

Wann bist du angekommen? Gestern Abend.

Wo bist du abgestiegen?

Im Haus, wo das neue Postamt ist. Ich habe dem Postmeister zugeschaut.

Wie er tele Wie heißt es? Telegrafiert.

Interessant. Wir haben es uns auch angeschaut.

Der klopft so auf seinen Tisch. Dididididi

In München hörst du das. Das imponiert mir nicht.

Thomas! Er ahmt Telegrafiergeräusche nach.

Sehr wohl, Königliche Hoheit! Was hast du telegrafiert?

Er soll uns leichten Rotwein bringen.

Was gibt's Neues in Wien? Eigentlich nichts.

Das Attentat auf unseren Kaiser lässt alle noch zittern.

Der einzige Mann in der Hofburg ist die Sopherl.

Sie meinen wohl die Mutter Seiner Majestät.

Ihre Kaiserliche Hoheit die Erzherzogin Sophie.

Dieselbige. Ja.

Jetzt will die Sopherl

Ihre Kaiserliche Frau Schwester will ihren Franzl, pardon, ihren Kaiser

Unseren Kaiser. Den will sie jetzt verheiraten.

Erzählt man sich, mit wem? Nein, das noch nicht.

Ah, ein 49iger. Großartig.

Wenn dir der nicht schmeckt, dann schmeckt dir keiner.

Mir schmeckt jeder.

Jetzt wollen wir auf deine Sopherl trinken.

Wenn sie mir einen Anlass zum Trinken gibt, dann soll sie leben.

Prost Max!

JUhu!

Das war doch die Sissi! Sicher wieder auf dem wilden Pferd.

Fröhliche Musik.

Sissi! Guten Morgen.

Spring über die Rosen! Nein.

Du! Hör auf! Sporen geben!

Juhu! Bravo!

Ich komme aus den Aufregungen nicht heraus.

Ein Prachtmädel!

Hundegebell.

Mittermeier! Bin schon da, Prinzessin.

Ist die Gretel gut gesprungen? Fabelhaft.

Wie ein Reh auf der Flucht. Heute bekommt sie mehr Hafer.

Ja, das hat sie verdient.

Wo ist das Vogelfutter? Dort habe ich es hingelegt.

Hier ist die Milch für Xaverl. Wie geht's ihm?

Munter. Er nimmt nur von Ihnen was an Ich fand ihn ja auch.

Xaverl!

Komm! Frühstücken.

Hundegebell.

Bella, pfui! Lass den Xaverl frühstücken!

Jag ihn raus! Stoß ihn weg!

Bravo, lass dir nix gefallen! Stoß ihn weg! Wehr dich!

In die Ecke mit euch! Pfui!

Komm Xaverl!

Na, jetzt schaut ihr! Pfui!

Das schmeckt! Das ist fein.

Guten Morgen, Prinzessin. Guten Morgen, Frau Steckl.

Was macht die Gicht? Den Regen spüre ich in den Fingern.

Ich bringe Ihnen Franzbranntwein. Nur zum Einreiben.

Die trinkt den Franzbranntwein immer.

Das habe ich noch nie gemacht. ja.

Guten Morgen, Papi.

Schau! Süß.

Wie er sich umschaut nach den Dreien. Ruhig!

Du bist großartig geritten und gesprungen. Du darfst mit auf den Bock

Wirklich?

Was gibt es, Baronin? Dieser Brief wurde soeben abgegeben.

Aus Wien! Aus der Hofburg!

Das ist ja herrlich. Prinzessin Nene soll sofort zu mir kommen.

Wunderbar.

Du hast mich rufen lassen, Mama. Ja, mein Kind. Nene!

Tante Sophie hat geschrieben. Von dir.

Von mir?

Sag es niemandem, vor allem nicht Papa.

Tante Sophie bat mich darum. Die Nachricht ist nur für uns beide.

Was schreibt Tante Sophie? Sie schreibt

Mami!

Mami!

Ich darf mit Papi auf die Jagd. Deswegen brauchst du nicht schreien.

Also was schreibt Tante Sophie? Sie erwartet uns am 17. 8. in Ischl.

Ich wage es noch gar nicht auszudenken.

Was denn? Dass du Kaiserin von Osterreich wirst

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