All language subtitles for Alberto De Martino - Lanticristo. The Antichrist - Italian with German Subs

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Original subtitles

Nein, nein, nicht! Lasst mich los!

Rede nicht so über die Königin, sie wird dich erlösen. Sie wird den Teufel verjagen.

Lasst uns vor sie treten.

Hilf mir, heilige Mutter! Hilf mir!

Lasst mich zufrieden. Lasst mich zufrieden mit der dummen Kuh!

Ich will nichts zu tun haben mit diesem Miststück, sie widert mich an.

Ich hasse dieses Weibsbild.

Glaubt ihr, ich bete zu einer Schein-Jungfrau? Ich denke nicht dran.

Und wie sie dich wieder rausgeputzt haben, wie eine Hure.

Weißt du, was ich mit einer wie dir mache?

Ich spucke in ihr verlogenes Gesicht.

Sei still, schämst du dich nicht? Das ist Sünde, was du sagst.

Aber die Madonna wird dir verzeihen und dich von dem Teufel erlösen.

Berühre ihr Gewand. - Nein!

Nein! - Berühre ihr Gewand.

Nein, ich will nicht. - Berühre sie!

Tu es doch, mein Kind. Tu es doch.

Ein Wunder! Sie ist erlöst!

Die gütige Mutter hat sie erlöst.

Sie ist erlöst.

Hast du gesehen? Sie hat ihr geholfen.

Bringen wir ihn zu ihr.

Gehen Sie ruhig näher heran.

Na gut. - Heilige Madonna...

Nur Mut.

Erhöre mich, Madonna.

Du musst zu ihr aufsehen, Kind.

Madonna, hilf mir.

Hilf mir, hilf mir.

Lasst uns durch, macht Platz.

Sie hilft dir bestimmt. Versuch es, versuch es.

Streck deine Hand aus.

Streck deine Hand aus.

Antonio!

Antonio!

Antonio!

Antonio! Antonio!

Wenn er da runterspringt, gehört seine Seele dem Teufel für immer.

Antonio, bleib stehen!

Antonio, Stopp!

Antonio.

So war ich auch mal.

Zwölf Jahre ist es her, so lange bin ich jetzt gelähmt.

Ich möchte wissen, was ich verbrochen habe.

Wie kannst du so was sagen?

Wenn einer sich Vorwürfe machen muss, dann bin ich es.

Verzeih, so habe ich es nicht gemeint.

Wir müssen uns damit abfinden. Hauptsache du bist bei mir,

das ist das einzige, was das Leben für mich erträglich macht.

Lassen Sie, ich mache das.

Ippolita Darling, nicht weinen, wir sind doch bei dir.

Mach Feuer an, mir ist kalt.

Warum sagst du nichts?

Hast du nicht gesehen, wie sie sich umarmt haben?

Natürlich hast du es gesehen.

Weißt du, weswegen die hübsche, amerikanische Studentin in unserem Haus ist?

Nicht wegen der alten Bücher und Manuskripte,

in ein warmes Bett wollte sie kriechen.

In das Bett meines Vaters.

Vielleicht will sie ihn sogar heiraten.

Wie kannst du nur so etwas denken, mein Kind?

Du machst dir alles unnötig schwer.

Ich kann verstehen, dass sie ihn haben will.

Ein Mädchen, das jung, hübsch und intelligent ist.

Eine wie sie hat das Recht auf Liebe.

Was hat mich getrieben, zurückzufahren und zu ihnen hinzusehen?

Du bist halt ein bisschen durcheinander und siehst alles schwarz,

schwärzer als es wirklich ist.

Scher dich raus. Du wusstest also davon und hast mir nichts gesagt.

Ich helfe dir beim Ausziehen.

Ich kann mich allein ausziehen.

Ist etwas? Fehlt dir was? Kann ich etwas für dich tun?

Ja, du kannst mich begleiten.

Wohin?

Bitte.

Willst du mir nicht endlich sagen, wohin wir fahren?

Ich muss immer wieder an dieses verzehrte Christusbild denken.

Glaub mir, Onkel, es war ein Zeichen des Teufels.

Wie kannst du so was sagen? Das ist lächerlich.

Ich habe deinem Vater von Anfang an davon abgeraten, dich dort hinzubringen,

zu diesen unglücklichen Kranken und Krüppeln.

Aber es ist immer das Gleiche:

Wenn Gott ein Wunder vollbringt, dann glauben alle an ihn.

Dann ist er der Gute, der uns liebevoll behütet.

Wenn nicht, dann heißt es sofort, dass er uns im Stich lässt.

Aber ich finde, die Menschen machen es sich ein bisschen zu einfach.

Glaub mir, die Gnade Gottes ist nicht immer sichtbar.

Warum zeigt sich Gott nicht, sondern bleibt im Verborgenen?

Der Teufel denkt nicht daran, sich zu verstecken.

Weißt du, was er mir gesagt hat?

Dein Gott hat dich vergessen.

Dein Vater hat dich im Stich gelassen, du bist allein, unglücklich, verzweifelt.

Worauf wartest du? Was ist? Du brauchst mich nur zu rufen und ich bin bei dir.

Du kannst von mir alles haben, was dir bis jetzt versagt ist.

Schluss jetzt! Hör auf!

Du versündigst dich, Ippolita.

Ich weiß, wie schwer das alles für dich ist.

Gott stellt dich auf eine harte Probe, aber du musst auf ihn vertrauen.

Das habe ich getan, seit vielen Jahren.

Und vor allem hat mir die Liebe meines Vaters Halt gegeben.

Und Kraft weiterzuleben. Aber jetzt, wo er...

Ich habe Angst, ihn zu verlieren.

Wie kannst du nur auf den Gedanken kommen, dass er dich nicht mehr so lieb hat.

Ippolita, sei dir selbst gegenüber mal ganz ehrlich.

Findest du nicht, dass du ein bisschen viel verlangst?

Dass du vielleicht zu egoistisch bist, aus übergroßer Liebe zu deinem Vater?

Glaub mir, Eifersucht ist wie ein Gift, das alle Gefühle zerstört.

Sie bringt nichts ein als Kummer. Du musst versuchen dich zu beherrschen.

Und vor allem darfst du eins nicht vergessen:

Dein Vater hat auch Schweres erlebt und ein Recht auf ein neues Leben.

Siehst du das ein?

Gewiss, das tue ich.

Der Jammer ist, dass es für mich kein neues Leben gibt.

Du bist noch so jung.

Auch du wirst eines Tages einen Mann finden, der dich glücklich macht.

Du glaubst doch nicht im Ernst,

dass ein Mann sich in eine Frau wie mich verlieben könnte.

Nein, Onkel, das tut keiner. Niemand interessiert sich für einen Krüppel.

Das kannst du mir glauben.

Ich werde eine Messe für dich lesen, morgen früh.

Ich war entsetzt über diesen unglaublichen Vorfall.

So was ist mal vor Jahrhunderten passiert.

Da haben Teufelsanbeter die heiligen Sakramente geschändet,

indem sie einen Krötenkopf auf den Fuß des Abendmahlkelches legten.

Ich dachte immer, so etwas gäbe es längst nicht mehr.

Leider doch, überall auf der Welt entstehen Sekten von Teufelsanbetern.

Es ist ein typisches Zeichen für die geistige Verwirrung unserer Zeit.

Vor 400 Jahren gab es auch so eine Krise.

Aber auf dem Konzil von Trient ist es der Kirche gelungen, ihrer Herr zu werden.

Und wie sieht es heute aus?

Eins ist jedenfalls sicher: Außerhalb der Kirche gibt es keine Hilfe.

Das Konzil von Trient hat nicht nur einen neuen Anfang gemacht,

was den Glauben betrifft.

Es hat es auch verstanden

dem gesamten geistigen Leben neue, wichtige Impulse zu geben.

Ihm verdanken wir Heilige die Theresa de Ávila, Giovanni della Croce, Filippo Neri.

Warum sollen nicht auch heute

Menschen von gleicher Bedeutung wie sie in unserer Mitte leben.

Das wäre doch möglich, vielleicht erkennen wir es nur nicht.

Wenn unsere einzige Rettung allein im Glauben liegt,

was soll aus Ippolita werden, die ihren verloren hat?

Ippolita ist schwach, irregeleitet.

Es wäre furchtbar,

wenn ihre Verzweiflung sie in die Arme so einer Sekte treiben würde.

Wie denn? Sie ist doch kaum jemals allein.

Du darfst sie nicht vernachlässigen. Sie fühlt sich von dir im Stich gelassen.

Ascanio, meine Zuneigung zu Greta hat nichts damit zu tun,

dass ich meine Tochter genauso liebe wie vorher.

Ja, sicher, ich weiß, aber sie hat das Gefühl. Sie leidet darunter.

Das, was sie gestern zu mir über die Existenz des Teufels gesagt hat,

macht mir Sorgen, es ist nicht ungefährlich.

So etwas kann leicht zu schweren psychischen Schäden führen.

Vielleicht solltest du besser einen Psychiater um Rat fragen.

Ich kenne da einen jungen Arzt,

er ist Spezialist für Psychoanalyse und Parapsychologie.

Er kann vielleicht helfen.

Er ist zwar ein Atheist, ein Skeptiker, aber als Arzt ist er wirklich hochbegabt.

Ich schicke ihn mal abends bei euch vorbei.

Aber vielleicht ist es besser für Ippolita,

wenn das Zusammentreffen wie Zufall aussieht.

Filippo, ich muss dich unbedingt sprechen.

Gut, ich komm gleich. - Es ist wichtig.

Ich bin bei deiner Schwester.

Oh, wen haben wir denn da? - Hallo Filippo.

Ciao, wie gehts?

Zauberhaft wie immer.

Sag mal, wieso lässt du dich überhaupt nicht mehr sehen?

Hast du dich etwa verliebt?

Das glaube ich nicht, ich habe eher das Gefühl,

dass irgendwas mit dir nicht stimmt.

Du bist ganz anders als vorher.

Dr. Sinibaldi? - Ja.

Bitte. - Danke.

Darf ich vorausgehen?

Seltsam ist das.

Auf diesem Zettel steht eine drei.

Mathematisch ist es absoluter Unsinn, Andrea,

aber in einer anderen Dimension ist es vielleicht möglich.

Ich kann mich nicht präzise ausdrücken, ich verstehe es nicht.

Gib her, lass mal sehen, was sie geschrieben hat.

Hier.

Überanstrenge dich nicht, Liebling. Du weißt, ich mag diesen Hokuspokus nicht.

Ist doch nur Spielerei.

Marie Angela kann das noch viel besser. Soll sie dir mal aus der Hand lesen?

Wie wäre es?

Nein danke, Marie Angela, ich bin nicht neugierig auf die Zukunft.

Ich finde, wenn alles vorbei ist, weiß man früh genug Bescheid.

Da bin ich genau wie dein Vater.

Darf ich sehen, was auf dem Zettel steht?

Gib ihn ihr. - Hier.

1+1 ist 3. Ist das niemals möglich?

Na was habe ich gesagt, Andrea? Ippolita ist eine Zauberin.

Sie ist einfach nicht zu schlagen.

Willst du mir mal aus der Hand lesen? Ich habe keine Angst.

Klar, komm her. Setz dich zu mir.

Aber ich warne dich, was ich sage, trifft ein.

Interessant: Du hast unwahrscheinliches Glück, was du auch anfasst, gelingt dir.

So etwas habe ich überhaupt noch nicht gesehen,

aber in der Liebe sieht es ziemlich traurig aus.

Ippolita?

Guten Abend. - Guten Abend.

Darf ich dir Marcello Sinibaldi vorstellen?

Freut mich sehr. - Guten Abend.

Ich habe ihn beim Skilaufen kennengelernt.

Ich habe ihm so viel von dir erzählt, dass er gekommen ist,

um zu sehen, ob du wirklich so bezaubernd bist, wie ich ihm vorgeschwärmt habe.

Man darf nicht immer glauben, was er sagt,

sonst ist man hinterher enttäuscht.

Wollen Sie noch mehr Komplimente hören?

Sie sind Psychiater, stimmt's?

Ja.

Hat Ihnen Filippo das gesagt?

Ich? Nein.

Kommen Sie. - Entschuldigung.

Habt ihr das gehört?

Ich muss sagen, Ippolita kann einem manchmal direkt Angst machen.

Sie merkt einfach alles, sie ist eine richtige Hellseherin.

Für die da drin ist das auch nur ein Gesellschaftsspiel gewesen,

aber für mich nicht.

Unser Zusammentreffen heute Abend ist kein Zufall, habe ich Recht?

Dann wissen Sie sicher auch, dass man mich gebeten hat, Sie zu behandeln?

Wieso? Was wollen Sie behandeln?

Ihre Lähmung natürlich, was denn sonst?

Ich dachte was Schlimmeres.

Ich habe mir Ihre Krankenblätter angesehen,

keine organischen Schäden, das steht einwandfrei fest.

Die Ursache könnte vielleicht der Schock sein,

eine psychische Blockierung, ein schweres Trauma, dessen Ursache man finden muss.

Hören Sie, Doktor, man hat mit mir schon alles gemacht, was möglich ist.

Hat man es auch schon mit Hypnose versucht?

Auch das.

Ich denke dabei an eine ganz besondere Hypnose.

Sie dringt tief in das Unterbewusstsein ein

und fördert Erinnerungen zutage an Dinge, die sehr weit zurückliegen.

Möglicherweise an etwas, dass Sie in einem früherem Leben erlebt haben.

Glauben Sie etwa an Reinkarnation?

Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass es ihm psychischem Bereich Fälle gibt,

wo Ereignisse aus der Vergangenheit über Generationen hinweg Einfluss hatten.

Durch die Hypnose, die ich meine, kann man sie wieder lebendig machen.

Gut. Abgesehen davon, dass ich kaum glaube, davon wieder gesund zu werden,

interessiert mich die Sache.

Es ist doch aufregend zu erfahren, welche Abgründe sich in meiner Seele verbergen.

Ippolita, versetze dich zurück in die Vergangenheit,

in die Jahre deiner Kindheit. Erinnere dich, du bist zwölf Jahre alt.

Und jetzt sag mir,

was an jenem Tag geschehen ist.

Was ist geschehen?

Ich sitze mit meinem Vater und meiner Mutter im Auto,

wir waren auf dem Lande und fahren nach Hause.

Mama ist sehr nervös, warum weiß ich nicht.

Ach ja, ich weiß, weil Papa nicht auf die Straße achtet,

sondern dauernd mit ihr rumalbert.

Mama ist immer ängstlich, wenn sie Auto fährt.

Dagegen habe ich einen Riesenspaß daran.

Der Hund! Der Hund!

Papa, hilf mir!

Oh meine Beine, hilf mir doch! Papa, hilf mir!

Hilf mir!

Meine Beine!

Ich kann meine Beine nicht bewegen!

Die Flammen!

Die Flammen, die Flammen! Die Flammen!

Die Flammen! Hilf mir!

Die Flammen, die Flammen!

Ruhig, das Feuer ist aus. Es ist alles gut.

Erinnere dich weiter, versetz dich in eine andere Zeit.

Viel, viel weiter zurück.

Versuch es, Ippolita.

Hab keine Angst. In eine Zeit, bevor du auf der Welt warst.

Noch weiter, noch weiter. Steig hinab in die Vergangenheit, immer tiefer.

Ja, du befindest dich in einem anderen Leben.

Einem Leben, das nichts mit deinem jetzigen zu tun hat.

Das Leben eines anderen Menschen.

Stell dir vor, dass du dieser Mensch wärst.

Wer bist du?

Und ich sage euch, sogar Christus...

Und ich sage euch, sogar Christus...

Und ich sage euch, sogar Christus war vom Teufel besessen.

Und es war Christus, der die heilige Mutter aus dem Tempel verstoßen hat.

...der die heilige Mutter aus dem Tempel verstoßen hat.

...und der die Unschuldigen verdammte,

der den Bannfluch aussprach gegen die Schriftgelehrten und die Pharisäer.

...und die Pharisäer.

Das ist der Teufel. Er spricht aus ihr, sie ist eine Hexe.

Sie ist vom Satan besessen und hat das heilige Tribunal beleidigt.

Bringt sie zum Schweigen!

Sie gehört auf den Scheiterhaufen. Mögen die Flammen ihren sündigen Leib verzehren.

Das soll für alle eine Warnung sein, die so sind wie sie.

Auf den Scheiterhaufen mit ihr.

Du schreckst mich nicht mit deinem Urteil, Priester.

Priester, Priester!

Priester!

Ippolita, komm zu dir! Komm zu dir, ich befehle es!

Wie geht es dir?

Mir gut. Und euch?

Ihr solltet mal eure Gesichter sehen.

Erinnerst du dich an gar nichts von dem,

was du soeben in der Hypnose erlebt hast?

Nein, an gar nichts. Ich habe das Gefühl, als ob ich geschlafen hätte.

Was habe ich denn für dummes Zeug geredet?

Es wäre zu früh, etwas darüber zu sagen.

Ein paar Sätze über längst vergangene Ereignisse,

die Sie anscheinend psychisch immer noch belasten.

Das scheint ja sehr kompliziert zu sein.

Eins weiß ich jedenfalls: Dass wir ohne Zweifel auf dem richtigen Weg sind.

Die Ursache ihrer psychomotorischen Störung lässt sich bestimmt herausfinden.

Ich bin ganz sicher, dass Sie, wenn Sie mitmachen,

nach ein paar Sitzungen imstande sein werden, aufzustehen und zu gehen, ohne Hilfe.

Sie glauben, es besteht Hoffnung, dass meine Tochter geheilt wird?

Sicher. Ich bin sogar davon überzeugt.

Allerdings müssen wir mehr über das Leben dieser anderen Person wissen,

um Ihrer Tochter helfen zu können.

Es ist offensichtlich ein ganz klarer Fall von Reinkarnation.

Mit anderen Worten,

die Persönlichkeit einer Verstorbenen lebt in einem anderen Wesen weiter.

Im Unterbewusstsein natürlich.

Ihre Theorie beruht auf den Erkenntnissen,

die Professor Stevenson von der Virginia Universität gewonnen hat.

Auch. Es gibt viele bemerkenswerte Abhandlungen über solche Fälle,

die besonders auf das Krankheitsbild von Ippolita zutreffen.

Ist Ihre Diagnose auch eine Erklärung für die merkwürdige Halluzination vom Teufel,

die meine Tochter gehabt hat?

Wenn ich ganz ehrlich sein soll, ist das das einzige, was mich beunruhigt.

Derartige Zustände können mitunter in völlige Besessenheit ausarten.

Durch das Einswerden mit der Persönlichkeit ihrer Vorfahrin,

könnte Ippolita unter Umständen ihre eigene Identität zeitweilig verlieren.

Und deshalb muss ich so schnell wie möglich näheres über diese andere Frau erfahren.

Der Príncipe und Filippo haben mir nur Andeutungen gemacht.

Ich hoffe, von Ihnen kann ich Genaueres erfahren.

Ich glaube, wir haben keine andere Wahl.

Hier ist alles, womit ich Ihnen dienen kann.

Es handelt sich um eine schmerzliche Geschichte, tragisch.

Unsere Familie hat sich immer bemüht, es geheim zu halten.

Sie sind der erste Außenstehende, der diese Dokumente zu Gesicht bekommt.

Für uns geht es nur um eins: Ippolita zu helfen.

Wir verlassen uns auf Ihre Diskretion, Doktor.

Durch eine sinnlose Tradition

wurde ein unglückliches Mädchen gezwungen, Nonne zu werden.

In der Nacht, bevor sie in den Orden eintreten sollte,

floh sie und schloss sich einer Satanssekte an.

Sie war zu allem bereit, sie wollte weiter nichts als Freiheit und Liebe.

Eine tragische Figur, die Mitleid verdient.

Unglaublich, in wie vielen Punkten ihr Leben und Ippolitas übereinstimmen.

Nicht nur der gleiche Name, auch die gleichen Lebensumstände

und der gleiche Lebenshunger.

Der verzweifelte Wunsch nach Liebe, die Verleugnung des Glaubens.

Einer so alten Familie anzugehören, ist nicht immer angenehm, stimmt's?

Halten Sie ihn fest.

Gehen Sie doch weiter mit dem verdammten Biest.

Ich bin gern hier, es ist so intim, so behaglich.

Es ist unser zuhause.

Wenn du hier bist, bin ich wunschlos glücklich.

Ich wünschte, du wärst immer bei mir.

Ich habe nachgedacht.

Sag Ippolita nicht, dass wir heiraten wollen.

Ich möchte nicht, dass sie meinetwegen unglücklich ist.

Ich gebe ehrlich zu, ich habe Angst, es ihr zu sagen.

Ich mag immer noch nicht daran glauben,

dass nach so vielen freudlosen Jahren endlich wieder auch für mich

eine etwas glücklichere Zeit kommen soll.

Der Doktor ist fest davon überzeugt, dass er Ippolita heilen kann.

Ein paar Dinge am Rande machen ihm zwar noch einige Sorgen,

aber er glaubt, auch damit wird er fertig.

Du scheinst weniger sicher zu sein.

Ich habe Angst vor einer neuen Enttäuschung.

Warum? Warum?

Ippolita.

Ippolita.

Ippolita, antworte doch.

Lass mich, ich will schlafen.

...gilt als größtes Bauwerk Roms.

Die alten liturgischen und topografischen Dokumente nennen längs der Via Appia

folgende Gruppen von Katakomben: des heiligen Lodris an der rechten Straßenseite,

wenn man von Rom kommt, des heiligen Calixtus sofort dahinter...

Vor allen anderen waren diese Katakomben der berühmteste Friedhof der Stadt.

Sein Ruf erhöhte sich auch dadurch, weil es nebst des Vatikans der Ort war,

wo die Päpste des siebten Jahrhunderts beigesetzt wurden.

Jetzt kommen wir zu einer anderen Libros.

Sofort nach links abbiegend sehen wir den Gang R2, an dessen linker Seite sich die

sogenannte Kutta befindet...

Signorina, was ist denn? Sind Sie hingefallen? Haben Sie sich wehgetan?

Ich weiß nicht, ich kann mich an nichts erinnern.

Kannst du mich zu meinem Wagen bringen?

Bitte hilf mir, ich kann nicht laufen.

Ich hole Ihre Sachen.

Entschuldigen Sie, dass ich Sie so spät noch gestört habe,

aber sie waren zwei Tage nicht hier

und diese Zeit hat sich Ippolitas Zustand verschlechtert.

Vielleicht wäre es gut, wenn Sie die hypnotische Behandlung nochmal aufnehmen.

Ist in den zwei Tagen etwas Besonderes geschehen?

Seit heute Morgen befindet sie sich in einem Zustand äußerster Erregung.

Warum haben Sie mich nicht benachrichtigt? Ich wäre sofort gekommen.

Ich bringe Sie zu ihr, Doktor.

Ippolita, konzentriere dich auf die Vergangenheit,

versetze dich zurück in jenes andere Leben. Jetzt bist du die andere Ippolita.

Das Inquisitionsgericht hat dich wegen Hexerei

zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt.

Man hat dich der weltlichen Gerichtsbarkeit übergeben,

damit das Urteil vollstreckt wird.

Oh mein Gott, vergib mir. Rette meine Seele.

Gib mir Kraft, die Schmerzen zu ertragen.

...die Schmerzen zu ertragen.

Hilf mir!

Aufwachen! Ippolita, hörst du mich?

Komm wieder zu dir, ich befehle es.

Ich bin müde.

Was war los? Habe ich geschrien?

Und nun versuchen Sie aufzustehen.

Ich weiß, dass Sie gehen können.

Nein. - Doch.

Ohne Hilfe. Bleib wo du bist. Lass sie zu dir kommen.

Greta, du sitzt neben Filippo, und Sie, Doktor, kommen zu mir.

Ippolita kommt auf den Ehrenplatz, zur Feier des Tages.

Leg noch ein Gedeck auf den Tisch.

Aber ja... - Los, Irene, wir haben Hunger.

Du siehst wunderbar aus, Ippolita.

Ich fühle mich auch wunderbar, als ob ich neu geboren wäre.

Bitte seien Sie in den nächsten Tagen vorsichtig.

Ihre Beine müssen sich erst wieder an die Belastung gewöhnen.

Oh, ich fühle mich fabelhaft, ich könnte mit Ihnen um die Wette rennen.

Lass nur, Ippolita, das kommt auch.

Was meinen Sie, Doktor?

Es freut mich, dass mit deiner Gesundheit auch dein Appetit wiedergekommen ist.

Ja, ich habe Hunger wie ein Wolf.

Dann lass es dir schmecken.

Trinken wir auf das Wohl unserer geliebten Ippolita.

Willst du nicht mit uns anstoßen, Ippolita?

Ippolita, ist dir nicht gut?

Fick dich, dreckige Schlampe!

Oder würdest du lieber von einem anderen gefickt werden?

Leck mich am Arsch!

Was hat sie gesagt?

Na los, sag es ihnen, oder genierst du dich?

Was ist? Sag es ihnen.

Ich habe gesagt: Fick deine eigene Fotze.

Ippolita!

Ich weiß, dein Schwanz wäre ihr natürlich lieber.

Ippolita!

Wie viele Schwänze hat du schon drin gehabt?

Sag es doch, wie viele waren es? 100?

Welcher war der Beste? Der von meinem Vater? War er gut?

Uns so was willst du heiraten.

Eine räudige Hündin, eine Sau. Eine Sau!

Ippolita, du bist wahnsinnig!

Diesmal betrügt ihr mich nicht.

Dein beschissenes Kruzifix ist mir einmal dazwischen gekommen,

das passiert mir nicht nochmal.

Diesmal begleiche ich meine Rechnung mit eurer Familie.

Ippolita Oderisi gehört mir.

Bischöfe, Kardinäle, Inquisitoren,

ich spucke euch ins Gesicht.

Marcello, hilf ihr. Tu doch was.

Ippolita.

Ich habe warten müssen, 400 Jahre lang. Aber was ist das schon?

Ich scheiße drauf, das ist nicht mehr als ein Tag für mich.

Filippo, ich habe Angst.

Das war eine Freude,

als ich auf dem Friedhof diese andere Ippolita Oderisi gesehen habe.

Verlassen von ihrem Gott, verrückt vor Geilheit nach einem richtigen Schwanz.

Sie wäre bereit gewesen, ihre Seele dafür zu verkaufen,

wenn sie einen reingekriegt hätte.

Jetzt bin ich zur dir gekommen, süße Ippolita.

Du kannst alles von mir haben, was dir gefehlt hat.

Du brauchst nur die Beine breit zu machen

und mich da unten reinzulassen, weiter nichts.

Doktor, ich flehe Sie an, tun Sie was, schnell.

Ippolita, komm zu dir, sonst...

Diesmal bleibe ich Sieger.

Was ist, ihr armseligen Kreaturen? Zittert ihr schon vor Angst?

Doktor, Vorsicht.

Diesmal gewinne ich, ich habe schon gewonnen.

Nein! Nein! Die Glocken sollen aufhören.

Die Glocken sollen aufhören! Sie sollen aufhören!

Ippolita!

Wischen Sie das Gesicht ab.

Mein armes Kind.

Bringt mich in mein Zimmer,

ich bin müde.

Ich bin so müde.

Geh mit.

Ich gebe ihr ein Beruhigungsmittel.

Was hat das Ganze zu bedeuten?

Ich habe so etwas Entsetzliches noch nie erlebt.

Nein, jeder Student der Parapsychologie

könnte Ihnen eine wissenschaftliche Erklärung für das geben,

was hier geschehen ist. - Sicher, das glaube ich dir.

Aber lebten wir nicht im zwanzigsten Jahrhundert,

würde ich glatt sagen, dass sie vom Teufel besessen ist.

Wie kommst du denn auf so was, Filippo?

Glaub mir, es ist so, Vater.

Es gibt genügend theologische Abhandlungen über dieses Thema.

Das plötzliche Auftreten einer maßlosen Gier nach Essen und Trinken,

das Sprechen in einer Sprache, die sie gar nicht beherrscht.

Die Fähigkeit, Gegenstände zu bewegen, ohne sie zu berühren.

Das alles sind Symptome dafür, dass sie vom Teufel besessen ist.

Komm, Filippo, sei vernünftig, wir leben nicht mehr im Mittelalter,

als man glaubte, dass in Epileptikern der Teufel steckt

und als man gegen Krebs mit Gebeten kämpfte.

Ja, der Ansicht bin ich auch.

Aber was können wir tun, damit Ippolita gesund wird?

Das Trauma, wie ihr Ärzte es nennt, das zu ihrer Lähmung geführt hat,

ist in seinem Ursprung erkannt und beseitigt worden.

Trotzdem ist ihr Zustand schlimmer als vorher, das haben wir alle gesehen.

Das war zu erwarten, es ist nur ein Übergangsstadium.

Aber ein paar Dinge bleiben rätselhaft, unerklärlich.

Wie kommt es, dass sie plötzlich Englisch spricht, obwohl sie es nie gelernt hat?

Dass sie plötzlich Dinge sagt, die nur der Teufel ihr eingeben kann?

Nein, das ist immer noch kein Beweis dafür,

dass sie von irgendeinem bösen Geist besessen ist.

Ich muss sagen, das alles hat mich tief erschüttert.

Aber ich warne dich, wir müssen vorsichtig sein, sehr vorsichtig Massimo.

Die Kirche ist in solchen Fällen äußerst empfindlich.

Bevor wir es wagen können, von teuflischer Besessenheit zu reden,

muss jede andere Möglichkeit wissenschaftlich

unwiderlegbar ausgeschlossen sein.

Ja, ja, die Psychiater.

Sie erfinden nur komplizierte Namen für Dinge, die sie nicht erklären können

und sind genauso schlau wie vorher.

Doktor Sinibaldi spricht von einem Fall von Hysterie,

der durch sexuelle Frustration hervorgerufen wurde.

Das ist doch nicht von der Hand zu weisen.

Vielleicht, aber jetzt ist er genauso unsicher wie wir alle miteinander.

Gut, aber sicher nicht, weil er glaubt, dass Ippolita vom Teufel besessen ist.

Sag mir eins, Ascanio, glaubst wirklich, dass es den Teufel gibt?

Ich bin fest davon überzeugt.

Der Heilige Vater hat es erst kürzlich wieder bestätigt,

und nicht nur als vager Begriff des Bösen, sondern als greifbare Wirklichkeit.

Wenn du so überzeugt davon bist, warum tust du nicht etwas, um Ippolita zu helfen?

Soll das etwa heißen, dass du Angst hast?

Ich habe dir ja schon gesagt, es ist eine sehr heikle Angelegenheit,

die viel Fingerspitzengefühl erfordert.

Ippolita? Schläfst du schon?

Nein, komm rein.

Du hast dich den ganzen Tag nicht sehen lassen.

Na?

Ciao.

Heiß.

Wie geht es dir?

Schlecht, Filippo, schlecht.

Ich fürchte, mein Zustand fängt wieder an sich zu verschlechtern.

Was soll das heißen?

Ich kann sie kaum noch bewegen, sie sterben ab.

Fühl mal.

Es ist beinahe wieder wie vorher.

Ich bleibe ein Krüppel.

Ippolita, was sagst du denn da? Du wirst wieder laufen, das weiß ich genau.

Was war gestern Abend los? Ich kann mich an nichts erinnern.

Hör zu, ich habe mit dem Doktor gesprochen,

er sagt, es wäre nur ein Übergangsstadium,

dass er so was erwartet hätte, so was braucht seine Zeit, hat er gesagt.

Verlass mich nicht, Filippo, ich habe nur dich.

Unsinn, das stimmt doch nicht.

Du wirst bald die große Liebe finden, von der du immer träumst.

Du wirst heiraten, du bist schön, Ippolita.

Ich will weiter nichts als dich, dass du mich lieb hast.

Aber ich hab dich doch lieb, und so wird es immer bleiben.

Weißt du noch, wie wir Kinder waren? Damals waren wir unzertrennlich.

Du hast mich immer beschützt.

Und wann soll ich zu der gewissen Person kommen?

Sofort, wenn es geht.

Und die Mäuse? Sie werden doch nicht etwa glauben,

dass ich es umsonst tue.

Sehen Sie, ich bin zwar ein Mensch, der bereit ist, anderen zu helfen,

aber von irgendwas muss ich leben, ich bin schließlich kein Wohltätigkeitsinstitut.

Ich gebe Ihnen, was sie wollen, aber ich flehe Sie an, machen Sie schnell.

Keiner darf Sie ins Haus kommen sehen.

Warum denn nicht? Habe ich die Pest oder die Räude?

Aus der ganzen Welt kommen sie zu mir, um mich um Rat zu fragen.

Kommen Sie, leise.

Warten Sie einen Moment.

Kommen Sie.

Du armseliger Schwindler, du wagst es, mir unter die Augen zu treten?

Weißt du nicht, dass du deinen Herren und Meister vor dir hast?

Der dir erlaubt hat, deine Pülverchen aus Rattenblut und Knochen zu machen.

Dem du es verdankst,

dass du von deinen jämmerlichen Taschenspielereien leben kannst.

Du wagst es, deine Hand gegen mich zu erheben, du jämmerliches Nichts.

Leck es ab.

Alles.

Und jetzt verschwinde.

Der Teufel! Der Teufel! Der Teufel!

Der Teufel! Der Teufel! Der Teufel!

Der Mann hat den Teufel gesehen, daran ist nicht zu zweifeln, Vater.

Auch wenn sich unser Verstand noch so sehr weigert, es zu akzeptieren.

Wenn wir Ippolita nicht helfen, ist sie verloren.

Ich habe schon Ascanio angerufen, jetzt kann er sich nicht mehr raushalten.

Er muss selbst eingreifen.

Ach ja, da ist noch was, ich möchte die Dienerschaft entlassen,

hier alles auflösen und wegziehen.

Nur Irene kann bleiben, wenn sie will.

Vater!

Entschuldige, aber ich muss es ihr sagen.

Wenn du Ippolita helfen willst, musst auch du ein Opfer bringen.

Ich weiß, so schwer es mir fällt, ich bin dazu entschlossen.

Ja, ich werde fortgehen, ich verlasse Rom für immer.

Wir müssen unsere schönen Träume vergessen.

Ich habe mich getäuscht, ich hatte gehofft,

ich könnte mit dir ein neues Leben anfangen.

Aber das Schuldgefühl, das mich bedrückt, der Fluch, der auf meiner Familie ruht,

sind eine zu schwere Last, ich will nicht, dass du darunter leidest.

Du glaubst doch nicht im Ernst,

dass es weniger schlimm für mich ist, wenn wir uns trennen?

Machst du es dir nicht ein wenig zu leicht?

Greta, kannst du denn nicht begreifen, dass es nicht anders geht?

Möglich. Ich muss mich wohl damit abfinden.

Eins möchte ich dir noch sagen:

Die Zeit, die ich mit dir zusammen war, werde ich nie vergessen.

Ich werde nie wieder so glücklich sein.

Ich habe mich von ihr getrennt. Ich werde sie nicht wiedersehen.

Ich bleibe für immer hier, bei dir, mein Liebling.

Damit wolltest du wohl dein Gewissen beruhigen, was?

Du hast mein Leben zerstört, meine Mutter umgebracht.

Ich bin halb verrückt geworden durch deine Schuld.

Während ich an diesen Stuhl gefesselt war,

hast du mit diesem Miststück rumgevögelt, verdammter Hurensohn!

Ich weiß ganz genau, was das falsche Luder zu dir gesagt hat, als du bei ihr warst:

Du glaubst doch nicht im Ernst, dass es weniger schlimm für mich ist,

wenn wir uns trennen.

Leck mich am Arsch. Auf die Knie! Auf die Knie, krieche, weil du ein Wurm bist.

Ein Stück Scheiße, oberflächlich und eitel.

Deine Tochter hat dich ganz schön reingelegt,

du glaubst, sie bewundert dich, liebt dich,

aber in Wirklichkeit bin ich es, dem sie mit Leib und Seele gehört.

Schnell, Filippo. - Hilfe.

Filippo, fessel sie, nimm die Kordel da, schnell.

Ruhig, Ippolita.

Los!

Stillhalten.

Stillhalten.

Hat Filippo dir nichts gesagt, Papa? Wir haben gefickt.

Das ist nicht wahr. - Doch, doch, doch.

Ja, ja, du bekommst einen hübschen, kleinen Enkel.

Ich bin schwanger, na, freust du dich nicht, Opa?

Endlich, Gott sei Dank.

Es ist entsetzlich, du musst ihr helfen.

Rette sie, Onkel. Hilf ihr.

Was ist? Hast du Angst? Ich erwarte dich.

Onkel, hilf mir. Allen graut vor mir, wie vor einem Ungeheuer.

Ein Glück, du bist anders als sie. Bitte komm näher.

Keine Angst, Ippolita, ich bin hier, um dir zu helfen.

Der Teufel wartet schon.

Na los, Priester, beweise dein christliche Nächstenliebe.

Auch Christus vergab der Sünderin.

Was? Du willst nicht? Hat dein Liebling Ippolita zu schwer gesündigt?

Du hättest sehen sollen, wie glücklich ich war, als ich ihn endlich drin hatte.

Jahrelang habe ich darauf gewartet. Willst du es nicht auch mal versuchen?

Na los, keine Angst.

Es klappt schon, wenn du wirklich ein Mann bist.

Du wirst doch bestimmt auch einen Schwanz unter deiner Kutte haben, oder?

So ein kleines, armes Vögelchen, das noch nie geflogen ist.

Na was ist, Priester, beglücke deine Nichte mit deinem heiligem Samen.

Ran, ran.

Herr, erhöre uns...

Mich kriegst du nicht mehr aus diesem Körper heraus.

Er ist so warm, so jung, so angenehm.

Und ich bleibe so lange hier drin, wie es mir gefällt, hörst du?

Ich weiß sehr gut, dass du mir das nicht gönnst, aber das interessiert mich nicht.

Was ich einmal besitze, lasse ich nie wieder los.

He Priester, liest du das Abendmahl?

Dies ist dein Leid. Hast du Angst? Du bist ja immer ein Feigling gewesen.

Du hast mir die Seele deiner Nichte zum Geschenk gemacht.

Als sie dringend deine Hilfe gebraucht hat, hast du sie im Stich gelassen.

Du bekommst ihre Seele nicht, Satan, niemals.

Und wer will mich daran hindern?

Du? Mit all deinen Zweifeln und deiner Kleingläubigkeit? Lächerlich!

Warum wirfst du dieses alberne Buch nicht weg?

Komm doch auch zu mir in den Kreis derer, die an mich glauben.

Du wärst nicht der erste Bischof, der mich anbetet, vor dir waren schon andere da.

Entschließe dich und ich mache dich glücklich.

Armer, alter Mann, jetzt bist du wohl völlig ratlos.

Du wirst nicht siegen, Gott wird es nicht zulassen.

Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Zurück mit dir in das Reich der ewigen Finsternis.

Du wirst nicht siegen, im Namen Gottes! Du wirst zurückweichen in...

Was bildest du dir ein, Priester? Ich vernichte dich.

Ich werde offiziell um die Erlaubnis für einen Exorzismus bitten.

Ich wünschte, wir hätten das schon früher getan.

Ohne einwandfreie Beweise hat die Kirche nicht das Recht dazu.

Komm, du brauchst Ruhe.

Nein, nein, danke. Ich möchte lieber gehen.

Ich fühle mich schon besser.

Wenn Sie wirklich einen Exorzisten hinzuziehen wollen,

ist meine Anwesenheit überflüssig.

Ich bin Arzt, ich halte nichts von solchen zweifelhaften Praktiken.

Ich habe nur einen Wunsch, dass meine Tochter gesund wird, wie ist mir gleich.

Ich kann durchaus verstehen, dass Sie als Wissenschaftler das missbilligen.

Ich kann Sie auch verstehen.

Also dann, auf Wiedersehen, Doktor. Danke für alles.

Es tut mir leid.

Ich weiß nicht, was ich täte, wenn ich an Ihrer Stelle wäre.

Ich weiß es wirklich nicht. Leben Sie wohl.

Hallo?

Ja, Ascanio, was gibt es?

Danke.

Ja, das hoffe ich auch.

Sie haben den Exorzismus bewilligt.

Er wird von einem österreichischem Mönch durchgeführt werden,

einem gewissem Pater Mittner.

Sie konnten ihn bis jetzt nicht erreichen, er ist ein Bettelmönch

und dauernd unterwegs, bis morgen hoffen sie ihn zu finden.

In diesem Haus ist jemand, der mich braucht.

Ich bin Pater Mittner.

Es ist Vorschrift, dass ein Mitglied der Familie dabei ist,

wenn die Riten an einer Frau vorgenommen werden.

Am besten komme ich mit.

Gehören Sie zur Familie?

Sie lebt schon sehr lange bei uns.

Gut, dann werden Sie mir während des Exorzismus assistieren.

Oh Herr des Himmels und der Erde, großer allmächtiger Gott,

Vater unseres Herrn Jesus Christus, der niemanden verrät

und die Abtrünnigen in das Feuer der Hölle gestürzt hast,

der seinen eingeborenen Sohn auf die Erde gesandt hast,

um uns zu retten und zu erlösen.

Oh Herr, mein Gott, vernichte die Bestie, die deinen Weinberg verwüstet,

gib uns die Kraft und die Zuversicht,

dass es uns gelingt, den bösen Geist zu besiegen,

der vom Leib deiner unglücklichen Tochter Besitz ergriffen hat.

Hilf ihr, beschütze sie gegen die Mächte der Finsternis

wider die Geister des Bösen unter dem Himmel.

Allmächtiger, ewiger Gott, Vater unseres Herrn Jesus Christus,

zerreiße die Fesseln des Satans,

der versucht, ihre unsterbliche Seele für immer in die Finsternis hinabzuziehen.

Wie hat unser Herr Jesus Christus seinen Jüngern befohlen?

Geht hinaus in alle Welt und predigt das Evangelium allen Menschen.

Alle, die an mich glauben und getauft sind, sollen gesegnet sein.

Jene, die nicht an mich glauben und nicht getauft sind,

seien verdammt in alle Ewigkeit.

Hilf mir. Hilf diesem...

Hilf deinem unwürdigem Diener, vergib mir meine Sünden

und gib mir die Kraft, den grausamen Drachen zu bekämpfen.

Im Namen des Glaubens und unseres Erlösers Jesus Christus,

der kommen wird zu richten die Lebenden und die Toten.

Das Kreuz des Herren sei mein Tuch.

Flieht, feindliche Heerscharen.

Flieht im Angesicht des Kreuzes unseres Herrn.

Es hat der Löwe aus dem Stamme Judas, das Reich Davids.

Im Namen Gottes, des Allmächtigen,

im Namen unseres Herrn Jesus Christus exorziere ich dich.

Ich exorziere dich!

Im Namen dessen, der im Himmel ist,

stürze ich dich hinab in die Eingeweide der Erde.

Er ist dein Herr, so wie er der Herr ist über die Meere, über die Winde, Stürme.

Höre und erzittere, Satan, Feind des Glaubens, Feind des Menschengeschlechtes.

Unreiner Geist, der alles Gute verneint und nur Böses schafft.

Du sollst es nicht mehr wagen, falsche Schlange,

das Menschengeschlecht zu täuschen,

die Kirche zu verfolgen und die Auserwählten zu schütteln und zu sieben wie den Weizen.

Beuge dich nun der mächtigen Hand Gottes, zittere und mach dich aus dem Staub.

Weiche in Ehrfurcht vor dem Namen Jesu, den wir anrufen und den die Hölle fürchtet,

vor dem die Kräfte, Gewalten und Herrschaften sich beugen.

Ich exorziere dich, falsche Schlange,

die nichts anderes ist als der Teufel und Satan

und stürze ihn gefesselt in den Abgrund,

damit er die Völker nicht mehr weiter verführe.

Im Namen unseres Herrn befehle ich dir, weiche.

Der Allmächtige ist Stärker.

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Satanas, gib den Kampf auf, du hast verloren.

Im Zeichen des heiligen Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus weihe ich dich.

Dich bändigt Gott der Vater, dich bändigt Gott der Sohn, dich bändigt

Gott der Heilige Geist, dich bändigt die heilige Jungfrau Maria.

Herr, erhöre mein Gebet!

Meine Stimme steige auf zu dir.

Der Herr sei mit dir. - Und mit deinem Geiste.

Wir bitten dich, oh Herr, rette die Seele dieser unglücklichen Kreatur.

Streng dich nicht lange an, es ist aus, du hat den Kampf verloren.

Der Teufel hat gesiegt.

Ihr Wasser, ich segne euch, im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Amen.

Brich die Macht des Dämons, Herr, überwinde seine Hinterlist,

auf dass der ruchlose Versucher für immer den Leib deiner Dienerin verlasse.

Im Namen unseres Herrn,

Richter über die Lebenden und die Toten,

im Namen des allgewaltigen Schöpfers der Welt,

dessen, der die Macht hat dich zurückzuschicken in die Hölle,

exorziere ich dich.

Der Antichrist hat nicht gesiegt.

Der Satan ist wieder zurückgekehrt in die Finsternis.

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