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BRITISCHE BOTSCHAFT
Guten Abend, Herr Minister.
Herr Minister.
Was soll das?
Sie sind wirklich gut. Verzeihung.
- Gehen wir. - Verzeihung.
Champagner wird in kleinen Schlucken getrunken.
Nur, wenn man ihn bezahlt.
Ich habe ein dreistündiges EIC-Meeting hinter mir.
Ich dachte, du lebst für behördenübergreifende Kooperation.
Lächeln und Zeit absitzen. Das hilft deiner Karriere.
Ich soll helfen, die Gäste zu begrüßen.
- Bis später. - Was ...
- Minister! - Rowan.
Schützt du mich vor diesen umtriebigen Geschäftsmännern?
- Ich versuch's. - Lass uns später noch mal reden.
Verpiss dich.
Ducken!
Aus dem Weg!
Wir gehen durch den Dienstboteneingang.
Bitte nicht schießen. Okay? Nicht schießen!
Test, Test. Eins, zwei. Eins, zwei. Test.
Meine Damen und Herren,
entschuldigen Sie, dass ich Ihren Abend unterbrochen habe.
Ich versichere Ihnen,
dass ich nicht die Absicht habe, Ihnen wehzutun.
Verteidigungsminister Philippe Bardin.
Wo sind Sie?
Bitte geben Sie sich zu erkennen.
Aufstehen.
Rowan Alexander. MI6, Head of Station.
Kennen Sie mich?
Was wollen Sie?
Sobald wir den Minister haben, fangen wir an.
Nein, nein.
Alles okay?
Fallen lassen.
Wegkicken.
Du schaffst das?
Runter.
Er war mein Freund.
Hat mich in Afghanistan aus einem brennenden Jeep gezogen.
Fallen lassen.
Wer sind Sie?
Ich hole jetzt meinen Ausweis raus.
Erschießen Sie mich nicht.
Langsam, dann passiert nichts.
Vincent Taleb, Sicherheitschef des Verteidigungsministers.
Kann ich meine Pistole haben?
Klar.
Ich bin Zara. Das ist Milo, der Garderobier.
- Sie arbeiten hier? - In der Personalabteilung.
Sie hat einen Pantomimen mit einem Schuh erledigt.
Ich hatte Glück.
- Französische Fremdenlegion. - Scheiße.
Für eine Personalerin kennen Sie sich gut mit Tattoos von Spezialkräften aus.
Ich muss den Minister finden.
- Wer sind die? - Weiß man nicht.
Sie haben den Verteidigungsminister und den Britischen Botschafter.
Die Einsatzteams sind bereit, wir haben einen Verhandlungsführer da.
Sehr gut.
Erinnern Sie sich an mich?
Sie sind Jacob Pearce.
Ich will Ihnen etwas zeigen.
Das hier tun sie einem an, meine Damen und Herren,
wenn man zum Sterben zurückgelassen wird
in einem Gefängnis der Taliban.
Sechs Jahre lang.
Seltsam.
Man wird gefoltert, vergewaltigt.
Das fokussiert den Geist.
An Sie habe ich oft gedacht.
Was ich mit Ihnen machen würde, wenn ich jemals rauskäme.
Ich bin rausgekommen.
Bitte. Ich habe eine Tochter.
Ich weiß.
Meine Männer hatten auch Töchter.
Sie hatten Söhne.
Und Ehefrauen.
Sie hatten Familien.
Sie haben sie betrogen, sie wurden abgeschlachtet.
Gute Männer. Alle tot.
Und Sie beide sind schuld daran.
Sie wollen Geld? Ich kann Ihnen welches beschaffen.
Sehe ich wie ein Mann aus,
dem es um Geld geht?
Übrigens: nichts zu danken.
- Wofür? - Dass ich Ihr Leben gerettet habe.
Tun wir immer noch so, als wären Sie Personalerin?
Es ist eine Weile her, dass ich so was gemacht habe.
Schnell sein, die Bösen töten, mich nicht erschießen.
Sehr hilfreich, danke.
Sobald Schüsse fallen, machen Sie das Licht aus. Hier.
Das ist Ihr einziger Job. Versauen Sie es nicht.
Bitte.
Sie wollen urinieren.
Sie wollen sich bepissen, einscheißen.
Ich weiß es.
Aber Sie haben Angst, was man von Ihnen denken könnte.
Das müssen Sie nicht.
Lassen Sie los.
Bewegung!
- Es wird geschossen! - Los.
Schießen.
Alles okay?
Los, los, los! Aus dem Weg!
Stehen bleiben! Ergeben Sie sich!
Auf den Boden!
Ich arbeite hier.
Fahr los!
Los, los!
Ich brauche eine Identitätsprüfung.
- Sie ist Botschaftsmitarbeiterin. - Okay.
Ich will Scharfschützen auf dem Dach. Sofort.
Sie werden erwartet.
Philippe? Bitte.
Kann ich kurz mit Ihnen reden?
Ich habe mich in aller Öffentlichkeit bepisst.
Ich dachte, ich würde sterben.
Ich muss alles über Jacob Pearce wissen. Wer ist der Typ?
Er war Hauptmann in der Fremdenlegion.
Sein Regiment war in Arghandab stationiert, im Süden Afghanistans.
Er war wie ein Wahnsinniger.
Er hat die Taliban vertrieben.
Er sorgte für Strom und fließendes Wasser.
Die Afghanen verehrten ihn.
Rowan hat die Außenstelle des MI6 in Kabul geleitet.
Er erhielt Informationen zum Aufenthaltsort eines Taliban-Führers.
Pearce und seine Männer sollten ihn töten.
Doch sie wurden in einen Hinterhalt gelockt.
Pearce gab Ihnen und Rowan die Schuld?
Die Informationslage war mies.
Wir hielten ihn und seine Männer für tot.
Vor zwei Jahren stürmten US-Spezialkräfte
ein Lager in der Nähe von Kandahar.
Sie fanden Pearce.
Angekettet in einer Zelle.
Wenn Sie nichts dafür können, warum will er Sie töten?
Er ist völlig irre.
Übergeschnappt.
Mein Liebling.
Alles okay. Mir geht's gut.
Ich hatte echt Angst.
Alles gut.
Ich komme.
- Scheiße. - Guck auf dein Handy.
Es lädt. Hattest du einen Autounfall?
Nein, die Botschaft wurde angegriffen.
TERRORANSCHLAG AUF BRITISCHE BOTSCHAFT
Das ist verrückt.
Hast du gesehen, wie jemand getötet wurde?
Ich habe mich in meinem Büro versteckt.
Wessen Blut ist das?
Ich habe einem Verletzten geholfen.
Die riechst nach Bier und Zigaretten.
- Hallo? - Vincent?
Ich wollte nur sichergehen, dass es dir gut geht.
Mir geht's gut, danke.
Ein paar Kratzer, nichts Ernstes.
Ich wusste ja, dass du dort bist. Ich konnte an nichts anderes denken.
Ich habe mir überlegt, was ich dir sage. Aber jetzt klingt das dumm.
Ich hätte nicht anrufen sollen.
Sag das nicht.
Es ist schön, deine Stimme zu hören.
Ich denke oft an unsere gemeinsame Zeit.
Ich wollte dich schon früher anrufen. Aber es fiel mir zu schwer.
Ich verstehe.
Ich lege jetzt auf.
Ich bin beruhigt, dass es dir gut geht.
Tschüss, Vincent.
Frau Präsidentin, Herr Premierminister. Sie werden erwartet.
Meine Damen und Herren, guten Tag.
Vergangene Nacht
wurden unsere beiden Nationen Ziel eines brutalen Terroraktes.
Unsere Gedanken sind bei den Opfern,
ihren Familien und ihren Freunden.
Dieses Attentat auf die Britische Botschaft
ist ein Angriff auf das französische und das britische Volk.
Wer denkt, uns terrorisieren zu können, irrt sich.
Kein Gewaltakt
wird unsere Überzeugungen und Werte ins Wanken bringen.
Danke, Frau Präsidentin.
Frankreich ist unser längster Verbündeter.
Unsere Regierungen stehen Seite an Seite.
Niemand kann sich verstecken.
Hallo, Matis Garnier. Leiter der Antiterror-Einheit.
- Ich leite die Task Force. - Zara Taylor, MI6.
Bitte.
Sie wurden zu uns versetzt.
Der MI6 wird vollen Zugang zu den Ermittlungen erhalten?
Die Präsidentin und der Premierminister haben uns um Zusammenarbeit gebeten.
Höchste Priorität hat die Identifizierung aller Personen,
die an der Attacke beteiligt waren.
Meine Damen und Herren, darf ich vorstellen: Zara Taylor, MI6.
Vielleicht können Sie beginnen.
Ja.
Das ist Alex Clark. Hat mit Pearce in Afghanistan gedient.
Danke. Er hat rund sechs Monate als Wachmann in der Botschaft gearbeitet.
Und die anderen?
Sie waren alle mit Pearce in der Fremdenlegion.
Abgesehen von Freja Karlsson.
Sie flog bei den schwedischen Spezialkräften raus,
weil sie einen Offizier angegriffen hat.
Dann war sie als Söldnerin für Diktatoren und Kartelle tätig.
Was ist ihre Verbindung zu Pearce?
Sie hat keine, soweit wir wissen.
Was ist mit den gefundenen Waffen?
Die Seriennummern wurden weggefeilt. Eine konnte rekonstruiert werden.
Sie führt uns zu einem Waffenhändler: Karim Hassan.
Er ist unsere Spur zu Pearce. Wir müssen ihn finden.
Ich besorge Ihnen einen Tisch.
Die Personalabteilung benötigt Sie nicht?
Die kommen klar.
Ich verstehe es nicht.
Warum gibt Pearce Philippe und Rowan die Schuld?
- Die Hinweise waren schlecht. - Sagt das der Minister?
Ich habe mit jemandem geredet, der mit Rowan in Afghanistan war.
Pearce hat Anweisungen nicht mehr befolgt.
Rowan und Philippe wollten ihn deshalb an die Taliban ausliefern.
Scheiße, wenn man belogen wird, was?
- Zara. - Bradley?
- Ja. - Hey.
Du musst mir Vincent Talebs Militärdienstakte besorgen.
Vincent Taleb.
- Okay. Ist unterwegs. - Danke.
Er ist jünger als mein Sohn.
Wir müssen rausfinden, wer sie beliefert.
Wenn Kinder unsere Raketenwerfer benutzen, verlieren wir unsere Exportlizenz.
Würden Sie bitte gehen?
- Ja? - Die Attacke auf die Botschaft.
Das war Jacob Pearce. Er hat Rowan erschossen.
Pearce kann uns nichts nachweisen.
Beweise sind ihm egal!
Wenn er erfährt, dass du involviert bist,
bist du der Nächste auf der Liste.
Wir müssen gehen.
Chloé?
Chloé!
Alles gut?
Nein, ist es nicht. Ich darf nicht bei ihm bleiben.
Er will dich beschützen.
- Er trinkt viel, wenn er allein ist. - Er ist nicht allein.
Sie werden ihn beschützen, ja? Sie werden ihn beschützen.
Das verspreche ich dir.
Das verspreche ich dir.
Geh schon.
Los.
- Chloé. - Herr Minister.
Sie konnten mir entkommen.
Das werden Sie jetzt bereuen.
Chloé, alles wird gut.
Bitte tun Sie ihr nicht weh. Ich mache alles.
Schließen Sie die Tür ab.
Okay.
Öffnen Sie die untere, rechte Schublade.
Dort sehen Sie ein Buch.
Schlagen Sie es auf.
Nehmen Sie ihn.
Nehmen Sie ihn.
- Lieben Sie Ihre Tochter, Herr Minister? - Ja.
Würden Sie alles tun, um sie zu schützen?
Sagen Sie, was ich tun soll. Bitte.
Halten Sie sich die Waffe an den Kopf und drücken Sie ab.
Herr Minister!
Entweder pusten Sie sich den Kopf weg, oder wir pusten Chloés Kopf weg.
Chloé, alles wird gut!
Philippe!
Sie sind doch gut darin, zu entscheiden, wer lebt und wer stirbt.
Ich zähle runter. Zehn ...
- Philippe! - Acht.
Sieben.
Sechs.
Fünf.
Vier.
Drei.
Zwei.
Ich liebe dich. Schließ die Augen.
Philippe!
Rufen Sie einen Krankenwagen!
Philippe!
Chloé, sieh mich an!
Alles wird gut.
- Sie haben auf mich geschossen. - Lassen Sie sie gehen.
Lassen Sie sie gehen!
Sie finden sie in der Rue Didienne 71. Jetzt tun Sie etwas für mich.
Sagen Sie Ihren Vorgesetzten, dass ich mich melde.
Los, aufmachen!
Alles okay. Ganz vorsichtig.
Bist du verletzt? Geht's dir gut?
Es ist vorbei.
Es ist vorbei. Okay.
Vorsichtig.
Das wird schon wieder, okay? Das wird schon wieder.
Gehen wir. Es ist vorbei.
Es ist vorbei.
Untertitel: Nadja Wiederhold und Dominika Berger
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