All language subtitles for Ari Aster - Midsommar - English with German Subs (Directo Cut)

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Original subtitles

Hallo, dies ist der Anschluss von Familie Ardor.

Bitte hinterlassen Sie eine Nachricht.

Hey, Mom, hey, Dad. Ich bin's, Dani.

Tut mir leid, dass ich so spät anrufe.

Ich wollte nur hören, ob alles in Ordnung ist.

Ich bekam eine beängstigende Mail von Terri,

und jetzt meldet sie sich nicht.

Überraschung! Aber...

Es klang, als hättet ihr gestritten oder so.

Jedenfalls mache ich mir Sorgen, deshalb...

Ruft mich an, wenn ihr könnt.

Ihr wisst, ich bin immer für euch da.

Das versteht sich von selbst.

Gut. Ich liebe euch. Tschüss.

DANI, ICH KANN NICHT MEHR. ALLES IST SCHWARZ.

MOM UND DAD KOMMEN AUCH MIT.

LEB WOHL.

- Hey. -Hallo, Schatz. Was machst du?

Wir haben bei Mark Hasch geraucht.

- Jetzt essen wir Pizza. -Schön.

Ja. Ähm...

Er sagt Hallo. Immer wieder.

- Hi, Mark. -"Hi, Mark."

Ich wollte nur hören,

ob du immer noch vorhast, vorbeizuschauen.

Hatten wir was für heute ausgemacht?

Nein, nicht... direkt.

Aber... ich wollte nur mal fragen...

Also...

Gut, ja. Ich kann nachher noch vorbeischauen.

- Cool. -Ja, okay.

Was ist mit deiner Schwester?

Na ja...

Äh, tja...

Ich hab ihr dreimal geschrieben,

aber sie antwortet nicht.

Ich werde langsam nervös.

Es ist bestimmt alles gut.

- Ja, wahrscheinlich. -Sie macht das dauernd.

Aber nur, weil du sie lässt.

- Ich lasse sie nicht. Sie ist bipolar. -Ja.

Aber du schaltest direkt in den Krisenmodus.

Sie ist meine Schwester, und selbst du sagtest,

dass diese Mail anders klingt.

Ja, stimmt. Aber...

klingt sie wirklich anders?

Es ist wieder ein Schrei nach Aufmerksamkeit.

Wie bei jeder ihrer Panikattacken.

Ja, du hast recht.

Du hast recht, ja. Ich weiß.

Je mehr du darauf eingehst...

Ich weiß. Du hast recht.

Ich habe nur eine Erinnerung gebraucht. Danke.

Ich habe Glück, dass ich dich habe.

Ja, nun ja...

Ich liebe dich.

Ich liebe dich auch.

- Okay, dann sehen wir uns nachher? -Ja.

Gut.

- Tschüss, Mark! -"Tschüss, Mark!"

Okay. Ich liebe dich.

- Ja. -Tschüss.

Es ist sein Ton. Seine Stimme.

Er zwingt sich, mir was zu sagen.

- Konfrontiere ihn. -Und wenn er jetzt Angst hat?

- Ich lade Familienmist auf ihn ab... -Wie denn?

Ich belaste ihn. Ich rief ihn heute heulend an,

wegen einer grusligen Mail meiner Schwester.

Dafür ist er doch da.

Was ist, wenn ich ihn vergraule?

Was hat deine Schwester geschrieben?

Ominösen Scheiss, wie immer. Die reine Tortur.

Und ich belaste ihn ständig damit.

Was ist, wenn ich ihn erdrücke

und ich ihm zu problembeladen bin?

Dann kannst du froh sein, dass du ihn los bist.

Nicht, wenn ich zu weit gegangen bin,

ihn zu sehr belaste.

Er muss da sein, wenn du ihn brauchst.

Aber so oft? Was, wenn es zur Last wird?

Dann ist er nicht der Richtige.

Es sollte keine Last sein. Du wärst für ihn da.

Er bittet mich nie um was. Er weint nie.

Nur ich brauche Unterstützung.

Nur du Öffnest dich,

machst dich verletzlich.

UNBEKANNT

Alter...

Du musst dich endlich entscheiden.

Und wenn ich's bereue und sie zurückwill?

- Du willst sie nicht zurück. -Vielleicht doch.

Dann jammerst du uns einen Tag lang was vor,

wie sehr du es bereust,

und wir erinnern dich daran,

dass du seit einem Jahr Schluss machen wolltest.

Dann findest du ein Mädchen, das Sex mag

und dich nicht dauernd runterzieht.

Will vielleicht ein masochistischer Teil von dir

mit diesem Drama

nur deine eigentliche Arbeit aufschieben?

Welche Arbeit vernachlässige ich denn, Josh?

Deine Dissertation, deine Doktorarbeit?

Okay, danke für die Psychoanalyse, Dr. Josh.

- Ich will nur helfen. -Wechselgeld?

Ist für dich.

Siehst du? Die könntest du sofort schwängern.

Von den Schwedinnen im Juni ganz zu schweigen.

- Okay. -Denk an die schwedischen Milchmädchen.

Nicht schon wieder sie, oder? Ernsthaft?

- Sie braucht 'nen Therapeuten. -Sie hat einen.

Dann soll sie ihn anrufen, nicht dich.

- Das ist Missbrauch. -Kann ich mal durch?

- Nein. -Mein Gott. Okay, entschuldigt, Leute.

Na toll.

- Hey. -Nein!

- Dani? -Nein, nein...

- Baby? -Nein, nein, nein...

4 NEUE NACHRICHTEN VON DANI ARDOR

Nein, nein, nein...

Hey, Baby.

Wie fühlst du dich?

Ich bin wach.

Wo gehst du hin?

Nur kurz auf diese Party, für 45 Minuten.

- Schlaf ruhig weiter. -Nein.

Nein, ich komme mit.

Hast du genug geschlafen?

Ich lag sowieso nur wach im Bett.

Mir graut vor dem Sommer.

Festsitzen und zuhören,

wie meine Stiefmutter meinen Vater fickt.

Ich würde ihnen gern dabei zuhören.

He, Josh, und du gehst nach Europa?

Ja, wegen meiner Doktorarbeit. Wir gehen alle.

Ihr geht alle?

Ja, sie besuchen meine Heimat. Hälsingland.

- Schweden. -Gibt's 'nen besonderen Anlass?

Oder nur zum Spaß?

Na ja, ich mache meine...

Recherche über Mittsommer-Traditionen,

und die Jungs kommen mit.

Pelle lädt uns zu einem Hippie-Mittsommer

auf seiner Jodelfarm ein.

Ach ja?

Wir haben darüber geredet.

Wir denken drüber nach.

Wann denn?

Mitte Juni bis Anfang Juli.

- In knapp zwei Wochen. -Ja.

Falls wir überhaupt gehen.

Ich gehe wahrscheinlich nicht, aber...

Wir haben drüber geredet.

Geht's dir gut?

Ja.

Das war nur echt komisch.

Was denn?

Das...

mit Schweden.

Ich hatte keine Ahnung.

Wieso? Ich hab dir gesagt, dass ich hinwill.

Ja. Aber ich wusste nicht, dass du gehst.

Ich hab mich heute entschieden.

Ich wollte es dir nicht verschweigen.

Du hast schon ein Flugticket.

Tut mir leid.

Okay... stell dir vor, du gehst zu einer Party

und jemand sagt: "Was machst du im Sommer?"

Und meine Freundin sagt:

"Wir gehen 3 Monate nach China. In 2 Wochen."

- Es ist Schweden. -Und du hattest keine Ahnung.

Ich hab dir gesagt, dass ich nach Schweden will.

Du sagtest, es wäre cool, mal hinzugehen.

Dann ergab es sich, und ich entschied mich.

Das ist okay. Ich hätte es nur gern gewusst.

Ich hab mich gerade entschuldigt.

Du sagtest: "Tut mir leid".

Das klingt eher wie "so ein Pech".

- Ich geh besser nach Hause. -Was? Nein.

Ich versuche nur, es zu verstehen.

- Und ich entschuldige mich. -Musst du nicht.

Ich wollte nur drüber reden. Das ist alles.

- Ich sollte wirklich gehen. -Nein! Nein, bitte.

- Ich will dich nicht angreifen. -Tust du aber.

Dann tut es mir leid. Ich bin nur durcheinander.

Tut mir leid. Ich...

Hey, bitte. Komm. Komm und setz dich zu mir.

Bitte. Wir reden darüber.

Es war nur ein komisches Gefühl, okay?

Aber ich finde es toll, dass du hingehst.

Wirklich. Ich finde es grossartig.

Gehst du wegen deiner Doktorarbeit hin?

Ich weiß nicht, worüber ich schreiben werde.

Ich weiß, und es kann... es wird...

es könnte inspirierend sein, oder?

Stimmt's?

Bitte, ich habe überreagiert. Es tut mir leid.

Es tut mir leid.

Ich weiß, dass ich paranoid werde.

Das ist nicht meine Absicht.

Ich weiß ich habe überreagiert, aber ich habe versucht, mich da wieder rauszuziehen,

und mit meiner Panik und meinen Ängsten umzugehen.

Ich wollte dich nicht unter Druck setzen oder dir die Schuld an irgendetwas geben.

- Okay. - Ich war nur kurz von Sinnen,

- und ich wollte das nicht auf dich beziehen. - Okay. Okay.

- Es tut mir leid. - Ist okay.

Ist okay.

- Es tut mir leid. - Ist okay.

Ich wollte dich fragen, ob du mit mir kommen willst.

Was?

- Was meinst du? - Was ich gerade gesagt habe.

Nach Schweden?

Du willst nicht, dass ich gehe.

Ich habe nur gefragt.

- Ja, nachdem ich weinend zusammengebrochen bin. - Nun, du hast die Überraschung ruiniert.

Ich wollte es romantisch haben.

Gehen wir in Stockholm noch in den Puff,

bevor wir nach Norden fahren?

Nein, wir fahren direkt nach Norden.

Aber wir fahren doch über Stockholm?

Nein, das ist die andere Richtung.

Stockholm liegt weiter südlich.

Das ist Dani. Sie kommt hoch.

Gut. Sollen wir das wegräumen?

Nein, alles gut.

Ich hab Dani nach Schweden eingeladen.

Damit ihr es wisst.

Sie geht nicht mit, aber ich hab sie eingeladen.

Nur, damit es nicht komisch wird.

- Eingeladen nach... -Ja.

Aber sie kommt nicht mit.

Will sie nicht?

Ich hab sie eingeladen, und sie hat Ja gesagt.

Aber sie kommt nicht wirklich mit.

Alles klar?

Ihr wisst, was sie durchgemacht hat.

Ja, nein... Alter, ich dachte nur...

- Es ist okay. -Ich hatte dich falsch verstanden.

Gut, super.

Übrigens, es war eure Idee, sie einzuladen,

und ihr wisst, dass sie mitkommt, okay?

Ja.

- Hey. -Hey, Baby.

- Hallo, Jungs. -Hi.

Wie geht's?

- Wir hängen ab. -Schön.

Also, Schweden?

- Ja... -Du kommst mit?

Ja... ich glaube schon.

Wenn das eure Pläne nicht komplett ruiniert.

- Nein, nein. -Überhaupt nicht.

Christian,

kannst du dir den Absatz mal kurz anschauen?

Ja. Sicher.

Bin gleich zurück.

- Hi. -Hi, Pelle.

- Was hast du gezeichnet? -Nur den Tisch.

- Wie geht's dir? -Ziemlich gut.

- Ja? -Hab die Abschlussprüfungen überlebt.

Und du?

Ich bin noch nicht fertig,

ich darf dieses Jahr eine Pause einlegen.

- Oh Gott, ja, natürlich. Tut mir leid. -Ja...

Wie fandest du Anthropologie?

Mir gefällt's. Aber wohl nicht so sehr wie ihm.

- Du studierst Psychiatrie, oder? -Psychologie.

Daran erkennt man, dass ich verrückt bin.

Ja, und an deinem irren Blick.

- Du kommst mit nach Hälsingland? -Sieht so aus.

Wir kommen an meinem Geburtstag an.

- Oh, herzlichen Glückwunsch. -Danke.

Ja, Christian sagte,

ihr habt eine besondere Woche geplant?

Ja, ein verrücktes neuntägiges Fest

bei meiner Familie.

Mit Gepränge, Zeremonien und Kostümen.

Klingt lustig.

Es wirkt wahrscheinlich albern,

aber es ist wie Theater.

Christian sagt, du kommst aus einer Kommune?

Ja, aus einer kleinen Gemeinschaft.

Warte, ich zeig es dir.

Jetzt weiß ich, was du mit Gepränge meinst.

Wir machen die Kleider speziell zur Sonnenwende.

Wir machen alles irgendwie zusammen.

- Interessantes Symbol. -Ja.

Wir lernen das Runenalphabet.

Wow, wer ist das?

Das ist die Maikönigin vom letzten Jahr.

Schön.

Ich freue mich sehr, dass du mitkommst.

Ich glaube, es ist sehr gut, dass du mitkommst.

Danke.

Ich hatte nie Gelegenheit, es dir zu sagen,

aber... es tat mir sehr leid,

von deinem Verlust zu hören.

Was passiert ist...

ich kann es mir nicht mal vorstellen.

Ich habe meine Eltern auch verloren, also...

ahne ich es ein wenig.

- Tut mir leid. -Nein, mir tut es leid.

Nein, es ist... Ich gehe nur auf die Toilette.

Gh mein Gott, die Frauen hier!

Warum sind die hier so heiss?

Die Wikinger schnappten sich die besten Frauen

und brachten sie her.

Ein Thema für deine Doktorarbeit, Christian.

- Wie lang ist die Fahrt? -Etwa vier Stunden.

Oh mein Gott!

Ich habe ein Video gesehen, und es war nicht einmal... Es war nicht gefälscht.

Und da war diese eine Frau mit drei Klitoris'.

Wirklich. Tatsächlich.

...feinfühlig gegenüber Hiroshima?

Bin ich wirklich.

- Pfad der Tränen? - Ja.

- Sklaverei? - Mann! Was denkst du?

Sich vorzustellen, einen Typ ernst zu nehmen,

wie er gerade die Nachrichten liest,

und seine Frau mit einer Pfanne niederschlug.

ICH BIN ZU FRÜH DRAN, HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH ZUM GEBURTSTAG, ICH HOFFE ES WIRD TOLL MORGEN

Warum liest du das?

Frag Pelle.

Im Dorf bringt man uns das Runenalphabet bei,

und Josh macht das nur um mich zu ärgern.

Was ist nochmal das Thema deiner Abschlussarbeit?

Der Schwerpunkt liegt auf den europäischen Midsommar-Traditionen,

was überhaupt auch erst der Anstoß für die Reise war, auf der wir uns befinden.

Das klingt ganz nach dem, worüber auch du schreiben wolltest?

In deiner Abschlussarbeit?

Wie du weißt bin ich mir da noch nicht ganz sicher.

Aber ich denke die Arbeit wird auf jeden Fall etwas Skandinavisches behandeln.

Siehst du, Pelle?

Du hast es geschafft, all deine Freunde einer Gehirnwäsche zu unterziehen.

Josh war bereits einer Gehirnwäsche unterzogen als ich ihn traf.

Okay, hier ist unser erster Halt.

Das ist es?

Noch nicht ganz. Fast.

Pelle!

Hey!

Schön hier.

Das sind junge Leute aus meinem Dorf.

Sie kommen wie ich von ausserhalb zurück.

Kommt mit.

Hey!

Das sind meine Freunde aus Amerika.

Oh Mann...

- Das nennt sich Fussmarsch. -Überall Ungeziefer.

Siehst du das?

Hey.

Das sind Mark, Dani...

Christian, Josh.

Eine Sekunde.

- Kennt er den Typen? -Der klingt wütend.

Na los, kommt her.

Das sind meine besten Freunde aus New York.

- Christian, Dani, Josh und Mark. -Hi.

Mein Bruder lngemar.

Wir sind beste Freunde, seit wir Babys waren.

- Also: Christian, Josh, Mark... Dani? -Ja.

Klasse. Das sind meine Freunde.

- Simon und Connie aus London. -Wie geht's?

Das ist Pelle.

Und all die Namen, die ich eben gelernt habe.

Das ist perfektes Timing.

Wir haben vor fünf Minuten hiervon genommen.

Sie wirken noch nicht.

Oh, Mann!

Wollt ihr sie gleich nehmen oder erst ankommen?

- Wir nehmen sie gleich, oder? -Ja.

Ich muss mich erst mal akklimatisieren.

Ja, natürlich.

Wenn dir unwohl ist, musst du sie nicht nehmen.

- Nein, ich will nur erst mal ankommen. -Gut.

- Ich warte. -Nein, mach ruhig.

Ich warte. Dann kommen wir zusammen drauf.

Bereit?

Leute, ich warte auf Dani. Macht ihr schon mal.

Alter, wenn ihr sie später nehmt,

seid ihr auf 'nem ganz anderen Trip.

Wollt ihr auf uns warten?

Wisst ihr, was? Es ist in Ordnung.

- Ich bin bereit. -Lass dich nicht drängen.

Nein, es ist okay. Ich bin so weit.

Sicher?

Ja, Mark. Danke.

Wir haben auch Pilz-Tee, wenn du willst.

- Wegen des Geschmacks. -Ja, den probiere ich.

- Danke... lngmar? -lngemar.

- Perfekt. -Danke.

Lass dich bloss nicht von Mark drängen.

Nein. Es wäre nur sonst zu kompliziert.

- Bereit? -Ja, danke.

- Bitte. -Danke, Alter.

Okay, dann mal los.

- Denkt an was Schönes. -Bist du dir sicher?

- Ja, ich bin gespannt. -Prost!

- Also gut. -Ja?

- Bist denn du dir sicher? -Wird bestimmt lustig.

- Fertig? -Ja. Los.

Wie spät ist es?

21 Uhr.

Was soll das heissen?

Was hast du denn?

Das kann nicht sein. Der Himmel ist blau.

Das ist in Ordnung. Es ist Schweden.

Das ist nicht in Ordnung. Warum ist das so?

Das ist okay. Es ist die Mitternachtssonne.

Das fühlt sich falsch an. Ich mag das nicht.

Es ist wirklich alles gut.

- Mir geht's nicht gut. -Scheisse. Jemand Neues.

Was? Ich will jetzt keine neuen Leute.

Neue Leute sind gut, Mark.

Hi, hi.

- Ich leg mich hin. -Ja, mach das.

Legt euch alle hin.

Na los, Leute. Es fühlt sich toll an.

Josh, legst du dich bitte hin?

Spürt ihr das?

Die Energie, die aus der Erde hochsteigt?

Seht mal, auch die Bäume atmen.

Die Natur weiß instinktiv,

wie sie harmonisch bleibt.

Alles leistet ganz automatisch seinen Beitrag.

Ihr seid meine Familie.

Ihr seid meine wirkliche Familie.

Dani?

Tut mir leid.

Ich laufe ein bisschen herum.

- Ich kann mitkommen. -Nein, ist schon...

Nein, nein, nein...

Denk nicht so was. Es ist alles gut.

Es ist fast dein Geburtstag.

Es geht dir gut. Das wird schon.

Nein, hör auf. Es geht dir gut.

Hey, Dani!

Wie geht's dir?

- Die haben mich ausgelacht. -Was? Nein.

Sicher nicht. Sie haben schon vorher gelacht.

Willst du mit zu meinen Freunden?

Danke. Tut mir leid. Danke.

Hör auf. Hör auf. Scheisse.

Es geht dir gut. Es geht dir gut...

Wie lange habe ich geschlafen?

Wir haben dich hier

vor sechs Stunden schlafend vorgefunden.

Ist es überhaupt dunkel geworden?

Ein, zwei Stunden lang. Nicht so richtig.

Ist schon morgen?

Von gestern aus gesehen, ja.

Na, komm.

- Wo gehen wir hin? -Wofür wir gekommen sind.

Pelle, wohin führst du uns nur?

Ja, es ist echt weit draußen.

Gibt es in Schweden Zecken?

Zecken sind ein echtes Problem in Schweden.

Was? Stimmt das?

Es ist ein großes Problem.

Letzten Sommer gab es einen Enzephalitis-Rekord.

Verdammter Scheiss. Im Ernst?

Meine Grosseltern starben an Zecken.

Die Särge blieben geschlossen.

Josh, ein Onkel von mir hat Lyme-Borreliose.

Das war das nette Picknick im Park nicht wert.

Er ist im Arsch.

Hier ist es also.

Das ruhige und majestätische Harga.

Kennst du all die Leute?

Das ist meine Familie!

Wir machen Halt in Waco,

bevor wir zu Pelles Dorf gehen?

- Oh, danke. -Danke.

Was ist das? Erdbeeren?

- Oh, wow. Danke. -Danke.

Die Tasche?

Danke... Entschuldigung.

He, Leute. Das ist meine Schwester Dagny.

Wir sind am gleichen Tag geboren.

Dani, Josh, Mark, Christian.

Danke.

Hi.

Vater Odd.

Sorry. Das sind meine Freunde.

Christian, Dani, Josh und Mark.

Hallo.

Hallo. Willkommen.

Willkommen zu Hause.

- Wir freuen uns sehr, dass ihr da seid. -Danke.

Pelle hat ein unfehlbares Gefühl für Menschen.

Ihre Kleidung gefällt mir.

Meine Kutte? Etwas mädchenhaft, oder?

Wir machen das zu Ehren von Ymir.

Und weil die Natur...

hermaphroditische Eigenschaften hat.

Die Sikh-Heiligen machen das auch.

In Brijbhoomi.

Also, ihr seid unsere Gäste.

Sagt, wenn ihr was braucht,

und wir kümmern uns darum.

- Vielen Dank. -Ja.

Heute feiern wir,

und morgen fängt die offizielle Zeremonie an.

Ihr seid willkommen. Willkommen!

- Willkommen! -Danke.

Viel Spaß.

Danke.

Der Typ hat ein ziemlich rotes Gesicht. -Ja.

- Sollen wir die essen? -Ja.

- Kann ich fotografieren? -Sei unauffällig.

Danke.

Verzeihung, ich schliesse die aus,

die kein Schwedisch sprechen.

Willkommen in Harga,

und fröhliches Mittsommerfest!

Seit unserem letzten sind 90 Jahre vergangen.

Und das nächste Fest folgt erst in 90 Jahren.

Es ist poetisch,

dass kein Sommer je heißer und heller war.

Wir haben schon jetzt viel zurückgeben.

Ohne weiteres Gequassel

lasst uns unsere Gläser erheben

und unsere neuntägige Feier beginnen.

So hoch sei mein Feuer. Nicht höher, nicht heißer.

So hoch sei mein Feuer. Nicht höher, nicht heißer.

Geister! Zurück zu den Toten!

Das Feuer ist seit meiner Geburt nicht ausgegangen.

Es ist unsere Aufgabe, es in Gang zu halten.

- Oh. - Ja.

Warte, was hast du gesagt?

Das sag ich dir später.

Er bedankt sich.

Für das Essen?

Ja, und für das Wetter und die Ernte.

Hat er jetzt gebetet?

Vielleicht nicht beten, aber er nahm Bezug auf...

auf alles... die Harmonie und die Balance.

Kann ich die Übersetzung von dem bekommen, worüber soeben gesungen wurde?

Ja, ich kann später von ihm die Übersetzung bekommen.

Ja, danke. Das wäre großartig.

Sicher.

Ja. Danke, Pelle.

Natürlich.

Ihr solltet mitmachen.

Oh, nein. Ich habe zu viel Angst.

- Okay... -Was?

- Hier. -Danke, Schatz.

Was spielen die?

-"Häute den Trottel". -Häute den Trottel?

Nett.

Pelle, kann jeder einfach mitmachen?

Du bist Amerikaner. Drängle dich einfach rein.

Gut.

Herzlichen Glückwunsch.

Oh mein Gott, Pelle!

Das mache ich an Geburtstagen.

- Ist das unangebracht? -Nein, überhaupt nicht.

Vielen Dank.

Es ist wunderschön.

Das bleibt unter uns.

Tja...

Christian hat's vergessen. Das ist toll. Danke.

Nein... Ich hab ihn nicht dran erinnert.

Es ist nicht seine Schuld, es...

Egal, macht nichts. Das ist wunderschön.

Vielen, vielen Dank. Ich bin gerührt.

Von was lebt ihr hier?

Holz, Leinen, Homöopathie...

Wasserkraftanlagen.

Da drüben ist Unterricht.

- Runen schnitzen. -Wirklich?

Sie legen die Runen unters Kissen

und träumen von ihrer Macht.

Ja, ich auch.

- Oh, da ist eine grosse. -Oh, Scheisse.

Was für ein Alphabet ist das?

Das jüngere Futhark, glaube ich.

- Oder Mittelalter? -Das ist das ältere Futhark.

Wie lange seid ihr beiden schon zusammen?

Meine Güte...

Etwas über dreieinhalb Jahre.

- Vier Jahre. -Nein.

- Echt? -Ja. In zwei Wochen sind es vier Jahre.

Du hast recht. Tut mir leid.

Vier Jahre.

Ja... Und wie habt ihr euch alle kennengelernt?

Na ja, wir haben auf derselben Farm gearbeitet.

Lustigerweise ging ich mit Connie,

als Simon und ich Freunde wurden.

Na ja, wir hatten ein Date gehabt.

Und ich wusste nicht mal, dass es eins war.

Ich meinte,

dass Connie und ich Freunde wurden,

kurz bevor Connie und Simon ein Paar wurden.

- Und jetzt sind sie verlobt. -Was?

- Herzlichen Glückwunsch. -Es ist toll, ja.

Danke. Wir haben lngemar gebeten, uns zu trauen.

- Wirklich? -Nein.

Was ist das für ein Gebäude?

Eine Art heiliger Tempel. Da darf niemand rein.

Ich zeige euch, wo wir schlafen.

Und ich zeige euch den Rotvalta.

Und den Bär ignorieren wir einfach?

Es ist ein Bär.

Was ist das?

- Sehen wir es uns an. -Ja.

Eine Liebesgeschichte.

Oh, wow. Wahnsinn.

Oh, Mann!

Es ist... wie in der Bibel.

Was haltet ihr davon?

Wie eine andere Welt.

Grossartig.

- Schlafen alle hier? -Alle Jüngeren, bis 36.

Dann zieht man ins Haus der Arbeiter.

Wieso 36?

Unser Leben entspricht den Jahreszeiten.

Als Kind, bis 18, das ist der Frühling.

Dann machen wir unsere Pilgerreisen,

zwischen 18 und 36, das ist der Sommer.

Von 36 bis 54 sind wir im Arbeitsalter,

das ist der Herbst.

Im Alter von 54 bis 72 ist man Mentor.

Und was passiert mit 72?

- Wenig lntimsphäre. -Was, wenn man wichsen will?

Bei all den Schwänzen an der Wand.

Moment, es gibt auch Muschis.

Ich hatte recht.

Das ist wie bei den Sikh-Heiligen

und dem Aphrodites-Kult.

Vielleicht hast du etwas vergessen.

- Dani hat heute Geburtstag. - Oh, danke.

Hat sie was gesagt?

Nein, ich wollte es dir nur sagen, bevor...

Sind das die Maiköniginnen?

Ja.

Genau. Du wirst das noch miterleben.

Und wer sind eure Maiköniginnen?

Jeden Mittsommer haben wir einen Tanzwettbewerb,

und die Gewinnerin wird gekrönt.

- Wow. -Hey.

Die Kinder sehen jetzt "Austin Powers", falls ihr mitgucken wollt.

Drüben im Südhaus.

War das...

Hast du das auch gesehen?

Wer war das?

- Inge. -Ich will mit ihr baden gehen.

Hey. Kommst du mal kurz mit nach draussen?

Ja, klar.

Pelle, sag ihr, sie soll zurückkommen.

Was?

Scheisse.

- Lass, ist schon okay. -Was?

Dachtest du, ich hab's vergessen?

Tut mir leid.

Das Tageslicht verwirrt mich.

Ich dachte, heute sei gestern. Alles Gute.

- Ich bin nicht sauer. -Solltest du aber.

Ja, stimmt.

Tut mir leid.

Also dann, Schönheitsschlaf.

Morgen ist ein grosser Tag.

Was ist morgen?

Die erste grosse Zeremonie.

"Ättestupa".

Was ist das?

Schwer zu erklären. Du wirst sehen.

Ist das dein Ernst?

Kannst du es mir nicht jetzt sagen?

- In echt? Oder tut ihr nur so? -Ziemlich echt.

KEIN NETZ

Scheisse.

Weisst du, was das ist?

Alter!

Ist es unheimlich?

Das nervt wirklich.

Such mal Zecken bei mir, dann suche ich bei dir.

Sagt denen jemand, dass sie bescheuert gehen?

Wie lange bleibt man normalerweise stehen?

So lange, bis der richtige Zeitpunkt kommt.

- Hier. -Oh.

Sind die für mich?

- Hast du sie im Rückwärtsgang gepflückt? -Ja.

- Sind sie es? -Ja.

Ich hab so einen Hunger.

Sie machen es wohl extra eklig.

Du...

starrt mich das Mädchen von vorhin schon wieder an?

- Ja. - Ja.

Ihre Mutter ist auf Pilgerreise.

- Das hilft ihnen, sich zu lösen. -Verstehe.

Babys werden hier von allen grossgezogen.

Wow. Willst du das haben?

Was meinst du wie der Typ reagieren würde,

wenn ich ihm jetzt einen Finger in den Hintern schiebe?

Alter, gehst du mit denen mit?

- Ich muss mich hinlegen. -Okay.

Moment, was machen die jetzt?

Was ist das für ein Buch?

Rubi Radr. Unsere heilige Schrift.

Kann ich sie lesen?

Dazu wärst du nicht in der Lage.

Nein!

Oh Gott!

- Keine Sorge. -Ist sie gesprungen?

- Was zum... -Das gehört zur Zeremonie.

- Was? Nein, sie ist gefallen. -Scheisse!

- Sie ist gefallen, oder? -Ist sie gesprungen?

- Alles okay. -Ist sie gefallen oder gesprungen?

Beruhige dich. Mach dir keine Sorgen.

Sie ist tot! Sieh dir ihren Kopf an.

- Was war das? - Sie ist tot!

- Das gehört zur Zeremonie. -Was steht ihr herum?

Sie ist vom Felsen gesprungen!

Seid ihr blind? Was zur Hölle?

Oh Mann...

Nein... Er macht genau das Gleiche!

Er macht das Gleiche, verdammt!

Haltet ihn auf!

Sagt ihm, er soll aufhören!

Warum steht ihr alle bloss rum? Scheisse!

- Nein! Springen Sie nicht! -Tut irgendwas!

- Er soll nicht springen! -Scheisse!

Nein!

- Scheisse, er lebt noch! -Was ist los?

Helft ihm!

- Er lebt noch, verdammt! -Ja, ich weiß.

- Respektiert es. -Er lebt noch!

- Tut mir leid. -Was soll das heissen?

Oh mein Gott!

Wir gehen. Scheisse! Das ist total krank!

Das ist krank! Ihr seid total krank!

Ihr steht hier bloss rum, was ist mit euch los?

Ingemar! Hast du sie nicht gewarnt?

Tut mir leid, Großmutter Siv. Ich hab's versucht!

Das ist abartig! Nein!

- Lasst sie in Ruhe! -Hört mir zu.

- Ich erkläre es euch. -Was erklären?

- Du armes Ding. -Abartig!

Was ihr gerade gesehen habt,

ist ein sehr, sehr alter Brauch.

Brauch? Es ist krank!

Die beiden, die gesprungen sind, hatten das Ende

ihres Harga-Lebenszyklus erreicht.

Ihr müsst es so begreifen,

dass es für sie eine Freude war.

- Freude? -Und wenn ich an der Reihe bin...

wird es mir eine grosse Freude sein.

Wir sehen das Leben als Kreis, als Kreislauf.

Die Frau, die gesprungen ist, hiess Ylva.

Und das Baby dort, das noch nicht geboren ist,

wird diesen Namen erben.

Statt alt zu werden

und unter Schmerzen, Angst und Scham zu sterben,

geben wir unser Leben.

- Als Geste. -Als Geste?

Bevor es verrottet.

Warum soll man dahinsiechen

und gegen das Unausweichliche ankämpfen?

Das korrumpiert den Geist.

Es tut mir leid, ich hätte euch warnen müssen.

Geht's dir gut?

- Ich will jetzt nur nicht hier sein. -Klar.

- Ich gehe. -Nimm dir etwas Zeit für dich.

Nummer 8...

Ein Geschäftsmann in Brüssel hatte Oralsex mit seiner Sekretärin

in seinem Auto während der Fahrt auf der Autobahn.

Unglücklicherweise musste er plötzlich anhalten und jemand fuhr ihm hinten rauf,

worauf sich die Sekretärin so sehr erschrak, dass sie mit voller Kraft zubiss...

Wie lief die Sache?

...aufgrund dieser Gewalt musste sein Penis sauber entfernt werden.

Ich hoffe, Sie haben ihr Essen genossen...

Was gibt's?

Wirst du empfangen?

Ich spreche gleich mit dir.

- Hey, Alter. -Hallo.

Wahnsinn, oder?

Alles klar bei dir?

Ja, mir geht's gut.

Schön.

Hey, hör zu...

Ich möchte dich was fragen, oder besser gesagt:

dir etwas sagen.

Ich habe über meine Doktorarbeit nachgedacht,

und...

ich habe beschlossen, über Harga schreiben.

Ich wollte es dir zuerst sagen.

Nicht dass du denkst, ich verschweige es dir.

Ich frage mich grade, ob das ein Witz sein soll.

Du weißt, dass ich über den Mittsommer schreibe

und deshalb hier bin.

Ja, aber nicht über diese Kommune.

Du gehst noch nach Deutschland und England.

Du wusstest, dass ich das machen will.

- Nein. -Hör schon auf.

Natürlich wusstest du es.

Denkst du, ich weiß nicht, was du da tust?

Es ist geradezu unerhört offensichtlich.

Dass du dermassen dreist bist...

ich bin wirklich beeindruckt.

- Was soll das heissen? -Verdammt!

Ich habe darauf hingearbeitet. Das weißt du.

Darum wirkst du so schuldbewusst.

Was du da machst, ist unethisch,

plagiatorisch und bequem.

Und offen gesagt, etwas erbärmlich.

- Fick dich. -Nein, fick mich nicht!

Such dir dein eigenes Thema.

Deine eigene Leidenschaft. Weil ich... Hör zu.

Ich brenne wirklich für das Thema.

Es ist kein Hobby, das ich mal eben ausprobiere.

Okay.

Falls Sie es noch nicht bemerkt haben, Eure Hoheit,

arbeiten wir beide am gleichen Abschluss.

Nein, aber nicht auf die gleiche Art und Weise, Christian!

Okay? Ich muss dir bei allem die Hand halten.

Du wusstest nicht einmal wie man JSTOR benutzt bis ich es dir beigebracht habe,

und dabei bist du ein verdammter graduierter Student.

Was hast du überhaupt als Akademiker verloren?

Das ist dir egal! Was in Ordnung ist. Das ist dein Vorrecht.

Aber benutz nicht meine aktuelle Arbeit als Abkürzung für dein Studium.

Ich schreibe meine Arbeit hier.

Wenn du es auch machst,

bin ich für eine Zusammenarbeit offen.

Sonst schreiben wir eben getrennte Arbeiten.

Wieso lasst ihr mich so was verschlafen?

Was?

- Wir gehen morgen früh. -Und ob wir gehen.

Tut mir leid,.. Hi. Ich wollte euch nicht stören...

Hallo.

Hi, ich bin Christian.

Hallo. Mein Name ist Ulla.

- Ulla. - Ulla. Und das ist Maja.

- Maja, hi. - Hmm...

Was macht ihr hier?

Wir dekorieren den Baum.

Richtig. Hm, ich habe mich gefragt, ob ich euch eine Frage stellen darf.

- Natürlich. - Wieviele... hm...

Wie oft habt ihr schon einen Attestupan gesehen?

- "Attestupan. " - "Attestupan."

Wie oft habt ihr das schon gesehen?

Jedes Mal, wenn jemand das Alter erreicht...

- Okay. - Sehr oft.

Okay.

Und seid ihr danach eine Zeit lang in Trauer?

Gibt es eine Zeit, in der ihr trauert?

Mm-hmm. Wir trauern und wir feiern.

- Ja. - Okay. Ich verstehe.

Christian tut jetzt so, als wäre es seine Idee.

- Wenn er zu dir kommt... -Nein, warte mal.

Ich bezweifle, dass die Ältesten wollen,

dass irgendwas aufgeschrieben wird.

Ich benutze für alles Pseudonyme.

Sinnlos. Dann wäre keine Begutachtung möglich.

Christian hat mich schon gefragt,

und ich habe ihm dasselbe gesagt wie dir jetzt.

Du sagtest, du hättest nicht mit ihm geredet.

Scheisse. Nein. Okay, hör zu.

Ich frage die Ältesten. Okay?

Dani?

Tut mir leid, Pelle.

Danke für die Einladung, aber ich muss weg.

Kann mich jemand fahren?

Du hättest das nicht sehen sollen.

Es mag extrem wirken, aber wir...

Ich weiß nicht, warum ich hier bin!

Warum hast du uns eingeladen?

- Warum bin ich hier? -Es ist alles gut.

- Nein. -Setz dich hin. Bitte.

Bitte, setz dich hin.

Dani.

Ihr seid hier, weil das hier einmalig ist.

Ich wollte es mit meinen Freunden teilen,

die das zu schätzen wissen.

- Denn ich... bin stolz auf diesen Ort. -Okay.

Ich bin keine Anthropologin,

ich verstehe nichts davon.

Ja, ich weiß.

Am meisten freute mich, dass du mitkommst.

Hier.

Hier, riech daran.

- Was ist das? -Es beruhigt.

Nein, es geht mir gut. Ich will nichts davon.

- Bist du sicher? -Ich will wirklich weg.

- Ich will nichts davon. -Okay.

Ich weiß, was du durchmachst, Dani.

Was mache ich denn durch?

- Ich hab meine Eltern auch verloren. -Was? Nein!

Pelle, davon spreche ich nicht.

Ich spreche nicht von meiner Familie.

Ich verlor meine Eltern, als ich klein war.

- In einem Feuer. -Davon spreche ich nicht!

Meine Eltern verbrannten in einem Feuer.

Streng genommen wurde ich zum Waisenkind.

Du kannst mir glauben: Ich weiß, wie es ist.

Ich weiß es. Ich weiß es wirklich.

Aber ich fühlte mich nie verloren,

denn ich hatte eine Familie.

Hier.

Sie nahmen mich auf.

Und sie richteten mich auf.

Mich zog eine Gemeinschaft auf,

in der keiner darüber streitet, was wem gehört.

So hast du es erlebt.

Ich habe mich immer getragen gefühlt.

Von einer Familie.

Einer wirklichen Familie.

Jeder verdient eine Familie.

Du verdienst eine.

- Christian könnte kommen. -Von ihm spreche ich.

Er ist mein Freund, und ich mag ihn, aber...

Fühlst du dich von ihm getragen?

Fühlst du dich bei ihm geborgen?

Hey. Wie fühlst du dich?

Es war ein harter Tag.

Kommst du klar?

Verstört es dich nicht, was wir gesehen haben?

Doch, natürlich tut es das.

Das war wirklich total schockierend.

Aber ich versuche, tolerant zu sein.

Es ist kulturell bedingt.

Wir stecken unsere Ältesten in Heime.

Das muss wiederum für sie schockierend sein.

Ich finde, wir sollten wenigstens versuchen,

uns zu akklimatisieren.

Hallo.

Wollt ihr einer besonderen Zeremonie beiwohnen?

Warum? Was passiert denn jetzt?

In Dank und Lob, große Göttin, schenken wir dir dieses bescheidene Geschenk.

Oh nein!

Habt ihr das Grollen gehört?

Ich glaube, sie ist noch immer hungrig.

Ich habe kein Grollen gehört.

Jemand von euch?

Nun gut. Ich schätze es könnte auch mein eigener Bauch gewesen sein.

Aber...

Ich möchte es nicht riskieren, unsere großzügige Mutter zu beleidigen.

Ich ebenfalls nicht.

Dennoch haben wir bereits unsere schönsten Juwelen und unseren fruchtbarsten Baum gegeben.

Was könnten wir sonst noch anbieten?

Ihr könnt mich benutzen!

Du, junge Bror...

möchtest dein Leben unserer geliebten Göttin anbieten?

Wenn sie es haben will.

Wie tapfer du bist, kleine Bror!

Tapfer? Was ist daran tapfer, nach Hause zu gehen?

Was geschieht hier?

Was geschieht hier?

Nein, wartet. Aufhören!

Nein!

Nicht!

Lasst ihn in Ruhe! Er hat seine Tapferkeit bewiesen!

Kannst du mal bitte runterfahren? Warte kurz, Schatz.

Bitte, Christian, das fühlt sich hier wirklich falsch an.

Wir müssen hier verschwinden.

Ich weiß, dass das seltsam ist,

- aber nur weil es fremd ist. - Nein...

Wir hatten mit so etwas noch nie zu tun.

Nein, Christian. Das ist komplett falsch. Wir müssen hier verschwinden.

- Wir müssen uns nur eingewöhnen. - Das will ich nicht. Ich will gehen.

Ich kann nicht. Tut mir leid. Punkt!

Ich schreibe über das hier meine Abschlussarbeit.

Was? Seit wann?

Seit ich mich heute dazu entschlossen habe.

Du weißt, dass dies für mich ein Albtraum war, mir dessen klar zu werden.

Ich habe den Fehler gemacht, es Josh zu sagen, und nun steht er mit mir im Wettstreit.

Na wenn er will, dann soll er doch wetteifern. Aber wir müssen verschwinden.

Kannst du nicht sehen, was hier passiert? Dieses Maß an Tradition?

Niemand hat das hier bisher gesehen. Niemand hat bisher darüber geschrieben.

Und sie haben uns eingeladen, ein Teil davon zu sein.

- Verstehst du nicht, was das für ein Privileg ist? - Warum haben sie uns eingeladen?

- Pelle hat das getan. - Warum hat Pelle das getan?

- Weil er uns vertraut. - Warum würde man uns vertrauen?

Ihr seid opportunistische Studenten der Anthropologie.

Vielleicht weil wir eben Studenten der Anthropologie sind.

- Oh, mein Gott. - Vielleicht wollen sie,

- dass jemand das hier dokumentiert. - Bist du verdammt nochmal blind?

Sie führen heidnische Rituale durch. Die Leute springen von den Klippen.

Sie setzen darauf, dass niemand bisher davon wusste.

Nicht unbedingt.

Okay. Ich will verschwinden.

Okay, dann geh. Aber ich bleibe.

Ich habe dich eingeladen und ich bereue das nicht, aber ich bin aus einem bestimmten Grund hier.

Liebst du mich nicht mehr?

Was hat das damit zu tun?

Wir distanzieren uns zunehmend voneinander.

Das geht schon eine Weile so und als nächstes entledigt man sich einander.

Können wir unserer Beziehung deine psychologischen Floskeln aus den Lehrbüchern ersparen?

Das geht schon eine Weile so.

Du hast versucht, dich zurückzuziehen und ich habe mich verleugnet.

Bitte. Gib dir selbst ein bisschen Anerkennung.

Sieht so aus, als hättest du bereits alles durchschaut.

Was?

Weißt du was? Ich will dir eins sagen.

Wenn du mir spontan einen Strauß Blumen schenkst...

- der mich darüber nachdenken lässt... - Was für Blumen?

...wie und wann ich das zurückzahlen soll?

Du erinnerst mich ständig daran,

dass ich nicht genug für dich tue in dieser Beziehung.

Was, beim Mittagessen?

Ich habe sie aus einer Laune heraus ausgewählt.

Versuch nicht mir zu sagen, dass du da keine Hintergedanken hattest.

- Ja! Welche Motive habe ich? - An deinem Geburtstag?

Der Tag, nachdem ich dir nichts gegeben habe.

Meinst du das ernst?

Okay, fein.

Spiel du nur wieder den Verwundeten.

Du bist nur ein selbstverleugnender Altruist, und ich bin ein paranoides Arschloch.

Kein Teil deines Körpers ist hinterhältig.

- Wie kommst du darauf ich sei hinterhältig? - Weil du es bist, Dani!

Ich fühle mich in deiner Schuld gefangen wann immer du etwas "einfach so" tust.

- Ich halte dich nicht in meiner Schuld! - Weil es nie "einfach so" ist.

Ich war nur freundlich.

Okay, fein. Ich bin das Arschloch.

- Niemand ist das Arschloch. - Ich offenbar schon.

Du hast mir selbstlos Blumen geschenkt, und ich fühle mich gefangen. Scheiße!

Gehst du jetzt etwa?

- Ich muss hier arbeiten. - Du lässt mich hier so stehen?

Christian!

Hey, hast du... Entschuldigung.

- Hast du eine Schlaftablette für mich? -Ja.

Danke.

Ihr weckt sie noch auf.

Hey, Pelle!

Was machst du?

Ein bisschen Gartenarbeit.

Hey.

Irgendwas gehört?

Ja, du hast ihre Erlaubnis.

Solange du keine Namen benutzt

und der Ort nie genannt wird.

Gut.

Du musst eine Vereinbarung unterschreiben.

Du und Christian teilt euch das,

denn er kam zuerst zu mir.

Das...

- Das kriegen wir hin. -Ich muss mal pinkeln.

Kann ich dich was fragen?

Weisst du,

was das ist?

Ich fand es unter Christians Bett.

Das ist eine Liebesrune. Für einen Liebeszauber.

- Eine Liebesrune? -Ja.

- Unter Christians Bett? -Ja.

Was ist?

Die Ältesten sind einverstanden,

solange du keine Namen oder den Ort nennst.

- Im Ernst? -Ja.

Oh mein Gott. Danke, Mann.

Das sind tolle Neuigkeiten. Danke.

Du teilst es dir mit Josh.

Ich sagte ihm schon, das geht klar. -Gut.

Du scheinst meiner Schwester Maja zu gefallen.

- Ja? -Ja.

Der Rothaarigen?

Sie ist letztes Jahr byxmyndig geworden.

Das bedeutet, kurz gefasst,

dass man Sex haben darf.

- Eine Höschen-Lizenz. -Schön für sie.

Nein, nein, nein! Was machst du da? Weg da!

Was machst du da, du dämlicher Idiot? Weg da!

Nimm deinen dreckigen Schwanz weg!

Das sind unsere Vorfahren! Du pisst auf mein Volk!

Dein beschissener amerikanischer Freund! Er hat auf den Rotvälta gepisst!

Siehst du nicht, was er gemacht hat?

Habt ihr gehört was er gehört?

Das wusste ich nicht.

Dieser Baum ist mit all unseren Toten verbunden.

Es ist ein toter Baum. Er ist tot.

Ja, aber er ist wichtig für uns.

Ich musste nur pinkeln. Ich wusste das nicht.

Nein, ich weiß. Wir wissen, dass du das nicht wusstest, aber...

- Wie hätte ich das wissen sollen... - Du würdest doch auch nicht auf einen Grabstein pinkeln?

Natürlich nicht, aber...

- Scheiße! Ich meine... - Was habt ihr mit ihm gemacht?

Ich weiß nicht, wofür ich mich entschuldige... Entschuldige ich mich hier etwa?

Entschuldige dich später.

- Okay. - Oh, scheiße. Hi.

Sag ihm, dass es okay ist. Er wusste es nicht.

- Okay. - Was zur Hölle!

Ich werde mit Vater Ulf sprechen.

Was hat sie gesagt?

Sie sagt es ist okay,

und sie wird mit Ulf sprechen und sich für den Fehler entschuldigen.

Ernstaft? Was hat sie noch gesagt?

Hey.

Hi.

Hast du gut geschlafen?

Gut.

Was ist da drüben passiert?

Mark hat... nur...

Tut mir leid wegen letzter Nacht.

Wie fühlst du dich?

Ich will nicht, dass wir uns streiten, Christian.

Nun...

ich auch nicht.

Hallo.

Hey. War schön, dich kennenzulernen.

- Tut mir leid, aber wir gehen. -Was?

Ja. Simon holt gerade mit jemandem das Auto.

- Connie? -Ist alles in Ordnung?

Da bist du ja.

Simon bat mich, dir zu sagen,

dass Jan ihn zum Bahnhof fährt.

Wenn Simon dort ist,

schickt er das Auto zurück, um dich zu holen.

- Was? -Du triffst ihn dort.

Nein.

Warum sollte er ohne mich los?

Das würde er nicht tun.

Im Auto gab es nur Platz für zwei.

Was soll das heissen?

Das ergibt keinen Sinn! Er hätte es mir gesagt!

Der einzige Zug heute fährt in 90 Minuten.

Für eine Strecke braucht man 35 Minuten.

Sie wollten keine Zeit verschwenden.

- Ich hätte auf seinem Schoss sitzen können. -Ja.

Aber wir verstossen nicht gegen Verkehrsregeln.

- Also sind sie einfach weg? Ohne mich? -Connie.

Es gab keinen Platz.

Aber das Auto kommt für dich zurück. Ja?

Das ist kompletter Mist.

Also, es gibt bald Mittagessen.

Er zum Beispiel ist für den Schutz zuständig.

So machte er seine Pilgerreise als Arzt.

Wird es ihm wieder gut gehen?

Ich meine...

Ja, er ist sehr sensibel.

Es ist eine große Woche für ihn.

- Hey. -Hallo. Entschuldigung.

Simon ist ohne Connie weggefahren.

- Oh Gott. Wirklich? -Ja.

Wie fies ist das denn?

- Geht's ihr gut? -Sie hat es gerade erfahren.

- Hat sie gesagt, warum? -Nein.

Das ist beschissen.

Wo wir gerade von Paaren reden...

ist lnzest hier ein Thema?

Tut mir leid, aber bei kleinen Gemeinschaften...

Nun, die Abstammungslinien sind gut erhalten.

Die Ältesten müssen der Partnerwahl zustimmen.

Cousins kommen manchmal zusammen,

aber wir respektieren das lnzestverbot.

Deshalb müssen wir

oft Leute von ausserhalb einladen.

Entschuldigung? Hallo.

Möchtest du uns helfen?

- Ja, sicher. -Komm.

Wisst... wisst ihr...

Habt ihr Simon irgendwo gesehen?

Ja, man hat ihn zum Bahnhof gefahren.

- Hast du dich nicht verabschiedet? -Nein.

Aber... ist schon gut.

Hi.

- Was machen wir hier? -Fleischtörtchen.

Oh, danke.

Sie sagt, du bist wunderschön.

Danke.

Sie ist wunderschön.

Wir bezeichnen es als emotionale Notenblätter.

Was steht da?

Nun...

Jeder Runenbuchstabe

steht für einen der 16 Affekte,

vom heiligsten bis zum sündhaftesten.

Dieser hier steht für Kummer.

Wie du siehst, sind am Ende leere Seiten.

Das liegt daran, dass der Rubi Radr

immer weiter bearbeitet und entwickelt wird.

Wir haben viele hundert davon.

Und wer entscheidet, was ergänzt wird?

Nun, dieses hier wird von Rubin geschrieben.

- Dem Behinderten? -Von Geburt an.

Er zeichnet, und wir Ältesten interpretieren es.

Weisst du, Josh, Rubin wird nicht

von normaler Wahrnehmung getrübt.

Das macht ihn offen für den Ursprung.

Was passiert, wenn Rubin stirbt?

Wartet ihr dann auf das nächste Baby, das...

ungetrübt ist?

Nein. Rubin ist durch Inzucht gezeugt worden.

Alle unsere Orakel

sind gewollte Erzeugnisse von Inzucht.

Kann ich ein Foto machen?

Was?

- Ein Foto? -Nein. Auf keinen Fall!

- Alles klar. Entschuldigung. -Auf keinen Fall.

Oh, Scheisse. Das ist sie.

Hallo.

Na, super. Sie geht weg.

Abendessen ist fertig!

Zeit fürs Abendessen.

Danke.

Danke.

Danke.

Hat jemand Connie gesehen?

Ich glaube, Mark hat sie gesehen.

Ich habe sie vorhin sprinten sehen.

- Was? Wohin? -Ich weiß, was passiert ist.

Ihr Freund rief vom Bahnhof an

und beruhigte Connie.

Sie entschuldigte sich, und ich fuhr sie zu ihm.

Gut, das ist beruhigend.

Warum nur ist Simon ohne sie gefahren?

Es war sicher nur ein Missverständnis.

Du wärst wohl auch dazu in der Lage.

Was zum Teufel soll das heissen?

Egal.

Der grollt immer noch wegen dem Ahnen-Baum.

Alter, wird der mich umbringen?

Hast du was über den Rubi Radr erfahren?

- Jetzt willst du kooperieren? -Dann nicht.

Der Älteste hat ihn dir doch gezeigt.

Schon gut, tut mir leid.

Oh Gott, Alter. Was zum Teufel...

- Was ist das? -Ist das ein Schamhaar?

- Nur ein Haar. -Ja, ein Schamhaar.

- Beruhig dich. -Warum ist dir das peinlich?

Das Haar-Törtchen hast doch nicht du serviert.

AFFEKTE - RUNENKOMBINATIONEN - NOTENBLÄTTER

Oh Mann, er starrt mich immer noch an.

Hey.

Kommst du mit?

- Was? -Kommst du?

Ich zeige es dir.

- Okay. Klar. -Ja?

Ja, super.

Ich komme gleich zurück. Sie zeigt mir was.

- Kann ich noch eine Schlaftablette haben? -Ja.

Danke.

Danke.

Verdammt, Mark!

Mach die Tür zu, wir dürfen gar nicht hier sein.

Glaubst du, Mark ist noch bei dem Mädchen?

Würde mich nicht wundern.

Und wo ist Josh?

Ich mache mir um ihn keine Sorgen.

Nun...

Wir haben... etwas Bedauerliches mitzuteilen.

Heute Morgen

fehlte das 19. Buch von Rubi Radr im Tempel.

Ich möchte niemanden beschuldigen,

aber wir bitten den, der es nahm,

es wieder zurückzubringen.

Du kannst es in den Tempel legen.

Er wird nicht bewacht sein.

Keiner braucht zu wissen, dass du es warst.

- Wo ist euer Freund Josh? -Ich weiß...

Wir haben keine Ahnung.

Er und euer anderer Freund

verschwinden beide am selben Tag.

- Seltsam, nicht? -Ja. Aber wir wissen nichts.

Wir sind ebenso verwirrt wie ihr.

Mark ging gestern Abend mit dem Mädchen weg.

- Welchem Mädchen? -lnga.

Mark hätte das nicht getan.

Aber Josh...

Er ging mit uns zu Bett und war am Morgen weg.

Falls er das Buch hat, hoffe ich, ihr begreift,

dass wir nicht als seine Freunde

oder Komplizen gelten wollen.

Es wäre uns sehr peinlich,

damit in irgendeiner Weise verbunden zu sein.

Hoffen wir, es wird zurückgebracht.

- Hoffe ich auch. -Ich fühle mich verantwortlich.

Nun, du und Odd könnt nach ihnen suchen.

Vielleicht kannst du es wiedergutmachen.

Du machst bei den Aktivitäten der Frauen mit.

Und Siv möchte dich in ihrem Haus sehen.

Alles okay?

Gut.

Gut.

Der grosse Moment ist gekommen.

Okay, danke.

Sieh ihr in die Augen.

Darf ich fragen, was das ist?

Es ist...

Tee für den Wettbewerb.

Und dann...

Das Glas so halten.

- Und jetzt trinken wir ihn. Okay? -Ja.

- Oh Gott... -Jetzt geht's los!

Genau hier, vor langer Zeit...

hat das Schwarze Wesen die Jugend von Harga aufs Gras gelockt und zum Tanz verführt.

Schon bald konnten sie nicht mehr aufhören, und sie tanzten sich zu Tode.

Um heute dem Schwarzen Wesen zu trotzen, tanzen wir, bis wir umfallen.

Und die, die als Letzte übrigbleibt, wird für ihre Ausdauer gekrönt.

Bitte. Komm herein.

Ich möchte als Erstes sagen:

Ich habe keine Ahnung, wo Josh ist.

Ich schwöre es bei meiner Mutter.

Was hältst du von Maja?

Von Maja?

Was soll ich von ihr halten?

Eurer Paarung wurde zugestimmt.

Ihr passt astrologisch perfekt zusammen.

Und sie hat ihre Hoffnungen auf dich gesetzt.

Ich glaube ich verstehe nicht, was du meinst.

Ich habe noch nicht mal mit ihr gesprochen.

Sie hat sich auf dich fixiert bevor du hergekommen bist.

Pelle hat ihr ein Foto gezeigt.

Ich bin mit jemandem hier.

Ich bin mit Dani hier.

Dani wird es nicht erfahren.

Es geht hier nicht um eine Hochzeit.

Dafür würdest du auch nicht zugelassen.

Okay, worum geht es also?

Ich frage, ob du dich mit Maja paaren willst.

Es ist ein Angebot für eine Nacht.

Aus akademischer Sicht...

würde es auch einen einzigartigen Einblick in in unsere sexuellen Riten geben.

Kann ich nicht auch einen einzigartigen Einblick erhalten ohne direkt teilzunehmen?

Bleib hier.

Und jetzt?

- Was machen wir? -Siehst du gleich.

- Du bist so gut! -Was bedeutet das?

- Wir sind nur noch acht! -Was?

Christian?

Für dich.

Danke.

- Was ist das? -Das ist... tut mir leid.

Ouellwasser, mit...

besonderen Eigenschaften.

- Okay. -Okay?

Was bewirkt es?

Es befreit dich von deinen Hemmungen.

Und macht dich offen für die Wirkung.

Okay.

Danke.

Gern geschehen.

Eigentlich...

- Ich will keinen schlechten Trip. -Nein, nein.

Den wirst du nicht haben. Vertrau mir.

Halt.

Richtungswechsel.

Halt.

Weiter!

Halt!

Weiter.

Bist du müde?

- Ich spreche kein Schwedisch. -Was?

Sprichst du wirklich kein Schwedisch?

Willst du es sprechen?

Will ich?

Du sprichst es!

Wir sprechen!

Ich verstehe dich!

Wir verstehen einander!

Wir brauchen keine Worte! Wir tanzen!

Wir haben unsere Maikönigin!

Was? Die Maikönigin?

Was ist hier los?

Du bist unsere Maikönigin.

- Ich? -Ja!

- Warum? -Du hast gewonnen!

Was bedeutet das? Oh Gott...

Mom?

Oh Gott, Dani! Maikönigin!

Hering?

Wofür?

Das ist Tradition. Es bringt Glück.

- Was? -Du musst ihn ganz essen.

- Aber den Schwanz... -Nein, nein!

- Du musst es versuchen. -Iss ihn!

Ein sehr guter Versuch!

Entschuldigung...

Was geht hier vor?

Warum haben Sie das gemacht?

Auf unsere Maikönigin!

Du gehörst jetzt zur Familie. Ja?

Ja, du gehörst zur Familie. Wie eine Schwester.

Unglaublich, wie du getanzt hast.

Noch nie sah ich jemanden so tanzen.

Es ist Tradition, dass die Maikönigin

unsere Ernte und unser Vieh segnet.

Und bei dem Glück,

das dir der Salzhering übertrug,

sollten wir uns alle zweifach bestärkt fühlen.

Kann Christian mich begleiten?

Nein. Die Königin muss allein fahren.

Sprichst du mir nach?

Atme ein.

Für deine Vitalität.

Jetzt gehen wir zu Sivs Haus.

Was ist da?

Ein besonderes Treffen, nur für Königinnen.

Sie wird dich segnen.

- Was ist das? -Nichts für uns.

Das solltest du lieber nicht.

Bring es zu Ende.

Ich kann es spüren!

Ich spüre das Baby!

Christian?

Christian?

Hi.

Hallo! Da bist du ja.

Hör zu.

Du kannst nicht sprechen,

du kannst dich nicht bewegen.

Okay?

Gut.

Am Tag unserer Gottheit der Gegenseitigkeit

versammeln wir uns,

um unserer geliebten Sonne Dank zu erweisen.

Als Opfergabe für unseren Vater

werden wir heute neun Menschenleben hingeben.

Was Harga nimmt, gibt Harga auch.

Daher...

werden wir für jeden geopferten Fremden

einen der Unseren opfern.

Es sind vier Fremde,

vier aus Harga

und einer, der von der Königin gewählt wird.

Neun insgesamt,

die sterben, um neu geboren zu werden,

im grossen Kreislauf.

Die vier Fremden wurden bereits geopfert.

Von unserer Seite haben wir bereits zwei gegeben

und zwei haben sich freiwillig gemeldet.

Ingemar und Ulf.

Ihr habt Opfergaben von aussen mitgebracht

und gebt freiwillig euren eigenen Körper hin.

Ihr werdet euch heute

in Harmonie mit der Welt vereinigen.

Und Pelle, der uns Fremde mitgebracht hat

sowie unsere neue Maikönigin,

du wirst heute

für deine ungetrübte lntuition geehrt.

Und für unsere neunte Opfergabe

ist es Brauch, dass unsere holde Königin wählt

zwischen einem vorher bestimmten Fremden

und einem eigens bestimmten Harga-Bewohner.

Turbeyon.

Ehrenwerter Turbeyon, bitte tritt vor.

Und...

Christian Hughes.

Das sind die Kandidaten

für die neunte und letzte Opfergabe.

Wir erwarten geduldig dein Urteil.

Kommt.

Also, Kinder.

Wenn wir die lnnereien herausschneiden, passen wir auf, dass wir sie nicht durchstechen.

Also, seid vorsichtig.

Und du hältst hier fest.

Schneide so seitlich entlang.

Mächtige und schreckliche Bestie.

Mit dir läutern wir unsere sündhaften Affekte.

Wir verbannen dich nun in den tiefsten Abgrund, wo du über deine Bosheit nachdenken kannst.

Koste die Frucht der Eibe. Fühle keinen Schmerz.

Koste die Frucht der Eibe. Hab keine Angst.

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