All language subtitles for Irdische.Verse.2023.German.DL.EAC3.1080p.WEB.H264-SiXTYNiNE

af Afrikaans
ak Akan
sq Albanian
am Amharic
ar Arabic
hy Armenian
az Azerbaijani
eu Basque
be Belarusian
bem Bemba
bn Bengali
bh Bihari
bs Bosnian
br Breton
bg Bulgarian
km Cambodian
ca Catalan
ceb Cebuano
chr Cherokee
ny Chichewa
zh-CN Chinese (Simplified)
zh-TW Chinese (Traditional)
co Corsican
hr Croatian
cs Czech
da Danish
nl Dutch
en English
eo Esperanto
et Estonian
ee Ewe
fo Faroese
tl Filipino
fi Finnish
fr French
fy Frisian
gaa Ga
gl Galician
ka Georgian
de German
el Greek
gn Guarani
gu Gujarati
ht Haitian Creole
ha Hausa
haw Hawaiian
iw Hebrew
hi Hindi
hmn Hmong
hu Hungarian
is Icelandic
ig Igbo
id Indonesian
ia Interlingua
ga Irish
it Italian
ja Japanese
jw Javanese
kn Kannada
kk Kazakh
rw Kinyarwanda
rn Kirundi
kg Kongo
ko Korean
kri Krio (Sierra Leone)
ku Kurdish
ckb Kurdish (Soranî)
ky Kyrgyz
lo Laothian
la Latin
lv Latvian
ln Lingala
lt Lithuanian
loz Lozi
lg Luganda
ach Luo
lb Luxembourgish
mk Macedonian
mg Malagasy
ms Malay
ml Malayalam
mt Maltese
mi Maori
mr Marathi
mfe Mauritian Creole
mo Moldavian
mn Mongolian
my Myanmar (Burmese)
sr-ME Montenegrin
ne Nepali
pcm Nigerian Pidgin
nso Northern Sotho
no Norwegian
nn Norwegian (Nynorsk)
oc Occitan
or Oriya
om Oromo
ps Pashto
fa Persian
pl Polish
pt-BR Portuguese (Brazil)
pt Portuguese (Portugal)
pa Punjabi
qu Quechua
ro Romanian
rm Romansh
nyn Runyakitara
ru Russian
sm Samoan
gd Scots Gaelic
sr Serbian
sh Serbo-Croatian
st Sesotho
tn Setswana
crs Seychellois Creole
sn Shona
sd Sindhi
si Sinhalese
sk Slovak
sl Slovenian
so Somali
es Spanish Download
es-419 Spanish (Latin American)
su Sundanese
sw Swahili
sv Swedish
tg Tajik
ta Tamil
tt Tatar
te Telugu
th Thai
ti Tigrinya
to Tonga
lua Tshiluba
tum Tumbuka
tr Turkish
tk Turkmen
tw Twi
ug Uighur
uk Ukrainian
ur Urdu
uz Uzbek
vi Vietnamese
cy Welsh
wo Wolof
xh Xhosa
yi Yiddish
yo Yoruba
zu Zulu

Original subtitles

Glückwunsch. Wo ist die Geburtsurkunde? - Darunter.

Und die Quittung?

Bitte schön.

Danke.

Gut. Welchen Namen wollen Sie Ihrem Sohn geben?

David.

David? - Ja.

Im Ernst?! - Ja.

Wohnen Sie im Iran?

Warum fragen Sie?

Leben Sie im Iran? - Ja.

Dann sollten Sie wissen, dass Sie Ihren Sohn nicht David nennen können.

Warum nicht?

Es ist kein iranischer Name. - Na und?

Das geht nicht.

Warum nicht?

Der Name würde eine fremde Kultur propagieren.

Ich verstehe nicht, was Sie meinen.

Sie leben im Iran und geben Ihrem Sohn einen westlichen Namen.

Das ist so, als wenn ein Europäer seinem Kind einen iranischen Namen gibt.

Aber meiner Frau gefällt dieser Name.

Er gefällt ihr? Das ist kein ausreichender Grund.

Warum nicht?

Das ist eben so.

Warum gerade "David"?

So heißt ihr Lieblingsautor.

Es ist nicht üblich, sein Kind nach seinem Lieblingsautor zu nennen.

Warum nicht? - Es geht eben nicht.

Wenn Sie nun den iranischen Dichter Wahshi (wild) Bafqi mögen würden.

Würden Sie Ihr Kind "Wild" nennen?

"Wild" oder "David", das ist nicht dasselbe.

Aus unserer Sicht ist es dasselbe.

Wir haben uns aber schon auf diesen Namen geeinigt.

Können Sie uns da nicht entgegenkommen?

Warum nehmen Sie nicht den Namen Ihres Lieblingsautors?

Der Name gefällt uns nicht so.

Wie lautet er denn? - Er gefällt uns nicht.

Nun sagen Sie mir den Namen schon. - Gholam-Hossein Saedi.

Gholam-Hossein? - Ja.

Gholam-Hossein ist ein sehr schöner Name.

Viel besser als David, oder?

Uns gefällt aber nicht Gholam-Hossein, sondern David.

David ist nicht erlaubt. Wir könnten Hossein ohne Gholam nehmen.

So haben Sie einen schönen religiösen Namen,

der Ihren Lieblingsautor ehrt.

Immerhin ist es einer seiner beiden Vornamen.

Aber es ist ein arabischer Name, kein iranischer.

Hauptsache, es ist ein religiöser Name.

David ist auch ein religiöser Name. - Das glaube ich nicht.

Es ist der Name Davood, nur ausländisch ausgesprochen.

Im Ausland sagt man doch auch nicht Davood zu David.

Die Namen bedeuten dasselbe.

Wenn das so ist, nehmen Sie doch Davood.

Das wäre akzeptabel.

Uns gefällt aber David. Davood gefällt uns nicht.

Wie gesagt, David ist nicht erlaubt.

Bitte, kommen Sie uns doch etwas entgegen.

Es ist nicht meine Entscheidung, mein Bruder.

Wir haben eine Liste mit zulässigen Namen,

und David steht nicht drauf.

Also nehmen Sie entweder Davood, Hossein oder Gholam-Hossein.

Stellen Sie sich mal vor, Ihr Sohn heißt Gholam-Hossein.

Dann müssen Sie immer rufen: "Gholam-Hossein, komm mal her!"

Würden Sie Ihren Sohn Gholam-Hossein nennen?

Sie haben den Namen vorgeschlagen, nicht ich!

Es war kein Vorschlag!

Sie wollten meinen Lieblingsautor wissen und ich habe gesagt "Gholam-Hossein Saedi".

Es war kein Vorschlag. - Egal, Sie haben ihn erwähnt, nicht ich.

Ich habe auch Davood vorgeschlagen.

Soll ich Ihnen noch einen anderen Namen vorschlagen?

Nein danke. Wir wollen den Namen, den ich genannt habe.

Ich schlage noch einen vor. - Nein, nicht nötig.

Warum regen Sie sich so auf? Ich will Ihnen nur helfen.

Nein danke.

Was machen wir jetzt? Wollen Sie noch mal drüber nachdenken?

Oder es mit Ihrer Frau besprechen?

Aber bitte beeilen Sie sich, es warten noch andere.

David geht also wirklich nicht? - Nein. Wie oft soll ich's noch sagen?

Sehen Sie mal, hier drüben. Gefallen Ihnen diese Modelle?

Haben Sie auch die Kopftücher dazu?

Ja, wir haben das komplette Set für die religiöse Verpflichtungszeremonie.

Ich hätte gern eine fröhliche Farbe für meine Tochter.

Welche Farbe würde ihr stehen?

Sie müssen entweder Grau oder Marineblau nehmen.

Aber der Schleier sollte heller sein.

Sie mag gern fröhliche Farben: Rot, Gelb, Grün...

Nein, ein roter Schleier geht nicht.

Aber Sie dürfen ein rotes Kopfband am Kopftuch befestigen.

Ein Kopfband? Was ist das? - Es ist wie ein Stirnband,

aber meist mit einer Parole darauf.

Nein, das erinnert zu sehr an Krieg.

Manche Leute kaufen es trotzdem noch.

Aber wir haben auch Blumenkronen.

Wir suchen die passende Farbe aus, wenn sie den Mantel anhat.

Selena?

Selena, guck mal her.

Ja? - Guck mal, welche Farbe gefällt dir am besten?

Keine.

Du musst aber eine aussuchen.

Was ist das? Das mag ich nicht!

Bei der Schulfeier musst du eine dieser Farben tragen.

Das ist doch ein schönes Grau. Und der Schleier überdeckt es ohnehin.

Dann nehme ich einen roten Mantel.

Sie hat recht, können wir eine andere Farbe haben?

Nein, man darf kein Rot unterm Schleier sehen, sonst wird sie nach Hause geschickt.

Dieses Grau ist doch sehr schön.

Komm, probier ihn mal an.

Das sieht doch hübsch aus!

Stell dich mal gerade hin.

Die Größe passt.

Schau dich mal im Spiegel an.

Warum darf ich nicht meine eigenen Sachen tragen?

Nun nörgele nicht herum! Es ist eine Schulregel.

Bei Festen zu Hause kannst du anziehen, was du willst,

in der Schule ist die Uniform Pflicht. - Dieses blaue Kopftuch passt gut zum Grau.

Das ist doch kein Blau! - Es ist Hellblau.

Legen Sie das weg, probieren Sie dieses hellbeige.

Na komm, probier's mal an.

Was ist das denn?!

Das können wir etwas lockern.

Nein, ihr Haar darf nicht zu sehen sein.

Sehen Sie mal, wie süß sie darin aussieht!

Ist es nicht zu groß? - Nein, es ist gut so.

Es ist zu groß. - Nein, die Größe ist gut so.

Ist es zu kurz, erregt das Missfallen.

Was kostet alles zusammen? - Probier mal dieses Kopfband an.

Nicht nötig. - Bei der Verpflichtungszeremonie müssen die Haare aber bedeckt sein!

Ja, ich weiß.

Ich habe auch einen Schleier mit integriertem Kopftuch,

aber mit diesem einfachen Kopftuch hat sie's bequemer.

Bekomme ich einen Rabatt?

Da lässt sich bestimmt etwas machen.

Moment, wir haben gerade einen neuen Schleier reinbekommen.

Herr Hasan, bringen Sie mir den cremefarbenen Schleier für Kinder.

Den mit den Stickereien.

Da ist Grün drin, er ist sehr schön. Wir haben auch den passenden Gebetsteppich.

Uns wurde gesagt, ein Schleier reicht aus für die Verpflichtungszeremonie.

Wie Sie wünschen,

aber da ihre Klassenkameradinnen alle das Set gekauft haben,

dachte ich, Sie würden das auch gern wollen.

Dieser Stoff ist von sehr guter Qualität, er ist bügelfrei.

Der überdauert sieben Generationen!

Liebes, komm mal her und probier ihn an.

Wie ist er? Hat er Ärmel? - Ja, hat er.

Die Ärmel haben ein Blumenmuster.

Ich mach das hier oben mal gerade... Wie hübsch!

Sieh nicht mich an, sieh in den Spiegel.

Da seh ich nur zwei Augen!

Ich setze dir mal diese Blumenkrone auf, das wird sehr süß aussehen.

Wie hübsch du aussiehst! Sehr hübsch!

Wenn's so hübsch ist, warum trägst du's nicht?

Das musste ich früher auch, aber nun bist du dran!

Gut.

Gefällt es dir?

Wir haben auch diesen Gebetsteppich aus Samt, ist der nicht schön?

Welcher ist günstiger? - Dieser hier.

Mama, darf ich das ausziehen? - Alles in allem kostet es nur 100 000.

Den Gebetsteppich brauchen wir nicht, nur das Schleierset.

Und ich bekomme einen Rabatt? - Sicher. Kommen Sie mit zur Kasse.

Ja, Frau Direktorin?

Hast du einen Freund?

Nein. Wer sagt das?

Lüg mich nicht an.

Ich lüge nicht. Ich würd's sagen, wenn ich einen hätte.

Und wer ist dann dieser Junge? - Welcher Junge?

Der dich mit dem Motorrad hier abgesetzt hat.

Mich hat keiner abgesetzt.

Niemand hat dich hergefahren?

Nein.

Wie bist du dann zur Schule gekommen? - Mit dem Taxi.

Warum bist du nicht mit dem Schulbus gefahren? - Ich habe verschlafen.

Nein, du hast nicht verschlafen.

Du wolltest gern mit dem Jungen auf dem Motorrad fahren.

Mit welchem Jungen?

Mit dem, der dich hier abgesetzt hat.

Niemand hat mich hier abgesetzt. Haben Sie's gesehen?

Ich nicht, aber Herr Jalil hat es gesehen.

Der kann nichts gesehen haben, er ist blind! - Sei nicht so frech!

Er ist nicht blind, er kann nur nicht gut sehen.

Seine Brillengläser sind so dick!

Er sieht keinen Meter weit, wie will er mich erkannt haben?

Er sieht eben, was er sehen muss. Dafür ist er hier.

Ich dachte, er wäre zum Putzen hier.

Das geht dich nichts an.

Woher weiß er, dass ich das war? Auf dieser Schule sind 500 Mädchen

und alle tragen die gleiche Uniform.

Er ist aber sicher, dass du es warst.

Wie kann er sicher sein?

Er hat dich am Gang erkannt.

Wie gehe ich denn?

Du hast einen watschelnden Gang.

Wie meinen Sie das?

Ich meine, du drehst beim Gehen deine Zehen nach außen, wie eine Ente eben.

Und ich bin die Einzige, die so geht?

Willst du etwa behaupten, er lügt?

Das hab ich nicht gesagt,

aber bestimmt irrt er sich, weil er so schlecht sehen kann.

Er irrt sich nie! Außerdem hat er dich nicht zum ersten Mal gesehen.

Woher soll Herr Jalil wissen, wie ich gehe?

Beug dich mal zu mir.

Zeig mir deinen Kopf!

Wozu, Frau Direktorin? - Zeig ihn mir!

Hast du dein Haar gefärbt? - Nein, das ist meine natürliche Farbe.

Du lügst mir direkt ins Gesicht?!

Du hast dein Haar gefärbt! - Bei Tageslicht sieht es immer so aus.

Was bist du, ein Chamäleon? Komm mal rüber zu mir.

Komm her!

Nimm dein Kopftuch ab.

Nun nimm es schon ab!

Ist das etwa keine Farbe? Ist dein Haar von Natur aus blau?

Setz dich. Wir klären das jetzt!

Du schamlose Lügnerin!

Wie heißt der Junge?

Welcher? Ich schwöre, es gibt keinen!

Du lügst und beschwörst deine Lüge auch noch? Du Biest!

Na gut: Ich hab mein Haar gefärbt und ein Junge hat mich hergefahren. Und?

So redest du nicht mit mir! - Wie rede ich denn?

Unverschämt und böse!

Ich bin nicht unverschämt! Sag ich die Wahrheit, glauben Sie mir nicht.

Hättest du die Wahrheit gesagt, hätte ich dich gehen lassen.

Du hältst mich wohl für dumm, was?

Was soll ich denn sagen, damit Sie mich gehen lassen?

Ich sag's noch mal: Benimm dich!

Ich rufe deinen Vater an, dann kannst du's ihm erklären.

Nein, bitte, Frau Direktorin...

Dein Vater muss erfahren, dass du nicht zur Schule fährst,

sondern mit Jungen auf dem Motorrad fährst.

Bitte legen Sie auf, ich sag Ihnen die Wahrheit.

Nun?

Alles, was Herr Jalil sagt, stimmt.

Und wer ist der Junge? - Bitte ziehen Sie ihn da nicht mit rein.

Das werde ich nicht. Ich will nur wissen, wie er heißt.

Mohammad.

Mohammad und weiter?

Mohammad Amiri.

Frau Direktorin, Sie haben versprochen, nicht anzurufen!

Dein Vater muss erfahren, wie freizügig seine Tochter ist.

Legen Sie auf, Frau Direktorin. Ich muss Ihnen noch was sagen.

Ich höre.

Mohammad und ich waren am Mittwoch im Gheytarieh-Park.

So?

Soll ich weiter erzählen? - Ja.

Ich habe Sie gefilmt.

Ich war Mittwoch nicht im Park. - Doch, waren Sie, und zwar nicht allein.

Ich hole gern mein Handy und zeig es Ihnen.

Was ist das für ein Unsinn!

Na gut, dann ist es eben Unsinn. Rufen Sie meinen Vater an.

Ich bin nicht wie Sie, ich halte meine Versprechen.

Ich erzähl's niemandem.

Wenn Sie mich jetzt entschuldigen würden...

Aktualisieren Sie die Seite doch noch mal.

Anscheinend gibt es ein Problem mit dem Internet.

Sie haben also auch Internet-Probleme?

Manchmal ist die Verbindung weg. Warten wir etwas.

Und ich dachte, Sie haben hier alles unter Kontrolle.

Nein, zumindest nicht ich.

Hallo, Frau Shabani, könnten Sie die Datei noch einmal schicken?

Sie ist nicht angekommen. Ja, ein silberner 260er Peugeot, 88er-Kennzeichen.

Vielen Dank.

Da muss ein Irrtum vorliegen.

Wie viele 206er gibt es wohl mit dem Kennzeichen? - Es war nicht mein Auto.

Sie wurden gefilmt.

Ich habe ja nicht einmal Haare, die ich enthüllen könnte.

Bedecken Sie Ihren Kopf! - Warum? Wir sind hier allein!

Es gibt hier Kameras, die Brüder sehen alles!

Unsere Kameras irren sich nicht.

Das habe ich auch gar nicht behauptet.

Mir wurde unten das Handy abgenommen, sonst könnte ich Ihnen auf Fotos zeigen,

dass meine Haare schon seit Längerem ab sind.

Vielleicht saßen ja nicht Sie am Steuer. Fakt ist: Die Fahrerin trug keine Kopfbedeckung.

Unmöglich, ich verleihe mein Auto nie.

Warten wir erst mal auf die Datei. - Ja.

Schicken Sie nicht erst mal eine Warnung raus, bevor Sie ein Auto abschleppen?

Sie wurden einmal gewarnt, haben sich aber nicht gemeldet.

Ich habe keine SMS erhalten.

Was erzählen Sie da?! Ich weiß sogar, wann Sie die SMS gelesen haben!

Sie können sehen, wann ich meine Nachrichten lese? - Wir wissen so einiges.

Die SMS wurde am...

23. versandt,

um 14:34 Uhr,

und Sie haben sie um 14:35 Uhr gelesen. Ganz schön fix!

Ich arbeite per Taxi-App, ich muss schnell am Handy sein.

Sie haben also unsere SMS erhalten. - Ich habe keine SMS vom Verkehrsamt erhalten!

Ich schwöre auf alles, woran Sie glauben.

Wenn Sie vertraut mit dem Glauben sind, warum nehmen Sie das Kopftuch ab?

Ich sag doch, ich war das nicht!

Vielleicht haben Sie Ihr Auto verliehen und erinnern sich nicht.

Ich hab Ihnen doch gesagt, ich verleihe mein Auto nie!

Ich verdiene mein Geld mit dem Auto, also verleihe ich es natürlich nicht.

Vielleicht haben Sie's ja vergessen. Auf jeden Fall gibt es die Kameraaufzeichnung.

Ich werd's Ihnen beweisen, sobald die Datei hier ist.

Nehmen wir mal an, ich hätte mein Haar nicht bedeckt.

Gilt mein Auto nicht als privater Raum?

Wie kommen Sie denn darauf?

Ist es das nicht? - Aber nein!

Autos haben Fenster, man kann also hineinsehen.

Mein Haus hat auch Fenster und man kann reinsehen.

Ist das auch kein privater Raum?

Nicht, wenn man hineinsehen kann.

Es ist mein Zuhause!

Auch dort können Sie nicht tun, was Sie wollen. Es ist kein privater Raum.

Was ist in diesem Land dann privat? - Ich diskutiere mit Ihnen nicht über Politik.

Ich bin kein politischer Mensch, sondern mache nur meinen Job.

Für mich geht's auch nicht um Politik, aber Ihr Job entzieht mir meine Lebensgrundlage.

Wenn Sie mein Auto beschlagnahmen, kann ich die nächste Rate nicht zahlen

und verliere es ganz.

Wenn Ihr Auto Ihr Einkommen sichert, sollten Sie keine Straftrat darin begehen!

Wieso Straftat?

Die Haare zu enthüllen ist eine Straftat.

Und wenn das Kopftuch vom Kopf rutscht?

Das passiert nicht, wenn man es nicht will.

Und wenn doch? - Dann sind Sie eine Straftäterin.

Einfach so?

Meines rutscht zumindest nie herunter!

Was?

Mein Kopftuch! Glauben Sie, es rutscht jemals herunter?

Nein. - Genau. Weil ich es mit Haarklammern feststecke.

Ich bücke mich täglich tausendmal, doch es verrutscht nie.

Wenn man dafür sorgt, verrutscht es nicht.

Ich habe keine Haare, an denen ich was feststecken könnte.

So, das Foto ist angekommen. - Darf ich's mal sehen?

Warten Sie, ich zeige es Ihnen.

Ist das Ihr Fahrzeug? - Ja, das ist es.

Gut.

Trägt diese Frau eine Kopfbedeckung?

Das ist keine Frau, das ist mein Bruder.

Das ist Ihr Bruder? - Ja, er hat lange Haare.

Bei Ihnen ist es also umgekehrt? Sie rasieren sich, er trägt sein Haar lang?

Ist die Haarlänge auch eine Straftat?

Ja, zu gegebener Zeit könnte es das sein.

Woher soll ich wissen, dass es keine Frau ist, sondern ein Mann?

Das ist doch ganz offensichtlich ein Mann!

Dann muss er persönlich herkommen und es beweisen.

Was soll das heißen? - Das hier ist ein Foto.

Die Person hier am Steuer sieht für mich nicht wie ein Mann aus.

Es ist mein Bruder! Wenn ich mein Handy kriege, zeige ich Ihnen Fotos von ihm.

Und woher soll ich wissen, dass er es auf den Fotos ist?

Die Person hinterm Steuer muss persönlich hier erscheinen.

Und zwar so bald wie möglich.

Er muss also herkommen? - Ja, das muss er.

Frau Shabani,

wir sind hier fertig.

Bitte schicken Sie die nächste Person herein. Was gibt es heute zu Essen?

Soll ich meine Adresse auch aufschreiben?

Bitte beantworten Sie alle Fragen.

Bitte schön.

Danke.

Entschuldigen Sie, in der Anzeige stand nicht, was Ihre Firma genau macht.

Ich werd's Ihnen erklären.

Okay, also... Unsere Firma ist in der Betonbranche tätig.

Wir bauen Gebäude, die Erdbeben standhalten.

Unter Teheran verläuft eine riesige Bruchlinie, wir haben also viel zu tun.

Wir besitzen zwei hochmoderne Fabriken

und sind im Iran vollkommen konkurrenzlos.

Ich sage immer gern, wir sind unser eigener Konkurrent.

Bei der Auswahl unserer Mitarbeiter muss ich sehr wählerisch sein.

Denn auch unsere Kunden sind sehr wählerisch.

Das ist sehr gut.

Wir kümmern uns gut um unsere Angestellten, passen auf, dass sie versichert sind,

und es gibt Zusatzleistungen, sogar drei Wochen Mutterschaftsurlaub.

Ich glaube nicht, dass es bei anderen Privatfirmen überhaupt Mutterschaftsurlaub gibt.

Das ist sehr schön.

Haben Sie irgendwelche Fragen? - Nein danke.

Darf ich Ihnen ein paar Fragen stellen? - Natürlich.

Ach, du wohnst in Karadsch? - Das ist die Adresse meines Vaters.

Und wo ist deine Wohnung?

Ich habe im Moment keine eigene Wohnung.

Bist du wirklich schon 30 Jahre alt? - Ja.

Im Ernst?

Du hast dich gut gehalten. - Danke.

Du kennst dich also mit Word aus und kannst tippen? - Ja, wie's da steht.

Kannst du auch auf Englisch tippen? - Ja, das kann ich auch.

Wie ist dein Englisch? - Ziemlich gut. Ich besuche einen Fortgeschrittenen-Kurs.

Kannst du einem Gespräch auf Englisch folgen? - Ja, und ich kann mich recht gut unterhalten.

Recht gut?

Gut, also...

"You are very beautiful." Was heißt das?

Sagtest du nicht, du verstehst gut Englisch?

Ein einfacher Satz: "You are very beautiful."

Es heißt "Sie sind sehr schön". - Oh, danke, findest du das wirklich?

Ich habe den Satz nur übersetzt.

Warum bist du so verkrampft?

Entspann dich!

Ich bin nicht verkrampft.

Können Sie mir noch etwas zu den Vertragsbedingungen sagen?

Es sind sehr gute Bedingungen, keine Sorge.

Ich meinte die Arbeitszeit, bezahlten Urlaub, Gehalt und so weiter.

Ich weiß, was du meinst.

Wir sind ein Privatunternehmen. Ich lege die Bedingungen fest.

Es hängt alles von dir ab.

Bei uns arbeitet jemand zehn Stunden am Tag und auch am Wochenende,

ist schon sechs Monate hier, aber immer noch befristet.

Ehrlich gesagt denke ich dran, diese Person zu entlassen.

Eine andere arbeitet drei bis vier Stunden am Tag, legt ihre Arbeitszeit selbst fest,

aber ich bin zufrieden mit ihr und habe sie schon fest angestellt.

Siehst du? Es liegt ganz in deiner Hand...

Bin ich zufrieden, sind die Bedingungen gut.

Bist du ein braves Mädchen, ist alles gut.

Verstehst du? Trink den O-Saft, du hast ganz trockene Lippen. - Nein danke.

Bitte! - Nein danke.

Es ist kein billiges Zeugs.

Nein, vielen Dank.

Entschuldigen Sie, ich habe noch eine Frage.

Ich muss ja mit der Bahn nach Karadsch rausfahren.

Könnte ich um 16 Uhr Feierabend machen?

Das kompliziert die Sache etwas...

Aber ich kann da sicher was für dich tun.

Vielen Dank.

Bist du verheiratet? - Nein.

Das habe ich mir gedacht, ich habe keinen Ring bei dir gesehen.

Wie steht's mit einem Freund?

Ist das wichtig für den Job? - Wenn ich frage, ist es wichtig, ja.

Und? - Was?

Ein Freund? Hast du einen Freund?

Nein, habe ich nicht.

Warum nicht?

Du bist so schön. Magst du keine Männer?

Inwiefern ist das wichtig für den Job?

Wie gesagt: Alles, was ich frage, ist wichtig.

Beantwortest du meine Frage nun oder nicht?

Ich bin verlobt.

Eben noch hattest du keinen Freund, jetzt bist du plötzlich verlobt?

Hast du wirklich einen Verlobten? - Ja.

Okay.

Fühlst du dich ihm verpflichtet?

Ja. Haben Sie noch weitere Fragen?

Warum? Hast du's eilig?

Ist es zu heiß hier drinnen? - Nein, ist es nicht.

Doch, ist es, du schwitzt.

Leg ruhig dein Kopftuch ab. Wir sind ein

Privatunternehmen und haben keine Hidschab-Pflicht.

Nimm's ab, entspann dich. - Mir geht's gut so.

Wir sind bald Kollegen, also entspann dich.

Nimm das Kopftuch ab, na los. - Ich muss los.

He, wo wollen Sie hin? Das ist unhöflich, ich rede mit Ihnen!

Ich rede mit Ihnen. - Ich dachte, es wäre ein Vorstellungsgespräch.

Das ist es auch! Setzen Sie sich wieder hin.

Setzen Sie sich. Ich hab extra den Saft geholt.

Trinken Sie ihn, dann können Sie gehen.

Kommen Sie. Setzen Sie sich.

Trinken Sie Ihren Saft. - Danke, ich möchte nicht.

Sie gehen einfach so?! Sie wissen wohl nicht, mit wem Sie hier reden!

Andere betteln mich an, damit ich mir fünf Minuten nehme und etwas für sie tue.

Sie aber beleidigen mich.

Ich habe niemanden beleidigt. - Ist das etwa keine Beleidigung,

wenn Ihnen nichts von dem recht ist, was ich vorschlage?

Sie haben keine Wertschätzung!

Eine Unterschrift von mir und morgen haben Sie hier einen Schreibtisch.

Sie wollen um 16 Uhr Feierabend machen? Gehen Sie um 15 Uhr!

Kommen Sie, wann Sie wollen, gehen Sie, wann Sie wollen.

Was wollen Sie noch?

Hören Sie mir überhaupt zu?

Setzen Sie sich neben mich. Na los.

Kommen Sie!

Geben Sie mir Ihre Hand.

Geben Sie mir Ihre Hand. - Wozu?

Und wieder stellen Sie Fragen! Wieder Fragen!

Wollen Sie nun für mich arbeiten oder nicht?

Geben Sie mir Ihre Hand. Ich beiße nicht.

Geben Sie mir Ihre Hand. - Ich muss los.

Verdammt, wofür hältst du dich? Dann hau doch ab, du Stück Scheiße!

Du verdienst den Job nicht!

Biest!

Herr Farbod Akhtari.

Waren Sie schon mal bei einem Psychiater?

Meinen Sie Psychiater oder Psychologe?

Das ist das gleiche. - Nein, da gibt es einen Unterschied.

Ob's Unterschiede gibt, bestimme ich.

Nein, ich war nicht beim Psychiater.

Und bei einem Psychologen?

Was haben diese Fragen damit zu tun, ob ich fahren kann oder nicht?

Wir müssen wissen, ob Sie mental gesund sind,

bevor wir Ihnen den Führerschein geben.

Nein, ich war noch nie beim Psychologen.

Nehmen Sie Medikamente?

Was für Medikamente?

Egal welche.

Ich nehme Säureblocker.

Warum? Werden Sie schnell sauer?

Wird jeder, der Säureblocker nimmt, schnell sauer?

Schlechte Nerven sind oft Ursache für Magengeschwüre.

Kennen Sie zwei Menschen in dieser Stadt, die gute Nerven haben?

Sie haben also schlechte Nerven. - Ich meinte nicht mich, sondern allgemein.

Es geht hier aber um Sie.

Nehmen Sie irgendwelche Medikamente für die Psyche ein?

Nein.

Und Drogen?

Was meinen Sie mit Drogen?

Betäubungsmittel. Nehmen Sie welche?

Nein. Ich schwöre auf den Koran.

Machen diese Fragen Sie nervös?

Nein, ich finde sie nur seltsam.

Was ist seltsam daran?

Es sind ungewöhnliche Fragen, wenn man nur seinen Führerschein abholen will.

Ich sagte, ich nehme Säureblocker, und Sie behaupten, ich werde schnell sauer.

Sind Sie ein normaler Mensch? - Bin ich anormal?

Hier steht, Sie haben Tattoos.

Wer Tattoos hat, ist also nicht normal?

Um das festzustellen, sitze ich hier.

Sind Sie Psychologe?

Zeigen Sie mir mal Ihre Tattoos.

Es ist ein ganz simples Tattoo.

Zeigen Sie's mir.

Es ist nichts Schlimmes, nur ein Gedicht.

Ich muss es sehen.

Halten Sie den Arm hoch.

Was steht da? - Wie gesagt, ein Gedicht.

Lesen Sie's vor. - Sie sehen es doch.

Lesen Sie's vor. Ich hab meine Gründe.

Ist das hier 'ne Schulprüfung?

Vorlesen, hab ich gesagt.

"Ich bin berauscht und du verrückt. Wer wird uns nach Hause bringen?"

Und das finden Sie normal?

Es ist ein Gedicht.

Das ist mir klar. Aber es ist nicht normal,

"Ich bin berauscht und du verrückt" auf seinen Körper zu schreiben.

Es ist ein Gedicht von Rumi.

Rumi hat viele schöne Gedichte geschrieben.

Ja, das hat er.

Auch dieses ist schön.

Er hat bessere geschrieben.

Ja, das hat er. - Nicht runterziehen.

Sieht aus, als stünde da oben noch mehr.

Das ist nichts weiter.

Ziehen Sie den Ärmel hoch. Zeigen Sie.

Ist er jetzt ganz hochgezogen?

Lesen Sie vor. Was steht da?

"Ich habe dir hundertmal gesagt, du sollst nur zwei oder drei Becher trinken."

Sie scheinen dieses Gedicht ja sehr zu mögen.

Ja.

Zeigen Sie mir den anderen Arm.

Da steht auch nichts anderes.

Ziehen Sie den Ärmel hoch.

Ist das die nächste Zeile des Gedichts?

Ja.

Und wo steht der Rest?

Ziehen Sie das T-Shirt hoch.

Warum? - Haben Sie das Tattoo etwa nicht, damit andere es lesen?

Ich möchte es lesen. - Es ist nicht für andere, nur für mich.

Wenn's nur für Sie wäre, hätten Sie's in ein Tagebuch geschrieben.

Hochziehen.

Ist Ihr ganzer Körper damit bedeckt?

Es sind alle Verse.

Soll ich's Ihnen vorlesen?

Ziehen Sie Ihre Sachen aus. - Bitte?

Alles ausziehen. Ich muss alles lesen.

Es sieht überall gleich aus.

Ich will's sehen.

Sie wollen mich also nackt sehen?

Ich muss einen vollständigen Bericht schreiben. - Schreiben Sie doch einfach:

"Tattoos am ganzen Körper."

Ich kann nur schreiben, was ich gesehen habe.

Wenn ich mich ausziehe, bekomme ich den Führerschein?

Das werden wir sehen.

Wenn Sie mir den Führerschein verweigern wollen, sagen Sie's gleich.

Sie bekommen ihn für zwei Jahre. - Zwei Jahre?

Soll ich alle zwei Jahre wiederkommen und mich nackt ausziehen?

Niemand zwingt Sie, einen Führerschein zu haben.

Was ist das denn für ein T-Shirt? - Micky Maus.

Wie alt sind Sie denn?

Ich trag's unterm Hemd, so sieht es keiner.

Aber Sie wissen, dass Sie's tragen!

Ist das normal für einen Erwachsenen, ein Micky-Maus-T-Shirt zu tragen?

Es ist eine gute Sendung, immerhin läuft sie hier im Fernsehen.

Ja, für Kinder, doch nicht für Sie!

Ich hab sie als Kind geguckt.

Trotzdem, es ist nicht normal. Ausziehen.

Zeigen Sie mir Ihren Rücken.

Tut es nicht weh, ein Tattoo machen zu lassen?

Wieso? Möchten Sie auch eins haben?

Sie haben keinen freien Fleck mehr auf der Haut und sagen, Sie seien normal?

Für mich ist das nicht normal.

Sie sagten, wenn ich mich ausziehe, bekomme ich den Führerschein für zwei Jahre.

Steht da unten auch noch was?

Guten Tag. - Guten Tag.

Ich hab's ausgefüllt.

Danke.

Setzen Sie sich bitte.

Herr Siamak Dalvand.

Ja.

Berufserfahrung...?

Hab ich geschrieben.

Seit wann bist du ohne Arbeit?

Seit fünf Monaten.

Warum bist du gegangen?

Die Fabrik hatte nicht genug Rohstoffe

und musste Arbeitskräfte entlassen.

Und warum wurdest gerade du entlassen?

Mehreren von uns wurde gesagt, wir bräuchten nicht wiederkommen.

Aber so was passiert doch nicht grundlos oder willkürlich.

Nein. Viele Leute wurden entlassen, nicht nur ich.

Hattest du einen befristeten Vertrag?

Ja, niemand war unbefristet da.

Für wie viele Jahre war der Vertrag? - Drei Jahre.

Wir machen Jahresverträge.

Wirst du ausgewählt, gibt es erst mal eine dreimonatige Probezeit.

Sind wir zufrieden, unterzeichnen wir den Jahresvertrag.

Das wäre in Ordnung für mich.

Du bist Schiit, ja?

Ja.

Wie viele Grundsätze gibt es in der Shia?

Fünf.

So?

Ja, fünf.

Und wie lauten sie?

Einheitsbekenntnis, Prophetentum,

Glaube an die Auferstehung, Gerechtigkeit und Imamat.

Und was sind die Pflichten?

Beten, Fasten,

Almosengabe und so weiter.

War das alles?

Die Pilgerfahrt?

War das eine Frage?

Die Pilgerfahrt. - Und was noch?

Das Glaubensbekenntnis.

Und weiter?

Ich erinnere mich gerade nicht.

Es gibt aber noch viele mehr.

Betest du?

Ja.

Gehst du zum Freitagsgebet?

Ja, wenn ich nicht bei der Arbeit bin.

Du sagtest, du arbeitest seit fünf Monaten nicht mehr.

Im Moment bin ich Straßenhändler.

Was verkaufst du?

Ich verkaufe Socken...

in der U-Bahn.

Sehr gut! Kein Grund, sich zu schämen. Hauptsache, du arbeitest.

Welche Koransuren kennst du auswendig?

Ich kenne Al-Ichlas, Al-Kauthar...

Die hat nur drei Verse, die kennt jeder.

Sie hat vier Verse. - Nein, drei.

Oder zählst du "Im Namen Allahs" als Vers mit?

Nein. Entschuldigung.

"Im Namen Allahs" zählt nicht mit. - Stimmt.

Und? Kennst du noch andere Suren?

Zum Beispiel Az-Zalzala?

Ja, aber ich erinnere mich gerade nicht.

So eine schöne Sure und du erinnerst dich nicht?

Weißt du, welche Sure ich meine? - Ja,

sie handelt vom Erdbeben.

Vom Erdbeben? Ist das dein Ernst?

Sie handelt vom Jüngsten Tag.

Weißt du, was das bedeutet?

"Wenn die Erde erschüttert wird durch ihr heftiges Beben..."

Allah ist groß!

Stell dir mal vor, 1000 Atombomben

schlagen im Bruchteil einer Sekunde auf der Erde ein. Was passiert dann?

Allah ist groß!

Weißt du, was das heißt? - Nein.

"Und der Mensch sieht sich verwundert um und sagt: 'Was ist mit der Erde los?'"

"An jenem Tag..." Das Ende lautet so:

"Wer im Gewicht eines Stäubchens Gutes getan hat, wird belohnt.

Und wer im Gewicht eines Stäubchens Böses getan hat, wird bestraft."

Verstehst du? - Sie ist sehr schön.

Ja, sehr schön. Sehr schön.

Es überrascht mich, dass du sie nicht kennst.

Ich kenne sie. - Tust du nicht.

Na, wie auch immer...

Weißt du, wie man die Waschung durchführt? - Ja.

Gut, dann zeig es mir.

Hier?

Ja, hier. Zeig mir, wie die Waschung geht.

Hier. Hier ist der Wasserhahn. Zeig es mir.

Im Sitzen? Wäschst du dich immer im Sitzen?

Nein.

Zuerst die Hände. - Nicht erklären, ich weiß, wie's geht.

Ich will's nur sehen.

Hast du die Absicht ausgesprochen?

Ja, im Herzen.

Gut, dann mach weiter.

Wäschst du die Ärmel mit?

Ich dachte, Sie wissen schon, wie's gemeint ist.

So.

Verzeihung.

Zuerst den linken Arm?

Tut mir leid, ich war abgelenkt.

Man muss darauf achten,

dass überall Wasser hinkommt.

Streichen des Kopfes...

Soll ich meine Schuhe ausziehen?

Nein, nicht nötig.

Rechter Fuß, linker Fuß.

Das war's.

Darf ich...? - Nicht setzen. Das reicht.

Wir sind hier fertig.

Soll ich jetzt gehen? - Bitte.

Gut. Danke. - Gerne.

Entschuldigen Sie, rufen Sie mich dann an?

Du wirst angerufen, wenn man dich einstellen will.

Wiedersehen. - Wiedersehen.

Für Ihren Film wurde keine Dreherlaubnis erteilt,

es gab nur eine allgemeine Übereinkunft.

Sie haben also kein Problem mit dem Inhalt des Films?

Nein, mit dem zentralen Inhalt haben wir kein Problem.

Dann geben Sie mir die Dreherlaubnis und ich kann meinen Film machen.

Wo liegt das Problem?

Beim Drehbuch.

Sie haben kein Problem mit dem Inhalt, finden aber das Drehbuch problematisch?

Wenn wir sagen, wir haben kein Problem damit,

heißt das, wir haben nichts dagegen, dass Sie einen Film drehen.

Aber es kommt darauf an, welche Art Film es ist.

Herr Chegini, ich warte jetzt seit zwei Jahren.

Inzwischen sind drei Geldgeber abgesprungen.

Warum haben Sie mir nicht gleich gesagt, dass das Drehbuch problematisch ist?

Die Vorgaben haben sich geändert.

Die Situation im Kulturbereich ändert sich ständig.

Wir müssen uns den Zeiten,

den gesellschaftlichen und politischen Verhältnissen anpassen.

Dieses Drehbuch enthält weder Gesellschaftskritik noch politische Kritik,

es entwirft kein negatives Bild des Landes.

Es gibt kein Hidschab-Problem, es gibt nicht mal Frauen darin!

Doch, das alles ist drin enthalten und das wissen Sie ganz genau!

In diesem Drehbuch geht es um meinen Vater.

Persönlicher geht es kaum.

Gott segne Ihren Vater.

Sie erzählen von der ehrenvollen Position des Vaters,

doch dann wird der Vater im Drehbuch beleidigt.

Und am Ende bringen Sie den Vater um!

Das geht nicht!

Sie können Ihren Vater nicht umbringen!

Herr Chegini, mein Buch heißt "Was du tötest",

und Sie sagen, der Vater darf nicht getötet werden?

Genau, der Titel des Drehbuchs ist auch problematisch.

Der muss geändert werden.

Sehen Sie sich doch mal die Geschichte an. Vom antiken Griechenland bis heute,

seit 2500 Jahren, wird vom Vatermord erzählt. In "Ödipus"... - In "Hamlet", das ist mir klar!

Das Problem ist: Sie vergleichen die iranisch-islamische Kultur mit der westlichen.

Wir aber wollen die Dominanz des Westens blockieren.

Sie blockieren nicht den Westen, sondern meinen Film. - Niemand blockiert Ihren Film!

Das Drehbuch braucht nur ein paar Korrekturen.

Sie sind wie ein Bruder für mich. Ich möchte, dass Sie den Film machen.

Ich mache seit 20 Jahren Kulturarbeit! - Bis letztes Jahr waren Sie im Verkehrsministerium!

Auch dort habe ich Kulturarbeit gemacht! Auch das Verkehrsministerium braucht Kultur.

Streichen Sie den Vatermord, ändern Sie den Titel des Drehbuchs,

bringen Sie es mir Dienstag wieder und ich lege es dem Komitee vor.

Hören Sie auf meinen Rat.

Und nun trinken Sie Ihren Tee, sonst wird er kalt.

Ich kann den Titel nicht ändern.

Ich kann nicht mehr schreiben.

Sie sind ein Autor.

Seien Sie kreativ!

Viele unserer großen Filmemacher haben nach den gleichen Vorgaben Filme gemacht

und viele Preise damit gewonnen!

Streichen Sie Seite 16 bis 28 und das Problem ist gelöst.

Bitte schön. - Wunderbar!

Gut, nun gibt es also keinen Vater mehr.

Aber all diese Charaktere suchen ihren Vater.

Was mache ich jetzt mit denen?

Schreiben Sie, der Vater ist auf Reisen.

Sehen Sie? Ich helfe Ihnen sogar.

Aber der Vater hat die Mutter geschlagen, sie stirbt im Krankenhaus...

Warum muss die Mutter denn sterben?

Weil ihr Mann sie geschlagen hat. - Dann schlägt er sie eben nicht!

Lassen Sie ihn sie nicht schlagen.

Ich wünschte, er hätte es nicht getan.

Hören Sie, Herr Chegini,

mein Vater hat meine Mutter wirklich geschlagen... - Mein Herr!

Sie drehen keinen Dokumentarfilm!

Nein, aber dieses Drehbuch basiert auf meiner Lebensgeschichte.

Ihr Privatleben hat doch nichts auf der Leinwand zu suchen!

Das ist hässlich, mein Bruder!

Außer meiner eigenen Geschichte kann ich aber keine erzählen.

Warum denn nicht? Die anderen Autoren schreiben auch gute Geschichten.

Erzählen auch Sie eine gute Geschichte.

Was ist eine gute Geschichte?

Erzählen Sie eine Geschichte aus dem Koran.

Aus dem "Pfad der Eloquenz" von Imam Ali.

Mit einer Geschichte aus dem Koran

bekomme ich also die Dreherlaubnis? - Warum nicht?

Ich rufe sogar persönlich

bei unserer Kino-Stiftung an, damit Sie das Equipment umsonst erhalten.

Und nun trinken Sie Ihren Tee, er ist bestimmt schon kalt.

Hören Sie, ich werde eine Geschichte über Josef,

den Propheten, schreiben.

Ich schreibe eine Szene hier rein, die genau dem Korantext entspricht.

Suleika ist allein im Zimmer.

Die Rolle der Suleika besetze ich

mit Hedieh Tehrani.

Josef betritt den Raum.

Für die Rolle des Josef nehme ich Parsa Pirouzfar. Er hat grüne Augen.

Suleika versucht Josef zu verführen.

Josef will weglaufen,

Suleika packt ihn von hinten am Hemd, dabei zerreißt es.

Plötzlich kommt Suleikas Mann ins Zimmer.

Für ihn werde ich Mohammad-Reza Sharifinia engagieren.

Würden Sie mir die Erlaubnis für diese Geschichte erteilen?

Sehen Sie...

Der Koran ist ein Wunder.

Und Wunder kann man nicht exakt nachahmen.

Lassen Sie sich davon inspirieren!

Also geben Sie mir nun die Dreherlaubnis? - Sie hören mir wohl nicht zu!

Sie können nicht einfach den Koran zitieren. Machen Sie eine eigene Geschichte draus!

Sie geben mir die Erlaubnis also nicht? - Hören Sie mir nicht zu?

Sie geben keine Erlaubnis. - Hören Sie!

Hören Sie mir überhaupt zu?

Der Vater schlägt die Mutter nicht mehr.

Die Mutter muss nichts ins Krankenhaus.

Sie stirbt also nicht.

Es geschieht kein Mord, wie gewünscht. - Sehr gut.

Es gibt noch ein kleines Problem. Der Polizist wird sehr negativ dargestellt.

Nicht negativ, nur vielschichtig. Er hat gute und schlechte Seiten.

Die Idee eines vielschichtigen Charakters ist gut. So was gefällt uns.

Aber zeigen Sie auch seine anderen Seiten.

Welche anderen Seiten soll ich zeigen?

So geht das nicht!

Soll ich jetzt etwa das Drehbuch für Sie schreiben?

Entschuldigen Sie, mein Herr.

Guten Tag. - Was kann ich für Sie tun?

Wurde mein Hund hier abgegeben?

Ob Ihr Hund abgegeben wurde? - Ja.

Von wem? - Von Ihren Kollegen.

Meine Kollegen bringen keine Hunde her. Da müssen Sie sich irren.

Sie sagten, sie bringen ihn zum Polizeirevier des 10. Bezirks.

Zwei Polizisten auf Motorrädern.

Wie soll das gehen, einen Hund auf dem Motorrad mitzunehmen?

Es ist ein kleiner Hund.

Sie haben mein Baby zwischen sich gesetzt

und sind direkt vor meinen Augen mit ihr weggefahren!

Und sie wollten ihn hierher bringen? - Ja.

Sie sagten, sie sammeln Tiere in der Stadt ein.

Eine solche Maßnahme gibt es derzeit nicht bei der Polizei.

Man darf also wieder mit dem Hund Gassi gehen? - Nein, das hab ich nicht gesagt.

Aber es gibt derzeit keinen Plan, Haustiere einzusammeln.

Aber...

wer hat dann mein Baby mitgenommen?

Das weiß ich nicht. Da gibt's viele Möglichkeiten.

Und an wen soll ich mich nun wenden? - Das weiß ich nicht.

Bitte, hören Sie. Dies ist doch ein Polizeirevier.

Wenn Sie mir nicht helfen, wer dann?

Man hat mir meine Hündin mit Gewalt weggenommen.

Sie ist das Wichtigste in meinem Leben.

Ich bitte Sie, helfen Sie mir, sie zu finden.

Hören Sie, in dieser Stadt findet man nicht mal einen Menschen, der verloren geht,

und Sie wollen einen Hund finden?

Ich flehe Sie an, bitte helfen Sie mir.

Oh Mann, warum weinen Sie denn jetzt?

Sagen Sie mir wenigstens, wo ich suchen kann?

Sie wissen, dass Hunde unrein sind? Sie sind verboten und werden eingesammelt.

Holen Sie sich doch ein anderes Haustier.

Was meinen Sie mit "unrein"?

Man nimmt sie mir weg und ich soll mir einfach ein anderes Haustier holen?

Holen Sie sich einen Kanarienvogel.

Der singt Ihnen was vor, ist billiger und frisst nicht so viel.

Was soll ich denn mit einem Kanarienvogel?

Ich weiß es nicht. Gehen Sie jetzt bitte.

Wiedersehen.

Minou!

Das war mein Baby! Minou, Mama ist hier!

Ich bin hier, meine Süße!

Sehen Sie? Mein Baby ist hier. Minou, hab keine Angst.

Hören Sie auf zu rufen! Ich sag doch, Ihr Hund ist nicht hier.

Aber ich rufe sie und sie antwortet mir.

Aber es ist nicht Ihr Hund. - Doch, sie ist es! Minou!

Schreien Sie nicht so, meine Dame.

Es ist nicht Ihr Hund, also rufen Sie nicht immer "Minou, Minou"!

Aber sie antwortet, wenn ich rufe, also warum belügen Sie mich?

Sie haben sie mitgenommen und nun stirbt sie vor Angst!

Der da bellt, ist ein Polizeihund! - Seit wann setzt die Polizei Chihuahuas ein?

Ch... Ch... Chihuahua? Was ist das?

Eine sehr kleine Hunderasse.

So klein! - Das ist kein Chihuahua, es ist nicht Minou.

Es ist ein Deutscher Schäferhund.

Dieses dünne Stimmchen soll einem Schäferhund gehören?

Das ist doch Unsinn!

Ich gehe erst, wenn ich Minou wiederhabe. - Gut, aber Sie werden Ärger bekommen!

Das ist mir egal. Ich bleibe hier, bis ich sie bekomme.

Minou!

Minou! Hab keine Angst, mein Baby!

Sehen Sie? Sie ist doch hier! - Mein Gott! Sie geben nicht auf, was?

Welche Farbe hat Ihr Hund? - Sie hat weißes Fell.

Dann ist es nicht Ihr Hund.

Aber sie reagiert, wenn ich sie rufe.

Warten Sie.

Nader, bring mal den Kleinen her, der schon den ganzen Morgen bellt.

Ist das Ihr Hund? - Oh Gott, nein, sie ist es nicht.

Aber sie hat doch geantwortet, als ich gerufen habe.

Der hier nervt schon den ganzen Morgen mit seinem Gebelle.

Der antwortet, egal, wie man ihn ruft. Minou!

Ronaldo!

Er bellt einfach immer, egal wie man ihn ruft.

Es tut mir leid, dass ich Sie einen Lügner genannt habe. Verzeihung.

Gehen Sie vor 12 Uhr zum Polizeirevier im 2. Bezirk.

Die Hunde werden nachmittags von dort weggeholt.

Da war ich schon. Mir wurde gesagt, sie ist nicht da.

Bei Gott, dann weiß ich es auch nicht. Auf Wiedersehen.

Warten Sie mal.

Kommen Sie noch mal kurz her.

Wollen Sie nicht diesen Hund anstelle von Ihrem mitnehmen?

Nein danke, mein Lieber.

Ich will mein Baby wiederhaben, ich will keinen Hund von jemand anderem.

Es ist bald 12 Uhr.

Dann werden alle Hunde eingesammelt. Nehmen Sie diesen mit.

Und wenn Ihr Hund gefunden wird, hat er einen Spielkameraden.

Aber sein Besitzer wird dann traurig sein. - Bisher hat niemand nach ihm gefragt.

Wenn jemand kommt, geb ich ihm Ihre Telefonnummer und er kann Sie anrufen. Gut?

Können Sie nicht noch einmal nachsehen, ob da noch ein anderer kleiner Hund ist?

Der ist der einzige kleine, den wir hier haben.

Geben Sie's auf und nehmen Sie diesen, das ist doch gut.

Na gut.

Speichern Sie meine Handynummer.

Haben Sie ein Auto? - Ja, ich parke dort drüben.

Parken Sie in der Gasse neben der Bäckerei.

Ich bringe den Hund dorthin.

Untertitelung: SUBS Hamburg

Can't find what you're looking for?
Get subtitles in any language from opensubtitles.com, and translate them here.