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*Personen und ihre Farben:*
Bohdanka
Hexe
Prinz Bartholomäus
*verträumte Musik*
Hier hat es ein Königreich und eine königliche Familie gegeben.
Darüber kann man viel erzählen.
(Frau) Was habt Ihr angestellt, Prinz Bartholomäus?
Gar nichts.
Es hat auch einen finsteren Wald gegeben.
Mit einer Hexe, wie in jedem richtigen Märchen.
Die war spannend.
Man erzählte, dass sie eine Katze geboren hatte.
Dann war da noch ein Dorf mit Bewohnern und Geschichten.
Man könnte wahre Geschichten erzählen.
Aber mit unserer Geschichte sollte man vorsichtig sein.
So, wie es der Bäcker mit seinen Sauerteig-Broten tut.
In diesen Duft von Brot wird eines Tages die kleine Bohdanka geboren.
Na, was sagt Ihr?
Nun hat sie der Herrgott Euch doch noch geschenkt.
*verträumte Musik*
Bohdanka hat ihren Eltern von klein auf nur Freude gebracht.
*Krächzen*
*fröhliche Musik*
Das ist für Euch, Mami.
Danke, Kind.
Bohdanka hat es nicht geschafft, die Trauer der Eltern zu verjagen.
*Die Kinder singen auf Latein.*
*Sie singt auf Latein.*
Und wenn ein Kind durch Bravsein keine Aufmerksamkeit erlangt?
Dann macht es sich mit Streichen bemerkbar.
*Der Kinderchor singt.*
*Lachen*
Na wartet, wenn ich euch kriege!
*Lachen*
Er kommt, schnell weg!
Ich reiße euch in Stücke!
Kommt, hier findet er uns nicht.
*Der Schmied schimpft draußen.*
Wozu so viele Schuhe?
Was machst du da?
*spannende Musik*
Kinder, hier habt ihr nichts zu suchen.
Husch, schert euch weg.
Mama hat einen Jungen gewollt, oder?
Alles für einen Jungen.
Rede keinen Unfug.
Komm mit nach unten.
Du weißt, du hast hier nichts zu suchen.
*traurige Musik*
Ist das wahr?
*Lachen*
Ich hab Hunger. Jetzt nicht.
So warst du auch.
Was nähst du da zusammen?
Das ist kein Kartoffelsack.
Wer soll darin schlafen?
*spannende Musik*
Bohdanka!
Bohdanka, lass das.
Mehr sagt Ihr nicht?
Das macht sie extra.
Da ist ein Stück Holz ja geschickter.
Ein wütender Mensch soll schweigen.
Egal, was Bohdanka gemacht hat, ihre Eltern wurden nicht wütend.
Sie haben nie mit ihr geschimpft, wie andere Eltern.
Warum nähen wir Federbetten? Oben ist ein Haufen.
Für wen sind die und die Hemden?
Warum schaut Ihr immer traurig?
Warum lächelt Ihr nie?
Wieso schimpft ihr nie mit mir, wie andere Eltern?
Bin ich das nicht wert?
So redet man nicht mit seiner Mutter.
Also hat Bohdanka nicht weiter nachgefragt.
Und je weniger man fragt, desto mehr erfährt man.
Da kommen sie.
*fröhliche Musik*
(Mann) Vorsicht.
(Königin) Nicht loslassen.
(Mann) Strengt euch an.
*Ächzen*
(Mann) Wir haben es gleich geschafft.
Was macht ihr da? Setzt sie ab!
(Mann) Absetzen.
(Mann) Wo sind die Pferde?
(Mann) Schon da.
(Mann) Schöne Tiere.
(Mann) Hoch lebe die Königin!
Wenn der kein Prinz wäre.
Wäre er Prinzessin.
Wenn wir Prinzessinnen wären ...
Der steht ewig vorm Spiegel.
Na, bestimmt länger als du.
Da ist der nächste Schöne.
Um den wird es keinen Streit geben.
(stottert) Nein, danke.
Das Stottern stört mich nicht.
Aber als Junge soll er ohne Absicht den eigenen Vater erschlagen haben.
Seitdem soll er stottern.
Das hat er sicher gehört.
Stottern heißt nicht taub sein.
Oder dumm sein.
Bohdanka hat ihren Bräutigam gefunden.
Ein Mörder als Mann?
Du hast gut reden.
Hier ist nicht viel Auswahl.
Für jede ein halber oder viertel Mann.
Ein Viertel.
Schade um die Bäcker-Jungen, 7 Bräutigame weniger.
Meine Mutter sagt ... - Pscht!
*spannende Musik*
Aha.
Was wisst ihr alle, nur ich nicht?
*spannende Musik*
Man erzählt sich vieles.
Aber jemand muss es doch wissen.
Ich glaube, die Einzige, die es tatsächlich weiß, ist die da.
*Der Kinderchor singt auf Tschechisch.*
Ich geh kurz raus.
*Kuckuck ruft.*
*Milan schreit.*
*Bohdanka atmet schwer.*
*Eichelhäher-Ruf*
*Kuckuck ruft.*
*Rabe krächzt.*
*spannende Musik*
*Vogel-Laute*
*Vogel-Laute*
*Miauen*
*Miauen*
*spannende Musik*
Ja ja, ich komme ja schon.
*lautes Miauen*
Aha, hier findet wohl ein Katzentreffen statt.
Willst du da Wurzeln schlagen oder reinkommen?
*Miauen*
*spannende Musik*
Komm rein und mach die Tür zu, Bohdanka.
Dann seid Ihr wirklich eine Hexe?
Ich dachte, die Mädchen haben sich das ausgedacht.
Der Wels im See war auch kein Wassermann.
Wie habt Ihr gewusst, dass ich es bin?
Ein flinker Mund.
Man muss keine Hexe sein, um dein Trampeln zu bemerken.
Und dich zu erkennen, ist leicht.
Du siehst aus wie ...
Na, so siehst du aus.
Wie sehe ich aus?
Na, wie Bohdanka.
Ich sehe aus wie Bohdanka?
Eine Bohdanka sieht also aus wie ich.
Willst du mir sagen, warum du hier bist?
Ja, nimm, Katerchen.
Sicher nicht, weil ich aussehe wie ich heiße.
Als Hexe wisst Ihr doch alles.
Bist du oft frech?
Nein, nur wenn ich Angst hab.
Na endlich hören wir etwas Interessantes.
Ich weiß, warum du hier bist.
Wegen deiner Brüder.
*traurige Musik*
Na, kannst du nicht mehr reden?
Bitte, jetzt darfst du fragen.
Also ist es wahr, was man erzählt?
Setz dich mal.
Die Wahrheit liegt nicht in Worten.
Worte erinnern nur daran.
Ja, du hattest sieben Brüder.
Sie hatten Haare und Augen wie du.
Die Wahrheit gibt es nur in der Erinnerung von jedem.
Das ist dann aber seine Wahrheit.
Wird der Mensch älter, vergisst er.
Oft sogar gern.
Dieser Kamm frischt das Gedächtnis auf.
Einmal durchziehen, und vor dir läuft die Vergangenheit ab.
Du brauchst das Gedächtnis deiner Mutter.
Sie hat die Erinnerungen.
Aber zu fragen bringt nichts.
Du musst nur fremde Gedanken richtig deuten und richtig fragen.
Deine Mutter hat dagesessen wie du.
Ich habe ihr gesagt, sie soll dankbar sein für ihr Leben.
Sieben gesunde Jungen sind ein großer Segen.
Sie hat aber ein Mädchen gewollt.
Sie hat mich um einen Zauber gebeten.
Ein Wunsch ist aber stärker als die meisten Zauber.
Worte haben viel Gewicht im richtigen Augenblick.
Wo bist du gewesen?
Wo warst du?
Du weißt etwas, aber sagst nichts.
(Vater) Ich sage doch etwas.
Aber nicht richtig.
(Vater) Ich habe mit ihr geredet.
*Bohdanka seufzt.*
*spannende Musik*
*traurige Musik*
*Lachen, Kinderstimmen*
Lasst die Hemden!
*gruselige Musik*
Was hat sie gesagt?
Den Teig für Sieben teile in acht Stücke.
Forme acht Laibe.
Nimm den schönsten, teile ihn und wünsch dir etwas.
*Lachen*
Hey, gebt mir sofort ... Gebt das Brot her.
Hört sofort auf!
Wenn ihr doch Raben wärt!
*Krächzen*
*gruselige Musik*
Aber jeder Zauber muss zu brechen sein.
Irgendwie. Ich tue alles.
Alles? Was möglich ist.
Was immer Ihr sagt, tue ich.
Deine Mutter hat durch Worte verflucht.
Du musst auf Worte verzichten, gesprochen und geschrieben.
Dein Schweigen soll deinen Worten Kraft geben.
Verstehst du?
Deinen Wunsch sagst du zur richtigen Zeit.
Wann fange ich an zu schweigen?
Jetzt.
Kannst du nähen?
Der Mensch bedeckt im Gegensatz zu den Tieren seine Nacktheit.
Deshalb wirst du deinen Brüdern Hemden nähen.
Zusammen mit dem Schweigen sollen sie ihnen die Gestalt zurückbringen.
Jedem, ohne fremde Hilfe.
Du musst selbst die Fäden spinnen.
Selbst den Stoff weben.
Und selbst jeden Stich machen.
Wenn die Hemden fertig sind, darfst du deinen Wunsch laut sagen.
Gut. Aber das sind keine normalen Hemden.
Gehe jetzt in den Schwarzen Wald zu den Blauen Felsen.
Du kannst auch ohne Worte reden.
Nein, du verabschiedest dich nicht.
Es ist nun mal so.
Deine Mutter hat deine Brüder verflucht.
Den Schmerz muss sie nun ertragen.
Ich habe es gewusst.
Es war falsch, sie anzuschreien.
Dann eher meine Zunge abschneiden.
Mach dich auf den Weg durch den Schwarzen Wald.
Niemand darf wissen, wo du bist.
Und niemand darf dir folgen.
Im Tal stößt du auf einen Bach, der dich zu den Hohen Felsen führt.
*spannende Musik*
Tief im Wald findest du eine Lichtung, sie heißt das Grüne Meer.
Das ist dein Ziel.
*spannende Musik*
Aus den Brennnesseln und deinen Schmerzen spinnst du den Faden.
Dann webst du den Stoff und nähst daraus die Hemden.
Oben in den Felsen wirst du eine Höhle finden.
Diese wird deine Unterkunft sein.
*spannende Musik*
*Sie keucht.*
*gruselige Musik*
*spannende Musik*
*gruselige Musik*
*Eule ruft.*
*Rabe krächzt.*
*spannende Musik*
*traurige Musik*
*spannende Musik*
*Krächzen*
*traurige Musik*
*verträumte Musik*
*fröhliche Musik*
*Sie ächzt.*
*Sie prustet.*
*Krächzen*
*fröhliche Musik*
*Sie stöhnt auf.*
*Sie wimmert.*
*Sie schluchzt.*
*Krächzen*
*Krächzen*
*Krächzen*
*Sie brummt entschlossen.*
*Krächzen*
*Sie seufzt.*
*Sie keucht.*
*fröhliche Musik*
*feierliche Musik*
*Bohdanka keucht.*
*feierliche Musik*
*Donnern*
*Sie stöhnt.*
*Krächzen*
*Donnern*
*fröhliche Musik*
*Krächzen*
*Krächzen*
*fröhliche Musik*
*Krächzen*
*Krächzen*
*Krächzen*
*Wiehern*
(Mann) Frauen sind wie Pferde.
(stottert) Wie Pferde?
Ja, bist du unsicher, haben sie dich in der Hand.
Du darfst keine Angst zeigen.
Mit Pferden ist es sicher leichter.
Ach nein! Wieso?
Wildschweine. Schau, die Trampelpfade!
Der Förster soll das einzäunen.
Sonst verschwinden die Mufflons und wir müssen Wildschweine schießen.
*Quieken*
*Grunzen*
Ah!
*bedrohliche Musik*
*spannende Musik*
*Keuchen*
*Krächzen*
*Keuchen*
*Quieken*
*Krächzen*
*schwaches Quieken*
*spannende Musik*
*Krächzen*
Sch-sch!
*spannende Musik*
Warte! Da ist noch eins.
Vielleicht sind da Fri...
Frischlinge. Und wenn schon.
*Krächzen*
*leises Krächzen*
*Krächzen*
So können wir den nicht liegen lassen.
Soll ich noch eine Kugel opfern?
Das ist der ideale Fang für dich. Los, kühner Held!
Ah!
Da ist ja der Frischling.
Wieso werft Ihr mit Steinen? Wir ...
Soll sie was anderes werfen?
Hey, auf Prinzen wirft man höchstens ein Auge.
Wo willst du mit dem Kadaver hin?
Das ist unser Revier.
*Krächzen*
Willst du hier wildern?
Hast du die Sprache verloren?
Lass das. Ich denk nicht dran.
Das ist dein Fehler.
Du hast Angst vor Frauen.
Lass sie!
Au!
Du Luder, das wirst du büßen!
*spannende Musik*
Warum schießt du auf sie, Dummkopf?
Ich schieße nicht auf sie.
Ich schieße auf dich.
Du spinnst, du Blödmann!
Ich weiß, ich schieße nicht gut.
Aber ich will nicht dein Pferd treffen.
Wieso?
Weil ich es gern hab, dein Pferd.
Wieso tust du es dann?
Ich bin ein Dummkopf.
Ich weiß nicht, wieso ich es tue.
*spannende Musik*
*Krächzen*
*Krächzen*
*spannende Musik*
*Krächzen*
*Sie keucht.*
*spannende Musik*
Du meine Güte!
Da hat nicht viel gefehlt.
Aber er wird es überleben.
*leises Miauen*
Wie ist das passiert?
Mhm ...
Hä, Hase?
Peitsche?
Ein Schwein.
Ein Wildschein.
Es flüchtet. Es ist weggerannt.
*Die Hexe lacht.*
Nein, nein.
Zwei ...
Ah!
Zwei zu Pferde.
Zwei Reiter, ja.
Ein schöner Reiter.
Ein verrückter Bursche?
Ein verrückter Reiter.
Er schießt.
Das ist ein Held, schießt auf alles, was sich bewegt.
Zum Glück wart ihr schnell hier.
Königliches Blut. Das sind Brüder.
*Kuss-Geräusche*
Was sagst du dazu, du Schöner?
*leises Miauen*
*spannende Musik*
*Vogel-Laute*
*Summen*
*Sie stöhnt schläfrig.*
*Miauen*
*Piepsen*
*Miauen*
*spannende Musik*
*bedrohliche Musik*
*Miauen*
*gruselige Musik*
Na?
*Sie lacht glücklich.*
*bedrohliche Musik*
(Prinzgemahl) Der König hat bis zum letzten Atemzug gekämpft.
Ich habe den Bruder noch gewarnt.
Das ist nicht wahr! Er muss zurückkommen!
Er muss unser Kind sehen!
Wir wollten es nach seiner Rückkehr verkünden.
Er hat sich so gefreut über einen Thronfolger.
Ich weiß, wie Ihr Euch fühlt.
Ich wollte warten, bis Ihr zurück seid.
Jetzt brauchen wir gute Nachrichten.
Auch wir bekommen ein Kind.
Gott nimmt und gibt.
Aber Ihr habt uns, wir kümmern uns um Euch.
Vorsicht, Teuerste.
Ich helfe Euch. - Gebt mir Eure Hand.
Ich danke Euch.
Kommt, steigt auch in die Wanne.
Ich mag doch so was nicht.
Was wünscht Ihr Eurem Kind?
*Lachen*
Dass es ein Junge wird.
Hörst du? Du sollst ein Junge werden.
Und was wünscht Ihr Eurem?
Ich?
Gesundheit, ein langes Leben und ...
Werde, was du willst.
*Sie ächzt.*
Was, schon?
Gib mir das und lauf. Beeil dich.
Nicht die Jansenova, hol die Krska vom Wald.
Ist das nicht zu weit? - Lauf!
Ich warte hier bei ihr.
*Schrei*
Trinkt das hier.
Das wird Euch guttun.
Das ist das Werk des Teufels.
Wo ist mein Kind?
*Miauen*
Wo ist mein Kind?
*Miauen*
(Rufe) Verbrennt sie!
*Trommeln*
Kümmere dich um ihn.
Ich bin keine Hexe!
Ich bin keine Hexe!
Ich bin keine Hexe!
Still, sie wollen glauben, dass du eine Hexe bist.
Dann ist es besser, eine zu sein. Aber warum?
*bedrohliche Musik*
Lass uns beten.
*Sie schreckt auf.*
Weißt du, mit Hexen ...
Also, mit guten Hexen, ist es nicht so einfach.
Denn eine gute Hexe kann anderen helfen, aber nie sich selbst.
Also hat sie zuerst mir geholfen.
Und dann hab ich ihr geholfen.
Ich hab viel gelernt.
Den Kamm hab ich auch von ihr.
Er gehört dir.
Vielleicht ist er dir nützlich.
Mir selbst kann ich nicht helfen.
*Miauen*
Ja, ich hab gesagt, Menschen-Wunsch ist stärker als der Zauber.
Aber nicht immer.
Auch wenn sich mein Wunsch erfüllt hat.
20 Jahre sind alt für einen Kater.
Und gesund ist er auch.
Warum sollte ich mir kein Kätzchen als Kind wünschen?
*Krächzen*
*Vogel-Gezwitscher*
Lass ihn noch nicht fliegen.
Und dieser Prinz, Bartholomäus, hat dir geholfen?
Darf ich nicht neugierig sein?
Ja oder nein?
*Hexe lacht.*
Stottert er immer noch?
Na, dann geh jetzt.
*Krächzen*
*Krächzen*
*lautes Krächzen*
*lautes Krächzen*
*bedrohliche Musik*
*lautes Krächzen*
Au!
Äh, ist das Eure Begrüßung für jeden oder nur für mich?
Ihr müsst überhaupt keine Angst haben.
Mein Bruder jagt heute woanders.
Versteht Ihr mich?
*Krächzen*
*Krächzen*
Ihr passt auf sie auf, Jungs, oder?
Ich wollte nur wissen ... Also ...
Ich wollte nur wissen, wie es ihm geht und ...
*Krächzen*
Er ist wahrscheinlich noch böse.
Ihr wohnt hier?
Und ... das, was ist das?
Brennnesseln. Das muss sehr gebrannt haben.
Aha. Trocknen.
Das weiß ich nicht.
Hm.
Spinnrad, klar.
Nähen?
Also, dann macht Ihr hier Hemden?
Aber wieso?
Wenn ich ruhig bin, dann stottere ich kaum.
Ich bin nur meistens nicht ruhig.
Bei Euch ist es besser.
Die meisten fangen an zu sprechen, bevor ich mit Reden fertig bin.
Dann werde ich nervös.
Warum sprecht Ihr nicht?
Das könnt Ihr nicht sagen.
Das ist nichts, das ... habe ich verdient.
Danke.
*Krächzen*
Das macht nichts.
Ich geh dann.
*Sie lacht.*
*Krächzen*
*Alle krächzen.*
*fröhliche Musik*
Ich habe meinem Bruder gesagt, dass das nicht die beste Idee ist.
Eine Vase habt Ihr sicher nicht.
Ich helfe Euch gern.
*fröhliche Musik*
*Krächzen*
*verträumte Musik*
*Krächzen*
*Krächzen*
*Donner*
*spannende Musik*
*Krächzen*
*Sie ächzt.*
*Donner*
*Sie keucht.*
*Vogel-Gezwitscher*
*Krächzen*
*bedrohliche Musik*
*Sie bibbert.*
*Sie schlottert vor Schüttelfrost.*
*Krächzen*
*spannende Musik*
*Krächzen*
Ah.
Was ist denn?
*spannende Musik*
Lasst den Mantel. Was wollt ihr?
*Krächzen*
*spannende Musik*
*Krächzen*
*Krächzen*
*lautes Krächzen*
*Er keucht.*
*gruselige Musik*
*Krächzen*
*spannende Musik*
Sie braucht Hilfe, ich nehme sie mit.
*Krächzen*
*Krächzen*
Vor allem braucht sie Ruhe.
*Die Tür geht auf.*
Bist du verrückt?
Pscht. Pscht.
Deine kranken Katzen und Vögel habe ich erlaubt.
Den verletzten Mufflon habe ich meinem Stotterer auch erlaubt.
Aber das ist jetzt zu viel.
Mutter ...
Norbert hat es erzählt. - Ja.
Huch!
Auch von deinen Ausflügen und eurem Unsinn.
Er auch.
Wir päppeln keinen Dummkopf auf, nur damit du dich normal fühlst.
Sch! Los, Norbert.
Au. - Worauf wartet ihr?
Schnappt sie euch.
Das ist kein guter Einfall.
*Klirren*
*Krächzen*
Ah! O mein Gott!
Weg, ihr Biester!
Macht, dass sie verschwinden.
Lasst sie in Ruhe.
Los, Norbert!
Au. - Hopp.
Ich fass die nicht an.
Niemand wird angefasst!
Wie bitte? Mutter.
Werd nicht frech. Still.
Behandelt sie wie eine Prinzessin oder künftige Königin.
Künftige Königin? - Kein Stottern?
Er stottert nicht.
Er stottert nicht.
Wieso nicht?
Weil ich nicht mehr stottere.
Selbst wenn ich stottere, ich bin Erstgeborener und Thronfolger.
Ah, in der Tat.
Mich überrascht das nur etwas.
Dass ich Thronfolger bin?
Oder nicht mehr stottere?
Aber das ist eine wundervolle Nachricht.
Au.
Du stotterst nicht mehr.
Und das mit dem König-Werden erscheint mir bemerkenswert.
*Sie lacht falsch.*
Du stotterst nicht mehr und bist natürlich der Erstgeborene.
Für das Unglück mit deinem Vater kannst du ja fast nichts.
Klar, dass du ...
Aber Ihr habt gesagt ... - Norbert ...
Eine frohe Nachricht!
Husch!
Das feiern wir. - Was?
Wir lassen euch nun allein.
Unsere Patientin braucht Ruhe.
Vor allem Ruhe.
*Krächzen*
Scht, alles gut.
Du musst liegen bleiben.
Nicht doch.
*Krächzen*
*Sie stöhnt.*
Ich weiß, deine Hemden.
Aber erst musst du gesund werden, dann kannst weitermachen.
Aber im Trockenen und Warmen.
Ich bin stärker.
Wenn nötig, besiege ich dich beim Raufen.
Hoffe ich.
Ich stottere nicht mehr.
Dein Mund ist nicht still, auch wenn er nicht auf ist.
Schlaf jetzt.
Sie soll alles haben. Ja, mein Prinz.
*leises Krächzen*
*Schritte kommen näher.*
Ah!
*Räuspern*
Du kannst gehen.
Aber ... - Das kann warten.
Ist es hier zu schmal?
Aber es macht breite Schultern.
Dein Bruder stottert nicht mehr.
Weißt du, was das heißt?
Oder sorgst du dich nur darum?
Vielleicht fängt er wieder an? - Wunderbar.
Du wartest, ob dein Bruder wieder anfängt, zu stottern.
Wann hat er damit angefangen?
Als der Stein auf Vater gefallen ist.
Das ist es.
Das ist es.
Jetzt muss etwas auf Euch fallen.
Mehr Familie gibt es nicht.
*Sie jammert.*
Man muss ihn erschrecken.
Wie denn?
Du erschreckst ihn.
Warum ich?
Weil du König werden willst.
Ich weiß nicht, ob ich das will.
Aber ich.
*Er ächzt.*
Da ist noch mehr drin, weiter hinten.
*Krächzen*
Ist ja gut.
Er stottert nicht.
Oh! Ah!
Dafür ist er jetzt verrückt.
Da sind noch mehr.
*fröhliche Musik*
Meine Mutter sagt, Prinz Bartholomäus war ein stilles Kind.
Ein lieber Junge.
Dankbar für jedes Streicheln.
Darüber wird nicht gesprochen.
Das brennt doch nicht mehr.
Nicht doch.
Marie?
Euch beiden stehen diese Kleider gut.
Aber unser Gast isst heute mit uns zu Abend.
Also, du verstehst mich.
Natürlich.
Das muss dahinten sein.
Als Kind hab ich mich da versteckt.
*gruselige Musik*
Die meine ich.
Die gefallen mir sehr.
Ist das eine gute Idee?
*Käuzchen ruft.*
Gut, ich habe nicht vor, zu warten.
*feierliche Musik*
Norbert, lass das.
(Hofdamen flüstern) Wer ist das?
Das Kleid kenne ich doch.
Findest du das nicht geschmacklos?
Nein.
Nun, es ist keine neue Mode.
Du weißt, was ich meine.
Hm.
Alle Dienstmädchen und Hofdamen sollen also immer dasselbe anhaben?
Ja, das ist geschmacklos.
Es reicht!
Weil du nicht stotterst, bist du frech?
Das bin ich nicht.
Ich finde es nur sehr unpassend.
Die Kleider erinnern an das Unglück des Königreichs.
Und außerdem
ist es ebenso unpassend,
dass das Waldmädchen mit uns zusammen an der königlichen Tafel sitzt.
Bitte.
Das Mädchen ist mein Gast.
Ich bitte euch, höflich zu bleiben.
*Sie lacht.*
Natürlich.
Wie du wünschst.
Es kommen wohl Veränderungen auf uns zu.
Aber wir kommen damit zurecht, oder? - Au!
Also nichts für ungut, Waldmädchen.
Wie sollen wir Euch nennen?
Woah, buff!
Geht es dir gut?
Alles in Ordnung?
Also ...
*Sie keucht.*
Was ist, Mutter?
*Sie würgt.*
Mutter!
Mutter, was ... Mutter.
*Sie würgt.*
*Aufschreie*
Ah. Also, Norbert!
Das kam über mich.
Gehen wir. Nichtsnutz!
Was war das denn?
Aber Ihr habt Euch erschreckt.
Pfui!
Warte.
Bleib hier.
Bleib hier für immer.
Mutter ist nie lange wütend.
Sie meint es nicht böse.
Ich bitte dich.
Lass mich hier nicht allein.
Daran kann ich mich nicht gewöhnen.
Dann stottere ich sicher wieder.
Mutter ... - Ruhig.
Bring die Kleider weg.
Das ist danebengegangen.
Aber Ihr habt Euch erschreckt.
Stottere ich jetzt?
Eine solche Sache löst man nicht über den Körper.
Er ist nicht mehr 5.
Wir müssen etwas finden, das ... das wirkt.
Ja, und was?
Etwas Geistvolles, verstehst du?
Mhm.
*Die Dienstmädchen lachen.*
Etwas Geistvolles.
*gruselige Musik*
Bist du immer so fleißig?
Ich habe doch gesagt, ich möchte, dass du immer hierbleibst.
Weißt du, was ich damit meine?
Ah.
Ich möchte, dass du hier bei mir bleibst.
Und nicht nur so, sondern als ...
Als ...
Also, als ... Vater.
*gruselige Musik*
*Scheppern*
Au!
Warte!
Sei vorsichtig.
Wer war das wohl?
Was kümmert mich das?
Ich habe jetzt eine starke Frau, die mich vor Geistern beschützt.
Ich habe dich noch nicht gefragt, oder?
Sollen wir reingehen?
Heiratest du mich bitte?
Bitte.
*feierliche Musik*
*Sie keucht.*
Was ist da los? Wer ist das?
Ah! Huch, huch!
Rudolf! - Mami.
Mami.
Mami!
Ah, Norbertchen ...
Ja, das hat wieder nicht geklappt.
Wache, es brennt.
(Wachmann) Es brennt!
Aber kurz hat er sich erschrocken.
Dann hat sie sich eingemischt.
Du sagst es.
Wir müssen uns auf sie konzentrieren.
Ich soll sie erschrecken?
Frauen erschrecken leicht.
Erschrick keinen mehr.
Aber Euch habe ich erschreckt?
Hast du, Norbertchen.
Ich habe mich kaum davon erholt.
Ich habe noch eine schlechte Nachricht.
Wir müssen uns beeilen.
Denn Bartholomäus hat um ihre Hand angehalten.
Was hat er?
Ja, vielleicht vom Schreck.
Dann haben sie geknutscht.
Also dann ...
Na schön.
Dann müssen wir ganz anders vorgehen.
Ja?
*feierliche Musik*
Ich weiß, meine Gute, wir haben nicht gleich den richtigen Ton gefunden.
Aber jetzt bist du schon länger bei uns und ich bin froh.
Du tust meinem Bartholomäus sehr gut.
Er lächelt so viel.
Guck nicht so, Norbertchen.
Nimm dir ein Beispiel und such dir auch jemanden.
Aber Mamilein ...
Nicht "aber Mamilein".
Du mit deinen Ausreden.
Mutter, wir ...
*Räuspern*
Wir wollen Euch etwas ...
Wir wollen Euch etwas sagen.
Aber ich ahne es schon.
Ich sehe es euch an, Kinder.
Ich habe es schon vorschlagen wollen.
Was habt Ihr vorschlagen wollen?
*Jubel*
*fröhliche Musik*
Ich mag Hochzeiten.
Wenn ich das so sehe.
Ich sollte doch heiraten.
Dazu müssen wir aber die richtige Frau finden.
Wir denken uns etwas aus.
Lasst es euch schmecken.
Juhu!
*Jubel*
*fröhliche Musik*
*Lachen*
Vorsicht, Vorsicht.
Er lebe hoch!
Hör auf, Norbert.
Norbert, bitte, lass das.
*Sie seufzt.*
*Klopfen*
Nein, nein, nein, lass dich nur nicht stören meine Teure.
Weißt du, es gab viel Durcheinander und Missverständnisse.
Aber ich bin froh, wie es gekommen ist.
Jede Mutter macht sich Sorgen, ob sich ihr Sohn richtig verheiratet.
Aber Bartholomäus hatte Glück.
Großes Glück sogar.
Schade, dass sein Vater das nicht erlebt.
Gerade haben wir uns unterhalten.
Das freut mich.
Aber Ihr solltet kurz mit Norbert reden.
Er möchte Eure Schneiderin heiraten.
Die mit den 12 Enkelkindern.
Apropos Kinder. Darüber will ich mit euch reden.
Du wirst ja bald Kinder haben.
Seinen Vater hat Norbert kaum gekannt.
Diese fürchterliche Sache damals.
Doch wenn ich was sage, ist ihm das egal.
Also, er macht mir Sorgen.
*Norbert jubelt.*
Juhu!
Das ist nur Verstellung.
Ich weiß, wie sehr er sich nach einer Familie sehnt.
Aber sein unsteter Charakter ...
Nie gab es eine männliche Hand, die euch den Weg gezeigt hat.
Ich erinnere dich natürlich nur ungern daran.
Kurz gesagt, kann ich mich auf euch verlassen?
Helft ihr mir mit Norbert?
Bartholomäus, passt du auf ihn auf, wenn es nötig ist?
Wenn ich nicht mehr da bin.
Aber Mutter, Ihr könnt Euch auf uns verlassen.
Wir kümmern uns.
*Kinder lachen.*
*ruhiges Krächzen*
*Krächzen*
Komm, komm.
Was ist das? Sie braucht jetzt das Beste.
Alles muss man selbst machen. So.
*Krächzen*
Ah ...
*Sie lacht falsch.*
Husch. Komm, Vögelchen.
*Er pfeift.*
Den werdet ihr dann am Hals haben, wenn ich nicht mehr bin.
Ich bitte Euch, Mutter.
Norbert, lass das.
Lass das sein.
*Sie lacht genervt.*
*gruselige Musik*
Ich finde das keine gute Idee.
Du fährst und basta. Es reicht mir.
Die ist 40 und ich kenne sie nicht.
Wenn sie hässlich ist?
(Mutter) Dann ist sie es.
Aber reich und aus gutem Hause und ledig.
(Königin) Offenbar schon lange.
Du lass die Albernheiten.
Die Sache ist ernst!
Schreib jetzt.
"Wohlgeborene Helga ..."
Helga?
Nein: "Hochwohlgeborene Helga".
"Wir nehmen Eure freundliche Einladung dankend an ..."
*verträumte Musik*
*Krächzen*
*Krächzen*
*Krächzen*
(Königin) Barti!
Barti!
Du musst zu deinem Bruder!
Du musst zu Norbert fahren.
Er soll Prinzessin Helga verprügelt haben.
Er hat sie sogar gebissen.
Er ist jetzt im Kerker.
Wenn er sich nicht entschuldigt, droht Schlimmes.
Und uns droht dann vielleicht ein Krieg.
Norbert entschuldigt sich schon.
Sonst fahre ich nach der Geburt.
Dann kann es zu spät sein.
Ich weiß nicht, was mit Norbert nicht stimmt.
Soll ich todtraurig werden?
Du fährst.
Das dauert 4 Tage.
Ich werde mich hier um sie kümmern.
Das Kindlein wird warten.
Du verstehst mich doch?
Ich kann mein Kind doch nicht ohne Hilfe lassen.
Du bist zukünftiger König und Vater.
Du kannst nicht mehr nur an dich denken.
*traurige Musik*
Keine Angst, Mutter ist ja da.
*Schritte*
*Klopfen*
Stell das dorthin.
Wir werden dich nicht alleinlassen.
Trink den Tee, er wird dir guttun.
Ich kann hierbleiben.
Geh nur, ich bitte dich.
Solche Dinge muss man selbst machen.
Ich habe Bartholomäus versprochen, mich um dich zu kümmern.
Du gehst noch nicht zu Bett?
Natürlich, mein Kind, ganz wie du magst.
Das stört mich nicht.
Aber wenn was ist, weck mich, ja?
Mhm.
*Sie stöhnt.*
*Vogel-Rufe*
*leises Schnarchen*
*spannende Musik*
*gruselige Musik*
*gruselige Musik*
Er hat sich so gefreut über einen Thronfolger.
*Sie weint.*
*spannende Musik*
Ich weiß, wie du dich fühlst.
Ich wollte warten, bis Ihr zurück seid.
Jetzt brauchen wir gute Nachrichten.
Auch wir bekommen ein Kind.
*gruselige Musik*
Was wünscht Ihr Eurem Kind?
Dass es ein Junge wird.
Hörst du? Du sollst ein Junge werden.
*Sie lacht.*
Und was wünscht Ihr Eurem?
Ich?
Gesundheit, ein langes Leben und ...
*spannende Musik*
*gruselige Musik*
Geh, ich werde bei ihr bleiben.
Das wird dir guttun.
*Miauen*
*spannende Musik*
*Sie keucht.*
*Sie keucht.*
Ah.
*spannende Musik*
Ist es schon so weit, mein Kind?
*Bohdanka wimmert.*
*gruselige Musik*
*Sie stöhnt.*
Das wird dir guttun.
*Ein Baby schreit.*
*spannende Musik*
*Krächzen*
*spannende Musik*
*Krächzen*
Die Geburt stand unter keinem guten Stern.
Wie sie hier herumfliegen und ständig um sie kreisen.
Das ist beängstigend.
Ist ein Rabe nicht der Teufel als Tier, Vater?
*Er räuspert sich.*
Kein Zweifel.
Es ist völlig schwarz.
Da war die Katze noch besser.
Es ist auch seltsam, dass sie ganz stumm ist.
Wenn du etwas erklären kannst, Tochter, ist jetzt die Zeit dafür.
*leises Krächzen*
Mein armer Herzensjunge!
Das hat er nicht verdient.
Es gibt nur eine Lösung. Wache!
*spannende Musik*
*angestrengte Laute*
*Sie schreit.*
Die Wache darf das nicht sehen.
Reitet damit zu den Prinzen.
Beeilt Euch nicht.
Wenn er zurück ist, ist es vorbei.
Es ist auch besser, ihm das zu ersparen.
*spannende Musik*
*leises Krächzen*
*Krächzen*
*Trommelschläge*
(Rufe) Sie soll brennen!
Verbrennt sie, die Hexe!
Hexe!
Gute Frau, wenn du etwas zu sagen hast, dann tu das jetzt.
Sprich und zeig deine Reue.
*laute Rufe*
Verbrennt sie! Die alte Hexe!
*Rufe*
Brennen soll sie!
Beeilt euch!
*spannende Musik*
*Krächzen*
*spannende Musik*
*erschrockene Laute*
Wenn ihr doch Menschen wärt.
*gruselige Musik*
Könnt ihr keinen Scheiterhaufen anzünden?
Er soll richtig brennen.
Worauf wartet ihr?
Sie verhext euch vor euren Augen.
(Frau) Die Königin hat recht.
Verbrennt sie alle!
*Fanfaren-Signal*
*Wiehern*
(Frau) Prinz Bartholomäus ist da!
Warte, mein armer Junge.
Hast du es erfahren? Der Bote erreichte mich.
Wieso bist du schon hier?
Wir haben ihn gerufen.
Rühr sie nicht an!
Das sind meine Brüder.
Du sprichst? Deine Brüder?
Lieber Sohn, es ist schrecklich.
Aber vor unseren Augen hat sie die Raben in diese Teufel verwandelt.
Wir müssen das beenden.
Du kannst das erklären. Ja.
Was will sie jetzt plötzlich erklären?
Auf den Scheiterhaufen!
Das dürft Ihr nicht!
Ich bin die Königin.
Ich will doch nur das Beste für dich.
Ich bin deine Mutter. Seid Ihr nicht!
*Sie weint.*
Nicht seine Mutter?
Da, sie versucht alles.
Glaube mir, bitte.
Du wirst doch nicht einer Hexe eher glauben als deiner Mutter!
Ich habe dich erzogen, dich geliebt.
Trotz deiner Schuld am Tod deines Vaters.
Glaub ihr nicht.
Glaube niemandem.
Das sind nur Worte.
Glaube deinem Gefühl.
Ich habe das lange nicht getan.
Ich habe nicht geglaubt, dass ich die Wahrheit fühle.
*Bohdanka weint.*
*traurige Musik*
*Baby-Laute*
Glaube ihnen nicht!
Glaube niemandem!
Sie redet nur Unsinn.
Sie hat recht.
Warum solltest du mir glauben?
*Erschreckens-Laut*
Halt!
Bohdanka? Hm?
Dieses Haar muss gekämmt werden.
Ich bin lange weggelaufen vor der Wahrheit.
Mach es nicht wie ich.
Da musst du mir nicht ähneln.
Du hast sicher Fragen, kämm sie.
Du findest die Antwort.
*Wimmern*
*Sie schreit.*
*Baby-Laute*
*gruselige Musik*
*Miauen*
*spannende Musik*
Vater, erbarme dich meiner Seele.
Vater im Himmel.
Vater im Himmel.
Das ist ein Zeichen.
Gott hat uns ein Zeichen gegeben!
(Rufe) Freilassen, freilassen!
Bindet sie los!
Jagt sie fort!
Wenn sie zurückkommen, droht der Scheiterhaufen.
*Die Königin wimmert.*
Du hilfst damit ihrem Gedächtnis.
Tu es.
*Wimmern*
*gruselige Musik*
Stell ihn auf den Boden.
Wenn du etwas sagst, erlebst du die Hölle.
*Fanfaren-Signal*
Begrüßt den Thronfolger Prinz Bartholomäus.
*spannende Musik*
(Dienerin) Nicht, Prinz Bartholomäus!
Die Steine von der Mauer könnten Euch erschlagen.
*spannende Musik*
(Prinzgemahl) Komm, Norbert, sehr gut, komm.
Sehr gut. Treffer!
*Lachen*
Das machst du sehr gut.
Die Decke, pass auf!
*Sie ächzt.*
Vorsicht, Bartholomäus.
(stottert) Vater!
Allmächtiger, du nimmst und gibst in Weisheit.
Wir nehmen deinen Willen an.
Denn dein Wille zeigt deine Liebe.
Es ist schrecklich.
Aber es war eine Heldentat.
Er hat den Thronfolger gerettet.
Ich sollte dort nicht sein.
Und ich werde kein König.
Niemand wird dich dazu zwingen.
Wie konntet Ihr das tun?
Ich kann es erklären.
Es lässt sich alles erklären.
Ergreift sie.
Aber Prinz ... Ergreift sie!
Halt!
Du kennst die Wahrheit.
Jetzt verkünde sie allen.
(Erzähler) Bartholomäus hat lange gesprochen.
Auch Bohdanka und ihre Brüder haben gesprochen.
Alle haben gesprochen, die es lange nicht konnten.
Von diesem Tag erzählten sich die Leute noch Jahre.
Aber sie erzählten auch, dass die böse Hexe Alexandra zu Staub wurde.
Sie hat allen wehgetan. Wollt Ihr das wirklich tun?
Am Morgen schafft ihr sie weg.
Sie erzählten auch, Norbert habe eine 100-jährige Gräfin geheiratet.
Wie macht das Schweinchen?
*Sie grunzt.*
Du bist ein Stier.
Sie kommen! Sie kommen!
Sie haben auch erzählt, wie Bohdankas Brüder nach Hause kamen.
Das ganze Dorf hat sie als Helden gefeiert.
Zauber bleibt Zauber.
Nachts sollen sie sich noch in Krähen verwandeln.
Siehst du den Jüngsten?
Man sagt, unter dem Hemd sind Federn.
*feierliche Musik*
*Lachen*
Verzeiht mir, Mutter.
Verzeih du mir, Tochter.
Borek!
Meine Söhne!
Vater!
*feierliche Musik*
Das ist Frantisek, Mama.
Der Älteste hat sich immer nach mir umgeschaut.
Da war ich noch schlank.
Man erzählt sich alles Mögliche.
Hauptsache, es hört sich gut an.
Aber das ändert nichts an der Wahrheit.
Die schwebt hoch über ihnen.
So hoch, dass gute oder böse Worte ihr niemals etwas anhaben können.
*UT: MDR 2017 im Auftrag von KiKA*
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