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Semiramis, die Kurtisane von Babylon (1954) dTV - MDR - 13. Juni 2013
(Erz�hler) Auch die Chald�er mussten nach Babylon gehen.
Sie sollten dem K�nig von Assur huldigen.
Da, sieh! Die Mauern von Babylon!
Und dort siehst du die Handschrift des K�nigs Assur!
Warum willst du dich einem M�rder unterwerfen?
Das Los der Besiegten! Er bot uns einen ehrenhaften Frieden an.
Wir m�ssen ihn annehmen, Nemrod. F�r unser Volk!
Gib mir die Erlaubnis, die Geh�ngten zu begraben!
Tu das! Helft ihm! Danke.
Ihr fangt sie auf!
Ah! Nemrod!
Nemrod!
Ihnen nach! M�rder! M�rder!
Nemrod!
Die G�tter sind mir gn�dig. Sie haben mir die gr��te Gunst erwiesen.
Ich brauche nicht das Knie zu beugen vor Assur.
Nemrod! Nemrod!
Ihr Hunde von Assyrern! Daf�r werdet ihr b��en.
Fanfaren
Das Volk jubelt.
Ihr steht vor dem K�nig der K�nige! Ihr steht vor Assur dem Gro�en!
Die G�tter sandten ihn auf die Erde als Herrn der V�lkerschaften Sumers.
Beiderseits des Heiligen Stromes handelt er unendlich gro�z�gig.
Er l�sst seinen g�tigen Blick auf seinen Untertanen ruhen.
Und er erhebt seine Hand �ber ihren H�uptern als Zeichen des Schutzes.
Ihr Stammesf�rsten aus den Bergen, W�sten und T�lern Babyloniens!
Kniet nieder vor seinem Thron zum Zeichen eurer Unterwerfung!
(alle) Lang lebe Assur!
Beuge das Knie! Wer bist du? Ich bin Amal, F�rst der Chald�er.
Wir fordern Gerechtigkeit. Gerechtigkeit? Was meinst du damit?
Niemand stellt Assur Bedingungen! Nicht! Warte! Tritt n�her!
Was hat man dir getan? Deine Wachen t�teten einen von uns.
Er wollte zwei Geh�ngte begraben. Er verstie� gegen die Anordnungen.
Das war ein Akt der Gnade! Aber du kennst keine Gnade!
Allen Menschen ist bestimmt, anderen Leid zuzuf�gen.
Vor allem einem m�chtigen K�nig!
Ich rate dir: Unterwirf dich! Dann sp�rst du meine Gnade.
Du bist stolz und mutig. Das sind seltene Tugenden an meinem Hof.
Knie nieder!
Nein! Unter diesen Bedingungen schw�re ich keinem die Treue!
Lebt wohl!
Nimm diese Schm�hung nicht hin! Er verleitet andere zum Aufbegehren!
Du hast recht.
Aber ich will hier keinen Aufruhr. Ihm wird woanders etwas zusto�en.
Spannende Musik
Spannende Musik
Ein Hinterhalt! Verteidigen wir uns! Vorw�rts!
Ah!
Ah!
Es sind zu viele! Rettet euch!
Verfolgt sie! T�tet alle!
Vorw�rts!
Spannende Musik
Ah!
Ah!
Ah!
Ein Pferd wiehert.
Pferd wiehert.
Du sch�nes Pferd! Woher kommst du?
Wiehern
Ich ...
Amal atmet schwer.
Nicht bewegen! Halte still, damit die Wunde heilt.
Trink!
Wo bin ich? Ich fand dich am Fluss.
Du hast viel Blut verloren. Aber du hast keine ernste Verletzung.
Wie ist dein Name? Ich hei�e Semiramis.
Du hast mich gerettet, Semiramis.
Nein. Nicht, nicht! Sprich nicht!
Schlie�e die Augen!
Schlaf!
Der verdammte Chald�er ist entkommen. Sybaris will seinen Kopf!
Wir durchk�mmen das ganze Gebiet.
Bevor Assur das Land eroberte, lebte meine Familie in unserem alten Dorf.
Die Assyrer t�teten meinen Vater und ich kam mit meiner Mutter hierher.
Und wo ist sie jetzt? Kurz danach starb sie vor Gram.
Und ich lebe seither allein hier. Nur mit meinen Ziegen.
Hast du niemanden, mit dem du reden kannst?
Es ist traurig, wenn man allein ist. Ja, das stimmt.
Aber das habe ich bis jetzt gar nicht so wahrgenommen.
Semiramis summt eine Melodie.
He, du! Komm mal her!
Bist du aus der Gegend hier? Ja.
Hast du einen Verwundeten gesehen? Nein.
Er ist ein Feind des K�nigs. Wehe dir, wenn du l�gst!
Ich habe niemanden gesehen. Weiter!
Amal! Amal!
Amal!
Jemand hustet.
Amal!
Amal! Ich hatte gro�e Angst um dich. Ich dachte, sie haben dich gefangen.
Wo sind sie? Sind sie weg? Ja. Du bist au�er Gefahr.
Wenn sie mich finden, stirbst du. Keine Sorge!
Ich kann nicht k�mpfen. Ich gehe! Was?
Sie werden wiederkommen. Deine Wunde ist nicht verheilt.
Ich muss fort! Ich will nicht mein Leben hier verbringen!
Dann geh! Geh! Es war dumm von mir, mich in dich zu verlieben!
Sag das nicht! Sag so etwas nicht!
Der Tod ist mir sicher. Du hast ein gl�cklicheres Leben verdient.
Wie k�nnte ich jemals gl�cklich werden ohne dich?
Nein! Du darfst nicht fortgehen! Du musst erst zu Kr�ften kommen.
Wir gehen nicht in die H�tte zur�ck, sondern an einen sicheren Ort.
Warte! St�tze dich auf mich!
Ich bin so gl�cklich! Bist du das wirklich?
Mir ist, als w�rde ich erst jetzt anfangen zu leben.
Die Assyrer, der Krieg, die K�mpfe: Das alles ist vergessen.
Denk nicht daran! Bleib bei mir! Das kann ich leider nicht.
Warum nicht? Mein Volk wartet auf mich.
Ich bin gesund und muss zur�ck. Ich komme mit dir, egal wohin!
Trotz aller Gefahren? Ja. Denn du bist bei mir.
Er ist unruhig. Er sp�rt, dass wir aufbrechen.
Er freut sich. Hier h�lt ihn nichts. So ist es.
Mit uns ist das anders. Wir werden uns nach dieser H�hle zur�cksehnen.
Ich habe fast Angst, wegzugehen. Aber wovor?
Dich zu verlieren. Du wirst mich nie verlieren.
Ich hoffe, dass du mein Volk lieben wirst.
Ich werde lieben, was du liebst.
Bald geht die Sonne unter. Ich hole meine Sachen. Ich komme heute Abend.
Warte auf mich!
Spannende Musik
Du hast ihn nicht gesehen. Und das hier?
Das ist eine Insignie der Chald�er!
Warum antwortest du nicht?
Amal war hier! Du hattest ihn hier versteckt!
Wo ist er? Wo ist er? Rede! Ich wei� nicht!
Ich wei� es nicht.
Antworte!
Du sollst antworten!
Reiter n�hern sich der H�tte.
Nun? - Wir haben ihn nicht gefunden.
Sucht hier im Dorf! In jeder H�tte! Brennt alles nieder! Vorw�rts!
Pferde wiehern drau�en.
Reiter n�hern sich der H�hle.
Spannende Musik
Semiramis! Semiramis! Was ist geschehen?
Mich haben sie verschont. Aber alle anderen ...
Was ist mit Semiramis? Sie haben sie mitgenommen!
Wohin? Nach Babylon! Nach Babylon!
Nach Babylon.
Kommt da eine Neue? - Wir sind schon so viele!
Bringt sie woandershin!
H�rt auf! - Lass mich in Frieden!
Ruhe! Still! Auseinander! Lass das!
(Frau) Geh weg! Du Hexe! Schluss jetzt!
Assur hat in seiner G�te beschlossen, einige von euch zu begnadigen.
Er hat seinem Vetter Sybaris einen Auftrag erteilt:
Er w�hlt T�nzerinnen aus f�r das Fest zu Ehren der G�ttin Ischtar.
Ich kann gut tanzen! - Ich tanze viel besser!
Nimm mich! - Ich will tanzen! Bitte!
Zur�ck! Zur�ck! Seid vern�nftig! - H�nde weg!
Sybaris! Sieh mich an! Nimm mich!
Komm! - Hier! Sieh mich an!
Sybaris! Sieh mich an!
Gut. Wir nehmen sie. Komm!
Diese hier auch! Das gen�gt. Schluss! Los, weg!
Weg! Weg! Los jetzt! Und was ist mit dir?
Du bist die Sch�nste. Lass sie, Sybaris!
Sie bei�t um sich wie ein Hund. Komm her!
Vorw�rts! Steh auf! Los, komm her!
Du erfreust mein Auge. Ich nehme dich mit. Du wirst meine Sklavin.
Du bist also die neue Entdeckung von Sybaris. Tritt n�her!
Setz dich!
Das Gl�ck ist auf deiner Seite.
Im Palast sind Ehrgeiz und Klugheit gefragt.
Du kannst alles bei ihm erreichen.
Ich m�chte nur frei sein und weit weg von hier.
Mir ist egal, was du willst. Aber stelle dich mir nicht in den Weg!
Was wollte sie damit sagen? Wer ist sie?
Lysia, die Favoritin des K�nigs.
Sie wollte dich sehen. Mach sie dir nicht zur Feindin!
Das wird die prunkvollste Feier, die es je zu Ehren Ischtars gab.
Ich habe die T�nzerinnen selbst ausgew�hlt.
Gut, Sybaris. Niemand hat mir je besser gedient als du.
Nicht zuletzt in der Wahl meiner Favoritin!
Die T�nzerin in deinen Gem�chern ist f�r mich bestimmt, nicht wahr?
Welche? Ich habe meine Zutr�ger, Sybaris.
Man sagte mir, sie sei zu sch�n, um in deinen Armen zu enden.
Sie sollte mein sein! Sie ist dein.
Ich wusste es! Du bist fast vollkommen.
Dem�tig, ergeben, aber ehrgeizig!
Deine Mutter gebar dich bei Hofe. Ein Bastard mit Ansehen!
Oh, das w�rdest du wohl allzu gern.
Du wagst es aber nicht. Schon seit Jahren hegst du den Plan.
Aber du hast Angst. Was redest du da, Assur?
Ich bin dein ergebenster Diener. Du sagtest es gerade.
Die Sklavin hei�t Semiramis. Morgen wirst du sie im Tempel tanzen sehen.
Fanfaren
Trommeln
Trommeln
Trommelwirbel
Trommeln
Das Volk jubelt.
Gro�e und machtvolle G�ttin!
Empfange unser dir geweihtes Opfer! M�ge es dir gefallen!
Jubel
Jubel
Spannende Musik
Halt! Wer da? Weg mit dem Schwert! Wirf es hin! Du kommst mit!
Ah!
Semiramis!
Amal! Amal!
Mein Allerliebster! Oh!
Du lebst! Sag, dass das kein Traum ist! Du lebst!
Du bist hier! Ich bin fast gestorben ohne dich.
Wir m�ssen hier weg. Wenn sie dich finden, t�ten sie dich. Gehen wir!
Kommt schnell! - Was ist?
Schlagt Alarm! Sagt es Sybaris! - Ja.
Um mich zu sehen, riskierst du dein Leben.
Ich musste es wagen.
Ich dachte, du w�rst weit weg in Sicherheit.
Ich wollte in deinen Augen lesen, dass du mich nicht vergessen hast.
Das war es mir wert. Was tun wir jetzt?
Ich kann nicht leben ohne dich. Wir trennen uns nie wieder.
Meine Freunde in Babylon helfen uns. Aber wie?
Morgen ziehen wir mit einer Karawane fort.
Kannst du aus dem Palast fliehen? Das ist schwierig. Aber ich komme!
Ich warte in der alten Schenke am Osttor. Still jetzt!
Sucht da dr�ben!
Du musst hier weg! Morgen nach Sonnenuntergang.
Ja. Aber jetzt geh!
Bis bald, Liebste!
Da l�uft er! - Hinterher!
Keine Sorge! Niemand au�er mir hat dich gesehen.
Wo bist du gewesen? Das wirst du nie erfahren!
Sybaris, der Eindringling ... Habt ihr ihn? Habt ihr ihn gefangen?
Nein. Er t�tete drei Wachen und floh.
Ihr k�nnt gehen.
Du hattest ein heimliches Treffen.
Wer ist der Mann? Das sage ich dir nicht!
Ich gebe dir einen Rat: Vergiss deine Vergangenheit!
Nur die Vergangenheit gibt mir die Kraft zu leben!
Du kannst die M�chtigste werden. Was willst du?
Der K�nig will dich sehen. Er sah dich tanzen.
Morgen Abend tanzt du f�r ihn.
Der K�nig?
Traurige Musik
Bedrohliche Musik
Freue dich! Der Abend wird f�r dich ein Triumph.
Alle werden dich bewundern und beneiden!
Aber die Gunst des K�nigs w�hrt kurz.
Ich will die Gunst des K�nigs nicht! Ich wei�. Aber du bist wundersch�n.
Ich gefalle dem K�nig nicht mehr. Ich will deinen Platz nicht haben!
Ich will mein Leben leben! Aber es ist der Wille der G�tter.
Nutze lieber dein Gl�ck! Nein, Lysia! Nein!
Wenn du mich brauchst: Ich k�nnte dir eine Freundin sein.
Denk dar�ber nach!
Warte! Lysia!
Ja, ich brauche dich. Hilf mir! Niemand wird dich verd�chtigen.
Aber was soll ich tun? Erz�hle niemandem davon!
�berbringe eine Nachricht! Wem? Wohin?
Kennst du die Schenke am Osttor? Ja.
Ich verrate dir ein Geheimnis. Niemand darf davon wissen!
Lysia, ich vertraue dir.
Ich verrate dir das Geheimnis nicht ohne Gegenleistung.
Es betrifft eine Person, die dir am Herzen liegt: Semiramis.
Was willst du? Meinen Platz an Assurs Seite.
Sybaris lacht.
Diese Frau hasst und verachtet dich! Sie erf�llt deine Erwartungen nicht.
Entferne sie, und Assur bleibt mein! Du bist von Sinnen!
Deine Zeit ist um. Du bist f�r mich nicht mehr von Nutzen.
Du irrst dich. Das Gelingen deiner Pl�ne h�ngt von meinem Wissen ab.
Du wagst es, Bedingungen zu stellen! Rede! Oder du wirst es bereuen!
Ich habe keine Angst vor dir. Du wirst reden! Nicht wahr, Bolgias?
Was soll das? Lass mich! Lass mich!
Bastard!
Sprich!
Nein! Sprich!
Nein! Willst du wohl sprechen!
Sprich! Dr�ck zu!
Sprich endlich! Ah!
Warte!
Jeder Frau ist ihre Sch�nheit mehr wert als ihr Leben.
Sterben ist leicht f�r jemanden, der nichts zu verlieren hat.
Und du hast gleich nichts mehr zu verlieren.
Du hast ein sch�nes Antlitz und eine wei�e, zarte Haut.
Das wird nur noch eine absto�ende Wunde sein.
Nein! Nein! Nein!
Nein! Sieh her!
Tue es nicht! Ich bitte dich!
Nein! Ich sage alles! R�hr mich nicht an!
Fl�tenmusik
Sie wird das kostbarste Juwel in deiner Krone sein.
Fl�tenmusik
Musik endet.
Gemurmel im Saal
Geht hinaus!
Hinaus! Alle! - (Frau) Was geschieht nun mit ihr?
Du nicht! Du bleibst!
Komm!
Setz dich!
Mach weiter!
Wenn ihr mit der Karawane Babylon verlassen wollt, m�sst ihr los.
Wir warten auf deine R�ckkehr und bereiten alles vor.
Assur soll glauben, Babylon sei unterworfen.
Wir m�ssen ihn �berrumpeln. Hast du genug M�nner?
Gewiss! Alle Chald�er folgen mir. Gehen wir also!
Ich komme gleich nach.
Warum bist du nicht bei den anderen? Ich warte noch auf jemanden.
Vorw�rts! Ihr sucht oben!
Versperrt die T�r! (fl�stert) Sie suchen mich.
Aber ich habe nicht ...
Ganz ruhig sitzen bleiben!
(leise) Nicht anschauen! - Zur Seite!
Schnell weg hier!
Fangt ihn!
Ah!
Hierher! Kommt herunter, ihr da oben! Fangt ihn!
Au!
Weh mir! Sie zertr�mmern das ganze Haus!
He, du! Hinterher!
Ah!
Weg von hier!
Wir holen ihn da runter! - Ja!
Pass auf!
Holt ihn da runter! Greift ihn von rechts und von links an!
Haltet ihn an den Beinen! - Zieht ihn runter! Zieht ihn runter!
Nach oben! Macht schon!
Ah!
Verfluchter Hund!
Jetzt haben wir ihn!
Du bist sehr stolz. Ich wusste nicht, dass es Frauen wie dich gibt.
Jetzt wei�t du es. Ich will in meine Gem�cher zur�ckkehren.
Erlaube es mir bitte!
Du weist zur�ck, worauf jede Sklavin hofft: in Assurs Gunst zu stehen.
Das ist zu wenig, um eine Erinnerung oder auch nur ein L�cheln zu opfern.
Du bist anders als die anderen Frauen. Das gef�llt mir.
Manchmal w�nscht sich auch ein K�nig, zur�ckgewiesen zu werden.
Du kannst gehen. Man kann dich nicht mit Gewalt erobern.
Vielleicht begreifst du, was ich dir biete.
Meine Gef�hle �ndern sich nicht. Die Zeit ver�ndert sogar die Erde.
Sie bringt neues Leben und den Tod.
Du hast recht: Ein L�cheln, in der Erinnerung bewahrt, ist kostbar.
Du darfst gehen.
Lysia! Hast du ihn gesprochen? Was ist los? Ist er nicht da gewesen?
Verzeih mir! Was ist geschehen?
Ich sch�me mich so! Ich habe etwas Schreckliches getan!
Ich kann dir die Frage beantworten, wenn du willst.
Oh, du Elende! Und ich hatte Vertrauen zu dir!
Sie kann nichts daf�r. Ich habe das befohlen.
Du verweilst sicher gern unter dem gleichen Dach wie dein Geliebter.
Wo ist er? Willst du ihn sehen? Er lebt.
Und wo ist er? Folge mir!
Sie schluchzt.
Peitschenhiebe
Nein! Nein!
Nein! H�r auf! Genug!
Oh! Amal! Liebster!
Amal!
Was haben sie dir getan? Was haben sie dir getan? Verzeih mir!
Sein Schicksal liegt in deiner Hand.
Du ... du ver�chtlicher Mensch! Nimm dich in Acht!
So verbesserst du nicht das Los deines Geliebten.
Jeder Schluck Wasser f�r ihn, jeder Peitschenhieb h�ngt von dir ab.
Was verlangst du von mir? Du musst dem K�nig gefallen.
Du hast dich ihm verweigert. Das war gut so. Umso mehr begehrt er dich!
Stachle weiterhin sein Begehren an! Wozu? Ich verstehe nicht.
Du wirst es noch erfahren und meinen Plan bewundern.
Geh zu Assur! Du sollst in seinem Leben den ersten Platz einnehmen.
Sybaris, du spielst ein gef�hrliches Spiel.
Sieh dich vor! Ich k�nnte zu m�chtig werden.
Warten wir es ab! Du wirst mein Meisterst�ck.
Nimmst du an?
Und was wird jetzt aus ihm? Bindet ihn los!
Semiramis schluchzt auf.
Bringt ihn von hier weg und lasst ihn gut pflegen! Komm!
Nein!
Tritt n�her!
Warum weinst du?
Bist du nicht freiwillig hier?
Ich k�nnte dich gehen lassen. Aber dann verliere ich dich f�r immer.
Das will ich nicht. Ich will dich nicht verlieren.
Du wirst die ber�hmteste Frau auf Erden sein, die m�chtigste!
Nun l�chle bitte! L�chle!
Amal! - Amal!
Amal! Amal! - Amal!
Er ist noch benommen.
Amal!
Amal! - Amal!
Nassim!
Emet! Ihr lebt noch. Ihr lebt!
Wir erkannten dich gleich. - Wie fingen sie dich?
Ich wei� nicht. Sie haben mich �berw�ltigt. In Karats Schenke.
Und die anderen? - Flohen sie?
Ja, sie sind mit der Karawane weg. Jetzt k�nnen wir hoffen!
Sagst du mir, was dich bedr�ckt? Ich k�nnte dich auch zwingen.
Ja, ich wei�. Das kannst du. So wie du alles kannst.
Du bestimmst sogar mein Schicksal.
Ich beuge mich deinem Willen. Doch mein Leid h�rt nicht auf.
Verzeih! Ich zwinge dich zu nichts, was du nicht willst.
Ich will alles tun, um dich gl�cklich zu sehen.
Du hast mir schon alles gegeben.
Reichtum und Ruhm bedeuten dir wenig. Aber ich kann dir weit mehr geben.
Du sollst nicht nur meine Favoritin sein.
Vom ersten Moment an wollte ich dich an meiner Seite haben. F�r immer!
Lasst mich! Lasst mich los! Was wollt ihr?
Der Wirt aus der Schenke vom Osttor! - Was hat er verbrochen?
Lasst ihn!
He, he, he! - Warum bringt ihr mich hierher?
Los, rein mit dir! - Ihr Hunde!
Ihr Schweine!
Wir werden uns r�chen! - Haltet euer Maul!
Was war los? - Ich konnte nicht mehr fliehen!
Und die anderen? - 20 von Omars M�nnern sind gefangen.
Das war Verrat! - Wir sind verloren!
Nein, viele warten nur auf ein Zeichen, um loszuschlagen!
Wir vertreiben die Assyrer! Karat!
Amal! Amal!
Ich war in Sorge um dich.
H�r mir zu! Ich wartete in deiner Schenke auf eine Frau. War sie da?
Nein, es ist niemand mehr gekommen.
Bist du sicher? Ganz sicher.
Und am n�chsten Tag? Sie hei�t Semiramis.
Semiramis? Dann kennst du sie! Wo ist sie?
Sprich! Amal, wei�t du es nicht?
Alle reden davon. Diese Frau ist Assurs neue Favoritin.
Und morgen ist die Verm�hlung. Sie wird zur K�nigin gekr�nt.
Assur, willst du Semiramis zu deiner Gemahlin und zur Herrscherin machen?
Ja.
Semiramis, willst du Assurs Gemahlin und K�nigin werden?
Ja.
Das Volk jubelt.
Los!
Los, los, los! Weiter!
Assur lacht vergn�gt.
Hopp! Los, ein bisschen schneller! - Weiter! Weiter!
Du findest an den Spielen keinen Gefallen. Soll ich sie beenden?
Lass dir den Spa� nicht nehmen! Ich bin m�de.
Das ist keine M�digkeit. Du bist traurig.
Ja, mein K�nig.
Ich werde erst l�cheln, wenn du den Babyloniern die Freiheit schenkst.
Willst du keinen Frieden zwischen dir und ihnen?
Man kann das politisch Notwendige und Semiramis' W�nsche verbinden.
Wie?
Erinnerst du dich an das Geschenk des K�nigs der Meder? Nutze es!
Das Volk liebt solche Schauspiele. Und der Sieger wird begnadigt.
Wunderbar! K�mmere dich darum! Das Schauspiel wird alle begeistern.
Keine Angst! Unserem Sch�tzling passiert nichts.
Sein Leben ist zu kostbar f�r uns beide.
Du �bergibst ihn!
Jubel
Kommt mit runter! - Da sind sie wieder!
Was haben sie vor? - Los, raus mit euch!
Wohin bringt ihr uns? - Ihr d�rft zu einer Feier gehen!
Wohin bringt ihr sie? Lasst mich los!
Nassim! Karat! Ich will bei ihnen bleiben bis zum Ende!
Mir ist egal, was du willst! Was macht ihr mit ihnen?
Sie k�mpfen gegen Assurs Krokodile! Sybaris erfand dieses Spiel.
Wenn einer die Tiere t�tet, sind alle gerettet. Aber das schafft keiner!
Spannende Musik
Los, vorw�rts! Los!
H�rt! Einer von euch soll mit einem Schwert die Krokodile t�ten.
Dann schenkt der gro�m�tige Assur euch das Leben.
Wie grauenvoll! Niemand wird gegen diese Ungeheuer k�mpfen!
Wer nicht k�mpfen will, verdient es nicht, zu leben.
Ich wage es! - Jawohl! Nur Mut!
Siehst du! Du hattest unrecht, den Babyloniern den Mut abzusprechen.
Nimm! - Er stirbt!
Lass ihn! - Die G�tter helfen mir!
Ja!
Zur�ck! Los, zur�ck! - T�te sie! Er k�mpft f�r uns! Ja!
Pass auf!
Schrei
Jemand hustet.
Was brennt hier?
Wo ist er?
Wo ist er?
Wer will es als N�chster wagen? Euer Leben h�ngt davon ab!
Wer wagt es? Da meldet sich einer. - Ja! Ja!
Nimm!
Halt! Zur�ck! Zur�ck! Lass ihn!
Lass es mich versuchen! Sie wollen nicht nur unseren Tod!
Assur und seine Gemahlin wollen sich an unseren Qualen weiden.
Unser Todeskampf ist ihr Vergn�gen! So sieht Assur Gnade aus!
Er soll schweigen! F�hrt ihn zu mir! Bolgias!
Komm mit! - Zur�ck! Wieder zu den anderen!
Du bist Amal.
Du wagst es aufs Neue, mich zu schm�hen.
Und ich werde es wieder tun! Er soll es versuchen.
Spannende Musik
Ja! - Gut gemacht!
Genug jetzt! Mach diesem grausamen Spiel ein Ende!
Holt ihn raus! Der Kampf ist vorbei. Aber Assur ...
Deine K�nigin befiehlt es. Du schuldest ihr Gehorsam.
Helft ihm, dass er heraus kann!
Es lebe Amal! Hoch! - Amal, unser Retter!
Amal! Amal! - Zur�ck! Zur�ck!
Amal! - Hoch! Amal!
Es lebe Amal!
Du hast gewonnen, Amal. Ihr bleibt am Leben.
Wir brauchen euch als Arbeiter f�r den Bau des Tempels von Mosul.
Amal! Danke!
Gehen wir!
Vorw�rts! Bringt sie in den Steinbruch f�r den Tempel!
Da k�nnen sie sich austoben. - Los!
Schlaf nicht ein! Nimm den Stein! Weg damit!
Arbeite, dreckiger Chald�er! Los!
Geh an deine Arbeit!
Im Kerker hatten wir es besser. Aber von hier aus kann man fliehen.
Wir m�ssen die Flucht vorbereiten. - He, steht nicht herum! Weiter!
He, du! Du kommst mit! Vorw�rts!
Jetzt geh schon! - Wohin bringen sie ihn?
Vorw�rts! Da hinein!
Du? Amal, ich ...
Was machst du hier? Was willst du? Soll ich dir etwa Gl�ck w�nschen?
Bitte hasse mich nicht! Du wei�t nicht... Wie solltest du auch?
Warum hast du dich mit ihm verm�hlt? Warum?
Ich lag in Ketten, nicht du! Ich litt Qualen, nicht du!
Ich wollte nur ... deine Liebe, sonst nichts.
Ich musste so handeln, um dein Leben zu retten: durch die Verm�hlung.
Ich h�tte es dir besser nicht sagen sollen.
Aber ich hatte dich verloren.
Da wollte ich nicht, dass du mich auch noch verachtest.
Oh, Amal! Du musst mir glauben!
Ich habe dich niemals belogen! Niemals!
Verzeih mir, Semiramis! Verzeih mir!
Nein. Nein, weine nicht! Ich bitte dich!
Unsere Liebe wird niemals sterben. Wir haben unsere Erinnerungen.
Oh, Amal!
K�nnen wir ... nicht doch noch unser Gl�ck finden?
Nein. Ich kann dich nicht dem Zorn Assurs aussetzen.
Ich f�rchte mich vor nichts, wenn du da bist.
Nein, Semiramis. Dazu ist es jetzt zu sp�t.
Es ist vorbei! Das Schicksal wollte es anders.
Vielleicht sehen wir uns nie wieder. Nein.
Aber du bist immer in meinem Herzen. Nein.
Ich werde dich niemals vergessen. Nein.
Leb wohl, Semiramis! Nein. Nein!
Nein!
Spannende Musik
Sie schluchzt.
Ach, ich liebe dich!
Oh, Amal! Amal!
Ich liebe dich.
Semiramis!
Ich muss ihm alles sagen. Vielleicht versteht er es.
Ich kann so nicht leben. Ich kann nicht!
Sag ihm nichts! Er t�tet dich! Ich kann nicht!
Mein Herr! Mein Gebiet...
Assur!
Du! Du hast ihn get�tet!
Ich sagte dir, du wirst mich f�r meinen Plan bewundern.
Bevor du kamst, konnte ich nichts machen.
Jetzt aber erscheine ich als Assurs R�cher.
Und du bist Opfer und M�rderin zugleich.
Die Richter werden an deine Schuld glauben.
Du Bastard! Ich werde die Wahrheit dem Volk entgegenschreien!
Ich rei�e dir deine Maske vom Gesicht!
Dazu fehlt dir die Zeit. Niemand wird dich h�ren.
Die Angst vor mir macht die Richter taub.
Wachen!
Berufe den Hohen Rat ein! Dieses Verbrechen muss ges�hnt werden.
Es wird exemplarisch bestraft.
Wer ist da?
Das ist Lysia. Fang sie! T�te sie!
Einen Bogen! Gib her!
Da ist sie!
Sie ist verletzt. Sie kommt nicht weit.
Da, nimm! Gehen wir!
Ein Reiter! - Kommt schon!
Amal! - Sie tragen jemanden. Wer ist das?
Zur Seite! Wo habt ihr sie gefunden?
Bist du Amal? Ja.
Du musst nach Babylon und Semiramis retten.
Assur ist tot. Ermordet. Beeile dich!
Was ist geschehen? Sag es mir! Was ist mit Semiramis?
Sie beschuldigen sie des Mordes an Assur. Du musst sie retten!
Es ist alles meine Schuld ... - Sie ist tot.
Nassim, Karat! Es ist so weit. Was ist da los?
Still!
Macht Platz! Zur Seite! Was ist hier los? Wer ist das?
H�rt zu! Wollt ihr allen anderen das Zeichen geben?
Ja. Wartet!
Nehmt diesen Weg! Leise! Sollen wir mitgehen?
Schweigt!
Folgt mir! Gehen wir!
Spannende Musik
Sieh nur, wie das Gold gl�nzt! Es ist das Symbol der Macht.
Das h�chste Symbol der Macht! Gold! Sieh die Rubine, wie sie funkeln!
Rot wie Blut! Auch das Blut ist ein Symbol der Macht.
Morgen wird das Leben von Semiramis enden und ich gewinne alles!
Alles f�r mich!
Die Richter schenkten mir Glauben. Ungerechtigkeit triumphiert immer.
Ich kann alles erreichen! Alles! Ich bin Herr �ber Leben und Tod.
Ich kann entscheiden �ber Krieg und Frieden.
Die Welt schrumpft zusammen.
Zu einem winzigen Sandkorn unter dem Huf eines Pferdes. Bolgias!
Morgen richten wir die von Assur begnadigten Gefangenen hin.
Ein Anfang f�rs Erste! Die Macht ist noch mehr! Viel, viel mehr!
Die Macht ist berauschend wie Wein und Weihrauch!
Alle aufsitzen! Vorw�rts!
Vorw�rts! Folgt mir!
Spannende Musik
Spannende Musik
Trommeln
Das Volk johlt.
Spannende Musik
Ein Raunen geht durch die Menschenmenge.
Ah!
Da!
Wachen!
Dramatische Musik
Semiramis! Semiramis!
Ah!
Spannende Musik
Ah!
Spannende Musik
Er schreit.
Jauchzet, ihr V�lker Babylons! Die Tyrannei von Assur ist zerbrochen!
Nur die Erinnerung daran bleibt. Sybaris ist tot!
Er b��te f�r die Gr�uel, mit denen er unser Land besudelt hat!
Unsere V�lker sind endlich wieder frei!
Und K�nigin von Babylon ist nun die Gro�e Semiramis!
Kniet nieder vor ihrem Thron zum Zeichen der Unterwerfung!
(alle) Lang lebe K�nigin Semiramis!
Fanfaren
Das Volk jubelt.
Untertitel: zeile 21 / Frank H. Richter
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