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WARNUNG: DIESE SERIE ENTHÄLT SEXUELLE INHALTE
UND THEMEN FÜR ERWACHSENE ZUSCHAUER
-Gehst du in die Notaufnahme? -Ja, ich denke schon.
Hör mal...
Ich glaube, ich brauche...
Zeit und Freiraum.
Um nachzudenken.
Also ruf mich nicht ständig an und schicke mir keine Nachrichten.
Wenn das geht.
Ja.
Okay. Ich brauche Ihre NHS-Nummer.
Ich bin Schwede, ich habe keine.
-Aber ich habe einen Führerschein. -In Ordnung.
Mario: Wo verdammt steckst du?
Ich: In der Notaufnahme, wegen der Hand
SIRI
Mario: Alles gut? Wo warst du gestern?
Ich: Chill dich, wie reden später.
-Das ist irre, nicht wahr? -Ja.
Wie lange warten Sie schon?
Seit halb acht. Also was? Seit fünf Stunden.
Ja.
-Was ist mit ihm? -Er stürzte vom Küchentresen.
-Autsch. -Ja.
Sein Kopf schlug ziemlich hart auf.
-Es scheint ihm aber gut zu gehen. -Ja.
-Und Sie? -Ein... Sturz, samt Handverletzung.
-Ich will nach Hause. -Okay, komm her.
Theo.
-Theo. -Ich habe Hunger.
Okay, komm her. Mal sehen, was wir haben.
Okay.
-Da ist kein richtiges Essen. -Das ist alles, was wir haben.
-Willst du einen Schluck Wasser? -Wir können uns doch Essen kaufen.
Wir können nicht gehen, weil...
wenn der Arzt rauskommt und wir weg sind, ist das nicht gut.
Ich kann Essen holen gehen, wenn Sie wollen.
-Schon gut. Es geht ihm gut. -Nein, ich habe...
Ich muss eh noch etwas kaufen und mir die Beine vertreten.
-Sicher? -Ja.
-Was möchte er? -Ein Sandwich wäre gut.
-Ja. -Danke.
-Wollen Sie einen Kaffee? -Ja, dafür würde ich töten.
Danke. Ich gebe Ihnen... Mist, ich habe nur meine Karte mit.
-Nein, schon gut. -Sicher?
-Ja, natürlich. -Danke.
-Hier. -Sie sind meine Rettung. Danke.
Ja, kein Problem.
-Was sagt man, Theo? -Danke.
-Ja, nichts zu danken. -Sehr gut.
-Vielen Dank. -Ich habe Milch reingetan.
Wunderbar. Ja, perfekt. Danke. Ich werde...
-Wie heißen Sie? -David.
-David? Ich bin Joanna. -Theo!
-Theo. Wie heißt du? -Theo.
-Ja, genau. -Schön, dich kennenzulernen, Theo.
Wann haben Sie sich verletzt?
Vor ein paar Wochen. Gestern bin ich gestürzt,
die Wunde riss wieder auf und fing an zu bluten.
Sie ist ziemlich entzündet.
Die Entzündung soll sich nicht im Körper ausbreiten.
-Okay. -Ich reinige sie.
Und verschreibe Ihnen Antibiotika.
Nehmen Sie diese sofort ein.
-Dreimal täglich, zehn Tage lang. -Ja.
-Hey! -Oh, hi.
-Wie lief es? -Gut. Verband plus Tabletten.
-Okay. -Wie geht es Theo?
Ja, gut, Gott sei Dank. Sein Dad hat ihn gerade abgeholt.
-Okay. -Ja.
Na super.
Genau das will man, wenn man acht Stunden drin saß!
-Ja. -Es war schön, dich kennenzulernen.
-Ebenfalls. Bis dann, Tschüss. -Okay. Tschüss.
-Wo musst du hin? -Sorry, was?
-Wo musst du hin? -Zur U-Bahn, Richtung Westen.
Okay, soll ich dich fahren oder...?
-Ja, gerne. -Hier lang. Da drüben.
-Sollen wir rennen? -Ja, okay.
Okay.
Und, was machst du in London?
Einfach abhängen. Arbeiten. Ich wohne bei einem Freund.
-Wo arbeitest du? -Im Kundenservice, bei Phone Plus.
Wie witzig! Kennst du Stephen Lowery?
Ja, ich kenne ihn nicht, aber... Er ist der Oberchef.
Warum? Kennst du ihn?
Ja, er ist ein alter Freund von meinem Ex-Mann. Theos Dad.
-Die Welt ist kein. -Die Welt ist klein.
-Und was machst du? -Ich bin Architektin.
-Okay. Für Häuser oder eher...? -Hauptsächlich für Gewerbebau.
Ja, Büros, Lagerhäuser, Krankenhäuser und so was.
Ich habe gerade ein cooles Projekt. Es ist ein Wohnhaus.
Es heißt The London Spear. Hast du davon gehört?
-Nein. -An die 1.500 Studentenwohnungen.
-1.500? -Das ist viel, macht aber Spaß.
-Ja. -Und es ist eine tolle Sache.
Ich meine... die Wohnsituation in dieser Stadt ist scheiße.
Ja! Total verrückt.
-Da wären wir. -Okay.
-Vielen Dank fürs Mitnehmen. -Ja, gerne.
Verdammt.
-Alles okay? -Ja, ich weiß nicht...
Ich helfe dir.
-Danke. -Alles klar, Tschüss.
-Bis dann. Tschüss! -Tschüss.
-Hi! -Hi.
-Was soll der Scheiß, David? -Was?
Was ist los? Was macht deine Hand?
Alles gut. Ich musste nur verflucht lange warten.
Wo warst du gestern Nacht?
-Nicht bei Siri, oder? -Nein!
Wo warst du dann? Wo warst du?
Wo warst du?
-Wo verdammt... -Scheiße!
-Was ist los? -Scheiße!
Was ist los?
Scheiße!
Was ist los, David?
Ich habe mein Penicillin im Auto vergessen.
Das ist so verdammt nervig.
In wessen Auto, David?
DENNIS & PARTNER ARCHITEKTURBÜRO
LIAM HOLT ARB PROJEKTARCHITEKT
ARCHITEKTIN UND LEITERIN DES PROJEKTMANAGEMENTS
Hier ist Joanna Alexander.
Hi, Joanna. Ich bin David aus dem Krankenhaus.
-Hi, David! Wie geht es dir? -Hi.
Gut, danke. Habe ich zufällig meine Tabletten im Auto vergessen?
Ja, hast du. Ich habe sie, keine Sorge.
Okay, gut. Kann ich sie vielleicht irgendwo abholen?
Ja. Sicher, kein Problem.
Ich bin zu Hause, willst du sie hier abholen?
Ja, kann ich machen. Super, danke.
Ja, kein Problem. Ich schicke dir die Adresse, okay?
-Perfekt. -Bis gleich.
-Ja, okay. Tschüss. -Gut, tschüss.
-Hi. Komm rein. -Oh, danke.
-Wie geht's? -Gut, und dir?
Ja, gut. Hast du gut hergefunden?
Der U-Bahn-Ausgang war etwas knifflig, aber ich bin da.
Ja, du bist da. Hier.
-Oh, vielen Dank. -Nichts zu danken.
-Ja, danke. -Gib mir eine Sekunde, warte kurz.
-Für Theos Sandwich. -Nein, nein.
-Nein, bitte... -Nein, es waren nur fünf Mäuse.
-Das ist... okay. -Okay, dann danke noch mal.
Nein, ich danke dir für...
Aber könnte ich vielleicht ein Glas Wasser haben, um...
Ja, sicher. Komm rein.
Du musst deine Schuhe nicht ausziehen, es...
Sorry. Ich bin es gewohnt, sie immer auszuziehen.
Schon gut. Komm rein. Hier lang.
Ich gebe dir Wasser aus dem Kühlschrank.
Super.
-Oh, kleiner Theo. -Ja, da war er noch ziemlich klein.
-Ist er zu Hause? -Nein, er ist bei seinem Dad.
-Echt niedlich. -Ja. Hier.
-Danke. -Gerne.
-Alles gut? -Ja.
Das ist also der berüchtigte Küchentresen.
Ja, das ist der berüchtigte Küchentresen.
Ich drehte mich für ein paar Sekunden um
und sah aus dem Augenwinkel,
wie er hoch krabbelte und dann... zack.
Ist bestimmt nicht leicht, wenn das eigene Kind sich verletzt.
Oh mein Gott, man fühlt sich so scheiße. So scheiße.
-Wie ist das Wasser? -Super, ja. Richtig lecker.
Möchtest du noch etwas oder...?
Willst du ein Glas Wein?
Ja.
-Sicher? -Ja.
Ja. Besonders nach unserem heutigen Tag.
Das ist ein... Pinot Noir. Ich hoffe, das ist okay für dich.
-Ja, das geht schon. -Gut.
-Na dann, Prost. -Prost.
Gut, nicht wahr?
Ich arbeite dort seit, keine Ahnung, sechs Monaten oder so.
Ich kann den Text auswendig und weiß immer, was ich sagen muss,
damit die denken, dass ich ihnen zuhöre.
Aber das tue ich nicht, ich schaue nur aufs Handy, scrolle,
und wenn die was sagen, sage ich: "Ja, ich verstehe,
wie kann ich...", weißt du?
Nein, ich weiß. Ich habe im Studium auch kurz im Callcenter gearbeitet.
-Ja, wo? -Bei IBM.
Damals war IBM der heiße Scheiß.
Die zahlten ein super Gehalt, stellten viele Studierende ein.
In der Hinsicht war es toll, aber gleichzeitig auch grauenhaft.
Ich wurde nach etwa zwei Wochen rausgeworfen.
-Nach zwei Wochen? -Ja. Gott, ich war so scheiße.
Ganz ehrlich, ich glaube, ich bin auch echt scheiße.
Aber es ist Arbeit. Ich muss etwas tun und...
Ich will da nicht ewig bleiben.
-Nein. Was willst du denn machen? -Das ist eine gute Frage.
Ich will echt viel Kohle verdienen.
-Klingt gut. -Aber...
Ich will eine tolle Strandvilla in Kalifornien haben...
-Oh, wirklich? -Ein paar Privatjets...
-Oh, schön. -Und einen Haufen Kinder.
-Einen Haufen? Wie viele denn? -Fünf?
Ich habe eins und das ist mehr als genug. Und du willst fünf?
Ja. Mir gefällt die Vorstellung, wenn kleine Mini-Ichs herumlaufen.
Ich will Kinder haben, weißt du?
Ja. Es ist wirklich wunderschön.
Aber gleichzeitig ist es auch anstrengend.
Ehrlich, man liebt sie mehr als alles andere auf der Welt,
aber sie sind auch kleine Nervensägen.
Wirklich! Wie dem auch sei... Kommst du aus einer großen Familie?
Nein. Eigentlich... waren es nur meine Mutter und ich.
Ja. Kommst du aus London?
Nein, aus dem Norden, aus der Nähe von Manchester.
Ich bin ein großer Fan von Manchester United.
Ich ein eingeschworener City-Fan.
-Nein! -Doch, doch.
-Also sei gewarnt. -Nein, komm schon...
Warst du bei einem Spiel?
Nein, aber das... steht ganz oben auf meiner Wunschliste.
-Sie im Old Trafford zu sehen. -Ja, tu das, solange du hier bist.
Ich muss meinen Mitbewohner bestechen, damit... er mitkommt.
Er interessiert sich nicht für Fußball, aber...
-Ist er auch Schwede? -Ja.
Wie lange wohnt ihr zusammen?
-Erst seit ein paar Wochen. -Ja? Wo wohnt ihr denn?
-South Kensington. -Oh. Nobel.
Aber davor wohnte ich in Dalston, dort hat es mir gut gefallen.
Warum bist du umgezogen?
Ich...
Na ja, ich habe dort mit meiner Freundin gewohnt,
aber jetzt... nicht mehr.
-Ach, okay. -Ja.
-Habt ihr euch getrennt oder... -Wir nehmen uns gerade eine Auszeit.
Ich habe rausgefunden, dass sie einen anderen hatte und...
Ja, also...
Ja.
-Sorry, war das ein Stimmungstöter? -Nein.
Tut mir leid, dass du das durchmachen musst. Das ist schwer.
-Wir waren sieben Jahre zusammen. -Das ist eine lange Zeit.
-Ja. -Ja.
Ist alles okay? Wie geht es dir damit?
An machen Tagen geht es mir gut, aber an anderen ziemlich mies.
Das wird besser. Glaub mir.
-Ja. -Ja.
Ja. Das ist gut zu wissen.
Theos Dad hat mich auch betrogen.
Ich weiß also, dass es verdammt schwer ist,
so etwas durchzumachen.
Es verändert die Art und Weise, wie man die Welt sieht.
-Nicht wahr? -Ja.
Alles, was man zu kennen glaubte, verändert sich plötzlich.
Ja. Absolut.
-Hast du ihn verlassen oder...? -Ja, habe ich. Schlussendlich.
Wir haben anfangs versucht, wieder zueinander zu finden,
aber es gab zu viele Probleme, die wir nicht lösen konnten.
Liebst du ihn noch?
Ich war in die Vorstellung verliebt, dass es ein "uns" gibt.
Dass wir eine Familie sind, dass wir Theo haben und...
ihn zu verlassen war das Schwerste, was ich jemals getan habe.
Aber danach, war es...
wie... eine Erleichterung.
Ja.
Danke für den Wein uns alles...
Ja. Kein Ding, gerne.
Es war... sehr...
Oh, warte. Warte, warte.
-Die brauchst du. -Oh mein Gott.
-Bin ich bescheuert oder was? -Nein, mach dir keinen Kopf.
Ja.
-Danke für die schöne Zeit. -Es war schön, mit dir zu reden.
Ja, ich danke dir.
Okay. Ja.
-Wie alt bist du, David? -Achtundzwanzig.
Vierundzwanzig.
-Ich komme gleich. -Das ist okay.
-Ja? -Ja.
Komm her.
-Ja. -Ja?
Ja.
Ja, verdammt. Ja.
-Was verdammt ist gerade passiert? -Ich weiß es nicht.
Untertitel von: Kristina Horn plint.com
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