All language subtitles for The.Waltons.S01E02.DE.2

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Original subtitles

DIE WALTONS

DER WANDERZIRKUS

Es kamen nur wenige Frem de nach Walton's Mountain.

Was draußen in der weiten Welt geschah, das erfuhren wir durch das Ra dio

oder lasen es gelegentlich in einer Zeitschrift.

Als ich etwa 17 Jahre alt war, kamen eines Tages 4 Besucher zu uns,

die mir einen ersten Ausblick

über unseren Berg hinaus auf die Welt vermittelten.

$1,81, 82, 83...

84, 85, 86...

Nein, du Schafskopf. Das sind 10 Cent. $1,92.

Ich bin kein Schafskopf. Ich kann genauso gut zählen wie du, Erin.

Ok, nun beruhigt euch wieder.

Ich muss mich ja dauernd verzählen, wenn ihr mich beim Zählen dauernd unterbrecht.

John-Boy, ich würde mich beeilen,

sonst packt der Zirkus die Zelte ein und zieht weiter, bevor ihr da wart.

Wir gehen ja gleich.

Ich komme auf eine Gesamtsumme von $2,22.

Ist das genug, John-Boy?

Um die bärtige Dame, den starken Mann und den Tanzbären zu sehen?

Es genügt nicht nur für das,

wir haben auch noch ausreichend Geld, um uns Naschereien zu kaufen.

Wascht euch erst mal und zieht euch um.

Die halbe Stadt wird im Zirkus sein,

und ich möchte nicht, dass meine Kinder dort wie Zigeuner rumlaufen.

- John-Boy. - Ja?

Willst du das Geld hier herumliegen lassen?

Ich stecke es ein, wenn wir gehen.

Nimm es lieber an dich, weil Großmutter und ich den Tisch brauchen.

Amüsiert euch. Aber passt gut auf.

Das tun wir, Mama.

Pass auf, dass Ben nicht allzu viel nascht.

Und dein Bruder hat einen empfindlichen Magen,

der Himmel mag wissen, was die alles in die Bonbons reintun.

Ich bin ein dummes verschusseltes Weib.

Es war meine Schuld.

Ich hätte den Topf nicht so hinstellen dürfen, dass er die Brille verdeckt.

Nein. Mein Vater hatte Recht.

Er hat immer zu mir gesagt: "Du schwatzt zuviel,

"und du passt nicht auf, was du tust."

Ohne deine Brille bist du ziemlich hilflos.

Ich packe sie ein und schicke sie nach Charlottesville zur Reparatur.

Wovon nimmst du das Geld dafür?

Wir haben doch $2 für Notfälle zurückgelegt.

Du weißt genauso gut wie ich, dass wir die kümmerlichen $2

für Jasons neue Schuhe ausgegeben haben.

Vielleicht kann John von jemand etwas leihen...

Ich dulde nicht, dass meinetwegen Geld geborgt wird.

Wenn die Waltons nicht bezahlen können, muss es eben ohne Brille gehen.

Ich hab mich sowieso nicht an das Ding gewöhnen können.

Es war mir mehr eine Plage als eine Hilfe.

- Geh weg. - Schwestern!

- John-Boy, mach mir bitte das Kleid zu. - Ok.

Hört mir mal zu.

Ich weiß, dass Großmutter es nie zugeben würde, aber ohne ihre Brille

kann sie weder lesen noch kann sie ihren Namen schreiben.

Und sie kann auch nicht häkeln. Ihr wisst doch, wie gerne sie häkelt.

Was können wir für sie tun, John-Boy?

Das ersparte Geld gehört uns allen. Ihr müsst sagen, was wir damit tun sollen.

Ich würde meinen Anteil beisteuern, damit sie sich neue Gläser kaufen kann.

Mein Erspartes kann sie auch haben, John-Boy.

Ja, meins auch.

Und meins.

Was ist an einem so alten Zirkus schon sehenswert?

Wahrscheinlich hätte uns die Vorstellung gar nicht gefallen.

Aber nun sehe ich die bärtige Dame und den tanzenden Bär nicht.

Schadet auch nichts.

Danke, Elizabeth.

Ich danke euch allen. Das ist nett.

Das kommt gar nicht in Frage. Hier.

Großmutter, der Zirkus ist nicht wichtig.

Ich habe dem Augenarzt in Charlottesville sowieso nicht geglaubt.

Er behauptet, ich brauche eine Brille.

Ich kann genauso gut sehen wie früher.

Elizabeth, komm.

Komm endlich.

- Mr. Godsey. - Tag, Kinder.

Na, wie war der Zirkus?

Wir waren nicht im Zirkus, Mr. Godsey.

Großmutter hat die Brille zerbrochen,

wir möchten eine Geldanweisung...

Elizabeth!

Wir brauchen eine Geldanweisung für $2, Mr. Godsey.

Ok, wird erledigt.

Mal sehen,

was das zusammen mit dem Porto nach Charlottesville macht.

Das sind $2,11.

Ich habe euch im Zirkus nicht gesehen.

Außer euch war die halbe Stadt in der Vorstellung.

Es war wundervoll.

Ich kann euch sagen,

einen so aufregenden Zirkus habe ich so lange ich lebe noch nicht gesehen.

Schade, dass ihr nicht auch dort gewesen seid.

Elizabeth!

Mary Ellen, das hier ist die Quittung, damit ist alles erledigt.

Danke, Mr. Godsey.

- Wiedersehen, Kinder. - Wiedersehen.

- So kann er nicht mehr umfallen. - Danke, John-Boy.

- Guten Tag, Mrs. Walton. - Guten Tag, Sheriff.

John-Boy.

Waschtag heute?

Bei der Meute ist jeden Tag Waschtag.

Ist John da?

Vater und Großvater sind in Rockfish. Sie liefern Eisenbahnschwellen ab.

- Wann wird dein Vater wieder hier sein? - In einer halben Stunde, schätze ich.

Stimmt etwas nicht, Sheriff?

Ich wollte eigentlich nur sagen,

dass er vor dem Schlafengehen Türen und Fenster verriegeln soll.

- Weswegen? - Es geht um den Zirkus, der hier gastiert.

Letzte Nacht ist der Geschäftsführer mit allem Geld, was sie hatten, verschwunden.

Nun sitzen die Artisten fest.

Und die Frau des Schlangenbeschwörers hat er mitgenommen.

Das übrige Personal war der Meinung, dass es wenig Sinn hätte,

hier herumzusitzen.

Sie sind in aller Frühe auf und davon.

Das Problem ist, dass 4 zurückgeblieben sind.

- Und wo sind die jetzt? - Keine Ahnung.

Sicher werden sie irgendwo Unterschlupf suchen.

Ich fürchte, dass sie das Eigentum ihrer Mitmenschen wenig achten.

Außerdem ist ihr Lebenswandel auch sonst nicht der Beste.

Also wie gesagt: John soll heute Abend möglichst alles gut verriegeln.

John-Boy, ich möchte dich bitten, jetzt ganz besonders

auf deine Geschwister zu achten.

Selbstverständlich.

"Sie suchten ihn in jedem Raum

"Wo war er nur versteckt?

"Sie suchten ihn im Ofenloch, doch ward er nicht entdeckt

"Sie fanden seine Hose nur, mit seinen Schuhen drauf

"Wer einen Kobold finden will, der passe sehr gut auf!"

Komm, Kobold, in dein Bett.

Komm.

Komm, Kobold.

John-Boy, lies uns noch was vor.

Morgen vielleicht. Jetzt wird geschlafen.

- Gibt es Kobolde, John-Boy? - Nein, das ist ein Aberglaube.

Schlaf gut. Und träume etwas Schönes.

Gute Nacht, Püppchen.

Gehst du jetzt nach unten und hörst Radio, John-Boy?

Nein, ich will noch etwas schreiben.

Leg dich hin und deck dich zu. Sonst kommt der Kobold.

Gute Nacht, ihr Zwei.

"Wer einen Kobold finden will, der passe sehr gut auf!"

Ich wollte die anderen nicht fragen, besonders nicht Jim-Bob und Elizabeth.

Für sie war es schwer zu verstehen,

dass Großmutters Brille wichtiger als ein Zirkusbesuch ist.

Elizabeth, wach auf.

Komm her.

8:00 Uhr.

Der Zug fährt über die Brücke bei Rockfish.

Es ist ein Geräusch,

das mir meine Einsamkeit bewusst macht,

und das mich mit einer Unruhe erfüllt, die mir nicht ganz verständlich ist.

Es geht nicht auf.

- Versuch es mit dem Fuß. - Dann hat doch der Affe Angst.

Das ist kein Affe. Das ist ein Kobold.

Was tut ihr denn am Fenster?

Da ist ein Kobold, John-Boy. Da draußen.

- Jetzt ist er weg. - Marsch ins Bett.

Wenn Mutter euch hier erwischt, dann setzt es was. Jetzt wird geschlafen.

- Er war wirklich da, John-Boy. - Ja, ja.

Du gehst auch ins Bett. Und läufst hier nicht ohne Hose herum.

- Gute Nacht. - Gute Nacht, Jim-Bob.

- Noch Kaffee, Schwiegervater? - Danke. 2 Tassen sind genug für mich.

- Das würde ich zu gerne sehen. - Was, John-Boy?

Die Weltausstellung in Chicago ist eröffnet worden.

Ja, ich habe darüber schon im Radio gehört.

"Jahrhundert des Fortschritts" wird die Ausstellung genannt.

Jahrhundert des Fortschritts und wir stecken mitten in einer Wirtschaftskrise.

"Die wissenschaftlichen und industriellen Themen sind von einer unbekannten

"Filmdarstellerin namens Sally Rand in den Hintergrund gedrängt worden.

"Zuschauer umringten die Tänzerin, die...

"Fortsetzung auf Seite 37."

Sally Rand.

- Lies weiter. - Ja.

"...umringten die Tänzerin, die 28-jährige Schönheit,

"die splitternackt

"ihren provozierenden Schleiertanz darbot,

"zu dem sie, wie sie einem Reporter sagte,

"von weißen Fischadlern angeregt wurde, die sie über der Farm des Großvaters sah."

John-Boy, was liest du denn da?

Die neuste Zeitschrift, Mutter.

So etwas bringst du uns ins Haus. Wenn das nun deine Geschwister lesen?

Das finde ich aber sehr nett von ihm.

Übrigens kann ich mir vorstellen, dass das ein hübscher Anblick ist.

Wenn ich mir das so plastisch vorstelle.

Alle die schneeweißen Fischadler,

die im hellen Mondlicht über die Farm ihres Großvaters fliegen.

Eine lustige Sache ist eine Weltausstellung.

Es war im vorigen Jahrhundert in Chicago,

es wird etwa 40 Jahre her sein.

Da trat auch eine Tänzerin auf, wie diese Sally Rand.

Sie nannte sich "die kleine Ägypterin".

Sie hat sehr viel Aufsehen erregt.

Das beweist also, die Zeiten haben sich nicht sehr viel verändert.

Doch.

Die Zeiten haben sich geändert.

Nicht geändert hat sich die Dummheit der Männer.

Da oben ist er sicher nicht. Kobolde leben nicht auf Bäumen.

Aber Affen.

Jason, wo leben Kobolde?

Die leben überall.

Und Affen?

Die würdest du hier bestimmt nicht finden.

Jetzt sage ich gar nichts mehr.

Jason!

Hier drüben sind wir.

Hört mal.

Habt ihr hier irgendwo Fremde gesehen?

- Nein. Nur einen Affen. - Was für einen Affen?

Den, der da sitzt.

Ist er schon mal näher herangekommen?

Er hat sogar schon aus Jim-Bobs Hand ein Stück Apfelkuchen genommen.

- Und gebissen oder gekratzt hat er nicht? - Er ist sehr zutraulich.

Ein kleiner Teufel.

He, komm her. Na komm. Komm doch.

- Gehen wir hinein, John-Boy? - Natürlich.

Ich trau mich nicht.

Ach was. Komm mit.

Entschuldigen Sie, Ma'am. Es tut mir Leid.

Erlauben Sie uns, dass wir uns Ihnen vorstellen.

Das ist Marco, il Magnificente, der Unübertroffene,

oder man nennt ihn auch König aller Magier und Taschenspieler.

Die Größen der Welt sahen ihn, nicht nur Präsident Franklin Delano Roosevelt,

selbst König Georg V von England und Königin Mary nebst Familie.

Und das ist

Tommy Trindle,

ein direkter Nachfahre des einzigartigen und unsterblichen

Colonel Tom Thumb.

Und ich? Ich bin Pete Harris.

Mein Pseudonym ist "Pfannenstiel-Pete,

"bekannt als der Clown, der nie um Beifall bittet sondern um ein Lachen."

Und das, das ist Belle.

Na los, du kannst vorkommen. Bekannt als die bezaubernde Belle Brown,

die ganz entzückende, weltberühmte, den Tod verachtende Hochseilartistin.

Sie kampieren in der Scheune?

In der Scheune. Und wie der Sheriff gesagt hatte, sind es 3 Männer und eine Frau.

Die Frau ist wunderschön. Sie trägt ein glitzerndes, weißes Kleid,

so wie Jean Harlow in Tonfilmen.

Erspar dir Weiteres, Jason.

Haben sie auch Zigaretten bei sich? Und Whiskey?

Schon möglich, Mutter.

Aber auf jeden Fall haben sie einen guten Eindruck auf mich gemacht.

John-Boy Walton,

dort draußen in der Scheune

hausen 3 Männer zusammen mit einer Frau, die Flitterkram trägt.

Sie trinken und rauchen,

und du singst ihnen ein Loblied.

Ich habe weder Whiskey noch Zigaretten bei ihnen gesehen.

He, sie kommen!

- Wer? Die Zirkusleute etwa? - Ja, sie kommen her.

Diese Vagabunden kommen mir nicht in unser Haus.

Du kannst Menschen nicht danach beurteilen,

woher sie kommen, wie sie aussehen und was sie tun.

Wir haben bisher noch niemandem die Tür gewiesen

und werden es auch jetzt nicht tun.

Ok, Kinder, geht zu Bett.

Vorwärts, alle miteinander. Es ist sowieso höchste Zeit.

- Nun geht. - Immer wenn es interessant wird.

Keine Widerrede. Verstanden?

Immer müssen wir ins Bett.

Rauf mit euch.

- Guten Abend. - Guten Abend.

- Kommen Sie bitte rein. - Sehr freundlich von Ihnen. Vielen Dank.

- Guten Abend. - Guten Abend.

Guten Abend.

Wir sind gekommen, um Ihnen den Kessel zu geben, den wir uns geborgt haben.

So, so.

Wir hätten ihn schon früher zurückbringen sollen, aber...

Wir hatten nichts, worin man hätte Wasser kochen können.

Es war eine recht unangenehme Lage.

Wenn wir Ihnen Schwierigkeiten machten, dann entschuldigen Sie bitte.

Ja.

- Ja. Wiedersehen. - Gute Nacht.

Gegessen haben Sie wohl noch nicht?

Kommen Sie rein. Es ist genug für alle da. Kommen Sie nur.

Als wir damals bei dem großen Zirkus waren,

da sind wir in einem eigenen Zug durch die Lande gefahren.

Eigener Salon, fließend warmes und kaltes Wasser,

mahagoni-getäfelte Wände.

Und das Schönste war der Speisewagen mit Samtportieren und Seidenvorhängen,

und Kristallleuchtern an der Decke.

War das eine Eleganz. Bezaubernd.

Wir sind nur in Großstädten aufgetreten.

New Orleans, San Francisco, St. Louis, Seattle.

- New York. Vergiss New York nicht. - Sie waren auch in New York, ja?

Waren Sie auch auf dem Empire State Building?

- Aber ja. Da oben haben wir uns verlobt. - Verlobt?

Ja, Ma'am. Belle und ich.

Eines Abends fuhren Belle und ich mit dem Fahrstuhl

bis zur Spitze. 102 Stockwerke.

Dort habe ich sie dann gefragt.

Wären Sie so freundlich.

Von da oben kann man meilenweit sehen.

Man glaubt, dass die ganze Welt vor einem liegt,

so weit man sehen kann, glitzert es und schimmert es,

unter einem gleiten die großen Schiffe den Strom hinab

zum Ozean bis nach Europa.

102 Stockwerke. Bis an die Wolken.

Möchte jemand noch Kaffee?

Ich hätte gerne noch welchen.

Gib den Teller bitte weiter.

Ich möchte bitte... Darf ich auch noch eine Tasse Kaffee haben?

Wohin wollen Sie jetzt?

Wir wollen wieder nach Chicago, zur Weltausstellung.

Wir haben dort ein festes Engagement in Aussicht.

Chicago, das ist ja ganz schön weit. Wie wollen Sie denn dort hinkommen?

Wir wollen es mit dem Zug versuchen.

Nachts hört man in der Ferne einen Zug vorüberfahren.

Das ist aber ein Güterzug. Er hält 6 Meilen von hier, in Rockfish.

Können wir da heimlich zusteigen?

Das dürfte schwierig sein. Sehen Sie,

die Eisenbahngesellschaft hat 2 Wärter angestellt, die darauf aufpassen sollen,

dass keine Tramps oder Arbeitslose auf den Zug aufspringen,

um gratis mitzufahren.

Ich fürchte, dann müssen wir uns etwas anderes einfallen lassen.

Wenn einer der Bahnwärter nicht ein guter Bekannter von mir wäre.

- Welcher denn, John? - Sam Holden.

Würde der uns denn helfen?

Das müsste man erst feststellen.

So wie ich Zeit habe, nach Rockfish zu fahren, werde ich ihn fragen.

Sehr freundlich von Ihnen. Danke.

Ich muss schon sagen. Noch nie sah ich Leute, die so herzhaft zulangten.

So viel wie die verdrücken, essen wir in einer Woche nicht.

Dieser Marco. Der hat 6 harte Eier verschluckt.

Was ist denn mit dir?

Wenn diese Leute nur nicht hergekommen wären.

Nicht weil zusätzlich noch Mäuler zu stopfen sind.

- Das werden wir auch noch schaffen. - Warum denn?

Wegen John-Boy.

- Er wird uns verlassen, John. - Ja, eines Tages.

Heute ist es mir zum ersten Mal richtig klar geworden.

Wenn sie nur nicht hergekommen wären,

ihre Erzählungen haben ihn nur auf dumme Gedanken gebracht.

Diese Gedanken waren immer vorhanden. Heute sind sie nur bestätigt worden.

Ihn eines Tages zu verlieren, diese Kraft werde ich nicht aufbringen.

Du hattest die Kraft, ihn großzuziehen. Du hast auch die, ihn gehen zu lassen.

Mama hat zu viel gekocht.

Bei der Hitze kann sie nichts aufheben.

Deine Mutter ist wirklich eine vornehme Lady.

Mary Ellen, Elizabeth fasst schon wieder Sachen an, die ihr nicht gehören.

Das macht doch nichts, Kleines.

Seht euch den Kram nur richtig an.

Ist das eine Pracht.

Das ist mal prächtig gewesen.

- Möchtest du das? Ich schenke es dir. - Wirklich?

- Vielen Dank. - Was ist denn das?

Und den will ich.

Den Schirm brauche ich für meinen Auftritt.

Ich würde dir den sonst gerne schenken.

Auf dem Drahtseil. Damit hält sie das Gleichgewicht.

Was denn für ein Drahtseil?

Das ist das Seil, auf dem ich bei der Vorstellung balanciere.

Wir sind nämlich noch in keinem Zirkus gewesen.

Ihr seid nicht in der Vorstellung gewesen?

Es waren doch fast alle Bewohner da.

Wir wollten auch kommen.

Wir waren schon drauf und dran zu gehen...

In unserer Familie ist etwas dazwischen gekommen.

Trommel, Horn, Flöte, eine Harfe ist auch da.

Ja. Und was ist das?

Ich weiß nicht, wie das heißt. Ich glaube, sie nennen es Becken.

Das ist eine Ballhupe.

Jason, wir müssen jetzt nach Hause gehen.

Mutter hat gesagt, wir sollen gleich wieder zurückkommen.

Mary Ellen.

- Auf Wiedersehen und vielen Dank. - Auf Wiedersehen.

- Wiedersehen. - Wiedersehen.

Wiedersehen.

Wiedersehen.

Ben!

Ben ist Artist, Mama.

Wir spielen Zirkus. Marco hat mir das Jonglieren gezeigt.

Du sammelst die Scherben sofort auf und verschwindest auf dein Zimmer.

Pass auf, dass du dich nicht schneidest.

Weißt du zufällig, wo John ist?

Mein Sohn? Er ist zu Ike gefahren. Eine Büchse Schmierfett holen.

Wenn er zurückkommt, sag ihm, ich möchte ihn sprechen.

Ich werde ihn warnen.

- Olivia? - Ja?

Es hört sich an, als ob jemand auf dem Dach der Scheune rumläuft.

Was ist denn?

Hallo, Mutti.

Seht mal, Mary Ellen.

- Toll! - Ich komme rauf.

Seid still, sonst stürzt sie runter.

Hallo, Olivia.

Hallo, Vater.

Mary Ellen!

10 Verse auswendig. 10.

Wirf den Flitterkram weg.

"Der Mensch, vom Weibe geboren, lebt nur selten ohne Leid und Kummer."

Wie?

Ich weiß nicht, Sam. Nehmen wir an, es geht dabei etwas schief.

Sam, Sie haben eine Familie. 4 Mäuler sind zu füttern.

Das ist heutzutage nicht leicht.

Nächste Woche werden es 5 sein, Mr. Walton.

Was Sie nicht sagen.

Angesichts der bevorstehenden Geburt bitte ich Sie, nichts zu riskieren.

Ach, das ist doch gar kein so großes Risiko.

Seien Sie mit den Leuten morgen Abend pünktlich 9:00 Uhr hier,

- und ich bringe sie auf den Zug. - Wir sind Ihnen sehr dankbar, Sam.

Aber warnen Sie sie. Sie werden in keinem Salonwagen 1. Klasse fahren.

Das haben wir Ihnen schon gesagt.

Geht die Uhr richtig, Sam?

Nein, die ist stehen geblieben.

Homer würde mich skalpieren, wenn er wüsste, dass ich sie nicht aufzog.

Homer Ferguson war schon immer ein schrecklicher Pedant.

Pedant ist die richtige Bezeichnung.

Er möchte immer alles ganz genau haben.

Er hat mir gesagt, in all den Jahren, die er bei der Eisenbahn ist,

hat er noch keinen Tag versäumt.

Ein Musterbeamter.

Dann wundert es mich aber,

dass Homer Ferguson sich neuerdings mehr um seine privaten Dinge kümmert

als um die Angelegenheiten der Eisenbahngesellschaft.

Ist das so?

Nur ein Gerücht. Ich möchte es nicht weitertratschen.

Komm, Vater. Wir müssen zum Abendessen.

Für den Sprössling, alles Gute.

Tommy.

Hallo.

- Es ist alles besprochen. - Wegen des Zuges?

Großvater, Vater und ich holen Sie um 8:30 Uhr ab.

Fein. Danke. In 3 oder 4 Tagen sind wir dann

in Chicago und arbeiten auf der Weltausstellung.

Von der Weltausstellung habe ich in einer Zeitschrift gelesen.

In der Nacht nach Eröffnung der Weltausstellung

haben Astronomen ein Teleskop in den Weltall gerichtet.

Es ist ihnen gelungen, das Licht eines Sterns einzufangen.

Plötzlich flammten wie von Geisterhand alle elektrischen Lampen auf.

- Ja, davon habe ich auch gehört. - Toll.

Übrigens, die Geschichten von Pete. Sind die alle wahr?

Pete hat die Angewohnheit, etwas zu übertreiben.

Ich wünschte, ich würde dort auch überall hinkommen, Menschen begegnen.

Das möchte ich lieber als alles andere.

Du wirst es schon noch erleben.

Am liebsten würde ich gleich losziehen.

In letzter Zeit macht mich alles, was ich höre, sehe oder lese...

Es macht mich richtig verrückt.

Sogar in der Schule ist es so.

Vorige Woche hat uns Miss Hunter etwas von Melville vorgelesen.

Ich war plötzlich so aufgeregt. Ich wäre am liebsten in der Klasse herumgehopst,

hätte gelacht und gebrüllt. So närrisch war ich.

Woraus hat sie gelesen?

Aus der Geschichte von dem Wal, mit dem Schiff.

Selbst bei Nacht, wenn die Segel eingeholt waren und das Schiff still lag,

dann hörten sie, wie der Ozean lebte,

wie es unten pulsierte und rauschte.

Moby Dick.

Stimmt genau.

"...holt die Segel ein

"und lasst das Schiff ausruhen,

"dann fühlt ihr unter dem Kopfkissen

"das Jagen der Walrosse und Walherden."

Genau! Genau so empfinde ich es.

Aber ich scheine hier alles zu verschlafen, während das Leben vorüberrauscht.

Und eines Tages, wenn es zu spät ist, dann wache ich auf,

und dann bin ich gestrandet wie ein Schiff, das auf Grund gelaufen ist.

Das wird dir nicht passieren, wenn du es nicht willst.

- Warten Sie. Ich fasse mit an. - Danke.

Ich möchte gerne Schriftsteller werden,

aber wenn ich immer hier bleibe, werde ich es nie.

Wenn deine Zeit gekommen ist, John-Boy,

und sie wird kommen, dann wird dich hier nichts mehr halten.

Woher wissen Sie das?

Auch ich musste mich entscheiden, ob ich mein zu Hause verlassen sollte oder nicht.

Es war nicht leicht.

Verstehst du, für mich

gab es eine Menge mehr Schwierigkeiten.

Lieber Gott, wir danken dir für Speise und Trank,

und wir bitten dich, uns bald aus der Wirtschaftskrise herauszuführen.

Amen.

Amen. Dann greift mal zu.

Mensch, Ben. Lass uns was über.

- Gib her. - Elizabeth.

Da hat einer einen Brief unter die Tür geschoben.

So und jetzt setz dich wieder an den Tisch.

Jemand schickt uns eine Einladung. Ja.

"An die verehrten Waltons.

"Wir bitten Sie höflichst alle miteinander,

"um 7:15 Uhr in die Scheune zu kommen."

Mehr steht da nicht?

Das ist alles. Es stehen nur noch 4 Unterschriften darunter.

Pete, Belle, Tommy und Marco.

Da.

Ja, 7:15 Uhr. Und ihr Zug fährt nicht vor 9:30 Uhr.

- Ich möchte wissen, was sie wollen? - Das kommt mir merkwürdig vor.

Seht euch das an.

Lass mir auch noch was von dem Pfannkuchen über, Mutter.

- Sieht aus, als wäre niemand da. - Was hat das zu bedeuten?

Willkommen. Ich wünsche einen guten Abend.

- Ich werde verrückt. - Dazu liegt wirklich kein Grund vor.

Bitte treten Sie näher.

Ja.

Lassen wir uns überraschen.

UNSER DANK DEN WALTONS

Bitte, meine Gnädigste, Sie gestatten?

Hast du das gehört?

Einen Augenblick bitte. Nehmen Sie bitte Platz.

Vielen Dank.

- Ich setze mich hier vorne hin. - Elizabeth, setz dich neben mich.

Was für ein reizender Mensch.

Mir imponiert er nicht mit dieser Gigolo-Masche.

Ladies and Gentlemen!

Es ist mir ein besonderes Vergnügen, die Waltons hier begrüßen zu dürfen.

Und nun direkt von der Mailänder Scala

unser Maestro, Pietro!

- Homer? - Mr. Ferguson. Was soll das?

Nehmen Sie die schmutzigen Stiefel von meinem sauberen Schreibtisch.

Ja, Sir.

Und wie oft habe ich Ihnen schon gesagt, dass die Uniform nicht offen sein darf.

Das ist kein Nachtclub, für den Sie arbeiten, Sie sind bei der Eisenbahn.

- Gehen Sie jetzt nach Hause, Sam. - Warum?

Ihre Frau lässt Ihnen sagen, dass das Kind unterwegs ist.

Entschuldigen Sie.

Belle,

mein Mann hat einmal zu mir gesagt,

man kann Menschen nicht danach beurteilen, was sie tun und sind.

Er hatte Recht.

Ich hatte Unrecht.

Kann ich Ihnen beim Packen helfen?

Pete schimpft immer wegen der vielen Kostüme mit mir.

Er sagt, ein Wanderzirkus muss mit leichtem Gepäck reisen.

Ich fürchte, wir werden wieder etwas herausnehmen müssen.

Das fürchte ich auch.

Hier. Das nimmt zu viel Platz weg. Ich trage es unter dem Arm.

Das ist ja bezaubernd.

Mein Hobby. So etwas sticke ich schon seit Jahren.

Es ist wie ein Bild. Die Blumen sehen wie echt aus.

Ich habe nie die Gelegenheit gehabt, Blumen zu pflanzen.

Ich schenke es Ihnen.

Danke.

Wie ist das eigentlich?

Was?

Ein richtiges Zuhause zu haben, Kinder großzuziehen.

Niemals herumzigeunern zu müssen.

Ich hatte immer ein Zuhause.

Das muss wundervoll sein.

Niemals Angst davor zu haben, wo man morgen sein wird.

Ich stelle mir das Herumreisen so vor, als müsste ich auf dem Seil laufen.

Sie, mit Ihrer Erfahrung, können das natürlich gut.

Ich würde gerne zu Hause sein.

Auf Wiedersehen.

Ja, Mama?

Ach nichts.

Alles an Bord?

Auf Wiedersehen.

He, Sam!

Was wollen Sie denn alle noch hier mitten in der Nacht?

Homer.

Wir wollten nur Sam einen guten Abend wünschen.

So, so, so, so.

Anscheinend haben die Waltons einen Wanderzirkus aufgemacht.

Diese Leute sind gute Freunde von uns, Homer.

Ist das zu fassen. Sicher würde sich der Sheriff auch über den Besuch freuen.

Sie haben gegen kein Gesetz verstoßen.

Sie sind aber im Begriff, das zu tun.

Ihre Freunde sind nämlich gekommen, um heimlich mit dem Zug zu fahren.

Das war doch die Absicht, nicht wahr?

Seien Sie vernünftig. Meine Freunde müssen dringend nach Chicago,

weil sie dort ein Engagement haben.

Na wenn schon. Das ist nicht meine Sorge.

Und nun steigen Sie mit Ihren Freunden

schleunigst wieder in Ihren Wagen und verschwinden Sie.

Andernfalls rufe ich den Sheriff

und beschuldige Ihre Freunde eines Verstoßes gegen die Vorschriften.

Hören Sie, Homer, ich möchte Sie...

Wenn Sie schon Anzeige gegen diese Leute erstatten wollen,

dann fügen Sie auch noch einen weiteren Namen hinzu.

Ich möchte Sie nur an einen Zug erinnern, der jeden Donnerstag hier abfährt.

Welcher Zug?

Der mit den 6 Kisten schwarz gebranntem Whiskey,

die an Bord geschmuggelt werden,

wenn Sie diskret in die entgegengesetzte Richtung sehen.

- Ich muss jetzt den Zug abfertigen. - Nach 25 angeblich ehrlichen Jahren

werden Ihre Vorgesetzten wahrscheinlich sehr interessiert sein,

von diesem Donnerstagnacht-Express zu erfahren.

Woher wissen Sie von dem schwarz gebrannten Whiskey?

Ich habe völlig vergessen, von wem ich davon weiß.

Übrigens, bis morgen

könnte ich auch diese 6 Kisten vergessen haben.

Rein mit dem Volk.

Sie sind ein guter Mensch, Homer, und ein netter Mensch.

- Nun gib her. - Also los.

Schnell jetzt.

So, nun mal los.

- Schnell, schnell. - Aufsteigen, Leute.

Los. Schnell, rauf.

Nochmals alles Gute.

Schreibt mal eine Karte. Lasst von euch hören.

Tommy, das haben Sie verloren.

Das ist für dich.

MOBY DICK oder DER WEISSE WAL

Und so verließ das fahrende Volk Walton's Mountain wieder.

Sie schrieben uns aus Chicago, sie waren dort gut gelandet

und hatten ein Engagement auf der Weltausstellung bekommen.

So in Gedanken?

Ist schon wieder ok.

Als ich ein paar Jahre später auf das College ging,

war das Buch, das Tomm y mir geschenkt hatte, unter den Sachen, die ich mitnahm.

Immer wenn ich in dem Buch lese, erinnere ich mich an die 4 Menschen,

die mir zu einem ersten Ausblick auf die weite Welt verholfen hatten.

John-Boy?

- Ja. Was willst du? - Ob sie wohl wiederkommen werden?

Das weiß ich nicht, Elizabeth.

Ich möchte die Seiltänzerin gerne noch einmal sehen.

Vielleicht eines Tages.

Hoffentlich. Gute Nacht, John-Boy.

Gute Nacht, Elizabeth.

Im Anschluss einige Szenen aus der nächsten Folge von "Die Waltons ".

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