All language subtitles for Baron.Noir.S02E08.Kinder.der.Republik.German.1080p.BluRay.x264-PL3X

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Original subtitles

Im Hinblick darauf wiederhole ich meine Frage:

Haben Sie ein Problem mit Schwarzen und Arabern?

- Haben Sie ein Problem? - Sie sind ja wundervoll.

- Haben Sie ein Problem? - Ich bin Patriot, Monsieur Rickwaert.

- Haben Sie ein Problem? - Sie sind ja wundervoll.

- Haben Sie ein Problem? - Ich bin kein Rassist.

Wir brauchen nur genug Unterschriften, dann können die Franzosen abstimmen.

Sie können abstimmen per Referendum.

- Referendum? - Referendum.

- Referendum? - 100 Abgeordnete.

Zu den zwei Millionen Unterschriften...

Die Fans vom PSG schafften das, weil sie ein Wiederholungspiel wollten.

Im Fußball soll es möglich sein, aber nicht bei der Schule?

Aber nicht bei der Schule?

Haben Sie ein Problem mit Schwarzen und Arabern?

- Haben Sie ein Problem? - Sie sind ja wundervoll.

- Haben Sie ein Problem? - Ich bin Patriot, Monsieur Rickwaert.

KINDER DER REPUBLIK

Monsieur Rickwaerts neue Adresse lautet: 6 Avenue Blanc des Flandres?

Ja.

Haben Sie die Bilanz seines PR-Unternehmens gesehen?

Ja, und ich habe festgestellt,

dass er vor allem Abgeordnete aus dem Norden berät.

Ja, aber mein Mandant möchte vor allem wegen seiner Tochter dorthin ziehen.

- Meine Tochter hat Priorität. - Was schlagen Sie vor?

Mein Mandant hat bewiesen, dass er kooperiert.

Und er hat seit seiner Entlassung alle Auflagen streng eingehalten.

Er ist bereit, sich einmal die Woche im Revier in Dünkirchen zu melden.

- Ja. - Langsam, Herr Anwalt.

Er muss nicht unbedingt wieder in Haft, aber trotzdem...

Beginnen wir mit einer elektronischen Überwachung.

- Wieder so eine Fußfessel? - Bitte.

Um ihre berufliche Wiedereingliederung zu fördern,

schränke ich den Hausarrest mit Fußfessel auf 20 bis 7 Uhr ein.

Sie kriegen morgen die Fußfessel.

- Bei Couriège lief's gut. - Ja?

Ich lud ihn zum Essen ein. Er isst viel, aber er ist glücklich.

- Wie viele Unterschriften haben wir? - Mit den Senatoren fast 50.

- Oh Mann. Pierre Naville. - Er könnte unterschreiben.

Und wenn wir ihn fragen?

Los.

Pierre. Geht es dir gut?

Ich stieß auf deinen Artikel

für ein vereinheitlichtes Schulwesen.

- Außergewöhnlich. - Wovon sprichst du?

1983 im Rundbrief der Ligue de l'enseignement.

Du hast eine schöne Stellungnahme mit unterzeichnet.

- Das war eine andere Zeit. - Der Kampf geht weiter.

Bald wird die Niederlage von '84 nur eine Etappe gewesen sein,

die uns 30 Jahre später zum Sieg führte.

- Bereden wir das doch in Ruhe? - Macht einen Termin aus.

Auf Wiedersehen.

Der Typ hat dreimal die Frage gestellt:

"Frau Präsidentin, führen Sie ein Schulreferendum durch?"

- Der Druck nimmt zu. - Moment.

Séverine Méliane vom "Figaro".

Sie will einen Tag hier verbringen.

- Ihr Thema? - "Im Schoß der 'Kinder der Republik"".

Wer sind wir? Wer hilft uns? Und natürlich was online passiert.

In drei Wochen 600.000 Unterschriften auf Change.org.

Das ist beeindruckend.

Die schreiben nur über das Video.

- Das Video ist super. - Ja, echt witzig.

Ich weiß. Das sagen mir alle.

Wir gewinnen das Referendum aber nicht mit YouTube.

- Nein... - Geschafft! Der beste Tweet des Tages!

Das ist eine sehr gute Nachricht. Komm.

Unser Hashtag ist bei Twitter einer der Top-Begriffe.

Das ist genial.

- Toll. - Verbreitest du Cyrils Argumente?

Ich bin ein Troll.

- Ein Troll? - Ich trolle wie verrückt.

Ich erzähle auf den Seiten der Konservativen nur Scheiße.

Ich sage zum Beispiel, de Gaulle war gegen Privatschulen.

- Das stimmt nicht. - Das ist egal.

Die Typen verehren ihn und twittern viel.

Es gibt Streit, es gibt Likes, und der Hashtag verbreitet sich. Troll.

Der Premierminister.

Bericht zur Mischung

Ich habe mich lange unterhalten

mit Monsieur Delécluze, dem ehemaligen Schulaufsichtsbeamten,

und mit Madame Champaigne, Universitätsprofessorin.

Sie befassten sich mit der Dualität des Schulsystems in Frankreich.

Ihre Erkenntnisse helfen uns,

unsere Ziele in der Schulpolitik zu verfeinern.

Und wir betonen nochmals unseren Willen,

der Jungend im Land höchste Priorität einzuräumen.

- Danke. - Die Fotografen bitte.

- Monsieur Thorigny. - Monsieur Thorigny.

- Madame Champaigne. - Monsieur Thorigny.

Madame Champaigne.

Ja?

Cyril ist bei mir. Er hört mit.

Der Bericht ist schlimm. Acht Abgeordnete sind abgesprungen.

- Was? - Sie sind nicht für Privatschulen.

Sie sind gegen uns, um den staatlichen Schulen zu helfen.

Thorigny ist clever. Er will uns über unsere Linke kriegen.

Wir kriegen die Abgeordneten nicht mit Vernunft oder Mitgefühl.

Nur über ihre Wähler.

Die Zahlen für die Petition müssen explodieren.

Haben wir über eine Million, geben die Linken und Vidal auf.

Okay. Und wie?

Wir gehen in die Arbeiterviertel.

Da weiß man, was das Wort "Getto" bedeutet.

Wir tragen Kappen mit dem Logo und "Kinder der Republik",

T-Shirts, Anstecker, Sticker...

Wir machen Videos vom Klinkenputzen. Wir veröffentlichen sie.

Wir brauchen Etappensiege. Events, ein Konzert...

Das ist vielleicht übertrieben, aber nichts schweißt besser zusammen.

Toll. Aber welches Geld nehmen wir?

Unser Geld. Hast du mir zugehört?

Wir verkaufen die Accessoires, um die Aktionen zu finanzieren.

Wir leihen uns Geld, um mehr Geld zu machen, wir investieren.

Hallo?

- Hallo? - Ich höre dir zu.

Man kann das als eine Investition sehen,

aber man kann es auch so sehen: "Achtung, hier wird gemauschelt."

Also...

Schulden, mögliche Rückzahlungen in bar...

Du wurdest gerade verurteilt.

Wir werden streng überwacht. Es wird Kontrollen geben.

Wenn uns eine Bank Geld leiht.

Tut mir leid, aber die Idee funktioniert nicht.

Nicht nach der Veruntreuung.

Okay. Okay, im Grunde bin ich das Problem.

Ich habe das Feuer entfacht, aber das Problem bin ich.

Toller Teamgeist.

Ist das die Solidarität unter Aktivisten?

Okay, vergesst das. Wir buckeln und warten ab.

Ab morgen ist Cyril wieder im Parlament.

Wir überzeugen einen Abgeordneten nach dem anderen.

Ich versuche, Vidal für die Petition zu gewinnen. Ja?

In Ordnung.

Scheiße.

- Wie war der Premierminister? - Ziemlich unfreundlich.

- Hat er etwas gesagt? - Er blieb zehn Minuten.

So ein Betonkopf Das dauert schon drei Wochen.

Wir müssen die Streicheltherapie intensivieren.

Was will er denn noch?

Er wollte einen Bericht, der zeigt, dass Balsans Vorschlag schlecht ist.

Ich stimmte dem zu, und er durfte die Experten auswählen.

- Es ist wegen Rickwaert. - Philippe hat es auf mich abgesehen.

Es gibt kein Referendum.

Sie kriegen nie 100 Abgeordnete und zwei Millionen Unterschriften zusammen.

Kein Grund, mich zu verurteilen.

Thorigny will mich zwingen, ein Wahlversprechen zurückzunehmen.

- Ich bin mir nicht sicher. - Was will er dann?

Verzeih den Ausdruck, aber er will seine Eier zurückkriegen.

Als Premierminister wird man kastriert. Und du bist eine Frau.

Gut beobachtet.

Wird verletzter Stolz nicht geheilt, kommt es zu großen Katastrophen.

- Lies Saint-Simon. - Keine Zeit.

Ich würde dir genau dasselbe sagen, wenn du ein Mann wärst.

Bezirze ihn erneut. Lad ihn Samstag zum Essen ein.

Bei einem Mann würdest du diese Wörter nicht benutzen.

Thorigny würde sich nicht so verhalten, wenn ich ein Mann wäre.

Also tue ich genau das, was ein Mann tun würde.

Nichts.

Er soll seinen Alphatier-Stolz runterschlucken.

Sozialistische Partei

Philippe ist ein Gefühlsmensch. Das macht seinen Charme aus.

Aber er kann keinen Schlussstrich ziehen.

Er ist... Wie sagt mein Sohn? "Oldschool".

Er ist ein Nostalgiker, ein Melancholiker.

In der Poesie und der Musik ist das wunderbar.

Aber in der Politik...

Der Fehler von allen, die in der Geschichte untergingen, war,

dass sie die Zeitenwende nicht erkannten.

Dorendeu als Präsidentin gaukelt Kontinuität vor,

aber was steckt wirklich hinter der Fassade?

Die alte Welt bricht zusammen.

Die alte Welt mit ihren alten Praktiken,

den alten Parteien und alten Gräben.

Die Union der Linken, gemeinsame Programme?

Die alte Zentrumspartei mit dem Drang nach Unabhängigkeit...

Sozialdemokraten, die nie zu ihrer Realitätsverweigerung stehen.

Aktivisten einer Konservativen, die liberal und mal gaullistisch ist,

aber immer republikanisch und demokratisch.

Beteiligen wir uns gemeinsam an der neuen Welt.

Befruchten wir sie

mit der Vielfalt unserer Geschichten und Karrieren.

Behalten wir unsere Überzeugungen. Halten wir sie in Ehren.

Sie treiben uns an, ehren uns und machen uns aus.

Aber bringen wir sie endlich zusammen. Gemeinsam.

Dorendeu kann ihre Schussfahrt fortsetzen.

Wo geht die Konservative hin, wenn sie Chalon nicht will?

Zu Thorigny, der seine liberale Agenda dann durchsetzen kann.

Nicht?

Vielleicht. Aber das ist sehr theoretisch.

Ich bin eine Praktikerin. Ich habe eine Frage an dich.

Warum unterzeichnest du nicht die Petition fürs Referendum?

- Weil das nichts ändert. - Außer für die Kinder.

Und wenn das Referendum nicht klappt?

Dann hören wir auf wie 1984, und keiner redet mehr darüber.

Die Zukunft der Schule aufs Spiel setzen?

Nein.

Wir erreichen eine Mischung in den Schulen,

wenn mein Programm umgesetzt wird.

- Laurent? - Rickwaert passt nicht zum Wandel.

Rickwaert will zurückkommen. Das ist aussichtslos.

Sie kennen Rickwaert nicht.

- Ich schon. - Sag es ihm.

Dieser Irre kennt keine Grenzen.

Gut. Ich auch nicht.

Einer wollte mal einen Schwanzvergleich mit Rickwaert machen.

Er hieß Francis Laugier.

Also gut. Was machen wir dann?

Wir tun nichts wegen jemandem, der verurteilt worden ist?

Er spielt seinen Trumpf aus.

Er hat recht. Er ist mutig.

Seien wir es auch.

Ohne Risiko gewinnt man nicht. Gehen wir das Risiko ein.

Vor allem wir. Und für dich. Damit du unseren Block anführst.

Und unser Präsidentschaftskandidat wirst, nicht wahr?

Wer sonst?

- Amélie? Was denn? - Nein.

Sie hat den Franzosen bewiesen, dass sie eine Staatschefin ist.

Und Konsistenz muss immer vor der Person Vorrang haben.

Aber in dem Raum der Mitte zwischen Laurent und François,

wer stellt da ein Gleichgewicht her?

Ich.

Aber ja.

Hört mal. Ich zwinge euch nicht dazu.

Ich kaufe euch nicht.

Ich feilsche nicht um eure Unterstützung.

Ihr könnt frei entscheiden, aber ich marschiere in eine neue Welt.

Und egal, wie lange es dauert, wir werden gemeinsam marschieren

gegen die beiden Extreme, die das Land bedrohen.

- Ja, Salomé? - Papa, ich bin da.

- Wo genau bist du? - Ich bin am Strand.

- Ich sehe dich. - Ich dich nicht.

Doch, hier.

Du erzählst nicht viel.

Ich will dich so viel fragen,

aber ich weiß nicht, ob du mir antwortest.

- Erzähl mir doch von dir. - Na ja...

- Das Referendum? - Ich will nicht über Politik reden.

Wenn ich über Politik rede...

Dann rege ich mich auf und höre dir nicht zu.

- Dabei muss ich das. - Gut.

Dir scheint es gut zu gehen.

Früher sagte ich das, aber im Grunde...

War es nicht so.

Aber es geht mir besser. Ich nehme viel weniger Pillen.

Ich treffe mich mit meinem miesen Vater.

Selbst die Lehrergewerkschaften widersprechen dem Bericht nicht.

Die Unterschriften stagnieren.

Aber der Premier erzählt,

dass er den Bericht anregte und für ihn kämpfen musste.

Er wird nicht mehr tun als diese Kindereien.

Das Referendum macht keinen Druck mehr,

und ich muss mein Wahlversprechen nicht zurücknehmen.

- Er hat keinen Einfluss mehr auf mich. - Richtig.

- Danke. - Geht es dir gut?

Hast du wegen des Wochenendes nachgeschaut?

Ja, wir können am Freitag fahren.

Wir besuchen die Fondation Maeght.

Unsere Unterkunft ist ganz in der Nähe.

- Mein Bruder wohnt in der Ecke. - Ich war bei Vidal.

Vidal?

Du willst mich deiner Familie vorstellen.

Ich teile mit dir, was mir wichtig ist.

Gut.

Und will er euch beim Referendum unterstützen?

Das Referendum... Es sieht nicht gut aus.

Nein, er will mich haben.

Was verspricht er dir?

Eine Spitzenkandidatur bei der Europawahl.

Die Europawahl ist für Vidal nur eine Etappe.

Am Ende ist das Ziel Lille.

- Dich als Bürgermeisterin von Lille? - Ja.

Zuerst habe ich auch so geguckt.

Dann erzählte er mir von den "Indignados".

Wie sie in Barcelona gewannen und was sie daraus machten.

Lille.

Vidal kann zu Recht daran glauben. Vor allem mit dir.

Ich habe Nein gesagt.

- Das klingt nicht überzeugt. - Du kennst mich.

Ich verlasse meine Partei für so was nicht.

Aber wo steht meine Partei überhaupt?

Wir haben einen tollen Generalsekretär. Wirklich.

Aber zwischen Thorigny und Vidal wirkt die Partei alt.

Abgesehen von der Fondation Maeght und dem Besuch bei unseren Familien...

Wie sieht unsere Zukunft aus?

Ja, ich höre dich wieder.

Vier Senatoren weniger ist viel. Sind deine Leute gut drauf?

Ja, aber sie lachen weniger über Tophs Witze.

- Trollt er weiter? - Ja. Heute nahm er sich Champaigne vor.

- Ach ja? - Nur persönliche Angriffe...

Ihre Karriere, ihre Familie, die Farbe von ihrem Auto, ihre Fotos...

Toph hat recht.

- Wie? - Ich habe eine Idee.

Ich muss... Keine Ahnung. Ich melde mich.

Hinzufügen

Bastien, arbeitest du noch im Rathaus?

Mist. Und Delphine?

Gut. Meinst du, ich kann sie anrufen?

Ich kann es dir noch nicht genau erklären.

Ich möchte wissen, ob bestimmte Kinder eine öffentliche Schule besuchen.

Ja, das ist heikel.

Anmeldung Das ist kostenlos (und bleibt es)

Konto erstellen

Hinzufügen Anfrage verschickt

Fabienne Champaigne Anfrage akzeptiert

Sportverband der katholischen Schulen

Verband der Eltern von Schülern an Privatschulen

Referentin Betreuung der Schulen

- Da ist er. - Monsieur Carthaud! Bitte.

Können Sie uns Ihren Tweet erklären?

Ich fragte nur: "Sind die Kinder der Experten auf Privatschulen?"

Eine berechtigte Frage.

Beauftragen wir AREVA bei der Atomkraft

oder Monsanto bei Pestiziden?

- Monsieur... - Mach mit Monsanto weiter.

Monsato war der Knüller. Mach weiter, Pascal, okay?

Bei einem Bericht ist Unbefangenheit wichtig.

Aber hier waren einige Experten offensichtlich nicht unbefangen.

Madame Champaigne sitzt im Ausschuss von APEL.

Dem Führungsgremium der Privatschulen.

Der Bischof ernennt die Ausschussmitglieder.

Er ernannte Madame Champaigne.

Meine Frage lautet:

Verfasste sie den Bericht für den Premier oder den Bischof?

Nur weil es das Fernsehen ist, muss du nichts ändern.

Wir wollen den normalen Carthaud sehen.

Sie glauben Madame Champaigne nicht?

Es wird immer eine Ungleichheit zwischen den Schulen geben.

Ein Rektor einer Pariser Privatschule machte mal einen Scherz.

Er verglich manche Elternabende an seiner Schule

mit einem Ministerrat.

Aber das ist typisch für seine Kaste.

Er merkte nicht mal, wie heftig seine Worte waren.

Könnten diese Anschuldigungen gegen sie nicht kontraproduktiv sein?

- Schadet das Ihnen nicht? - Ich habe nichts gegen sie.

Aber sollte der Staat diese Ungleichheit finanzieren,

oder sollte die Finanzierung von der sozialen Mischung abhängen?

Das frage ich Sie. Und Madame Champaigne.

Er macht das nicht schlecht.

Sag das Philippe. Das wird ihn freuen.

Er wollte, dass ich es mache.

Warum hast du abgelehnt?

Wegen meiner Termine in der Nationalversammlung

ist das nicht möglich.

Und billiger Populismus ist sein Ding.

Erreichen wir was, wenn wir den Leuten drohen?

Welchen Leuten?

Welchen Leuten?

Wir greifen die an, die den Bericht schrieben.

Das ist dasselbe.

Wir klagen an und machen Vorwürfe.

Wir bringen die Leute gegen sie auf.

Hast du "Champaigne" gegoogelt?

- Nein. - Das ist Lynchjustiz.

Da wird einem schlecht.

Selbst ihre Urenkel sehen das noch, wenn sie ihren Namen googeln.

Ich habe sie angerufen, die Arme.

Sie dachte, sie schreibt nur ein Gutachten,

und jetzt steht ständig das Fernsehen vor ihrer Tür.

Ihr Name wird durch den Dreck gezogen, ihre Kinder gehen durch die Hölle.

Politik ist ein Kampf der Worte.

"Bischof", "Kongregation", "Diözese"...

Beim Thema Schule ist das unpassend.

Es ist vor allem lächerlich.

Champaigne war vor fünf Jahren kurz in dem Ausschuss.

Die Familie Champaigne lebt in Le Raincy im Département Seine-Saint-Denis.

Die Schule ist in Aulnay-sous-Bois.

Dort findet man kein einziges Kind aus Le Raincy.

Es erscheint ein Artikel über die Segregation im Departement.

Das ist erst der Anfang.

Das ist ungerecht,

aber diese Frau wird zum Symbol für die Gettoisierung der Schulen.

Worauf willst du hinaus?

Das Lager fürs Referendum wächst.

Stoppen wir die Polemik, stoppen wir die Dynamik.

- Wir geben also nach. - Nein, wir lenken ab.

Wir kündigen einen Bildungsgipfel an, damit man den Bericht vergisst.

Wir begraben den Bericht.

Aber das bringt gar nichts. Im Gegenteil.

- Tust du das, trete ich zurück. - Was erzählst du da?

Rickwaert kriegt nie 4,5 Millionen Unterschriften

oder 185 Abgeordnete.

Im Programm steht: 100 Abgeordnete und zwei Millionen Bürger.

Haben wir ein Gesetz dazu erlassen? Nein.

Also wird es kein Referendum geben.

Ein Rücktritt nach drei Monaten?

Ist die Dauer wichtig? Für mich zählen nur Prinzipien.

Am Samstag ist an der Sorbonne

ein Symposium über das Verfassungsgericht.

Ich soll dort eine Rede halten. Aber ich finde, du solltest hingehen.

Du könntest dort über unsere Pläne in Sachen Verfassung sprechen

und klar sagen, dass du die Spielregeln für Referenden nicht ändern wirst.

Samstag habe ich leider was anderes vor. Tut mir leid.

Ein Rektor einer Pariser Privatschule machte mal einen Scherz.

Er verglich manche Elternabende an seiner Schule

mit einem Ministerrat.

Aber das ist typisch für seine Kaste.

- Darf ich? - Sicher.

Das Ding startet automatisch.

Mein Enkel singt das die ganze Zeit.

- Ich kann es nicht mehr hören. - Wir müssen sie zurechtweisen.

Zurechtweisen? Sie haben die gleichen Konzepte wie wir.

Wir können sie anders schwächen.

Denn im Prinzip sagen sie, die Kinder im Viertel sind Eingeborene.

- Das klingt kolonialistisch. - Sie sind keine Rassisten.

- Ich sage nicht, sie sind Rassisten. - Ich sagte "Kolonialisten".

Gut. Ich will die Zukunft nicht beleidigen.

Kalhenberg wird ihnen nicht helfen. Dorendeu lässt das nicht zu.

- Die Partei betrügt sie. - Danach kommen sie zu uns.

Ist es das? Wie Véronique Bosso?

- Das hast du ihr gesagt? - Sollte ich kleinbeigeben?

Die Rücktrittsdrohung funktioniert nur, bis man wirklich zurücktreten muss.

Ich weiß, wovon ich rede.

Du fühlst dich nach der Drohung stark,

bis der Präsident abends deinen Rücktritt annimmt.

Dann merkst du, dass du den Fehler deines Lebens gemacht hast.

Am nächsten Morgen kaufst du dein Brot,

und dann hast du nichts mehr zu tun.

Ich habe damals mit meiner Tochter ferngesehen.

Ich kämpfte mit den Tränen.

Ich habe ihr Angst gemacht.

- Sie hält am Bericht fest. - Sie ist eine Schlange.

Sie wird dich gehen lassen.

Dann hat sie keine Mehrheit mehr. Und jetzt Neuwahlen? Hör auf.

Sie ist nicht schuld. Du trittst ja zurück.

Sie rückt nach links. Der private Sektor unterstützt dich.

Seit deiner Ernennung ist sie beliebt.

Ihr seid beide beliebt.

Es hängt davon ab, wie man den Rücktritt auslegt.

Ein mutiger Akt für die Werte

oder eine Lossagung aus politischem Ehrgeiz.

- Was denkst du? - Das stinkt.

Du bist zu impulsiv.

Man wird denken, du fürchtest die Demos gegen den Arbeitsvertrag.

Oder dass du beim ersten Konflikt die Nerven verlierst.

- Das fängt nicht gut an. - Ich habe es verstanden.

Handle schnell.

Man muss immer vom Schlimmsten ausgehen: Dass sie den Rücktritt annimmt.

Laurent hat recht. Es hängt davon ab, wie man den Rücktritt auslegt.

Wer ist schuld? Sie oder du?

Darum geht es.

Aber...

Wenn du schnell eine politische Entscheidung triffst,

bevor sie deinen Rücktritt akzeptiert, dann ändert sich alles.

Man denkt, sie entließ mich wegen meiner Entscheidung.

Dann ist sie für das Chaos verantwortlich.

Aber was? Es muss etwas Konsensfähiges sein.

Damit sie wie eine verbitterte Politikerin wirkt.

Wir.

Wir drei.

Eine gemeinsame Initiative gegen Extremismus.

Die Stimme der Vernunft und unsere Weisheit

gegen die Linken mit dem Schulkrieg und die Rechten.

Wir fangen also früher an? Aber ein Treffen in drei Tagen?

Und es muss sich rumsprechen.

Fangen wir mit einer Stellungnahme in der Presse an.

Das tat ich schon mal. Stellungnahmen sind ihr egal.

Eine Stellungnahme... Das ist so "oldschool".

Was macht ihr Samstag?

Das Treffen hat Tradition für Stéphane Thorigny.

Jedes Jahr wandern er und seine Anhänger

durch Souleuvre in seinem Wahlkreis.

Eine Hommage an sieben Märtyrer der Résistance.

Aber heute ist etwas anders.

Ihn begleiteten Laurent Mirmont, Vorsitzender der Sozialisten,

der kurz nach François Boudard eintraf,

dem ehemaligen Innenminister unter Jean-Marc Auzanet.

Die drei Männer wirkten ausgelassen und heiter.

Arschloch.

- Ja, Toph? - Arabische Mandelhörnchen. Lecker.

Super. Ich bin in 25 Minuten da. Schmollt Cyril immer noch?

Ich sehe ihn nur von hinten.

- Er hat mich nicht angerufen. - Warum sollte er?

Soll ich ihm was ausrichten?

Warte. Ich muss auflegen. Tschüss, Toph.

...der Konservative François Boudard und Sozialist Laurent Mirmont.

Obwohl man eine Pressekonferenz erwartet,

munkelt man hier schon von einem Zusammenschluss,

wo sich die Demokraten beider Seiten austauschen.

Der Ruf nach einer dritten Kraft,

die zwei Drittel der Franzosen vereint, ist eine alte Idee.

Aber die Ernennung von Thorigny zum Premier durch die Präsidentin...

Was sind die großen Herausforderungen?

Für die Globalisierung, Europa, und die Energiewende

brauchen wir Einheit.

Ich sage allen Anhängern der äußersten Linken Seite,

die mit Methoden der Inquisition einen Schulkrieg entfachen wollen:

Genug der Beleidigungen und Stigmatisierungen.

Und mit noch mehr Nachdruck sage ich der rechten Seite,

die durch Windbeutel in Versuchung geführt wird:

Hören Sie auf. Machen Sie nicht weiter.

Franzosen und Französinnen, hier ist unsere Botschaft:

Beenden wir den künstlichen Streit zwischen den Parteien.

- Ich habe genug gehört. - Versuchen wir lieber...

Das Symposium ist heute, oder?

Ja, die Abschlussveranstaltung ist um 18 Uhr.

Sagen Sie Bescheid, dass wir kommen.

Ich spreche über die Reform der Institutionen.

Ende der Ämterhäufung, Aufhebung des Paragrafen 49-3,

einfache Mehrheiten.

- Wir haben keine Rede. - Wir arbeiten im Auto.

Was ist mit dem Referendum?

Es bleibt bei 4,6 Millionen Wählern und 285 Abgeordneten.

Thorignys Botschaft ist klar: Kohabitation.

- Ich weiß. - Prangere ihn an.

Wen soll ich anprangern? Meinen Premierminister?

Wir haben ein Regierungsabkommen.

Solange die Sozialisten der Mittelpunkt waren

und Thorigny die Stütze,

konntest nur du den Block der Mitte anführen.

- Aber jetzt... - Boudard geht zu Thorigny.

Das Gravitationszentrum rückt nach rechts,

und Thorigny wird zum Mittelpunkt.

Der Kampf wird lange dauern, Martin.

Die Wahlen sind noch weit weg. Dann müssen wir bereit sein.

Jetzt reagieren wir eiskalt

und werten sie nicht auf, indem wir sie zu Opfern machen.

Am Samstag Wanderschuhe anziehen, kann jeder.

Eine neue politische Bewegung mit den beiden gründen?

Viel Glück, Herr Premierminister.

Stéphane Thorigny hielt eine Rede, die alles umfasste.

Das ist immer sein Markenzeichen.

Es gab mal einen Ehrenkodex.

Man schlug sich die Fresse ein, aber man hielt sich an die Regeln.

Man wechselte nicht einfach das Lager. Mirmont...

Mirmont ist scheißegal. Es geht um Amélie.

Sie sagt, es ist ein schlechter Moment. Wir sollen keinen Finger rühren.

Also rührst du keinen Finger.

Wenn sie untergeht, gehen wir alle unter.

Sie ist schuld an dem, was passiert.

Durch das Bündnis hat sie Thorigny geholfen.

Jetzt baut er seine Macht uns gegenüber aus.

Genau wie Vidal.

Wenn Amélie sich durchsetzt,

bestimmt sie das genaue Ausmaß der drei Blöcke.

Sie will keinen Liberalismus. Sie will "Progressivismus".

Weißt du, was Progressivismus ist?

Eine Mitte-links-Partei. Die ist immer noch links.

Wir warten also ab, wer den Streit gewinnt?

Das ist die Fünfte Republik.

Gewinnt Amélie gegen Thorigny, gibt es einen Mitte-links-Block.

Verliert sie, gibt es einen Mitte-rechts-Block.

Wo ist da die Partei?

- Wie wäre eine Pressemitteilung? - Wozu?

- Wir schließen Mirmont aus. - Hör auf.

Er scheißt auf die Partei.

Es mangelt hier schon viel zu lange an Disziplin.

Die Partei geht unter.

Also vergiss die Sanktionen. Mach Politik.

Du bist der Parteichef. Nur du kannst den Mist verhindern.

- Unterstütz unsere Aktion. - Das ist nicht möglich.

Uns fehlen nur noch 30 Abgeordnete. Mit dir kriegen wir die sofort.

Danach wird es Unterschriften regnen. Und Amélie führt das Referendum durch.

Nein. Wir brauchen 285 und 4,6 Millionen Unterschriften.

Sie wird ihr Wahlversprechen nicht zurücknehmen.

Sie spricht nachher an der Sorbonne zum 60. Jahrestag der Republik.

Sie wird sagen, dass sie nichts an den Referendumsbedingungen ändern wird.

Es ist vorbei, Philippe.

Wir müssen jetzt handeln. Du kommst mit zur Schule.

Samstagnachmittags ist da immer ein kleines Fest.

Wie eine linke Kirmes.

Kinder, Eltern, Lehrer, Vereine, Lachen, Schulterklopfen, Brause...

Du bringst die Partei zu den Leuten und sagst, dass du uns unterstützt.

Man wird dich feiern, und Amélie zieht sich zurück.

- Ich weiß nicht... - Doch.

Willst du mit 5 % enden wie ein Grieche?

Wir holen Amélie wieder zurück. Egal, ob freiwillig oder mit Gewalt.

Aber sie darf nicht kapitulieren.

Wenn wir das Referendum bekommen, hat Vidal verloren.

Er muss mit Ja stimmen. Da fallen wir auf unsere Pfoten.

Dann gibt es nur noch eine Linke und eine Rechte.

Die drei Blöcke sind tot, bevor es sie gab.

Du bist nicht Kalhendreou. Alles wird gut.

Und im Paradies hast du einen Platz zwischen Blum und Mitterrand.

- Fahren wir? - "Fahren wir"?

Und wenn sie nicht nachgibt?

Dann rückt sie nach rechts, und du bleibst ein Linker.

Du nimmst den Streit auf dich und schützt die Partei.

- Du wirst nie Kalhendreou sein. - Es ist leicht, den Krieg zu beginnen.

Aber wie weit gehen wir?

Man wird nicht nur Präsident, indem man es von klein auf werden will.

Die Geschichte entscheidet das.

Man muss der Richtige im richtigen Moment sein.

Informiere die Presse.

- Das geht nicht. - Moment.

Warum geht das nicht?

Du nimmst das. Komm mit mir mit.

Und du greifst... Du greifst den Schwanz.

Super.

- Hallo? Wo steckst du? - Ich bin bei deinem Freund.

- Was? - Wir sind alle links. Das ist toll.

Wir treffen dich bei der Schule.

Bis gleich.

Kalhenberg unterstützt Rickwaerts Sache.

Die Medien meldeten es gerade.

- Haben Sie es? - Ja, ja. Ah, da...

Ich bestätige es.

Es steht nichts im Artikel 61, der zwischen 1974 und 2008 in Kraft war.

Frau Präsidentin?

Martin Borde: Kalh schließt sich "Kinder der Republik" an.

- Du bist wirklich ein Aschkenasim. - Warum?

Lächle doch mal.

Wir zeigen es gleich allen gleichzeitig.

Vidal, Amélie, Mirmont, Thorigny. Das ist ein legendärer Schlag.

Verdammt, Daniel! Amüsier dich.

Le Chaim.

Le Chaim. Le Chaim.

Amélie...

Pack das Telefon weg, Daniel.

Pack das Telefon weg.

Okay.

Wir wollen Weiße

Entschuldigung. Okay.

Hier sind Ketchup...

Und Mayonnaise. Keine Ursache.

Sie kommen gleich.

Cyril?

Ja, er kommt mit Kalhenberg, und wir kriegen die Unterschriften.

Siehst du, was hier passiert?

Wir sind in deinem Wahlkreis. Dort, wo alles dank dir begann.

Da sind sie.

Oh Mist. Das ist Vidal.

Hör auf zu quengeln und nutz es aus.

Du hast die Kinder zur Basis der Linken gemacht.

Pfeif auf die, die das noch nicht verstanden haben.

Komm. Ich stelle dich vor.

- Ja, Véro? - Vidal kam gerade an.

Wir kommen.

- Was ist los? - Mach dir keine Sorgen.

Véronique. Ich freue mich, dich zu sehen.

- Freust du dich, mich zu sehen? - Ich freue mich sehr, Michel.

- Das ist Fanny Cholet. - Willkommen.

Das ist Cyril Balsan.

Gibt mir der Held des Tages die Ehre und führt mich herum?

Gern. Kommen Sie mit.

Martin Borde: Die Medien melden, dass Vidal bei der Schule ist.

Vidal kam gerade bei der Schule an.

Schon gut. Beruhige dich.

Was macht Vidal aus dem Referendum?

Das ist der Kuss des Bären.

Gib es zurück. Gib es zurück.

Nichts steht fest. Das ist die Geschichte der Linken.

Vidal ist ein politischer Terrorist.

Ich werde zermalmt zwischen dem bürgerlichen Block und Vidal.

Ich muss dir was erzählen.

Vor 50.000 Jahren hatten die Menschen es mit dem größten Raubtier zu tun,

das es auf der Erde gab.

Drei Tonnen Muskeln und so ein Kiefer. Der Diprotodon.

Es ist gut, Philippe. Es reicht.

Die Menschen dachten wie du, sie werden zermalmt.

Aber am Ende haben sie gewonnen, und der Diprotodon verschwand.

- Warum? - Ich will zurück nach Paris.

Denn Geschichte passiert hiermit.

Die Menschen legten Brände, machten ihm Angst

und sicherten zusammen ihr Gebiet.

- Sie haben nachgedacht. - Gib mir mein Handy.

Vidal liebt die Jagd nach dem Diprotodon.

Er sieht das große Tier und überlegt, wie er es erlegen kann.

Er hat nicht nachgedacht.

Er sah nur, er verliert, wenn er sich uns nicht anschließt.

Deshalb ist er hier. Schwach. Einnehmbar. Besiegbar.

Heute ist er der Diprotodon.

Wir müssen Brände legen, damit er in seinem Gebiet bleibt.

Unsere Kraft ist das, Daniel.

Okay, ich gehe rein.

Sei nett, Daniel.

- Du kommst nicht mit? - Nein.

Ich muss in zwei Stunden in Dünkirchen sein.

- Hallo. - Gib mir Daniel.

Er ist gerade beschäftigt.

Es ist sehr nett hier. Und dein Symposium?

Ist dir klar, welche Verantwortung ihr tragt?

An einem Punkt fragte ich mich: "Lebe ich in der Vergangenheit?"

"Und wenn sie alle recht mit ihrer neuen Welt haben?"

Aber es gibt Dinge, die ändern sich nicht.

Wie die Linke und die Rechte. So ist das.

Aber es tat mir gut, ernsthaft Bilanz zu ziehen.

Das ist wichtig. Psychologen nennen das Introspektion.

Das solltest du auch tun. Sich zu fragen, wer man ist.

Ob man links oder rechts ist, zum Beispiel.

Aber du hast nicht viel Zeit, um nachzudenken.

Aber es ist eine einfache Entscheidung.

Du begräbst das Referendum und hältst zu der rechten Seite...

Das wird nicht einfach, weil Thorigny einen Vorsprung hat.

Oder du wendest Artikel 11 an, führst das Referendum durch

und rückst wieder nach links, wo du hättest bleiben sollen.

Küsschen.

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Wir fahren weiter.

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