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-Wo hast du das geklaut? -Es ist nicht geklaut.
Die Gr�fin de Valois hat es gekauft.
Mit Unterst�tzung von den armen, gefallenen Frauen.
Verdammt, Jeanne! Wie viel nimmst du ein?
Reichlich.
Seit der Fehlgeburt genest die K�nigin in ihren Gem�chern,
klammert sich an ihre Kinder.
Es hei�t, ihr Gesicht habe die Farbe von verdorbener Milch.
Doch ihre Abwesenheit kommt unseren Pl�nen zugute.
Die H�flinge haben keine M�glichkeit, meine Geschichte zu widerlegen.
Sie denken, ich sei die neue Freundin der K�nigin.
Und was ist mit der Kette?
Wie willst du den Juwelier �berzeugen?
Gar nicht. Nur das Ziel.
-Das du noch nicht gefunden hast. -Villette, deine Bedenken nerven.
In Versailles wimmelt es vor reichen Idioten, die gefallen wollen.
Ich muss nur den finden, der verzweifelt genug ist,
um ihr die teuerste Kette der Welt zu kaufen.
-Damit sehe ich wie die Mesdames aus. -Nein, du bist h�bsch.
H�rt jetzt bitte mit dem Getue auf.
Es reicht.
Mousseline!
Eure Majest�t.
Mir geht es ausgezeichnet. Ich habe mich lange genug ausgeruht.
K�mmern Sie sich um den Dauphin, er hatte eine sehr unruhige Nacht.
-Was ist das denn? -Ein Geschenk.
K�mmere dich bitte um Mousseline.
Komm. Wir wischen das wieder ab.
Dieses Parfum hebt meine Laune,
-wenn ich etwas neben mir bin. -Diese Schw�che ist ungewohnt.
Was, wenn ich mich nie mehr wie zuvor f�hlen werde?
Das wirst du. Du bist st�rker, als du denkst.
Lasst mich allein.
Sagen Sie, Sie haben die Briefe.
Ich habe den Diebstahl untersucht.
Sehr diskret. Doch nichts wurde gefunden.
Wo sind sie nur?
Verstehen Sie das? Wenn Louis sie sieht, l�sst er sich scheiden.
Der Dieb stahl auch anderes.
Er ahnt vermutlich nicht, was er da hat.
Wisst Ihr noch, wie kalt es war?
Er hat vermutlich Feuer damit gemacht.
Breteuil. Wenn er sie verbrannt h�tte,
w�ren meine W�nsche ans Licht gekommen.
-Gr�fin. -Gr�fin.
-Haben Sie vielen Dank. -Sehr gern geschehen.
F�r die armen, gefallenen Frauen. Danke.
Verzeihung, seid Ihr etwa betrunken?
Und wenn schon?
Ich habe einen nutzlosen, elenden Mann und ein ebensolches Leben.
Irgendwo muss ich ja Vergn�gen finden.
Die Gr�fin de Valois.
Ich muss mit ihr reden.
Vielleicht solltet Ihr auch etwas Wohlt�tiges tun.
Oder sucht Euch ein Hobby.
Sonst h�lt man Euch f�lschlicherweise noch f�r eine Fischfrau.
Kennt Ihr die Gr�fin de Valois?
Ist sie wirklich mit der K�nigin befreundet?
Ich verrate Euch ein Geheimnis.
Kommt �ber Eure Schw�rmerei f�r Antoinette hinweg! Es ist erb�rmlich.
Erb�rmlich!
Prinzessin de Lamballe wirkt traurig.
Sie w�rde alles f�r die Zuneigung der K�nigin tun.
Das Problem ist, dass ich noch kein Geld f�r die Waffen in Amerika bekam.
Sprechen Sie mit Calonne. Es ist jetzt seine Angelegenheit.
Danke.
Ich hoffte, mit "Die Hochzeit des Figaro" etwas zu verdienen.
Doch Eure Majest�t hat es verboten.
Was hatten Sie erwartet? Darin wird die herrschende Klasse verspottet.
Gef�hrliche Worte haben gef�hrliche Folgen.
Ihr habt recht, Sire. Ich bin zu weit gegangen.
Doch ich habe es �berarbeitet, das St�ck ist jetzt eine harmlose Farce.
Eure Majest�t, helft mir.
Ihr wart immer eine F�rderin der Kunst.
-"Der Barbier von Sevilla" war toll. -Ihr wart toll darin.
Erinnert Ihr Euch daran, Majest�t?
-Ihr lie�t das Theater erstrahlen. -W�re eine Vorstellung so schlimm?
Wenn der Humor erhalten bliebe�
Brauchen wir nicht alle ein bisschen Vergn�gen?
Ich werde die neuen Seiten lesen.
Wenn weder Politik, Religion noch die Regierung erw�hnt wird,
gibt es eine private Auff�hrung in Versailles. Nur mit Einladung.
Es wird eine harmlose Unterhaltung, ganz ohne Folgen.
Das hoffe ich. Ich w�rde Sie ungern in der Bastille einsperren.
Das wird ein Spa�. Ein ganz gro�er Spa�.
Ich sollte�
Ich muss mit Rose sprechen.
Ja.
�ber die Kost�me.
Verzeihung.
Was hat Fersen gesagt, Antoinette?
Nichts. Er hat mich kaum angesehen.
-Er brennt darauf, dich zu sehen. -Nein, nein.
Das w�re noch schlimmer.
Ich muss ihm aus dem Weg gehen. Ich hoffe, er bleibt nicht lange.
-Du verdienst Liebe, Antoinette. -Ich wurde f�r die Pflicht geboren.
Nicht f�r das Gl�ck.
Wenigstens hat dieser kleine Mann kein Fieber mehr.
F�hlen wir uns besser?
Und du.
An meiner Seite.
Du hast den Posten, damit ich die Schulden abbezahlen kann.
In der Staatskasse ist weniger, als du denkst.
Ich kann dir nur 300.000 geben. Vorerst.
Saint James braucht diesen Monat vier.
Wenn er mir droht, verweise ich ihn an dich.
Oh! Darf ich?
Pudern Sie Ihr Haar, Calonne, der K�nig verlangt nach Ihnen.
Gr�fin Polignac. Ich st�re doch nicht etwa?
Ganz und gar nicht.
-Guten Abend. -Guten Abend.
Sie sollten Ausgaben k�rzen, doch immerzu kommen Rechnungen.
Nein, Ihr batet mich, das riesige Loch in der Wirtschaft zu stopfen.
K�rzungen w�rden Frankreichs Schw�che best�tigen.
Ihr m�sst investieren, um Eure St�rke zu beweisen.
Neue Stra�en, Gef�ngnisse, investiert in einen neuen Hafen in Cherbourg.
K�rzungen sind jetzt nicht die richtige Antwort.
-Ihr m�sst Ausgaben t�tigen. -Ich habe kein Geld.
Wir m�ssen mehr Kredite aufnehmen.
Zeigen Sie mir einen Plan.
Ich wei� nicht. Sollte ich spielen, wenn der Dauphin krank ist?
Er zahnt, nichts weiter.
Erz�hlen Sie mir alles. Wie ist Ihre neue Anstellung im Palais Royal?
Der Herzog von Orleans behandelt mich gut.
Ich hoffe, sein Sohn ebenfalls.
Wenn Chartres Ihnen Sorgen bereitet, k�nnen Sie hierher zur�ckkommen.
Ich wei�.
Ist das "Die Hochzeit des Figaro"?
Beaumarchais hat mich engagiert, meine m�rrische Miene sei
perfekt f�r die Rolle der Marceline.
-Aber Ihr m�gt das Theater nicht. -Nein, es ist l�cherlich.
Doch ich brauche ein Hobby. Ich dachte an G�rtnern,
aber hiermit kann ich Euch �rgern. Zwei Fliegen mit einer Klappe.
Schnell, Susanne, Ihr kommt zu sp�t zur ersten Probe.
Ja, Fr�ulein. Sofort, Fr�ulein.
Oh, bedaure, alle Rollen sind vergeben.
-Sie k�nnen mich nicht fernhalten. -Wieso nicht?
Sie werden sie auch bald langweilen.
Vielleicht.
Doch Sie sehen nicht das ganze Schachbrett, nur die K�nigin.
Wartet auf mich!
Nun, Eure Majest�t, Freunde,
ich will die Darsteller vorstellen und den Rahmen abstecken.
Unser Held, Figaro, ist ein Mann von Welt.
Er ist aufgestiegen und gefallen
und muss von seinen Verdiensten leben.
Wir sehen Figaro am Vorabend seiner Hochzeit mit der sch�nen Susanne.
Ja.
Figaros Herr ist der Graf Almaviva.
Als Adliger hat er das Recht, die Br�ute des Ortes zu entjungfern
in der Nacht vor ihrer Hochzeit.
Und er hat die Absicht, die liebreizende Susanne zu entjungfern.
Da haben wir ja unseren Grafen Almaviva.
Eure Majest�t.
Guten Tag zusammen.
Hier ist Ihr Skript. Gehen Sie auf die B�hne.
Jetzt, da wir alle hier sind,
�berlassen wir Figaro die B�hne.
Saint Georges, 5. Akt, Szene 3, bitte.
O Weiber, Weiber, Weiber!
Schwaches, und doch in R�nken so starkes Geschlecht!
Nichts, was erschaffen wurde, lebt, kann gegen die eigene Natur ankommen.
Ist es die Eure gar, untreu zu sein?
Sie schwor im Beisein der Gr�fin, dass sie es nicht tun w�rde.
Doch noch w�hrend das Fest im Gange war�
Das Parlament in Paris widersetzt sich mir bereits.
Was, wenn es weiteren Krediten nicht zustimmt?
Es gibt noch eine andere M�glichkeit.
Ich kann die Steuern f�r Klerus und Adel nicht erh�hen.
Wieso nicht?
W�hrend Euch der Krieg ablenkte, fielen sie ins Mittelalter zur�ck.
Sie kontrollieren das Parlament und leisten keinen Beitrag
f�r den Staat.
Frankreich wird nur mit einem gerechteren Finanzwesen vorankommen.
Steuern bemessen sich am Besitz, nicht an der Geburt.
Unsere Lage ist schon prek�r genug.
Ihr Vorschlag w�rde alles entz�nden. Nein.
-War's das oder wollen Sie mitbaden? -Das war alles.
Finden Sie einen Weg, damit das Parlament neue Kredite bewilligt.
Ja, Eure Majest�t.
Erinnern Sie sich an den Schweden, der als Favorit der K�nigin galt?
Ich habe ihn als ihren Gegenpart besetzt.
Sie bekommt kaum eine Zeile heraus.
-Verfolgen Sie damit einen Zweck? -Vielleicht verdient die K�nigin es.
-Zu Ihrer Information. -Vielen Dank.
-Zu Ihrer Information. T�glich um 9. -Cagliastro.
Kardinal Rohan soll sein M�zen sein, er hat ihn schon in Paris eingef�hrt.
-Diesen Scharlatan? -Okkultist, Alchemist, Heiler.
Ich sah ihn in Stra�burg. Es hei�t,
anders als die meisten heile er mehr, als dass er t�te.
-Er erregt auf jeden Fall Aufsehen. -Beliebtheit ist Macht.
Das Palais Royal w�re der perfekte Rahmen f�r seine Audienz.
Du solltest ihn einladen. Ihn anh�ren.
GRAF CAGLIOSTRO L�DT EIN ZU SEINER AUDIENZ JEDEN ABEND UM NEUN UHR
Wen haben wir denn da?
Es ist unertr�glich. Ich muss von dem St�ck zur�cktreten.
Eure Majest�t.
Ein Kardinal, der eine K�nigin braucht.
Ich schlage nicht vor�
Ich leugne nicht�
Ich� Wieso m�ssen da so viele W�rter sein?
Ihr findet nie das richtige Gef�hl, wenn Ihr nicht vom Blatt aufschaut.
Machen wir weiter. 1. Akt, Szene 8.
Der erste Versuch des Grafen, sie zu verf�hren.
Na los!
Nur zu!
Bist du ver�rgert, Susanne? Du bist allein, f�hrst Selbstgespr�che.
Wolltet Ihr etwas, Euer Exzellenz?
Wenn man mich hier mit Euch s�he�
Es w�re h�chst unangenehm, wenn man mich hier f�nde.
Doch du wei�t, was ich empfinde.
Ich nehme an, Basilio hat dir gesagt, dass ich dich liebe.
Verzeihung.
Mir bleibt kaum Zeit, um dir meine Absichten mitzuteilen. H�re!
Mir bleibt kaum Zeit� Ich� Susanne�
-Ich werde nicht zuh�ren! -Halt! Alles gut.
-Eure Majest�t. -Was?
Was habt Ihr?
Graf Fersen, Almaviva verzehrt sich nach dieser Frau.
Seht sie Euch an.
Er muss sie haben.
Und Eure Majest�t, er muss Eure Zur�ckweisung glauben.
Darum: Geht aus Euch heraus.
Lasst Euren Gef�hlen freien Lauf.
Noch einmal.
Antoinette.
Bitte, bleib stehen.
-Ich dachte, wir w�ren Freunde. -Das m�chte ich nicht sein. Danke.
Ich h�re auf mit dem St�ck, ich will dir keinen Kummer machen.
Daf�r ist es zu sp�t.
Du hast mich drei Jahre vergessen und tust nun so, als w�re nichts gewesen.
Wieso bist du hier?
Ich kommandiere bald das schwedische Regiment.
-Warum bist du dann hier? -Weil ich dich wieder sehen wollte.
Bitte! Ich habe nichts von dir geh�rt.
Kein Wort. Nur aus Depeschen wusste ich, dass du nicht tot bist.
Ich konnte nicht schreiben. Aber�
Meine Briefe w�ren abgefangen worden und h�tten dich in Gefahr gebracht.
Was zwischen uns war, ist vergangen.
Du jagst einer Erinnerung hinterher.
-Ich habe dich nie vergessen. -Bitte, h�r auf damit.
Ich bin nicht mehr wie fr�her.
Ich bin die Mutter des k�nftigen K�nigs.
Du hast recht. Du hast dich ver�ndert.
Doch ich glaube, du hast auch ein St�ck deiner selbst geopfert.
Daf�r liebe ich dich noch mehr.
-Susanne? -Wolltet Ihr etwas, Eure Exzellenz?
Es w�re�
h�chst unangenehm,
wenn man mich hier f�nde.
Doch du wei�t, was ich empfinde.
Unartige Antoinette.
Wer sind Sie?
Marguerite de Gourbillon.
Beaumarchais will, dass ich Euch helfe, den Text zu lernen.
-Ich brauche keine Hilfe. -Ach nein?
-Wie bitte? -Er denkt, Ihr seid hoffnungslos.
Ein bisschen mehr Respekt!
Schmeicheleien h�rt Ihr doch sicher genug.
Ach ja?
Euer Atem stinkt nach Cognac.
Lasst mich raten: Provence stellt Euch nicht zufrieden?
-Wie k�nnen Sie es wagen? -Ich habe auch so einen.
-Ja. -Auf dem Land.
Aber ich lasse mir von der Ehe nicht das Leben verderben.
Sie wissen nichts �ber meine Ehe.
Ich habe Euren Mann herumstolzieren sehen.
Wie ein sehr kleiner Gockel.
Ihr seid hier frei.
Sofern Ihr das wollt.
-Wieso biete ich ihm eine B�hne? -Cagliostro hat eine Gabe.
Er sagte den Tod der K�niginmutter auf Tag und Stunde genau voraus.
-Cagliostro macht mir Angst. -Sieh nicht ihn an.
Wir sind wegen seines M�zens hier.
-Der Kardinal? -Er ist ein Rohan.
Eine der �ltesten, reichsten Familien.
Er ist das perfekte Ziel.
Gierig, dumm
und gutgl�ubig.
Ich nutze das Wasser, um mich zu konzentrieren.
Um den Engeln in den Sph�ren zuzuh�ren.
Ein Jahrmarkttrick.
Da ist eine Botschaft.
F�r einen Mann Gottes.
Ihr kommt einer sch�nen Frau n�her.
-Oh Gott. -Doch doppelte Trauer
macht ihr Herz hart und l�sst sie m�chtiger als jeden Mann werden.
-Er meint dich. -Oder jede andere Frau hier im Raum.
Oder glaubst du an dein Horoskop?
Lass uns gehen.
Ich bin erstaunt, dass ich Sie ohne Kardinal Rohan antreffe.
Er w�rde mich gern anleinen.
Ihr G�nner hat Sie sicher auch gern bei sich?
Chartres ist mein Prot�g�, nicht mein G�nner.
Ach ja? Was lehren Sie ihn?
Philosophie, Politik.
Er w�re in der Lage, Frankreich zu ver�ndern, doch er ist so faul.
Ich hoffte, Sie k�nnten das �ndern.
-Woran dachten Sie? -Er wirkt angetan von Eurer Freundin.
So wie Ihr. Ihr starrt sie an.
Ich m�chte nicht verpassen, wenn er sie in Rauch aufgehen l�sst.
Ganz im Ernst, wie k�nnt Ihr bei so etwas mitmachen?
Seit man mich aus Versailles warf, am�siere ich mich, wo ich kann.
Graf Cagliostro!
Kommen Sie, bitte. Sie sind ein Zauberer?
Zeigen Sie uns Ihren besten Trick.
Ich betrachte mich eher als einen Fragenden.
-Ich suche verborgenes Wissen. -Nat�rlich.
Wenn man genau hinsieht, sind Wissenschaft, Magie und Religion
gar nicht so weit auseinander.
Niemand glaubt mehr an Gott.
Alle glauben an Cagliostro.
H�tet Eure Zunge. Gott gibt uns das Recht, zu regieren.
Wenn er Eurem Bruder das Recht gab, zweifle ich nur noch mehr an ihm.
-Seht. -Da ist noch eine Botschaft.
Sicher doch.
Der Dauphin wird nicht Frankreichs Thron besteigen.
Frankreich wird einen neuen K�nig suchen. Einen Prinzen von Gebl�t.
Der hier anwesend ist.
Gute Nacht.
Oh, so launisch und noch viel �rger, wenn Ihr denkt�
Ich�
-Gehen Sie. -Bleiben Sie.
-Madame? -Ich probe.
-Du willst wirklich auftreten? -Wieso denn nicht?
Du hast kein Talent.
Selbst in den h�chsten St�nden
werden Frauen herablassend, ver�chtlich behandelt.
-Ja, ja� -Sie k�dern uns in die Sklaverei.
-Sklaverei? -Haben wir Besitz,
behandelt der Herr uns wie Kinder, bei Vergehen wie Erwachsene.
Bei euren Umgang mit uns
f�hrt eure Haltung bei uns nur zu Abscheu oder Mitleid.
Beaumarchais ist eine Hexe.
-Er wurde nicht adlig geboren. -Oh nein.
-Er hat seinen Titel erfunden. -Und dennoch durchschaut er uns.
Genau dieses Gef�hl wollen wir.
Und noch mal. Um sicher zu sein.
Und aus Liebe zu ihr habt Ihr dieses schn�de Recht abgeschafft.
Sprich, meine Liebe.
Das Recht, frei zu sprechen, steht dir immer zu.
-Nimm es dir heute schon. -Dieses Recht will ich nicht.
Ich will nichts damit zu tun haben. Lasst mich bitte in Ruhe.
Sag erst, was du sagen wolltest.
Ich erinnere mich nicht.
-Die Pflicht einer� -Hier entlang.
Lass uns im Garten reden.
Sp�ter, wenn es dunkel wird.
Ich sorge daf�r, dass es sich f�r dich lohnt.
Ginge ich statt dir, s��es M�dchen, m�sstest du nicht hin.
Wo sollst du dich mit ihm treffen?
Ich erinnere mich nur an den Garten.
Gibst du deiner Schwiegermutter keinen Kuss, meine h�bsche Susi?
Ich war als M�dchen sehr ungl�cklich.
Ich w�re eine noch ungl�cklichere Ehefrau geworden.
Doch jetzt bin ich gesegnet.
Du hast eindeutig keine Ahnung, was da vor sich geht.
Du wirst es mir sagen, nehme ich an.
Deine Gattin stolziert als Dienstmagd auf der B�hne herum,
vor Fersen.
Fersen spielt mit?
Seine Ideen schw�chen unsere Position. Das musst du unterbinden.
Bevor das ganze Haus davon ergriffen wird.
Sag die Auff�hrung ab.
Nein.
-Zwei Wochen. -Nein! Zwei Wochen?
Zwei Wochen.
Zwei Wochen lagen wir vor Finisterre.
Dann fuhren wir auf Umwegen �ber den Atlantik,
um den Engl�ndern zu entgehen.
Und dann legten wir in Rhode Island an.
-Wie aufregend! -Nun, leider nicht.
Die englische Flotte blockierte uns, und wir mussten ein Jahr
in Newport bleiben.
Ein Jahr?
Du hast sicher Mittel und Wege gefunden, dich bei Laune zu halten.
Waren die Frauen sehr sch�n?
Eine oder zwei gen�gten den Anforderungen.
Doch ich interessierte mich mehr f�r die Flora und Fauna.
L�gner.
Alles, was ich von der Welt sehe,
ist der Ausblick vom Fenster.
Ich wei� gar nichts.
Dann werde ich f�r dich sehen.
Oder�
du k�nntest hier bleiben.
Ich k�nnte eine Anstellung f�r dich finden.
Sag Ja.
Ich m�chte nicht noch einer sein, der etwas von dir will, Antoinette.
Bekomme ich das Kommando, bin ich wenige Stunden entfernt.
Wenn ich Urlaub habe, komme ich zu dir.
Das gef�llt mir.
Den Kardinal als Ziel auszuw�hlen, ist verr�ckt.
Die Rohans sind m�chtig. Sie sollen ihre Feinde ohne Gnade behandeln.
Ganz genau. Der Juwelier w�rde nie beim Kardinal nachfragen.
Wenn sie uns erwischen, h�ngen sie uns.
Also, wir haben genug, um einen Bauernhof zu kaufen.
Ich w�rde f�r dich sorgen�
-Du w�rdest f�r mich sorgen? -Ja.
Du warst zu lange in Paris.
Die guten L�ndereien in diesem Land geh�ren dem Adel und der Kirche.
Kauf nur deinen Bauernhof, wenn du das willst.
Dann wirst du im Schweinestall schlafen und auf dem Acker schuften,
und der Gutsherr bekommt die Ertr�ge und v�gelt deine Frau und T�chter.
Nur die Reichen sind vor dem Hunger sicher.
Nur die fabelhaften,
unantastbaren, unanst�ndig Reichen.
Du bist entweder auf meiner Seite oder gegen mich.
Vergebt mir, Vater, denn ich habe ges�ndigt.
Ich habe versucht, eine gro�artige, tugendhafte Frau zu verf�hren.
Die Gr�fin Jeanne de Valois.
Valois?
Ja. Sie ist eine Nachfahrin von K�nig Henri II.
In Wahrheit wollte ich ihren Einfluss auf die K�nigin f�r mich nutzen.
Sie sind eng befreundet.
Ich h�rte, die Gr�fin habe Calonne seinen Posten verschafft.
Erz�hl mir mehr.
Guten Tag. Ich m�chte Sie einladen zu "Die Hochzeit des Figaro".
Guten Tag. Sie sollten sich unser St�ck ansehen.
Meine Damen. Sie sind eingeladen zu "Die Hochzeit des Figaro".
-Ich hoffe, Sie kommen. -Eher steche ich mir die Augen aus.
Nun denn� Meine Herren, kommen Sie zur Vorf�hrung.
DIE K�NIGIN VON FRANKREICH IN DIE HOCHZEIT DES FIGARO
Kommen Sie zu "Die Hochzeit des Figaro".
Gr�fin de Valois, nicht wahr?
Wie seltsam. Ihr Name taucht �berall auf.
Und doch haben wir bis vor Kurzem nie zuvor von Ihnen geh�rt.
Wie meint Ihr das, Prinzessin?
Vielleicht geben Sie sich wegen der Spenden als Freundin der K�nigin aus.
Ich bin keine Diebin.
Auch wenn ich gestehen muss, dass ich auf manches im Leben nicht stolz bin.
Die K�nigin ist so liebensw�rdig,
sie sieht mir vergangene Fehler nach.
Vielleicht w�sstet Ihr das, wenn Ihr ihr noch nahestehen w�rdet.
Woher haben Sie das?
Ein Geschenk der K�nigin.
H�bsch, nicht wahr?
Seid Ihr zu ihrem St�ck eingeladen?
Ich erinnere mich. Die K�nigin erw�hnte Ihre Sammlung.
Ich freue mich darauf, Euch besser kennenzulernen, Prinzessin.
Wir kennen uns nicht. Kardinal Louis de Rohan.
Kardinal.
Vielleicht k�nnten wir uns privat unterhalten?
-Verzeihung. Ich wollte nicht st�ren. -Ihr st�rt nicht.
-Ich dachte, ich k�nnte� -Er ist gerade eingeschlafen.
Vor Sorgen vernachl�ssige ich meine Familie.
Wie geht es meiner Frau?
Das St�ck tut ihr sehr gut. Sie scheint gl�cklich zu sein.
Gut. Das ist gut.
Und Graf Fersen, ist er�
-Sie mochte ihn einst wohl sehr gern. -Ihr habt nichts zu bef�rchten.
Ich h�tte nicht an ihr zweifeln sollen.
Man denkt Vieles, wenn man niemanden zum Reden hat.
Ich kenne das Gef�hl.
Danke, Herzogin.
Es ist niemals ganz perfekt. Was auch immer passiert, passiert.
Wir haben gen�gend geprobt. Bleiben Sie ruhig, vertrauen Sie auf sich.
Worauf bist du wohl aus? Zuf�llig auf einen Kuss von Graf Fersen?
Ich werde es niemandem sagen.
Aber� Nicht?
Zumindest vorerst nicht.
Vielleicht haben wir auch Anspruch auf ein Privatleben.
Glaube nicht, dass ich dich jetzt mag.
-Haben Sie, haben Sie� -Ich habe nichts geh�rt.
Oh Gott.
Ihr seid zu vertrauensselig, Majest�t.
Einige in Eurer N�he w�nschen Euch nichts Gutes.
Sie w�rden Euch f�r ihre Ziele verbrennen.
Wer?
Saint Georges, wenn Sie etwas wissen�
sagen Sie es mir.
Sagen Sie es mir.
Seid einfach vorsichtig, Antoinette.
Viel Gl�ck!
Fersen.
Josephine wei� es.
Sie wei� von uns.
-Wir haben� geprobt. -Ja. Mir war eine Szene unklar.
Ja, danke.
Die Auff�hrung ist abgesagt.
-Louis� -Denk daran, wer du bist.
Es tut mir sehr leid, Beaumarchais.
Ich konnte mit dem St�ck nicht weitermachen.
Die Krankheit�
-Sie kam �ber mich. -Sie war furchtbar krank.
Wir arrangieren einen neuen Termin, wenn es Euch gut geht.
Doch�
vielleicht erlaubt der K�nig es nicht.
Ich verstehe.
Ich hatte gehofft, dass�
mit Blick auf meine Finanzen,
unsere kleine Darbietung zu einer Auff�hrung in Paris f�hrt.
Es tut mir leid, Beaumarchais.
Wie viel hat Louis tats�chlich gesehen?
Nichts.
Alles.
Ich will ihm auf gar keinen Fall wehtun.
Was soll ich tun?
Du musst ihm zeigen, dass er dich nicht verloren hat.
Wie?
Es war dumm. Ich war�
Es war so dumm von mir, diese Rolle anzunehmen.
Ich setzte mich dem Verdacht eines Fehlverhaltens aus.
Hat sonst jemand dich gesehen, allein mit�
Es wird nie wieder geschehen.
Niemals.
Ich verspreche es.
War Beaumarchais sehr aufgebracht?
Ja.
Er sollte nicht f�r meinen Fehler bestraft werden.
Vielleicht gew�hrst du ihm eine Auff�hrung?
In Paris. Mit professionellen Schauspielern.
Den Leuten w�rde es gefallen, und Beaumarchais w�rde etwas verdienen.
Mir gef�llt die neue Fassung.
Ich bin sicher, die Entscheidung f�nde Anklang.
Ich f�hle mich schrecklich.
Vergib mir.
Bleib bei mir.
Langsam, langsam.
-Eminenz. -Gr�fin.
Sie kommen sehr sp�t.
Doch kommen Sie bitte herein.
Henri II von Valois, mein Ahnherr.
Ich bringe Geschenke.
Eine h�bsche Summe f�r Ihre Spendensammlung.
Die armen, gefallenen Frauen stehen in Ihrer Schuld.
Bitte.
Die Frauen, die Sie unterst�tzen, sind schamlose S�nderinnen.
Versuchen Sie sich auch darin?
Ich bin eine respektable Frau, genau wie die anderen.
M�nner wie Sie beleidigen Gott mit derlei Fragen.
-Gehen Sie. Nehmen Sie Ihr Geld. -Gr�fin, Sie missverstehen mich.
Sie wollen mich nicht verf�hren?
Du lieber Himmel, nein!
Wie kommen Sie denn darauf?
Vergeben Sie mir, manchmal erregen meine unbedachten Worte Ansto�.
Mir geht es genauso.
-Ich fiel bei der K�nigin in Ungnade. -Dann sind wir im Geiste verwandt.
Und jetzt gute Freunde.
Lassen Sie Wein bringen, ich bleibe noch.
Eine wunderbare Idee, doch das geht nicht.
-Ich treffe noch andere Wohlt�ter. -Erf�hrt die K�nigin von der Spende?
Ja, doch Sie selbst d�rfen die Spende ihr gegen�ber nie erw�hnen.
Wohlt�tigkeit ist f�r sie etwas Privates.
Doch �blicherweise schickt sie ein Dankesschreiben.
-Wann kann ich damit rechnen? -Ich muss nun gehen.
Wie viel?
Genug f�r einen weiteren Monat Miete.
Und genug, um f�r dich die beste Tinte zu kaufen.
Es wird Zeit, K�nigin zu werden.
Verzeihung. Verzeihung.
Begr��en Sie bitte den K�nig und die K�nigin in Paris.
Guten Abend.
Nehmen Sie bitte Platz f�r die Premiere
von "Die Hochzeit des Figaro".
-Was soll das denn bringen? -Wart's nur ab.
19 mal 26 Fu�.
Sieh nur, Figaro, meine Hochzeitshaube.
Glaubst du, sie sitzt so besser?
Sie sitzt perfekt.
Wolltet Ihr etwas, Eure Exzellenz? Wenn man mich mit Euch allein s�he�
Es w�re h�chst unangenehm, wenn man mich hier f�nde.
Doch du wei�t, was ich empfinde.
Willst du damit sagen, Susanne, dass er dich ernsthaft verf�hren wollte?
Oh nein! Der feine Herr w�rde das f�r eine Dienstmagd nicht tun.
Er wollte mich kaufen.
Schick eine Nachricht, dass ihr euch im Garten trefft.
Nimm diese Feder. Wir �berlegen uns, wo.
-Ihm schreiben? -Es geht nicht anders.
-Madame, Ihr solltet diejenige� -Ich �bernehme die Verantwortung.
Neue Worte zu alter Melodie.
"Wie s�� duftet die sanfte Abendbrise
unter dem ausladenden Kastanienbaum."
"�unter dem ausladenden
Kastanienbaum."
-Und weiter? -Glaubst du, er versteht das nicht?
O Weiber, Weiber, Weiber.
Schwaches, und doch in R�nken so starkes Geschlecht!
Nichts, was erschaffen wurde, lebt, kann gegen die eigene Natur ankommen.
Ist es die Eure gar, untreu zu sein?
Sie schwor doch vor der Gr�fin, dass sie nicht hingehen w�rde.
Nein, Herr Graf, Ihr bekommt sie nicht! Ihr bekommt sie nicht!
Denkt der gro�e Herr, er sei auch ein gro�er Geist?
Adel. Reichtum.
Stand und hoher Rang. Darauf kann ein Mann sehr stolz sein.
Aber was tatet Ihr, um das zu verdienen?
Geboren werden, das ist alles.
Nimmt man Euch die Privilegien, was bleibt dann?
Ein sehr durchschnittlicher Mann.
-Sie haben den Text ge�ndert. -Ich hingegen war einer aus dem Volk.
-Es ist wahr. -Ich musste klug und geschickt sein,
um zu �berleben.
Und Ihr wagt es, mich herauszufordern?
Das hast du gutgehei�en?
-Nein. -Beaumarchais hat uns betrogen.
Nun denn, da ich mein Brot verdienen muss, spitze ich meine Feder
und erkundige mich nach dem neuesten Thema.
Mir wurde gesagt, dass ich, solange ich nichts erw�hne,
was die Regierung angeht
oder Religion, Politik,
Moral, Personen des �ffentlichen Lebens, einflussreiche Personen,
die Oper oder jedwedes Theater
und jeden, der irgendetwas ist,
ver�ffentlichen darf, was ich m�chte.
Sobald zwei oder drei Zensoren es genehmigt haben.
Stoppt die Zensur!
Ich diskutiere nicht. Es ist damit vorbei.
-Wir k�nnen das retten. -"Wir"? Nein!
Du verstehst eindeutig gar nichts von Politik oder Staatsangelegenheiten.
Das ist nicht fair.
Du hast mir nie gestattet, zu verstehen.
-Aber ich k�nnte helfen. -Du hast genug getan.
Das ist nicht meine Schuld. Er ist vermeintlich unser Freund.
Der P�bel vor der Bastille nennt Beaumarchais einen Held, dich Despot.
-Das ist l�cherlich! -Wir werden das St�ck nie los.
-Louis, lauf nicht einfach weg. -Ich bin der K�nig.
Sie rufen, damit Beaumarchais aus der Bastille entlassen wird.
Ich habe dich untersch�tzt.
Solch eine Wut wegen eines dummen Theaterst�cks.
Beaumarchais' Verhaftung zeigt Louis als Tyrannen und dass man Popularit�t
-verlieren und gewinnen kann. -Ich bin kein Mann des Volkes.
Noch nicht. Damit Cagliostros Prophezeiung wahr wird,
musst du die Herzen und den Geist des Volkes erobern.
Ein K�nig, der vom Volk gesalbt wird. Wie in England.
Konstitutionelle Monarchie.
Ich hab es Louis gesagt. Ihn gewarnt.
Ich habe versucht, ihn zu unterst�tzen, doch�
es ist hoffnungslos.
Ein K�nig muss unersch�tterlich sein.
Gebieterisch.
Ergreift seine Z�gel!
-Wie lange ist er weg? -Schon mehrere Stunden.
Wo haben Sie gesucht?
�stlich haben sie nichts gefunden, sie suchen jetzt im Westen.
Sattelt mein Pferd, sofort. Ich suche den Wald ab.
Ihr k�nnt nirgends hin, Majest�t. Geht in Louis' B�ro. Ich erkl�re es.
Bringen Sie mir Calonnes Aufzeichnungen.
-Rufen Sie die Minister. -Moment! Was machen Sie da?
-Ich sichere die Papiere des K�nigs. -Nicht n�tig.
Ich beginne mit den vorl�ufigen Formalit�ten.
Du hast hier nicht das Sagen.
Nein. Noch nicht.
Keine Angst. Wenn ich die Regentschaft �bernehme,
werde ich f�r dich sorgen.
-Und f�r deine Kinder. -Wie k�nnt Ihr es wagen?
Wenn ich so frei sein darf: Dass Ihr �bernehmt, ist �bereilt.
Die Nachricht darf Paris nicht vor unserer Stellungnahme erreichen.
-Ich kenne meine Pflicht. -Vergennes.
Bitte, lasst uns warten, wie sich alles entwickelt.
Nein, es eilt. Das Volk muss wissen, dass die Krone bei mir sicher ist.
Provence. Setz eine Verlautbarung auf, mit dem Inhalt:
Der K�nig hat sich den Kn�chel verstaucht.
Na sch�n. Wir haben uns Sorgen um dich gemacht.
Gro�e Sorgen.
So leicht werdet ihr mich nicht los.
Provence wirkt entt�uscht.
-In Ordnung. -Der Arzt, Eure Majest�t.
Breteuil.
Sie hatten recht. Sollte Louis etwas zusto�en,
wird Provence mich und die Kinder vernichten.
Ich kann ihn nicht aufhalten, mich nicht verteidigen,
weil ich kein Geld und keine Ressourcen habe.
Alles, was ich habe, geh�rt Frankreich.
Ich besitze gar nichts.
Ich muss eine K�nigin mit echter Macht werden.
Die Franzosen werden es nicht m�gen.
Dann stellen wir uns auf einen Kampf ein.
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