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Original subtitles

Ich konnte mich für keine Sorte Chips entscheiden.

- Verdammt. - Was ist?

- Mich hat was gestochen. - Bist du sicher?

- Ja, ich bin sicher. - Was denn?

- Es schwillt an. - Krass.

Deine Lippe sieht aus wie ein Steak.

- Ruf die Feuerwehr. - Wie bitte?

- Feuerwehr oder Notarzt. - Meinst du "Feuerwehr oder Notarzt"?

Ja, natürlich. Die Feuerwehr oder den Notarzt.

Die Feuerwehr oder den Notarzt. Na dann.

Wen rufe ich an, die Feuerwehr oder den Notarzt?

Tja, so ist das mit mir.

Ich kann nicht mal die einfachsten Dinge entscheiden.

Seit 40 Jahren bin ich unfähig, irgendeine Wahl zu treffen.

Es ist keine Ausrede, aber Wankelmut liegt in der Familie.

Ich weiß es nicht. Ich zögere noch.

Das ist meine Mutter 1970, als sie mit mir schwanger war.

- Sie wollen das Geschlecht nicht wissen? - Darum geht es nicht.

Ich weiß noch nicht, ob ich es behalten will.

Aber...

- Sie sind schon im siebten Monat. - Es ist also zu spät?

Ja, Schatz. Es ist zu spät.

Kein Wunder, dass mir jede Wahl schwer fällt.

Ich weiß es nicht.

- Los jetzt, Juliette. Für wen? - Ich weiß es nicht.

Wir haben es dreimal aufgewärmt. Für wen?

- Ich will niemanden verletzen. - Zum letzten Mal: Für wen?

Onkel... Tante.

Onkeltante gibt es nicht. Onkel oder Tante?

Tante. Nein, sie ist zu dick.

- Ich weiß es nicht. - Sie kommt ganz nach dir.

Richard, es ist auch nicht leicht, was du von ihr verlangst.

Mama brachte mir schon früh bei,

dass man Entscheidungen nicht leicht nehmen darf.

Siehst du, Juliette, hätte die Frau ein normales Auto mit Dach gewählt,

wäre ihr Mann nicht gestorben.

Erzähl deiner Tochter nicht so einen Blödsinn.

Ich habe diese Momente mit Mama geliebt.

Aber leider...

Wäre sie über die D919 statt auf der Autobahn A75 gefahren,

wäre sie jetzt noch bei uns.

Ich hatte es ihr noch geraten.

An diesem Tag, dem 7. Juli 1992,

traf ich meine erste und letzte echte Entscheidung.

Von jetzt an würde ich meinen Vater alles für mich entscheiden lassen.

Alles.

EIN VERLOBTER ZU VIEL

- Wie geht es dir? - Was meinst du?

Nein, stimmt, du hast ja keine Meinung.

Weil du keine hast, wäre ich fast gestorben.

Seit sieben Jahren hast du keine Meinung.

Ob Urlaub, Ausgehen oder Essen, du hast nie eine Meinung.

Doch, ich habe mehrere und kann mich nicht entscheiden.

Ja, klar. Ich bin es leid, Juliette.

Es ist, als hätte ich ein Kind.

Willst du eigentlich Kinder?

Ich will dich nicht kränken, aber du musst dich bald entscheiden.

Ich weiß es nicht so recht.

Verdammt, das ist keine Antwort!

Du magst es, wenn andere für dich entscheiden,

also mache ich es zum letzten Mal: Bleib hier.

Alles klar? Hast du es repariert?

Da tropft nichts mehr. Wir sparen uns den Klempner.

Super.

Na komm. Give me five.

Sie hätte fast eingeschlagen. Weißt du was?

Ich habe einen Online-Dressurkurs gefunden.

- Wir machen Fortschritte. - Gut.

Am Waschbecken kommt kein Wasser.

Warte mal, Philippe.

- Hast du nur das Wasser abgestellt? - Ja. Da tropft nichts mehr.

Wie soll ich dann Haare waschen?

Mama hat immer was zu meckern.

Hör auf, mit der Katze zu reden, um mir was zu sagen.

- Das nervt. - Komm, Carole. Give me five.

Ich hätte ihm statt der Katze doch die Uhr schenken sollen.

Da ist ein Anruf für Sie.

Auf Englisch bitte.

Das habe ich Ihnen doch gesagt.

- Zu uns kommen viele Amerikaner. - Ach ja?

In der Straße sind vier Hotels, von Airbnb ganz zu schweigen.

- Sie müssen sich anpassen, Audrey. - Ja.

Auf Englisch.

Jemand will Sie sprechen. Es klingt dringend.

Ganz offensichtlich.

Man versteht kein Wort von Ihrem Kauderwelsch.

Hallo. Ja.

So ein Mist.

Ja, ich komme. Bin sofort da.

Gibt es ein Problem? Es ist was mit Juliette.

- Ich komme mit. - Nein.

Papa kann nicht mitkommen. Das sind Frauenprobleme.

Bis später.

Hätten Sie ein Pflaster für mich?

- Die Lieferung von Sothys. - Hallo.

- Wo soll ich es hinstellen? - Gleich hier.

- Hallo. - Hallo.

Moment, ich gebe Ihnen was.

- Sieht nett aus hier. - Ja.

Mist, ich habe kein Kleingeld.

Ich kriege alles gratis und hebe nichts mehr ab.

Gut für Sie. Was machen Sie beruflich?

Ich schreibe einen Blog zu Mode und neuen Trends.

Wenn mir was gefällt, schreibe ich darüber.

Wir könnten heute Abend weiter reden.

- Ja, gut. - Um acht?

- Um acht. - Um acht passt perfekt.

Jo, ich lege ja sonst keine Lieferanten flach.

Der Typ von Chronopost zählt nicht, da waren Ferien.

Was?

Die zwölf.

Gibt es ein Problem?

Nein, aber vorgestern gab es das gleiche Tagesgericht:

Lammragout.

Letzte Woche war ich auch hier. Es gab Lammragout.

- Und letzten Monat auch Lammragout. - Und?

Nein, alles in Ordnung.

Aber ändern Sie das Tagesgericht nie?

Einmal im Jahr.

Nina? Die Rechnung für Tisch zwölf.

Hallo, Sonia. Joëlle ist in der Küche.

Danke.

- Sag was, Juju. - Was soll sie sagen?

Er hat sie eiskalt abserviert.

Danke, Sonia, das weiß ich.

Nein, er hat recht.

- Womit hat er recht? - Cédric hat recht.

Es ist immer das Gleiche. Sie hauen alle ab.

- Erst Benoît, dann Pierre. - Der hat es dir richtig gegeben.

- Und dann Julien. - Der auch.

Sie sagen alle das Gleiche.

Ich höre es seit Jahren und kann nichts ändern.

Komm schon.

Ich könnte nicht mal eine Selbstmordart wählen.

Hör auf, Selbstmord mit Clafoutis ist keine gute Idee.

- Du überlebst mit einem fetten Arsch. - Ist doch egal.

Nein, ist es nicht.

Du kannst doch Entscheidungen treffen.

Du hast es schon mal gemacht.

Warum sagt Sonia dann jeden Tag, was ich anziehen soll?

Nicht jeden Tag. Ich plane das monatlich.

Das Shirt steht dir übrigens gut.

Fransen passen zu deinem Körper.

- Du wählst seit 15 Jahren meine Frisur. - Das ist mein Job.

- So haben wir uns kennengelernt. - Ich bin eine Niete.

Na gut, weißt du was?

Du kannst eine Weile bei uns wohnen.

Juliette, lass deine Klopapierrollen nicht überall rumstehen.

- Die Taschentücher sind alle. - Nimm Küchenrolle.

Nein, die reizt die Haut.

Ich schwöre dir, zwei Monate.

Seit zwei Monaten heult sie pausenlos.

Ich habe sie gern, aber ich kann nicht mehr.

Es ist wie mit einem Kind.

Und du hast ja schon Philippe.

Komm, Carole. Give me five.

Wenn du willst, kann sie zu mir kommen.

Ja, bitte. Nimm sie mir ab.

Noch besser wäre es, ihr einen Typen zu suchen.

Komm, Süße.

Setz dich zu uns.

Na?

Du musst jetzt zurück in den Sattel.

- Ich bin noch nicht so weit. - Doch.

- Nein, bin ich nicht. - Doch, du bist so weit.

Glaub mir, du bist so weit.

Jojo, Carole hätte fast eingeschlagen.

Das freut mich für dich, mein Schatz.

Aber setz dich nicht, wir reden gerade.

Worüber denn?

Vergiss Cédric. Es ist jetzt zwei Monate her.

- Lass es gut sein. - Philippe.

- Das ist ein Frauengespräch. - Das stört mich nicht.

Du musst ihn echt vergessen. Seit 2.000 Jahren sind wir Frauen so blöd.

Wenn eine Beziehung endet,

nehmen wir uns Zeit, trauern und fangen nichts Neues an.

- Ja, natürlich. - Aber Männer machen keine Pause.

Sobald es aus ist, scheißen sie auf uns.

Sie vögeln sofort rum. Mach es ihnen nach.

- Klar. - Wer will mich denn?

Ich bin 40, alt und verbraucht.

Du bist nicht verbraucht. Was soll Jo denn da sagen?

- Du kannst mich mal. - Ich will nur helfen.

Mir hilft das aber nicht.

Schatz, findest du mich verbraucht?

- Ich finde dich so, wie du bist. - Das ist deine Antwort?

Ich suche dir einen Typen. Das ist besser als Aladins Lampe.

Ich präsentiere Tinder, die beste Erfindung seit der Pille.

Es ist wie im Laden. Du schaust dir die Fotos an.

Wenn dir einer gefällt, wischst du nach rechts.

Es gibt ein Match, wenn du dem anderen Nutzer auch gefällst.

So kommst du mit einer Frau in Kontakt oder mit einer anderen.

Das nehme ich jedenfalls an. Ich habe so was gehört.

Woher weißt du das alles?

Mama fragt mich wieder aus.

Sie sollte wissen, dass ich mich informiere und lese.

Der sieht gut aus.

Eher nicht.

- Doch. - Zeig mal.

Er hat süße Grübchen.

Philippe, lass uns jetzt allein.

Ist ja gut.

Komm, Carole. Mama verjagt uns.

- Ist das nicht Jean-Pierre Pernaut? - Nein.

- Doch, das ist Pernaut. - Philippe!

- Da gibt es echt viele Typen. - Ja, jede Menge.

- Das ist furchtbar. - Es ist genial.

Der macht keine Rechtschreibfehler. Das ist gut.

Nein, ich habe keine Lust.

Das habe ich doch nicht nötig.

Natürlich, weil du unfähig bist, selbst was zu entscheiden.

Dein nächstes Date.

Guten Abend.

- Guten Abend. - Da bin ich.

Ich hätte Sie fast nicht erkannt. Nicht ohne die Zeitschrift.

Sonst hätte ich Sie nie erkannt.

- Ich bin jedenfalls erleichtert, weil... - Guten Tag.

Ich nehme das Gleiche wie er.

Ich habe noch nicht gewählt.

- Wir überlegen noch. - Gut.

- Sind Sie Engländer? - Nein, ich komme aus Schottland.

Das ist doch das Gleiche.

Das dürfen Sie einem Schotten nie sagen.

Ich wollte sagen, dass ich erleichtert bin,

weil ich Tinder zum ersten Mal nutze.

Eine Freundin hat für mich gewählt,

aber man sieht ja, wie irreführend die Fotos sind.

- Kann ich das Foto sehen? - Ja, klar.

In echt sehen Sie viel besser aus.

Es ist komisch, ein schlechteres Foto zu nehmen.

Es ist nicht leicht, Fotos auszuwählen.

Ja, es stimmt, dass es nicht gerade glamourös ist.

Es tut mir leid, das wollte ich nicht,

aber ich war gezwungen, weil...

- Bergamotte. - Nein, Juliette.

Nein, Ihr Parfum. Bergamotte, Magnolie...

Eine Zitrusnote und rote Früchte.

Ist das "Lady Cow"?

Ja, von meiner Mutter. Sind Sie Parfümeur?

Das wäre ein Traum. Aber ich bin Banker.

- Das ist was ganz anderes. - Absolut.

Wenn es Sie interessiert, ich heiße Paul. Paul Mac Callaghan.

- Juliette Blandin. - Juliette.

Das klingt nicht ganz so toll.

Entschuldigen Sie,

ich habe eine technische Frage.

Ich dachte, Franzosen drehen beim Vögeln die Zunge.

- Wie bitte? - Ich dachte, ihr küsst mit Zunge.

- Sie meinen Küssen, nicht Vögeln. - Ja.

Ja, es stimmt, wir drehen die Zunge,

aber da gibt es zwei Schulen.

Ich habe es im Stress nicht gemacht,

aber sonst bin ich ziemlich gut darin.

Und?

Ich habe noch nicht gewählt.

Ja, zweimal.

Ich lebe genau wie mein Vater mit 40.

Er lebte genau wie sein Vater mit 40, und der wie sein Vater.

Wie lang geht das so?

Seit prähistorischen Zeiten.

Mein Ur-ur-urgroßvater wusste,

dass ich Paul heißen, in einer Londoner Bank arbeiten,

Anzüge tragen und Mitglied im selben Club sein würde.

Was hättest du heute statt der Verabredung gemacht?

Ich wäre in mein Hotelzimmer gegangen

und hätte eine Akte zum plötzlichen Wertverlust der Risikoprämien

im Kontext der schwachen Liquidität gelesen.

Tut mir leid, dir den Abend zu verderben.

Ja, stattdessen muss ich durch die schönste Stadt der Welt laufen.

- Mit einer jungen Frau... - Einer jungen Frau?

Ach, komm schon.

Wie alt bist du? 35?

Du schätzt mich wirklich auf 35?

Ich geb's zu, ich bin ein Gentleman.

Ich schätze dich auf 40, ziehe aber als Kompliment fünf Jahre ab.

Ein Gentleman eben.

Es ist aber nicht gentlemanlike, mir das zu verraten.

Oder?

Das "Hôtel Providence".

Da wären wir also.

- Ich habe... - Pardon.

- Du zuerst. - Nein, du.

Ich wollte dir nur sagen,

dass es ein unerwartet schöner Abend war.

Ja, für mich auch.

Ich werde dann mal...

Ich muss morgen früh aufstehen, also...

Ja, ich muss auch sehr früh raus.

Ich nehme mir ein Taxi.

Ich bin morgen noch in Paris, wir könnten...

Super, ich habe morgen auch nichts vor.

- Okay. - Gut.

- Küssen wir uns? - Ja, küssen wir uns.

Bis morgen.

- Und? - Und was?

Lass die Spielchen.

Was grinst du so dämlich?

- Ich grinse nicht. - Doch.

- Nein. - Doch, du grinst. Los, erzähl.

- Ich will alle Details hören. - Es war genial.

- Habt ihr gevögelt? - Nein, aber...

Warum war es genial, wenn ihr nicht gevögelt habt?

- Sag nicht, dass du dich verliebt hast. - Nein.

Man verliebt sich nicht über Tinder.

Das steht sicher in den AGBs.

- Ich gehe dann mal. - Ja, tschüss.

Warte mal.

- Wie heißt du noch mal? - Gilles.

- Stimmt, das war ein Gilles. - Wie mein Großvater...

Das will keiner wissen. Sag mal, Gilles:

- Bist du verliebt? - In wen?

Na, in mich natürlich.

Ja, sag die Wahrheit.

- Gleich heute Abend? - Sag es einfach.

- Bist du verliebt? - Nein.

- Auf Tinder verliebt man sich nicht. - Nein.

Sie hat sich nämlich über Tinder verliebt.

- Was? - Ja.

Nein, aber...

- Nein. - Schlimm, oder?

Tinder ist nur zum Ficken.

- Genau. - So ist es. Bis dann.

- Tschüss. - Auf Wiedersehen.

Wir müssen 24 Kästen Badoit bestellen.

- Und 24 Kästen Vittel. - Bist du deshalb so gut gelaunt?

Ja. Nein. Wir müssen nur dran denken.

Natürlich. Oh nein.

Oh nein. Das hatte ich ganz vergessen.

Gehst du für mich zur Feier für Leute aus der Auvergne in Paris?

Das mache ich seit drei Jahren. Warum willst du nicht?

- Keine Lust. - Du hast recht.

Spaß haben, tanzen und mit Freunden Gitarre spielen ist ätzend.

Ich bin abends nicht hier.

Ach, deshalb bist du so gut gelaunt.

Es gibt Spisi Mango, das mag ich.

Es heißt "Spicy Mango".

Tequila Old Fashionett ist auch gut.

Es heißt "Old Fashioned".

Oder Whisky Sur.

"Whisky Sour."

- Wiederholst du jedes Wort? - Ich kann mir nicht helfen.

Obwohl es niedlich klingt.

Oder Blue Lagoon mit Wassabi.

Es heißt nicht "Wassabi", sondern "Wasabi".

Das habe ich doch gesagt.

Außerdem ist das Japanisch.

Wie wäre ein klassischer Mojito?

Ja, das ist gut. Einen Mojito.

Himbeere, Erdbeere oder Virgin?

Das war Absicht.

Ich habe eine Idee. Ich weiß, was wir machen.

Durcheinandertrinken ist gefährlich. Nummer drei.

Übrigens, wo wir gerade bei drei sind:

Ich mache die Buchhaltung für meinen Vater,

weil Zahlen mich beruhigen.

- Zwei und zwei sind?

Vier.

Nein, vier.

Da muss man sich keine Fragen stellen.

Wir haben nicht angestoßen. Prost.

Good health.

Gandalf, "Herr der Ringe". Den kenne ich.

Nein, das heißt "zum Wohl".

Also echt.

Mir ist da was aufgefallen.

Wenn ich getrunken habe oder beschwipst bin,

weiß ich ganz genau, was ich will.

Alkohol enthemmt mich.

Aber man kann ja nicht 24 Stunden am Tag trinken.

Mein Onkel kann das gut.

- Echt? - Ja.

Wie ist dein Zimmer so?

Es ist eben ein Hotelzimmer.

Das sagt nichts aus.

- Gibt es Strom und fließendes Wasser? - Ja.

- Gibt es Vorhänge? - Ja, gibt es.

Wirklich? Ich liebe Vorhänge. Vorhänge sind meine Leidenschaft.

Die muss ich mir unbedingt anschauen.

Glaub bloß nicht, dass ich nur einen Vorwand suche,

um mit dir allein im Hotelzimmer zu sein.

Absolut nicht.

Ist ja genial, es gibt auch ein Bett.

Ja, ich habe ein Zimmer mit Bett genommen.

- Das ist ziemlich praktisch. - Sehr praktisch sogar.

Juliette, was machst du da?

Juliette, ich bin mir nicht sicher,

ob das eine gute Idee ist.

Man darf nicht zu viel nachdenken.

- Schon kapiert. - Man muss seinen Instinkten folgen.

Das sagt vor allem Sonia. Ich stelle sie dir vor, sie ist super.

Juliette, ich muss dir was sagen.

Gut, ich höre zu.

- Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll. - Aber ich.

Herrgott noch mal.

Wann kommst du wieder nach Paris?

Juliette, ich bin gebunden.

An deinen Arbeitsort?

- Was? - Bist du an deinen Arbeitsort gebunden?

Nein, es ist...

Ich bin...

Ich bin an eine Frau gebunden.

Ich werde sie heiraten.

Du heiratest?

Sie heißt Emily.

Ihr Name ist mir scheißegal. Warum hast du nichts gesagt?

- Weil... - Das erzählst du mir nach dem Sex?

Wir haben uns nur zufällig getroffen.

Ich wollte es dir ja sagen.

Ich habe es mehrmals versucht, ich schwöre.

Und ich habe mir gesagt,

dass ich es noch rechtzeitig stoppen könnte.

Aber du hast mir keine Wahl gelassen.

Wie bitte? Ich habe dir keine Wahl gelassen?

- Ich bin auch nur ein Mann. - Ja, klar.

Du hast keine Ahnung, wie es ist, dich nackt zu sehen.

Du bist eine tolle Frau. Es tut mir wirklich leid.

Oh Mann.

Willkommen in der Auvergne.

Sie haben doch sicher Volvic?

Ich empfehle Coeur de Volcan, das ist Enzianschnaps mit Kastanienlikör.

Wow, das knallt. Gibt es nur Verrückte in der Auvergne?

55 Prozent.

Pass auf, das...

Ganz schön heiß hier, oder?

Die Hochzeit ist in zwei Monaten. Sie planen sie seit vier Jahren.

Es steht seit 40 Jahren fest.

- Echt? - Ja, was soll man da machen?

- Sollen wir gehen? - Nein, zurück in den Sattel.

- Ja, auf in den Sattel! - In den Sattel!

Den nächsten, der ein Lachshäppchen nimmt, lege ich flach.

- Das ist ein tolles Spiel. - Es ist total bescheuert.

Tristus. Lachus.

Du bist Tristus, und du bist Lachus.

- Pass auf. - Wer muss Gollum flachlegen?

Wir sollten ihm Tristus vorstellen.

Guten Abend.

Er hat uns zugezwinkert.

Und Guten Abend gesagt.

Ach du Scheiße. Wenn du ihn nicht willst, nehme ich ihn.

Nimm es. Na los. Und aufessen.

- Krass, er macht es. - Möchtest du?

Nein.

- Ist das Biolachs? - Sie hat keinen Hunger.

Sie will es nicht. Iss es auf.

Ja!

Weg ist das Häppchen. Er ist der Auserwählte.

Den lege ich flach.

Pass auf, ich mache das extrem elegant.

Nimm dir ein Beispiel.

Ich liebe Champagner.

- Hat er mich bemerkt? - Du bist schwer zu übersehen.

Er schaut rüber.

Ich gehe hin. Hau ab.

- Guten Abend. - Guten Abend.

Soll ich Ihnen Eierkuchen holen?

Für den Dip in Ihren Haaren.

Oh, eine Schnecke.

Ich kann sie nur mit der Zunge aus der Schale ziehen.

- Echt? - Ja, das können weltweit nur zwei.

Ich zeige es dir.

- Komisch, es klappt nicht. - Ich habe sie schon gegessen.

- Wie heißt du? - Étienne.

- Aus der Auvergne? Gastronom? - Ich bin Kochlehrer.

- Mir egal. Bist du verheiratet? - Nein.

- Heiratest du? - Vielleicht.

- Ich meine in den nächsten Monaten. - Nein.

- Also bist du Single? - Ja.

- Bist du nicht schwul? - Was?

- Nein, ich bin nicht schwul. - Nicht?

- Bist du lesbisch? - Nein.

Da haben wir total viel gemeinsam!

Ich weiß nicht, wessen Glas... Du isst und trinkst also Reste.

- Du bist ein Labrador. - Nein.

- Und du verlierst keine Zeit. - Echt? Das freut mich.

- Ich dachte, ich kriege es nicht hin. - Doch.

Echt? Das freut mich total.

- Ich dachte schon, ich wirke wie ein... - Flittchen?

- Du hältst mich für ein Flittchen? - Natürlich nicht.

- Ich bin kein Flittchen? - Nein.

- Du hältst mich nicht für ein Flittchen? - Nein.

Ich bin das größte Flittchen hier.

- Ich glaube dir. - Ein größeres findest du nicht.

Soll ich es dir beweisen?

Hast du ein Auto? Eine Wohnung? Dann komm.

Nicht so schnell. Warum humpelst du?

- Oh Mist, mein Schuh. - Ich gehe ihn suchen.

- Nein. - Doch, ich komme gleich.

Bei dem, was wir vorhaben, braucht man keine Schuhe.

Das Boot kommt gleich.

Mir wird auf Booten immer schlecht.

Ich gehe lieber zu Fuß.

Ich war in allen Auvergne-Restaurants, um die zu finden, der dieser Schuh passt.

Sie sind meine letzte Hoffnung.

Das ist ja mein verlorener Schuh.

- Wie haben Sie ihn gefunden? - Erinnern Sie sich nicht?

Das Fest der Auvergne in Paris?

Ach, Sie sind das Lachshäppchen.

Das Lachshäppchen?

Vergessen Sie es. Lassen wir das.

- Vielen Dank. - Gern geschehen.

Bekomme ich noch etwas zu essen?

Eigentlich ist die Küche schon geschlossen.

Alles klar.

Ich kann aber nicht weg,

weil sich mein Roller um zwölf in einen Kürbis verwandelt.

- Na klar. - Tut mir leid, ich mag blöde Witze.

Ich bin Expertin für blöde Witze.

Wunderbar. Wir treffen uns einmal im Monat und brauchen Leute wie Sie.

Es würde mich freuen.

- Also... - Wollen Sie nicht an einen Tisch?

Nein, ich setze mich an die Bar.

Ganz allein.

Single.

Oh nein, schade.

- Gibt es keine Schnecken? - Nein.

- Hab ich den Schneckentrick gezeigt? - Ja.

- Wie peinlich. - Nein, es war unglaublich.

Sie sind begabt mit der Zunge. Und Zungenfertigkeit ist wichtig.

Wissen Sie was?

Ich nehme Spargel mit Sauce Hollandaise an Pata-Negra-Röllchen.

- Das klingt toll. - Gut.

- Ich frage mal, ob... - Danke.

Willst du einen Cognac?

- Es ist erst 15 Uhr. - Hab ich nach der Uhrzeit gefragt?

Papa? Kannst du bitte Spargel machen?

Verdammt, die Küche ist zu.

Sei bitte so nett.

Ich habe die Gäste so satt.

Ich schwöre, bald verkaufe ich das Restaurant.

Welches Arschloch will um 15 Uhr Spargel?

- Eine Nervensäge, da kenne ich mich aus. - Das glaube ich dir.

Danke.

Kevin, Spargel.

Schmeckt es Ihnen?

- Es ist fade. - Was?

Das war ein Witz. Der Spargel ist toll. Ich bin nur dafür hier.

Aber in der Karte ist ein Fehler.

Das ist eine Sauce Mousseline, keine Hollandaise.

- Gibt es ein Problem? - Guten Tag.

Das ist eine Sauce Mousseline, eine mit Weißwein verlängerte Mayonnaise.

Eine Hollandaise ist eine Schaumcreme mit Butterschmalz.

Danke, ich kenne den Unterschied.

Ich hab ja gesagt, ich erkenne die.

Alles ist gut, es ist nur eine Mousseline, keine Hollandaise.

Das ist ein Fehler der Druckerei.

Sonst noch was?

Nein.

In dem Nein höre ich ein Ja.

Raus damit.

Na ja, Ihr Pata Negra ist kein Pata Negra.

Mein Pata Negra ist kein Pata Negra?

Hörst du das, Juliette?

Mein Pata Negra ist kein Pata Negra.

Wissen Sie, das ist gar nicht schlimm.

Ich habe in diesem Raum schon viel Schwachsinn gehört.

Er ist sogar eine Art Tempel dafür. Aber das...

- Mein Pata Negra ist kein Pata Negra? - Nein.

Das ist Serrano.

Denn beim Serrano ist die Haxe kürzer.

Aber er ist gut für einen Serrano.

Pata Negra ist nussiger im Geschmack.

Na gut, aber auf den Rechnungen steht Pata Negra.

- Und er ist auch so teuer. - Woher wissen Sie das?

Ich war mit einem Schwein zusammen. Es war super, bis auf die Nächte.

Hast du das kapiert?

Vorsicht, scharf. Nein, ich bin MOF.

Sie sind MOF?

- Welches Jahr? - 1995. Bei Robuchon.

1979 bei Troisgros.

- Wo sind Sie? - Der Magere da links.

- Ach, okay. - Hey, das müssen wir feiern.

Eine gute Gelegenheit zum Trinken.

Vor dir stehen zwei der besten Handwerker Frankreichs.

Das schreit sogar nach der Magnumflasche.

Das freut mich.

- Hier. - Danke.

Aber gern doch.

Côte-Rôtie "La Turque", 2006.

Das ist nicht einfach Trinken, das ist eine Hommage an die Arbeit.

Siehst du, wir trinken nicht, wir erweisen eine Hommage.

Auf das Kochen.

Und vor allem auf die Schnecken.

Das kapiere ich nicht.

Zuerst knuspert man die Kruste auf.

Aber man sollte vor dem Essen nicht zu viel knuspern.

Dieser Duft, dieses Aroma.

Einfach himmlisch.

- Ich warte draußen. - Nein, kommen Sie.

Kommen Sie näher. Was riechen Sie?

Das riecht nach Fisch.

Es riecht nach Fisch. Probieren Sie mal.

Und?

Es ist fade.

Nein, es ist lecker. Ich nehme gern noch mehr.

Das dachte ich mir.

- Sind das alles Schüler? - Ja.

Es ist ein Ausbildungsrestaurant.

Sie wenden das Erlernte in der Praxis an.

Sie haben alle Angst vor dir.

Ja, das verstehe ich nicht. Ich schlage sie nur selten.

Junger Mann.

Nehmen Sie die Bestellung auf.

Madame, haben Sie gewählt?

Das klingt alles sehr gut.

- Du zuerst. - Die Innereien-Trilogie.

- Das nehme ich auch. - Du magst Innereien?

Guten Appetit.

Das sieht aus wie Caprese.

Es ist mal was anderes.

Was ist, schmeckt es nicht? Warte, ich weiß, warum.

Es ist sicher zu kalt.

Nein, es ist sehr gut.

Gehirn isst man am besten bei Körpertemperatur,

direkt aus dem Schlachthaus.

Einmal habe ich mit Kumpels bei der Jagd Eichhörnchenleber gegessen.

Der Hammer. Es schmeckt streng,

aber wenn du Hautgout magst,

ist es ein enormes Geschmackserlebnis.

Ich treffe zum ersten Mal eine Frau wie dich.

Wenn du Innereien magst, verstehen wir uns gut.

Ich mag aber auch Erdbeeren.

Du kannst gehen, ich mache das.

Was machst du danach? Triffst du Étienne?

Das geht dich nichts an. Bis morgen.

Ich will nur wissen, ob es sich lohnt, die Sauce zu ändern.

Ich will dich ja nicht beeinflussen,

aber er ist ein guter Kerl.

- Weißt du, wie oft ich diesen Satz höre? - Welchen?

"Ich will dich nicht beeinflussen."

"Aber nimm Deutsch als zweite Fremdsprache."

- "Aber Olivier ist ein Depp." - Das stimmte.

"Aber du solltest im Restaurant arbeiten."

Dann habe ich dich wohl oft beeinflusst.

Wenn du ihn triffst, sag ihm nichts von meinem Problem mit Entscheidungen.

Entschuldige, aber das Problem wird er sicher selbst bald bemerken.

Er hält es noch für Aufgeschlossenheit.

- Aufgeschlossenheit? - Ja.

Liebe macht blind.

- Dann gehe ich mal. - Guten Abend.

Étienne, das war doch nicht nötig.

- Wie geht's? - Gut.

Ich lasse euch allein, ich habe...

Also, ich habe noch zu tun.

- Gute Nacht, Papa. - Na dann.

Ich sage nicht "schönen Abend noch".

- Küsschen. - Gute Nacht.

Komm.

- Die sind wunderschön. - Ich habe sie im Großmarkt geklaut.

Ich liebe geklaute Blumen.

Gib mir mal die Vase.

Die ist ja toll.

Kannst du spielen? Mein Vater hat früher gespielt.

Das klingt gar nicht schlecht hier.

Komm mit.

Gleich vögele ich dich.

Es muss jetzt aber schnell gehen.

Das Stück ist fast zu Ende, und ich kenne nur eins.

- Was ist? - Nichts, alles okay.

Du siehst glücklich aus.

Als Vater darf ich mich doch freuen, wenn meine Tochter glücklich ist.

Sonia, danke, dass du zurückrufst.

Étienne will am Wochenende mit mir ins Theater.

Echt? Dein Koch zieht ja alle Register.

- Wie lange schon? - Übermorgen vier Wochen.

Den Engländer hast du ja schnell vergessen.

- Nein, er war Schotte. - Ach ja.

Was soll ich anziehen?

Was schaut ihr euch denn an?

- Keine Ahnung, er hat es ausgewählt. - Ja.

Zieh diesen schwarzen Blazer von Vanessa Bruno an.

Der passt zu dem schwarzen Vintage-Top.

Warte mal, ich rufe dich zurück.

- Was willst du? - Mit dir reden.

Ich will nichts hören. Du störst mich bei der Arbeit.

Ich weiß und es tut mir leid, aber...

Was ich sagen will, ist wirklich wichtig.

Ich will dir aber nicht zuhören.

Gib mir fünf Minuten.

Bitte.

- Ich bitte dich nur um fünf Minuten. - Okay. Fünf Minuten.

Komm mit.

Hallo, Juju.

- Guten Tag. - Wir setzen uns rein.

Er sieht gut aus. Manche haben einfach Glück.

Bist du hier, um mir deine Frau vorzustellen?

Die gehen aufs Haus.

Danke, Claudine.

- Ihr passt gut zusammen. - Danke, Claudine.

Nein... Also?

- Juliette, wir kennen uns nicht gut... - Nein.

Nein, wir kennen uns überhaupt nicht.

Wir hatten Sex, und du bist zu deiner Verlobten abgehauen.

Ich weiß nicht, warum ich mit dir rede.

- Ich habe es beendet. - Ich verstehe dich nicht.

Ich denke seit Wochen an dich.

Ich denke nur an dich. Ich liege nachts wach.

Ich habe mir gesagt, wenn ich eine Frau wie dich gehen lasse,

ist das der Beweis, dass ich wirklich ein Idiot bin.

Also habe ich das mit Emily beendet.

Es ist aus. Ich habe sie verlassen.

Du hast sie verlassen? Was ist mit der Hochzeit?

Es gibt keine Hochzeit mehr.

- Das hättest du nicht machen sollen. - Juliette.

Ich habe mich sofort in dich verliebt.

Davor habe ich jahrelang versucht, sie zu lieben.

So ist es. Ich wollte nur, dass du das weißt.

Aber ich verpflichte dich zu nichts. Mach, was du willst.

Bitte schön.

Sie war total panisch. Ich weiß nicht, was da wieder los war.

- Gib es ein Problem mit Juliette? - Wo ist mein Badeanzug?

Sie hat Glück. Ich erlebe überhaupt nichts.

Ach was.

- Und wie sieht es bei dir aus? - Schau mal.

Na los, Carole. Give me five.

Ja, das ist spektakulär.

Hier.

Da du sie auch belohnst, wenn sie dich kratzt...

Ich meinte eigentlich, wie es bei dir beruflich aussieht.

- Auf Stand-by. - Suchst du denn nach einem Job?

"Sabbatical" heißt, dass man nicht arbeitet.

Ein Sabbatical dauert keine drei Jahre.

Na ja, solange der Salon gut läuft...

Es ist vor allem Jojos Salon.

Ja und nein. Er gehört ihr, und sie arbeitet dort.

Du bist die männliche Version der verwöhnten Hausfrau.

Nein, ich unterstütze damit den Feminismus.

Ich belaste meine Frau nicht durch meinen beruflichen Erfolg.

Ich bin kein Macho, der zu Hause nichts tut, weil er Geld verdient.

Was genau machst du denn im Haushalt?

Sie will mich provozieren.

Sie ist wie Mama immer auf Streit aus.

Na los, gehen wir.

- Na dann. - Was machst du?

- Ich komme mit. - Zum Aquabike?

- Wo ist meine Badehose? - Du kommst nicht mit.

- Aquabike ist was für Frauen. - Wer sagt das?

Männer schwimmen und fahren Rad. Warum nicht auch Aquabike?

Gute Frage. Stell sie Carole.

Viel Spaß noch, mein Schatz.

Wir unternehmen immer weniger gemeinsam.

- Verheimlicht Mama uns was? - Darauf antwortet sie bestimmt.

Ist dein Mann vielleicht schwul?

Er liebt Frauengespräche, hat eine Katze,

will mit zum Aquabike und mag alte Frauen.

Du bist blöd.

- Du steckst in der Scheiße. - Richtig tief.

Warum? Das hat doch Stil.

Mach dir keinen Kopf und behalte beide.

- So was machen nur Schlampen. - Richtige Schlampen.

Ein bisschen mehr Rhythmus, die Damen!

- Willst du unsere Meinung? - Ja.

Étienne.

Er ist lustig, hat einen echten Beruf und ist solide.

Ja, man spürt seine Kraft, seine Wucht.

- Er isst gern, das ist gut. - Stimmt.

Etwas schneller!

Ja, aber Paul ist so romantisch.

Er hat seine Hochzeit für mich abgesagt.

Dann wählst du eben Paul.

Das heißt, ich verzichte auf Étienne.

- Das ist das Prinzip von Entscheidungen. - Ja.

Wer von beiden ist besser im Bett?

Ich weiß nicht. Étienne ist...

- Brutal. - Ja.

Und Paul ist ganz...

- Er ist sicher ganz zärtlich. - Ja.

Ich hab's. Du musst beide testen.

Beim Shopping. Männer hassen Shopping.

Nein, Philippe geht gern shoppen.

Ich trenne mich von beiden.

Das ist total bescheuert.

Ich kann nicht wählen und nicht beide behalten.

Also verlasse ich beide.

Ja, so mache ich es.

Zuerst rufe ich Étienne an.

Danach sage ich es Paul.

Oder...

Ich besuche Paul in Schottland und rufe Étienne an.

Nein, erst rufe ich Paul an, dann sage ich es Étienne.

Geh nicht ran, geh nicht ran...

- Hab ich dich erschreckt? - Hast du Feierabend?

- Ja. - Ich wollte auch anrufen.

- Mein Entschluss steht. - Ich komme nach Paris.

- Ach so? - Mit dem Eurostar spät am Freitagabend.

Was machst du?

Ich bearbeite eine langweilige Akte.

Hör mir gut zu.

Willst du mich heiraten?

Was?

Das ist ein Heiratsantrag?

Ein Heiratsantrag?

Aber das müsste ich doch machen.

- Scheint so, ja. - Du machst mir einen Antrag?

Ja, also... Warum nicht?

- Ich wollte heiraten, bevor ich 45 werde. - Im Ernst?

- Und? - Juliette?

- Was? - Willst du meine Frau werden?

Wirst du meine Frau?

Ja, ich will.

Wir heiraten.

Wir heiraten!

Wir heiraten!

Ich habe noch nie einen Antrag bekommen, und du zwei an einem Tag.

- Was kann ich tun? - Fang nicht damit an.

Nicht "Was kann ich tun?". "Was tue ich?"

Füße hoch. Du musst handeln.

Du bist 40 und kein kleines Kind mehr.

- Das wird sich schon klären. - Und wann?

Willst du es auf dem Standesamt entscheiden?

Darf man für dieselbe Braut bei zwei Hochzeiten Trauzeugin sein?

Du schwankst nicht zwischen einer Bluse und einem Rock,

sondern zwei Männern, denen du wehtun wirst.

- Rede mit ihnen und stelle es klar. - Ja, natürlich.

Ich gebe Jo selten recht, aber du musst es ihnen sagen.

Ja, natürlich.

Danke, Chris.

Auf geht's.

Das Wetter ist in etwa so wie in der Bretagne.

- Ja, heute haben wir viel Glück. - Aha.

Und das ist dein Zuhause?

Ja, das ist mein Zuhause. Und das meiner Eltern.

Ich wusste nicht, dass wir sie treffen. Ich wollte mit dir reden.

Wenn ich dich erst bei der Hochzeit vorstelle,

wäre meine Mutter nicht erfreut.

Ich dachte, wir könnten uns aussprechen. Ich meine unterhalten.

Hallo.

Ach, da bist du ja, Mum.

Paul, was soll das?

Keine Krawatte und ein Bart? Was glaubst du, wo du bist?

Darf ich dir Juliette vorstellen?

Guten Tag.

Mademoiselle,

da ich des Französischen ungenügend mächtig bin,

würde ich es vorziehen, diese Unterhaltung in meiner Muttersprache fortzuführen.

Ja, natürlich.

Hier sind Paul und Emily sechs Jahre alt

und zu Halloween als Brautpaar verkleidet.

Gott schickt uns manchmal solche Botschaften.

Hier sind sie bei der Abschlussfeier.

Wie immer Seite an Seite.

Sprechen Sie Russisch?

- Russisch ist wichtig, nicht wahr? - Ja, meine Liebe.

Emily beherrscht sieben Sprachen.

- Wie viele sprechen Sie? - Nur eine und...

Können Sie Scones backen?

- Paul liebt Scones, nicht wahr? - Ja, meine Liebe.

Lass gut sein, Mutter.

Und Katzen? Mögen Sie Katzen?

Ja, ich liebe Katzen. Der Mann meiner besten Freundin...

Paul hasst Katzen.

Bitte, das reicht, Mutter.

Ich will nur verstehen, warum du sie Emily vorziehst.

Verdammt noch mal, halt die Klappe.

- Also bitte, Paul! - Ich hasse Scones.

Sie schmecken nach nichts und machen dick.

Ich denke das alles nicht, sondern du.

Nicht ich liebe Emily, sondern du.

Ich war nur nie mutig genug, es zu sagen,

wegen dieser ganzen verdammten Familienzwänge,

die uns seit 400 Jahren das Leben versauen.

Stimmt's, Dad?

Ja, mein Lieber.

Ich sage dir, was ich wirklich liebe.

Ich liebe diese Frau.

Du hättest sie vielleicht gern anders, aber ich liebe sie so, wie sie ist.

Und ich werde sie heiraten.

Ich liebe diese Frau.

Und ich liebe Katzen.

Komm mit. Du wirst sehen,

die Gegend ist zauberhaft.

Also dann, auf Wiedersehen.

Riechst du das Vanillearoma?

Ich rieche gerade gar nichts mehr.

Es riecht auch nach feuchtem Tabak.

Und nach Torf

und Lebkuchen.

Du hast einen kleinen Geruchstick.

Nein, das sind keine Gerüche.

Das nennt man "fragrance",

das schönste Wort der französischen Sprache.

Das Wort für Libelle ist auch schön.

"Libellule", das liebe ich.

- Wärst du gern Nase geworden? - Was?

Eine Nase.

Ach, du meinst Parfümeur.

In meiner Familie mag man Rugby, Whisky und Banken.

Da konnte ich kaum sagen, dass ich Parfümeur sein will.

Wir tragen ja auch schon Röcke zu Familienfeiern.

Als Jugendliche habe ich von einer Motorrad-Weltreise geträumt.

Dafür ist es nicht zu spät.

Na ja, mein Vater und ich sind da etwas traumatisiert.

- Meine Mutter hatte einen Unfall. - Oh Gott. Mit dem Motorrad?

Nein, nicht so richtig.

Ein Motorrad ist ihr frontal ins Auto gefahren.

Oh, verdammt. Das tut mir leid.

Es wäre schön, wenn sie hier wäre, um mir zu helfen.

Darf ich dich was fragen?

Ja, klar.

Ist es zu spät für dich und Emily?

Warum fragst du das?

Vielleicht bin ich nicht die Richtige für dich.

Du bist nicht die Richtige für mich.

Deshalb liebe ich dich ja.

Juju! Hier sind wir!

- Hier ist Parkverbot. - Es ist aber praktisch.

- Das kostet 35 Euro. - Egal, ist ja nicht mein Auto.

Guten Tag. Wem gehört es?

Einem Tinder-Typen. Autohändler oder so.

- Wie war es in Schottland? - Es war ein Albtraum.

- So schlimm? - Es war ein Traum.

- Traum oder Albtraum? - Ein Traum, also ein Albtraum.

Jetzt muss ich Étienne verlassen.

Echt?

Davor müssen wir dir aber noch was zeigen.

Was denn?

Juliette!

Mein Schatz.

- Geht es dir gut? - Ja.

Während du in London warst, haben wir hart gearbeitet.

- Stimmt's, Étienne? - Keine Frage.

Aber was machst du denn hier? Warum seid ihr...

- Sag du es ihr. - Nein, Alter geht vor.

- Wie bitte? Na los. - Sag du es ihr, Richard.

Na gut, dann präsentiere ich dir

den neuen Chefkoch im "Relais de l'Aubrac".

Madame.

Na so was.

- Was wird aus deinen Kursen? - Dein Vater hat mich abgeworben.

Ich will wissen, ob ich in der Praxis so gut bin wie in der Theorie.

Meine Kinder.

- Komm schon. - Es ist dumm, aber ich bin so glücklich.

- Du bist betrunken. - Nein, überhaupt nicht.

Ich bin nur so glücklich.

Juliette, mein Schatz.

Ich will deinen Étienne nicht loben, aber er ist toll.

Siehst du? Er hat recht.

Es wird sich einiges ändern.

"Le Relais de l'Aubrac" ist Geschichte.

Es ist Geschichte, bleibt aber trotzdem das "Relais de l'Aubrac".

Vorhin ist mir ein guter Satz dazu eingefallen.

- Er ist hervorragend. - Ja.

"Kontinuität trotz Wandel."

- Gänsehaut. - Verarsch mich nicht.

- Nein, niemals. - Doch, du verarschst mich.

Ich will dich nicht beeinflussen, aber ich bin für eine neue Küche.

- Mit einer Grillplatte. - Nicht übel.

- Daran habe ich auch schon gedacht. - Natürlich.

Du bekommst den Schlüssel, aber ich bin immer noch da.

Der Alte wird nicht ausrangiert.

Er wird nicht ausrangiert.

Wisst ihr was, Kinder?

Nein, im Ernst,

wir drei werden ein tolles Team sein.

Wie schön. Was für ein Glück.

- Salers-Rind. - Ja.

- Diese... - Warte.

Das Rosa ist auch hübsch.

Da steht nichts drauf. Die blaue mag ich auch.

Wir nehmen die erste, die du berührst. Nein.

- Diese? - Nein, die ist schrecklich. Die hier.

Wir nehmen die.

Das macht was her.

Oh nein, ich bin tot!

Der Juli ist ein schöner Monat in Schottland.

- Gut. - Und welcher Tag?

Ich habe ein Datum für die Hochzeit rausgesucht.

- 12. - Der 12. Juli wäre perfekt.

Dann wird es der 12. Juli.

Jetzt gibt es kein Zurück mehr.

Ja.

Jetzt gibt es kein Zurück mehr.

Danke, Claudine.

Ich liebe dein Outfit, Claudine.

Warte.

Ich weiß es. Prada, Herbst-Winter 2015.

Trois Suisses, 1976.

- Möchten Sie einen Kaffee oder Wasser? - Nein, danke.

Wie findest du es?

Verdammt, was habe ich da bloß angerichtet?

- Und? - Ich weiß nicht...

Ich frage mich, ob...

Der Bräutigam darf das Kleid nicht sehen.

Nein, ich habe doch 1000 Mal gesagt:

Das ist alberner Aberglaube. Na los, zeig dich.

- Liebling, ich weiß nicht... - Du kannst dich nicht entscheiden.

Zwischen dem mit dem Bustier und dem mit dem Rückenausschnitt.

Komm raus, dann sage ich es dir.

Wenn es ihm nicht gefällt, hört alles auf.

Fick mich.

Traumhaft.

Garance, bringen Sie den Herrn in die Umkleide?

Probierst du das andere an?

Alles hängt in der Kabine.

- Ist bei Ihnen alles in Ordnung? - Einwandfrei.

Die Manschettenknöpfe...

Ja, die kommen später. Erst das Jackett.

Ein zweiter Spiegel wäre gut, damit man sich von hinten sieht.

- Das wäre gut bei der Anprobe. - Ja.

- Es ist eine schwere Wahl. - Ja.

Für meine Hochzeit schwanke ich zwischen Dreiteiler, Smoking und...

- Gehrock. - Genau.

Gut, Gehrock.

Ich bin unsicher. Ich weiß es einfach nicht.

So wird das nichts.

Wollen Sie eine weibliche Meinung? Ich frage meine Frau.

- Oh nein. - Das ist nett, danke.

Liebling, kommst du kurz?

Wir brauchen deine Meinung.

Nein, ich kann nicht.

- Ist alles okay? - Ja.

Sie hat wohl einen Frosch im Hals.

Ja, das hört man.

- Ich muss die Hose dazu anprobieren. - Ja, sie hängt hier.

Ich muss es mal im Tageslicht anschauen.

Aber was machst du denn?

- Sag mal, stimmt das mit Juliette? - Was denn?

Heiratet sie wirklich Étienne, den Koch?

Ja, unter anderem.

Juliette?

Hab ich eine deiner Hochzeiten verpasst?

- Ich hab beide verlassen. - Im Ernst?

Sie waren beide da und wussten es nicht, aber ich.

Einer war in der Kabine, der andere daneben.

Ich verstehe kein Wort.

Ich muss es ihnen sagen, aber ich liebe sie.

- Beruhige dich. - Ich liebe sie beide.

- Ich kann mich nicht entscheiden. - Da ist Étienne.

Das verdammte Kleid macht mich irre.

Scheiße.

Schnell!

- Na los, her mit dem Kleid. - Du musst ziehen.

Ich ziehe ja wie verrückt.

Mehr kann ich nicht. Du musst schieben.

Ich muss es ihnen sagen. Erst Étienne, dann Paul.

- Nein, bloß keine spontane Entscheidung. - Das machst du dauernd.

- Ich sage es ihm. - Sag nichts.

- Hallo, Mädels. - Hallo.

- Alles klar? - Ja. Habt ihr vergessen, euch anzuziehen?

- Wir wollen uns für die Hochzeit bräunen. - Ach so.

Ich finde es toll, aber so kannst du nicht arbeiten.

Die neue Arbeitskleidung für das Team ist da.

Und ich habe einen Hochzeitsanzug gefunden.

Du wirst begeistert sein.

In drei Wochen sind wir schon verheiratet.

Étienne...

Was, du kommst erst jetzt?

- Was will man machen? - Unmöglich.

Du sagst nichts.

Was ist das für eine Geschichte?

- Entschuldige... - Warte kurz.

- Also? - Statt Steinbutt gab es nur Scholle.

Was habe ich noch mal als Tagesgericht gewählt?

- Steinbutt an Beurre blanc. - Ganz genau, und was nicht?

- Scholle an Beurre blanc. - Du kapierst es also.

- Ich dachte, es sind beides Plattfische. - Du denkst nicht.

Wenn ich Steinbutt sage, gibt es auch Steinbutt, klar?

Beweg deinen Arsch und hol mir Steinbutt.

Juliette? Komm, ich muss dir was zeigen.

- Ich habe deine Sachen mitgebracht. - Danke.

Ich war so in Eile,

da war ich ein bisschen...

Nachdem du aus dem Laden gerannt bist, wollte ich dich anrufen.

Der Akku ist alle.

Hast du den Mann gesehen, der da war?

Er war groß und hat Anzüge anprobiert.

- Einen Gehrock. - Ich habe nicht darauf geachtet.

Darf ich Ihr Telefon benutzen?

Hier, nehmen Sie meins.

Er hat mir sein Handy geliehen.

Er war wirklich nett für einen Franzosen.

Ich habe ein Foto auf dem Handy gesehen.

Von ihm und seiner Freundin.

Seiner Verlobten sogar.

- Sie sah dir sehr ähnlich. - Viele sehen aus wie ich.

Ich dachte auch, es kann nicht sein.

Aber als ich genauer hingeschaut habe,

wirkte sie so...

verliebt.

Ich kenne diesen Blick.

Weil du mich genauso anschaust.

- Ich möchte deinen Freund kennenlernen. - Paul.

Paul, warte!

- Warte. - Entschuldigen Sie.

Warte, ich bitte dich.

Hallo noch mal. Wie geht's?

Was machen Sie hier?

Im Laden habe ich vergessen, es zu sagen.

Ich bin Paul Mac Callaghan.

Wie schön, aber wir arbeiten hier. Juliette, bring ihn bitte raus.

Ich wusste nicht, dass es dich gibt.

- Wusstest du es? - Wer ist das?

Keine Ahnung. Paul Mac geht mir langsam auf den Sack.

Ich möchte meine Verlobte vorstellen. Sie heißt Juliette.

- Ihr kennt euch? - Wir heiraten in drei Wochen.

Unmöglich. Ich heirate sie in drei Wochen.

Juliette, was zum Teufel ist hier los?

Was ist hier los?

Juliette, was ist hier los?

Du kommst aber spät.

Was essen wir heute Abend?

- Ist Juliette ausgegangen? - Sie ist im Bad.

- Immer noch? - Ja, sie nimmt pausenlos Bäder.

Juliette, mach auf. Ich bin's.

Mach bitte auf.

Ich will niemanden sehen.

Na los, Juliette, mach jetzt auf.

Ich mag das nicht. Es stresst Carole.

Ich will niemanden sehen.

Es ist schönes Wetter, geh doch mal raus.

Oder fang wieder an zu arbeiten.

Mein Vater will mich nicht sehen. Alle verurteilen mich.

- Warum wohl? - Siehst du, du machst es auch.

Du machst jetzt sofort auf.

Sonst bitte ich Philippe, die Tür aufzubrechen.

Wie du willst. Brich die Tür auf, Schatz.

Ja, aber...

Ich habe die Katze auf dem Arm.

- Hallo, Sonia. - Hallo, Philippe.

Mir reicht es. Du gehst mir auf die Nerven.

- Du rührst dich nicht vom Fleck. - Warum?

- Setz dich. - Was machst du denn?

Was ist hier los?

- Glatt oder lockig? - Was machst du denn?

- Glatt oder lockig? - Das ist nicht der Moment...

Halt die Klappe.

Nicht nur dir fallen Entscheidungen schwer.

Damit hat jeder Probleme.

Nimm Sonia. Glaubst du, dass es einfach für sie ist?

Mag sie es, wahllos zu vögeln?

Denkst du, es macht sie glücklich? Nein.

Ja, Entscheidungen sind schwierig.

Ich werde nicht immer so leben.

Ich habe bei Philippe auch gezögert.

Er ist kein George Clooney

und seit drei Jahren arbeitslos.

- Er denkt nur an die Hand seiner Katze. - Pfote.

Jedenfalls bereue ich meine Wahl mindestens einmal pro Woche.

Aber ich habe sie getroffen und bleibe dabei.

Als ich krank war, hat sie sich ausgezahlt.

Er hat sich zwei Monate im Krankenhaus versteckt,

um nachts bei mir zu bleiben,

damit ich nicht allein bin.

Und als ich ihm gesagt habe, dass ich keine Kinder kriegen kann,

ist er ohne Zögern geblieben.

Weißt du, ich habe das Gefühl, dass ich mein Leben leite.

Denn wenn du andere für dich entscheiden lässt,

passiert so was.

Jojo, das ist komplett misslungen.

Was ist das? Das kannst du nicht so lassen.

- Das ist scheußlich! - Wie willst du es?

- Entscheide dich. - Du weißt, dass ich das nicht kann.

Das stimmt nicht. Du triffst Entscheidungen. Übrigens...

Wenn ich mich mal in dieses Frauengespräch einmischen darf:

Jeder Psychoanalytiker würde sagen,

dass chronisch Unentschlossene kindliche Lebensentwürfe haben,

die sie unaufhörlich zögern lassen.

Sie hat als Kind entschieden, nie etwas zu entscheiden.

Dieser verfrühte Schwur bestimmt ihr Erwachsenenleben,

obwohl sie ihn ins Unbewusste verdrängt.

Mehr Details stehen in der Psychologiezeitschrift,

die auf dem Klo unter der "Grazia" liegt.

Krass, er hat recht.

Du hast deinen Vater immer für dich entscheiden lassen.

Darauf wäre George Clooney nicht gekommen.

Hallo, mein Schatz, hier ist Papa.

Ich fände es schön, wenn wir zusammen essen gehen,

um noch einmal über alles zu reden.

Es ist doch wirklich blöd,

wenn wir beide schmollen.

Außerdem fehlst du mir.

Ich warte um 20:30 Uhr im "Lasserre" auf dich.

Guten Abend.

Es wurde ein Tisch für Richard Blandin reserviert.

Bitte.

Danke.

Wenn Sie mir folgen würden...

Ich bin ein bisschen...

- Ich bin überrascht, weil... - Ich weiß.

Dein Vater hat mir von deinem Problem erzählt.

- Ach ja? - Du hättest mir davon erzählen sollen.

Und von dem Konkurrenten. Ich hätte alles getan, um zu gewinnen.

- Ich wollte... - Hör dir meinen Vorschlag an.

Da jemand für dich entscheiden muss, mache ich es.

Ich erkläre dir den Plan.

In zwei Jahren habe ich einen Stern für die Bistronomie im "Relais".

Wir kaufen ein Haus bei Barfleur, du wirst die Gegend lieben.

Ich suche mit den Kindern nach Venusmuscheln.

Wir nennen sie Margaux und Lucas.

- Entschuldige, aber... - Warte, das war noch nicht alles.

Dann eröffnen wir "Le petit Relais" in dem miesen Café um die Ecke.

- Die Alte kommt nicht klar. - Meinst du Claudine?

Kann sein. Wir kriegen es für einen Spottpreis.

- Habe ich nicht an alles gedacht? - Offenbar.

Salzwiesenlamm und für sie die Wachtel.

- Ich mag Wachteln nicht. Darf ich... - Nein, vertrau mir.

Dazu gibt es Kastanienpüree und Foie Gras.

- Ja, danke, das ist nett. - Sehr wohl.

Gefällt es dir hier?

- Na ja... - Hier soll die Hochzeit sein.

- Die Hochzeit? - Unsere Hochzeit.

- Hast du sie nicht abgesagt? - Nein. Dein Vater war auch dafür.

- Ich habe also keine Wahl? - Das trifft sich doch gut.

Ich habe hier meine Ausbildung gemacht. Es wird dir gefallen.

Ich muss dir was zeigen. Es ist der Wahnsinn. Schau zur Decke.

Schau hin.

Weißt du überhaupt, ob Paul da ist?

Laut dem Büro in London hat er gekündigt und ist zu seinen Eltern gezogen.

- Pass auf! - Was haben die hier alle?

- Warum fährt er direkt auf mich zu? - Weil du rechts fährst.

Da fällt mir ein: Ich habe nie einen Schotten gevögelt.

- Hallo, die Damen. - Nette Jungs.

Wir sind nicht als Sextouristen hier.

- Das ist Schottland, nicht Thailand. - Tragen die was drunter?

Dass nichts raushängt, ist ein schlechtes Zeichen.

- Hallo. - Hallo.

- Sind Sie Hochzeitsgäste? - Hochzeit?

Ja, Emilys Hochzeit.

- Wo ist sie? - In der Kirche, fünf Meilen von hier.

Was ist los? Ist er tot?

Du kannst überhaupt kein Englisch.

Wenn es so schlecht ausgesprochen wird, verstehe ich nur weniger.

Er heiratet Emily. Go to the car.

Warum denn ein Gokart? Im Auto sind wir schneller.

Stop the wedding!

Wissen Sie, wo die Hochzeitsfeier stattfindet?

Sie sind nicht aus Schottland.

Sie kommen von den Inseln.

Der Rotschopf ist komisch. Er gefällt mir.

Frag den Chorknaben.

Er ist kein Chorknabe.

Er ist ein Chorzwerg.

Verzeihung, ich suche die Hochzeitsfeier.

Einen Drink?

Warum nicht?

Sie findet im Longwood Castle statt.

- Oh, leer. - Nach zwei Meilen rechts.

- Danke. - Gern.

Scotch.

Beeilung, bring noch einen.

Bis dann.

Bist du bei Tinder?

- Oh Mist. - Wartet, ich muss was trinken.

Also, ich suche den Bräutigam.

Er trägt einen Schottenrock, hat braune Haare und blaue Augen.

Sie verstehen nicht mal ihre eigene Sprache.

- Diese verrückten Froschesser. - Ja, meine Liebe.

- Entschuldigung. - Teilen wir uns auf.

Hallo. Ich heiße Glen.

Tut mir leid.

Verdammt.

- Möchten Sie tanzen? - Aber klar doch.

Ich gehe tanzen.

- Möchten Sie tanzen? - Mit Vergnügen.

Mich kann wohl keiner smellen.

I beg your pardon. Shall we dance?

Das geht auch ohne Schellen. Komm.

Emily?

- Ja? - Schau mal, da.

Die Hochzeit war ein großer Fehler.

- Wie bitte? - Sie sprechen Französisch? Cool.

Es klingt komisch, aber ich muss Ihnen was erklären.

Étienne ist wie mein Vater und meine Exfreunde.

Ich fühle mich sicher, wenn Männer für mich entscheiden.

Aber Paul lässt mich so sein, wie ich bin, auch wenn ich mich irre.

Er will nicht, dass ich mich ändere.

Das kannte ich vorher nicht.

Bei ihm habe ich das Gefühl, wählen zu können.

Ich hätte Ihren Mann heiraten sollen.

- Das ist ja gar nicht Paul. - Paul?

Das ist Mark, mein Mann seit drei Stunden.

Aber sollten Sie nicht Paul heiraten?

Ja, sollte ich. Sie müssen die Französin sein.

- Ja. - Also muss ich mich bei Ihnen bedanken.

Dank Ihnen hat Paul mich verlassen, sodass ich Mark treffen konnte.

Das ist ja super!

Und unter uns: Mark ist eine viel bessere Partie.

Paul hat in einer Bank gearbeitet. Mark besitzt eine Bank.

Besser geht's nicht.

Und wo ist Paul?

Das weiß keiner. Er war ganz plötzlich weg.

Nicht mal seine Eltern wissen es.

Wirklich? So ein Scheiß.

Carole, schlag ein.

Carole, schlag ein.

Du bist wunderschön. Trink.

- Trink. - Okay.

Damit es keine Missverständnisse gibt:

Ich bin verheiratet.

Entschuldige.

Einen Moment.

- Hallo, Schatz. - Ich hab's geschafft.

- Was? - Sie hat eingeschlagen.

- Weinst du? - Komm bald zurück, das musst du sehen.

Ja, mein Schatz.

Ich bin sehr stolz auf dich.

- Küsschen. - Ich liebe dich.

Ich muss zu meinen Freundinnen.

Wir haben dich überall gesucht.

Er ist einfach verschwunden.

- Irgendwo muss er sein. - So viel ist sicher.

Es ist gut, dass du hergekommen bist.

Du hast es bis hierher geschafft.

- 2.000 Kilometer umsonst. - Es war nicht umsonst.

Ich liebe Geschenke!

Wie hässlich ist das denn?

Was machst du denn da? Das sind die Hochzeitsgeschenke.

Was ich nicht mag, packe ich wieder ein.

Sie haben Jeanne d'Arc verbrannt.

- Das sind Schotten, keine Engländer. - Ist doch das Gleiche.

Ein Albtraum.

- Mach mal Platz. - Ist das ein Tischtuch?

- Hässlich. - Leg es ordentlich zurück.

Hochzeitsgeschenke sind immer mies.

- Wie heißt dein Paul? - Paul Mac Callaghan.

Das ist von ihm.

"Liebe Emily, es tut mir leid.

Ich wünsche dir ein Leben voller Glück."

Fängst du jetzt auch noch an?

- Cho ice. - Choice.

Ach so.

Wir waren wieder ausgebucht.

Fast hätte ich den Laden verkauft.

Ich bin manchmal echt ein Idiot.

Nicht?

Von Juliette?

- Ich weiß nicht, was ich sagen soll. - Sag nichts.

Na ja, sie hat...

Ich weiß nicht, was ich sagen soll.

Das schmeckt gut.

Natürlich schmeckt das gut.

Es ist trotzdem ätzend.

Natürlich ist es ätzend.

Du warst nicht leicht zu finden.

Ich habe das Büro gewechselt.

EIN VERLOBTER ZU VIEL

Was heißt noch mal Danke? Chakran?

- Nein, Shukran. - Guten Abend.

Ich habe mein Leben in die Hand genommen.

Ich kann Entscheidungen ohne Hilfe in fünf Sekunden treffen.

- Ich nehme den Zaâlouk. - Zaâlouk?

Allerdings sind viele Entscheidungen, die man in fünf Sekunden trifft,

ziemlich beschissen.

- Geht das? - Ja.

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