Afrikaans
Akan
Albanian
Amharic
Arabic
Armenian
Azerbaijani
Basque
Belarusian
Bemba
Bengali
Bihari
Bosnian
Breton
Bulgarian
Cambodian
Catalan
Cebuano
Cherokee
Chichewa
Chinese (Simplified)
Chinese (Traditional)
Corsican
Croatian
Czech
Danish
Dutch
Esperanto
Estonian
Ewe
Faroese
Filipino
Finnish
French
Frisian
Ga
Galician
Georgian
Greek
Guarani
Gujarati
Haitian Creole
Hausa
Hawaiian
Hebrew
Hindi
Hmong
Hungarian
Icelandic
Igbo
Indonesian
Interlingua
Irish
Japanese
Javanese
Kannada
Kazakh
Kinyarwanda
Kirundi
Kongo
Korean
Krio (Sierra Leone)
Kurdish
Kurdish (SoranĂ®)
Kyrgyz
Laothian
Latin
Latvian
Lingala
Lithuanian
Lozi
Luganda
Luo
Luxembourgish
Macedonian
Malagasy
Malay
Malayalam
Maltese
Maori
Marathi
Mauritian Creole
Moldavian
Mongolian
Myanmar (Burmese)
Montenegrin
Nepali
Nigerian Pidgin
Northern Sotho
Norwegian
Norwegian (Nynorsk)
Occitan
Oriya
Oromo
Pashto
Polish
Portuguese (Brazil)
Portuguese (Portugal)
Punjabi
Quechua
Romanian
Romansh
Runyakitara
Russian
Samoan
Scots Gaelic
Serbian
Serbo-Croatian
Sesotho
Setswana
Seychellois Creole
Shona
Sindhi
Sinhalese
Slovak
Slovenian
Somali
Spanish
Spanish (Latin American)
Sundanese
Swahili
Swedish
Tajik
Tamil
Tatar
Telugu
Thai
Tigrinya
Tonga
Tshiluba
Tumbuka
Turkish
Turkmen
Twi
Uighur
Ukrainian
Urdu
Uzbek
Vietnamese
Welsh
Wolof
Xhosa
Yiddish
Yoruba
Zulu
Wo ist denn mein Dings, äh, das, äh, das, äh…
- Was denn? - Das Dings! Das schwarze!
Das mit den Adressen und Telefonnummern.
Keine Ahnung.
Der Hund liegt ja wirklich sehr ungĂĽnstig.
Nee, hier is' es.
Ach, und die Wirtschaftsbeilagen von der FAZ, sind die hier drin?
- Wenn du sie reingesteckt hast. - Hier rein? Nee.
Die hab ich mir doch gestern extra…
Die haben hier oben auf gelegen.
Hier schmeiĂźt jemand immer die Zeitungen durcheinander.
Ich möchte nicht, dass jemand was weg tut, ohne mich zu fragen.
In 3 Wochen hat Mutter ihren 80. Geburtstag.
- Hörst du? Da müssen wir hin. - Ich bin nicht taub!
- Und wie alt wird deine Mutter? - 80.
Freitag, Sonnabend und Dienstag sind da. Montag natĂĽrlich nicht!
Hier. Montag.
Und wann hat sie Geburtstag?
In 3 Wochen.
MĂĽssen wir da hin?
Jawohl. Du hast nämlich nebenher auch eine Familie.
Der Mann geht tagsĂĽber mit seiner Keule jagen,
und die Familie sitzt in der Höhle und wartet.
Deine Keule.
Was? Ach so.
- Ist Papa weg? - Ja.
- Morgen! - Guten Morgen, Herr Klein.
- Guten Morgen, Herr Lohse. - Guten Morgen, Herr Moll.
- Guten Morgen, Herr Lohse. - Guten Morgen, Herr Jeckel.
- Guten Morgen. - Guten Morgen, Herr, äh…
- Guten Morgen, Herr Lohse. - Guten Morgen.
Hallo, Frau Pfeiffer!
Wie geht's denn der Versandabteilung?
Mein Gott, wie die Zeit vergeht! Und die Arbeit macht SpaĂź?
- Doch, ja. - Was ist eigentlich
aus dem kleinen Herrn Dings geworden?
Wie hieß er doch, dieser Blasse? Hmmm…
Man hat's auf der Zunge und kommt nicht drauf.
- Herr Wiese? - Nee.
Es fallen einem viel leichter Sachen von frĂĽher ein.
Ich weiĂź zum Beispiel die Telefonnummer meiner Eltern,
also, bevor sie nach Wiesbaden zogen, 1950.
Ähm, die weiß ich. Ähm… 87 5586. Nee, 83.
- Guten Morgen, Herr Lohse. - Guten Morgen, Herr Schambach.
Ähm, und die von meiner ältesten Schwester. 34 19 28.
- Einen schönen Tag noch! - Vielen Dank.
- Guten Morgen. - Morgen, Frau Lamprecht.
- Kommen die Herren aus Osaka? - Morgen um 11.
- Post? - Auf Ihrem Schreibtisch.
Hello? This is Heinrich Lohse von The Deutsche Röhren AG.
Yes, äh. Now we deliver the boiler pipes,
compression pipes, rain pipes, extension pipes,
pipes for heater and water…
Pardon?
Ah. Bitte?
Oh, Verzeihung. Das tut mir… Dann hab ich mich…
Ja, ich sehe schon. Entschuldigen Sie, bitte.
Herr Lohse? Da ist eine Lieferung
- fĂĽr Sie eingetroffen. - Ich komme.
Ja, das ist das Schreibmaschinenpapier.
Ich check nur noch mal durch.
Ich hab noch 'ne Hunderterpackung.
Sie haben da nicht den Ăśberblick.
Der blattweise Einkauf von Schreibmaschinenpapier
ist kaufmännisch nicht zu verantworten.
Wenn wir im GroĂźen abnehmen,
fällt der Preis bei 500.000 Blatt um 35% und so weiter.
Was ist denn das?
Das sind die Radiergummis. WĂĽrden Sie bitte unterschreiben?
Der Herr Generaldirektor erwartet Sie.
- Warum denn? - Ich weiĂź nicht.
Ach, und Sie sorgen dafür, dass das hier weggeräumt wird.
Mein lieber Herr Lohse.
Bitte nehmen Sie doch Platz.
Zigarre?
Oh, danke sehr.
Sie haben fĂĽr unsere Sekretariate Papier eingekauft?
Schreibmaschinenpapier.
Ja. Mit einer Einsparung von ĂĽber 50%.
Auch wohl ein bisschen im Voraus?
Ja. Für zirka 40 Jahre bei einem durchschnittlichen…
Und, äh, gesundheitlich ist alles in Ordnung?
Oh ja, vielen Dank.
Sie haben erst spät geheiratet
- und haben ein kleines Kind. - Na ja, klein…
- Kann es schon sprechen? - Mein Sohn ist 16. Er spricht.
- Was sagt er denn so? - Wie, was er sagt?
Na, wie…
Wie nennt er Sie denn?
- Papa. - Reizend, ganz reizend.
Sie sollten mehr Zeit haben fĂĽr den Jungen.
- Ja, ja. - Herr, äh, Lohse,
ich halte es fĂĽr meine Pflicht,
auf das Privatleben meiner engsten Mitarbeiter
- RĂĽcksicht zu nehmen. - Das ist mir neu.
Lieber Herr Lohse, die Deutsche Röhren AG schuldet Ihnen Dank.
Ich meine, es ist Zeit, dass wir uns gemeinsam
Gedanken darüber machen, äh… wie Sie, äh…
in den Genuss der wohlverdienten…
der FrĂĽchte Ihres wohlverdienten Ruhestandes kommen.
- Wollen Sie damit andeuten…? - Wir haben uns verstanden.
Behalten Sie Platz, Herr Generaldirektor.
Seit 37 Jahren arbeite ich hier.
Wir haben aus einem kleinen, miesen Saftladen
einen großen… einen… das, was wir heute sind.
Und nicht Sie haben darüber…
- Ich wünsche nicht, dass Sie… - Ich darf das noch sagen.
Bitte sehr.
Moment!
Ich höre.
Ich hab es gleich.
Das mit dem Saftladen sagten Sie schon.
Ähhh… ja! Das wollte ich sagen!
ICH entscheide, wann mir Ihre Röhren zum Halse raushängen.
Ich weiĂź auch schon wann!
Jetzt!
Hach! Mein Gott, hast du mich erschreckt!
Ich wohne hier.
Aber doch nicht jetzt, um diese Zeit.
Und ich habe eine Ăśberraschung fĂĽr euch.
Guten Tag, mein Junge.
Wo kommst du denn her?
Dieter!
Also, ich esse jetzt.
So! Entschuldigung.
Ich habe nur noch…
Also, ich möchte euch…
Du legst jetzt das Heft weg.
Dieter!
Also, ich habe nämlich eine gute Nachricht für euch.
- Seit heute… - Nimmst du keinen Rosenkohl?
Danke, ja.
Ich habe nämlich eine Überraschung.
Es macht keinen SpaĂź, fĂĽr euch zu kochen.
- Ich habe eine Ăśberraschung. - Eine Ăśberraschung?
Ab morgen bin ich voll und ganz fĂĽr meine Familie da.
Deswegen kannst du doch weiter essen.
Meine Firma, also Generaldirektor Blume und ich,
haben uns, äh, sind sich, äh… sind, äh, übereingekommen,
dass ich meine Arbeitskraft kĂĽnftig weniger,
also eher gar nicht, auf die Firma konzentriere
und dafür meine Erfahrung mehr meinem… meinem Heim…
und, ähm, dem Wohl… also,
dem Wohl meiner Familie… widme… widmen… zu widmen.
Nun esst, damit es nicht kalt wird.
Was sagst du da?
Es ist eine neue, mehr ins Private zielende Tätigkeit.
Was heiĂźt denn das?
Ich bin pensioniert.
Dann hol ich mal den Nachtisch.
Ich hab den Laden einfach hingeschmissen!
Da bist du jetzt immer den ganzen Vormittag zu Hause?
Ja. Und nachmittags auch.
Und wo, was, was hast du… wie denkst du dir…
Ich denke, ich stelle meine Erfahrungen dem Haushalt
- und der Familie zur Verfügung. - Ach…
Was ist denn das?
Birne Helene.
Das ist aber ein Apfel.
Mit Schokoladensauce.
Dann ist es keine Birne Helene, sondern Apfel Helene.
Das gibt's ĂĽberhaupt nicht.
Ein Apfel ist ein Apfel und eine Birne ist eine Birne.
Lass es stehen, wenn's dir nicht schmeckt.
- Es schmeckt mir ja. - Dann iss es doch.
Ich esse es ja. Aber nicht unter falschem Namen.
- Das ist Elisabeth. - Was ist los?
Das ist Elisabeth.
WeiĂźt du, was ich mir ĂĽberlegt habe?
Na, was denn?
Es ist heutzutage fĂĽr eine Frau gar nicht mehr so leicht,
einen modernen Privathaushalt zu leiten.
- Hörst du mir zu? - Jaaa.
Und da hab ich mir vorgenommen, dass ich zu deiner Entlastung
Vorstands… also, Leiter des, äh, des, äh,
dass ich jetzt die Verantwortung fĂĽr den Haushalt ĂĽbernehme.
Ja, mein Schatz.
Wolltest du noch irgendwas sagen?
- Nein. - Na, dann gute Nacht.
So!
Renate?
Renate!
Lohse.
Hallo, Rita!
Du, äh, ist was?
Nein, nein, es hat Zeit.
Du, es… es geht schon.
Aber ich muss dann auch mit dir reden.
Ja.
Nein, erzähl du mal zuerst.
Ja. Nee, im Augenblick ist es dann nicht so…
Lass dich nicht stören. Du kannst in Ruhe telefonieren.
Weißt du… du, äh, ich…
Ähm, ich wollte… Aber es ist nicht so…
Es, äh, es hat auch Zeit bis morgen.
Ja, dann… dann ruf ich dich, äh…
Ja.
Du, ich ruf dich später noch mal an.
Was ist denn das?
Das sind die Sachen fĂĽr die Kleidersammlung.
Mein Wintermantel?! Na, hör mal!
Den hattest du schon, als wir uns kennen gelernt haben.
Der Mantel ist noch tadellos! Den schenk ich Dieter!
Der freut sich doch, wenn er Papas Mantel erbt.
- Renate! - Der schnappt ĂĽber vor Freude.
Wieso schmeiĂźt du immer alle meine Sachen weg?
Der Hund mĂĽsste mal raus.
Liebchen, das ist keine Antwort auf meine Frage.
Und der Hund muss raus, wenn ich es fĂĽr richtig halte.
Wutz!
Wutz, du kommst jetzt hier zum Herrchen!
- (Hund knurrt) - Wutz, hier ist das Herrchen!
- Guten Morgen, Herr Lohse. - Guten Morgen.
Wutz! Hier ist das Herrchen!
Dämlicher Hund.
Na? Hat er was gemacht?
Er hat, äh, also, man sieht das ja nicht so genau.
- Ich geh dann jetzt einkaufen. - Nein. Gib mal her.
- Ich finde das wirklich lieb… - Wir hatten das ausdiskutiert.
Das fällt in meinen Arbeitsbereich.
Du weißt überhaupt nicht, was ich…
Dein Mann war 17 Jahre Leiter der Einkaufsabteilung.
Hier hab ich die Dosen hingestellt.
- Sie wünschen? Was für Dosen? - Ich hätte gern…
2 Fischklößchen und 1 Saftgulasch.
Die hast du nicht da hingestellt. Ja, bitte?
- 1 Kümmelkäse. - Sonst müssten sie da stehen.
Mein Name ist Lohse. Ich kaufe hier ein.
Aber ich hab sie neben die Salatkartoffeln gestellt.
- Dann sind sie abgeholt. Ja? - 1 Kümmelkäse und Tomaten.
- Wenn sie weg sind. - Ich möchte hier einkaufen.
Wer soll die denn abgeholt haben? Ja, bitte?
- Ich möchte hier… - Ich war doch hier!
- Dann stehen sie woanders. - 1 Kümmelkäse, bitte.
- Sonst wären sie da. - Wo denn? Ja?
Na, wo du sie hingestellt hast.
1 Kümmelkäse, bitte, und 2 Pfund Tomaten.
Ich stell die immer hierhin. Was ist denn nun?
Mein Name ist Lohse, ich möchte hier einkaufen.
Sagen Sie mir auch, was es sein soll?
In diesem Ton kommen wir nicht ins Geschäft.
Also, wir haben da 2 Möglichkeiten.
Entweder ich lese Ihnen im Ganzen vor,
was ich auf der Liste habe,
oder wir gehen alles einzeln nacheinander durch.
Bitte?
Also dann, 1 Glas Senf.
1,29.
1,29. Wird das gĂĽnstiger, wenn ich gleich mehrere nehme?
Bei 10 Gläsern sparen Sie… 60 Pfennig.
Das klingt schon besser. Und bei 50?
- Herr Lohse! - Ach, Frau Mielke!
- Gehen Sie heut nicht ins Büro? - Ich, äh, ja, äh, nein.
Nicht direkt. Meine Tätigkeit bezieht sich zurzeit
mehr auf den häuslichen Bereich.
Sie sind pensioniert!
So kann man das… das könnte man auch so sagen, ja.
Könnten Sie mir den Sack aufhalten?
Ja, gern, aber ich muss dann auch gleich…
Danke schön.
So. Dann werd ich mal…
Ich hätte auch noch 'ne Tasse Rinderbrühe.
Die könnt ich Ihnen heiß machen.
- Frau Mielke… - Es ginge ganz schnell.
- Vielleicht demnächst. - Das bleibt aber unter uns.
Meine Schwester ist in solchen Dingen immer etwas…
Obwohl… das mit ihrem Mann war damals nur Gerede.
Der ist auf ganz natĂĽrliche Weise gestorben.
Aber man muss ja nicht unbedingt…
Nein, nein. Also dann… Ha! Das ist ja…
Herr Lohse wollte dich was fragen. Ich sagte,
- dass du nicht da wärst. - Ich muss gleich…
Was wollten Sie mich fragen, Herr Lohse?
Ach, das hat Zeit. Ich muss mir mein Leben,
die Mittel, meine Lebens… mittel auch erst…
Auf Wiedersehen.
Brigitte, kommst du mal?
Renate!
Renate?
Halt!
Stellen Sie das wieder da hin!
Wie sind Sie hier reingekommen?
Durch die HaustĂĽr.
- Wie ist Ihr Name? - Kleinert. Ich putze hier.
Da sehen Sie mal an. Mein Name ist Lohse.
Wir werden in Zukunft gemeinsam…
Nein, äh, streichen Sie das.
Hausarbeit verlangt eine straffe Organisation,
wenn sie effektiv sein soll.
- Haben Sie das? - Jawohl, Herr Lohse.
Oberster Grundsatz heiĂźt dabei: "Erst denken, dann handeln."
Das ist Frau Kleinert, unsere Putzhilfe. Meine Frau.
Frau Kleinert, wir können dann an die Gardinen gehen.
Ich möchte jetzt nicht unterbrochen werden.
Ich bin mit Frau Kleinert in einer Besprechung.
Es wäre sehr freundlich,
wenn sich danach ein Termin fĂĽr mich einschieben lieĂźe.
- Ähm… was war das Letzte? - Was?
Was ich zuletzt gesagt habe.
- "Handeln. Dann handeln". - Ja.
- Übrigens, Frau, äh… - Kleinert.
Ich werde mit Hand anlegen, bis Sie eingearbeitet sind.
Ich möchte da mit gutem Beispiel vorangehen.
Welches Prinzip lag Ihrer Tätigkeit bisher zugrunde?
Ja… ich hätte dann jetzt die Betten gemacht.
Ganz falsch. Sie beenden Ihre Aufgabe im Treppenhaus,
ich mache die Betten und Sie stoßen später dazu.
- Also dann! - Jawohl.
(Vögel zwitschern)
- Wo sind denn die Betten? - Die hab ich zum Lüften…
Frau, äh, Kleinert,
unser Arbeitsplan erfährt eine Änderung.
Wir machen zunächst im Garten weiter.
Bei unvorhergesehen Ereignissen
muss man sich den Gegebenheiten anpassen.
Ähm… am besten Sie entfernen jetzt das Deckbett
aus der Dingsda, der, äh, Kletterrose.
Jawohl, Herr Lohse.
Und bleiben Sie ganz ruhig.
Wir hätten eine sehr wichtige Nachricht für Sie.
Ach?
Nein, Rita, du hast keine Ahnung!
Entschuldige, es hat geklingelt. Ich ruf dich wieder an.
Das sind unsere Betten. Ich habe nur schnell mit Frau Kleinert…
Und das sind die Glöckners. Sie haben eine wichtige Nachricht.
Wir abonnieren keine Zeitschriften.
- Geht's um Zeitschriften? - Nein.
- Nein. - Nein. Nimmst du mir das ab?
Ich mach das hier schon.
Bitte schön.
Entschuldigen Sie. Meine Frau ist etwas misstrauisch.
Das ist nicht persönlich gemeint.
Darf ich Ihnen etwas anbieten?
Nach den Berechnungen
des international anerkannten Professors Pirkheimer
hat der Venusmond Tetra seine Umlaufbahn verlassen
und rast nun auf die Erde zu.
Sein Aufprall steht unmittelbar bevor.
Dies bedeutet das Ende unseres Planeten.
Wissen Sie, das kommt hier im Moment sehr ungelegen.
Ich dachte, Sie hätten…
Nur alle Menschen, die innerlich und äußerlich sauber sind,
haben nichts zu befĂĽrchten.
Diese handgefertigte BĂĽrste aus reiner Naturborste
könnte ich Ihnen für 28,50 DM überlassen.
Das ist sehr liebenswürdig, aber ich glaube…
FĂĽr 32 DM empfehlen wir diesen Badezusatz.
- Nein, nein. - Auch ohne Bargeld.
Wenn Sie bitte unterzeichnen wollen?
Nein, nein…
Sie erhalten unsere Lieferung dann monatlich
- auf Rechnung mit 2% Skonto. - Oder die Beträge
werden von Ihrem Konto abgebucht, mit 5% Skonto.
Wenn Sie sich nicht sofort entscheiden, macht das nichts.
Wir kämen dann immer jeden Donnerstag.
Ach? Wo muss ich unterschreiben?
Die Lieferung fĂĽr Lohse.
Das wird mir jetzt ein bisschen viel.
- Ist aber Ihre Bestellung. - Was? Ach so, ja.
(Herr Lohse) Sie können es gleich hier abstellen.
- Hier? - Ja, bitte.
- Wiedersehen, Chef. - Wiedersehen.
Was war das fĂĽr eine Nachricht?
Das war eine Nachricht von Professor Pirkheimer
wegen des bevorstehenden Aufpralls.
Es handelt sich möglicherweise um das Ende,
um das bevorstehende Ende unserer Zivilisation.
Du hast doch hoffentlich nichts unterschrieben?
Ich, ähm, nein. Das wird alles abgebucht.
Was wird abgebucht?
Ähm… Bürsten.
Wurzelbürsten und, äh, natürlicher Badezusatz.
1 Tonne Badezusatz?!
Nein. Das ist Senf. 150 Gläser.
Senf! Na, Gott sei Dank! Die Welt geht unter,
aber wir haben Senf, WurzelbĂĽrsten und Badezusatz.
Was is' 'n los?
Dein Vater will dir was schenken.
Was?
Ach so, ja.
Das ist mein… das war mein bester Mantel.
In dem Mantel hab ich deine Mutter kennen gelernt.
Zieh doch mal ĂĽber.
(Romantische Geigenmusik)
Tadellos.
Den Knopf kann man annähen.
Todschick! Dreh dich mal um.
Sitzt wie angegossen.
Wenn mein Vater mir so 'n Mantel geschenkt hätte!
Freust du dich? Sag doch mal! Und die Farbe steht dir so gut!
Den kannst du zu Omas Geburtstag anziehen.
- Sag doch mal was! - Toll…
- Guck mal, ein Eichhörnchen. - Guck mal, ein Eichhörnchen!
Ein Eichhörnchen!
Ich packe meine Eheprobleme aus und was sagt meine Freundin?
Guck mal, ein Eichhörnchen!
Ich bin 17 Jahre sehr gemĂĽtlich verheiratet gewesen.
(Quatschendes Geräusch)
Ich hatte den Haushalt, dann kam Dieter,
und Heinrich war in seiner Firma den ganzen Tag gut aufgehoben.
Hat auch nie gestört.
- Aber gejault hast du. - Gejault?!
Dass er nie Zeit hat.
Ich wusste nicht, wie es ist, wenn er Zeit hat.
Dann such dir 'n Job.
Ehepaare sind nur glĂĽcklich, wenn einer nie Zeit hat.
Ich habe uns was Warmes gemacht.
Was is' 'n das?
Königsberger Klopse aus der Dose.
Königsberg war die Hauptstadt von…
WeiĂź ich.
- Was macht die Schule? - Es geht so.
Da bist du nun beinahe fast gerade erst geboren
und schon sitzen wir zusammen beim Essen.
In deinem Alter hab ich mich sehr fĂĽr Sport interessiert.
- FĂĽr die Spitzensportler. - Hm-hm.
Sitz gerade, Junge.
Wer ist denn… wen bewunderst du denn so?
- Wen findest du toll? - Michael Jackson.
Michael Jackson.
Der war Boxweltmeister im Halbschwergewicht.
Aber dann hat ihn Eddie Alersmeier geschlagen. 1952.
Für so was hab ich 'n Gedächtnis.
Wovon lebt wohl 'n Boxer, wenn er alt wird?
Michael Jackson gibt ĂĽbermorgen ein Konzert in der Messehalle.
Ist das die Möglichkeit!
Du, ähm, die junge Dame, die du da neulich, ähm…
ist das deine, ist das, ähm… ist die aus deiner Klasse?
Hm-hm.
Und, äh, wenn ihr… also, wenn ihr zusammen seid,
wie, äh, ist das, wenn ihr so, ähm…
Sieh mal, deine Mutter und ich…
wir sind ja auch nicht von Natur aus alt,
also, alt auf die Welt gekommen.
Ähm… das Wichtigste ist, dass man, ähm…
Gerade, wenn man jung ist,
da ist der Körper, äh…
das ist ganz natürlich, ähm…
also, das Körperliche, mein ich.
Männer sind… und Frauen auch… Überleg dir das mal!
Gerade, weil ich es gut mit dir meine. Haben wir uns verstanden?
Hm-hm.
Schön, dass du mal ganz offen über alles gesprochen hast.
Frauen haben auch ihr Gutes.
Da hinten ist meine Mutter zur Schule gegangen.
Hier hat mal mein Schwager gewohnt. Aber nach hinten raus.
27., 28., 29., 30., 1., 2.
Wo ist der 3.?
(Stimmengewirr nähert sich)
Wo ist der 3.?
(Alle Damen reden gleichzeitig)
Geht dann schon mal ins Wohnzimmer. Ich mach den Tee.
Ach, Herr Lohse! Nett, dass wir Sie auch mal sehen.
Ich verschaffe mir gerade einen Ăśberblick
ĂĽber das vorhandene Zeitungsmaterial.
Heinrich! Muss denn das ausgerechnet heute sein?
Nein, bei einer rechtzeitigen Information hätte ich
die Nutzung des Wohnraumes heute fĂĽr dich reserviert.
Nehmen Sie Platz. Lassen wir uns nicht stören.
Wenn das durcheinander kommt, kann ich noch mal anfangen!
- Das ist Kaugummi. - Das war die FRANKFURTER!
Was Sie fĂĽr 'n starken Mann haben, Frau Lohse!
Ist dir nicht gut, Brigitte?
Heinrich, wolltest du nicht mit dem Hund gehen?
Nein. Davon war nicht die Rede.
Frau Bredenbek, ich muss Sie bitten aufzustehen.
Sie sitzen auf dem Kulturteil der WELT.
Nein, das ist nicht der Kulturteil.
Aber ich hatte ihn hier irgendwo hingelegt.
Sehen Sie bitte unter sich nach. Vielleicht sitzt jemand drauf.
- Bitte bleiben Sie… - Ich muss darauf bestehen!
Hilfst du mir mal, Heinrich?
Ich hab's gewusst!
Macht ja nichts! Ich hab ja Zeit!
Warum schmeiĂźt du diese Zeitungen nicht weg?
Ich wusste nicht, dass du mit deinen Kulturschnepfen…
Keiner guckt da je wieder rein.
Wie soll ich den Haushalt in Schwung bringen…
Ich möchte dich sehen, wenn ich die Zeitungen…
Ich will wissen, wer wann wo Kaffee trinkt!
Was macht das denn fĂĽr einen Eindruck!
Auch du bist doch dran interessiert, dass Ordnung…
Was ist denn eigentlich in dich gefahren?
Das ist PĂĽppi.
Herr Ober?
Die mögen uns hier nicht.
Herr Ober, dĂĽrfen wir IHNEN vielleicht irgendwas bringen?
Herr Ober?
Haben die Herrschaften gewählt?
Ja, seit geraumer Zeit. Wir hätten gern zweimal Kalbsleber.
- Die ist nicht zu empfehlen. - Ach, und sonst?
Hausgemachte HĂĽhnersuppe, aber da wĂĽrde ich Ihnen auch abraten.
Und Fisch?
- Dann nehme ich den Jägerspieß. - Wie Sie meinen.
- Haben Sie Birne Helene? - Heinrich!
Das ist unsere Spezialität.
Wir servieren naturbelassenes Birnenmark mit Vanillesauce.
Birne Helene ist eine gekochte Birne
mit Vanilleeis und Schokoladensauce.
Unsere ist mit Vanillesauce und wird immer gerne genommen.
Ihre Birne ist eben keine Birne Helene.
- Dann nehmen Sie Apfelkuchen. - Nein, vielen Dank.
Also 1 Jägerspieß.
Wenn ich noch einmal Birne Helene höre,
werfe ich mich nieder und beiĂźe in die Auslegeware!
Ach was!
Ich habe mir deinen Ruhestand anders vorgestellt.
Das ist mein erster Ruhestand! Ich ĂĽbe noch!
Ich dachte nur… Mein Gott, was sind Männer unsensibel!
Alle hier können dich verstehen.
Leider versteh ich dich ĂĽberhaupt nicht.
- 1 Jägerspieß. - Danke sehr.
Sollten Sie gleich essen, ist nicht sehr heiĂź.
- Und meins? - Sie hatten nichts bestellt.
- Dann nehme ich die HĂĽhnersuppe. - HĂĽhnersuppe.
Gib mal her, ich mach das schon.
Vielleicht lässt du mich mal irgendwas alleine machen!
Bitte sehr, bitte sehr!
Ich habe nichts gesagt.
Bestell dir doch selber 'n Jägerspieß.
Das ist meins. Das liegt hier bei mir.
Hast du einmal gesehen, wie es aussieht, wenn du so machst?
Was mach ich?
- Wann mach ich das? - Immer.
Hier hast du's schon 3-mal gemacht.
Dann ist das eine liebenswerte Besonderheit.
WeiĂźt du, was du machst?
- Was denn? - Das.
Darf ich abräumen?
Nein, wir sind noch nicht fertig.
- Soll ich mich denn auflösen? - Es wäre schon ganz fabelhaft,
wenn der Herr Direktor Lohse
den Direktor in der Firma gelassen hätte
- und nur noch Herr Lohse wäre. - Nur noch Herr Lohse? "Nur"?
Ich bin Heinrich Lohse, glĂĽcklich verheiratet, ha-ha!,
mit 1 Kind und geregeltem Einkommen. Was heiĂźt hier "nur"?
Ich möchte nur, dass wir jetzt nicht in deiner Firma sitzen,
sondern du bei uns zu Hause. Still und friedlich.
- Alt und dick! - Das wäre nicht das Schlimmste.
Ich werde mir die größte Mühe geben.
Entschuldigen Sie, mein Name ist Drögel.
Ich wurde ungewollt Zeuge Ihres Gesprächs.
- Ich bin sehr in Eile. - Mir hat gefallen, wie Sie…
Es fehlen überall Damen, die auch mal einem Mann gegenüber…
Entschuldigen Sie, aber…
Wir sind ein bekanntes SĂĽĂźwarenunternehmen,
die Firma Riegel und Klotz, vormals Seidenmann, Bielefeld.
Tja, ähm, ja, ja.
Wir brauchen Damen mit Freude an der Sache.
Dürfte ich Ihnen meine Karte…? Entschuldigen Sie.
Ich hatte sie schon die ganze Zeit in der Hand.
Danke sehr.
Ich würde mich freuen, von Ihnen zu hören.
Einmal HĂĽhnersuppe.
- Heinrich? - Keine Angst. Alles in Ordnung.
Ich mache keine Betten, kaufe nichts ein
und gehe nur die Treppe rauf und vielleicht wieder runter.
- Wenn ich darf! - Komm mal her.
Entschuldige, Heinrich. So war das doch nicht gemeint.
Ich weiĂź, auch fĂĽr dich ist das alles nicht so einfach.
Ich hätte dir vielleicht mehr helfen sollen.
- Was ist los? - Du könntest hier bei uns,
bei deiner Familie dein eigenes Reich haben.
- Aha? - Nur fĂĽr dich.
Wo du niemand… wo dich niemand stört,
wo du auch mal laut sein kannst.
Laut?
Wo du sein kannst, wie du willst.
Wenn wir hier ein bisschen Ordnung machen…
Das könnte man doch sehr…
Das könnte ganz behaglich werden.
So zum Basteln oder so.
Und das kommt hier alles weg. Dann hast du Platz fĂĽr Modelle.
- Hm… - Modellbau… oder so was.
Sind denn ĂĽberall hier in den Kellern Herren im Ruhestand?
Hier hast du auch Licht… und Wasser…
Na, was meinst du?
Kann ich doch lieber oben bleiben?
Jetzt kommen gleich die Mielke-Schwestern.
Die holen mich ab.
Ach, Frau Lohse!
Ich wusste gar nicht, dass Ihr Mann daheim ist!
Willst du guten Tag sagen?
Nö. Ich bleibe hier liegen. Ganz still und friedlich.
Kaffee ist in der Thermoskanne, Wurstbrote sind im KĂĽhlschrank.
Hast du gehört?
Ich habe es gehö-ört!
- Guten Tag, Frau Mielke. - Guten Tag, Frau Lohse!
Ach, Frau Lohse! Ich wusste gar nicht, dass Ihr Mann daheim ist!
Tag, Frau Mielke!
Nett, dass Sie wieder mal…
- Sind Sie krank? - Mein Mann hat sich
nur ein bisschen hingelegt.
Haben sich mal freigenommen. Sehr vernĂĽnftig.
Das stimmt nicht ganz, Frau Mielke.
Ich bin im Ruhestand.
Herr Lohse ist im Ruhestand!
Das wussten wir ja gar nicht.
- Warum kommen Sie nicht mit? - Ja, warum nicht?
Nein, nein…
Wir brauchen mehr Männer für unsere Kulturveranstaltungen.
Das ist wirklich sehr liebenswĂĽrdig,
aber meine Frau meinte, ich sollte mal…
Mein Mann mag keine Dichterlesungen.
- Das ist ja ganz was Neues! - Wir haben doch besprochen,
dass du mal gemĂĽtlich zu Hause bleiben wolltest.
Na, das kann er ja immer noch! Herr Lohse!
Na, dann zieh ich mir schnell was ĂĽber.
Meine sehr verehrten Damen und Herren.
Zum 2. Mal in diesem Jahr haben wir uns heute
zu einer Veranstaltung unseres Kulturkreises zusammengefunden.
Der heutige Nachmittag ist der Gegenwartsliteratur gewidmet.
Es ist ein groĂźes GlĂĽck, dass sich der bedeutendste Vertreter,
lebende Vertreter, der bedeutendste, lebendste,
also noch lebendige Vertreter moderner Lyrik bereitfand,
hier bei uns aus seinem Werk zu lesen.
Ein Mann, der Literaturgeschichte gemacht hat,
ein Name, der weltweit zum Begriff geworden ist:
- Lothar Frohlein. - Frohwein.
Frohwein.
Zu Beginn werde ich 22 Gedichte aus dem Zyklus "Abschied" lesen.
- Dann… - Etwas lauter, bitte!
Dann 8 Balladen aus meiner frĂĽhen Schaffensperiode,
gefolgt von der Sonetten-Sammlung "Die 12 Monate".
Hierauf 3 Kapitel aus dem Roman "Pedokles"
und zum Schluss ein Trauerspiel in 3 Akten
mit dem Titel: "Goethe in Halberstadt".
Dann haben wir Gelegenheit, miteinander zu sprechen.
Melosine…
Gehört das zum Vortrag?
Mir hilft da immer ein StĂĽck Zucker.
- Er sollte die Luft anhalten. - Was meinen Sie?
Man mĂĽsste ihn erschrecken.
Oder was fragen, was ihn ablenkt.
Pscht!
Entschuldigen Sie, wenn ich Sie unterbreche.
Heinrich!
Was haben Sie gestern Abend gegessen?
Ähm… Kohlrabi.
GedĂĽnsteter Kohlrabi
mit Fischstäbchen und… Remouladensauce.
Melosine…
Krawehl, krawehl!
TaubtrĂĽber Ginst am Musenhain!
TrĂĽbtauber Hain am Musenginst!
Krawehl, krawehl!
Ich habe frĂĽher immer gedacht, dass wir aneinander vorbeileben.
Das hast du schon 3 Mal erzählt.
Ich habe ihm gesagt, was ich meine,
und ich dachte, er hätte es verstanden!
Er schmeiĂźt keine Betten mehr aus dem Fenster, nein!
Jetzt diskutiert er mit Lothar Frohlein!
- Einmal WĂĽrstchen, die Dame. - Danke sehr.
Vielleicht gibt's auch noch was anderes als Männer.
Wie meinst du das?
Man darf sich nicht verrĂĽckt machen lassen.
Lass sie machen, was sie wollen.
Es gibt so schöne Män…, äh, Mö-möglichkeiten.
Im Vergleich zu Frauen sind Männer wirklich uninteressant.
Tu so, als wäre er gar nicht da.
Ha!
Hab ich dich erwischt, mein Schatz! Haha!
- Das war eine Meisterleistung. - Danke schön! Tag, Rita.
Ich dachte mir - ich wusste ja, dass du in der Stadt bist -
es wäre doch toll, wenn wir uns irgendwo treffen. Zufällig.
Ich stör auch nicht. Tut so, als wäre ich gar nicht da.
- Haben Sie einen Wunsch? - 1 Kännchen Kaffee.
- 1 Kaffee. - WeiĂźt du, wer da sitzt?
Wo?
Da! Die Dame mit dem hellen HĂĽtchen. Das ist Lisbeth!
- Lisbeth Prenzler! - Heinrich!
Na, mein Dickchen?
Komm, setz deine Brille auf! Ich bin's! Heinrich Lohse!
Wie geht's? Hast 'n bisschen zugelegt. Steht dir aber.
- Ist dein Mann auch hier? - Ich bin nicht verheiratet.
Wir haben euch doch in Hamburg besucht!
Ich wohne in WĂĽrzburg. Seit 36 Jahren.
Nein. Dein Sohn hat in Hamburg studiert und bei dir gewohnt.
- Ich habe keinen Sohn. - Doch, Lisbeth!
Ich heiße Käthe.
Oh…
Käthe…
Du, ich geh jetzt.
Ich ruf dich an.
Also, ich hätte Lisbeth nicht wiedererkannt. Wie geht's ihr?
Äh… gut. Sie wohnt jetzt in Würzburg. Wo ist Rita?
Die musste weg. Ich muss mich auch beeilen.
Du hast ja wohl auch noch was vor.
Ja. Aber wenn du mich bittest, wĂĽrde ich dich begleiten.
Als treusorgender Gatte. Als Mäuschen.
So! Also… was willst du einkaufen?
Oh, ich will erst mal 'n bisschen rumgucken.
Rumgucken… Und wo wollen wir zuerst rumgucken?
Ach, das ist interessant. Guck mal!
Das sind diese Röhrensysteme.
Die haben wir viel nach Mexiko verkauft. Und nach Kuba.
Ich wusste gar nicht, dass wir hier ausstellen.
Das ganze System funktioniert ohne RĂĽckstauventile.
Interessant, nicht?
Hinten mĂĽsste die Ă–ffnung fĂĽr den Ăśberlauf sein.
Es ist schwer zu erkennen.
Doch, ja! Von hier kann man's sehen.
Sehr interessanter Einkaufsweg.
Renate?
Wann fahren wir denn nach Hause?
Ich brauch noch ein Paar Schuhe fĂĽr Mutters Geburtstag.
Schuhe haben wir erst gekauft. Die Braunen mit den Noppen.
- Das ist 6 Jahre her. - Ja, genau.
Warum trägst du nicht mal schwarze Unterwäsche?
- Sag mal… - Ja?
Willst du noch lange rumgucken?
Ich dräng dich nicht. Lass dir ruhig Zeit.
Wie lange… wie lange meinst du denn, ich meine…
bis du alles gesehen hast?
In aller Ruhe.
- Och, weißt du… - Ich dräng dich gar nicht.
Ich hätte nur gern gewusst, wie lang es noch so dauert.
- Etwa. - 'n Moment noch.
- Was suchst du eigentlich? - Ich weiĂź noch nicht.
Du weiĂźt nicht, was du suchst?
Also, ich habe jetzt alles gesehen und weiĂź jetzt,
dass es hier, also, dass ich hier wirklich nicht wĂĽsste,
- was ich hier noch… - Warum bist du so ungeduldig?
Na, hör mal!
Ich habe in 45 Minuten, na, sagen wir,
2.000 Blüschen, Hemdchen und Höschen besichtigt.
Das ist mehr als in den 59 Jahren davor.
Ich dachte, ich mĂĽsste mich da fĂĽr die Nacht einrichten.
- Is' was? - Ăśberhaupt nichts.
- Willst du fahren? - Nee, nee, fahr du mal.
War doch nett, dass wir mal zusammen eingekauft haben.
Zu nett.
Hast du den gesehen? Der kam von rechts!
Nein, ich sehe nichts. Ich kann gar nichts sehen!
Ich schließe die Augen, weil mich der Verkehr nervös macht.
Fahr doch ein bisschen langsamer und bleib in der Spur.
Ich fahre genau 50.
Siehst du? Ich hab's gewusst! Nein, nein, nein!
- Was ist denn? - Du fährst!
Dann kommen wir heil nach Hause, harmonisch und ohne Nervenkrise.
Mein Name ist Lohse. Meine Frau und ich tauschen nur die Plätze.
Es gab da Unstimmigkeiten wegen der Fahrweise.
Ich hielt es für besser, dass mein Mann fährt.
Sie hätten an meiner Stelle auch nicht anders entschieden.
Jetzt geht es auch gleich weiter.
Hier steht's!
"The Mini Piffi 4
was manufactured with all new gear
and thoroughly tested before leaving the factory.
The Mini Piffi 4 mixes fast and easily…"
Gibt's dafür keine japanische Erklärung?
Moment… ach so.
Nun gib das her, setz dich ins Wohnzimmer
und mach bitte mal nichts.
Oh, Entschuldigung! Ich habe Sie gar nicht gesehen.
Tja…
- Bitte setzen Sie sich doch! - Herr Lohse!
Na, so 'n Schlückchen zwischendurch…?
Bitte schön.
Machen Sie bei sich zu Hause eigentlich auch sauber,
oder macht das… haben Sie da
'ne Putz…'ne Putz… hilfe?
Meine Frau lässt sich ja leider nicht helfen.
Ich helfe ihr doch.
Sehen Sie, und ich darf das nicht.
Sie hat was gegen meine Hilfe.
Das ist wohl mehr 'ne Kommunikationsstörung.
Ich glaube, das hat was mit dem Geschlecht zu tun.
Das ist der alte Hass der Geschlechter.
Das is' es. Wenn ich zu Hause meinen Mann so sitzen sehe…
Eine gewisse Abneigung zwischen Frauen und Männern
- ist durchaus natĂĽrlich. - So is' es.
Abgesehen von der Fortpflanzung.
- So is' es. - Das ist ein anderes Thema.
Mein Mann hat ja auch immer was. Männer haben immer irgendwas.
Immer hat er irgendwas.
Frauen und Männer sind Gegner, die nur in einem Punkt…
- Man sollte gar nicht heiraten. - Man sollte lieber versuchen,
die Gegensätze der Geschlechter auszugleichen.
Männer hören ja gar nicht hin!
Wir hätten viel öfter miteinander reden sollen!
- Stör ich? - Nein.
WĂĽrdest du bitte mal kommen?
Sie entschuldigen mich wohl.
Wenn ich dich einmal brauche,
betrinkst du dich mit Frau Kleinert!
Sag mir bitte Bescheid, bevor du sie heiratest,
und ob ihr dann hier wohnen wollt!
- Sollte 'ne Ăśberraschung sein. - Das Ding funktioniert nicht.
Warum nicht?
Bin ich der Diplom-Ingenieur oder du?
Das ist ein ganz einfacher Mechanismus.
- Hallo, Frau Kleinert! - Ich mache jetzt die Betten.
Wir sollen Bescheid sagen, ob wir nach der Hochzeit
- hier wohnen wollen. - Auf Wiedersehen.
Das ist Uli.
Guten Morgen, ich bin bei Herrn Drögel angemeldet.
- Bei wem? - Bei Herrn Drögel.
Drögel… Drögel, Drögel, Drögel, Drögel, Drögel…
- Kenn ich nicht. - Er ist hier Direktor.
Ach, Sie meinen Herrn Direktor Drögel.
Der ist in der Fabrikation, geradeaus durch die SchiebetĂĽr.
Tag, Heinrich, hier ist Renate!
Quatsch, Kurt… Heinrich. Heinrich, meine ich.
Wo ist denn Kurt? Ist er zu Hause?
Wir haben ja lange nichts… Wie geht's denn so?
Man verliert sich ja völlig…
Sag mal, wo… wo ist denn Kurt?
Ja. Hier ist Heinrich.
Duuu… Gerti, ich steh hier in der Telefonzelle
und hätte ihn gern mal gesprochen.
Meinst du, ich kann schnell mal bei euch…
Ja? Jetzt gleich? Ja.
Na, dann bis… bis gleich. Ja.
Hallo?
Ach! Gnä' Frau!
Das ist wirklich nett!
Mein Name ist Lohse. Sie hatten mir freundlicherweise
- Ihre Visitenkarte gegeben. - Ich weiĂź, ich weiĂź.
Ich freue mich, dass Sie hier sind.
Herr Drögel, ehe Sie einen falschen Eindruck…
Wir sind seit 27 Jahren fĂĽhrend
in der Herstellung und im Vertrieb von Schokoriegeln.
- Herr Drögel… - Wenn ich das noch sagen darf,
ich habe die Firma ĂĽbernommen von meinem Onkel Erich Klotz,
meine Mutter ist eine Klotz,
und fĂĽhre die Firma weiter unter dem Namen Riegel Klotz,
weil der Klotz-Riegel sich als Markenartikel eingefĂĽhrt hat
und, ähm, weil die Bezeichnung "Riegel-Drögel"
- oder "Drögel-Riegel" nicht… - Herr Riegel, äh, Herr Drögel,
ich hatte eigentlich nicht die Absicht, berufstätig zu werden.
Aber aus privaten GrĂĽnden
möchte ich nicht den ganzen Tag zu Hause bleiben…
Frau Lohse, ich weiĂź, was Sie sagen wollen.
Wir bieten Ihnen eine freie Mitarbeit
als Gegengewicht zu Ihrem häuslichen Partner,
zu dem Sie ja wohl etwas Abstand brauchen.
- Um nicht, äh… - Äh, ja, ja.
Aber woher wissen Sie, ob ich fĂĽr diese Arbeit geeignet bin?
Das fĂĽhle ich.
Woher soll ich wissen, warum Renate sich verändert hat?
Wie wär's mit 'nem Zeppelin?
Wir schreiben drauf "Renate, ich liebe dich."
Renate guckt nicht nach oben.
Oder ich besorg dir zum FrĂĽhstĂĽck den Bundeskanzler.
- Das auch noch! - Ich könnte das arrangieren.
- Nee. - Dann kauf dir 'n neuen Anzug.
- Frauen sind durch so was… - Wie geht's Renate?
Gut. Äh, danke, dan-danke. Ganz… ganz gut.
Aber es muss doch irgendetwas geben, was ihr imponiert.
Ich sage dir, Renate will dich bewundern.
Das ist euer ganzes Problem.
Frauen lieben an uns das Außergewöhnliche,
das, was sie selbst nicht…
Heinrich, du rauchst zu viel. Kurt hab ich's ganz abgewöhnt.
Och, das ist nun mal so. Das hat gar nichts, ähm…
Sag mal… ihr seht doch fern.
Wenn nichts im Kino ist.
"Die Familie Schnakenburg". Das sehen jede Woche 20 Millionen.
Die drehen jetzt das Finale. DafĂĽr suchen sie noch 'ne Villa.
- Eine wie deine. - Na und?
Dann sieht dich Renate in der Glotze!
- Mich?! - Na, dein Haus,
und dich kriegen wir auch unter. Ich kenn die doch alle.
Dann bist du im Fernsehen. Das haut Renate um!
- Woher weiĂźt du das so genau? - Ich bin Werbefachmann.
- Ich weiß doch, was läuft! - Ach was!
Für mich wäre Ihre persönliche Meinung
ĂĽber das Herbstangebot unserer neuen Schokoriegel sehr wichtig.
Meine Meinung?
Die Meinung einer Frau von Bildung und Geschmack.
Wenn Sie zum Beispiel dieses Angebot einmal verkosten wollen.
Das ist eine Kokosfüllung mit Pistazienschaum als Trägermasse.
Für ältere Menschen
haben wir die Waldmeister- Weichcreme-Variante entwickelt.
Die Geschmackspartikel entfalten sich ĂĽbrigens am besten
durch abwechselndes Lutschen und Kauen.
- Ich weiß nicht, ob Sie da… - Doch, ja…
- Renate? - Falsch!
- Hach, Frau Mielke! - Vorne hat niemand aufgemacht.
Ich glaube, es bezieht sich. Sie sollten rechtzeitig…
Ich komme mit rein. Aber nur kurz.
Wenn meine Schwester das erfährt, bringt sie mich um.
Tja…
- Haben Sie einen Hund? - Nein.
Renate, äh, meine Frau und ich, wir fahren übermorgen
zum 80. Geburtstag meiner Schwiegermutter.
Ach?
Ja.
In unserem Herbstangebot führen wir 2 Krokantkompositionen…
Sind es noch… ich meine, wie viele…
im Moment fühl ich mich nicht sehr…
Oh! Darf ich…
Sie haben sehr schöne Hände.
Ach?
Wie sind bisher Ihre EindrĂĽcke ĂĽber die Kollektion insgesamt?
Ja, also bei dem da, da ist mir weniger…
da hab ich mich hinterher besser gefĂĽhlt.
- Das war Kirsch-Nougat… - Ja.
Aber das hier, das Braune…
Maronencreme…
Ja, da ist mir ziemlich… also…
Ich verstehe.
Und die Doppelnuss im Sahnemantel?
Auch. Das auch.
Mögen Sie Ernst zu mir sagen?
Haben Sie was gegen…
Irgendwas nicht in Ordnung?
Was soll denn nicht in Ordnung sein?
Ah… was soll denn nicht in Ordnung sein?!
Ich sitze hier und trinke einen… was ist denn das?
Magenbitter.
Magenbitter und 'n Job hab ich auch. Ist doch alles bestens!
- Wann werden Sie pensioniert? - Bitte?
Wann Sie pensioniert werden.
Ich spreche doch ziemlich deutlich. Noch einen, bitte.
Irgendwann mach ich den Laden dicht.
Und dann bleiben wir auf Mallorca.
Und da gehen Sie dann fĂĽr den Rest Ihres Lebens
Ihrer Frau auf die Nerven. Gute Reise! Wann geht's los?
Wann wir abhauen? Na ja…
Wenn wir hier keinen Bock mehr haben.
Wer ist denn dieses Gespenst im Strickkleid?
Das ist meine Frau.
EntzĂĽckend! Mit ganz kurzen Haaren.
Und der Dicke mit dem Schnurrbart?
Das war in Bad Harzburg. Da war ich ziemlich…
Da hatte ich 'n Schnurrbart.
Sind noch Butterkekse drauĂźen? Ich mach das schon.
Die liegen aufm Tisch.
(Es klingelt)
(Herr Lohse) Ach, Frau Mielke! Das ist aber nett!
Ich störe doch nicht?
Ihre Frau wollte ja in die Stadt.
Nein, ich freu mich immer, wenn ich allein bin,
dass mal jemand vorbeikommt.
Ich suche meine Schwester. Sie ist sonst immer daheim
um die Zeit und da dachte ich, dass sie vielleicht…
- Ach! Sie haben Besuch? - Ja. Äh, nein, nicht direkt.
Ich habe mir nur mal die alten Fotos angesehen
und da hab ich mir 'ne Tasse Tee dazu gemacht.
2. 2 Tassen.
Ja. Die eine war schmutzig.
Da hab ich mir rasch 'ne saubere genommen.
Und gleich noch 'n Glas, weil das andere war auch… gebraucht.
- Ich räum das schnell weg. - Da helf ich Ihnen.
Nicht doch. Ich lass das einfach stehen.
Wir kommen jetzt in die KĂĽche. Durch die Diele in die KĂĽche!
Zu Hause muss ich ja auch alles alleine machen.
Brigitte ist keine groĂźe Hilfe fĂĽr mich.
Das muss ich Ihnen leider sagen.
Sie ist ja auch… ich weiß nicht, ob Sie das wissen…
aber das bleibt dann unter uns,
meine Schwester hat ja auch einen gewissen Schaden.
Ach? Das hab ich gar nicht… ähm…
- Darf ich es mir bequem machen? - Oh ja, natĂĽrlich.
Brigitte ist, was Männer betrifft,
etwas wahllos, wenn ich das mal vorsichtig ausdrĂĽcken soll.
- Verstehen Sie, was ich meine? - Durchaus.
Sie mĂĽssten es eigentlich schon bemerkt haben.
Nein, nichts. Ich habe gar nichts.
Wirklich. Ich glaube, ich habe nichts bemerkt.
Männer sind blind. Was machen Sie denn da?
Herr Lohse, Sie wollen mir meinen Schuh stibitzen!
Gott, wie sĂĽĂź!
Brigitte! Brigitte!!
Wo ist dieses mickrige Frettchen?
Wo hat sich diese Presswurst versteckt?
- Meinen Sie Ihre Schwester… - Ha!
Wir haben Besuch.
Renate?
"Ich bestreite, am Einbruch im Hause MozartstraĂźe 4
beteiligt zu sein und versichere,
die an dem Einbruch Beteiligten nicht zu kennen."
Ähm… ja.
Ach, dĂĽrfte ich wohl mal telefonieren?
Bitte sehr.
Heinrich?
Lohse.
Hier ist Heinrich. Wo warst du denn?
Wenn hier jemand Fragen stellt…
bin ich das!
Hast du eine Erklärung für diese Rentnerorgie?
Du, äh, nein. Die haben mich da reingezogen.
Ja. Da lag dieser Schuh und ich hatte ihre Tasche in der Hand
und dann hat sie geschrien.
Es klingelt, herein kommen Gertrud und Brigitte Mielke,
um sich in unserem Wohnzimmer zu prügeln! Das kann doch…
Nein, so war es nicht!
Erst waren wir auch nur zu zweit.
Das weiĂź ich nicht, ich bin ja abgehauen.
Jetzt sei so gut und hol mich ab.
Bitte? Ich bin hier bei Geschäftsfreunden.
Adresse?
GĂĽnzelstraĂźe 6.
Was? Ach so, bei, äh…
- Wie ist Ihr Name? - Meisenbach.
Ähm, bei Konsul Meisenbach. Nicht klingeln,
ich stehe drauĂźen. Und halte nicht direkt vor der TĂĽr.
Also bitte, was sollen wir machen?
Ich, ähm, ich werde allen weiblichen Nachbarn untersagen,
- mich zu besuchen. - Es ist mir ernst!
Jetzt regnet's auch noch und ich hab keinen Schirm!
Moment.
(Romantische Musik)
Ach, Heinrich!
Du hast doch nun was Eigenes mit deiner Bonbonfabrik.
Und mir ist auch schon was eingefallen.
Es wird alles ganz anders.
Kurt?
Ja, mein Junge? Gut siehst du aus!
Also ich bin der ehemalige Hauslehrer der Schnakenburgs?
- Ich glaube, ja. - Aber ich muss nichts sagen?
Nein, Ihnen wurde eine verpasst. Sie werden nur rausgetragen.
Also, bitte kein Wort!
Und um 5, halb 6 sind alle wieder drauĂźen?
Aber ja doch!
Es wäre ja sonst keine Überraschung für Renate.
Also, Herr Lohse geht davon aus,
dass um 5, halb 6 die Bude wieder frei ist.
- Wir drehen die 28? - Und die 29.
Da brauchen wir Vater und Mutter Schnakenburg.
- Wir hängen das Finale dran. - Geht's weiter?
Es was abgesprochen, 1 Drehtag, Drehschluss 17:30 Uhr.
- Wer hat das abgesprochen? - Mir sagt ja keiner was.
Wir machen heute bis 7 und morgen ab 9.
- Nein, nein, nein! - Bring das Herrn Lohse bei.
Heinrich, ich habe eine tolle Nachricht.
Wir drehen durch und machen morgen das ganze Finale.
Das Schnakenburg-Finale in deinem Haus.
Und das hast du geschafft! Renate kann stolz auf dich sein.
- Schade, Frau Lohse. - Ja, es ist schade.
Ich interessiere mich nämlich nicht nur für Schokoriegel.
Mein Mann hatte heute Nacht groĂźe Schwierigkeiten,
aber wir haben uns dann ausgesprochen.
Ich verstehe.
Ich weiĂź nun, wo mein Platz ist.
Renate, ich liebe Sie.
Sie haben Ihre Riegel, Herr Drögel,
ich brauche mein Zuhause. Mein… mein Nest.
Ich verstehe.
Heinrich!
- Sie können hier nicht durch. - Wo ist mein Mann?
- Heinrich! Was ist passiert? - Renate!
Mein Gott, er sollte wohl besser liegen!
- Die ganze Überraschung… - Nicht sprechen.
- Ich bin der Hauslehrer… - Ist schon gut, Heinrich.
- Ich bin ja da. - Ach du groĂźer Gott!
- Kurt! - Hallo, Renate!
Ist ja toll! Ist das nicht…? Das ist doch… Na?
Was um Himmels willen ist hier passiert?
Schna-schnakenburgs Ende im Hause Lohse.
Zu Ostern im Ersten. Hat dein Mann auf die Beine gestellt.
Jeder verlässt den Drehort, der hier nichts zu suchen hat!
- Wird das 'ne neue Klappe? - Was wollen Sie?
Nichts! Ich bin nur Frau Lohse und habe hier mal gewohnt!
Ich kann so nicht arbeiten. KURT!
Du… irgendwie hab ich das Gefühl, dass sich Renate
- nicht besonders freut. - Doch!
Sie ist nicht begeistert.
Frauen können das nicht so zeigen.
Ach?
Heinrich, kann ich dich mal sprechen?
- Moment, Moment! - Ich möchte jetzt bitte
- sofort meinen Mann sprechen! - Gern.
Hast du bemerkt, dass dies der einzige Ort in unserem Haus ist,
- der uns noch bleibt? - Oh.
Hab ich 'ne falsche Vorstellung davon,
was Ruhestand bedeutet?
Bitte sage es mir jetzt,
wenn dies der Raum ist, in dem wir kĂĽnftig leben werden!
- Renate… - Es hat ja auch sein Gutes!
Wir sind uns mal wieder näher gekommen!
Ich möchte es jetzt wissen!
Dann richte ich mich darauf ein!
Ich werde doch wohl in unserem Hause mal eine eigene Idee…
Nun hör mir mal gut zu!
Du setzt jetzt diese ganze Mischpoke an die Luft
oder du kannst deinen Ruhestand austoben, wo du willst!
Aber nicht mit mir!
Und zum Geburtstag fahr ich morgen allein!
Wer hat denn morgen Geburtstag?
Meine Mutter!
(Zerberstendes Glas)
Herr Lohse ist da.
Meine Frau meinte gerade,
ihr sollt eure Aufnahmen woanders machen.
- Ruhe bitte! - Ton ab!
- Läuft! - Kamera ab!
- Läuft. - Klappe!
- 28.4, die 2. - Action!
- Ab. - Danke, das war's fĂĽr heute.
Renate? Renate!
Mensch, Wutzack, tu doch mal was.
Warum kannst du nicht einmal auf deinem eigenen Platz liegen
wie andere Hunde auch?
- Papa? - Ja.
Das ist Emiko.
Dein Vater soll den dĂĽnnen Mantel mitnehmen.
Du sollst den dĂĽnnen Mantel mitnehmen.
Ach, Frau Kleinert, Sie bringen doch alles wieder in Ordnung?
- Fangen Sie oben an. - Jawohl.
Frag deine Mutter, wann der Zug fährt.
- Wann fährt der Zug? - Um 9 Uhr 18.
Um 9 Uhr 18.
- Danke. - Danke.
- Bitte. - Bitte.
Ich bin deine Tante.
Weil ich die Schwester deiner Mutter bin.
Hm-hm.
Darum ist deine GroĂźmutter meine Mutter.
Und meine Schwiegermutter und die Mutter deiner Mutter.
Hm-hm.
Also die Schwiegermutter von deinem Vater.
Darum ist dein Vater mein Schwippschwager.
- Dein Schwager. - Nein, Liebes.
- Das wäre ja Renates Bruder. - Dein Onkel hat Recht.
Hellmuth weiĂź in diesen Dingen immer so gut Bescheid.
Nein, wir ergänzen uns nur sehr gut.
Ich freue mich immer, wenn Hedwig was besser weiĂź.
Du Guter.
Hmhm! Kennt ihr die Geschichte
von der Gemeindeschwester und der Kuh?
Sag deinem Vater, wir möchten diese Geschichte nicht hören.
Wir möchten diese Geschichte nicht hören.
Ja, ja. Vielleicht… das ist auch vielleicht,
vielleicht ist das nicht… Ähm, ja.
Ist dir nicht wohl, Renate?
- Doch, ja. Danke. - Mir ist eigentlich immer wohl.
Nur wenn dir nicht wohl ist, ist mir auch nicht wohl.
Wir waren in unserer Ehe nicht 1 Tag getrennt.
Seit 21 Jahren.
Aber wir reisen gern.
Und dir geht's gut, Heinrich?
Ähm, mir ist gut, ja. Mir geht's… gut.
- So, die Herrschaften. - Ich krieg das Eis.
Den Kuchen, bitte.
Für mich ist das… ja.
FĂĽr wen war die Torte?
- Wir teilen sie. - Wir teilen alles.
Ich darf dann auch gleich kassieren.
Das ist die Kurve von Holzhausen.
Ich mach das gleich weg.
Ăśber das Missgeschick eines Menschen spottet man nicht.
Aber wenn es einen Anlass zum Scherzen gibt,
schmunzele ich gern einmal. Auch deine Tante Hedwig.
Echte Fröhlichkeit kommt aus dem Herzen.
Wir sind heitere Menschen und freuen uns gemeinsam.
Ich freue mich über deinen hübschen Anhänger.
Ja, den hat Mutter lange getragen.
Schade. Er macht dich so blass.
Wir gratulieren,
Frau Jensen wird heute 80 Jahr.
Hoch soll sie leben,
Jetzt und immerdar.
Wir wĂĽnschen dir noch lange Zeit
Ein fröhliches Herz und Zufriedenheit,
Im Kreise deiner Bekannten und der vielen Verwandten.
Wir gratulieren,
Frau Jensen wird heute 80 Jahr,
Hoch soll sie leben,
Jetzt und immerdar!
Da sind noch 2 Strophen.
Ich glaube, nun reicht's. Ich muss jetzt was essen.
Bleib man ruhig sitzen!
Gnädige Frau, Sie sind leicht wie 'ne Feder.
Sitzt du bequem, Mutter?
Das ist nun der 80. Der 75. war doch gerade erst.
Nee, nicht mit dem RĂĽcken nach drauĂźen.
Ich sage immer, Essen hält Leib und Kehle zusammen.
Seele! Leib und Seele!
Interessant, dass Frauen nicht dirigieren können.
Wieso kann ich nicht dirigieren?
- Ich bin Pastor Hummel. - Macht nichts, macht nichts!
Hierher, hierher, hier in die Mitte.
Oder nee! Da ans Kopfende!
Mutter, wir tragen dich, wohin du willst.
Leicht… wie eine Feder.
DĂĽrfen wir uns neben dich setzen, Mutter?
Sitzt, wo ihr wollt.
Dieter, fĂĽr dich ist bei den Damen vom Chor gedeckt.
Das ist mein Platz. Ich sitze immer neben meinem Mann.
"Ich sitze immer neben meinem Mann!"
Jetzt wird gegessen,
sonst kann ich sehr ungemĂĽtlich werden.
- Gehörst du zur Familie? - Nee.
Schwein gehabt.
Was is' 'n das?
- Kräuterrahmsuppe. - Igitt!
Das ist Kräuterrahm mit Estragon.
Essen dient der Ernährung. Man spricht nicht darüber.
Hellmuth und ich essen ausreichend, aber einfach.
Jetzt redet der BĂĽrgermeister! LĂĽtje, was ist denn nun?
Ich dachte, nach 'm… nach 'm Hauptgang, dachte ich.
Hellmuth möchte was sagen.
Du lieber Gott.
Hochverehrte Frau Mama,
meine sehr verehrten Damen und Herren,
liebe Familie! 80 Jahre! 80 erlebte Jahre,
von denen 47 Ehejahre die schönsten waren.
Das ist mir neu.
Jedenfalls… also… Hedwig und ich,
wir haben uns in unserer 6-jährigen Verlobungszeit
fĂĽreinander aufgehoben
und werden nun schon so viele Jahre täglich belohnt
durch unser harmonisches Miteinander, Füreinander und…
Äh, ja. Mann und Frau sind sich… Oder so:
Mann und Frau ergänzen sich.
Wenn ich das hier einmal so ganz frei heraus sagen darf.
Ich wäre ohne Hedwig nicht das, und Hedwig…
Also, wenn wir einmal irrtĂĽmlich verschiedener Meinung sind,
haben wir uns besonders lieb. Ich glaube, es wird deutlich…
- Hör doch mal! Hedwig! - …was ich sagen will.
Wir dĂĽrfen stolz aufeinander sein.
Unser MitgefĂĽhl gilt allen Paaren,
denen dies offensichtlich nicht beschieden ist.
Vielleicht wird endlich mal auf mein Wohl angestoĂźen. Prost!
- Hoch soll sie leben… - Es wird nicht mehr gesungen!
Jetzt ist meine Tasche runtergefallen!
Da komm ich schlecht dran.
Mein Mann hat sich auf Mutters Geburtstag vorbereitet.
Du und dein Mann, diese Milchsemmel,
ihr seid so wundervoll, dass es mich im Halse wĂĽrgt!
- Nein, wie ordinär! - Kann ich dir helfen, Liebes?
Vielleicht tauchen sie ja wieder auf.
Mutter fragt, wann ihr wieder zum Essen raufkommt.
Renate hat sich sehr hässlich über uns geäußert.
Wenn es um die Beziehung zwischen Mann und Frau geht,
lassen wir nicht mit uns spaĂźen.
Und wenn Renate so ungezogen ist, hat sie ein Problem.
- Verehrte Anwesende… - Wir haben immer schon bemerkt,
- dass eurer Ehe Wärme fehlt. - Innere Wärme.
Tjaha! Die fehlt uns.
Und leider fehlt uns auch euer inniges FĂĽreinander.
Dieses wundervolle und doch so bescheidene GlĂĽck.
Und die von innen kommende Heiterkeit.
Die fröhliche Basis für das harmonische Miteinander.
- Hedwig… hör doch mal! Hedwig! - Hast du das gehört, Mutter?
Hedwig, der BĂĽrgermeister spricht mit dir!
Hedwig, du bist das Schärfste,
was mir je zwischen Heringsdorf und Borkum begegnet ist.
Herr Lütje, Sie haben da eben etwas sehr Unflätiges gesagt!
Der Herr BĂĽrgermeister wollte mir sicher eine Freude machen.
Ich bin dieser Meinung nicht.
Und wir sind nie verschiedener Meinung.
Dann schlieĂźe dich bitte meiner Meinung an.
- Gehörst du zur Familie? - Nein.
Ich entschuldige mich fĂĽr die Schamlosigkeit meiner Gattin!
"Sie sprach zu ihm, sie sang zu ihm,
Da war's um ihn gescheh'n.
Halb zog sie ihn, halb sank er hin
Und ward nicht mehr geseh'n."
Und weiter?
Nichts weiter.
(Alle reden durcheinander)
Zwischen uns ist etwas zerbrochen!
Du hast unserem Miteinander die Unschuld genommen!
Was? Ich habe das Letzte nicht verstanden.
Hast du vorhin tatsächlich mit mir gesprochen?
Nein, ich habe nur vor mich hingeredet.
Aber jetzt hast du was gesagt.
- Ich wĂĽsste nicht was. - Du hast gesagt,
dass du vor dich hingeredet hast.
- Ja. - Sag ich ja.
Herr Pastor! Sagen Sie doch mal was.
Meine lieben Freunde…
Was fĂĽr ein wundervolles Fest!
- Hört ja doch keiner zu. - …von Frauen keine Ahnung!
Woher willst du wissen, ob ich dirigieren kann oder nicht?
Es ist mir Wurscht, ob du dirigieren kannst oder nicht.
Irgendwas vermisse ich an dir. Ich weiĂź nicht genau was.
Hedwig, du bist das Schärfste, was mir jemals…
Soll ich die Birne Helene servieren?
- Was is' 'n das? - Heinrich!
Das ist ein Apfelkompott mit Sahne.
2-mal.
Könnte es sein, dass ich… dass ich mich in letzter Zeit
- nicht immer so ganz… - Ja.
Wenn ich mir nun noch mehr Mühe gebe…
Nein, Heinrich, bitte! Nur das nicht.
Aber es muss doch für diese Fälle irgendwas vorgesehen sein!
Faustregeln oder so was.
Und wenn wir nun irgendwas zusammen machen?
Was sollen wir denn zusammen machen?
Es mĂĽsste was VernĂĽnftiges sein.
Sinnvoll! Sinnvoll muss es sein!
Can't find what you're looking for?
Get subtitles in any language from opensubtitles.com, and translate them here.