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Original subtitles

Kontrollanruf.

-Alles läuft reibungslos. -"Läuft reibungslos"?

Dass Tokio vernommen wird, heißt, es läuft "reibungslos"?

Und dass du Río exekutieren wolltest?

Berlin, was machst du? Professor, hier ist Nairobi.

Berlin ist indisponiert.

Darum bin ab jetzt ich zuständig. Das Matriarchat ist jetzt an der Macht.

Ein Foto dieses Moments könnte mein letztes Bild von der Druckerei sein.

Fehler zu hinterlassen,

eine geschwächte Gruppe

und eine Räuberin mit dem Mut, sie mitzuschleppen: Nairobi.

Professor, hier ist alles außer Kontrolle.

Die Lage hier ist kritisch.

Tokio spielte mit Berlin, der gefesselt war, russisches Roulette.

Dann lieferte Berlin sie der Polizei aus, dann desertierte Río,

und Berlin exekutierte ihn fast, als wäre er ein Vietcong.

Helsinki hat Oslo erstickt.

Er tötete ihn?

Er vegetierte nur noch.

Helsinki sagt, das hätte er so gewollt. Das ist ein verdammtes Riesendesaster.

Ich muss das Kommando übernehmen, bis alles wieder auf Kurs ist!

Was hatte er mit der Polizei zu tun?

Ich war im Haus in Toledo. Das gehörte zum Plan.

Professor,

wir müssen wissen, wie die Lage ist.

MONTAG 21 UHR

Es gibt noch unerledigte Dinge.

83 STUNDEN NACH DEM ÜBERFALL

Das war wohl das größte unerledigte Problem.

Subinspector Ángel kam dem Professor auf die Spur.

Er fand seine Fingerabdrücke und wird reden, sobald er aus dem Koma erwacht.

Die Uhr des Professors war abgelaufen

wie die von allen.

NATIONALPOLIZEI

Nach dem, was du sagst, ist die Lage da drin kaum besser.

Sie tun, was draußen nötig ist, ich bringe derweil hier alles in Ordnung.

Ich stelle den Anruf aus dem Zelt durch.

Inspectora.

Ich muss eine wichtige Sache klären.

Wie soll ich Sie denn jetzt nennen?

Professor? Sergio? Oder... Señor Marquina?

Ich bin für Sie immer der Professor.

So lernten wir uns kennen.

Für mich bleiben Sie Inspectora Murillo, auch wenn Sie mal meine Henkerin werden.

Erinnern Sie sich an Ihr erstes Mal?

Natürlich. Das vergisst man doch nicht, oder?

Das ist mein erstes Mal

als Verbrecher.

Ob ich scheitere oder nicht, es wird mir immer...

...in guter Erinnerung bleiben.

Sie sind ein Enthusiast.

Die Welt braucht Menschen wie Sie.

Ich hoffe, wenn Sie aus dem Gefängnis kommen,

werden Sie dem Land helfen, voranzukommen.

Wo ist es passiert?

Was?

Ihr erstes Mal.

In einem Zelt.

Wunderbar. Denn das ist ein guter Platz für das erste Mal.

Die Geräusche auf dem Land, das Licht...

Ja, was das angeht, haben Sie recht. Der Rest war...

...sagen wir mal experimentell.

Und... Kurz.

Na gut, Professor.

Ich rufe an, weil Ihre Partnerin Silene Oliveira

heute Abend ohne Kaution in Untersuchungshaft kommt.

Was hat Tokio gesagt, dass Sie sie nicht 72 Stunden dabehalten?

Sie wollte schlau sein.

Eines verstehe ich nicht. Warum lassen Sie Ihre Leute statt den Geiseln gehen?

Sagen wir mal, es gab Unstimmigkeiten in der Gruppe.

Sie stecken in der Klemme. Das wissen Sie.

Ich gebe zu, Sie gewinnen, aber das ist nur eine Schlacht.

Verglichen mit dem Krieg unbedeutend.

Obwohl seine Leute meutern, foppt er Sie noch?

Er ist ein Rockstar.

Salva, wie geht es dir?

Wie kommst du zurecht?

Na ja...

Unglaublich, wie weh es tun kann, Schuhe zuzubinden.

Jemand sollte sich die Prellungen ansehen.

Eine Krankenschwester...

Das klingt...

...sehr zweideutig.

Ich kümmere mich sehr gern um dich...

...aber bei mir, denn ich will meine Tochter sehen,

-ist nicht besonders romantisch. -Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen.

Gut.

Wenn du jahrelang über etwas nachdenkst,

ist dieses Etwas deine gesamte Welt.

Eine perfekte Welt.

Aber es war nicht nur der Plan des Professors.

Er gehörte uns allen. Und wir alle versauten ihn.

Der Professor fühlte sich erstmals schwach.

In Raquels Arme zu kriechen schien ihm die beste Zuflucht.

Die einzig Mögliche.

Jetzt bist du eine Geisel.

Was ist denn los?

Die wollten mich umlegen.

Mich erschießen.

Warum denn das?

Sie lieferten Tokio der Polizei aus.

Ich wollte mich stellen.

Alison!

Lassen Sie sie.

Sie hat den Verstand verloren!

-Was ist, wenn Tokio kommt? -Sie kommt nicht. Sie wurde rausgeworfen.

Das könnte eine gute Sache sein.

-Gut wofür? -Um hier rauszukommen!

Ein für alle Mal!

Ist das so schwer zu verstehen? Herrgott noch mal!

Obwohl man ihnen die Freiheit versprochen hatte,

wurden unsere Kollegen eingesperrt!

Einige von uns wurden schwer gedemütigt.

Sie zerstörten meine Beziehung,

meine Vaterschaft.

Und das versprochene Geld, wenn wir bleiben...

...eine Lüge.

Ein verdammter Trick! Er hat es bestätigt!

Wie lange werden wir hierbleiben und nichts tun?

Die Diebe sind jetzt schwach.

Das muss jeder zugeben. Nutzen wir diese Chance nicht,

lassen wir sie entkommen. Wir müssen sie fertigmachen!

Nehmt alle eure Würde, euren Mut,

das wilde Tier in euch zusammen!

Wir müssen was tun. Ich weiß nicht.

Ihnen eine Waffe stehlen.

Was?

Was reden Sie da? Woher kriegen wir eine Waffe?

Wir tauschen eine gegen eine falsche.

Wenn du an eine der falschen rankommst, kannst du sie austauschen.

Dann ist einer unbewaffnet

und einer von euch bewaffnet.

-Hallo, Liebes. -Mama, was machst du hier?

Mami!

Liebling.

Komm her.

Komm her.

Aber warte mal.

-Warum bist du so spät noch auf? -Ich wollte dich sehen.

Und ich dich, Baby.

Hallo.

Hallo.

Warum hast du nichts gesagt? Ich hätte was gekocht.

Ihr bleibt doch zum Abendessen?

Ja. Zum Abendessen und für etwas Schlaf. Oder?

Geht ihr miteinander?

Aber Liebes.

Nun...

Ja, oder?

Irgendwie.

Hast du sie gefragt?

Na ja, eigentlich nicht...

Aber wir haben uns geküsst, was... fast das Gleiche ist.

Oh, ok.

Kommt, gehen wir.

Du hast morgen Schule.

Keine Sorge. Ich bringe sie ins Bett.

Vielen Dank.

Hast du ihn echt geschlagen?

Na ja... ...ja, hab ich.

Es machte mich so wütend, daran zu denken, dass er dich schlug.

Ich mag Gewalt nicht.

Man sollte keine anwenden, und du kannst dich verteidigen.

-Ich bin keiner, der... -Salva.

Ich bin froh, dass du meinen Ex-Mann verprügelt hast. Das hätte ich tun sollen.

Auch wenn das politisch nicht korrekt ist.

Tja...

...manchmal hat man keine Wahl, man muss politisch unkorrekt sein.

Ich spreche aus Erfahrung.

Schön, dass du hier bist.

Na gut, ab jetzt müssen alle Säcke verschließen. Pausenlos!

Zu den Lügen sagst du nichts?

Lass den Gandhi-Scheiß, sonst wirst du dreimal am Tag Scheiße fressen.

Außerdem kann ich dir versichern, dass ich keinen belogen habe. Nairobi ist jetzt die Anführerin. Also, jetzt packt alle ein!

Nairobi hat eine harte Hand für eine Frau.

Berlin, wir gehen unter.

Ich denke, am wichtigsten ist jetzt, dass wir alle lebend hier rauskommen,

ohne noch mehr Fehler zu machen.

Sag es mir.

Bist du für mich...

...oder gegen mich?

Ene, mene,

muh,

-und raus bist du. -Und raus bist du.

Tja, ich bin für dich, Nairobi.

Bis zum Ende.

Ich mach bei deinem Putsch mit.

Und muss sogar gestehen, dass mich die Idee anmacht,

einer Frau, die eine Göttin ist, zu dienen.

Dann bete lieber zu dieser Göttin, denn sie hat dein Morphium. Vergiss das nicht.

In dem Büro bewahren Sie die falschen Waffen auf.

Und?

Einer von uns muss die Schreckschusspistole holen.

Welchem der Räuber willst du sie unterjubeln?

Denver.

Er ist der Dämlichste.

-Wer klaut ihm seine Waffe? -Mónica.

-Während er sie verarztet. -Warum sollte sie das tun?

Das ist doch Selbstmord.

Der Gauner hat sie angeschossen.

Er hat sie isoliert. Hat ihre Angst und Verzweiflung ausgenutzt,

um sie mal kurz zu vögeln.

Und nun hat er dich abserviert, richtig?

Ja. Tut mir leid.

So läuft es eben.

Manchmal wollen wir unser Leben ändern.

Wir machen uns Hoffnungen.

Aber kein Räuber wird dich nehmen.

Schön.

Ich besorge die Waffe.

Hast du den Zweitschlüssel fürs Büro?

Nein.

Was ist Plan Tschernobyl?

Tschernobyl ist ein... verzweifelter, aber sehr schöner Plan.

Dabei lassen wir das Geld in Ballons vom Dach aus fliegen,

zerschießen die Ballons und sorgen so

für herrlichen Regen. Und informieren die Presse.

Wie bei der Weihnachtsparade, aber mit 50-Euro-Scheinen.

Das ist Plan Tschernobyl?

Tausende heben sie auf, verursachen Chaos bei der Polizei. Stellt's euch vor.

-Eine Milliarde Euro fällt vom Himmel. -Genau.

Und wir verschwinden in der Menge.

Sehr schön.

Denn der Professor ist ein Idealist.

Ihm ist die Botschaft wichtiger als das Geld.

Ich sagte nichts, weil das Timing wichtig ist.

Wünscht mir Glück.

Señor Torres,

in mein Büro!

Kommen Sie rein.

Mal sehen,

können wir schneller drucken?

Ich seh's mir an. Möglich ist das.

Aber das Risiko ist groß.

Kommt es zum Papierstau, dauert die Reparatur Stunden.

-Rechnen Sie die Menge aus. -Mach ich, Señorita Nairobi.

Señor Arturo.

Stehen Sie auf, Torres. Verdammt, stehen Sie auf!

-Was machen Sie? -Geht Sie nichts an. Seien Sie diskret.

Gehen Sie zur Tür. Schließen Sie nicht ab.

Tut mir leid, aber ich muss Sie melden.

Wenn die das mitkriegen, bin ich erledigt.

Hören Sie zu... Sie Idiot!

Ich hab eine Waffe.

Wenn Sie mich melden,

sind Sie als Erster dran.

Entschuldigen Sie, aber das ist eine Schreckschusspistole.

Sie ließen die Tasche offen.

Hören Sie zu.

Gut zuhören, ich sag's nur einmal.

Wenn das vorbei ist, und in ein paar Stunden ist es vorbei,

arbeiten Sie wieder

in Ihrem Scheißjob.

Und am nächsten Tag erwarte ich Sie

mit einer Kündigung und Disziplinarklage, dann scheißen Sie sich ein.

Sie werden im Arsch sein, bis Sie in Rente gehen. Kapiert?

Sie haben drei Töchter?

Zwei davon sind arbeitslos seit...

...sieben Jahren, oder nicht?

Es liegt an Ihnen.

Torres.

Señorita Nairobi.

Was ist los?

Wir würden die Produktion so um €2 Millionen erhöhen,

pro Stunde. Machen Sie es.

Alle sechs Stunden halten wir die Maschine zur Überprüfung an.

-Das bringt zusätzlich €2 Millionen. -Na gut.

Ich bringe das auf den Weg. Merkt euch meine Worte.

Bedrückt dich etwas?

Nein.

Ich fürchte, das war die beste Nacht meines Lebens.

Salva. Du hast mich schon rumgekriegt, kein Grund für Übertreibungen.

Das ist wahr.

Das hatte ich nicht vorhergesehen.

Ach, das hast du nicht vorhergesehen?

Siehst du alles vorher?

Nun, sagen wir mal...

...ich bin ein Mann, der sich...

...abends die Kleider für den nächsten Tag zurechtlegt.

Der davon besessen ist...

...den...

...weltbesten Apfelwein zu machen.

Und...

...ich habe alles studiert. Die...

...Säure, die Fermentation...

Jede mögliche Reaktion jeder Zutat.

Jahr...

...um Jahr.

Aber nur ein fauler Apfel...

...dann ist das ganze Fass hin.

Salva, du magst Apfelwein wirklich gern, oder?

Das war ein Traum meines Vaters.

Leider starb er zu früh.

Er...

Er wollte...

...2.400 Fässer machen.

Ich verstehe die Hommage...

...aber mach doch die Hälfte...

...oder ein Viertel...

...und widme...

...dich dann deinen Träumen.

Gehen wir fort.

Ich beende die Apfelweinsache

schon bald,

dann geht's ab in die Karibik.

Tja...

...ich habe keinen Apfelwein,

aber eine Mutter und eine Tochter

und einen Raub aufzuklären.

Wir nehmen deine Mutter

und deine Tochter einfach mit.

Paula könnte am Strand aufwachsen.

Raquel...

Ich will nicht, dass das vergeht. Ich will es nicht ignorieren,

dieses Gefühl, mich lebendig zu fühlen. So stark spürte ich das noch nie.

Du würdest das Meer überqueren

mit einer Mutter, einer Tochter und...

...einer Großmutter?

Jetzt gerade schon.

Ich habe einen Plan B.

Verdammt, es ist einfach...

...so verrückt...

...dass ich...

...mir nichts anderes vorstellen kann.

Löse deinen Fall. Tu, was du tun musst...

...dann gehen wir.

Also gut.

-Also gut. -Also gut.

Also gut. Ja.

Alle mal herhören!

Wir lösen diesen Fall in 24 Stunden

und leben unser Leben. Das haben wir vernachlässigt.

Suárez. Rufen Sie Comisario Sanchez an.

Ich lasse nicht zu, dass noch jemand getötet oder verhaftet wird. Nairobi,

dass du so weit gekommen bist, ist gewaltig.

Meinen aufrichtigen Glückwunsch dafür.

Hört zu, ich werde euch da rausholen.

Bevor die zum Zug kommen.

-Holen Sie Lobo und den Rest der GEO. -Was haben Sie im Sinn?

Ich denke allmählich, der Mann draußen ist der wahre Kopf dieses Überfalls.

Er ist es, der uns zum Landhaus in Toledo führte.

Ich weiß, was wir tun.

Zuerst holen wir die Geiseln.

Danke. Wir haben nicht genug Leute, um die Geiseln zu bewachen.

Wir versprachen ihnen Freiheit. Die sollen sie kriegen.

Wir werden die Geiseln freilassen. Gebt mir eine Stunde.

Ist ein Riesenspektakel für ein so kleines Publikum.

-Ja. -Ich werde 11 Geiseln freilassen,

nur eine Bedingung:

Ein Reporter soll aus dem Inneren berichten.

Eine Liveübertragung.

Hören Sie, ich würde Ihnen gern bei Ihrer Propaganda helfen,

aber ich kann keinen Zivilisten dazu zwingen.

-Das wissen Sie genau. -Stimmt.

Sie haben absolut recht. Aber Sie müssen niemanden zwingen.

Sie brauchen es nur vorzuschlagen. Ich bin sicher,

viele Reporter würden gern freiwillig so ein Interview führen.

-Ich muss darüber nachdenken. -Gewiss.

Denken Sie daran, ich nehme die Gespräche auf. Letztes Mal

verweigerten Sie eine Freilassung,

sagen wir mal, das kam in der Öffentlichkeit nicht so gut an.

Aber klar, lassen Sie sich Zeit.

Dreckskerl.

Scheiße.

Gut, reden wir über etwas anderes. Wie kann ich das erklären...

-Mögt ihr Fußball? -Oh ja, Fußball.

Professor, in meinem Land ist Fußball ein Riesending.

Stellt euch ein Fußballspiel vor.

-Schon wieder Fußball? -Es geht um die Weltmeisterschaft.

Und Brasilien spielt gegen Kamerun. Wer gewinnt?

Einfach!

Oder vielmehr...

...wer soll gewinnen?

Ich sage, Brasilien gewinnt.

Aber ich wäre für Kamerun.

-Kamerun. -Ja.

Kamerun, na klar.

Kamerun, auf jeden Fall.

Beobachtet man das, sind Menschen instinktiv

immer,

immer für die schwächere Seite.

Den Unterlegenen.

Wenn wir der Welt also unsere Schwäche zeigen,

unsere Wunden,

dass wir kurz davor sind,

aufzugeben,

erzeugt das...

...einen Schauder.

Jeder, der kein Brasilianer ist, wäre wohl für Kamerun.

Sogar ein paar Brasilianer.

-Oder Brasilianerinnen. -Na schön, Leute.

Dann also auf Kamerun!

Was rufen die beim Fußball immer?

Kamerun, Kamerun, Kamerun!

Kamerun, Kamerun, Kamerun!

Kamerun, Kamerun, Kamerun!

Kamerun!

-Kamerun! -Wir machen weiter mit Plan Kamerun.

Wir lassen die Geiseln im Keller frei.

Und wir bekommen einen Reporter und eine Kamera, um es aufzunehmen.

Wir brauchen jemanden für ein Interview.

Ich bin für...

...dich, Río.

Ich verstehe deine Wut,

aber wir brauchen dich.

Du bist einfühlsam.

Denkst du, ich geh ins Fernsehen?

Damit Tokio mich im Knast sieht, wie ich mit breitem Lächeln

ein Interview gebe, als sei nichts passiert?

Ich bin nun Geisel.

Zählt nicht auf mich.

Scheiß drauf, ich mach's.

-Ich bin 'ne echte Heulsuse. Ihr wisst es. -Du bist keine Heulsuse.

Du bringst andere zum Heulen.

Ich mach's.

Wenn ich nicht viel reden muss.

Du könntest es machen, aber nein.

Nein.

Ich mach's mit einer Maske.

Maskiert?

In einem Liveinterview?

Was sind wir jetzt? Die ETA?

Dschihadisten?

Nein, nein.

Das Interview muss unmaskiert

stattfinden.

Damit ganz Spanien

unseren Blick spüren kann...

...unseren Atem. Damit es den Schmerz verstehen kann...

Und ein wenig Kummer.

Richtig.

Du willst es selbst tun.

Aber weißt du...

...was das Problem ist?

Wenn es einen gibt, den ich nie Schmerz oder Kummer habe fühlen sehen, dann dich.

Tokio ist weg.

Río will es nicht machen.

Sieh nicht auf einen herab, der sich auskennt.

Ich bin ein guter Zeremonienmeister.

Er hat recht. Das kann er wirklich gut.

Na schön. Du machst es.

Ein Interview für die Freilassung von 11 Geiseln. Weiß nicht.

Das ist eher vertretbar.

Man wird uns heftig kritisieren,

-aber wir müssen es trotzdem annehmen. -Merken wir das an

und verkaufen es als Übung in Transparenz.

Verkaufen Sie's, wie Sie wollen. Und die andere Sache?

Der Einsatz, den Sie im Krankenhaus wollen?

Im Austausch wofür? Mit welchem Beweis? Einem Teller Sardellen?

Damit, dass sie draußen einen haben, der Sand ins Getriebe streut.

Ángel hatte ihn, deswegen wollten sie ihn umbringen.

Wir alle haben den forensischen Bericht zu Ángels Unfall gelesen.

Es gibt keinen Beweis, dass es ein Mordversuch war.

Wir dürfen nicht vergessen, dass er betrunken gefahren ist.

Schön. Sie wollen Beweise? Bereiten wir den Einsatz vor.

Ich werde der Presse stecken, dass Ángel,

der Einzige, der weiß, wer er ist, bald aufwachen wird.

Noch vor heute Nachmittag um fünf wird der Mann

ins Krankenhaus kommen, um ihn umzubringen, garantiert.

Aber wir werden ihn fassen können.

Bitten Sie mich, ein ganzes Krankenhaus

mit verdeckten Ermittlern zu füllen wie in einem Polizistencomic?

Konzentrieren wir uns lieber auf die Druckerei.

Was, wenn sie die Reporter als Geiseln nehmen?

Das Interview ist ein Vorwand. Noch ein Trick zum Zeit vergeuden.

Comisario. Lassen Sie uns doch einmal diejenigen sein, die die Falle stellen.

Reichen nicht zehn?

Zwanzig.

Mónica, Zeit zum Verarzten.

Gehen wir.

Zieh den Overall aus, dann verarzte ich dich.

Aber dreh dich um.

Wir sind ja nicht zusammen.

Kein Problem. Darf ich?

Warte. Jetzt.

Was macht die Wunde?

Sie tut sehr weh.

Und sie sticht.

Wir kriegen nur eine Chance.

Ich will ihn lebend.

Geschossen wird nur bei größter Gefahr.

Das Erste, was wir tun...

...ist, Ángel rauszuholen und in Sicherheit zu bringen.

Dafür müssen wir einen Raum in einem anderen Stock vorbereiten.

Ist er verlegt, stecken wir der Presse, er sei aufgewacht.

Die Zielperson taucht auf.

Wichtig ist, dass jeder auf seinem Posten ist.

Alle müssen ihre Rollen perfekt spielen.

Das ist ein komplexer Einsatz.

Wir müssen äußerst konzentriert vorgehen.

Wir werden Zugriff auf die Videoüberwachungsanlage haben.

Und kein Wachpersonal auf der Etage. Nicht mal das vom Krankenhaus.

Keine Polizeiwagen in der Umgebung.

Wir rollen dem Mistkerl auf dem Weg zu Ángels Zimmer den roten Teppich aus,

wo dann Lobo warten wird.

Balmaseda wird Mari Carmens Platz einnehmen.

Sie werden dort warten und ihn überraschen.

Wir suchen einen Mann mittleren Alters.

Es werden 20 Beamte gegen ihn allein sein.

Er kann nicht entkommen.

Hast du's getan?

Gib sie mir. Schnell.

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Hört auf Banknoten zu bündeln, versteckt, was ihr könnt.

Wir sind weg! Hier.

Versteckt das. Schnell!

Wir gehen jetzt. Das hat viel zu lang gedauert. Dreckskerle.

Gehen wir.

Tag fünf der Geiselnahme. Eine Geisel und zwei Polizisten verwundet,

eine Explosion, Geiseln entkamen

und gleich werden Kameras von Kanal 6 aus dem Inneren berichten,

während die ganze Welt zusieht.

Die Reporter gehen zum Eingang.

Wir müssen uns an die historische Wirkung dieses Moments erinnern. Hunderte Sender auf der ganzen Welt übertragen unseren Beitrag...

Deckung geben, bis sie drin sind.

...zum ersten Mal berichtet ein Fernsehteam live aus...

Sie öffnen die Türen. Achtung, bleiben Sie unten an der Treppe stehen.

...der Banknotendruckerei. Ein kritischer Moment.

Gleich werden wir Zeugen eines historischen Moments.

Eine Reporterin und ein Kameramann von Kanal 6 werden das Gebäude betreten.

Weiter kann die Polizei nicht gehen. Ab jetzt

sind Reporterin und Kameramann auf sich gestellt.

So was haben wir noch nie gesehen.

Die Straßen im ganzen Land sind leer gefegt.

Zurück auf eure Posten.

Hallo, guten Morgen.

Guten Morgen.

Ich bin Andrés de Fonollosa. Vielen Dank.

Können Sie das aufsetzen?

Sicher.

Wir empfangen bereits das Signal.

-Wir berichten live aus der Druckerei. -Raquel.

Señor Fonollosa, ich muss Sie fragen, warum Sie einem Reporterteam gestatten,

live zu senden.

Das ist für uns alle hier drin ein entscheidender Moment...

...und den müssen wir aufnehmen und öffentlich machen.

Bitte, kommen Sie mit. Hier entlang.

Das ist Andrés de Fonollosa,

ein polizeibekanntes Gesicht.

Ein Räuber und Informant, verurteilt wegen Menschenhandels.

Das sind die 11 Geiseln...

-...die freigelassen werden sollen. -Da sind sie.

Ich erkenne Manuel García,

Alfonso Martínez

und María Cornejo. Offenbar dürfen sie gehen.

-Wir sind alle nervös... -Sanitäter stehen bereit.

...fast wie Kinder, die auf das Läuten der Schulglocke warten.

Ich möchte euch allen danken.

Für den Mut und die Tapferkeit...

...die ihr gezeigt habt.

Und...

...und besonders dir.

Dir und deinem Kind.

Du hast dich als starke Frau erwiesen.

Warum haben Sie gerade jetzt entschieden,

nach fünf Tagen Gefangenschaft,

Geiseln freizulassen?

Fünf Tage? Schwer zu glauben, dass es nur ein paar Tage waren.

Wissen Sie...

Wir haben eine schwere Zeit durchgemacht.

Die Lage ist kritisch.

Wir können nur noch aufgeben.

Deswegen sind Sie hier.

Diese Geste ist der Anfang vom Ende für jeden.

Helsinki, es ist so weit.

Ihr dürft gehen. Vielen Dank.

Scharfschützen sind bereit. Angriffsteam 1, auf Distanz bleiben.

Verstanden.

Wir lassen unsere Geiseln frei, um gute Bedingungen für unsere Aufgabe zu kriegen.

-Haben Sie aufgegeben? -Uns ist klar, dass wir verloren haben.

Öffnet die Türen!

Elf wurden freigelassen. Wir sind live dabei.

-Sie kommen raus. -Endlich gute Nachrichten.

Da sind sie. Ein aufregender Moment. Die Räuber geben offenbar auf.

Doch es gibt noch mehr Schlagzeilen, große.

IM ZENTRUM DES ÜBERFALLS

Fonollosa gibt zu, dass die Lage kritisch ist,

dass sie aufgeben müssen.

Er sagte, ich zitiere: "Das ist der Anfang vom Ende,

und uns ist klar,

dass wir verloren haben."

Manche haben ja schon Leichen gesehen.

Aber Einige von uns noch nie.

Sie kamen wegen der Wahrheit.

Und das ist die Wahrheit.

Wir sind geschlagen.

Wir sind besiegt.

Dass Sie das bestätigen, ist wichtig,

bitte. Ja.

Er hat keinen Puls.

Die geflohenen Geiseln schlugen ihn.

Daran starb er.

Für die Leute da draußen ist er

vielleicht nur ein Dieb.

Aber für uns war er ein Kamerad und ein Freund.

Darauf bereitet einen Keiner vor.

Keiner. Das ist einer der Gründe, warum wir Geiseln freiließen.

Manche von uns hier dachten, wir kämen hier nicht lebend raus.

Aber nun ist es ausgerechnet er.

Sie meinen, einige in der Gruppe waren bereit, sich selbst zu opfern?

Nein, nein. Nein.

Gar nicht. Wir sind einfache Leute.

Leute, die alle möglichen Nöte

erlebt haben. Wie jeder Mensch.

Auch eine tödliche Krankheit. Und wir mussten

etwas so Verzweifeltes wie das machen, um unsere Familien zu versorgen.

Um unseren Lieben was zu hinterlassen.

Tatsächlich leide ich an einer Krankheit namens Hellmer-Myopathie.

Was die Polizei weiß.

Sie verbreitete schamlos Lügen über mich.

Aber ich sag Ihnen, ich mag ein Dieb sein...

...ich war es mein Leben lang. Ich überfiel Banken und Juweliere.

Ich brach in Häuser ein. Aber nie habe ich jemanden verkauft.

Ich habe nie eine Frau verkauft.

Ich bin kein Zuhälter...

...kein Menschenhändler...

...der Minderjährige vergewaltigt.

So bin ich nicht.

Fragen Sie die Polizei nach den Akten zu diesen Fällen.

Also hat die Polizei die Öffentlichkeit belogen?

Die Polizei lügt!

Sie belügt die Öffentlichkeit!

Sie hat meine Freunde belogen.

Den Namen meiner Familie beschmutzt.

Ich bin ein Dieb.

Aber ich habe das Recht, nicht diffamiert zu werden.

Ich habe dasselbe Recht wie jeder,

in Frieden zu sterben...

...und in Würde.

Schalten Sie aus. Ich kann nicht mehr.

Heute stießen wir überall auf Interesse.

Leute in Cafeterias und Taxis verstummten.

Fonollosa sagt, dass die Polizei lügt.

Dass sie mit Lügen über ihn die Medien vergiftete.

Er fordert sie auf, die Akten vorzulegen.

Wir waren Kameruner, die barfuß gegen Brasilianer spielten.

Alle drückten uns die Daumen.

Jetzt zu unserer Kollegin von den Nachrichten, Cristina Saavedra. Hallo.

Eilmeldung: Subinspector Ángel Rubio erwachte aus dem Koma.

Nach seinem Autounfall hatte man ihn ins künstliche Koma versetzt.

Der Subinspector hatte kürzlich einen Unfall

auf der M-506, bei dem sein Wagen gegen einen Bauwagen

auf einer der Spuren fuhr und sich mehrmals überschlug.

Professor, haben Sie uns gesehen?

Nairobi, ihr müsst alle eins werden wie ein Ruderteam.

Sag Río, als Kapitän dieses Bootes werde ich Tokio aus dem Gefängnis holen.

Ja, Professor. Das klingt gut.

Gib mir Berlin.

Berlin. Ich?

Ja, du. Danke.

Ja?

Der Subinspector erwacht aus dem Koma.

-Kann das wirklich wahr sein? -Ich weiß nicht.

Das ist simple Polizeitaktik.

Das sagen Sie, um den Täter anzulocken,

damit er da auftaucht. Klappt nur in Sitcoms.

Und wenn's stimmt?

Nur er weiß, wer ich bin. Die einzige Gefahr.

In welchem Zimmer liegt er?

Zimmer 119.

Das ist eine Falle.

Ja.

Es ist zu 90 % eine Falle.

-Zu 99 %. -Zu 99 %.

-Überlassen wir 1 % dem Zufall? -Nein.

Du musst dich versichern. Und wenn es keine Falle ist,

dann bring ihn um.

In ein Krankenhaus gehen...

...in dem ohne Zweifel ungefähr 50 Polizisten auf mich warten?

Sergio, denk nach, verdammt!

Du hast deine halbe Kindheit in Kliniken verbracht.

Wie geht man in eine Falle und wird nicht erwischt,

wissend, dass die Kavallerie einen erwartet?

Indem man...

...die Kavallerie dazu bringt...

...abzuhauen.

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